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Regionalsport Ausgabe Februar 2018

Zur Halbzeit der

Zur Halbzeit der Regionalliga Saison lagen die Towers mit einer Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen auf dem zweiten Tabellenplatz. Bis auf die Feldkirch Baskets und die TI Juniors (Landesliga) sind sie bereits gegen jedes Team zumindest einmal angetreten. Allen voran der Saisonstart war sehr vielversprechend. Mit drei Siegen aus den ersten drei Partien konnte sich der BC Kufstein Towers von Beginn an oben festsetzen. Doch immer wieder war Sand im Getriebe und trotz der Erfolge war in jedem Spiel zu erkennen, und dass die Towers ein neues Team sind und erst zueinander fi nden müssen. Somit war auch die erste Saisonniederlage in Innsbruck gegen die Titans unvermeidbar und zeigte genau diese Schwächen auf. Diese waren teilweise auch den Trainingsbedingungen geschuldet, die bis zur dritten Kalenderwoche des Jahres 2018 nicht optimal waren. Durch Umbauarbeiten in der Trainingshalle Wörgl fi el die größte und gleichzeitig optimalste Trainingsstätte weg. Das Gymnasium Kufstein stand den Basketballern aus der Festungsstadt zwar oft zur Verfügung, war aber als Trainingsort für ein Herrenteam etwas klein. Nichtsdestotrotz versuchten sie und versuchen auch weiterhin das Beste aus den bald besser werdenden Bedingungen zu machen. Bereits im nächsten Spiel gegen die USI Bulls konnten die Towers als Team eine Antwort geben und sich mit einem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Playoff-Kampf zurückmelden. Das letzte Spiel vor Weihnachten und gleichzeitig das Duell Tabellenführer und amtierender Champion, SVO Innsbruck gegen die aufstrebenden Kufsteiner wurde seinem Status gerecht. Eine schnell und intensiv geführte Partie in der am Ende die Innsbrucker mit einem sehr starken Schlussabschnitt die Oberhand behalten sollten. Die Zwischenbilanz ist durchwegs positiv und die Towers gingen mit einer sehr guten Ausgangslage in die Pause. Mit mehr Siegen als Niederlagen fi ng das neue Jahr für den BC Kufstein Towers an. Damit fi xierten sie sich bereits Anfang Februar den Tabellenplatz zwei in der Tirol Liga und den dritten Tabellenplatz in der Regionalliga. Fünf Fragen an Coach Markus Thurner: Kontaktdaten: Fabio Thaler 0676/6424877 fabio.thaler@gmx.at www.kufstein-towers.at Towers: Wie würdest du die Aufgabe und das Jahr 2017 aus deiner Sicht allgemein beschreiben? Thurner: Das Jahr 2017 war ein sehr aufregendes Jahr. Es gab viel Ungewissheit was den Kader, Trainingsstätten sowie den gesamten Erfolg unseres Projektes anbelangte. Viele Leute haben viel Kraft, Zeit und Leidenschaft in dieses Unterfangen gesteckt und was sich in der zweiten Jahreshälfte getan hat, ist für mich schlichtweg fantastisch. Ich selbst war vielleicht der größte Skeptiker, als es im März 2017 hieß, wir wollen bei den Heimspielen ca. 200 Leute in der Halle haben. Das war für mich Utopie und jetzt nähern wir uns wirklich als neuer Verein, den eigentlich noch niemand in Kufstein kannte, dieser Zahl. Auch was die Nachwuchsarbeit anbelangt passiert viel. Basierend auf dem leidenschaftlichen Einsatz mehrer Nachwuchstrainer, wächst wirklich etwas heran und die Hallen fangen jetzt schon an aus den Nähten zu platzen. Towers: Was waren deine Highlights? Wo gab es für dich Tiefpunkte? Thurner: Auch wenn ich nicht dabei sein konnte, sehe ich unseren Streetball Auftritt beim „Unlimited“ - Festival 2017 als ein tolles Highlight im letzten Jahr an. Auch der Schlagabtausch gegen die Fellbach Flashers aus der Deutschen Regionalliga im Rahmen unseres „Arte Cup“ - Vorbereitungsturniers war eine tolle Sache. Bei den Spielen sorgten viele unterschiedliche Spieler für Highlights und wurden zu Matchwinnern. So konnten Sebastian Nagle auswärts gegen Schwaz, Peter Hribar zu Hause gegen TI Innsbruck, Fabio Thaler daheim gegen die USI Bulls oder Ziga Markus auswärts gegen TI Innsbruck mit herausragenden Leistungen für Highlights sorgen. Auch meine Performance bei meiner eigenen Hochzeit würde ich als Highlight ansehen. Spaß beiseite - meine Hochzeit mit meiner tollen Frau Sabrina war für mich defi nitiv ein persönlicher Höhepunkt. Traurig war die Hallen- und somit Trainingssituation in der wir uns seit Mitte November befunden haben, wobei in dieser Problematik schön langsam wieder Licht am Ende des Tunnels er- REGIONALSPORT | 60

