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Made in Achim

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DDie Unternehmergemeinschaft Achim (UGA) ging 2013 aus dem Verein City Initiative Achim (CIA) hervor. Zu diesem Schritt entschloss sich der damalige Vorstand nicht nur, weil man befürchtete, aufgrund der durch Edward Snowden hervorgerufenen Affäre mit dem Kürzel „CIA“ in das Fadenkreuz internationaler Geheimdienste zu geraten, sondern auch, weil sich die Mitgliederstruktur des Vereins von ursprünglich mehrheitlich Einzelhändlern, die die Innenstadt beleben wollten, hin zu einem allgemeinen Unternehmens- verband entwickelte. So stellen von den 102 Mitgliedern (2016) die Dienstleistungsunternehmen die größte Gruppe mit rund 37 % aller Mitglieder dar. Die klassischen Einzelhändler sind mit etwas mehr als 25% die zweitgrößte Mitgliedergruppe, gefolgt von zehn Unternehmen aus der Hotel- und Gastro-Branche. Handwerksbetriebe, Autohäuser, Medienunternehmen, Vereine und Privatpersonen sind ebenfalls eingetragene Mitglieder. Dieser Mix zeigt deutlich, dass jeder willkommen ist, der etwas zu einer lebendigen Stadt beitragen möchte. Stets gut besucht: Der monatliche Stammtisch der UGA „Die Mannschaft“, in Analogie zur Fußball-WM, so versteht Marko Thönsing, seit 2013 erster Vorsitzender des Vereins, die Unternehmergemeinschaft Achim. Mit einem gesunden Selbstverständnis ausgestattet, sorgen er und seine Mitstreiter dafür, dass lokale Kräfte eingebunden und Ressourcen wie Kompetenzen vor Ort genutzt werden. Unterschiedliche Kompetenzen, die perfekt eingesetzt werden, sind auch im achtköpfigen Vorstand vertreten: Für Internetmarketing und IT zeichnet Ingo Freitag, Geschäftsführer der Online-Agentur webad und 2. Vorsitzender der UGA, verantwortlich. Finanzen sind bei Daniel Kuss von der Kreissparkasse Verden gut aufgehoben, und für Rechtsfragen steht der Rechtsanwalt und Notar Thomas Puvogel bereit. Andreas Kokott vom Autohaus Anders betreut die Mitglieder und Autohäuser, Markus Hauptig vom gleichnamigen REWE Markt an der Uesener Kreuzung ist spezialisiert auf den Einzelhandel und Innenstadtfragen. Neben diesen Herren komplettieren zwei Damen den Vorstand: Katrin Preuss, als Redakteurin bei der Mediengruppe Kreiszeitung praktischerweise für Presseberichte, Innenstadt und Eigentümer zuständig, und Birgitt Strittmatter, Inhaberin der Energieberatungsagentur „Das Energiehaus“, ist Organisatorin und Networkerin mit besten Kontakten. Sie ist wie viele andere unterwegs, damit Achim nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch eine lebendige Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität wird. Zudem ist Birgitt Strittmatter Mitglied im Achimer Wirtschaftsbeirat und organisiert dort die Wahl des „Achimer Unternehmer des Jahres“. Nach zum Teil schwierigen finanziellen Jahren als CIA läuft es als UGA richtig gut. Einen nicht unerheblichen Anteil daran dürfte auch der Wechsel an der Rathausspitze haben. Mit der Unterstützung von Rainer Ditzfeld als Bürgermeister, einem gut vernetzten Achimer Urgestein und brennendem Beweger, fällt es leichter, Unmögliches möglich zu machen. So war die 2012 erstmalig durchgeführte und im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende Achi- „Wenn ich vor Ort bin, dann möchte ich auch gestaltend tätig werden“. Marko Thönsing, 1. Vorsitzender der UGA Fotos: Hauke Müller, Ralf Reincken 42 Made in Achim

Boxenstopp Achim Weinfest Achim Der amtierende Vorstand der UGA: Markus Hauptig, Ingo Freitag, Birgitt Strittmatter, Rudi Knapp und Marko Thönsing mer Fachausstellung (AFA) 2016 ein voller Erfolg. Im Gewerbegebiet „Auf den Mehren“ rund um die dort ansässigen Firmen tummelten sich bei glücklicherweise gutem Wetter tausende Achimer. Nicht nur die Autohäuser, auch viele Achimer Unternehmen nutzen die Möglichkeiten, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Das alles macht Mut für mehr: So haben sich die Organisatoren für die nächste AFA 20 bis 25% mehr Aussteller vorgenommen. Ein weiteres Erfolgserlebnis ist das jährliche Stadtfest im Achimer Zentrum, wo ganz Achim von Baden bis Uphusen und auch viele Besucher aus den umliegenden Städten und Gemeinden zusammen feiern. Des Weiteren engagiert sich die UGA bei Veranstaltungen, die das Achimer Gemeinschaftsleben über das Jahr takten. Zu nennen wären hier das Maibaumfest, das Weinfest, der Achimer Boxenstopp, das Kinderstadtfest und natürlich auch der Weihnachtsmarkt. Weitere Ziele sind die Steigerung der Attraktivität der Achimer Innenstadt durch zeitgemäße Angebote wie ein kostenfreies WLAN, die Stärkung der verkaufsoffenen Sonntage oder die Verwendungsfindung für das Lieken- Gelände. Marko Thönsing und Ingo Freitag sind sich einig, dass eine Entwicklung des ehemaligen Produktionsgeländes nur gemeinsam mit der Achimer Innenstadt funktionieren kann. Für diese wünschen sie sich, dass das Angebot der Geschäfte synonym für Qualität steht: ein qualitativ gutes Angebot, individuelle Beratung und auch Möglichkeiten für Jugendliche, sich in der Innenstadt zu treffen und aufzuhalten. Man versteht sich als Bindeglied zwischen Unternehmen und dem Rathaus. Wie gut das Miteinander funktioniert, zeigt der monatliche, stets gut besuchte Stammtisch, bei dem selbstverständlich auch Vertreter der Achimer Stadtverwaltung wie Anneke Luig vom Stadtmarketing, Martin Balkausky von der Wirtschaftsförderung oder der Bürgermeister selbst dabei sind. Städtisch initiierte Aktionen und die der UGA gehen Hand in Hand, denn für alle ist klar: Nur das Ergebnis zählt. Für Eitelkeiten gibt es keinen Platz. Fotos: Hauke Müller, Marvin Ibo Güngür, Björn Hake Made in Achim 43