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RE KW 07

Fernpassroute droht noch

Fernpassroute droht noch mehr Verkehr Transitforum fordert einmal mehr wirksame grenzüberschreitende Maßnahmen (pld) Die Gruppe Oberland- Außerfern des Transitforum Austria-Tirol lud zur Pressekonferenz und berichtete über den aktuellen Entwicklungsstand. Mit dem derzeitig laufenden Wahlkampf habe dies allerdings nichts zu tun, betrachte sich das Transitforum doch als parteipolitisch unabhängig. Dennoch richte man sich nach wie vor mit konkreten Forderungen an die Landes-, Bundes- und EU-Politik, die die Weichen für eine Entlastung der Bevölkerung zu stellen habe. Fernpass-Scheitelund Tschirganttunnel seien als Entlastungsmaßnahmen ungeeignet und würden zudem auch die Trinkwasserversorgung Haimings gefährden. „Enge Gebirgstäler vertragen keinen unbegrenzten Verkehr“ betonten Fritz Gurgiser, Gründer und Obmann des Transitforum-Austria, Haimings Bürgermeister Josef Leitner und seine Amtskollegen Paul Mascher (Biberwier) und Alois Oberer (Reutte), sowie Hubert Wammes, Obmann der Wassergenossenschaft Haiming, unisono. Dennoch verzeichnet die Fernpassroute seit Jahren eine jährliche Frequenzsteigerung um zwei bis drei Prozent. Diese werde durch weitere touristische Ausbaumaßnahmen, beispielsweise den Zusammenschluss der Gletscher von Ötztal und Pitztal mit erhofftem 15-prozentigem AUTO EXPORT ACHOUR Tel. 0650 3318761 24 Stunden Erreichbarkeit (auch per SMS oder E-Mail) Tel. 0049 175 4462726 achourko@live.de Ich kaufe alle Autos, egal welcher Zustand, mit oder ohne Pickerl, Motorschaden, Unfall oder viele km... Bitte alles anbieten! Wir kaufen ohne Gewährleistungspfl icht, ab Hof mit Barbezahlung. Ihr Auto geht in den Export. Standort spielt keine Rolle! Hubert Wammes, Bgm. Alois Oberer, Fritz Gurgiser, Bgm. Josef Leitner und Bgm. Paul Mascher (sitzend v.l.) sind sich mit den Transitgegnern (stehend) einig: „Fernpassscheitel- und Tschirganttunnel entlasten nicht.“ Foto: Ploder Gästezuwachs, weiter wachsen. Ein ständiger Kapazitätsausbau im Tourismus, vor allem bei den Aufstiegshilfen, müsse auch eine Beteiligung dieser Nutznießer an einer Verkehrslösung bewirken. REGELUNGEN. Eine Sofortmaßnahme sieht Fritz Gurgiser in einer Verlagerung von An- und Abreisetagen, wie sie z.B. auf Ferieninseln bereits üblich sei. „Dort sind die Kapazitätsgrenzen der Flughäfen erreicht, deshalb verteilen sich die Touristenflüge auf die ganze Woche“, so Gurgiser, „was von den Gästen absolut akzeptiert wird.“ Unverzichtbar sei auch eine konsequente Umsetzung der gesetzlichen Regelungen, insbesondere der 7,5-Tonnen-Beschränkung, wozu die Behörden verpflichtet seien. DOSIERAMPEL. Bürgermeister Alois Oberer bezeichnet die Installation einer „Dosierampel“ bei Reutte als Erfolg, allerdings bedürfe es noch einer Synchronisation der Blockabfertigungen an Grenztunnel und Leermosertunnel mit der neuen Einrichtung. Die Kapazität der B179 beträgt 1200 Fahrzeuge pro Stunde, bei 1100 greift die Ampel ein und sichert so den Verkehr zwischen Reutte und Lermoos. „Die Zahl der Fahrzeuge sinkt durch die Dosierampel und die Blockabfertigungen zwar nicht“, so Oberer, „die Staus verlagern sich aber in die Trichter an den Autobahnen im Norden und Süden.“ Erweiterte universitäre Ausbildung im Oberland (sas) Auf Antrag von Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg hat die Tiroler Landesregierung die Finanzierung des Masterstudiums „Destinationsentwicklung“ in Landeck und Innsbruck beschlossen. Seit Herbst 2014 wird in Landeck bereits der Bachelorlehrgang Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus angeboten. Ab Herbst 2019 ist die Bezirkshauptstadt auch Standort eines Masterstudiums. ERHALTENSWERT. Bürgermeister Mascher bezog sich besonders auf die erhaltenswerte Landschaft mit ihren einzigartigen Seen, die auch unter der Transitlawine leiden. Der 2024 fertiggestellte vierspurige Ausbau der Bundesstraße von München nach Garmisch mit zwei Verbindungstunneln Richtung Seefeld und Ehrwald würde ein weiteres etwa 20-prozentiges Anwachsen des Verkehrs über den Fernpass aus der Bayrischen Landeshauptstadt bewirken. Bürgermeister Josef Leitner bekräftigte die 2004 im Gemeinderat beschlossene Ablehnung der Gemeinde Haiming, Gründe für ein Tunnelportal bereitzustellen. „Sieht man von der Umgehung der Gesetze ab, schaffen wir den starken Verkehr“, so Leitner weiter, „nicht, aber wenn wir weiteren Verkehr anziehen, wie Beispiele aus Südtirol zeigen.“ Gemeinsam mit dem Obmann der Wassergenossenschaft, Hubert Wammes, pocht Leitner auch auf den Erhalt der Trinkwasserreserven im Tschirgantmassiv, dessen 70 Quellen die Gemeinden seines Umfelds versorgen. „Trinkwasser von bester Qualität“, ergänzt Hubert Wammes, „das zumindest Tafelwasserqualität aufweist, weder gereinigt noch desinfiziert oder entkeimt werden muss“. GEMEINSAM ERWEITERTES ANGEBOT. Diese Initiative wird von der Universität Innsbruck und der Landesuniversität UMIT getragen. Die beiden Hochschulen haben schon gemeinsam das Bachelor-Studienangebot in Landeck eingerichtet. „Das Thema der Destinationsentwicklung ist eine wichtige Ergänzung für die Hochschulausbildung im Tourismus. Dieses Studium kann in Vollzeit, aber ebenso berufsbegleitend absolviert werden. Bereits berufstätige Personen erhalten damit ein attraktives Angebot, ihre Kompetenzen zu erweitern. Das betrifft insbesondere die Fähigkeiten zu planenden, evaluierenden, beratenden und leitenden Tätigkeiten im Tourismus, im tourismusnahen Bereich und in der Regionalentwicklung“, erläutert LR Tilg. RUNDSCHAU Seite 14 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN 14./15. Februar 2018

