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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

126 WILDE STAEMME VON

126 WILDE STAEMME VON MALÄKA. vorderen Rande nahe ist. Ein trockener Bambus wird mit einem PSrang fein geschabt und die fadenartigen abgeschabten Theile werden lose zu einer Rolle von ungefähr 4 Zoll Länge zusammengerollt. Das eine Ende vifird in die heisse Flüssigkeit gethan und das andere hängt über den vorderen Rand, des Topfes hinüber und wirkt sowohl als Filter wie als Syphon, Fig. 2 bei A, indem es die Flüssigkeit von der „Kroie"-Faser in das darunter gestellte Rindengefäss abzieht. Die Flüssigkeit*) füllt dieses ungefähr zum vierten Theil. Der Topf wird sorgfältig gereinigt, die Flüssigkeit wieder in denselben hineingegossen und das y^ des Originals. Rindengefäss für Pfeilgift, örang Mfntera. „Keekis"^): die feingeschabte Rinde der Wurzel von „Oompas Padi"', „Akker Koopur", „Prachek", „Mundess" und „Chantong Bada" werden mit „Gadong" hinein gethan. Diese Verhältnisse sind nicht nach Gutdünken bestimmt, sondern das Resultat vieler vorhergehender Versuche. Wenn von den bestimmten Quantitäten sehr abgewichen wird, so verliert das Gift an Schnelligkeit seiner Wirkung. Die Quantitäten sind ziemlich klein mit Ausnahme von Tuba und „Kroie". Der Topf wird nun 10 Minuten lang stark gekocht, von dem Feuer fortgenommen und auf das „Panghowe" gesetzt. Das Blatt der „Cha-pa-neng"-Pflanze (es ist fein behaart) wird über die Oberfläche gezogen, um von dem Schaum so viel als möglich fortzunehmen. Das Rindengefäss wird unter den Topf gestellt, auf den Erdboden, und das Sieb oder Tapis querüber gelegt. In den Winkel der Gabel werden vier oder fünf Blätter von „Cha-pa-neng" gelegt, die wollige untere Fläche nach oben und in der Mitte niedergedrückt, so dass sie eine Schale bilden. Eine Pfeilspitze macht einige Höhlungen in dem Grunde dieser Schale, und die Flüssigkeit wird durch die oben beschriebenen Bambusfasern abgehoben, wie vorher über die Seite der Blattschalc, und aller Schaum wird durch die feinen vegetabilischen Haare des Blattes zurückgehalten. Die ausgekochten, ausgequetschten und in dem Topfe zurückgelassenen Rinden {„Tunkor Üpas") werden als werthlos fortgeworfen. Der Topf wird gut ausgewaschen, die Flüssigkeit wieder hineingethan und der Ipuh- Saft zugesetzt. Während dieser im Kochen ist, wird das Tuba mit dem „Pomonong" gequetscht und in das Rindengefäss gethan. Das Timba Opas wird gebraucht, um von der heissen Flüssigkeit aus dem Topfe etwas herauszunehmen, was dann über das Tuba gegossen wird. Es wird alsdann so lange umgerührt, bis die giftige Tübamilch extrahirt ist. Die Tübaflüssigkeit wird dem Inhalte des Topfes zugesetzt. ^5 des Originals. Modernes Sieb (mal. Täpis), aus Leinwand und Rötan. Mit dem Timba Üpas wird ein wenig kaltes Wasser in das Rindengefäss hineingethan, die Seiten und der Boden werden gut ausgewaschen und die Flüssigkeit in den Topf gegossen. In diesem Zustande wird die Flüssigkeit „Kantong ') Tuku" genannt. Eine kleine rothe Schote von spanischem Pfeffer, mal. Lada api, wird in den Topt hineingethan und mit einem Spatel gut umgerührt. Nachdem der Topf 10 Minuten lang stark gekocht hat, wird er wie vorher auf das „Panghowe" gesetzt; das Rindengefäss „Bankoo" wird mit den Blättern der „Cha-pa-neng" - Pflanze und mit dem Tapis darunter gestellt, und die Operation des Abziehens durch die Bambusfasern und des Filtrirens durch die blätterne Schale wird wiederholt. ') Diese „Kroie'- - Flüssigkeit wird zuweilen in Gaben von zwei oder drei Tropfen innerlich gegen Magenschmerzen genommen. ''l [Mal. MSngikis, schrappen, schaben.] '') [Mal Kentong?]

