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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

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j jQ WILDE STAEMME VON MALÄKA. 5. Saft aus der Rinde von Ipuh (Aniiaris). 6. Saft von Rotan-Arten: „Riong", „Butong". 7. Blätter von Nesseln : „Rumpe", „Jelatung" 8. Wurzeln von Pflanzen: „Bai", „Sedudo", „Begung", „Gadong". 9. Früchte (Samenkapseln) von kleinen, kriechenden Pflanzen: „S'lowung". 10. Früchte von ,,aroiden" Pflanzen: „Ringhut". Dazu kommen ferner: Scorpione, Hundertfüssler, Schlangen. Säfte. Die fünf Schlingpflanzen: „ßlay Besar", „Blay Hitam", „Bhoi", „Tole", „Perghoo", haben in dem holzigen, faserigen Stamm eine beträchtliche Menge Saft, welcher mit der Rinde einiger Bäume gesammelt und gebraucht wird. Die Örang „Pangghan" bewahren diese Säfte Monate lang in BambusbUchsen auf und behaupten, dass sie ihre giftigen Eigenschaften nicht verlieren. Wenn man die Ranken in kurze Stücke geschnitten hat und an einem Ende senkrecht über irgend ein Sammelgefäss hält, fliesst der Saft von „Blay Hitam", „Bhoi", „Tole" und „Perghoo" an dem unteren Ende aus. Der Saft von „Blay Besar" wird in derselben Weise nur aus der Wurzel erhalten. Der Saft von den Rotan „Riong" und „Butong" muss aus den kurzen Stücken, in welche der Stamm zerschnitten ist, durch Druck aus den Lungen, während man das obere Ende des Rotan gegen die Lippen hält, ausgetrieben werden. Rinden. Werden erhalten aus den Schlingpflanzen „Blay Besar", „Blay Hitam", „Blay Kichi", „Bhoi", „Tole" und „Perghoo" und aus den Bäumen „Choichoi", „Kree", „Lendow" und „Garsung", indem man den Stamm mit .dem Rande des Parang schabt. Von den vier Bäumen wird die ganze Rinde bis auf das Holz abgeschabt. Von der „Blay ßesar"-Wurzel wird die Rinde abgeschnitten, der Stamm aber geschabt. Die örang „Pangghan" gebrauchen diese Rinden entweder trocken oder frisch nach Belieben. „Blay Besar", „Blay Kichi" und „Blay Hitam" sind als giftig den Malaien bekannt. Ich habe hier die malaiischen Namen gebraucht, weil, wenn irgend ein Forscher später die Pflanzen zu sehen oder zu bekommen wünscht, sie unter jenen Namen mit Hülfe jedes Malaien an vielen Plätzen in dem Dschangel erhalten werden können, ohne dass er die lange und schwierige Reise in das „Pangghan"- Territorium zu unternehmen hat. Die „Pangghan"-Namen sind für: „Blay Besar" „Blay Hitan" „Blay Kichi" „Taloon", „Greear", „Kannet". Die anderen Bäume und Pflanzen des „Pangghan" - Giftes sind den Malaien nicht bekannt, mit Ausnahme von „Piyung", „Gadong", „Jelatung", „Rumpi" und „Ringhut", und ich habe desshalb die Pangghan" - Namen gegeben. „Gadong", „Jelatung", „Rumpi" und „Ringhut" sind dieselben im ,Pangghan" und im Malaiischen, während „Piyung" im Malaiischen „Kapoyung" ') genannt wird, und ich denke, dass die vier Ersten den örang „Pangghan" von den Malaien durch die „Kuantan"-Säkei als ein Gift bekannt geworden sein müssen. „Ringhut" scheint im Gegentheil ein „Pangghan"-Name zu sein, der von den Malaien angenommen worden ist. „Blay Hitam" wird so genannt („Hitam" : schwarz), weil die Früchte und die Blätter, sobald sie von dem Baume getrennt sind, sich aus dem Grünen ins Schwarze verändern. Die „Blay Hitam"- Frucht schmeckt genau ebenso, wie eine eingemachte Wallnuss. Dj£lätang, jav. Lateng, bat. Latong] ; |„Bal": Piper sp, Sedudo, Mal. Si-Diidok zu schreiben?]. „Begung" ist Amorphophallus sp.; „Gadong" Dioscorea daemonum [vgl. van der Tuulv s. v. Gadong: naam van een knolgewas, welks knollen op eene zekere wijze toebereid, eetbaar, doch anders vergiftig zijn: Dioscorea trifoliata]. „S'lowung" nicht bekannt. [Nach einer- Mittheilung von Herrn Meissner in Deli, Sumatra, kennen die Karo - Batak eine Färbepflanze (blaugrfin) dieses Namens (Slaun), Karo-Batak: 2^

