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RE KW 07

Galerie „Augenblick“

Galerie „Augenblick“ ein Mekka der schönen Künste Marmor, Stein und Eisen, auch Holz und Papier gestalten die Ausstellung „komplementär“ ist der Titel der neuen Kunstausstellung in der Tannheimer Galerie. Und was das bedeutet, hat Claudia Lang- Forcher in ihrer Laudatio eindrucksvoll dargelegt. Von Claudia Chauvin Gegensätzlich, doch ergänzend – bewegt und ruhend – abstrakt und realistisch – kantig und rund oder hart und weich in den Strukturen, so kann „komplementär“ verstanden und in den Ausstellungsstücken erfahren werden. Sechs Protagonisten aus dem Oberallgäu, alle der Künstlergruppe „Eigenart.21“ angehörend, sind hier vertreten. Die Steinbildhauer Ingrid Städeli, Elke Wieland und Wolfgang Keßler; die Malerinnen Ingrid Kämmerle und Hildegard Simon sowie Kristin Käser mit Foto-Installationen beweisen auch hier, dass die von ihnen initiierten Ausstellungen mit eigenwilligen Ideen und Programmgestaltungen die Besucher begeistern. Seit 1994 hat die Gruppe fast im Jahresrhythmus bereits 21 Kunstausstellungen veranstaltet. Dabei unterstützen sie zum Beispiel den Kinderschutzbund oder setzen sich für NEU multikulturelle Probleme ein. Außerdem sehen sie die bildnerische Kunst nicht einseitig, sondern verbinden sie oft mit Musik, Tanz, Literatur, Handwerk und Theater. Diese Sicht passt wunderbar zur Laudatio von Lang-Forcher. Sie verstand es, jeden der Künstler und dessen Werk den Besuchern mit passenden, spannenden Geschichten in bühnenreifen Vorträgen nahezubringen. Ob Lindensamen, Schmetterlingseier, Wellen zum Himmel oder das Getrennte, das sich wiederfindet, zu Kunstobjekten werden und welche Materialien ausgesucht wurden, es ist eine ganz feine Präsentation. Hier ein paar Stellungnahmen der Künstler: Ingrid Kämmerle meint „Malen ist ein Mosaikstein meines Lebens, das dadurch farbiger und intensiver wird. Freiräume für Gedanken und Gefühle tun sich auf beim Malen, und ich schätze diese Qualität der Unabhängigkeit.“ Hildegard Simon hat in Bad Hindelang eine TOP 12 Von 16.02. bis 22.02. Fr Sa So Mo Di Mi Do Alles Geld der Welt Ab 12J 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 132 min 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 Galerie. „Malen ist für mich eine Spurensuche der Naturprozesse und Vorgeschichte der Menschen, die hier im Allgäu leben. Ein Malgrund, auf dem sich Farbschichten aneinanderfügen und Strukturen herausbilden, wird zum experimentellen Raum. Bewusstes und Unbewusstes wird verarbeitet.“ Kristin Kaeser spricht von der Neugierde, Inhalte mit diversen Materialien umzusetzen. Das sei sehr inspirierend und experimentell spannend. Viele ihrer Arbeiten beruhen auf aktuellem Zeitgeschehen. Die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst erweitere ihr Abstraktionsvermögen sowie Wahrnehmungsund Denkgewohnheiten. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. März 2018, von Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr geöffnet. Leonardo Rosales aus Brasilien umrahmte die Vernissage mit fein gespielten Stücken auf dem Saxophon, wie zum Beispiel Werke von Astor Piazolla. NEU NEU Black Panther Ab 16J 17:45 135 min 17:45 17:45 17:45 17:45 17:45 17:45 Black Panther 3D Ab 16J 15:00 15:00 15:00 15:00 15:00 15:00 15:00 135 min 20:30 20:30 20:30 20:30 20:30 20:30 20:30 Die kleine Hexe Jgf 13:50 13:50 13:50 13:50 13:50 13:50 13:50 103 min 15:55 15:55 15:55 15:55 15:55 15:55 15:55 Ferdinand Geht stierisch ab! Ab 6J 14:00 14:00 14:00 14:00 14:00 14:00 14:00 107 min Galeristin Veronika Kunz-Radolf und Tannheims Bürgermeister Markus Eberle bei der Eröffnung. RS-Fotos: Chauvin Fifty Shades Of Grey Befreite Lust Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft Jumanji 2 Willkommen im Dschungel Maze Runner 3 Die Auserwählten in der Todeszone 16:40 16:40 16:40 16:40 16:40 16:40 16:40 Ab 16J 18:55 18:55 18:55 18:55 18:55 18:55 18:55 101 min 20:15 20:15 20:15 20:15 20:15 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 Ab 6J 99 min 13:50 16:00 13:50 16:00 13:50 13:50 13:50 13:50 13:50 16:00 16:00 16:00 16:00 Ab 12J 16:10 16:10 16:10 16:10 16:10 120 min Ab 14J 21:15 21:15 21:15 21:15 21:15 21:15 21:15 143 min NEU Wer ist Daddy? 16:20 16:20 16:20 16:20 16:20 16:20 16:20 Ab 12J 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 113 min 20:45 20:45 20:45 20:45 20:45 20:45 20:45 AH Wunder Jgf 14:05 14:05 14:05 14:05 14:05 14:05 14:05 132 min 18:35 18:35 18:35 18:35 18:35 18:35 18:35 Das Leuchten der Erinnerung Ab 10J 113 min 18:35 20:15 Das komplette Kinoprogramm finden Sie auf www.fmzkino.at RUNDSCHAU Seite 28 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN Claudia Lang-Forcher stellt bei der interaktiven Laudatio die Protagonisten: Ingrid Städeli, Elke Wieland, Wolfgang Keßler, Hildegard Simon, Kristin Kaeser und Ingrid Kämmerle (v.l.) vor. 14./15. Februar 2018

