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IM KW 07

Blitzschnell in der Mark

Blitzschnell in der Mark Rodeln: Kammerlander verteidigt Titel, Gold im Teambewerb (tamt) Die 27. FIL-Europameisterschaften im Naturbahnrodeln fanden am Sonntag, dem 11. Februar, im steirischen Obdach-Winterleiten ihr Ende. Bei den Damen konnte die Südtirolerin Evelin Lanthaler erfolgreich ihren Titel verteidigen – ebenso wie Thomas „Kammi“ Kammerlander aus Umhausen, der mit seiner Zeit von 2:24.40 Minuten abermals die Nase vorne hatte. Auch im Teambewerb wussten sich die Österreicher durchzusetzen und schmückten sich mit blitzenden Goldmedaillen. Lokalmatador in Führung 16./17. Februar: Rodel-Weltcupfinale in Umhausen (tamt) Athleten, Funktionäre, Trainer, Sponsoren und freilich auch die Fans stehen schon längst in den Startlöchern – immerhin begehen die Naturbahnrodler am 16. und 17. Februar auf der Grantau-Bahn in Umhausen das fulminante Finale des Weltcups. Mit dabei ist Lokalmatador und Titelverteidiger Thomas Kammerlander, der als Gesamtführender das letzte Rennen der laufenden Saison bestreiten wird. Ein altbekanntes Trio: Alex Gruber (2., l.) und Patrick Pigneter (3., r.) nahmen am Herren-Podium den siegreichen Thomas Kammerlander in ihre Mitte. So recht seine Bahn sei es nicht gewesen, meinte Thomas Kammerlander nach seinem siegreichen Lauf: „Es war enorm schwierig und ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben uns gut darauf eingestellt – das war letztendlich der Schlüssel zum Erfolg.“ Am Ende lag Kammerlander denkbar knappe 25 Hundertstelsekunden vor dem Südtiroler Alex Gruber und 84 Hundertstelsekunden vor Patrick Pigneter, ebenfalls aus dem historischen Landesteil südlich des Brenners. DAMEN. Schwer zu schlagen war auch die Südtirolerin Evelin Lanthaler, die bei den Damen ebenso ihren Titel verteidigen konnte. Tribut zollte die Zweitplatzierte, Greta Pinggera aus Südtirol: „Evelin ist hier fast unschlagbar, mehr als der zweite Rang war für mich nicht möglich.“ Zweieinhalb Sekunden trennten Lanthaler und die Oberösterreicherin Tina Unterberger, die sich nach einem achten Platz im ersten Wertungslauf noch auf das Stockerl kämpfen konnte: „Meine Devise für den zweiten Durchgang war, einfach Vollgas zugeben, und das ist aufgegangen. Ich habe zwar ein paar kleinere Fahrfehler gemacht, aber jetzt bin ich mehr als froh, dass es noch für das Podest gereicht hat!“ TEAMWORK. Gut lachen hatte auch die österreichische Mannschaft rund um Thomas Kammerlander, Tina Unterberger sowie Rupert Brüggler und Tobias Angerer dank der errungenen Goldmedaille. Silber ging an Italien, während sich die russischen Rodler die Bronzemedaille sicherten. Nicht nur Thomas „Kammi“ Kammerlander zählt beim Finale am 16. und 17. Februar auf die lautstarke Unterstützung der Naturbahnrodel-Fans. RS-Foto: Unterpirker Eine Strecke von beinahe einem Kilometer Länge, ein anspruchsvolles Durchschnittsgefälle von 12,6 Prozent und Geschwindigkeiten, bei denen das Gesäß eines Freizeitrodlers wohl das sprichwörtliche Grundeis fürchten lernt – seit 1999 ist die Grantaubahn nicht nur beliebte Trainingsstrecke, sondern auch bewährter Schauplatz zahlreicher nationaler und internationaler Bewerbe. Bereits zum vierten Mal zu Gast ist demnächst das Weltcupfinale