Aufrufe
vor 1 Woche

IM KW 07

3:2 – Bullen gleichen

3:2 – Bullen gleichen in hitziger Partie aus Dramatik bei Halbfinal-Schlager in Silz – Ehrwald/Imst im Playoff gegen Kufstein II Richtig rund ging es beim ersten Playoff-Halbfinal-Heimspiel der Silzbulls gegen Hohenems. Nach einer deutlichen 1:7-Niederlage auswärts stand das Team von Headcoach Florian Hirn vor eigenem Anhang unter Zugzwang – ein Sieg musste her! Kurzum: Hut ab vor der Leistung der Bullen, die den Favoriten mit einem 3:2-Erfolg vor begeistertem Anhang im wahrsten Sinne des Wortes niederrangen. In eher unteren Gefilden waren die Aktionen von manchen Vorarlberger Fans anzusiedeln, flogen während der teilweise hitzigen Partie doch Gegenstände aufs Eis. Von Albert Unterpirker „Aus dem Weg, Bullen-Gsindel“, lautete einer der markigen Sprüche auf der Tribüne, beliebt machte sich der für diese Aussage Verantwortliche nicht wirklich. Verständnis musste man deswegen ebenfalls keines aufbringen. Die Bullen zeigten jedenfalls von Beginn weg, dass sie sich an diesem Abend vor allem eines vorgenommen hatten: Wer uns heute schlagen will, muss über seine Grenzen gehen! Das versuchte Hohenems dann irgendwie, allein Silz stemmte sich dem Favoriten mit einer glanzvollen Vorstellung entgegen. Sowohl bezüglich Einsatz und Wille, aber auch taktisch hervorragend instruiert, boten die Hausherren den Gästen mehr als nur Paroli – und zeigten Hohenems, wo der Tiroler seine Schmackes herholt! Es sollte eine imponierende Mannschaftsleistung sein, der die Vorarlberger schlussendlich nichts mehr entgegensetzen konnten. Enormes Tempo brachte schon das erste Drittel, wobei sich Marco Repitsch im Silzer Gehäuse einfach nur formidabel präsentierte und zwei Topchancen des Gegners mit Ultra-Reflexen vereitelte. Kaltschnäuziger die Bullen. Ergün Pece brachte die Heimischen kurz vor Ende des Startdurchgangs mit 1:0 in Front, und als Ruslan Gelfanov im Mitteldrittel nach Traum-Assist von Rene Jubel bei Ehrwald/Imst über den Playoff-Einzug. Krumpl auf 2:0 erhöhte, pendelte die Stimmung unter den heimischen Fans dem Höhepunkt entgegen. Die Vorarlberger konterten aber mit einem (eher unvermuteten) Doppelschlag, wobei dem zweiten Gegentreffer quasi ein kollektives Silzer Blackout vorausgegangen war. Hohenems konnte Silz (gelb) nicht immer mit ganz fairen Mitteln stoppen. HOCHKLASSIG. Tja, dann die große Frage: Wie reagieren die Bullen zehn Minuten vor Schluss auf diesen mentalen Dämpfer? Antwort: Einfach fantastisch! Nur wenige Augenblicke dauerte es, bis die Hirn-Truppe das Heft wieder in die Hand genommen hatte, und als Dominik Piffer die schwarze Scheibe nach einer Silzer Drangperiode perfekt ins Eck nagelte, brandete der Bullen-Jubel durch die Silzer Eisarena – die Emotionen kochten über. Davor aber auch schon – und zwar bei manchen gegnerischen „Fans“, flogen doch Becher und Pucks während des Spiels auf die Eisfläche. Nicht nur solche Aktionen riefen den Unmut der Oberländer Anhänger hervor. Fix ist, dass der Schlachtruf „Auswärtssieg“ der Emser Anhänger jenen aufgrund der 2:3-Niederlage sozusagen im Hals steckenblieb. „Das