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Kicker der Ortenau Winter 2004/2005

Talente

Talente der Ortenau Kk: Volker Finke sagt:”Wir sind ein Ausbildungsverein”. Seit 2001 gibt es die Freiburger Fußballschule. Wie ist man mit der Entwicklung zufrieden? Saier: Mit einem Investitionsvolumen von rund 12 Mio.Euro wurde 2001 die Freiburger Fußballschule fertggestellt. Zie ist eine möglichst optimale Förderung von jungen Talenten, um somit eien Basis zu schaffen, pherspekivisch den Bundesligastandort Freiburg zu sichern.Neben einer Vielzahl hochtalentierter Spiler trainieren derzeit 9 Juniorennationalspieler in der FFS. Kk: Viele Fußballtalente haben einen Traum. Sie wollen kicken können, wie Zidane, Henry oder Sascha Riether. Wie wird man Fußballschüler ? Saier:Der FFS ist ein Internat angeschlossen, das rund um die Uhr pädagogisch betreut und begleitet wird. Im Normalfall kommen die Jugendlichen durch Sichtung der Trainer, die talentierte Junioren zum Probetraining einladen zu uns. Aber auch über das jährliche Ostercamp der FFS , wie auch über die Füchsletage finden viele Talente den Weg in die FFS. Kriterium ist da der 2. E-Junioren Jahrgang. Hier werden 120 Jugendliche zu einem fußballerischen Spasstag eingeladen, wobei der Profikader persönlich die Betreuung des Nachwuchses übernimmt. Was bietet die Freiburger FFS ? 16 Internatsplätze Möslestadion mit Finnenlaufbahn Kunstrasenplatz mit Flutlicht Hartplatz mit Flutlicht gepflegtes Rasenspielfeld Beach - Volleyballfeld Medizinische Abteilung Kraftraum Unterirdische Sporthalle Entmüdungsbecken mit Saunabereich Kk: Schule und Berufsausbildung stehen beim Sportclub ganz oben auf der Prioritätenliste. Wie wird Fußball und Ausbildung gleichermaßen entwickelt? Saier: Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist das “Duale System”. dh, sportliche und schulische Ausbildung laufen gleichrangig paralell. Hierzu sind zwei hauptamtliche Pädogogen an der FFS beschäftigt, die sich um die Fußballnachwuchs kümmern. Es ist sehr wichtig, das die schulischen Anforderungen von dem Schüler bewältigt werden. Um dem möglichst gerecht zu werden arbeitet, die FFS mit vier Kooperationsschulen in Freiburg zusammen. Die gleichen Voraussetzungen gelten natürlich auch für Jugendliche die bereits eine Berufsausbildung begonnen haben. Kk: Derzeit trainieren 17 Jugendliche aus der Ortenau beim Sportclub. Wie muß sich ein interessiertes Talent den Ablauf vorstellen? Saier: Die Anzahl der Spieler aus der Ortenau hat in den letzten jahren stetig zu genommen, was uns sehr freut. Im Internat wohnt U17 Nationalspieler Timo Waslikowski aus Gengenbach, der bereits drei Jahre bei uns ist. Die anderen auswärtigen Spieler von Appenweier bis Lörrach, werden meist mit den SC-Kleinbussen zum Training abgeholt und wieder nach Hause gefahren. Trainiert wird 4 -6 Einheiten in der Woche, dazu kommt noch das Spiel am Wochenende. Kk: Rechtfertigen die großen Investitionen des Sportclub in die FFS die Erwartungshaltung. Oder anders gesagt - sieht man bald mehr Talente im Profikader? Saier: Die FFS ist eine Investition in die Zukunft. Der Unterhalt ist nicht billig, aber wir sind davon überzeugt dass langfristig dies der richtige Weg ist. Durch den Förderverein der FFS, dem Gesamtverein Sportclub und der neu gegründeteten Achim - Stocker - Stiftung wird das Projekt FFS finanziert und unterstützt. Die Effizienz der FFS, kann sich so meine ich auch sehen lassen. Dennis Bührer, Dennis Aogo und Julian Reinhard, haben den Sprung in den Profikader geschafft, außerdem wechseln jede Saison 5-6 A-Junioren zu den Amateuren, nicht zu vergessen die große Anzahl an Spielern, die in der regionalen Ober-und Verbandsliga unterkommen. Wohnort: Alter: Beruf: Laufbahn: Steckbrief Jochen Saier Freiburg Danke für das Interview. 26 Jahre Diplom Sportökonom seit 2002 Orga.Leiter Jgd FV Rammersweier Aktiv: SV Oberweier Wer trainiert in der Freiburger Fußballschule 145 Spieler in 8 Mannschaften U13 bis U19 Junioren Amateurmannschaft 13 ausgebildete Trainer Medizinische Abteilung 26 Kicker der rtenau

