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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

140 WILDE STAEMME VON

140 WILDE STAEMME VON MALÄKA. Sobald die Leiche in das Grab gesenkt ist, werden die „Kassow's'' aufgestellt, das Rindenstück wird darauf gelegt und die Erde wird nachgefüllt. Das Grab der 6rang „Blandass" von der Breitseite gesehen und ohne die Süssere Umzäunung. ohne Blätterdach ]^ des Originals. Grabpflock der älteren Form: der jetzige malaiische ist viel grösser. Querdurchschnitt des Grabes mit dem unterirdischen Theile. Das^Dach ist mit Vernachlässigung der Perspektive gezeichnet, um die gleich grossen Zwischenräume deutlich zu zeigen. Dann wird, wie oben beschrieben, das „Rumär" ') oder Haus über die Leiche gebaut und kurz vor der Abenddämmerung wird ein kleines Feuer am Fussende des Grabes aus irgend welchem brennbaren Material, etwa einigen HolzknUppeln, angezündet und dies jeden Abend zehn Tage lang wiederholt. Wenn die Leute, welche das Grabhaus aufbauen, nicht im Stande sind, das Dach auf einmal [Mal. Rfimah.]

WILDE STAEMME VON MALÄKA. 141 fertig zu stellen, wird es auf einen anderen Tag verschoben und ein Stämmchen wird auf der Seite des Grabes, welche der Leiche gegenüber liegt, eingegraben, so dass es darüber lehnt und das „Anchap" daran aufgehängt. Dies „Anchap" dient dazu, Speise und Wasser für den Hantu Kübur aufzunehmen. des Originals, Yß j^nchap" [== mal. antjak?] Gestell, worin Speise und Wasser auf das Grab gesetzt wird. Auch das zehn Abende lang angezündete Feuer ist für den Hantu Kübur. Die Seele (Semangat) ist bereits nach Naraka gegangen, aber die bösen Thaten, welche der Verstorbene gethan haben kann, wandern in Form eines Hantu Kübur in der Nähe des Grabes, um Jemand aufzufinden, in welchen er fahren kann. Ein guter Mann giebt ihm freilich keinen Anlass dazu, trifft der Hantu Kübur aber einen bösen an, so fährt er in denselben und macht ihn noch schlimmer als bevor. Findet aber der Hantu Kübur keinen solchen neuen Aufenthaltsort, so muss er nach drei Tagen wieder zu dem Grabe zurückkehren, er kann aber auch schon früher zurückkehren, und das Feuer wird deshalb angezündet, um ihm die Stelle des Grabes wieder zu zeigen. Sind die drei Tage verstrichen und er hat kein neues Heim finden können, so sitzt er Nachts am Grabesfeuer und isst und trinkt den Inhalt des „Anchap" und schläft den Tag über, und zwar sieben Tage lang, darnach stirbt er völlig aus und verschwindet für immer. Nach sieben Tagen wird keine Speise mehr auf das Grab gestellt. Diese Speise hat überhaupt den Zweck, den Hantu ruhig beim Grabe, fern von den Häusern, aushalten zu lassen, doch auch so, dass ein Vorübergehender während der sieben Tage noch im Stande ist, um Hülfe zu rufen. Da der Hantu Kübur unsichtbar ist, so weiss Niemand, ob er auf dem Grabe sitzt oder nicht, aber so lange er Speise hat, thut er Niemand etwas zu Leid. Die Örang „Blandass" gehen deshalb auch furchtlos zum Grabe, um die Speisegaben und das Grabfeuer zu erneuern. Da man nun von keinem Verstorbenen sicher weiss, ob er einen Hantu Kübur hat oder nicht — der Hantu Kübur ist ja, wie erwähnt, unsichtbar — so erhalten alle Verstorbenen das Grabfeuer und die Speisegaben, selbst neugeborene Kinder. Wenn die eigentliche Seele (der SSmSngat) über den Höllenkessel hinweggekommen ist, kehrt sie nie wieder zum Grabe zurück. Wie oben erwähnt, geschieht dies nur, wenn nach siebenmaligen Reinigungen im Kessel der Semangat noch dunkel bleibt und also verdammt wird, zum Hantu „Degup" zu werden. Als Hantu „Degup" aber kehrt die Seele erst nach langer Zeit wieder zum Grabe zurück; in einen anderen Hantu verwandelt aber nie wieder. Die Gräber waren alle gleich für Häuptlinge wie für den gemeinen Mann, für den Mann wie für die Frau. Nur Kindergräber waren kleiner. Man kannte kein Keramat oder Schrein u. dgl. auf dem Grabe, aber in manchen Theilen der Halbinsel haben sich die örang „Blandass" jetzt daran gewöhnt, das Grab eines Batin oder sonst ausgezeichneten Mannes als heilig zu betrachten wie die örang Malayu. Auf der ganzen Westseite der Halbinsel haben sich die Vorstellungen der örang Hütan und örang Malayu so vermischt, dass es sehr schwer ist, das alte vom neuen zu scheiden. So differiren denn auch die Berichte über die örang Hütan ganz ungemein. Andererseits hat sich auf der Ostseite, deren Urbewohner früh von ihren Stammesgenossen getrennt wurden, manches von den alten Gebräuchen nur verstümmelt erhalten und eigenartig entwickelt in Folge der dort zur Macht gekommenen Batin's und Pawang's. Doch stehen die Verhältnisse an der Ostküste den ältesten näher. Der örang Hütan auf der Westseite ist eine Art tiefstehender Kuli (Holzhauer und Wasserträger) auf den chinesischen und malaiischen Pflanzungen, während der örang Hütan der Ostseite in seinem Urwald durch seine Isolirung auf eine tiefere Stufe der Kultur gerathen ist, als das Stammvolk, welches zu Pengkalan Tampüi landete, gewesen sein mag. Die Macht nun, die Hantu's zu bannen, besass in der alten Zeit allein der Päwang

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