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Eine Sau wird durchs Dorf getrieben

suchen, um das Virus

suchen, um das Virus weiterzugeben. Problematischer bei der Verbreitung sind daher eher die Hygienezustände in den osteuropäischen Ländern. Das Virus wird ja bekannterweise auch über Speiseabfälle übertragen, aber wie kann bitte ein mit dem Virus befallenes Stück Schweinefleisch bei unseren ganzen EU-Vorschriften und Lebensmittelkontrollen noch in die Lebensmittelproduktion gelangen? Ein weiterer Aspekt wäre der Wolf, die heilige Kuh Deutschlands. Seine Ausbreitung von Ost nach West steht proportional zu der Ausbreitung der ASP. Wenn also verseuchte Kleidungsstücke von (Jagd-) Touristen das Virus übertragen können, warum dann nicht auch der Wolf? In seinem Fell kann das Virus zum Beispiel genauso mitgetragen werden wie an Kleidungsstücken und der Wolf kann wirklich viele Kilometer in kürzester Zeit zurücklegen. Außerdem wird der Wolf vermehrt mit dem Virus infizierte Stücke erbeuten und fressen, da diese für ihn die einfachste Beute darstellen. Auch die verendeten Stücke, die als Kadaver in den Wäldern liegen, werden von Raubwild angenommen. Das Argument, dass die Seuche sich entlang von Autobahnen ausbreitet, lässt sich genauso auf den Wolf beziehen. Dieser hat in unserem dichtbesiedeltem Raum schon lange gelernt, dass dort wo der Mensch ist, auch Fressbares zu finden ist. Ebenso wie der Fuchs. Beide Arten treten oft in Siedlungsnähe oder landwirtschaftlichen Höfen auf. Ein ganz normales Verhalten eines Kulturfolgers. Zum einen ist der Wolf streng geschützt, zum anderen wird der Fuchs lange nicht mehr so streng bejagt wie er es schon wurde. Besonders die Staatsreviere verzichten auf die Fuchsjagd. War der Fuchs früher der größte Predator unserer heimischen Faune, so wird er heute vom natur - und artenschützenden Staatsforst als Nützling angesehen. Zum einen frisst er ja Mäuse, welche dann schon keine Wurzel von Pflanzen mehr abnagen und zum anderen nimmt sich der Fuchs auch gerne das ein oder andere Kitz, was dem Staat natürlich sehr entgegen kommt. Der Fuchs ist auch als Aasfresser bekannt, nimmt gerne auf was er findet. Dazu gehören mit Sicherheit auch an der ASP verendete Stücke Schwarzwild, bzw. Teile von diesen und ein Fuchs auf einem Bauernhof ist sicherlich keine Seltenheit. Wolf und Fuchs als Überträger der ASP scheint aus diesem Blickwinkel schon wieder gar nicht mehr so weit hergeholt zu sein. Dass nun der Jäger, der in Deutschland das Instrument zur Lösung der vom Staat und den Massenmedien verbreiteten Propagandanachrichten über die ASP werden soll, ist verständlich. Schließlich sind wir, die schussgeilen Killer, eh nur aufs Töten aus und haben ja schließlich Freude daran 70% des Schwarzwildes zu erlegen und unserer Gier nachzugehen. Sollte es nicht gelingen den Seuchenzug zu stoppen, kann ja nur einer Schuld gewesen sein und zwar der Jäger. War es doch schon immer so, dass es den kleinsten in der Kette trifft. Was ein Jäger aber noch alles tut, außer den Finger am Abzug krumm zu machen, sieht man nicht. Früher habe ich den Begriff der „Hege“ gelernt. Dieser ist leider an den meisten Orten Deutschlands untergegangen. In Staatsrevieren sowieso. Die Gesetze machen es einem ja auch reichlich schwer, vernünftig zu hegen. Es soll auch noch Jäger geben, die Frau und Kind Zuhause haben, vielleicht auch noch Freizeitbeschäftigungen nachgehen und dann auch noch jeden Tag zur Arbeit gehen. Wie soll denn da noch mehr Zeit für die Saujagd aufgetrieben werden? Durch die erstellten „Maßnahmenkataloge“ rückt das Bild des fleißigen und engagierten Waidmannes in ein Licht, welches sich „unfähig“ und „faul“ nennt. Die meisten Jäger versuchen bereits in eigenem Interesse ihr Möglichstes, um die Schwarzwildbestände in einem vertretbaren Maß zu halten. Schließlich muss der Jäger für den vom Schwarzwild verursachten Schaden in der Landwirtschaft aufkommen. Die Ermächtigung, nun auch Bachen zu erlegen, wird zu einer viel größeren Vermehrung der Bestände und der Wildschäden führen. Die führungslosen Frischlinge werden sich verstärkt in der Feldflur, wo der Tisch reich gedeckt ist, herumtreiben und jedes weibliche Stück das nicht von einer Leitbache geführt wird, wird von einem noch so jungen Überläufer beschlagen. Die Taktik mit „Saufängen“ die Bestände zu regulieren wäre wohl das schlimmste, was der gesamten Jägerschaft passieren könnte. Unser Wald ist in Deutschland öffentlich zugänglich, also ist auch ein Saufang für jedermann auffindbar. Sollte sich darin Schwarzwild befinden, wird dieses darin in eine unsagbare Panik geraten und das auch bereits dann sobald es merkt, dass es nicht mehr aus der Falle herauskommt. Vernimmt es dann noch Schritte, wittert oder eräugt den Menschen mit dem Wissen, dass es aus den wenigen Quadratmeter großen Fallen keinen Ausweg mehr gibt, ist eine physische und psychische Belastung für das Wild gegeben, die für den Menschen vermutlich kaum vorstellbar ist. Sollten dann alle Stücke darin erlegt worden sein, so stellt sich die Frage, was mit dem

