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Finanzen Innovationsförderung für kleine und mittelständische Unternehmen Mit der NBank auf dem Weg nach Europa SSind Fördergelder für Innovationen mit vertretbarem Aufwand zu bekommen? Können sie eine Erfolgsgeschichte in Ihrem Unternehmen sein? Oder ist die Beantragung von Fördergeldern ein aufreibender Kraftakt, der am Ende nicht von Erfolg gekrönt sein könnte? Das Dörverdener Unternehmen Heckmann Maschinenbau und Verfahrenstechnik GmbH weiß, wie es geht: Im aktuellen Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ sind sie mit mindestens einem Projekt beteiligt. In der letzten Förderperiode waren sie mit sieben Projekten dabei und haben von der Vernetzung und den Fördermitteln der EU profitiert. Die Erfahrungen mit Innovationsförderung sind vielfältig. Der grundlegende Bedarf wird von der finanziellen Situation eines Landes bestimmt. Hoch verschuldete Mitgliedsstaaten können sich eine nationale bzw. regionale Förderung oft nicht mehr leisten und die Unternehmen sind auf die europäische Förderung angewiesen, um ihre Innovationsziele erreichen zu können und international wettbewerbsfähig zu bleiben. In Deutschland werden die regionalen und nationalen Förderprogramme eher in Anspruch genommen – der Weg nach Europa ist oft zu weit und die Antragstellung im Fall von „Horizont 2020“ mit einem zu hohen administrativen Aufwand verbunden. Diese Hürden will die NBank abbauen. Bei der NBank in Hannover arbeiten circa 400 Mitarbeiter. Eigentümer ist das Land Niedersachsen. Sie ist spezialisiert auf die Vergabe von Fördermitteln an Unternehmen, deren Finanzierung und die Beratung zu Landes-, Bundes-, und 98 Made in Verden

Fotoquelle: Adobe Stock EU-Förderprogrammen. Im Gespräch erläutert uns Dr. Heinrich Wilhelm Klopp, Verdener und EU-Bevollmächtigter für mittelständische Innovations- und Forschungsförderung bei der NBank, das Angebot der Bank in Sachen Förderung mit Blick auf die Verdener Unternehmerlandschaft. „Wir verstehen uns als Wirtschaftsförderungseinrichtung. Wenn die entsprechenden Förderprogramme zur Verfügung stehen, helfen wir mit Geld, oder sagen, wo es welches gibt.“ Er händigt uns übersichtliche Flyer aus, die jedermann auch schnell von der Internetseite der NBank beziehen kann. Es wird deutlich, dass die Beratung kostenlos ist und bei Bedarf ganz am Anfang ansetzt – z. B. mit einem Innovationsaudit. Ergebnis ist ein etwa 30 Seiten starker Bericht mit Handlungsempfehlungen und weiteren Ansatzpunkten für Fördermöglichkeiten. Dabei spielt auch die Vernetzung und Kooperation mit anderen Unternehmen eine wichtige Rolle. Ziel ist ein maßgeschneidertes, am Bedarf ausgerichtetes Angebot, damit niedersächsische Unternehmen mit ihren innovativen Produkten und Dienstleistungen am Markt erfolgreich sind. „Wir helfen auch bei der Vernetzung – ob auf Landes-, Bundes- oder Europaebene“, so Dr. Klopp. „Bei der europäischen Förderung geht es nicht nur ums Geld, das muss ich immer wieder sagen. Es geht um die Vernetzung mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen zu operieren. So entstehen auch Kontakte, die Unternehmen bei Forschung und Entwicklung und auf internationalen Märkten weiterbringen.“ Über 200 niedersächsische Unternehmen und private Einrichtungen haben sich bereits erfolgreich am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation beteiligt. Made in Verden 99