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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

ILO WILDE STAEMME VON

ILO WILDE STAEMME VON MALÄKA. Nun bringt Jeder seinen Pflanzstock und treibt ihn fest in die Erde innerhalb des „Kupuk" beliebig bei X. Einer der mit PSdi-Saat gefüllten Pflanzbeutel der Weiber wird nun bei E niedergesetzt und die Padi - Körner von den sieben zuerst geschnittenen Aehren der letzten Jahres - Ernte (vgl. unten) werden gemischt mit der ganzen in diesem Beutel befindlichen Saat. Ist alles in Ordnung, so beginnt die Beschwörungs-Feierlichkeit. 4- Oh OH A- O E 9 o o^-^ O B C ^H O O Q O H ^ H >^ ^ A der „Kupuk' oder Kreis, B der Zweig des „Tamoon", C die Bunglei- Pflanze, D die Harz- Schale „Sungkoon", E der Pflanzbeutel eines der Weiber Bakul Kgtjik '), H die sieben Löcher „Leong" Pädi, K aufgehende Sonne (Osten), L untergehende Sonne (Westen), X die Pflanzstöcke Käyu PSnügal. Mit dem Gesicht der aufgehenden Sonne zugewendet, nimmt der Beschwörer den Saatbeutel von E und dreht ihn sieben Mal im Kreise herum in dem Rauch, der bei D aufsteigt und zählt dabei laut sa, düa, tiga u. s. w.: eins, zwei, drei u. s. w. Darauf spricht er den Segen; „O partree dong heetam bertapar dee lowt annSm boolSn inee sarySr mow mangil tannäm padee sar-gringäm sar-jumpoot nike-lär be-ratus be-rebus be-koyän." Die Uebersetzung („free translation") des Originals lautet: „O pretty black spirit (named Dong), living in the sea, I want to call you here (to take care of the ground) for six months, so that from a handful, a little quantity of seed, may rise up a hundred or a thousand, a koyan."^) In gewöhnlicher Schreibung: „O puteri „dong" hitam bertäpa di laut ennam bülan Tni serSya mau manggil tSnam padi sö-göngam s6-djemput naik la beratus, beribu, bßkayan. Der „kleine schwarze Meergeist" — schwarz wegen der dunklen Wolken, in welchen er mit dem feuchten Monsun niederfährt — steht in dem Ruf einer besonderen Macht — wenn er gezwungen wird, sie zu benutzen — die PSdi-Felder vor Schaden zu bewahren, da die anderen Hantu's, mit Ausnahme des sogenannten schielenden Hantu, welche der Ernte verderblich zu werden pflegen, den Hantu „Dong" nicht gerne nahe kommen, weil ihnen nachgesagt wird, dass sie im Leben etwas besonders Böses gethan haben auf Erden und darum von „Genowie Lanyoot" (vgl. S. i3i) verdammt wurden, im Meere ^) zu leben, wo sie beständig speien (Wasser zu den Wolken aufwerfen?). Wenn der Segen gesprochen ist, wird ein wenig Padi-Saat aus dem Beutel E in jedes Loch bei H gestreut, welches dann vom Beschwörer mit dem Ende seines Stockes mit Erde bedeckt wird. 'l [Im Original; Bakool Kichi] -) Ein malaiisches Maass, dessen Erwilinnng, wie die örang „Blandass" versichern, nicht ursprünglich zum Text gehörte *} Die örang „Blandass" waren, wie klar, ein Bergvolk und keine Seefahrer aus eigener Wahl, und die Anschauung, dass die Seekrankheit eine besonders schlimme Strafe sei, ist, meine ich, eine sehr glückliche.

WILDE STAEMME VON MALÄKA. 151 Die Pflanzstöcke bei X werden dann mit dem spitzen Ende jeder sieben Mal im Rauch im Kreise herumgedreht unter lauter Nennung der Zahl des betreffenden Kreises. Sobald sie alle angeraucht sind, nimmt Jeder seine eigenen, ein Paar lange gebrauchte, je einen in die Hand und geht damit aufs Feld. Die Weiber folgen und der Sack E wird auch mitgenommen. Dort gehen die Leute wie die Schnitter in Europa in einer Linie, aber einer hinter dem anderen, abwechselnd mit einer Hand und dann mit der anderen Löcher stechend. Die Weiber theilen sich zunächst in den PSdi aus E, der zuerst gepflanzt werden muss, dann nehmen sie den grossen Vorrath, stecken in jedes Loch ein paar Körner und decken es mit dem Fuss oder mit der Hand zu. Nach vollbrachtem Tagewerk müssen die Pflanzstöcke wieder nach dem Platz zurückgebracht werden, wo die Beschwörungs - Ceremonie vor sich ging, und Jeder muss aufrecht in dasselbe Loch innerhalb des Kreises A gesteckt werden, in welchem er ursprünglich steckte. Dies muss drei Tage hinter einander wiederholt werden, dann können die Stöcke hingelegt werden, wo es dem Besitzer beliebt. Der Padi hat eine Seele und diese Seele wandert drei Tage lang herum. Während dieser drei Tage und Nächte ist der Körper des Padi, in welcher Weise, konnte ich nicht feststellen, den im Schutze der Dunkelheit erfolgenden Angriffen von Hantu's ausgesetzt, welche sich in Gestalt von Mäusen (Tikus padi) nahen. Die Hantu's dürfen nun nicht den Kreis der gefeiten Pflanzstöcke durchbrechen, können also auch nicht an den inneren Ring gelangen mit den sieben Löchern, in denen der Körper des Püdi beerdigt ist. Nach der dritten Nacht kehrt der Semangat oder die Seele des Padi wieder zu ihrem Körper zurück und trägt nun wieder selbst Sorge für ihn, so dass die Wartung der Stöcke nicht mehr nothwendig ist. Wenn die Pflanzstöcke während der Arbeit von der nassen Erde beschmutzt werden, darf diese unter keinen Umständen dadurch entfernt werden, dass man etwa den Stock an einem Stamm abstreicht, sondern sie muss mit der Fussspitze weggewischt werden. Wenn der Stock gegen einen Stamm geschlagen wird, so hören es die Hantu - Mäuse und rufen vergnügt eine der andern zu: Padi -Pflanzen, Padi -Pflanzen! ') und machen sich bereit, die Saat auszugraben. 4. Der Pädischnitt-Segen für die reife Frucht, „Nowi p3di". ^ Sobald der Padi zu reifen beginnt, geht alle Sorge der Männer, Weiber und Kinder dahin, die Vögel, Affen, Elephanten, Eichhörnchen u. s. w., zu vertreiben. Eine Wachthütte wird auf dem Padi - Feld gebaut und die Familie oder einige Mitglieder derelben ziehen während der Reifeperiode hinein. Das Schneiden geschieht mit demselben Geräth, welches von den Malaien überall gebraucht wird. Kein Orang Hütan konnte sich erinnern, dass je eine andere Form gebraucht wurde. Wenn der Eingeborene aber keinen „Towi" ') besitzt, so nimmt er Finger und Daumen und kneift den Stengel ab ') Ich mfichte wohl wissen, ob es irgend ein Reptil oder einen Vogel oder ein Insekt giebt oder gegeben hat, welches, erschreckt durch den plötzlichen Schlag gegen einen Baum, einen Schrei ausstösst, der so ähnlich klingt wie: Pädi Tänam. Ich habe wohl mehrere hundert Mal mit meinem Spazierstock zu verschiedenen Zeiten gegen die Stimme geschlagen, konnte aber nichts dergleichen entdecken. 2) [Mal. Mfnüei padi.] =) [Mal. Tüei.)

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