Bausaison eingeläutet Schretter & Cie lud zum 22. Betonhuangart (sas) Beste Stimmung ob der ausgezeichneten Beschäftigungslage und ausgesprochen guter Besuch herrschten im urigen Ambiente des Kellergewölbes auf Schloss Büchsenhausen beim bereits 22. Schretter & Cie Betonhuangart. Auf Einladung der Geschäftsleitung gaben sich zahlreiche maßgebliche Persönlichkeiten der Baubranche aus Tirol, aber auch aus benachbarten Ländern die Ehre. Elisabeth Blanik # freudichtirol Ganz was Neues: Politik für alle. Reinhard Schretter, Franz Thurner und Thomas Spannagl (v.l.) beim traditionellen Betonhuangart. Foto: Wolfgang Lackner „Die anhaltend gute Baukonjunktur – dank großer Infrastrukturprojekte und zahlreicher Hochbauprojekte – sorgt für eine allgemein gute Beschäftigungslage in der Bauwirtschaft. Beton mischt durch seine hervorragenden Eigenschaften beispielsweise als Energiespeicher – aber auch durch laufende Produktinnovationen – kräftig mit“, freute sich Dr. Reinhard Schretter, der auch sein Unternehmen, dank der im Vorjahr begonnenen strategischen Partnerschaft mit der Schwenk Zement KG mit Sitz in Ulm (die RUNDSCHAU berichtete), noch konkurrenzfähiger aufgestellt sieht. Der stimmungsvolle Abend wurde vom Andreas Gilgenberg Jazz-Trio umrahmt. ERSTER HÖHEPUNKT DER BAUSAISON. Für Schretter & Cie ist die traditionsreiche Veranstaltung in Büchsenhausen ein wichtiger erster Höhepunkt im Geschäftsjahr. Eusalp-Präsidentschaft Die neue SPÖ Tirol ist da! Die EU-Alpenstrategie „Eusalp“ ist eine politische Initiative, die von den Regionen ausgeht. Unter Tiroler Vorsitz soll gemeinsam mit den Partnern an nachhaltigen Lösungen für den Alpenraum gearbeitet werden, verspricht der nunmehrige Präsident LH Günther Platter. Im Bild: Bundeskanzler Sebastian Kurz, LH Günther Platter und Walter Deffaa, Europäische Kommission/Sonderberater der Regionalkommissarin (v.r.), bei der anschließenden Pressekonferenz im Congresspark Igls. Foto: Land Tirol/Berger 14./15. Februar 2018 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN RUNDSCHAU Sind Ihre Bäume schon in Form? Der Maschinenring ist mit seinen Baumexperten der professionelle Partner, wenn es um einen fachlich korrekt durchgeführten Baumschnitt geht. MR-Service Tirol reg.Gen.m.b.H. Maschinenring Tiroler Oberland Jetzt melden unter 05 9060701 Seite 15