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Made in Achim

Fotos: Ralf

Fotos: Ralf Reincken Die Achimer DESMA Schuhmaschinen GmbH steht seit über 70 Jahren für Spitzentechnologie, Innovationen und Kundennähe „Desmaner“ kennen sich aus Bild oben: Mechanik steht im ersten Lehrjahr hoch im Kurs. Dieses Aggregat fertigen die Elektro-Azubis während ihrer Ausbildung. Mit traditionellem Start zum 1. August 2017 hat die DESMA Schuhmaschinen GmbH ihre Mitarbeiterzahl erneut erhöht. Zu den rund 220 Mitarbeitern gesellen sich angehende Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und Mechatroniker. „Vierzehn Auszubildende sind nun insgesamt wichtiger Teil der ‚Familie DESMA“, wie Firmenchef Klaus Freese zufrieden verkündet. „Internationalität und das herzliche ‚Welcome to Achim‘ sowie eine mittelständisch geprägte Unternehmensatmosphäre mit viel Teamgeist schließen sich nicht aus“, weiß Personalleiter André Förster. „Technisch interessiert sollten die Jungs und gerne auch Mädels schon sein. Ist diese Grundvoraussetzung vorhanden, stehen die Chancen für angehende Auszubildende gut“, so DESMA- Personalchef André Förster. Fast versteckt am Rande eines Wohngebietes erstreckt sich das weitläufige Firmengelände. Besucher des Achimer Traditionsunternehmens werden auf dem obligatorischen Anmeldezettel per Lageplan über Büro, Kantine, EDV und insgesamt 10 Hallen informiert. Der Blick hinter die Kulissen ist beeindruckend. Im sogenannten Technologiepark DESMA werden Sondermaschinen für die automatisierte Schuh- fabrikation hergestellt. Ein globales Geschäft, das für DESMA inzwischen zu 95 Prozent im Ausland stattfindet. Dorthin, nämlich in Länder wie Mexiko, Indien aber vor allem in den asiatischen Raum mit China und Vietnam als Großabnehmer, exportiert die Tochtergesellschaft des Konzerns Salzgitter AG solide Maschinen, alles Unikate „made in Achim“. „Jede davon ist langlebig, innovativ und eine Spezialanfertigung gemäß der Kundenanforderungen“, erzählt Geschäftsführer Klaus Freese nicht ohne Stolz. 1946 gegründet ist das Unternehmen in seiner wechselvollen Geschichte – inklusive schmerzlicher geschäftlicher Erfahrungen in den 90er Jahren in Osteuropa – heute besser denn je aufgestellt. „Wir sind die Spezialisten im Sohlengeschäft“, erzählt Freese schmunzelnd und untertreibt dabei gerne. Denn seit vielen Jahren zählt DESMA als Weltmarktführer zur ersten Adresse für die führenden Schuhhersteller. Rohstoffe wie Polyurethan und Gummi werden ebenso auf den DESMA-Anlagen verarbeitet wie Trennmittel und weitere Materialien für die Herstellung von Schuhsohlen. Technologien zur Herstellung von Sicherheitsschuhen zählen neben Freizeitschuhen und Sportschuhen zum Kerngeschäft des Unternehmens aus Achim. 36 Advertorial

