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Regionalsport Ausgabe Februar 2018

Liebe Leserinnen und

Liebe Leserinnen und Leser! Das Regionalsport-Mädls Team feierte ein erfolgreiches Debüt beim RISE&FALL 2017 in Mayrhofen und darf sich mit drei weiteren Damen über Zuwachs freuen. Sie werden bei der Wildsaustaffel in Praxmar an den Start gehen. Diesen Frauen geht es um Spaß beim Sport, um den gemeinsamen Spirit, um eine gesunde Mischung aus Ehrgeiz, Siegeswillen, kämpfen sowie um die Freude Sport betreiben zu können – am besten gemeinsam. Ich glaube, dass dieses Denken immer verbreiteter wird, denn nicht umsonst erfreuen sich Sportbewerbe abseits des Profi sportes immer größerer Beliebtheit. Was mir dabei Sorgen bereitet ist, dass selbst im Hobbysportbereich Zeiten aufgestellt werden, die ein durchschnittlich Trainierte kaum erreichen kann und Athleten aus der Profi szene mitmischen. Aber warum? Ich denke, die Antwort hat damit zu tun, dass solche in der Eliteklasse wenig Chancen haben, ganz oben am Podest zu sein oder es fehlt ihnen schlichtweg am nötigen Selbstvertrauen. Eines was die Hobbysportler davon haben ist, sie können sich mit Profi athleten messen und sehen, wo sie mit ihrem Können stehen. Die Fragen die bleiben lauten jetzt wohl: Wohin führt das noch und ist es überhaupt sinnvoll bei solchen Bewerben mitzumachen wenn die Aussicht auf eine Medaille gleich null ist? Ich denke, in ferner Zukunft werden die Sportveranstaltungen für Jedermann eine Profi - und eine Hobbywertung haben müssen. Vereinzelt ist das bereits der Fall. Ein Grund warum Rand-, Breiten- und Hobbysport einen enormen Zulauf genießen liegt meiner Meinung daran, dass dort noch Kreativität gefragt und erwünscht ist, dass der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund steht und dass es um den Sport ansich geht und nicht um die Marke beziehungsweise um das Vermarkten. Mir wurde dieser Gedanke mehrmals von Athleten bestätigt und gesagt, dass bei vielen Sportlern aus diesem Bereich es nicht erwünscht ist, wenn diese Sportarten weltmeisterlich oder olympisch werden. Es wird befürchtet, dass danach nur noch nach Vorgaben trainiert wird und die Szene sich in zwei Lager spaltet. „Die Freiheit im Sport das zu tun, wonach einem ist, wird dann verloren gehen“, lautete zum Beispiel eine Aussage oder: „Trainieren nach einem Editorial Trainingsplan würde mir die Freude am Sport nehmen.“ Und um die Freude sollte es doch im Sport gehen, darum gehören im Rand- und Breitensport Talente unterstützt, denn sie sind ebenso Vorbilder wie die Profi athleten und gehen mit einem guten Beispiel voran. Sport ist nach wie vor die beste Medizin, das hat mittlerweile sogar die Regierung erkannt und deswegen ein neues Sportprogramm für Tirols Schüler in das Leben gerufen, wie auch ein neues Schulsport- und Talenteservice. Mehr darüber fi ndet ihr in diesem Magazin. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen. Erwin Hofbauer REGIONALSPORT | 3