Fotos: Max Draeger - Mountain Visuals kennbar ist. Tiefpunkte wird es immer geben, momentan überwiegen allerdings die positiven Aspekte klar. Towers: Wie bist du mit dem Saisonverlauf zufrieden und wo siehst du die Towers am Saisonende? Thurner: Ich bin sehr zufrieden. Zu Beginn ging ich davon aus, ein Team aus hauptsächlich jungen Wörglern und Kufsteinern ohne jeglich Spielpraxis in einer Herrenliga in den Bewerb zu führen. Mit der Unterstützung von zwei Routiniers, die bereits Bundesligaluft schnuppern durften, war mein Ziel, das Erreichen der Playoffs. Diese Erwartungshaltung hat sich etwas geändert. Ausschlaggebend waren viele nicht vorhersehbare Spielerzugänge im Verlauf der Vorbereitung und auch noch zu Beginn der Saison. Wir machten durch intensive Werbung auf unseren neu gegründeten Verein aufmerksam und konnten dadurch einige Spieler gewinnen, die durchaus eine interessante Basketballvergangenheit vorweisen können. Vor allem die in Kufstein ansässigen Speditionen, sowie die Fachhochschule in Kufstein waren Herberge für einige schlummernde Basketballtalente, die jetzt das Towers Trikot überstreifen. Was dabei herauskam sind drei Spanier, zwei Slowenen, ein Italiener, zwei Deutsche, ein Kosovare, ein Wiener und ein paar Tiroler, die nun für mich spielen. Eine große Herausforderung für mich als Trainer, da große Leistungsunterschiede zu verbinden sind. Mittlerweile stehen wir nach sechs gespielten Spielen auf dem hervorragenden zweiten Tabellenplatz. Somit ist das Erreichen des Final Fours in der Westliga, sowie die Finalteilnahme in der Tiroler Landesliga mit diesem Kader mein erklärtes Ziel in der laufenden Saison. Towers: Was sind die kurzfristigen und mittelfristigen Ziele? Thurner: Für uns gilt es jetzt, diesen Tabellenplatz so gut wie möglich zu verteidigen. Heißt, als Team besser zusammenzuwachsen, Vertrauen in seine neuen Mitspieler zu gewinnen, Teamtaktisch intelligenter zu agieren sowie von Spiel zu Spiel zu lernen. Wir sind ein komplett neu zusammengewürfeltes Team, das sich erst fi nden muss und diesen Vorgang heißt es zu fördern und zu beschleunigen. Towers: Wo siehst du die Towers Ende 2018? Thurner: Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns von Jahr zu Jahr steigern werden und somit sehe ich uns, ähnlich wie dieses Jahr, wieder unter den Top drei Mannschaften der Westliga. Aber diesmal mit mehr Spielpraxis, mehr Erfahrung und vielleicht mit mehr neuen Spielern. Text und Interview: Fabio Thaler und Erwin Hofbauer REGIONALSPORT | 61