mit Adrenalin und Stresshormonen durchsetztem Fleisch passiert. Vermutlich in der Tierbeseitigung entsorgt. Auf Wiedersehen Tierschutz - Hallo Jagdgegner! Was passiert eigentlich, wenn die Seuche mal im Lande ist? Die Gefahr, dass zum Beispiel ein infiziertes Stück Schwarzwild einen Getreideschlag, in dem es zu Schaden geht, kontaminiert, wäre ja da. Wird es dann darin auch noch erlegt und das Getreide ist voll mit Schwarzwildschweiß, ist das Virus allgegenwärtig im Futtermittel vorhanden. Vermutlich werden die Schweinehalter keine landwirtschaftlich erzeugten Futtermittel mehr kaufen bzw. verwenden. Oder sie werden ganz aufhören und vielleicht auf Rinderhaltung umsteigen? Das heißt im Umkehrschluss, es wird weniger Getreide angebaut. Dafür vermutlich mehr Mais, da dieser für die Rinderhaltung besser geeignet ist. Dass ein Landwirt einen Acker zur Wiese umwandelt, kann sich keiner von uns vorstellen. Noch mehr Mais heißt also, noch mehr Futter und Deckung fürs Schwarzwild und noch stärkere Vermehrung. Hinzu kommen noch die falsche Bejagung und das Fehlen der Bachen. Ein Teufelskreis, der da entstehen kann. Und wer mal im Maisacker gejagt hat weiß, wie schwer es ist die Schwarzkittel da wieder rauszubekommen, wenn sie sich entschieden haben drin zu bleiben. Da sollte man vielleicht mal die Landwirte an der Krawatte schnappen und den Maisanbau reduzieren, bevor die Jägerschaft als Tötungswerkzeug eingesetzt wird. Und die Schwarzwildkadaver? Die Wildschweine die durch das ASP-Virus gestorben sind müssen entsorgt werden, sofern sie überhaupt aufgefunden werden. Die meisten werden wohl gefressen, siehe Thema Fuchs, da sich das Schwarzwild in dichte Einstände einschiebt sobald es krank wird. Jeder weiß auch, wie beschwerlich es sein kann, eine dementsprechend große Sau aus dem Wald zum nächsten Fahrweg zu bringen. Wenn diese Arbeit schließlich vollbracht ist, sollte der Kadaver auch noch irgendwie zur Tierbeseitigung gebracht werden, nicht jede Gemeinde besitzt schließlich dafür eine Sammelstelle. Also wieder sehr viel Arbeit und Aufwand für den Jäger, von dem der Staat nichts wissen will. Wenn man jetzt also beginnt mit einem vernichtenden Feldzug gegen das Schwarzwild vorzugehen und 70% des Bestandes erlegen will, muss ja das noch unproblematische Wildbret auch irgendwo hin. Die Preise fürs Schwarzwild sind sowieso im Keller und einige Wildbret Händler haben bereits einen Abnahmestopp verkündet. Bei der großen Zahl an anfallenden Wildschweinen müsste also eine Lösung her, um diese noch Vermarkten zu können. Dazu kommt aber noch das ganze andere Wild wie zum Beispiel Rot -, Dam - und Rehwild, auf das es der Staat ebenso abgesehen hat, die Bestände klein schießen will und es bereits schon tut. Eine Überschwemmung des Marktes mit Wildbret wäre die Folge. Und an Privatkunden wird es wohl, dank der Propaganda durch die Medien, immer schwieriger Schwarzwild zu verkaufen. Niemand will Fleisch kaufen das möglicherweise Viren einer Seuche in sich trägt, selbst wenn es für Menschen unbedenklich ist. Bevor also irgendwelche „Maßnahmenkataloge“ und Propagandanachrichten veröffentlich werden, sollte man der Sache in den Ministerien erstmal auf den Grund gehen und nicht nur die Ratte, sondern auch deren Schwanz und Gliedmaßen betrachten. Die Jägerschaft damit an den Pranger zu stellen und mit einer Aufgabe zu belasten, die nicht als Lösung des Problems funktionieren kann und schon gar nicht durchführbar ist, nur um einen Schuldigen zu finden, ist in meinen Augen ein Versagen des Staates bzw. der Ministerien. Als Förster in einem privaten Forstbetrieb, Jäger, Artenschützer und Hundeführer konnte ich bereits genügend Erfahrungen sammeln, um mir dieses Urteil zu diesem Thema zu erlauben. Julian Haug