der Naturbahnrodler. Am Freitag, dem 16. Februar, stehen ab 14 Uhr die Trainings- und Wertungsläufe von Damen, Herren und Doppel am Programm. Tags darauf – am Samstag, dem 17. Februar – folgen die Finalläufe und Siegerehrungen. Anschließend wird die Saison standesgemäß bei der „After-Race-Party“ im Festzelt mit „Läts fetz“ gebührend verabschiedet – dank reichhaltigem Rahmenprogramm wird’s aber auch zuvor abseits der Bahn gewiss nicht fad. Weitere Informationen unter www.rodelbahn-grantau.at. Dorf 24 6441 Umhausen Tel. 05255 5447 Fax. 05255 54476 „Es ist wirklich wunderschön, den Titel verteidigen zu können – vor allem zuhause in Österreich, vor so einer tollen Kulisse“, freute sich Thomas Kammerlander über seinen Triumph in der Steiermark. Fotos: Chris Walch Mail. office@hager-stb.at www.hager-stb.at Sicher schneesicher! Langlaufen in Niederthai. Hoch, ausgezeichnet, kostenlos: Es ist der Geheimtipp für Sportler auf schmalen Skiern. RUNDSCHAU Seite 48 14./15. Februar 2018

Acht Medaillen kehren heim AUSGABE IMST Alpine Ski-Junioren-Weltmeisterschaft ein voller Erfolg Vergangene Woche war das Jakobshorn in Davos Schauplatz von Slalom, Riesenslalom, Super-G, der Kombination, Abfahrt und dem Teambewerb der alpinen internationalen Nachwuchs-Athleten. Besonders Franziska Gritsch und Fabio Gstrein zeigten kräftig auf und brachten zwei Silber- und zwei Bronze-Medaille sowie Bronze im Teambewerb für Österreich mit ins Ötztal. Von Friederike Bundschuh Gleich vorweg: Österreich hat acht Gold-, Silber- und Bronzemedaillen erringen können, großen Anteil daran hatten Franziska Gritsch (2 x Silber und 1x Bronze) und Fabio Gstrein (1x Silber), die beide für ihren Heimatverein SC Sölden an den Start gingen. Die Goldmedaille ging an Julia Scheib im Riesenslalom, Katharina Liensberger errang Silber im Riesenslalom und Raphael Haaser Bronze in der Kombination. Außerdem ging der dritte Platz im Teambewerb an Österreich, hervorragend verteidigt durch Franziska Gritsch, Fabio Gstrein, Julia Scheib und Simon Rueland. Franziska Gritsch, die in der heurigen Saison auch ihr Weltcup-Debut in Lienz feierte, holte zwei Silber- und eine Bronze-Medaille bei der Jugend-WM in Davos und freute sich mit ihren Kolleginnen und Fabio Gstrein über den dritten Platz im Teambewerb. FRANZISKA. Franziska Gritsch, rennbegeistertes Ski-Talent, holte am 31. Jänner beim Slalom am Jakobshorn, Usser Isch, ihre erste Silbermedaille dieser Junioren-Weltmeisterschaft und knüpfte damit an ihre Erfolge von 2017 an. Die silberne Erfolgsserie ging weiter mit einer Zeit von 1:12,27 beim Super-G am 4. Februar am Jakobshorn Nord und in der Kombination wurde es der dritte Platz. Die Erfolgsläuferin im Originalton zur RUNDSCHAU: „Ich habe mich sehr auf die Rennen in der Schweiz gefreut, da ich gute Erinnerungen an die Juniorenweltmeisterschaft letztes Jahr im schwedischen Åre hatte. Noch dazu durfte ich ja heuer zum letzten Mal starten. Gerade auch die Stimmung in meinem Team und die Atmosphäre waren richtig lässig. Der Start war etwas mühsam und ich war sehr enttäuscht mit meiner Riesenslalom- Leistung, weil ich einfach nicht zeigen konnte, was ich in dieser Disziplin kann. Aber ab Tag zwei war es so richtig super und es passten einfach viele Dinge zusammen, was sehr wichtig ist und den Erfolg dann schlussendlich ausmacht. Ich bin super dankbar und freue mich, dass es mir diesmal gelungen ist, zu zeigen, was in mir steckt. Eine Einzelmedaille ist natürlich immer etwas Besonderes und freut mich sehr, aber auch das Team- Event hat mir richtig Spaß gemacht. Und der wahnsinnige Einsatz von vielen Beteiligten ist einfach unglaublich, deshalb möchte ich mich auf diesem Weg auch gleich mal bei allen bedanken!