war ein perfektes Spiel vom Team, es gibt überhaupt nichts auszusetzen“, freute sich Obmann Erwin Althaller nach dem Match. Fazit: Außerordentlich hochklassig war sie, die Partie, und intensiv, von massiven Zweikämpfen geprägt. Selten sah man soviele Schläger zu Bruch gehen und Helme von den Köpfen fliegen. Gratulation an die Silzbulls, ihr habt Euphorie entfacht! Und das kann noch heiter werden im nächsten Heimspiel (Freitag, 16.2.) und vielleicht geht’s da ja gar schon um den Einzug ins Finale. Nachsatz: Wenn Silz den Auswärtssieg im Ländle gelandet hat (Anm.: Dienstag, nach Redaktionsschluss). PLAYOFF-HALBFINALE, TIRO- LER ELITELIGA, 2. SPIEL, BEST- OF-FIVE: Silz – Hohenems, 3:2 (1:0, 0:0, 2:2). Tore für Silz: Ergün Pece (19.), Eine Szene, die den Halbfinal-Kampf in der Silzer Eisarena veranschaulicht: Ergün Pece (gelb, Silz) mit letztem Einsatz – wie alle seine Kollegen. RS-Fotos: Unterpirker Die Ländle-Anhänger machten wie die Silz-Fans mächtig Stimmung, manche „Xi’s“ hatten sich aber nicht wirklich im Griff. Rusland Gelfanov (46.), Dominik Pfiffer (53.). Strafen: 10 bzw. 8. Shots on Goal: 28 bzw. 31. Nächstes Heimspiel: Silz – Hohenems, Freitag, 16.2., 19.30 Uhr. Stand nach zwei Spielen: 1:1. In der zweiten Halbfinal-Paarung führte Kundl gegen Kufstein nach zwei Spielen mit 2:0. PLAYOFF. Was es in der Oberländer Eishockey-Historie wohl noch nie gegeben hat: Dass zwei Mannschaften – Eliteliga und Landesliga – die Playoffs erreichten. Dank Ehrwald/Imst ist dies heuer der Fall. Eishockey im Oberland ist also stark im Kommen. Vor allem auch die Zugspitz-Scorpions, denn die treffen nun im Halbfinale auf Kufstein II. Im letzten Gruppenspiel holte die SPG bei Seefeld/ Zirl einen „knappen“ 16:1-Sieg ein. Ein solches Ergebnis wird es gegen Kufstein eher nicht geben, oder? „Nein, sicher nicht“, lacht Heiko Föger. Den Ehrwald/ Imst-Trainer plagen zudem Sorgen bezüglich seiner Defensiv-Abteilung. Und ob Kufstein II mit Eliteliga-Akteuren auflaufen wird. Das könnte vielleicht der Fall sein, wenn das Match nicht am Dienstag (nach Redaktionsschluss) über die Bühne geht, denn am Dienstag spielt in der Eliteliga noch Kundl gegen Kufstein. Föger: „Kufstein ist eine sehr routinierte Mannschaft. Wenn sie sich mit Eliteliga- Spielern verstärken, wird’s wirklich hart!“ Dennoch: „Es ist trotzdem offen! Es geht aber nur, wenn alle 100 Prozent geben und über ihre Grenzen gehen!“ Nach dem Auswärtsspiel im Unterland findet das Heimspiel am Samstag statt – und zwar in Ehrwald (voraussichtlich 19.30 Uhr). Das mögliche Finalheimspiel würde in Imst vom Stapel laufen. Die SPG ist also in doppelter Hinsicht gefordert! Starke Oberländer (tamt) Anfang Februar war Kufstein der Schauplatz für die Landesmeisterschaft im Stockschießen. Ein Stockerlplätzchen ging sich für den Bezirk zwar diesmal nicht aus, den Verbleib in der Liga konnten sich die Oberländer Abordnungen dennoch sichern. Der ESC Imst landete auf dem sechsten Rang, der SV Raika Längenfeld platzierte sich auf Platz zwölf. Mit dem 18. Platz musste sich der ESV Arzl zufrieden geben. Im Bild: Wolfgang Scheiber, Seraphin Neurauter, Rene Riml und Florian Auer vom SV Raika Längenfeld (v.l.). Foto: Neurauter RUNDSCHAU Seite 50 14./15. Februar 2018