Ortenauer Jugendtrainer leisten gute Arbeit Kicker der Ortenau sprach mit dem U19 Trainer des Sportclub Christian Streich Kk: Die Nachwuchsarbeit ist im Vorfeld zur WM 2006 zu einem großen Thema geworden. “Fördern und Fordern” schreibt sich der DFB auf die Fahne. Können Sie diese These unterschreiben? Streich: Mit den Mißerfolgen der Nationalmannschaft ist die Talentförderung immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Gewaltige Anstrengungen wurden in den letzten beiden Jahren unternommen um die Talente zu finden und zu fördern. Verstärktes Training über Stützpunkte, wie auch fördernde Maßnahmen bei Bundesligisten wurden installiert, wobei dem Dualen System ( Schule & Verein) große Beachtung geschenkt wurde. Kk: “Du mußt geil auf den Ball sein, Bock haben den Ball in den eigenen Reihen zu halten”, ist das eine Prämisse zum erfolgreichen Spiel? Streich: Das Spiel bestimmen wollen, das hat was mit Selbstbewustsein zutun. Wenn Du viel trainierts und ballsicher bist und weißt dass Du technisch gut bist, dann willst du auch den Ball, wenn zwei Gegner auf Dich zukommen und Pressing spielen. Deshalb heißt es bei uns: Mit dem Ball arbeiten und arbeiten. Man kann nie genug üben. Die Südamerikaner kommen nicht mit dem Ball am Fuß auf die Welt, aber sie spielen viel,viel mehr Fußball als unsere Kinder. Kk: Seit drei Jahren gibt es die Fußballschule. Hat in dieser Zeit die Erwartung zugenommen messbare Erfolge zuhaben. Sind Sie mit dem bisherigen Erfolg zufrieden ? Streich: Natürlich steht die FFS heute mehr unter dem Focus, wie noch vor ein paar Jahren. Ich denke, dass sich generell das Niveau in der Breite erhöht hat und Verbesserungen erkennbar sind. Mit Dennis Aogo und Jürgen Gjasula ( 1.FC Kaiserslautern), haben bisher 2 Absolventen der FFS Bundesligaspiele absolviert. Ich bin mit der Entwicklung zufrieden, Wenn in 2-3 Jahren pro Jahr ein Spieler den Sprung in den Profikader schafft, das wäre schön. Kk: Die U19 steht zur Winterpause auf einem 6. Rang in der Bundesliga Südwest. Bei 6 Niederlagen eine befriedigende Bilanz ? Streich: Mit der Platzierung bin ich nicht ganz zufrieden. Realistisch zur Spielstärke gesehen, haben wir 3 - 4 Punkte zu wenig auf dem Konto. Ich denke wir können uns noch in der Rückrunde verbessern und zur Spitze aufschließen. Kk: Wie sehen Sie das Leistungspotential der Mannschaft ? Streich: Läuferisch und technisch ist die Truppe recht stark. Was fehlt, ist die Konzequenz und Klarheit im Zweikampfverhalten. Individuelle Fehler bringen uns oft um die Früchte unserer Arbeit. Vor allen Dingen von der erfahrenen Spielern erwarte ich, dass sie sich besser einbringen, dann wird auch inder Gesamtheit das Spiel besser. Kk: Derzeit spielen drei Talente aus der Ortenau in der U19 Mannschaft. Wie sehen Sie ihre Entwicklungsmöglichkeiten ? Streich: Timo ,der jüngste, hat sicherlich die größten Möglichkeiten. Er ist sehr ergeizig, trainingsfleißig und lebt für den Fußball.Was er noch lernen muß ist, dass er noch feiner werden muß, dh. filegraner werden, technisch noch zulegen, einfach die Feinabstimmung mit dem Ball verbessern. Auch ist er manchmal noch etwas zu ungestüm und will zuviel. Weniger ist da manchmal mehr. Felix, ist auch sehr ergeizig und spielt meist über die linke Seite. Er ist schlau und kann überraschende Aktionen einleiten oder umsetzen. Durch sein Alter (17) hat er sicherlich noch Möglichkeiten sich mit und ohne Ball zu verbessern. Axel: Bei Axel sehe ich Licht und Schatten. Mit der Vorrunde war er selbst sicherlich selbst nicht ganz zufrieden. Aber Axel ist trainingsfleißig und ergeizig und weiß an sich zu arbeiten. Er hat Talent, spielt immer gut mit und hat die Voraussetzungen für einen guten Totwart. Kk: Steht der Erfolg der Mannschaft über der Entwicklung des Einzelnen? Streich: DieEntwicklung des Einzelnen steht über dem Erfolg der Mannschaft, allerdings ist es so, dass eine Mannschaft mit guten Einzelspielern zwangsläufig auch erfolgreich ist. Folglich wächst der Einzelne mit der Aufgabe und profitiert von der Mannschaftsleistung. Wohnort: Alter: Beruf: Laufbahn: Steckbrief Christian Streich Freiburg 39 Jahre Fußballlehrer, sportl. Leiter der FFS U19 Trainer FC Homburg (1.Liga) Stuttg.Kickers (2.Liga) FFC, SC Freiburg seit 10 Jahren beim Sportclub Freiburg Kk: Was zeichnet einen guten Jugendtrainer aus, wo sollte er in erster Linie die Schwerpunkte seiner Arbeit sehen? Streich:Ein Jugendtrainer muss bereit sein, die individuelle Förderung auch mal gegen die Widerstände von Eltern und Zuschauern durchzusetzen. Man muß das Selbstbewustsein und die Qualität haben, das zu erkennen und im richtigen Maß zu steuern. Er muß einen Spieler dahin bringen, dass er taktisch schon sehr viel gelernt hat, wenn er in den Aktivenbereich wechselt. Danke für das Interview Kicker der rtenau 27

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