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DEGEMED-Jahresbericht 2016-2017

DEGEMED-Jahresbericht 2016-2017

AKTIV POLITIK

AKTIV POLITIK MITGESTALTEN REHABILITATION BRAUCHT POLITISCHE FÜRSPRECHER. HIER LEISTEN WIR ÜBERZEUGUNGSARBEIT, WIR SUCHEN DAS GESPRÄCH UND WERBEN UM UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE REHA-INFRASTRUKTUR IN DEUTSCHLAND. 12

FRAGE DEGEMED CDU SPD Bündnis 90 / Die Grünen Die Linke FDP AfD FRAGE DEGEMED Einstiegsfrage Einstiegsfrage Wie werden Sie die Versorgung · Grundsatz „Prävention · Prävention vor Rehabilitation · Neue Regelungen zur Stärkung · Förderung barrierefreier und · Medizinische Rehabilitation · Durch ein vereinfachtes, Wie werden Sie die Versorgung der Menschen mit medizinischer vor Reha vor Rente“ stärken vor Rente und Pflege des Prinzips „Rehabilitation gebührenfreier Beratungsangebote · Zugang zu den (Reha-) Ein- Antragsverfahren Rehabilitation verbessern? stärken und modernisieren einheitliches und transparentes der Menschen mit medizinischer Rehabilitation verbessern? · Dafür weitere gesetzliche vor Pflege“ umsetzen Änderungen herbei führen · Durchsetzung bürokratiearmer richtungen erleichtern Bewilligungsverfahren Verbesserung Verbesserung der Versorgung der Versorgung Wie kann der Zugang in die · Das Antragsverfahren · Antragsformulare und · Bestehende Fehlanreize · Ein für alle Reha-Träger · Vereinfachung der Formulare · Verordnung durch den Haus Wie kann der Zugang in die medizinische Reha einfacher und wurde bereits vereinfacht -verfahren trägerübergreifend im System beseitigen verbindlich geltendes · Möglichkeiten der Digitalisierung und Online-Beratung gung durch einen entsprechen- transparenter gestaltet werden? arzt mit nachfolgender Bestäti- medizinische Reha einfacher und transparenter gestaltet werden? · Genehmigungsverfahren vereinheitlichen sowie einfach Verfahrensrecht festlegen durch die Krankenkassen und verständlich gestalten stärker verbreiten den Facharzt des jeweiligen sind weiterhin notwendig Fachgebietes und Reha-Zusatzqualifikation Was halten Sie von einer direkten · Wir werden prüfen, ob man · Es ist zu prüfen, ob verbindliche Was halten Sie von einer direkten · Besser wäre es, die bestehenden Fehlanreize im System sinnvoll, wenn der Arzt, der für uns im Grundsatz denkbar den Hausarzt halten wir als · Es ist medizinisch und sozial · Eine Direktverordnung ist · Eine Direktverordnung durch Verordnung der Reha-Leistungen den Hausarzt befähigen könnte Tatbestände (Fallgruppen, Verordnung der Reha-Leistungen durch den Hausarzt? eine Rehabilitationsverordnung auszulösen können, bei denen eine Reha- Indikationen) festgelegt werden durch den Hausarzt? zu beseitigen die Patienten dauerhaft und alleiniges Zugangskriterium grundlegend kennt, eine zur Rehabilitation für bilitation regelhaft zu er- Rehamaßnahme verordnet problematisch bringen ist · Hier sollen in der BAR Empfehlungen erarbeitet werden Trotz hohem Bedarf finden · Mehr Aufklärung von Personengruppen die Leistungen bisher und Information für die auch in der Ausbildung gungsforschung zur Thematik Förderprogramme Migranten seltener Zugang in die · Verbesserung von Beratung · Kultursensibilität stärken, · Mehr qualifizierte Versor- · Bessere Aufklärung · Kein Anlass für gezielte Trotz hohem Bedarf finden Migranten seltener Zugang in die Reha. Was tun Sie? nur unterdurchschnittlich oft jeweiligen Bedarfsgruppen der Gesundheitsberufe · In der Ausbildung der Reha. Was tun Sie? in Anspruch nehmen · Gestaltung eines einfacheren · Gezielte ggf. auch mehrsprachige Gesundheitsberufe interkulturelle Kompetenz und schnelleren Zugangs Beratungsangebote fördern stärken Gestaltung des demographischen Wandels Sollte die Pflegeversicherung · Ja · Wir werden prüfen, inwiefern · Ja oder alternativ eine Ausgleichszahlung der Pflege- künftig Leistungen der medizi- sich die Pflegeversicherung nischen Reha für Ältere oder an den Kosten beteiligen kann versicherung an die Pflegebedürftige übernehmen? Krankenversicherung Sollte der Anteil der Reha-Ausgaben der Krankenkassen auf 2 % Ausgabenwertes halten wir die Mittel dem Bedarf und sind nicht zielführend, aber das · Nein, eine Festlegung eines · Nein, grundsätzlich müssen · Nein, starre Budgetvorgaben der Gesamtausgaben fixiert nicht für sachgerecht der Bereitschaft zur Reha-Budget muss neu werden, um ein weiteres Absinken Inanspruchnahme folgen angepasst werden der Ausgaben zu