WILDE STAEMME VON MALÄKA. i i i „Chow" und „Piyung" - Nüsse sind von grossen Bäumen, aber zur Zeit meiner Arbeiten waren sie nicht in Frucht. Die Wurzeln von „Bai" und „Sedudo" müssen frisch gebraucht werden, da, wenn sie trocken sind, die giftigen Eigenschaften verschwinden, wie die örang „Pangghan" behaupten. Dasselbe gilt von den „Begung"-Knollen, welche verfaulen, und den „Gadong"-Knollen, welche ihre giftigen Eigenschaften verlieren. „S'lowung" ist ausserordentlich selten und darf nur im grünen frischen Zustande gebraucht werden. Die „Ringhut"-Frucht hat, wenn sie trocken ist, in ihrem Inneren ein Pulver, welches, wenn es in die Augen kommt, Blindheit verursacht. Die örang Hütan fürchten sich, sie in trockenem Zustande aufzubewahren, und die Frucht wird nie offen abgegeben. Ich gehe nun zur Darstellung des „Pangghan"-Giftes über. Von den Stämmen des „Tole" wird zuerst das rauhe, trockene Aeussere abgeschabt und fortgeworfen. Das Ganze des Stammes wird alsdann mit dem Rücken eines P3rang zermalmt und in ein Blatt von „Palas" (Licuala triphylla) gethan, welches so zusammengedreht wird, dass es einen Trog bildet, dessen Ränder durch Bambus -Splinte befestigt sind. Der vorher erhaltene „Tole"-Saft wird über dasselbe gegossen und die Masse einige Minuten umgerührt, bis die Flüssigkeit eine lebhafte gelbe Farbe angenommen hat. Diese Flüssigkeit wird nun in einen eisernen Topf (in früheren Jahren in ein Bambus-Glied) gegossen. Die Rinden des „Perghoo", Choichoi", „Kree", „Lendow" und „Garsung"- werden jetzt zusammen in ein Bambus-Glied gethan, auf dessen Boden die „Rumpi" und „Jelatung"- ßlätter gelegt worden sind. Wasser aus dem Fluss wird in hinreichender Menge zugesetzt, um die Mischung gut zu bedecken, die dann in dem Bambus ungefähr zehn Minuten lang gekocht wird. Das Wasser wird alsdann in den eisernen Topf*) gegossen und die nassen Rinden in einem zusammengefalteten Blatt ausgequetscht, um das, was noch von Flüssigkeit zurückgeblieben ist, zu extrahiren, die dann dem Inhalt des Topfes zugesetzt wird. In ein anderes Bambus-Glied werden die Rinden von „Blay Kichi", „Blay ßesar", „Bhoi" und „ßlay Hitam" gethan. Der Saft von „Bhoi" folgt und dann ,,Blay Hitam" und „Blay Besar". Wenn die Rinden in trockenem Zustande sind, wird hinreichendes Wasser aus dem Fluss zugesetzt, um die Rinden zu bedecken, wenn sie in frischem Zustande sind, ist das nicht erforderlich. Dieser Bambus wird zehn Minuten lang gekocht und die Flüssigkeit in dem eisernen Topf ausgequetscht. Die Knollen der „Gadong" und die Nüsse der „Piyung" waren vorher klein geschnitten und vier Stunden lang in so wenig Wasser als möghch gekocht worden, und dieses aus dem Brei ausgedrückte Wasser wird jetzt dem Topf zugesetzt. „S'lowung"-Frucht, „Chow"-Nuss und Wurzeln von „Bai", „Sedudo" und „Begung", Alles zusammen gestossen, werden in einen anderen Bambus gethan und eine halbe Stunde lang gekocht. Die Flüssigkeit wird in den Topf hineingequetscht. Demnächst wird der Saft von den Rotan „Riong" und „Butong" dem Topf zugesetzt. Die Schlangenköpfe, Scorpionenschwänze und Köpfe der Hundertfüssler werden auf der Klinge eines Parang durch einen anderen Parang zermalmt und die beiden Klingen in den Topf hinein abgewaschen. Frische „Ringhut"-Früchte werden, wenn sie herbeigeschafft werden können, zugesetzt und der Topf kräftig gekocht, bis das ursprüngliche Volumen der Flüssigkeit auf die Hälfte reducirt ist. Ein Wenig von den gebrauchten ausgekochten Rinden (von denen das Wasser ausgequetscht worden ist) wird jetzt in den Boden eines Palas-Blattes, welches in Form eines Kegels zusammengerollt ist und dessen Ränder durch Bambus-Splinte befestigt sind, hineingelegt. Der ganze Inhalt des Topfes wird in diesen Trichter hineingegossen und durch die Rinde in ein reines Bambus - Glied hineinfiltrirt. Hierauf wird der Topf rein ausgewaschen, um ihn von allen holzigen und sonstigen Theilchen zu befreien, die filtrirte Flüssigkeit wieder hineingegossen und der Ipuh - Saft zugesetzt. Die Flüssigkeit wird alsdann stetig gekocht, bis sie einem goldgelben Syrup gleicht, worauf das Feuer vermindert wird und die Mischung -') ruhig brodelt, bis sie von einem hineingetauchten, massig harten ') [Die bekannten siamesischen Henkelscbüsseln.] 2) [Ich fragte die örang „Pangghan", ob ich sterben würde, wenn ich etwas von der Flüssigkeit in dem Topf trinken würde und erhielt stets die Antwort, dass es, bevor Ipuh zugesetzt wäre, mich nur sehr krank und schwindlig machen würde

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