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02_2018_news

informationen für aktive 17. Jahrgang · Nummer 2 17. Februar 2018 www.verdi-news.de ver.di vereinte dienstleistungsgewerkschaft A58247 Am Aufschwung teilhaben öffentlicher dienst – ver.di fordert sechs Prozent mehr, mindestens 200 Euro Der Beschluss der ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst (BTK) war einstimmig. Um 6,0 Prozent, mindestens aber 200 Euro im Monat, sollen die Entgelte inderTarifrundefürdieBeschäftigten von Bund und kommunalen ArbeitgebernindiesemJahrsteigen.Azubis undPraktikant/innensollen100Euro mehr pro Monat bekommen. Außerdem soll die Übernahme-Regelung für Azubis wieder in Kraft gesetztwerden,bishertariflichnicht geregelte Ausbildungsgänge und Praktikumsverhältnisse sollen tarifiert werden. Zudem will ver.di, dass der Nachtarbeitszuschlag in Krankenhäusern angehoben wird. Die Regelungen des Tarifvertrags sollen zeit- und wirkungsgleich auf die344 000Beamt/innen,Richter/innenundSoldat/innensowie182 000 Versorgungsempfänger/innen des Bundes übertragen werden. Alle Forderungenstelltver.digemeinsam mit dbb Beamtenbund und Tarifunion, der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Besonderen Wert legt der ver.di- Vorsitzende Frank Bsirske auf die LaufzeitdesTarifvertragesvonzwölf Monaten. Die wirtschaftliche Lage seigutwielangenicht.Dabeizitierte er Wirtschaftsforschungsinstitute, die in den letzten Tagen von „Festtagsstimmung“, „goldenen Zeiten der deutschen Wirtschaft“ oder einem „Aufschwung auf breiter Basis“ gesprochen haben. Daran sollten die Beschäftigten des öffentlichen trinkwasser Neufassung bleibt unkonkret Jetzt ist das Europäische Parlament gefragt seite 2 koalition Soziale Akzente Bsirske sieht Bedarf für weitere Konkretisierungen seite 3 Dienstesteilhaben,liegederöffentlicheDienstdochinderTarifentwicklung seit dem Jahr 2000 um vier Prozentpunkte hinter dem DurchschnittderanderenBranchenzurück. gerechtfertigter zuwachs „Diese Lücke gilt es zu verringern“, sagte Bsirske. Eine längere Laufzeit des Tarifvertrages könne nur diskutiert werden, wenn die Arbeitgeber zu„außergewöhnlichenRegelungen“ bereit seien. Die gute Konjunktur rechtfertigeeinenkräftigenZuwachs. Vor diesem Hintergrund formulierte die Tarifkommission weitere ErwartungenandieArbeitgebervonBund und Kommunen. Dazu zählen mehr ZusatzurlaubfürSchicht-undWechselschichtarbeiter und weitere VerbesserungenfürPflegebeschäftigte. Fast 29 Jahre nach dem Fall der auswertung Schwächerer Anstieg Azubi-Vergütungen stiegen 2017 um 2,6 Prozent seite 4 br-wahlen Einfach weggelächelt Viel erreicht bei der Wohnungsbaugesellschaft Friesland seite 5 Mauer erwarten die BTK-Mitglieder auch die Angleichung der Jahressonderzahlung Ost für kommunale BeschäftigteandasWestniveau.Außerdem sollen die Regelungen zur Altersteilzeit verlängert und VerhandlungenüberErweiterungender Regelungen bei Leistungs-minderung zugesagt werden. Für Azubis richten sich die Erwartungen auf einenUrlaubsanspruchvon30Tagen und die Übertragung des Lernmittelzuschusses auch auf den Pflegebereich. Außerdem erwartet die BTK eine Öffnungsklausel für ein kostenloses Nahverkehrsticket. Die Verhandlungenbeginnenam26.Februar in Potsdam. Heike Langenberg https://wir-sind-es-wert.verdi. de Interview Seite 5 gespräche Tonmitschnitte absolut tabu Bei heimlichen Aufnahmen droht fristlose Entlassung seite 6 mitglieder Erneut mehr Frauen Mehr Eintritte bei den Erwerbstätigen seite 7 i h r e k ü n d i g u n g ... erhalten rund 2500 Kabinenbeschäftigten der insolventen Fluglinie Air Berlin seit Ende Januar. Viele von ihnen waren seit November bzw. seit Januar widerruflich freigestellt. Gehalt haben sie von Air Berlin nicht mehr bekommen. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle ist irritiert ob dieser Kündigungsschreiben. Denn schließlich waren die Kündigungen zunächst wegen laufender Rechtsstreitigkeiten und der nicht abgeschlossenen Verhandlungen zu einem Sozialplan/Interessenausgleich nicht ausgesprochen worden. „Wir sind über das offenkundig schwierige Verständnis von betrieblicher Interessenvertretung verwundert“, so Behle. Sie erwartet eine Erklärung des Unternehmens. Schließlich diene der Sozialplan dazu, die mit der Kündigung verbundenen sozialen Härten abzufedern. hla Öffentlicher Dienst „Wir bekennen uns zu einem modernen öffentlichen Dienst, der mit bestens ausgebildeten und hochmotivierten Beschäftigten seine Aufgabe gut, zuverlässig und effizient erledigt.“ Aus dem am 7. Februar vorgelegten Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD