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Magazin

Jörg`s Bärenhund- und Storywelt- Bücher, Kurzgeschichten und der Germanische Bärenhund

Pech Erschienen im

Pech Erschienen im Novum-pro Verlag 2014. Montagmorgen 06:00 Uhr. Max öffnete langsam die Augen. Neben ihm im Bett rekelte sich Olga auf dem Laken. „Morgen“, grummelte Max. In seinem Kopf hämmerte ein ganzes Kraftwerk. Es waren wohl ein paar Drinks zu viel am Abend. Olga rollte sich auf ihn, küsste ihn und ließ ihre Hände langsam über seinen Körper gleiten. „Morgen, Schatz“, säuselte sie ihm ins Ohr, „wenn du mich liebst musst du mir helfen.“ „Klar. Wie denn?“ Max war noch nicht richtig da. „Wenn ich Mirko 50.000,- € zahl, bin ich frei.“ „Du gehst jetzt seit drei Jahren für ihn anschaffen und er meint immer noch, du gehörst ihm?“ „Er hat hier das Sagen, und niemand, den ich kenne, ist ihm gewachsen. Du auch nicht!“ Ganz langsam ließ Max seine Zunge um ihre Brustwarze kreisen. „Mal sehn, was sich machen lässt.“ Geld hatte Max noch nie. Er arbeitete zwar jeden Tag zehn Stunden im Getränkelager, aber bei fünf Euro die Stunde blieb nichts übrig. Normalerweise störte das Max nicht. Er hatte alles, was er brauchte. Nachdem sie noch eine Stunde im Bett verbracht hatten, stand Max auf und verabschiedete sich von Olga. „Ciao, Ende der Woche hast du das Geld.“ Dann ging er kurzentschlossen in seine Einzimmerwohnung, holte eine Motorradmaske aus der Kommode, stieg auf seinen alten Drahtesel und trampelte gemütlich Richtung Sparkasse. Unterwegs kaufte er einem Jungen seine Spielzeugpistole für fünf Euro ab.

Die letzten Meter zur Bank legte er zu Fuß zurück. Der Überfall verlief ganz unspektakulär: Max bedrohte die Kassiererin mit der Spielzeugpistole, nahm das Geld entgegen und flüchtete zu seinem, zwei Kreuzungen entfernt stehendem, Fahrrad. Das Geld, die Maske und die Spielzeugpistole packte er in eine große Alditüte. So fuhr er ein paar Straßen weiter zu seiner Stammkneipe „The Sun“. „Morgen, Max“, begrüßte ihn der Wirt, „lässt du dich mal wieder zum Frühschoppen sehn? Frank und Ole sitzen schon am Tisch.“ „Hi, Hajo. Ja, hab heute frei bekommen und noch zehn Euro zum Verballern in der Tasche.“ Max schlenderte zum Stammtisch, schmiss die Tüte unter seinen Stuhl und setzte sich. „Wasn das fürn Lärm?“ fragte Ole. „Keine Ahnung. Die Bullen scheinen gut beschäftigt zu sein.“ „Uns kanns egal sein.“ Sechs Stunden später und vierzig Euro reicher machte Max sich auf den Rückweg nach Hause. Die Motorradmaske und die Spielzeugpistole vergrub er unterwegs. Abends traf er sich mit Olga. „Hallo, Schatz, weißt du, was heute in der Stadt los war?“ „Keine Ahnung. Hier, hab dir dein Geld mitgebracht.“ Olga sprang ihm in die Arme und überschüttete ihn mit Küssen. Ihr Bett kam diese Nacht nicht zur Ruhe. Am nächsten Morgen ging Max wieder zur Arbeit. Olga schlief noch. Seine Mittagspause verbrachte er mit einem doppelten Espresso im „Sun“. „Hi, Max.“ „Hi, Mario. Was treibt dich hier hin?“ „Erinnerst du dich noch an unsere Schulzeit? Hajo, gib mir ein Bier.“ „Klar, ich konnte nie mit dir mithalten. Hast dir deinen Hauptkommissar sicher verdient.“ „Hab hart dafür gearbeitet. Ich bin aber nicht hier, um über alte Zeiten zu plaudern. Max, wo warst du gestern Morgen um 09:30h?“

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