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Magazin

Jörg`s Bärenhund- und Storywelt- Bücher, Kurzgeschichten und der Germanische Bärenhund

auf sich war ihm

auf sich war ihm jegliche Aggressivität vergangen. Nachdem Lemmy auch die zwei Schläger verjagt hatte, ging er zu Julia. „Danke.“ Zärtlich hauchte sie ihm einen Kuss auf die Wange. „Morgen muss ich das Geld zu meinem Bruder bringen. Wenn du möchtest, komme ich wieder.“ Das Versprechen in ihrer Stimme war nicht zu überhören. „Unbedingt!“ Viele Worte waren noch nie sein Ding. „Komm, ich bring dich zum Bahnhof.“ Odin

Ungewissheit 2014 im net-Verlag erschienen. Mit einer Zeichnung von Jonah Krämer. Seit nur noch wenige Menschen in diesem Gebiet leben, ist die Luft viel klarer und das Grün der Pflanzen viel intensiver geworden. Ich kann daran nichts Schlimmes finden. Wenn man genau hinsieht erkennt man meine Silhouette unter dem silbernen Mond. Es ist eine laue Sommernacht. Die warme Luft unter meinen Flügeln lässt mich mein knappes Pfund Gewicht kaum spüren. Ich genieße die Freiheit. Nichts stört meinen Flug. Langsam gleite ich über Wittens größtes zusammenhängendes Waldgebiet; mein Revier. In der Ferne höre ich eine Maus fiepen. Lautlos nähere ich mich meiner Beute. Nur ein Waldkauz wie ich kann sich derart leise bewegen. Die Maus hat keine Chance. Meine messerscharfen Krallen schlagen in ihr Genick. Mit dem Kopf im Nacken schlucke ich den noch warmen, blutigen Körper. Befriedigt bewege ich mich wieder in die Luft. Nahrung gibt es für mich in Hülle und Fülle. Seit die Seuche vor einigen Jahren die meisten Menschen und viele der großen Säugetiere dahin gerafft hat, haben sich die kleinen Nager massenhaft vermehrt. Und nur ein alter Habicht macht mir Konkurrenz bei der Jagd. In Durchholz, wo ich im Giebel eines verlassenen Bauernhofs meinen Unterschlupf habe, gab es schon vor der Katastrophe nur wenige Menschen. Jetzt lebt nur noch eine Familie hier. Eric, seine Frau Lena und ihre kleine Tochter Nanuk. Das große Haus, in dem sie wohnen, ist ein kleines Paradies. Das Paar hat die schönsten Sachen, die im ausgestorbenen Durchholz zu finden waren zusammengetragen. Im Garten gibt es Klettergerüste und einen großen Pool für Nanuk. Das Gelände ist mit einer großen Bruchsteinmauer mit S-Draht oben drauf abgesichert. Der Garten ist Nanuks Reich. Hier tobt sie den ganzen Tag herum. Wenn ich in der Dämmerung zu ihr fliege, kreischt sie immer und tut so, als würde sie sich vor mir erschrecken. Dann lacht sie laut los. Das Spiel ist schon zum Ritual geworden. Manchmal sitzt sie aber auch nur ganz ruhig am Pool und schaut traurig ins Leere. „Mom, warum gibt es hier keine anderen Kinder zum Spielen?“, fragt sie dann und Lena nimmt sie nur stumm in den Arm.

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