“ FABIO. Der Sölder Fabio Gstrein fuhr am 6. Februar beim Riesentorlauf am Jakobshorn, Usser Isch, auf den zweiten Platz und sicherte sich nach der Halbzeit- Fabio Gstrein (l.) fuhr im Riesenslalom bei der Juniorenweltmeisterschaft in Davos auf den 2. Platz. Fotos: ÖSV führung die Silbermedaille. Beim Slalom am darauffolgenden Tag wurde es „nur“ der vierte Platz, es konnte aber einiges an Punkten gesammelt werden. Fabio meinte zur RUNDSCHAU: „Die bisherige Saison ist für mich gut gelaufen, da ich mich im Slalom und auch im Riesentorlauf sehr weiterentwickeln konnte. Dadurch habe ich auch schon tolle Ergebnisse im Europacup verbucht. Zudem durfte ich heuer auch mein Weltcupdebüt beim Slalom in Kitzbühel feiern. Mit der Juniorenweltmeisterschaft in Davos bin ich zufrieden. Besonders die Silbermedaille im Riesentorlauf macht mich total happy. Auch immer wieder schön ist es, wenn man beim Team-Bewerb eine Medaille gewinnt, weil man als Mannschaft funktionieren muss. Der vierte Platz im Slalom hat ein wenig einen bitteren Nachgeschmack, da ich dort mit meiner (skifahrerischen) Leistung nicht zufrieden war.“ GRATULATION. Glückwünsche kommen von allen Seiten, auch von der Gemeinde Umhausen, die gemeinsam mit dem Skiclub Sölden einen Empfang für „Franzi“ am Sonntagabend organisiert hat. Auch TSV-Bezirk Imst- Obmann Andre Arnold gratuliert: „In meiner über 20-jährigen Funktionärszeit im SC Sölden und jetzt schon zehnjährigen Funktionärszeit im TSV Bezirk Imst habe ich viele Erfolge unserer Jugend miterleben können. Einigen wie Kathrin Wilhelm und Florian Scheiber ist der Durchbruch sogar bis in den Weltcup gelungen (Anm. der Verfasserin: Auch Franziska und Fabio haben in der heurigen Saison ihr Weltcupdebut gefeiert). Leider haben viele wegen Verletzungen, zu wenig Motivation und Ehrgeiz trotz sehenswerten Erfolgen in Österreich und international den Durchbruch nicht geschafft. In Franzi und Fabio haben wir alle immer große Hoffnungen gesetzt. Nach der Verletzung von Franzi im Jahr 2015 wollte ich dann als Funktionär alles hinwerfen. Ein bekannter Arzt aus Innsbruck hat mich dann über Verletzungen und Volkskrankheiten näher informiert und mich motiviert, weiter zu machen. Jetzt freut es mich umso mehr, die Erfolge von Franzi Gritsch und auch Fabio Gstrein mitzuerleben und möchte beiden herzlich zu ihren Erfolgen gratulieren. Ich wünsche der Franzi, dem Fabio und auch allen Nachwuchshoffnungen, die schon in den Fußstapfen von Franzi und Fabio stehen, viel Erfolg für die weiteren Jahre.“ Herzlichen Glückwunsch von der RUNDSCHAU-Redaktion! „SÖLDEN ROCKT DAVOS“ BERGBAHNEN SÖLDEN & ÖTZTAL TOURISMUS GRATULIEREN: FRANZISKA GRITSCH 2. Platz – Slalom 2. Platz – Super-G 3. Platz – Kombination 3. Platz – Team Event FABIO GSTREIN 2. Platz – Riesenslalom 3. Platz – Team Event 14./15. Februar 2018 RUNDSCHAU Seite 49