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TE KW 07

Klimawandel erfordert

Klimawandel erfordert mehr Schutzbauten Großes Schutzbautenprojekt in Polling abgeschlossen - „Lehnbachverbauung“ in Inzing kurz vor der Realisierung Der Klimawandel lässt die Nataur zerbröckeln und die Bäche ansteigen. Immer mehr Geld muss in den Schutz vor Muren und Hochwasser investiert werden. In Polling wurde nun ein wichtiges Projekt abgeschlossen, in Inzing steht das Großprojekt „Lehnbachverbauung“ kurz vor der Genehmigung. Für die Projektrealisierungen ist die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) zuständig, projektiert hat die Schutzmaßnahmen Florian Riedl, der derzeit auch für den Tiroler Landtag kandidiert. Von Gebi G. Schnöll G LANZLICHTER Ein Landesrat fürs Glück Liebe Freunde der Zufriedenheit! Ausgerechnet an meinem Geburtstag beschenkte mich der Radiosender Ö3 mit einem einzigartigen Präsent. Als ich mit meinem Hund Richtung Wald fuhr, interviewte Claudia Stöckl in ihrer Sendung „Frühstück bei mir“ Ha Vinh Tho. Der Mann bekleidet ein außergewöhnliches Amt. Er ist Minister im Mönchsstaat Bhutan. Und sein Resort ist das Glück. Der 65-jährige gebürtige Vietnamese, der mit einer Österreicherin verheiratet ist und perfekt Deutsch spricht, ist Glücksminister! Im Gegensatz zu anderen Nationen wird in Bhutan das Bruttonationalglück und nicht das Bruttoinlandsprodukt gemessen. Ha Vinh Tho bewirtschaftet quasi die Lebensqualität der zirka 800000 Bewohner des Kleinstaates. Das zwischen den zwei bevölkerungsstärksten Ländern China und Indien liegende Königreich misst den Erfolg nicht in Währungen und Realitäten. Der Frohsinn wird in den Mittelpunkt gestellt. Es zählen Faktoren wie die Frequenz des Lächelns im Vergleich glanzlichter@rundschau.at zu traurigen Tagen. Oder die Anzahl der Freunde und Weggefährten. Bhutan ist wie Tirol ein gebirgiges Land. Wir messen und beklagen täglich Probleme. Natur und Umwelt nehmen wir nicht als Segen, sondern als Sorgenzone war. Auch den Verkehr. Selbst die soziale Absicherung im Wohlfahrtsstaat sehen bei uns viele als Bedrohung. Und die Meldung, dass es wirtschaftlich aufwärts geht und sich der Arbeitsmarkt verbessert, nehmen wir zur Kenntnis. Statt Freude kommt Undank – verbunden mit dem Wunsch, das muss alles noch viel besser werden. Nach dem 25. Februar wird es in Tirol eine neue Regierung geben. Egal ob Schwarz, Blau, Rot oder Grün – ich wünsche mir einen Landesrat fürs Glück. Gerne würde ich dort eine Fachabteilung leiten. Vielleicht das Ressort zur Bekämpfung von Seuchen wie Sumsen, Jammern und Nörgeln. Oder das Referat für Optimismus. Ich würde sparsam arbeiten. Bis auf die Reisekosten für die Auftakt-Exkursion nach Bhutan wäre ich billig zu haben. Meinhard Eiter WLV-Projektant LA Florian Riedl sieht sich mit Pollings Dorfchef Gottlieb Jäger bei der Einmündung des Bypasses in den Klammbach nochmals die Projektpläne an. Im Juni 2015 führte in der Region eine Hochwasserkatastrophe zu riesigen Schäden. Hauptbetroffen war die Gemeinde Sellrain, wo mehrere Häuser zerstört wurden. Einige Gemeinden entlang der Salzstraße sind damals mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Oberhalb