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Wiener Festwochen 2018

The Shape of Time VON

The Shape of Time VON 23.5. BIS 17.6.2018 KÖNNEN DIE INSTALLATION MICRO | MACRO VON RYOJI IKEDA BEI DEN WIENER FESTWOCHEN UND DIE AUSSTELLUNG THE SHAPE OF TIME WECHSELSEITIG MIT EINER EINTRITTSKARTE BZW. DER KHM-JAHRESKARTE ZUM JEWEILS ERMÄSSIGTEN PREIS BESUCHT WERDEN. 80

Themenführungen im Kunsthistorischen Museum Wien In Kooperation mit den Wiener Festwochen bietet das Kunsthistorische Museum Wien zu The Song of Roland: The Arabic Version und Trojan Women jeweils zwei Themenführungen an. In einem Rundgang durch die Gemäldegalerie werden die Entstehungszeit der beiden literarischen Vorlagen und inhaltliche Parallelen in der Bildenden Kunst vorgestellt. Die Troerinnen Themenführungen zu Trojan Women von Ong Keng Sen Das Rolandslied Themenführungen zu The Song of Roland: The Arabic Version von Wael Shawky Einige kostbare Werke der Antikensammlung und der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museum Wien stellen ganz direkt Szenen aus dem mythischen Trojanischen Krieg dar, der mit der Entführung der schönen Helena begann. Aber auch andere epochale Konstellationen, hinter denen sich interkulturelle und Gender- Fragen verbergen, sind in den Sammlungen überraschend präsent. Skythen und Amazonen bei friedlicher Massenpaarung; Perserinnen, die durch die demonstrative Entblößung ihres Unterleibs Männer in die Flucht schlagen; die tragische Geschichte der Lukrezia und die hermaphroditischen Gestalten in den Gemälden Bartholomeus Sprangers: Beziehungen und die keineswegs immer eindeutigen Grenzen der Geschlechter sind, mehr oder weniger bewusst, ein großes Thema der fast ausnahmslos männlichen Alten Meister. In der Sonderausstellung The Shape of Time wird dieser Komplex ganz explizit von Künstler*innen der Gegenwart bearbeitet. Gleich zwei mittelalterliche Olifanten, große Jagdhörner aus Elefantenstoßzähnen, zeugen heute in der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museum Wien von dem lang anhaltenden Ruhm des Rolandslieds. Diese kostbaren Elfenbeinarbeiten gehen auf das Olifant genannte Signalhorn des Helden Roland zurück, das ihm im Kampf gegen die Sarazenen zwar nicht das Leben retten konnte, wohl aber den Sieg Karls des Großen bewirkte – so jedenfalls die Erzählung aus europäischer Perspektive. Auch in den Werken bedeutender Künstler wie Albrecht Dürer, Tizian und Jan Cornelisz Vermeyen sind die Begegnung und der Konflikt mit dem Islam, nun in Gestalt des Osmanischen Reiches, präsent – sei es aus Angstvorstellung oder konkreter Anschauung gespeist. In der Sonderausstellung The Shape of Time bearbeitet die aus Lahore, Pakistan, stammende Künstlerin Nusra Latif Qureshi die Konstruktion kultureller Identität ganz bewusst unter Verwendung der historischen Technik der Miniaturmalerei, wie sie im Mogulreich gepflegt wurde – einer Epoche der friedlichen Koexistenz von Hinduismus und Islam. Termine ab April auf www.festwochen.at Eintritt frei, begrenzte Teilnehmer*innenzahl 81