Aufrufe
vor 9 Monaten

Wiener Festwochen 2018

Boris Charmatz, Musée

Boris Charmatz, Musée de la danse 10000 gestes Tanz Spielort Gösserhallen, Halle 1 Termine 13. / 14. / 15. Juni, 20.30 Uhr 16. Juni, Vorstellung im Rahmen von A Dancer’s Day (siehe S. 70) Preise Euro 15,– bis 30,– Publikumsgespräch 14. Juni, im Anschluss an die Vorstellung DE Wie in einem bewegten Wimmelbild führen 23 Tänzer * innen individuelle Variationen einer Partitur hunderter Gesten aus, ohne je eine einzige zu wiederholen. Ein Gewitter aus Bewegungen, in dem unser Blick zwischen Einzelereignissen und dem Ganzen hin und her springt. Sobald wir ein Detail entdecken, ist es schon wieder vergangen. Zu verwaschenen Klängen aus Mozarts Requiem formieren sich die stark individualisierten Figuren in den Kostümen des Modedesigners Jean-Paul Lespagnard mit ihren Sehnsüchten, Egos und Ängsten zu Schwärmen kollektiven Exzesses und kollektiver Melancholie. Das Bilden von Gemeinschaften, aber auch deren Konflikt potenzial sind stets zentrale Themen der choreografischen Erkundungen von Boris Charmatz. Mit 10000 gestes hat er ein hypnotisches Werk erschaffen, das sowohl als animiertes Gemälde im Stil von Hieronymus Bosch, aber auch als künstlerischer Kommentar zu gesellschaftspolitischen Dynamiken gesehen werden kann. 68

EN 23 dancers perform individual variations of a score made up of hundreds of gestures, without ever repeating a single one – like in a moving hidden object illustration. The highly individualised figures form swarms of collective excess and melancholy to the hazy strains of Mozart’s Requiem – a hypnotic work by Boris Charmatz and an artistic commentary on socio-political dynamics. Mit Djino Alolo Sabin, Salka Ardal Rosengren, Or Avishay, Régis Badel, Jessica Batut, Nadia Beugré, Alina Bilokon, Nuno Bizarro, Matthieu Burner, Dimitri Chamblas, Olga Dukhovnaya, Sidonie Duret, Bryana Fritz, Alexis Hedouin, Kerem Gelebek, Rémy Héritier, Samuel Lefeuvre, Johanna-Elisa Lemke, Maud Le Pladec, Mani Mungai, Noé Pellencin, Solene Wachter, Frank Willens Choreografie Boris Charmatz Choreografische Assistenz Magali Caillet-Gajan Licht Yves Godin Kostüme Jean-Paul Lespagnard Stimmtraining Dalila Khatir Inspizienz Fabrice Le Fur Soundmaterial Requiem in D-Moll K.626 von Wolfgang Amadeus Mozart; Field Recordings Mathieu Morel Produktion Musée de la danse / Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne Koproduktion Wiener Festwochen, Volksbühne Berlin, Manchester International Festival, Théâtre National de Bretagne, Festival d’Automne à Paris, Chaillot – Théâtre national de la Danse, Sadler’s Wells London, Taipei Performing Arts Center 69