Schülerliga Bezirkssieg für die Neue Mittelschule Mieming (prax) So mancher österreichische Spitzenfußballer hat seine ersten Erfolge im Rahmen der Schülerliga gefeiert. Kürzlich ging in Imst das diesjährige Bezirksfinale in der Halle über die Bühne. Tausende Kinder beteiligen sich alljährlich an der Schülerliga, die sowohl für Fußball als auch für Volleyball ausgetragen wird. Spektakel auf 2020 Metern Die Kicker der NMS Mieming mit Betreuer Thomas Hackl sowie den Sponsorenvertretern der Sparkasse Thomas Schultes (l.) und Marcel Kuen (r.). Foto: Sparkasse Imst AG In der Sporthalle der Neuen Sportmittelschule Imst Unterstadt fanden sich kürzlich sieben Fußball-Schulmannschaften ein, um den diesjährigen Bezirkssieger zu küren. Dabei siegte die NMS Mieming vor den Mannschaften der NMS Haiming und der NMS Imst Oberstadt. Das ungeschlagene Team der NMS Mieming darf als Vertreter aus dem Bezirk Imst am Futsal-Landesfinale in Schwaz 14./15. Februar 2018 teilnehmen. Bei der Siegerehrung stellte sich die Sparkasse Imst als langjähriger Sponsor mit Geschenken für die teilnehmenden Spieler ein. Im Vorfeld des Turniers stattete das Oberländer Bankinstitut zwei teilnehmende Mannschaften (NMS Längenfeld und NMS Haiming) mit neuen Dressen aus. Die Schülerliga-Betreuer durften sich in dieser Saison außerdem über neue Trainingsjacken freuen. Perfekte Verhältnisse Vereinsrodelrennen des SV Arzl mit 70 Teilnehmern (tamt) Bei idealem Rodelwetter ging Ende Jänner das Vereinsrodelrennen des SV Arzl über die Bühne. Nadine Schinagl und Walter Raich krönten sich dabei zu den Vereinsmeistern 2018. Im Bild: Bürgermeister Josef Knabl, Vereinsmeister Walter Raich, Vereinsmeisterin Nadine Schinagl, Schülermeisterin Rosmarie Zangerl, Schülermeister Alexander Zangerl und Sektionsleiter Karlheinz Neururer (v.l.). Foto: Zangerl 70 Läufer, zwölf Vereine und neun Hornschlittenteams – das war die beachtliche Bilanz des Vereinsrodelrennens des SV Arzl, das am Sonntag, dem 28. Jänner, bei perfekten Verhältnissen für Spannung sorgte. Kein Wunder also, dass zahlreiche Zuschauer die Rodelbahn Oberwald säumten. Einen fairen Wettkampf garantierten Rennleiter Stefan Neururer, Daniel Neururer und Erwin Plattner (Zeitnehmung) sowie Sektionsleiter Karlheinz Neururer. Für den Rettungsdienst stand die Bergwacht Arzl bereit, deren Mitglieder aber dank unfallfreiem Verlauf entspannt das Rennen genießen durften. MONDSCHEINRODELN. Da sich die Rodelbahn derzeit in hervorragendem Zustand befindet, können sich Vereine und Gruppen für ein geselliges Mondscheinrodeln bei Karlheinz Neururer unter der Tel. 0664 1144064 anmelden. (prax) Am Mittwoch, dem 21. Februar, findet die erste Nightskishow 2018 in der Skiregion Hochoetz statt. Ab 19.30 Uhr sorgt DJ „Mista T“ für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Um 20 Uhr beginnt die fulminante Show mit Skiakrobatik, einer Feuerund Pyrotechnikshow sowie Freestyleaction, Speedglider und Skiballet. Mit der Seilbahn geht es für die Gäste ab 19 Uhr bequem