von Polling haben sich damals zwei Geschiebeablagerungsbecken vom Mühlbach und Schwimmbach bewährt, die in den Jahren zuvor errichtet worden sind. „Weil die beiden Bäche bei Starkregen oder Hagel auch viel Wasser führen, wurde auch ein so genannter Bypass verlegt, mit dem das Überwasser vom Mühlbach und Schwimmbach zum Klammbach im Osten der Gemeinde abgeleitet wird. Insgesamt 1,2 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert, 450.000 Euro wurden zusätzlich für die Verbreiterungs- und Vertiefungsarbeiten im Einmündungsbereich des Bypasses ausgegeben“, schildert WLV-Projektant Florian Riedl. Die größten finanziellen Brocken haben bei der Projektfinanzierung der Bund und das Land Tirol übernommen, einen Obolus mussten auch die Gemeinde Polling und die Landesstraßenverwaltung leisten. Bürgermeister Gottlieb Jäger: „Durch die Schutzbauten können nun im Gefahrenzonenplan viele Häuser aus der gelben Gefahrenzone genommen werden. Nicht zuletzt Florian Riedl und der WLV ist es zu verdanken, dass Polling mit relativ wenig Eigenmitteln einen hohen Sicherheitsstandard erreichen konnte!“ LEHNBACH. Ein großes Schutzprojekt steht in Inzing kurz vor der Realisierung. Dabei handelt es sich um die Lehnbachverbauung. Weil das Retentionsbauwerk, mit welchem der Wasserablauf gedrosselt wird, mehr als 20 Meter hoch ist, mussten die Pläne in Wien von der so genannten „Staubeckenkommission“ behandelt werden. Im Feber soll nun das gesamte Projekt in Begutachtung kommen. Florian Riedl und Bürgermeister Josef Walch hoffen, dass der Lehnbachverbauung schon bald eine Genehmigung erteilt wird. „Die Lehnbachverbauung ist seit Jahren ein wichtiges Thema in Inzing. Wenn die Bauverhandlung positiv verläuft, könnte mit den Schutzbauten eventuell noch heuer begonnen werden“, so Walch. Die Projektkosten betragen 8,25 Millionen Euro. Der Prozentschlüssel: Bund (56), Land (18), Interessentschaft Inzing (16), Marktgemeinde Zirl (5), Gemeinde Ranggen (3), Landesstraßenverwaltung (2). Florian Riedl bespricht mit Inzings Bürgermeister Josef Walch nochmals einige Details zur dringend notwendigen Verbauung des Lehnbachs. RS-Fotos: Schnöll SP-Vizechef Dornauer fordert neue Kilometerpauschale (GeSch) „Die Einführung eines neuen Systems mit kilometergenauer Abrechnung“, fordert nun SP-Vizechef Georg Dornauer. „Damit gäbe es endlich eine Pendlerunterstützung, die eine Abgeltung für die tatsächlichen Kosten darstellt“, ist Dornauer überzeugt. Dornauer ortet soziale Ungerechtigkeit bei der geltenden Regelung. „Wer für einen niedrig bezahlten Arbeitsplatz pendeln muss, bekommt fast nichts. Wer viel verdient, kann sich Hoffnung machen, fast die gesamten Kosten ersetzt zu bekommen. Das ist die Realität des österreichischen Pendlerpauschale“, erklärt der SPÖ-Spitzenkandidat im Bezirk Innsbruck-Land. „Eine Neuregelung zählt für mich genau so zur viel gepriesenen Stärkung des ländlichen Raumes. Wir müssen die Menschen im ländlichen Raum unterstützen, solange das Öffi-Angebot noch nicht ausreichend oder besser gesagt 'zumutbar' ist“, so Dornauer abschließend. RUNDSCHAU Seite 6 14./15. Februar 2018