Ausbildung und Karriere „Um dazuzugehören und als ‚Desmaner‘ im Team mitspielen zu können, sind nicht nur die Noten und eine Affinität zu Handwerk und Technik entscheidend, sondern vielmehr die Herangehensweise und die positive Einstellung zur Arbeit“, erzählt André Förster. Der 40jährige hat selbst eine schnelle Karriere als langjähriger DESMA-Mitarbeiter hingelegt, kurz unterbrochen durch ein Studium an der Hochschule Bremen. Laufbahnen vom Praktikanten und Azubi zum DESMA-Kollegen mit Führungsverantwortung seien zwar nicht die Regel aber durchaus möglich. Und: Jedes Praktikum für sich sei erfolgreich und sei es drum, bestimmte Berufe für sich selbst auszuschließen, so Försters Ratschlag. Manuel Tewes, Ausbildungsleiter für den Bereich Elektronik, ist Vorbild für junge Azubis. Erst 27 Jahre jung und mit Leib und Seele dabei – wie auch sein Werdegang dokumentiert. Der Meister des Handwerks trägt sein DESMA-Shirt mit Logo und Aufschrift „70 Jahre DESMA“ (das runde Firmenjubiläum wurde 2016 gebührend gefeiert) nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus Überzeugung. Wer einmal bei DESMA arbeitet ist offensichtlich zufrieden, denn die meisten Azubis würden nach Ende ihrer Lehrzeit bleiben, heißt es in der jüngsten Umfrage unter den Angestellten. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liege bei 19 Jahren, so Förster, sein Chef Klaus Freese hat vor 41 Jahren seine Ausbildung bei DESMA begonnen. Viele Achimer sind seit Generationen „ihrer“ Firma treu, das gute Arbeitsklima und Menschlichkeit werden bei aller Leistungsorientierung großgeschrieben. „Wir können als „Hidden Champion“ weniger als Marke überzeugen denn mit Teamgeist und Spirit als Technologieführer in der Nische“, fasst Förster zusammen. Vierzehn Auszubildende sind aktuell bereits Teil der DESMA-Familie. „Bau auf MINT“ von der Fachkräfteoffensive des Landkreises Verden sei da nur ein Format, das zur Rekrutierung des Nachwuchses von DESMA genutzt wird. Personalleiter André Förster: „DESMA bietet Praktika, Praxis-Semester, Studienprojekte sowie Bachelor- und Masterarbeiten an. Wir haben interessante Themen in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik sowie Automatisierung und Prozesstechnik.“ Internationalität ist für DESMA normales Tagesgeschäft. Gerade ist eine Delegation aus Pakistan zu Besuch und Klaus Freese referiert kurz über das Land und seine wachsende Bedeutung für Schuhhersteller, schon alleine aufgrund seiner Rohstoffe und der Möglichkeit der Gewinnung vieler verschiedener hochwertiger Ledersorten vor Ort. Die Anzahl der weltweit produzierten Schuhe steigt jährlich um etwa 6 Prozent, eine DESMA- Anlage kann bis 1 Mio. Paare pro Jahr fertigstellen und das für einen Anteil von Stammkunden von aktuell etwa 70 Prozent, so Freeses beeindruckendes Zahlenwerk. Eine Nische in der Nische, in der es sich gut leben lasse. Über 50 Maschinen werden 2017 verkauft sein. Aufgrund der solide steigenden Nachfrage beträgt die Lieferzeit aktuell etwa ein Jahr. Alle zwei Jahre wird auf der seit 2006 etablierten Hausmesse deutlich, wie das Geschäft bei DESMA „funktioniert“. Fachpublikum aus aller Herren Länder, meist über 600 Schuhexperten, kommen nach Achim in die Produktionshallen und speziellen Ausstellungsflächen, um sich über Sondermaschinen und den „State of the Art“ sowie individuelle Möglichkeiten zur Optimierung in der Schuhherstellung zu informieren. Eine Form der Kundenorientierung, die bei DESMA als wesentlicher Erfolgsfaktor gilt. Gut ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter sind die Quelle einer weiteren erfolgreichen Zukunft. Freese und Förster sehen sich in der Region in Nachbarschaft zur Großstadt Bremen gut platziert und attraktiv aufgestellt für den Nachwuchs. Immerhin rund 1.000 Euro gibt’s eingebunden in den Tarif der Metall- und Elektroindustrie bereits im ersten Lehrjahr. Ausgebildet werde nach Bedarf und der steige bislang aufgrund der guten Wirtschaftslage. „Die Azubis haben übrigens die Möglichkeit, ein Mal während ihrer dreijährigen Ausbildung zu einem Kunden ins Ausland zu reisen, um eine Anlage aufzubauen und in Betrieb zu nehmen“ , erzählt Tewes. Wer nach dieser Erfahrung meint, dass der Kundendienst eine Perspektive wäre, kann sein fachliches Know-how in seiner späteren beruflichen Karriere als Servicetechniker bei DESMA ausleben und zugleich die Welt bereisen. Immerhin sei die jährliche Schuhproduktion inzwischen erneut auf mittlerweile gut 24 Mrd. (Paar) Schuhe weltweit angestiegen, so Firmenlenker Freese. Geschäftsfüher Klaus Freese: „Die Themen Automatisierung in der manuellen Fertigung als Insellösung, Industrie 4.0, smart factories und 3D-Druck werden die kommenden Jahren bestimmen.“ Der 27jährige DESMA-Ausbilder Manuel Tewes ist Elektroniker und startet als Handwerksmeister gerade sein berufsbegleitendes Studium der Elektronik und Informationstechnik. Mehr unter www.desma.de Advertorial 37