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Made in Achim

Achim hat richtig Potenzial“ Andreas Mattfeldt Andreas Mattfeldt war in leitenden Positionen in der Lebensmittelindustrie tätig, bevor er von 2001 – 2009 hauptamtlicher Bürgermeister von Langwedel wurde. In diese Zeit fiel auch der Bau der Autobahnabfahrten Langwedel/Posthausen. Seit 2009 ist der CDU-Politiker im Bundestag für Verden und Osterholz tätig Fotos: Ralf Reincken wertschöpfung für die Region von bis zu 2,5 Milliarden Euro in einem Vermarktungszeitraum von 20 Jahren aus. Dabei könnten im Gewerbegebiet Achim-West auf 100 Hektar Fläche zwischen 1700 und 3600 neue Arbeitsplätze entstehen. „Die Größe dieses Areals ist wohl einmalig im Landkreis Verden, und für diese beispiellose Gelegenheit muss man nun einmal Geld in die Hand nehmen“, unterstreicht Andreas Mattfeldt. Die Kosten für die neue Autobahnabfahrt werden vom Bund getragen, der dieses Teilprojekt bereits geprüft und mit einem sogenannten „Gesehen-Vermerk“ versehen hat. Der Politiker ist sich sicher, dass der Bund zu seinem Wort steht und erläutert weiter, dass dieser Vermerk „zur beschleunigten Umsetzung bei Erreichen aller nötigen Vorabhausaufgaben“ berechtige. Für ihn gelte es nun, das Eisen zu schmieden, so lange es heiß ist, denn die Auszahlung dieser Gelder ist an einen Umsetzungszeitraum von vier Jahren geknüpft. Das Land Niedersachsen hat ebenfalls zugesagt, sich finanziell zu beteiligen. Diese sogenannten Entflechtungsmittel dienen dazu, die Verkehrsverhältnisse der Gemeinden zu verbessern und betreffen insbesondere die Landesstraßen. Auch das Nachbarbundesland Bremen wird von der Verkehrsentlastung, der besseren Erreichbarkeit der Gewerbegebiete und dem optimierten Lärmschutz deutlich profitieren. Ebenso von der Schaffung weiterer Arbeitsplätze, höherer Steuereinnahmen und neuer Einwohner. Ein Grund mehr, Stadt und Land Bremen in die Pflicht zu nehmen, denn hier fehlen noch verbindliche Zusagen. Für Andreas Mattfeldt wäre eine Realisierung des Zukunftsprojektes auch ohne die Hanseaten möglich, eine Zusammenarbeit mit tragfähigen finanziellen Lösungen sei aber für beide Städte sinnvoll. Bremen müsse jetzt wirklich „in die Puschen“ kommen und sich mit einem angemessenen Beitrag beteiligen. „Unternehmen wie Vitakraft oder Buss, die Firmenstandorte in Bremen wie Niedersachsen betreiben, machen vor, wie die länderübergreifende Umsetzung und Logistik funktionieren kann.“ Für den FDP-Mann Baum ist auch ein anderes Modell denkbar. Warum solle man nicht Anteile von der im Sommer von der Stadt Achim gegründeten Entwicklungsgesellschaft an Nachbarn und Partner verkaufen und sie damit an den möglichen Erträgen partizipieren? Denn „dass wir jemanden mitreden lassen, der sich gesellschafterlich nicht beteiligen will, ist eigentlich nicht einzusehen“. Und auch Gero Hocker geht die Bremer scharf an: „Wir dürfen in Achim nicht den Fehler machen, dass wir Infrastruktur schaffen, von der Bremen überproportional profitiert, aber nicht wir.“ Hier ist sicherlich das letzte Wort noch nicht gesprochen. Da das geplante Gewerbegebiet auch Flächen der Deutschen Bahn tangiert, wird ebenso der Verkehrskonzern an der Finanzierung beteiligt sein, insbesondere bei den beiden Themen Unterquerung der Bahnstrecke Hannover-Bremen und der Weiterentwicklung des Lärmschutzes. Dazu sei die Bahn laut Mattfeldt auch grundsätzlich bereit. Lärmsanierung mit hoher Priorität Für die Minimierung des Lärms hat sich besonders die SPD-Politikerin Christina Jantz-Herrmann in ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete eingesetzt. Denn davon würden die Bürgerinnen und Bürger in Achim, Uphusen und Bierden unmittelbar profitieren. Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass die aktuelle Planungsphase des Zukunftsprojektes die Chance biete, auch bereits bestehenden Lärmschutz zu optimieren. Dabei muss dieser nicht nur effektiv, sondern auch optisch ansprechend sein. „Hier gibt es beispielhafte innovative Lösungen, die zwar teurer als die gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandards sind, aber dafür wesentlich nachhaltiger zur Entlastung und Aufwertung des Standortes beitragen. Ein funktionierender Gesundheitsschutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm ist für mich ein absolutes Muss für die Realisierung des Projektes“, macht Jantz-Herrmann ihren Standpunkt deutlich. 92 Made in Achim

Die Ökologie stärken und Naherholungsgebiete schaffen Das Zukunftsprojekt Achim-West wird die Region nicht nur wirtschaftlich stärken, auch die unbebauten Flächen neben dem geplanten Gewerbegebiet sollen ökologisch aufgewertet werden. Der Achimer Bruch mit seinem Niedermoorboden und den nassen Wiesen wird als Lebensraum für zahlreiche Tiere weiter verbessert und gleichzeitig behutsam als Naherholungsbereich mit Rad- und Spazierwegen sowie einem Baggersee ausgestaltet werden. Ergänzend dazu wird es weitere Ausgleichsflächen zum Erhalt der Pflanzen- und Tiervielfalt geben. Für Christina Jantz-Herrmann ist dies „nicht nur ein wünschenswerter, sondern ein essenzieller Bestandteil des Zukunftsprojektes Achim-West“. Besonderes Augenmerk müsse dabei darauf gelegt werden, dass sich die Versiegelung des Bodens mit undurchlässigem Material wie Beton oder Asphalt auf das notwendige Minimum beschränken werde. Um die Funktionen des Bodens zum Erhalt der Grundwasserqualität zu erhalten, werde außerdem ein Filtrationsbecken gebaut. Transparente Bürgerbeteiligung von Anfang an Für größtmögliche Transparenz ist die Stadt Achim in die Offensive gegangen. Auf Veranstaltungen, bei öffentlichen Sitzungen der politischen Gremien und auf einer eigens geschaffenen Internetseite können sich die Anwohner ausführlich über den Stand des Projektes Achim-West informieren und ihre Fragen Christina Jantz-Herrmann ist Verwaltungsfachwirtin und war stellvertretende Ortsamtsleiterin in Vegesack, bevor sie für die Wahlperiode 2013 – 2017 in den Bundestag gewählt wurde. Dort zählten die Arbeit in den Ausschüssen Ernährung und Landwirtschaft sowie Recht und Verbraucherschutz zu Ihren Schwerpunkten. Das Möbelhaus Ihres Vertrauens Ob gemütlich oder modern, in Achims einzigem Möbelhaus findet jeder den Einrichtungsstil, der ihm gefällt. Im Küchenstudio gibt es eine große Auswahl an Essgruppen und Küchen. Das Schlafstudio, Wohnmöbel und Garderoben sind auf drei Etagen in dem angrenzenden Gebäude ausgestellt. Von der Beratung und Planung bis zur richtigen Montage und anschließendem Kundendienst zeichnet sich das Team um Familie Osmers durch Freundlichkeit und guten Service aus, den die Kunden sehr zu schätzen wissen. Die Qualität namhafter Möbel- und Gerätehersteller sind nicht nur für Privatkunden interessant. So sind die Familie Osmers und ihre Mitarbeiter ebenso kompetente Partner, wenn es um die Einrichtung von Teeküchen, Wartezonen und Besprechungsräumen von Firmenkunden geht. In der Obernstraße 125-127 verteilt sich die Ausstellung auf zwei Häuser, vor denen bequem geparkt werden kann. Obernstraße 125 – 127 28832 Achim . Telefon 04202 - 2002 www.einrichtungshaus-osmers.de Mo. bis Fr. 9.00 – 19.00 Uhr . Sa. 9.00 – 14.00 Uhr Made in Achim 93