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TE KW 07

Im Zuge der Dekanatstage

Im Zuge der Dekanatstage der Diözese Innsbruck besuchte Bischof Hermann Glettler auch das Dekanat Silz, wo er sich die Sorgen und Freuden der Gläubigen anhörte. In Gruppengesprächen erarbeiteten die einzelnen Seelsorgeräume der Region Antworten auf die Fragen, die der Bischof mitgebracht hatte. Seinem Wahlspruch „Geht, heilt und verkündet!“ entsprechend hatte das Oberhaupt der Diözese Innsbruck auch gleich Ideen zur Erneuerung der Kirche mit im Gepäck, die den Aufbau eines Netzwerks von pfarrlichen Zellen innerhalb der Seelsorgeräume ermöglichen sollen. Auch ein Programm zur Wiedereingliederung von Geschiedenen und Wiederverheirateten in die Kommunion soll ab der Fastenzeit 2019 für frischen Wind in der Diözese sorgen. Im Spätsommer wird Glettler auch das Dekanat Telfs besuchen. Von Agnes Dorn Fast einen ganzen Tag lang nahm sich der neue Bischof der Diözese Innsbruck Zeit, um ins Gespräch mit den Gläubigen des Dekanats Silz zu treten. Es war die dritte Station von insgesamt 16, die er auf dem Weg durch sein neues Refugium besuchte. Dass er keiner von denen ist, die von oben herab auf ihre Schäfchen blicken und ihnen von dort Weisungen zu einem gottgefälligen Leben erteilen, sondern er im Gegenteil die Sorgen der Menschen zu seiner Angelegenheit machen möchte, brachte ihm zugleich mit seiner offenen, warmherzigen Art gleich zahlreiche Anhänger ein. Um einen Einblick in die spezifischen Probleme der einzelnen Regionen des Dekanats Silz zu bekommen, hatte der neue Bischof drei Fragen mitgebracht, die in Gruppenarbeit besprochen wurden. Dabei diskutierten die Teilnehmer der einzelnen, zum Großteil bereits errichteten sieben Seelsorgeräume des Dekanats die Frage nach den Gesichtern der Armut in ihren Pfarren, sowie darüber, was sich in der pastoralen Arbeit vor Ort in den letzten Jahren gut entwickelt habe und mit welchen spezifischen Schwierigkeit man heute umzugehen habe. SORGEN UND NÖTE. Manche Antworten lassen sich wohl auf Im Dialog mit den Gläubigen Bischof Hermann Glettler lernt derzeit bei den Dekanatstagen Tirol näher kennen das ganze Dekanat umlegen, wie jene über die Armut: So wurde die verdeckte Armut zum Beispiel von alleinerziehenden Frauen oder die Altersarmut als Probleme der Region ebenso diagnostiziert wie die Einsamkeit vieler Menschen trotz des vorhandenen Wohlstands. „Dass man das Dorf nicht mehr braucht, hat die Kehrseite, dass die Kommunikation zwischen den Menschen verschwindet“, bedauert der neue Bischof diese gesellschaftliche Entwicklung. In Regionen wie dem Ötztal, das bekanntermaßen stark durch den Tourismus geprägt ist, würden die Menschen durch den Jahresrhythmus, den ihnen die Gastwirtschaft vorschreibt, auch eine Gefahr und Last auferlegt bekommen. Am Mieminger Plateau dagegen würde die Dorfgemeinschaft wiederum darunter leiden, dass einige Menschen zwar ihren Wohnsitz dort hätten, aber zur Arbeit und in der Freizeit nach Innsbruck pendeln würden. VORSCHLÄGE ZUM AUF- BRUCH. Um die Aufgaben, die die Kirche in den teilweise inzwischen recht großen Seelsorgeräumen innehat, nicht nur hauptsächlich auf einem Menschen allein lasten zu lassen und so den Gegebenheiten der Zeit besser Herr zu werden, brachte Bischof Glettler gleich einen Vorschlag mit, der dabei helfen sollte, mögliche Synergien innerhalb des Im direkten Kontakt lernt der neue Bischof von Innsbruck derzeit die Gläubigen seines Dekanats kennen. RS-Fotos: Agnes Dorn Dekanats zu entdecken und zu entwickeln: In einer „Kirche in der Nachbarschaft“, wo sich Kleingruppen wöchentlich zum Gebet und Gespräch treffen könnten, ließen sich mehr Menschen erreichen und begleiten, als wenn ein einzelner Pfarrer oder Pastoralassistent die gesamte Seelsorge tragen würde, so Glettler. Als