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Inhaltsverzeichnis Fach Fach/Seite Heft/Seite Kolumne – – 153–154 Anwaltsmagazin – – 155–160 Eilnachrichten 1 23–30 161–168 Viefhues, Ehegattenunterhalt nach der Scheidung – Teil 2: Ausnahmen von der Unterhaltsberechtigung 11 1439–1456 169–186 Minwegen, Die Drittwiderklage im Zivilprozess 13 2195–2202 187–194 Siefert, Bundesteilhabegesetz: Neuerungen im Recht der Rehabilitation und Teilhabe 18 1571–1584 195–208 Nutzen Sie die ZAP auch digital: mit der ZAP App für PC, Smartphone und Tablet. Sie finden Ihre Zugangsdaten (Aktivierungscode/Passwort) auf dem Adressaufkleber. Details unter: www.zap-zeitschrift.de/App Redaktionsbeirat Ass. jur. Dr. Helene Bubrowski, Frankfurt/M. (F 25) • RiOLG a.D. RA Detlef Burhoff, Münster/Augsburg (F 9, 21, 22, 22R) • Prof. Dr. Nikolaj Fischer, Frankfurt/M. (F 2) • RA Prof. Dr. Eckhard Flohr, Gasteig/Kirchdorf i.T. (F 6) • RA Dr. Lutz Förster, Brühl (F 12) • RA Dr. Andreas Geipel, München (F 13) • RA Dr. Peter Haas, Bochum (F 20) • VorsRiLG a.D. Heinz Hansens, Berlin (F 24) • RAin Dr. Annegret L. Harz, München (F 4, 4R, 7) • RA Prof. Dr. Bernd Hirtz, Köln (F 15) • RA Martin W. Huff, Köln (F 23) • RA Daniel Krause, Braunschweig (F 5) • RAin Dr. Kirstin Maaß, Köln (F 17, 17R) • RA a.D. Ralf Rödel, Málaga (F 19, 19R) • RA Dr. Ulrich Sartorius, Breisach a.R. (F 18) • RA Volker Simmer (F 3) • RiAG a.D. Prof. Dr. Heinz Vallender, Erftstadt (F 14) • RA Dr. Hubert W. van Bühren, Köln (F 10) • RiAG a.D. Dr. Wolfram Viefhues, Gelsenkirchen (F 11, 11R) • RA Guido Vierkötter, Neunkirchen-Seelscheid (F 16) • RA beim BGH Dr. Christian Zwade, Karlsruhe (F 8). Ständige Mitarbeiter Prof. Dr. Wilfried Alt, Frankfurt/M. • VorsRiVG Prof. Dr. Bernd Andrick, Gelsenkirchen • RiAG Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen • RiSG Thomas Bubeck, Freiburg • RiOLG a.D. RA Detlef Burhoff, Münster/Augsburg • VorsRiOLG Dr. Christoph Eggert, Düsseldorf • Prof. Dr. Nikolaj Fischer, Frankfurt/M. • RA Prof. Dr. Eckhard Flohr, Gasteig/Kirchdorf i.T. • VorsRiLG a.D. Uwe Gottwald, Vallendar • RA Prof. Dr. Friedrich Graf von Westphalen, Köln • RA Dr. Peter Haas, Bochum • VorsRiLG a.D. Heinz Hansens, Berlin • RA Dr. Wolfgang Hartung, Mönchengladbach • Prof. Dr. Martin Henssler, Köln • RA, Justitiar Haus u. Grund Hans Reinold Horst, Langenhagen • RiAG Ralph Kossmann, Wuppertal • Notar Dr. Hans-Frieder Krauß, Hof • RAuN Dr. Wilhelm Krekeler, Dortmund • RA Günter Lange, Haltern • RA Dr. Jörg Lauer, Mannheim • PräsSG a.D. RA Dr. Klaus Louven, Geldern • RA Dietmar Mampel, Bonn • RA Prof. Dr. Volkmar Mehle, Bonn • RA Prof. Dr. Ralf Neuhaus, Dortmund • RA Kai-Jochen Neuhaus, Dortmund • RA Dr. Mark Niehuus, Mühlheim a.d.R. • RA Prof. Dr. Hermann Plagemann, Frankfurt/M. • RA Prof. Dr. Hans-Jürgen Rabe, Hamburg • RiOLG a.D. Heinrich Reinecke, Lehrte • RA beim BGH Prof. Dr. Ekkehart Reinelt, Karlsruhe • RA Dr. Kurt Reinking, Köln • RA Prof. Dr. Franz Salditt, Neuwied • RA Dr. Ulrich Sartorius, Breisach a.R. • PräsLG a.D. Kurt Schellhammer, Konstanz • RA Norbert Schneider, Neunkirchen • RiAG a.D. Kurt Stollenwerk, Bergisch Gladbach • RiAG a.D. Prof. Dr. Wilhelm Uhlenbruck, Köln • RiAG Prof. Dr. Heinz Vallender, Erftstadt • RA Dr. Hubert W. van Bühren, Köln • RA Prof. Dr. Hans-Friedrich Frhr. von Dörnberg, Dresden. Impressum Manuskripte: Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte. Die Annahme zur Veröffentlichung erfolgt schriftlich. Mit der Annahme überträgt der Autor dem Verlag das ausschließliche Verlagsrecht. Eingeschlossen sind insb. die Befugnis zur Einspeicherung in eine Datenbank sowie das Recht der weiteren Vervielfältigung. Haftungsausschluss: Verlag und Autor/en übernehmen keinerlei Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der abgedruckten Inhalte. Insb. stellen (Formulierungs-)Hinweise, Muster und Anmerkungen lediglich Arbeitshilfen und Anregungen für die Lösung typischer Fallgestaltungen dar. Die Verantwortung für die Verwendung trägt der Leser. Urheber- und Verlagsrechte: Alle Rechte zur Vervielfältigung und Verbreitung sind dem Verlag vorbehalten. Der Rechtsschutz gilt auch gegenüber Datenbanken oder ähnlichen Einrichtungen. Anzeigenverwaltung: ZAP Verlag GmbH, Rochusstr. 