„Es braucht eine starke Hand!“ Planungsverbands-Obleute pro LR Tratter eingestellt (GeSch) Innsbruck-Land, mit 65 Gemeinden der größte Bezirk Österreichs, wird auch in den nächsten Jahren stark wachsen. Damit dies geordnet vonstattengeht und die Lebensqualität aufrecht erhalten bleibt, setzen sich die Obleute der Planungsverbände dafür ein, dass LR Johannes Tratter weiterhin Gemeindereferent bleibt. Bürgermeister Alfons Rastner, Obmann des Planungsverbandes Stubai-Wipptal, betont die Wichtigkeit schnellen Handelns: „Besonders wichtig war natürlich das Grenzmanagement, das innerhalb weniger Monate installiert wurde. Aber auch bei der Vermurung der Brennerstraße und den Baustellen konnte die sehr schnelle Hilfe ein größeres Chaos verhindern. Ich bin mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden und setze mich dafür ein, dass nach der Wahl derselbe Gemeindereferent eingesetzt wird.“ Auch die Haller Bürgermeisterin Eva Posch bezeichnet es als persönlichen Wunsch, dass Tratter Gemeindereferent bleibt: „Als mein Vorgänger in Hall weiß er genau über die Themen und Herausforderungen auf Gemeindeebene Bescheid. In der täglichen Arbeit ist vor allem die schnelle und unkomplizierte Hilfe wichtig. Besonders wertvoll ist für mich das Vertrauensverhältnis. Ich bekomme immer einen guten und richtigen Rat, auf die Handschlagqualität kann ich mich verlassen.“ Landesrat Johannes Tratter betont, sehr gern als Gemeindereferent zu arbeiten und gestalten: „Ich möchte auch klar sagen, dass die nächsten Jahre große Herausforderungen bringen: „Wir haben über 10.000 geförderte Wohnungen gebaut, dennoch müssen wir beim leistbaren Wohnen einen Gang zulegen. Die Vertragsraumordnung wird Standard werden müssen. Wenn die Gemeinde ein größeres Grundstück widmet, muss auch die Allgemeinheit etwas davon haben. Auch der Verkehrsfrage müssen wir uns permanent stellen. Gleiches gilt der Sicherheit. Diese Herausforderungen nehme ich gerne an.“ Stellenausschreibung Stellenausschreibung In der Marktgemeinde Abt. IVa – Infrastruktur Telfs werden & für Grünanlagen das Kindergartenjahr Marktgemeinde 2017/18 mehrere Telfs Für wird Stellen das ab Kindergartenjahr alsofort die Stelle 2017/2018 als engagierte(n) werden mehrere Stellen als Kindergartenpädagogin/-e neu besetzt. Kindergartenpädagogin/-e Bauhofl eiter-/in neu besetzt. Weitere Details (Voraussetzungen, Aufgabenbereich, Entlohnung) finden neu besetzt. Weitere Sie in der Details Rubrik „Kundmachungen“ (Voraussetzungen,(Bewerbungsfrist: Aufgabenbereich, 27.10.2017, Entlohnung) 12 Uhr) finden Sie auf der in der Homepage Rubrik der „Kundmachungen“ Marktgemeinde Telfs: (Bewerbungsfrist: www.telfs.gv.at 16.02.2018, 12 Uhr) Weitere Details (Voraussetzungen, Aufgabenbereich, Entlohnung) auf der Homepage der Marktgemeinde Telfs: www.telfs.gv.at finden Sie in der Rubrik „Kundmachungen“ (Bewerbungsfrist: 9.6.2017, www.telfs.gv.at 12 Uhr) auf der Homepage der Marktgemeinde Telfs. www.telfs.gv.at Die Obleute der Planungsverbände setzen sich dafür ein, dass LR Johannes Tratter (Mitte) weiterhin Gemeindereferent bleibt. Foto: ÖVP Tirol WEIT ER LANDESHAUPTMANN GÜNTHER PLATTER „Er schaut auf Tirol.“ 14./15. Februar 2018 RUNDSCHAU Seite 7 P005_020_017_Oberlaender_Rundschau_212x135_RZ.indd 1 09.02.18 10:08