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herausgegeben wurde. So

herausgegeben wurde. So standen zum ersten Mal die eigentlichen Hauptprotagonist/innen dieses Festivals im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Der international renommierte Fotograf Peter Rigaud setzte die Kolleg/innen aus allen Bundesländern mit der Kamera sympathisch in Szene. Die Schriftstellerin und BVÖ-Mitarbeiterin Barbie Markovic schrieb die ansprechenden Texte dazu, welche die Vielfalt der österreichischen Bibliothekslandschaft widerspiegeln. Eine gelungene Aktion, die vor allem auch aufzeigt, wie sehr eine Bibliothek von den Menschen geprägt wird, die sie bevölkern. Die wichtigsten Werbeträger einer Bibliothek sind die Menschen, die in ihr arbeiten oder die Bibliothek als Leser/innen nutzen. Kein Facebook-Auftritt, kein Pressebericht, kein Folder und keine Veranstaltung prägen das Bild der Bibliothek mehr als das, was die Bibliothekar/innen ausstrahlen und was die Nutzer/innen durch Mundpropaganda weitergeben. WERBETROMMEL MENSCH Mundpropaganda kann als eine der ältesten Formen der Werbung bezeichnet werden, wobei diese Art der Werbung gleichzeitig auch die ehrlichste aller Marketingmaßnahmen ist, denn sie funktioniert grundsätzlich auch ohne jeglichen Einfluss seitens der Bibliothek. Und sie ist extrem wirksam. Persönliches Empfehlen oder Abraten von Freund/innen und Bekannten ist in unserer heutigen Informations- und Werbeflut auch deshalb so beliebt, weil es als besonders glaubwürdig und zuverlässig eingestuft wird. Untersuchungen haben außerdem ergeben, dass zufriedene Kund/ innen ihr positives Erlebnis an durchschnittlich drei Personen weitergeben, von negativen Erlebnissen allerdings zwölf bis fünfzehn Personen erzählen. Ein Grund mehr, die Menschen in der Bibliothek ganz besonders im Fokus zu haben! MENSCHEN VOR DEN VORHANG Eine Möglichkeit ist ein Stammkunden-Programm beispielsweise für alle, die statt Einzelgebühren zu zahlen eine Jahreskarte besitzen: Geschenke zur fünf- oder zehnjährigen Mitgliedschaft Gratis Verlängerung Längere Leihfristen im Urlaub „Mundpropaganda ist die ehrlichste aller Marketingmaßnahmen.“ Eine andere Option ist eine Fotoausstellung der Leser/innen in originellen Lesesituationen oder Lesezeichen in den Büchern, auf denen die Leser/ innen oder die Bibliothekar/innen selber die Möglichkeit haben, die persönliche Meinung über das Buch mitzuteilen. Auch jede Art von Veranstaltung, bei der Leser/innen die Möglichkeit des Austausches haben, stärken die positive Bindung an die Bibliothek: Buchvorstellungen, Lesekreis, Literaturcafé … WIR SIND DIE BIBLIOTHEK Die Möglichkeit, spezielle Kenntnisse oder Hobbies bei einem Vortrag oder einer Ausstellung in der Bibliothek zu präsentieren, oder auch ein gemeinsamer Medieneinkauf mit den Leser/innen sind Formen der Bürgerbeteiligung, die der Bevölkerung das Gefühl geben, dass die Bibliothek auch ihre Angelegenheit ist. Der Vorarlberger Bücherei „Bugo“ in Göfis gelingt das ganz besonders gut. In der kleinen 3.300-Einwohner- Gemeinde im Bezirk Feldkirch stehen den Bewohnern rund 8.000 Medien an 41 Öffnungsstunden zur Verfügung. Daneben gibt es als kommunikatives Zentrum der Bücherei einen Café-Bereich ohne Konsumationszwang, der die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen, Schmökern und zur Kommunikation animiert. Dieser Bereich kann zudem für Veranstaltungen, wie zum Beispiel Lesungen, Vorträge, Workshops und Seminare, genutzt werden, was vor allem die Vereine oder auch Einzelpersonen der Umgebung in Anspruch nehmen. Auch der dritte Bereich, „Handgmachtes – Erlesenes aus Göfis“, zielt auf Bürgerbeteiligung ab. Regionale, selbst gemachte Produkte aus Göfis werden dort zum Verkauf angeboten. So ist die Bibliothek zu einem Ort der Menschen geworden. Alle nutzen auf die eine oder andere Art ihr Angebot, sehr viele arbeiten auf die eine oder andere Art sogar mit. Der Idealfall ist eingetreten: Die Bibliothek lebt von und mit den Menschen des Ortes. AUSHÄNGESCHILD BIBLIOTHEKARIN Ob Leser/innen durch Mundpropaganda für die Bibliothek gewonnen werden können, lässt sich „Die wichtigsten Werbeträger einer Bibliothek sind die Menschen.“ 6

