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Made in Achim

Viel Grün

Viel Grün in der Stadt sorgt für Ausgleich und der Achimer Bahnhof für eine gute Verkehrsanbindung. Historische Stadtführungen sind ebenso beliebt wie der Besuch der restaurierten Galerieholländer- Windmühle. 20 Made in Achim Foto: Björn Hake Foto: Björn Hake Foto: Torsten Krüger Foto: Björn Hake Lebenswerte Innenstadt Die Kernstadt Achim hat es manchmal nicht leicht, die Einwohner aus allen Ortsteilen der insgesamt über 10 Kilometer langen Stadt ins Zentrum zu locken. Neben den nahegelegenen Einkaufszentren Weserpark (im Bremer Osten) und Dodenhof (im Flecken Ottersberg) ist schließlich die Bremer Innenstadt auch nicht weit entfernt. „Die Stadt liegt im Spannungsfeld der unmittelbar angrenzenden großflächigen Einzelhandelsangebote in einer besonders konkurrierenden Standortsituation“, so Monika Nadrowska, Leiterin der Achimer Stadtplanung. „Deshalb ist es besonders wichtig, den lokalen Aspekt zu stärken und den Achimern attraktive Perspektiven vor Ort zu schaffen.” Und so tut sich etwas in Achim: Achim stellt sich neu auf und man ist dabei, die Stadt von innen nach außen zu entwickeln, so die Stadtplanerin. Zum Wochenmarkt (am Mittwoch und Samstag), dem größten und schönsten in der Region, ist schon fast ganz Achim in der Innenstadt unterwegs. Man sieht sich, man trifft sich, man redet miteinander. Nach dem Einkaufen von frischen regionalen Produkten und besonderen Spezialitäten kann man in den Bäckereien oder Cafés und Restaurants rund ums Rathaus wie dem Atrium und der Alten Feuerwache wunderbar einen Kaffee genießen, den Flanierenden zuschauen oder einfach die Nase in die Sonne halten. Auch unter der Woche gibt es ein Wirtschaftsleben in der Innenstadt. Entlang der Fußgängerzone Obernstraße und der kleinen Seitenstraßen wie der Herbergstraße ist ein vielfältiges Angebot an Bekleidung, Büchern, Brillen, Tee, Lederwaren, Schreibwaren, Schuhen und vielen weiteren Fachgeschäften zu entdecken. Am Montag sorgt der Feierabend-Wochenmarkt für noch mehr frische Einkaufsmöglichkeiten. Für Anneke Luig vom Stadtmarketing ist deshalb der Weg klar: Die Innenstadt könne und müsse mit vielen individuellen Fachgeschäften und guter persönlicher Beratung punkten, denn nur so können die lokalen Geschäfte bei zunehmendem Internethandel überleben. Der Bürgermeister und die Stadtplaner rund um Steffen Zorn, den Fachbereichsleiter „Bauen, Stadtplanung und -entwicklung”, haben noch viel vor. Die Sparkasse schafft durch einen Neubau am „Gieschen”-Kreisel Platz für großflächigen Einzelhandel in der Fußgängerzone. Die Nachnutzung dieses und weiterer bestehender Gebäude ist in Vorbereitung.

Blick von der Hünenburg ins Weserurstromtal, Achims Fußgängerzone und unten das Lindemannsche Schloss, das die Musikschule beherbergt „Gedacht ist für das Bestandsgebäude des Finanzcenters die Entwicklung neuer Büro- und Handelsflächen. Dieses soll in Ergänzung zu den bestehenden Traditionsläden und zugleich neuen Ladenkonzepten wie Textilmoden für Kinder plus Maßanfertigungen und Nähkursen erfolgen“, so Stefanie Schleef von der Wirtschaftsförderung. Zudem ist man dabei, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt stetig zu verbessern. Mehr Flair durch mehr Grün in der Fußgängerzone, Sitzgelegenheiten und eine jahreszeitliche Dekoration sind Bausteine, kostenfreies WLAN ein weiterer, die umgesetzt werden. Regelmäßige Themenmärkte, Sonderveranstaltungen und Events beleben die Innenstadt über das Jahr. Die Unternehmergemeinschaft Achim und die Stadt haben so einiges auf die Beine gestellt, und man arbeitet gut miteinander. Das Stadtfest im Frühsommer mit Bühnen und vielen Ständen hat sich etabliert und lockt tausende Achimer und viele aus dem Umkreis in die Stadt. Für Kinder gibt es zum Ende der Sommerferien sogar ein eigenes Kinderstadtfest. Hüpfburgen, unendliche Bastel- und Spielmöglichkeiten verwandeln die Fußgängerzone in ein Mitmach-Paradies für die kleinen Mitbürger. Obwohl hier der Norden nun wahrlich keine Weinregion ist, veranstalten die Achimer doch jährlich im Spätsommer ein Weinfest und frönen gesellig dem edlen Tropfen. Mit einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt schließt das Veranstaltungsjahr in der Innenstadt, und wenn man ehrlich ist: Frisch gebrannte Mandeln, ein heißer Glühwein, ein schönes Kinderkarussell und vielfältige Stände mit Handwerkskunst – viel mehr braucht es eigentlich nicht, um sich in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Schnee wäre noch schön. Da auf Petrus in diesen Gefilden nicht so sehr Verlass ist, sorgen dafür auch die örtlichen Veranstalter. Neben der Fußgängerzone sind der nahegelegene Bahnhof und die nördliche Innenstadt ein Quartier, das sich in der Umgestaltung befindet. Der Mobilitätsknotenpunkt rund um den Bahnhof wird durch eine optimale Verzahnung verschiedener Verkehrsmittel und Parkmöglichkeiten gestärkt, um den Bahnhof noch enger an die Innenstadt anzubinden. Ein neues Wohnquartier in Bahnhofsnähe ist in der Entstehung und gegenüber der Bahnlinie wartet das „Lieken”-Gelände der ehemaligen Brotfabrik auf ein Erwachen. Hier haben Investoren wie auch die Made in Achim 21 Foto: Björn Hake Foto: Björn Hake Foto: Torsten Krüger Foto: Roland Furtwängler