verhindern? Gestaltung des demographischen Wandels · Ja, aber keine Alleinzuständigkeit für die geriatrische Reha der Sozialgesetzbücher chanismus zwischen Pflege- künftig Leistungen der medizi- · Nein, aber bessere Verzahnung · Ja oder Ausgleichsme- Sollte die Pflegeversicherung und Krankenversicherung nischen Reha für Ältere oder Pflegebedürftige übernehmen? · Nein, aber der Reha-Deckel · Nein, aber eine weitere Anpassung des Budgets an demo- ist entbehrlich ben der Krankenkassen auf 2 % · Nein, eine feste Ausgabenquote Sollte der Anteil der Reha-Ausga- sollte abgeschafft werden graphischen Wandel ist der Gesamtausgaben fixiert notwendig werden, um ein weiteres Absinken der Ausgaben zu verhindern? WIR MÜSSEN REDEN! IM DIALOG MIT DER POLITIK Die Politik möchte die Reha stärken. Dieses Vorhaben begleitet und unterstützt die DEGEMED offensiv, sucht das Gespräch und bringt sich ein. Das Ziel: Die positiven Effekte der Rehabilitation für die individuelle Gesundheit, aber auch für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt sichtbar machen. VOR DER BUNDESTAGSWAHL: NACHGEFRAGT UND EINGEFORDERT Im Dezember 2016 hat die DEGEMED gemeinsam mit der Fachgruppe Rehabilitationseinrichtungen des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands beim Reha-Wirtschaftstag ihre politischen Forderungen vorgelegt. Reha vor Pflege, ein barrierefreier Zugang zu Leistungen oder transparente Verhandlungsstrukturen sind nur einige der Themen, die die Branche im Vorfeld der Bundestagswahl an die Politik adressiert. Welche Partei setzt sich überhaupt für die medizinische Rehabilitation ein? Die DEGEMED hat im Bundestag nachgefragt und die Ergebnisse in ihre Wahlprüfsteine sowie in den eigens erstellten „Reha-Wahl-Check“ einfließen lassen. Beides können Interessierte auf der DEGEMED-Website www.degemed.de abrufen. DEGEMED-Wahlprüfsteine Seite 1/2 FORDERUNGEN VON DEGEMED UND VKD-FACHGRUPPE REHA ZUR BUNDESTAGSWAHL 2017 Medizinische Rehabilitation ist zentral für die Sicherung von Selbständigkeit und Teilhabe in einer alternden Erwerbs- gesellschaft. Sie leistet in der Versorgung und Integration chronisch kranker oder von Behinderung bedrohter Menschen den entscheidenden Beitrag zur Erhaltung von Autonomie sowie zur Vermeidung drohender Pflegebedürftigkeit. DEGEMED und VKD fordern daher alle politischen Kräfte und den Gesetzgeber dazu auf, alle Maßnahmen im Gesundheits- und Sozialbereich darauf auszurichten, Zugangs- und Wirkungsbarrieren für Menschen mit Rehabilitationsbedarf effektiv zu beseitigen, den Fortbestand der hoch entwickelten, qualitätsgesicherten und vielfältigen Leistungserbringerlandschaft zu gewährleisten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fair, leistungsgerecht und innovationsfreundlich zu gestalten. GESETZESVORHABEN: INTERESSEN DER BRANCHE EINBRINGEN Sobald ein Gesetzesvorhaben die Rehabilitationsbranche betrifft, sich auf die Belegung oder die Kostenstruktur der Einrichtungen auswirkt, bezieht die DEGEMED Position. Bei Anhörungen im Deutschen Bundestag und vor dem Gemeinsamen Bundesausschuss, in schriftlichen Stellungnahmen und persönlichen Gesprächen tritt der Verband für die Interessen der Branche ein und zeigt auf, welche Maßnahmen die Rehabilitation stärken und den Menschen helfen. Die DEGEMED hat den Gesetzgebungsprozess kontinuierlich begleitet und sich in Gesprächen und Stellungnahmen für eine bessere Finanzierung der neuen Leistungen eingesetzt. Die DEGEMED – vertreten durch Christof Lawall (links) und Bettina Schulze (rechts) – im Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke (Mitte) Die DEGEMED bei der Anhörung zum Flexirentengesetz im Deutschen Bundestag Das Gesetz mit den weitreichendsten Folgen für die Branche, das im Berichtszeitraum verabschiedet wurde, ist das Flexirentengesetz. Präventionsleistungen sollen ausgebaut, Rehabilitationsleistungen für Kinder und Jugendliche gestärkt und Nachsorgeleistungen verbessert werden. Konsequenzen für die Rehabilitationsbranche hat auch das im Dezember 2016 verabschiedete Bundesteilhabegesetz. Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens hatte sich die DEGEMED in persönlichen Gesprächen mit den zuständigen Bundestagsabgeordneten und den Verantwortlichen in den Ministerien für einen besseren Zugang von Menschen mit Behinderung zur medizinischen Rehabilitation und für eine einrichtungsfreundliche Ausgestaltung des Leistungserbringerrechts im SGB IX eingesetzt. 13