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IM KW 07

Weiterhin positiver

Weiterhin positiver Trend am Arbeitsmarkt Arbeitsmarktservice Imst zieht erfreuliche Jahresbilanz In allen Branchen sind die Arbeitslosenzahlen rückläufig, freut sich die neue Leiterin vom Imster Arbeitsmarktservice (AMS), Gunda Amprosi, über die Bilanz des vergangenen Jahres. Besonders bei den unter 25-jährigen Arbeitssuchenden konnte ein starker Rückgang verzeichnet werden. Im Jänner setzte sich der positive Trend des Vorjahres bereits weiter fort. Dass die bundesweite „Aktion 20.000“ von der neuen Regierung gestoppt wurde, wird indes auch in Imst bedauert. Von Agnes Dorn 133 weniger vorgemerkte Arbeitslose im Jahr 2017 als im Jahr davor – die Hälfte davon Frauen – bedeutet in Relation ein Rückgang von 7,2 Prozent an Personen, die beim AMS Imst arbeitslos gemeldet waren. Erfreuliche Zahlen, die die seit August im Amt befindliche neue Leiterin des Arbeitsmarktservices Imst, Gunda Amprosi, letzte Woche verkünden konnte. In allen Branchen konnte zugleich eine Steigerung bei der Verfügbarkeit von offenen Stellen sowie bei den Beschäftigten verzeichnet werden. Neben dem Bauwesen, das eine Steigerung von fünf Prozent auf insgesamt 3101 Beschäftigte verbuchen konnte, können auch die im Bezirk personenstarken Wirtschaftsklassen der Warenproduktion (mit 3,8 % plus auf 2748 Beschäftigte), des Handels (mit 1,4 % plus auf 4475 Beschäftigte), des Verkehrswesens (auf knapp über 2 000), des Gastgewerbes (2,4 % plus auf 3380 Personen) und des Gesundheits- und Sozialwesens (mit 1,1 % Steigerung auf 2503 Beschäftigte) aufatmen. 88 mehr sofort verfügbare Stellen sowie ein Mehr an 62 nicht sofort verfügbaren Stellen Luise Mungenast, Gunda Amprosi und Karl Friskovec (v.l.) zogen eine positive Bilanz für das vergangene Jahr und den Jänner 2018. RS-Foto: Dorn und die Zunahme an offenen Lehrstellen sind weitere Indikatoren für den Aufwärtstrend des Wirtschaftsstandorts Imst. Bei den Arbeitslosen, die älter als 50 Jahre sind, konnte für das vergangene Jahr zumindest kein negativer Trend verzeichnet werden und im Jänner 2018 gab es sogar 39 Personen dieser Altersgruppe weniger, die als arbeitslos gemeldet waren, als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. „Ich wünsche mir schon, dass die Gemeinden noch weiter Förderungen für Langzeitarbeitslose bei den 50 plus bekommen. Wir haben dadurch den Anstieg der Arbeitslosen bisher abgefangen und 19 Personen untergebracht“, hofft Luise Mungenast, Abteilungsleiterin der Beratungszone, auf den Weiterbestand der Förderung. KINDERGARTENEINSCHREIBUNG Die Kindergarteneinschreibung für das Kindergartenjahr 2018/2019 findet in der Stadtgemeinde Imst, Rathausstraße 9, 6460 Imst, im Rathaussitzungssaal statt. am Montag, den 19. Februar 2018 von 08.00 bis 12.00 & 13.00 bis 16.00 Uhr am Dienstag, den 20. Februar 2018 von 08.00 bis 12.00 & 13.00 bis 16.00 Uhr Den Kindergarten besuchen können Kinder, die mit Stichtag 31. August das 3. Lebensjahr vollendet haben. Für die Einschreibung benötigen wir die Geburtsurkunde Ihres Kindes. KINDERKRIPPENEINSCHREIBUNG Die Kinderkrippeneinschreibung für das Kinderkrippenjahr 2018/2019 findet in der städtischen Kinderkrippe Auf Arzill, Auf