•WILDE STAEMME VON MALÄKA. 127 Der Topf wird jetzt gut ausgewaschen und leer auf das Feuer gesetzt, bis die Hitze das Wasser ausgetrocknet hat. Die Flüssigkeit aus dem Gefäss „Bankoo" wird wieder in den Topt hineingethan, das Feuer vermindert und der Topf so lange gekocht, bis die Flüssigkeit zu der gewünschten Menge reducirt ist, nämlich bis zu einem Esslöffel voll eines goldbraunen Syrups. Die Probe für dieses Stadium ist die, dass, wenn man den Spatel, „Pung-er-dok" ein wenig herausnimmt, er sich, ohne abzufallen oder durchzureissen, in ein ungefähr einen Zoll langes, flaches, dünnes, elastisches Band ausziehen lassen muss. Wenn dies Band sich weniger als einen Zoll ausziehen lässt, ist nicht genug Tuba darin; aber es kann nicht geändert werden. Wenn keine Tuba darin ist, würde es sich überhaupt nicht ausziehen lassen. Ein Pfeil wird in dasselbe hineingetaucht und über dem Feuer getrocknet, um zu sehen, ob es gut trocknet; aber wenn es nicht gut trocknet, so kann das nicht mehr geändert werden. '/^ des Originals. Timba Opas, BlattgefSss, um von der heissen Flüssigkeit im Kochtopf Proben herauszuheben, drang MSntSra Wenn man, bevor das Ipuh herausgenommen worden ist, im Topf einen hell gefärbten Ring über dem Rande des Giftes bemerkt, so wird dies für ein Zeichen von guter Stärke gehalten (Crystalle von Gift, durch die Hitze entstanden, vielleicht auch durch Uebersättigung). Dieser Ring wird „Tahi M'ret" genannt. Nachdem mit dem hölzernen Spatel das Gift in den Tubus des Pfeilköchers gebracht worden ist, wird eine sehr geringe Menge Wasser in den Topf hineingethan, um den zurückgebliebenen härteren Theil aufzulösen. Der Topf wird für einige Minuten aui das Feuer gesetzt, um die Auflösung zu beschleunigen. Dem Gifte in dem Tubus wird das reine, ausgequetschte Gift von Schlangen, Hundertfüsslern und Skorpionen, und zwar so viel als iiian erhalten kann, in der Praxis meist zwei von jedem, zugesetzt. Diese Gifte müssen im frischen Zustande zugesetzt werden, und werden daher gewöhnlich später zugesetzt, wenn man gerade Gelegenheit hat, sie zu bekommen. Ein Same von der Frucht einer Limone wird auf die Spitze eines Pfeiles gesteckt und über einen Feuerstab gehalten, bis er verkohlt ist. Er wird alsdann mit so viel Arsenik (von den Chinesen, Malaien und Tamilhändlern eingetauscht) gemischt, als der Kopf eines gewöhnlichen Zündhölzchens beträgt, beide in den Tubus gethan und gut umgerührt. Welchen Zweck der Zusatz des Limonensamens hat, dafür habe ich noch keine Erklärung bekommen können. Zuletzt werden drei Tropfen von Rotan „Kemanting"- Gummi dem Tubus zugesetzt; von alten Männern wird es aber selten und lieber weniger gebraucht. Ich bin noch nicht im Stande gewesen, eine Pflanze zu erhalten, um sie zu bestimmen.

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