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Leseprobe 2-18

Schafe sind entweder mit

Schafe sind entweder mit dem Fressen beschäftigt oder mit dem Wiederkäuen und dabei lieben sie es gesellig. Doch Wanderschäfer, die von Weide zu Weide ziehen, sieht man in unserer Landschaft immer seltener. Gleichzeitig fressen und den Rasen pflegen. Das können Schafe super gut, wie hier das Walisische Lleyne Schaf – eine alte, wiederentdeckte Nutztierrasse, die sogar zahm werden kann. durch den Menschen geformte und weniger ertragreiche Kulturlandschaften wie Trockenrasen, Heidegebiete und Moorflächen können nur durch die Pflege mit Schafen und Ziegen erhalten werden. Ganz aktuell ist zurzeit die Pflege von Solaranlagen. Man sagt, sie haben einen »goldenen Tritt«, denn ihr gleichmäßiger »Trippeltritt« schafft einen stabilen Boden, außerdem transportiert ihr wolliges Fell viele Pflanzensamen. Damit tragen sie in Deutschland viel zum Klimaschutz und der Artenvielfalt bei. Schon früher wurden u.a. Schafe zur Pflege der Almen im gesamten Alpenraum verwendet, wovon Namen wie Schafberge oder Grasberge zeugen. Also weg mit dem Vorurteil vom treudoofen Schaf, denn es zählt zur »tierischen« Troika beim Codewort »Landschaftspflege«! schafemieten.de - Die Idee Anschrift: schafemieten.de, Marco Mohr, Steinweg 31, 96450 Coburg Tel.: 0176/82123667 marco.mohr@schafemieten.de www. schafemieten.de Schäfchenwolken, Schafskälte, schwarze Schafe… Da es Hausschafe schon so lange gibt, fanden sie auch Einzug in vielen volkstümlichen Redensarten: Wolken, die wie eine Schafherde über den Himmel ziehen oder »Schäfchen zählen«, damit man besser einschläft. Genauso die Schafskälte, die einen Kälteeinbruch im Juni bezeichnet, denn die Schafe sind da schon geschoren 14 2/2018

Zieh‘n die Schafe von der Wiese, liegt sie da, ein reines Grün; Aber bald zum Paradiese wird sie bunt geblümt erblüh‘n. Die Lämmer gedeihen am besten, wenn sie Tag und Nacht bei ihren Müttern bleiben dürfen – je nach Nutzung zwischen 3 und 6 Monate lang. und ziemlich kälteempfindlich. Sowie die Redewendung vom »schwarzen Schaf«, wenn z.B. einer in der Familie aus der Reihe tanzt. Diese Formulierung rührt daher, dass unter den normalerweise weißen Lämmchen manchmal eine schwarze Farbvariante vorkam, die nicht besonders beliebt war. Es gibt noch viele Redensarten, doch »dummes Schaf« oder »blöder Hammel« ist nach wie vor ein gängiges Klischee. Da sie, wie viele Wiederkäuer, in einen Schockzustand verfallen, wenn sie von Raubtieren gestellt werden, und sich nicht wehren oder dem Menschen anscheinend willenlos zum Schlachthof folgen, haben sie einen schlechten Ruf in Sachen Intelligenz. Doch das ist die Natur der Schafe. Sie sind halt gelassen und haben für unsere Augen keine ausdruckstarke Mimik. Experimente bewiesen aber, dass Schafe gar nicht dumm sind. Sie können sich z.B. 50 verschiedene Gesichter von Artgenossen sowie von Menschen merken. Nutztier: Hausschaf Ein friedliches Bild: Schafe grasen gemütlich auf der Weide, während die Lämmchen übermütig umherspringen. Man fühlt sich fast an eine alte Zeit erinnert – an eine Zeit, als der Beruf des Hirten noch unentbehrlich und angesehen war und Wolle ein Haupterzeugnis darstellte. Heute hat die Wolle in Deutschland keine große Bedeutung mehr. Die Weltmarktpreise für Wolle liegen unter den Produktionskosten. Dagegen schätzt man u.a. Qualitätslammfleisch. Von zwei Tieren bis zu Herden mit mehreren Tausend Schafen gibt es alles. Eine Herde besteht entweder aus Mutterschafen (Zippen oder Auen) und ihren Lämmern oder aus jungen Böcken. Geschlechtsreife Schafböcke oder Widder sind Einzelgänger und werden je nach Rasse entweder nur zur Paarungszeit zur Herde gelassen oder nur einer begleitet die Herde. Ein kastrierter Bock heißt übrigens Hammel, Kappe oder Schöps. Von den Ebenen bis zum Hochgebirge auf 2.500 m, von der kleinen Koppel hinter dem Haus bis zur Wanderschäferei, auf Steppen und Heiden – Schafe kommen überall zurecht, da sie beim Fressen nicht sehr wählerisch sind. Gras ist ihnen am liebsten. Das kommt auch Selbstversorgern zu Gute, doch sind für die artgerechte Schafhaltung einige Faktoren zu berücksichtigen. Je nach Vorliebe kann die Haltung auf Fleisch, Milch, Wolle oder Rasenpflege ausgelegt sein. Dafür gibt es Fleischschafe, Milchschafe, Merinoschafe oder Landschafe. Insgesamt gibt es zwischen 500 und 600 verschiedene Schaf-Arten auf der ganzen Welt. Leider sieht man nur noch selten uralte Rassen, wie z.B. die Vierhornschafe, auch Jakobsschafe genannt, die tatsächlich vier Hörner besitzen. Den meisten Schafrassen hat man aber die Hörner weggezüchtet, um Verletzungen zu vermeiden. Lammfromme Weidegenossen Die Haltung von Schafen ist an und für sich kein Problem. 1.000 m 2 Grünfläche sind ideal für zwei Schafe, dann reichen ihnen Gras und Kräuter meist über den Mein Buchtipp Kaninchen, Ziege, Huhn& Co. Hobby- und Selbstversorgerhaltung Ein Praxisbuch von Axel Gutjahr Leopold Stocker Verlag 2/2018 15

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