Aufrufe
vor 7 Monaten

Eine Sau wird durchs Dorf getrieben

Eine Sau wird durchs Dorf

Eine Sau wird durchs Dorf getrieben… Die Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch Die afrikanische Schweinepest schreitet, wie wir durch sämtliche Massenmedien erfahren, weiter voran und bedroht Haus- und Wildschweinbestände. Mittlerweile gibt es ja einige „Vorschläge“ bzw. Erlasse um den Seuchenzug zu stoppen und die Ausbreitung in Deutschland zu verhindern. Der Jäger, eine verachtenswerte Kreatur in der heutigen Politik und Gesellschaft, wird dafür herangezogen um den unglaublich weitsichtigen und sonst so äußerst kooperativen Mitgliedern der Bauernverbände zu helfen, ein Problem zu lösen, das sie sich selbst geschaffen haben. Eine überhöhte Schwarzwildpopulation ist schließlich eins der schlimmsten Dinge die es neben der Wahrheit über Mast- und Zuchtbetriebe der großen industrieartig geführten landwirtschaftlichen Unternehmen geben kann. Wäre hier schon ein Umdenken des Staates und der Subventionsverteilung nötig? Zum einen fressen die Schwarzkittel, als durchs Land streifende Feldvernichtungsmaschine, die hart erarbeitet Ernte kaputt bevor diese überhaupt als Futter geerntet und dem industriell hergestellten Kraftfutter beigemischt werden kann. Zum andern übertragen sie jetzt auch noch eine Seuche für welche die großen Schweinemastbetriebe, verständlicherweise durch den hervorragenden Nährboden in den Anlagen, sehr empfänglich sind. Eigentlich kaum zu glauben, dass ein solches Virus überhaupt in einen Schweinemastbetrieb einfallen kann. So sollen doch diese „Ställe“ gegen äußere Einflüsse Pentagon ähnlich geschützt sein, um gerade solche Szenarien zu vermeiden. Problematisch könnte es dann nur für die wenigen Freilandschweine werden, da diese täglich Kontakt zur frischen Luft und möglicherweise Wildschweinen haben. Das Problem der überhöhten Schwarzwildbestände kommt bestimmt nicht vom Jäger, sondern belastet die meisten Jäger vermutlich ähnlich wie die Landwirte selbst. Durch industrielle Landwirtschaft und immer mehr Monokulturen wachsen die Populationen überall im Land. Riesige Rapsschläge, Mais soweit das Auge reicht und immer wieder mal noch ein bisschen Weizen dazwischen. Das Schwarzwild lebt in unserer Kulturlandschaft wie Gott in Frankreich. Die meisten Jäger die sich schon mit Schwarzwild im Feld ärgern mussten, werden mir zustimmen, dass das Schwarzwild den ganzen Sommer über im Feld steht und sich kaum noch im Wald aufhält. Es findet Fraß, Deckung und Ruhe in den großen Getreideschlägen. Eine sehr hohe Vermehrungsrate ist daraus eine logische Schlussfolgerung. Da brauch sich also kein Landwirt wundern, woher denn die unsagbar bösen Wildschweine nun eigentlich kommen. Ich selbst, habe mich sehr viel mit Schwarzwild beschäftigt und spreche aus eigenen Erfahrungen die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Wie zum Beispiel dieses Jagdjahr. Es wurde selten (oder noch nie?) soviel Mais angebaut wie im Jahr 2017 und die erlegten Wildschweine im Herbst 2017 waren so feist, dass ich es kaum glauben konnte, dass diese Tiere nicht aus Mastbetreiben stammten. Folgerung daraus wäre dann wohl, dass es 2018 genügend Frischlinge geben wird, welche die Landwirte wieder bis zum Siedepunkt bringen. Das Problem ist jetzt nun mal da und will gelöst werden, insbesondere wegen der vor der Haustür stehenden ASP. Der Staat versucht ja schon sein Möglichstes, um das Ganze noch schlimmer zu machen. Mit verschiedenen Erlässen zur falschen Bejagung von Schwarzwild wird der Unwissende fehlgeleitet und verschlimmert dadurch das Problem der zu hohen Bestände. Durch Medienberichte wird der Verkauf von unverseuchtem Wildschweinfleisch erschwert oder sogar ganz gestoppt. Der Jäger wird als unzuverlässiger und unfähiger Waidmann dargestellt, dem man erst noch Abschussprämien zahlen muss, damit er überhaupt zur Saujagd geht. Daher sollten wir Jäger uns selbst unsere Gedanken machen und darüber nachdenken, wie wir dem Ganzen gegenüberstehen können. Den Ausbruch bzw. die Einschleppung der Seuche können wir sicher nicht verhindern, egal wie viel Sauen von uns erlegt werden. Als Habitatseuche ist die ASP natürlich problematischer als eine gewöhnliche Seuche, die über das Land hinwegfegt und sich nach einiger Zeit wieder zur Ruhe setzt. Man sieht das zum Beispiel auf Sardinien. Dort kann das Virus seit den 1980er Jahren nicht ausgerottet werden. Das Virus hält sich nahezu überall für sehr lange Zeit. Ein Stück Schwarzwild bei welchem das ASP-Virus ausgebrochen ist hat jedoch sicher nicht mehr die Kraft, Kilometer weit zu laufen und dann auch noch den Kontakt mit anderen Wildschweinen zu