Kommunionshilfe in der Gemeinschaft würden Ehrenamtliche gebraucht werden, die sich gerne sozial engagieren: „Das müssen nicht die Superfrommen und die Superbibelgescheiten sein, sondern jene, die Sorge für die Umgebung empfinden“, betont der Kirchenmann. Auch die Wiedereinbindung von Geschiedenen und Wiederverheirateten liegt dem neuen Bischof am Herzen, weshalb er für das Jahr 2019 den Start eines ganz besonderen Programms geplant hat: An vier Abenden unter dem Titel „Neubeginn“ soll den Menschen in einem Kurs die Chance geboten werden, sich wieder der Möglichkeit der Kommunion zu öffnen und sich der Gemeinschaft der Gläubigen als vollwertiges Mitglied zu nähern. „Gott flexibel die Antwort zu geben“ und sich zugleich innerlich wieder der persönlichen Christusbeziehung zu nähern, sei ein guter Weg, sich den Anforderungen der Zeit zu stellen. Auch im interreligiösen Dialog fordert Glettler Respekt vor den anderen Religionen und sieht die Auseinandersetzung als Chance, auch dan eigenen Glauben wieder mit Neugier und Freude neu zu entdecken. „Wir müssen schauen, dass andere auch ihre Religion gut ausleben können“, legt der Bischof Wert auf gegenseitigen Respekt und mahnt insgesamt ein: „Die Kirche darf sich nicht in der Barockkirche, der Sakristei oder im Pfarrbüro verstecken.“ Träume > Tränen Gemeinsam können wir Kindern Momente unbeschwerter Kindheit ermöglichen. Spendenkonto: IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950 BIC: RZTIAT22 - Kennwort: Meine Spende für Kinder in Armenien Jede Spende hilft! www.caritas-tirol.at Dem gesprächsreichen Vormittag und gemeinsamen Mittagessen folgte im Anschluss der gemütliche Ausklang eines Dekanatstags, der wohl allen Beteiligten sehr positiv in Erinnerung bleiben wird. RUNDSCHAU Seite 38 14./15. Februar 2018

Öste r. Post AG. Entgelt bezahlt per kg Rass führt IL-Bezirksliste an „Impuls Tirol“ stellte Spitzenkadidaten vor (GeSch) „Impuls Tirol“ stellte Dienstag vergangener Woche die beiden Spitzenkandidaten der Bezirkslisten für Innsbruck-Land und Innsbruck vor. In Innsbruck-Land wird Spitzenkandidatin Monika Rass in die Wahl gehen, in Innsbruck ist Lukas Voraberger der Spitzenkandidat. Wollen für Tirol arbeiten: V.l. die Spitzenkandidaten Lukas Voraberger (Innsbruck), Josef Schett (Landesliste), Monika Rass (Innsbruck-Land). Foto: Impuls Tirol Der Schwerpunkt der diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester Monika Rass liegt im Engagement für die flächendeckende medizinische Versorgung der ländlichen Regionen und die Unterstützung pflegender Angehöriger. Ebenfalls stark machen will sie sich für sozial benachteiligte Menschen. „Mit dem Solidar- Bonus hat Impuls-Tirol ein Projekt entwickelt, das ohne Budgetbelastung 4.750 sozial schwächer gestellten Menschen (Familien, Pensionsbezieher, Jugendliche, pflegende Angehörige, soziale Härtefälle) Soforthilfe in der Höhe von 100 Euro im Monat bringen würde. Voraussetzung dafür sei der politische Wille aller Parteien“, erklärt Rass. Der IT-Techniker Lukas Voraberger macht sich für den raschen und flächendeckenden Ausbau der Digitalisierung stark, der nicht nur als Bildungsaustausch sondern auch als Stärkung für den periferen Wirtschaftsstandort gilt. Als Freizeitsportler sind ihm auch die Stärkung und Stützung der Kleinvereine mit Jugendarbeit ein großes Anliegen. VIELE IMPULSE FÜR TI- ROL. Rass und Voraberger präsentierten das Arbeitsprogramm von „Impuls Tirol“ quer durch die Themenbereiche Gesundheit und Pflege, Soziales und Familie, Jugend 14./15. Februar 2018 und Bildung, Verkehr und Transit, Agrar und Wirtschaft, Natur und Umwelt, Tourismus und Sport, Kultur und Vereine sowie Wohnen und Wohnbau. „Wir sind dem Wähler per Handschlag verbunden, können frei von Parteizwängen beziehungsweise ohne Abhängigkeit von Bünden und Gönnern die beste Politik zum Wohle der Allgemeinheit gestalten“, so Rass und Voraberger unisono. Überzeugen wolle man durch Bürgernähe, sachliche-konstruktive Politik sowie mit Entscheidungen und Beschlüssen, die transparent und nachvollziehbar sind. „Impuls Tirol sieht sich als konstruktive Opposition und ist Heimat für alle geraden und ehrlichen Tiroler“, erklären die beiden Bezirksspitzenkandidaten. SCHETT: „ENTSCHEIDEN WIRD DER WÄHLER!