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Fraenkisch-Hohenlohischer-Wochenspiegel

Ausgabe 14.02.2018

FRÄNKISCH-HOHENLOHISCHER WOCHEN Verbreitungsgebiet: Rothenburg Stadt und Land, Uffenheim, Ulsenheim, Wallhausen, Schnelldorf, Gerabronn, Schrozberg, Rot am See, Blaufelden, Kirchberg/Jagst, Creglingen mit angrenzenden Ortschaften. Jede Woche kostenlos Auflage 32 000 Jahrgang 36 Mittwoch, 14. Februar 2018 Nummer 7 91541 Rothenburg/T. Erlbacher Str. 102 Tel. 09861/400-100 Fax 400-119 E-Mail: anzeigen@rotabene.de Ihr Wochenspiegel hat viele gute Seiten Was Neues... was Interessantes... in Ihrem Ort, in Ihrem Verein? Rufen Sie uns an! Landwirtschaftl. Markttage in Blaufelden Seiten 4 + 5 Anzeigenannahme Stellen- Markt Seiten 6 + 7 Sie lesen heute Von Herz zu Herz Seite 8 Aschermittwoch Der Aschermittwoch stellt in der Westkirche seit dem Pontifikat Gregors des Großen den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit dar. Die Fastenzeit soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Mt 4,2 EU), und auf Ostern vorbereiten. Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in der Heiligen Messe dieses Tages die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen. Römisch-katholisch Die Spendung des Aschenkreuzes findet in der Regel in der Heiligen Messe am Aschermittwoch statt. Nach der Homilie (Predigt zu den Lesungen) segnet der Priester die Asche durch Gebet und Besprengung mit Weihwasser und legt sie allen auf, die vor ihn hintreten. Evangelisch Die Feier des Gottesdienstes am Aschermittwoch hat sich in evangelischen (besonders in lutherisch geprägten) Kirchen erhalten. Dabei kann auch die Spendung des Aschenkreuzes stattfinden. Seit der Spätantike mussten im Christentum Men- schen, denen eine Kirchenbuße auferlegt wurde, am Anfang der Fastenzeit ein Bußgewand anziehen, und sie wurden mit Asche bestreut. In der Kirche Galliens wurden sie – in Anlehnung an die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies (Gen 3 EU) – aus der Kirche vertrieben. Am Gründonnerstag wurden sie wieder zum Empfang der Kommunion zugelassen. Während dieser Brauch um das Ende des 10. Jahrhunderts verlorenging, setzte sich die Aschenbestreuung aller Gläubigen durch, nachdem zunächst einzelne aus Solidarität mit den Büßern sie auf sich genommen hatten. Das erste Gebet zur Aschensegnung stammt aus dem 11. Jahrhundert, die Vorschrift, für die Gewinnung der Asche die Palmzweige des Vorjahres zu verwenden, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Auf der Synode von Benevent (1091) empfahl Papst Urban II. den Brauch der Aschenbestreuung für die ganzen Kirche. Das Aschenkreuz wurde ursprünglich bei Männern auf das Haupt gestreut und bei Frauen auf die Stirn gezeichnet. Heute sind beide Formen unabhängig vom Geschlecht üblich. Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden. Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden, wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen. Frischer Wind für die vier Wände Seite 9