2–4, 53123 Bonn, E-Mail: anzeigen@zap-verlag.de. Erscheinungsweise: zweimal im Monat. Bezugspreis: Jährlich 241,- € zzgl. MwSt. und Versandkosten. Der Abonnementsvertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen; Preisänderungen bleiben vorbehalten. Abbestellungen müssen sechs Wochen zum Jahresende erfolgen. Verlag: ZAP Verlag GmbH, Rochusstr. 2–4, 53123 Bonn, Telefon: 0228/91911-62, Telefax: 0228/91911-66, E-Mail: info@zap-verlag.de. Redaktion: RAin Eva Maria Marzinkowski (V.i.S.d.P.) – verantwortliche Redakteurin; Cordula Haak – Redaktionsassistentin, E-Mail: redaktion@zap-verlag.de. Druck: Appel & Klinger Druck und Medien GmbH, Schneckenlohe. ISSN 0936-7292

ZAP Kolumne Kolumne Haftungsfalle: Elektronischer Rechtsverkehr Vom beA-Desaster soll hier nicht die Rede sein (lesenswert hierzu ERBGUTH JurPC Web- Dok. 13/2018). Unbill droht auch von einer ganz anderen und unerwarteten Seite, wie eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden zeigt (Urt. v. 12.7.2017 – 6 K 335/17.WI.A, JurPC Web-Dok. 171/2017). Für den Kläger hat sein Bevollmächtigter per EGVP Asylklage erhoben. Das Gericht hat die Klage ausgedruckt und einen sog. Transfervermerk beigefügt. Nach § 55b Abs. 4 S. 2 VwGO a.F. musste ein Ausdruck eines elektronischen Dokuments den Vermerk enthalten, welches Ergebnis die Integritätsprüfung des Dokuments aufweist: Wen weist die Signaturprüfung als Inhaber der Signatur aus und welcher Zeitpunkt ist für die Anbringung der Signatur angegeben? Dies gilt nach § 55b Abs. 4 VwGO auch in der seit 1.1.2018 geltenden Fassung noch immer, falls das Dokument nicht auf einem sicheren Übermittlungsweg (siehe dazu § 55a Abs. 4 VwGO) eingereicht wurde. Die Geschäftsordnung für die Gerichte und Staatsanwaltschaften Hessen (GO) sieht – auch noch in der seit 1.1.2018 gültigen Fassung (Justiz- Ministerial-Blatt für Hessen 2018, S. 113) – vor, dass das Prüfprotokoll der Nachricht und das Prüfprotokoll der signierten Anhänge nur dann ausgedruckt werden, wenn der Gesamtstatus nicht „gültig“ ist (§ 67 Abs. 1 S. 3 GO), sowie dass der elektronische Eingang – samt der Signatur – spätestens vier Wochen nach Eingang automatisiert gelöscht wird (§ 67 Abs. 1 S. 6 GO). Mithin ist eine nachträgliche Überprüfung, ob eine qualifizierte Signatur vorlag und von wem sie stammt, nicht mehr möglich. Das Prüfprotokoll wird nicht gedruckt. Die eingereichten Dateien werden samt Signaturdatei gelöscht. Dem Gericht wird durch die Justizverwaltung und die Handhabung ihrer EDV die Möglichkeit genommen, die Ordnungsgemäßheit der Klageerhebung zu überprüfen. Auf das Versagen der Justizverwaltung als Teil der zweiten Gewalt kam es in diesem Fall nur deshalb nicht an, weil der Bevollmächtigte des Klägers die Klageschrift in weiser Voraussicht eigenhändig unterschrieben, eingescannt und den Scan noch einmal bei dem Versand über das EGVP qualifiziert signiert hatte. Die im Original unterschriebenen Klageschriftsätze legte er dem Verwaltungsgericht nach Beanstandung der Signatur vor. Der Fall macht bewusst, dass in Deutschland die nationale Verfassungslage nur die funktionale richterliche Unabhängigkeit, nicht aber eine institutionelle Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit als Ganzes gewährleistet. Die Richter sind zwar unabhängig in ihrer Entscheidungsfindung, in Bezug auf die zur Verfügung stehenden sachlichen und personellen Ressourcen aber abhängig von der zweiten Instanz. Letztere ist es, welche darüber befindet, wie im Einzelnen die (elektronischen) Akten geführt werden. Die hessische GO ist der Meinung, elektronische Eingänge samt Signatur dürften „spätestens“ vier Wochen nach dem Ausdruck automatisiert gelöscht werden. Nachdem die elektronische Form die Schriftform materiell (§ 126a BGB) und prozessual (§ 130a ZPO) ersetzt, entspricht dies der Anweisung, das Original eines Eingangs auf Papier zu vernichten, nachdem man ihn eingescannt hat. Die GO war zum Zeitpunkt der Entscheidung des Verwaltungsgerichts gesetzwidrig, denn (auch elektronische) Originaldokumente waren nach ZAP Nr. 4 14.2.2018 153