Arzill 157, 6460 Imst statt. am Dienstag, den 20. Februar 2018 von 08.00 bis 11.30 Uhr und am Mittwoch, den 21. Februar 2018 von 08.00 bis 11.30 & 13.00 bis 16.00 Uhr Für die Einschreibung benötigen wir die Geburtsurkunde Ihres Kindes. Mit freundlichen Grüßen aus dem Imster Rathaus Bürgermeister Stefan WEIRATHER Abgeordneter zum Tiroler Landtag AK warnt: Sozialabbau stürzt viele in Armut! „Wer die Notstandshilfe abschaffen will, bereitet der Armut in Österreich den Weg“, warnt AK Präsident Erwin Zangerl. Die AK sagt deshalb Nein zur geplanten Abschaffung dieser Sozialleistung. Die Abschaffung der Notstandshilfe zählt zu den „großen“ Plänen der neuen Bundesregierung. Dadurch will man „Durchschummler“ entlarven. Doch die Notstandshilfe zu streichen und Langzeitarbeits- lose in die Mindestsicherung zu schicken, kommt einer Vermögenssteuer für Menschen in schwierigen Lebensumständen gleich. „Damit werden keine Probleme gelöst, sondern Menschen in ohnehin schwierigen Situationen werden bestraft und in ihrer Existenz massiv gefährdet“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl. Mehr als ein Drittel der Notstandshilfe-Bezieher zäh- Foto: mekcar/Fotolia.com len zur Gruppe 50 plus. Wenn diese Menschen in die Mindestsicherung geschickt werden, bedeutet das den „direkten Weg in die Schuldenfalle und die Altersarmut“. Die Notstandshilfe abzuschaffen würde eine kalte Enteignung der Betroffenen bedeuten, so Zangerl. Es würde sich nicht nur die ungleiche Vermögensverteilung weiter verschärfen, sondern auch die Armut. Betroffen wäre vor allem die Mittelschicht, wo der Staat plötzlich auf die bescheidenen Vermögen vieler Arbeitnehmer zugreifen könnte, die meist unverschuldet in die Langzeitarbeitslosigkeit gedrängt wurden. „Arme besteuern und Reiche entlasten kann nicht der Weg für einen fairen sozialen Ausgleich sein, deshalb werden wir entschieden gegen diese Art von Politik auftreten“, so AK Präsident Zangerl. RUNDSCHAU Seite 4 14./15. Februar 2018

Dass indes die „Aktion 20.000“ von der neuen Bundesregierung abgesägt wurde, bedauert sie. In Imst waren schon Erstgespräche für 15 Personen geplant, die für das Programm vorgesehen gewesen wären. UNTERSTÜTZUNG DURCH DAS AMS. Die Job-Fit-Maßnahme ist ein weiterer Schwerpunkt, mit dessen Hilfe das AMS Arbeitslose wieder in die Berufswelt einzugliedern versucht: Anhand eines Perspektivenplans, der Möglichkeiten und Alternativen des Arbeitssuchenden analysieren hilft, einem Bewerbungstraining und zweier Praktika sollen in einem achtwöchigen Kurs die Teilnehmer wieder Chancen auf einen Arbeitsplatz erlangen. Die Betriebe in Imst seien hierbei sehr kooperativ, lobt Mungenast. Acht bis zehn Arbeitssuchende nehmen im Schnitt monatlich an der Maßnahme teil. Der speziell auf das weibliche Geschlecht zugeschnittene Kurs „Frauen in Handwerk und Technik“ dagegen wird weniger stark angenommen als erhofft, trotzdem die Bandbreite an Angeboten gerade bei dieser Maßnahme durch die Kooperation mit Fachschulen, Kollegs und Lehrbetrieben bezirksübergreifend in Imst und Landeck besonders groß ist. Auch der Jugend wird beispielsweise mit der Möglichkeit einer Lehrabschlussprüfung am AMS bei Nachweis von einem halben Jahr Praxis oder der Basisvorbereitung für den Lehrabschluss einiges geboten. Anfang Februar soll die neue Produktionsschule in Imst mit dem Bundessozialamt als Träger den Kreis der Angebote erweitern. ARBEITSLOSENGELD. Doch nicht nur zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ist das AMS zuständig, sondern natürlich auch für die Auszahlung des Arbeitslosengelds, das sich im Bezirk Imst im Schnitt auf 948 Euro pro Bezieher beläuft. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt über 21 Millionen Euro ausbezahlt, die aber im Endeffekt wieder der heimischen Wirtschaft zugeführt werden, wie der Leiter der Servicestelle, Karl Friskovec erläutert: „Wenn die Leute kein Geld haben, können sie auch nichts ausgeben.“ Rund 970.000 Euro entfielen 2017 auf jenes Arbeitslosengeld, das mit dem Weiterbildungsgeld gekoppelt ist. Das AMS Imst musst im letzten Jahr insgesamt 124 Personen das Arbeitslosengeld aufgrund offensichtlicher Arbeitsunwilligkeit streichen. Wie die angekündigten Reformen von Mindestsicherung und Notstandshilfe aussehen ist für das AMS-Team (noch) ein Buch mit sieben Siegeln. G LANZLICHTER Ein Landesrat fürs Glück Liebe Freunde der Zufriedenheit! Ausgerechnet an meinem Geburtstag beschenkte mich der Radiosender Ö3 mit einem einzigartigen Präsent. Als ich mit meinem Hund Richtung Wald fuhr, interviewte Claudia Stöckl in ihrer Sendung „Frühstück bei mir“ Ha Vinh Tho. Der Mann bekleidet ein außergewöhnliches Amt. Er ist Minister im Mönchsstaat Bhutan. Und sein Resort ist das Glück. Der 65-jährige gebürtige Vietnamese, der mit einer Österreicherin verheiratet ist und perfekt Deutsch spricht, ist Glücksminister! Im Gegensatz zu anderen Nationen wird in Bhutan das Bruttonationalglück und nicht das Bruttoinlandsprodukt gemessen. Ha Vinh Tho bewirtschaftet quasi die Lebensqualität der zirka 800000 Bewohner des Kleinstaates. Das zwischen den zwei bevölkerungsstärksten Ländern China und Indien liegende Königreich misst den Erfolg nicht in Währungen und Realitäten. Der Frohsinn wird in den Mittelpunkt gestellt. Es zählen Faktoren wie die Frequenz des Lächelns im Vergleich glanzlichter@rundschau.at zu traurigen Tagen. Oder die Anzahl der Freunde und Weggefährten. Bhutan ist wie Tirol ein gebirgiges Land. Wir messen und beklagen täglich Probleme. Natur und Umwelt nehmen wir nicht als Segen, sondern als Sorgenzone war. Auch den Verkehr. Selbst die soziale Absicherung im Wohlfahrtsstaat sehen bei uns viele als Bedrohung. Und die Meldung, dass es wirtschaftlich aufwärts geht und sich der Arbeitsmarkt verbessert, nehmen wir zur Kenntnis. Statt Freude kommt Undank – verbunden mit dem Wunsch, das muss alles noch viel besser werden. Nach dem 25. Februar wird es in Tirol eine neue Regierung geben. Egal ob Schwarz, Blau, Rot oder Grün – ich wünsche mir einen Landesrat fürs Glück. Gerne würde ich dort eine Fachabteilung leiten. Vielleicht das Ressort zur Bekämpfung von Seuchen wie Sumsen, Jammern und Nörgeln. Oder das Referat für Optimismus. Ich würde sparsam arbeiten. Bis auf die Reisekosten für die Auftakt-Exkursion nach Bhutan wäre ich billig zu haben. Meinhard Eiter STEFAN WEIRATHER IHR KANDIDAT IM BEZIRK IMST SO WÄHLEN SIE MICH AM 25. FEBRUAR: 3. Weirather Stefan, geb. 1967 14./15. Februar 2018 RUNDSCHAU Seite 5