Fotoausstellung „Bittere Orangen“ ... ... erzählt Schicksale von Erntehelfern Gilles Reckinger ist immer wieder nach Rosarno, einer kleinen Stadt in Italiens Stiefelspitze, gereist, um die Arbeitsund Lebensbedingungen der migrantischen Erntehelfer zu dokumentieren. In vielen Gesprächen ist er den Menschen nahegekommen, die festgesetzt sind in extrem misslichen „Arbeitsverhältnissen“, ohne jede Option. Nicht einmal die auf eine Rückkehr in ihr Herkunftsland. Von Uwe Claus Die im Rahmenprogramm zum Kabarett „Weltenbummeln“ dokumentierende Fotoausstellung „Bittere Orangen“ zeigt erschütternde Bilder über die Arbeits- und Lebensbedingungen von Erntehelfern mit Migrationshintergrund auf den Zitrusplantagen in Italien. Im Rahmen eines fotografischen und ethnographischen Forschungsprojekts zeigt Reckinger, analytisch dokumentiert, das Los der Bootsflüchtlinge, die über Lampedusa nach Europa kommen und als Saisonarbeiter in Kalabrien dahinfristen. Die Männer kommen meist aus verschiedenen Ländern Afrikas. In der Zeltstadt haben sich mehrere Gemeinschaften gebildet, die sich nach Religionszugehörigkeit und Verständigungssprachen gliedern. Ziel der Aus- „Wohnzimmerkonzerte“ Kellerei Reutte präsentiert im Februar neue Programmreihe Als Alternative zum bereits vielseitigen Programm rund um Jazz, Klassik, Theater & Kabarett wird nun eine Unplugged-Plattform für das Genre Pop, Rock, Singer/Songwriter etc. geboten. Die unmenschlichen Bedingungen werden in Bild und Schrift eindrucksvoll dokumentiert. stellung ist es, das Gesicht der Sklaverei in Europa, Migrationspolitik und Preisdruck in der Lebensmittelproduktion zu thematisieren. Zugleich sollen die Fotos dem Betrachter die Augen öffnen, sich für faire Handelsbedingungen einzusetzen und ihn für einen bewussten Konsum von Nahrungsmitteln sensibilisieren. Die Umstände auf den Orangenplantagen beschrieb Reckinger in kurzen Worten als „erschreckend”. Dass „Fair Trade” nicht immer das ist, was es verspricht, zeigt die Tatsache, dass die Arbeiter für einen 12 bis 14 Stundentag lediglich 25 Euro verdienen. Für eine Kiste von 25 Kilo bekommen sie, man mag es kaum glauben, 50 Cent! Es treibt einem die Schamesröte ins Gesicht, wenn man liest, dass die Männer ein Camp aus Zelten und Notbehausungen errichten – ohne Strom und fließendes Wasser. Die Migranten werden in der Früh abgeholt und in Lieferwagen zu den Plantagen „gekarrt” – wofür sie noch bis zu fünf Euro bezahlen müssen. Zusammenfassend – eine unerträgliche Situation, dargestellt in einer Fotoausstellung, die von möglichst vielen Besuchern angesehen werden sollte – auch wäre es von großem Vorteil, wenn möglichst viele Schulklassen dabei wären. INFORMATION. Die Ausstellung ist bis Ende Februar im Veranstaltungszentrum Breitenwang zu besichtigen. Anfragen bzw. Anmeldung bei der Gemeinde Breitenwang unter 0043 (0) 5672 6251610. RS-Fotos: Claus Der Kurator der Ausstellung ist Gilles Reckinger, Professor am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck. In Kürze erscheint sein Buch mit dem Titel „Bittere Orangen“. Regionale und „unregionale“ Künstler, Duos und Trios sorgen in Omas Stehlampenlicht für einen vielseitigen, konzertanten (Feier-) Abend in wohnzimmerlicher Atmosphäre. 2 Acts, Eintritt: 5/10 oder 15 Euro je nach Gefallen. Der erste Abend dieser neuen Reihe findet am Donnerstag, dem 15. Februar 2018 in der Kellerei Reutte statt. Folgende Musiker sind zu hören: SAMUEL HOLLENSTEIN. Mein Name ist Samuel Hollenstein 14./15. Februar 2018 und Musik ist mein Leben. Ich spiele Klavier und singe, seit ich ein kleiner Junge war. Ich bin jetzt 20 Jahre alt und trete immer noch gern auf, um Menschen an meiner Musik teilhaben zu lassen. Ich versuchte mich auch an anderen Instrumenten, doch das einzige, das mir wirklich blieb, ist das Klavier. DIE WOHNGEMEIN- SCHAFT – eine Stimme, eine Gitarre. Sie betreiben musikalisches Recycling und verhelfen so manchem „abgetragenem“ AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN RUNDSCHAU Samuel Hollenstein (li.) und das Duo „Wohngemeinschaft“ eröffnen die neue Reihe der Kellerei „Wohnzimmerkonzerte“. Fotos: Kellerei Reutte Song zu neuem Glanz. Ihre eigenen Songs sind geprägt von ihren vielschichtigen Einflüssen und ihrer vielseitigen Interpretation von Musik. Gesang: Mirjam Pedrazzoli Gitarre: Sascha Pedrazzoli www.diewohngemeinschaft.at ANZEIGE Seite 29