“ „Nicht Visionen oder Selbsteinschätzungen entscheiden am Ende über Prozente und Mandate, sondern der Wähler”, beantwortet „Impuls Tirol“-Landesspitzenkandidat Josef Schett die Frage nach dem Wahlziel. „Gibt uns der Wähler den Auftrag im Landtag zu arbeiten, werden wir dies mit aller Kraft tun um Erworbenes aus Respekt der vorherigen Generation zu erhalten und die Zukunft für die weiteren Generationen nachhaltig zu gestalten und zu sichern“, so Schett. Events der Zukunft sind grün Nachhaltige Veranstaltungsplanung „Green Events Tirol“ (ghh) Wer eine Veranstaltung oder Feier organisiert, weiß: Sie haben in der Regel einen hohen sozialen und kulturellen Wert, aber aufgrund des Ressourcenverbrauchs auch einen ökologischen Preis. Dank nachhaltiger Veranstaltungsplanung lässt sich dieser allerdings häufig senken und ein klimafreundlicher Lebensstil vermitteln. „Green Events Tirol“ ist eine Initiative von Klimabündnis Tirol und Umwelt Verein Tirol in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol zur Förderung einer umwelt- und sozialverträglichen Veranstaltungskultur. „Green Events Tirol“ ist ein eigenständiger, gemeinnütziger Verein und Teil des größten kommunalen Klimaschutznetzwerks in Europa. Die globale Partnerschaft verbindet mehr als 1.700 Gemeinden aus ganz Europa mit indigenen Organisationen des Amazonas-Regenwaldes. In Österreich haben sich bisher fast 1.000 Gemeinden (auch Reith bei Seefeld gehört dazu), 1.070 Betriebe und 500 Bildungseinrichtungen dem Klimabündnis angeschlossen, in Tirol sind es aktuell 68 Gemeinden, 12 Betriebe und 23 Schulen und Bildungseinrichtungen. Allen Green Events gemeinsam ist, dass sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Mensch und Umwelt leisten und sich durch eine besondere Qualität auszeichnen. Bei einer kürzlichen Informationsveranstaltung in Reith, bei der auch der Green Event-Befürworter und „Klimamönch“ Edmund Brandner referierte, gab Karin Bianchi, Projektmitarbeiterin beim Klimabündnis Tirol, den Anwesenden einen Einblick in die Arbeit des Vereins. Wie Karin Bianchi ausführte, bietet der Verein den Organisatoren von Veranstaltungen eine umfassende und kostenlose Beratung in den Bereichen der angebotenen Produkte (grundsätzlich klimaverträglich, saisonal und regional), einer weitgehenden Müllvermeidung, möglichst umweltfreundlicher Anreise (Fahrrad oder Öffis), sorgsamen Verbrauchs von Strom, Wasser und Energie, sowie sozialer Aspekte wie der Barrierefreiheit. Weiterführende Hintergrundinformationen sind unter www.greenevents-tirol.at zu finden. Veranstaltungen, die die erforderlichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien erfüllen, werden von „Green Event“ einmal jährlich zum Gemeindeforum des Klimabündnis Tirol ins Landhaus eingeladen und ausgezeichnet. PROSPEKT-BEILAGEN Streuung in jedem beliebigen Ort möglich, erreicht garantiert jeden Haushalt! Wir beraten Sie gerne! Rundschau Telfs Anton-Auer-Straße 1, 6410 Telfs Tel. 05262/62030 anzeigen.telfs@rundschau.at 27. Juni 09 @ www.imst.tirol.gv.at/scha ler ler Nr. 15/09 Öste r. Post AG. Entgelt bezahlt Angebote gültig vom 23.7. bis 30.7.2009 Wassermelonen kernarm, aus Spanien, Klasse 1, s im t stadtfest st t 17.00 - 01.00 uhr Einkauf zu Großhandelspreisen! Jetzt NEU bei Eurogast Grissemann: Große Auswahl an vertragsfreien Handys! 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