thema Beratung und Unterstützung können nur Menschen leisten. Bild: BVÖ / Lukas Beck indirekt auch durch die Mitarbeiter/innen in der Bibliothek beeinflussen: indem man den Benutzer/innen ein authentisches, gewinnendes Bild der Bibliothek vermittelt. Dazu tragen nicht nur der Bestand, die Ausstattung oder die Öffnungszeiten bei, sondern eben auch das Auftreten und das Verhalten der Bibliothekar/ innen. Und zwar nicht nur in der Bibliothek während der Öffnungszeiten! Kennen einen die Menschen im Ort als Bibliothekar/in, so wird man auch außerhalb der Bibliothek von ihnen in dieser Rolle wahrgenommen. Dessen sollte man sich immer bewusst sein! Kontaktarbeit auch außerhalb der „eigenen vier Wände“ trägt maßgeblich zum Erfolg der Bibliothek bei. Elternabend in der Schule oder im Kindergarten, Veranstaltungen des katholischen Bildungswerkes, der Pfarrgemeinderat oder die örtliche Buchhandlung. Es gibt viele Möglichkeiten, mit den Menschen in Kontakt zu treten und die Bibliothek mitten im Gemeindegeschehen zu positionieren. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT NACH INNEN Aber auch innerhalb des Teams gilt es Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Frustrierte, unzufriedene oder gar unfreundliche Mitarbeiter/innen kann sich kein Unternehmen leisten. Eine positive Einstellung der einzelnen Mitarbeiter/innen, aber auch Zufriedenheit im Team insgesamt sind nach außen spürbar und verdienen deshalb größte Beachtung. Regelmäßige Teamsitzungen mit Mitspracherecht der Mitarbeiter/innen, Verteilen der Aufgaben nach Interessen, gemeinsame Ausflüge, „Die Bibliothek lebt von und mit den Menschen des Ortes.“ frühzeitiges Konfliktmanagement, eine einheitliche Linie bei der Arbeit nach außen hin (beim Einheben der Mahngebühren beispielsweise) machen die Arbeit angenehmer und fördern einen respektvollen Umgang miteinander, den auch die Leser/innen wahrnehmen werden. Auch die sehr unterschiedlichen Potentiale der Mitarbeiter/innen sollten so gut wie möglich genutzt werden. Im Sachbuchbereich ist es durchaus sinnvoll, sich auf Themen zu konzentrieren, die den Hobbies und Interessen der Mitarbeiter/ innen entsprechen und so wirklich kompetent betreut werden können. Die sachkundige Beratung der Leser/innen und Buchempfehlungen, die von den zuständigen Mitarbeiter/innen vorgenommen werden können, führen dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch zu einer Steigerung des Umsatzes im Sachbuchbereich. Neben dem Resultat, dass sich die Mitarbeiteri/nnen für ihren Bereich verantwortlich fühlen und so mehr Sinn und Freude bei der Arbeit empfinden, ist sicher auch der erhöhte Umsatz ein willkommener Nebeneffekt. Dasselbe gilt auch im Veranstaltungsbereich. Umgekehrt wirken sich Überlastung und Stress negativ auf das Arbeitsklima aus. In einer Notsituation einzuspringen und anzupacken, ist sicherlich für niemanden ein Problem. Wird daraus allerdings eine Dauerbelastung ohne Aussicht auf Lösung, sind Frustration, Resignation oder sogar Widerwille die Folge. Mitarbeiter/innen, die sich hingegen in ihrer Tätigkeit bestätigt fühlen und ihre Interessen und Fähigkeiten bei der Arbeit in befriedigender Art und Weise einbringen können, 7

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