auf die Bergstation. Retour gelangen die Besucher bis 22 Uhr. Das Nachtticket für die Auffahrt und die Mondzauber-Show kostet für Erwachsene 12 Euro und für Kinder 6,50 Euro. Tages- und Mehrtagespässe sind an dem Abend nicht gültig, Saisonkarten und Tirol-Regio-Cards sehr wohl. Nachruf auf Sepp Winkler Den „Winkler Sepp“ haben wohl sehr viele Leute gekannt und sehr geschätzt. Sepp Winkler wurde am 27. November 1927 in Fließ als drittes von fünf Kindern geboren. Im Gasthof „Weißes Kreuz“ in Fließ ist er aufgewachsen. Nach seiner Pflichtschulzeit hat er in Landeck von 1945 bis 1948 die Lehre als Friseur absolviert. Der Friseur namens Brenner hat ihn dann nach Imst geholt. Sepp Winkler war auch musikalisch sehr talentiert. Mit großer Freude spielte er mit seinem Akkordeon Tanzmusik bei einer Fünfmannkapelle namens „Pontlatzmusig“. Seit 1949 lebte der Sepp in Imst. Lange Zeit wohnte er im Mühlenweg. Er war 30 Jahre lang begeisterter Friseur beim Sedlak in Imst. Über 50 Jahre lang war Winkler mit großer Freude Mesner in der Johanneskirche. Öfters erklärte er: Da er nicht viel als Friseur verdient habe, hätte er keine Familie ernähren können. Deshalb und aufgrund seiner Glaubensüberzeugung sei er ledig geblieben und habe sich für den kirchlichen Dienst entschieden. Schmunzelnd hat man dem Sepp nachgesagt, er habe sich „vom Saulus zum Paulus“ bekehrt. Welch eine Ehre! Herr Winkler lebte sehr bescheiden. Sein Geld investierte er in die Musikinstrumente und Lautsprecher, und auch in seine Johanneskirche. Als Organist spielte er nicht nur in der Johanneskirche, sondern auch in der Kapuzinerkirche, in der Gunglgrüner Kirche, im Betagtenheim und im Pflegezentrum. Sepp Winkler engagierte sich aber auch als Lektor bei Gottesdiensten, als Kommunionhelfer, wenn nötig als Ministrant, als Vorbeter. Viele Jahre zählte er zur Gruppe von Leuten, die freitags in das Krankenhaus Zams fuhren, um dort Patientinnen und Patienten Sepp Winkler † aus Imst zu besuchen. Er fand immer gute Worte, oft auch recht humorvolle. Sepp Winkler war stets bemüht, mir als Pfarrer alles recht zu machen. Seit 2012 wohnte Sepp Winkler im Pflegezentrum Gurgltal, nach einem Spitalsaufenthalt wegen einer Lebensmittelvergiftung. Es ist Gott sei Dank alles gut ausgegangen. Im Pflegezentrum hat er sich sehr wohl gefühlt. Da war er „seiner“ Johanneskirche noch näher. „Ein Herz bleibt still, wenn Gott es will.“ Dies war sein Leitspruch. Oft sagte er auch: ,,Blicke dankend rückwärts, gläubig aufwärts, liebend seitwärts und mutig vorwärts.“ So war sein Leben geprägt. Sepp hatte den Wunsch, wenn der Tod naht, friedlich einschlafen zu können. Vor einigen Monaten hat er sich entschieden, sich nicht mehr am Herzen operieren zu lassen. In letzter Zeit war es für ihn sehr beschwerlich, auch nur kurze Strecken zu Fuß zu gehen. Viele gute Leute standen ihm zur Seite. Verstorben ist Sepp Winkler recht überraschend am 29. Jänner 2018. So hat ihm der Herrgott den Wunsch erfüllt und ihn in die Ewigkeit geholt. In großer Dankbarkeit werden wir seiner gedenken, auch im Gebet. Pfarrer Alois Oberhuber, Imst RUNDSCHAU Seite 51