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Leseprobe 2-18

Kurzportrait einiger

Kurzportrait einiger Schafrassen: Sommer. Zufüttern kann man mit speziellem Schaffutter oder gutem Heu. Je nach Rasse braucht ein Schaf täglich ca. 4-15 kg Frischfutter oder 1-3 kg Trockensubstanz. Wichtig sind ein Zaun, ein sauberer und zugfreier Unterstand und eine saubere Wasserstelle. Zu beachten ist, dass Schafe Herdentiere sind und Kontakt mit ihren Artgenossen brauchen. Also mindestens zwei Schafe kaufen. Die Anschaffungskosten sind relativ gering. Ein Lamm kostet zwischen 50 und 70 Euro. Obwohl genügsam, brauchen auch Schafe etwas Pflege: Einmal im Frühjahr muss ein Schaf geschoren werden (je nach Rasse pro Schaf 2-8 Kilogramm Wolle), sonst regelmäßig entwurmen und dreimal im Jahr die Klauen schneiden. Das schützt vor der Moderhinke – eine schmerzhafte Infektionskrankheit. Schafe werden meistens zwischen zehn und zwölf Jahre alt, allerhöchstens 20 Jahre. Mutterschafe leben nur fünf bis sechs Jahre. Steht ihnen alles zur Verfügung, und gibt es ab und zu ein »Leckerli«, wie Möhren, dann fühlen sie sich wohl und schreien nicht viel. Um alles richtig zu machen, kann man sich z.B. auch zuerst mit anderen Schafhaltern in Verbindung setzten oder Informationen bei regionalen Schafhalterverbänden einholen. Wer seine Schafe nicht nur als Rasenmäher nutzen möchte, der kann sich auch im Schafe melken versuchen. Schafmilch hat einen exzellenten Geschmack, ist gesund und sehr vitaminreich, hat allerdings am meisten Fett: 100 ml enthalten 6,8 g Fett! Text: Patricia Hofmann; Fotos: Naturfoto Hofmann; Freisteller: larryrains/Shutterstock.com B Weißes Bergschaf: • seltene heimische Schafrasse. Stammt ursprünglich aus dem Alpenraum, daher an raues Klima gewöhnt. Typisch sind die großen Hängeohren. Nutzung: Wolle, Fleisch und gute Muttereigenschaften. Böcke bis 120 kg, Schafe bis 85 kg. Braunes Bergschaf: • eine Farbvariante des Weißen Bergschafes, die 1934 in Bayern als eigene Rasse anerkannt und weitergezüchtet wurde. Landschaf Jakobsschaf: • eine der ältesten Schafrassen, vermutlich aus dem Mittleren Osten. Sehr selten. Einzige Schafe mit mehreren Hörner, meist vier, manchmal sogar sechs Hörner bei männlichen und weiblichen Tieren. Anspruchslos und widerstandsfähig. Nutzung: gute Wolle, ausgezeichnetes Fleisch und für die Landschaftspflege. Böcke bis 85 kg, Schafe bis 60 kg. Landschaf Landschaf Coburger Fuchsschaf: • eine vom Aussterben bedrohte Rasse. War früher in vielen Mittelgebirgsregionen Deutschlands heimisch. Typisch ist der Goldschimmer bei ausgewachsenen Tieren, deshalb spricht man vom »Goldenen Vlies«. Braunes Gesicht und braune Beine. Böcke bis 100 kg, Schafe bis 75 kg. Nutzung: Fleisch und Wolle. 16 2/2018

Landschaf Zaupelschaf: • eine heimische, aber in Deutschland bereits ausgestorbene Rasse. Heute leben nach 300 Jahren wieder einige Zaupelschafe in Illerbeuren, die nur noch von einem einzigen Züchter aus Ungarn erworben werden konnten. Mischwolliges Schaf mit langer, eher grober Wolle und geringem Fleischertrag; wurde deshalb von anderen Schafrassen verdrängt. Milchschaf Walliser Schwarznasenschaf: • ein robustes, gehörntes Gebirgsschaf. Leider gibt es fast nichts über deren Geschichte. Erstmals im 19. Jahrhundert erwähnt. Überwiegend zur Selbstversorgung gehalten. Guter Fleischertrag, Wollertrag bis zu 4 kg. Typische Schwarzzeichnung im Gesicht und eine starke Bewollung, daher wird 2x im Jahr geschoren. Böcke bis 100 kg, Schafe bis 80 kg. Landschaf Kamerunschaf: • stammen ursprünglich aus Afrika. Sehen den Ziegen ähnlich und haben keine Wolle, müssen daher nicht geschoren werden=Haarschafe. Sind sehr anspruchslos, werden anhänglich und handzahm. Böcke mit sichelförmigen Hörnern, Schafe hornlos. Können zweimal im Jahr lammen. Nutzung: Fleisch und für die Landschaftspflege. Böcke ca. 50 kg, Schafe ca. 40 kg. Milchschaf Walachenschaf: • alte Rasse der Slowakei. Genügsam und wetterhart. Kam vor 300 Jahren mit walachischen Hirten nach Deutschland, wo sich heute die letzten reinrassigen Bestände befinden. Eine Art der Zackelschafe und eine traditionelle Milchrasse. Auch besonders zur Landschaftspflege geeignet. Typisch die seitlich abstehenden, gedrehten Hörner der Böcke. Schafe teilweise mit kleineren Hörnern. Böcke bis 80 kg, Schafe bis 55 kg. Merinoschaf Merinoschaf: • Kommt aus Nordafrika und Spanien. Seit dem 18.Jahrhundert in Deutschland. Züchtungen von Merinofleischschaf und Merinolandschaf. In Bayern sind etwa 70 % aller Schafe Merinolandschafe. Typisch ist der Wollschopf auf der Stirn, genannt »Schaupe«, leicht hängende Ohren und die reinweiße Wolle. Nutzung: Fleisch und weiche Wolle, die heute vor allem bei der Outdoor-Bekleidung immer beliebter wird. Böcke bis 140 kg, Schafe bis 90 kg. 2/2018 17

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