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Berner Kulturagenda 2018 N°6

Berner Kulturagenda 2018

DO 15. – MI 21.2.2018 N°6 / www.bka.ch Seite 3 Im Theater an der Effingerstrasse ist Max Frischs «Biografie: Ein Spiel» zu sehen Verdis Oper «Il Trovatore» feierte im Stadttheater Bern Premiere Im Kornhausforum widmet sich eine Ausstellung Freddy Drilhon und Katharina von Arx Pegelstand, Kolumne von Barbara Boss Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 12 Die Musikerin Laure Betris erhält die Carte Blanche von Bee-flat Gabriel Vetter tourt mit dem Stand-Up-Programm «Hobby» «Mario» von Marcel Gisler läuft bei Quinnie Drei Klassiktipps in der Übersicht GECA Musikalischer Hochseilakt Der Pianist und Leiter der Geneva Camerata David Greilsammer (Bild) spielt im Zentrum Paul Klee ein Konzert mit dem Jazzpianisten Yaron Herman und dem Perkussionisten Ziz Ravitz. Dabei wird der Bogen von Jazz bis Purcell gespannt. 12 Geschichte festhalten Kribbelig TICKETS Kulturtipps von Christoph Trummer Der Berner Liedermacher Christoph Trummer begibt sich auf seiner neuen Platte «Labor 1 – Amne sichere Ort» auf elektronisches Terrain. Trummer tauft das Album in der Dampfzentrale (Sa., 17.2., 21 Uhr). Machen Sie den ersten Satz: I würd ds Läbe gä für das. Tabea Hueberli Und was soll der letzte sein? I gibe’s eh scho, Nacht für Nacht u Tag für Tag. Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. In den Film «The Shape of Water» (CineClub, Bern. Do., 15.2., 20 Uhr) von Guillermo del Toro. Es heisst, der Mexikaner sei in der Form seines Meisterwerks «Pans Labyrinth», dieser Film kann alles, was Kino kann. 2. An die Fotoausstellung «Laulan – Die Kraft des Singens» (bis 28.3.) im Ono von Sabine Burger über die estnischen Sängerfeste. Weil sie von einer gemeinschaftlichen Bedeutung der Musik erzählt, die mir hierzulande manchmal fehlt. 3. Am So., 18.2., zu Shirley Grimes (18 Uhr) ins Le Singe in Biel um den Abend mit Songs zu verbringen, die einem begegnen wie richtige Freunde: warmherzig und schonungslos ehrlich. Die 60er-Jahre waren eine Zeit des Umbruchs. Das Bergdorf Mürren widmet sich in der Ausstellung «Aufbruch – Die 60er-Jahre in Mürren» der eigenen Geschichte. Diese ist im Minimuseum und im Hotel Regina zu sehen. Ueli Gubser / Silvia Meyer-Battaglia Eigentlich war eine Ausstellung zur Musik im Mürren der 60er-Jahre geplant, doch dann kam alles anders, erzählt Gisela Vollmer, Präsidentin des Minimuseums Mürren und des Kulturvereins Hotel Regina Mürren. Während der Recherche ist der Verein auf Unmengen an Material zur Geschichte des Bergdorfs gestossen und die Ausstellung «Aufbruch – Die 60er-Jahre in Mürren» ist entstanden. Die Dorfgeschichte ist in acht thematisch unterteilten Schaufenstern im Dorf zu sehen. Im Hotel Regina findet das Begleitprogramm statt. Etwa das Gespräch «Oh Yeah! Die Musik der 60er-Jahre in Mürren und Anderswo» mit dem Musikkenner Sam Mumenthaler. In Bewegung Die 60er-Jahre waren eine bewegte Zeit im kleinen Dorf am Fusse des Schilthorns. Mit technischen Fortschritten wie dem Bau der Eisenbahn und der Schilthornbahn wuchs auch das Unterhaltungsangebot. Die «Ballonsportwochen» wurden populär und die Curlingbahn lockte viele Touristen Mürren erhält in den 60er-Jahren Aufwind: Das Grandhotel Palace mit Eisbahn, aufgenommen 1968. nach Mürren. Das 2008 gegründete Minimuseum zeigt die wichtigsten Entwicklungen und porträtiert Personen, die zum neuen Lebensgefühl in Mürren beitrugen. «Es ist viel aus der damaligen Zeit in Vergessenheit geraten», sagt Vollmer, «deshalb ist es wichtig, die Geschichte festzuhalten und zu dokumentieren.» Dies gelingt in der Ausstellung, und ein kleiner Verein wird zum Chronisten eines Dorfes. Bettina Aeberhard • Minimuseum Mürren Ausstellung bis 30.11. www.minimuseummuerren.ch • Hotel Regina Mürren Sam Mumenthaler: Sa., 17.2., 20.30 Uhr. www.reginamuerren.ch Das Krimistück «Aurelia» des «Huit Femmes»-Autors Robert Thomas wird im Schlosskeller Fraubrunnen aufgeführt. «Ich mache nicht nur Krimis, aber es zieht mich immer wieder dahin», sagt Rolf Schoch. Mit der Theatergruppe des Schlosskellers Fraubrunnen hat der Regisseur aus Belp seine neuste Produktion «Aurelia» erarbeitet. Im Stück treffen die Titelfigur und andere Personen im Haus einer reichen Dame aufeinander. «Die Figurenkonstellation reizte mich. Man wird sehr lange im Zweifel über ihre Hintergründe gelassen», sagt Schoch. Fast alle Figuren haben etwas zu verbergen und sind irgendwie verbandelt. Ein bisschen wie bei Agatha Christie also. Doch das Stück ist kein klassisches «Whodunnit»-Mordrätsel – und es ist jünger: Der Franzose Robert Thomas verfasste es vor rund 50 Jahren. Die Inszenierung im Schlosskeller versetzt nun mit Kostümen und Frisuren aus den frühen 70er-Jahren in die Erscheinungszeit von «Aurelia». Das Stück sei hierzulande noch eher unbekannt, sagt Schoch, der eine deutsche Version auf Mundart übersetzt hat. Thomas’ «Huit Femmes» dagegen erlebt seit François Ozons Verfilmung von 2002 ein Revival auf der Bühne. Céline Graf Schlosskeller Fraubrunnen Premiere: Fr., 16.2., 20.15 Uhr Vorstellungen bis 17.3. www.schlosskellerfraubrunnen.ch Wir verlosen 2 × 2 Tickets für Mi., 21.2.: tickets@bka.ch