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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

; 136 WILDE STAEMME VON

; 136 WILDE STAEMME VON MALAKA. Die Macht zu tödten hat „Genowie Lanyool", wie schon erwähnt, den Hantu „Degup" gegeben, und zwar auf besondere Verfügung Tühan's selbst. Die durch andere Hantu's herbeigeführten Todesfälle sind besonderen Wechselfällen zuzuschreiben, aber jeder derselben ist von Tühan selbst besonders angeordnet. „Genowie Lanyoot" kann keinem Menschen Krankheit oder Tod bringen, Tühan bestimmt, wie lang der Mensch zu leben hat. Warum Tühan den Hantu's nicht ihren Hang, Krankheit oder sonstigen Schaden zu bringen, verwehrt, wissen die Örang Hütan nicht. Es giebt auch kein Gebet an Tühan, sie davor zu bewahren — wie überhaupt die Idee des Gebetes (etwa an Tühan oder „Genowie Lanyoot'') den Örang Hütan völlig fremd ist. Kübur ') Daran will ich nunmehr die Beschreibung der Bestattung und des Grabes selbst (Mal. anschliessen. Das ahe Grab der örang „Blandass" ist sehr eigenthUmhch '), aber es ist sehen geworden; denn an den Orten, wo die örang „Blandass" sich mit Malaien und Chinesen vermischten, hat mit der Sorge für die alten Gebräuche auch die ahe Bestattungsart aufgehört; denn man fand es bequemer, ein geradseitiges Grab statt des comphcirten alten zu graben. Kurz nach dem Tode waschen die Angehörigen des Verstorbenen oder seine Freunde die Leiche und legen ihr reine Kleider an. Die Frau des Todten oder die sonstigen nächsten Verwandten wählen mh dem Penglima des Ortes den Platz für das Grab: immer in einiger Entfernung von einem anderen Grabe oder einer Strasse oder einem Flusse oder einem Hause. Zwei oder mehr Männer graben das Grab auf: es gilt als ein Liebesdienst und geschieht ohne Furcht. Wo heute noch Jas alte Grab im Gebrauch ist, da dient auch noch das alte Werkzeug zum Graben, obwohl der Stamm vielleicht bessere Werkzeuge — chinesische Grabscheite etwa — kennt.

WILDE STAEMME VON MALÄKA. 137 das Grab gelegt, so dass das Haupt derselben nach Westen gerichtet ist. Irgend welche weihende Ceremonie findet dabei nicht statt. Der untere Theil des Grabes sieht also aus: Wenn man der aufgehenden Sonne (Osten) gegenübersteht, so ist der Raum für den Leichnam „A" stets zur rechten Hand, die Füsse sind an dieser östlichen und der Kopf an der westlichen Seite. Die Namen für die verschiedenen Theile des Grabes sind: „Loobong"'), „Koobor"'), „Neering"*), das Grab; Ji Ja „Tebing"*), E „Laman" '), H „Loobong Neering", D „Prabong Loobong", F „ßenool Loobong". Die Länge ist die gemessene Länge des Mannes und ein „Jinkal" ^) oder eine Spanne von der Spitze des Mittelfingers bis zum ausgestreckten Daumen. Die Tiefe von Ji ist vom Erdboden bis zu der Eingliederung des Oberschenkels des Gräbers. Die Weite X hat für einen Mann oder eine Frau 3'/» Fuss Länge, für ein Kind 2 Fuss Länge. Von Ji längs E bis zu dem Winkel 3, wo die zweite und tiefere Grube angefangen ist, ist etwas mehr als halb X. F ist i Fuss tief, D ist iVs Fuss tief. Von dem unteren Ende von D wird der Erdboden in einem Winkel von 45 Grad bis zu dem Grunde H abgegraben, es ist ungefähr 2 Fuss mehr als die vertikale Linie von D, fortgesetzt auf der punktirten Linie. Der Erdboden wird mit dem alten Werkzeug ausgegraben und mit den Händen hinausgeworfen. Nachdem die Leiche in A gelegt ist, werden die vier „Kassows"') von irgend einem Zimmerholz, aber gewöhnlich jungen Bäumen von ungefähr 3 Zoll Durchmesser angebracht, das obere Ende ungefähr bis zu einem „Jinkal" von der Erdoberfläche reichend, und die gespitzten unteren Enden leicht in den Erdboden von E hineingetrieben. Die Rinde wird auf die „Kassows" gelegt und der Erdboden mit Scheiten und Händen hineingeworfen; die Erde kann also die Leiche, welche wie in einem Gewölbe liegt, nicht berühren. Der Erdboden wird aufgehäuft wie in der Skizze I) [.Mal. Löbang.] ') [Mal. Kübur, arab. Kubür.] ') [Mal. ?] *) [Mal. Tebeng.] ') [Mal. Läman, Halätnan?] «) [Mal. Djengkal.] ') [Mal. Käsau.] Veröffentlichungen. II. 3/4. 18

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