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Weinblattl 2018

Der Geschmack unserer

Der Geschmack unserer Landschaft © Steiermark Tourismus, Foto: Helmut Lunghammer In keinem anderen Weinbaugebiet Europas werden so viele Weinsorten kultiviert wie in der Steiermark. Der besondere Charakter: „fruchtig“ wie die reifen Trauben, „duftig“ durch geringen Alkoholgehalt, „trocken“ ohne aufdringliche Restsüße – wird von den Standortfaktoren Klima, Boden und Lage geprägt und von den Weinbauern so belassen, wie er von Natur aus gewachsen ist. Jeder Jahrgang bringt so verschiedenste Finessen hervor und unterstreicht die geschmackliche Vielfalt der einzelnen Sorten. Verschiedenste Landschaftsformen und auf engem Raum wechselnde Böden sind charakteristisch für die Steiermark und fördern die große Sortenvielfalt. Und doch zeigen die Daten und Fakten über den steirischen Weinbau, dass der Ertrag bewusst begrenzt wird – was der guten Qualität zugute kommt. Quelle: www.steirischerwein.at Weitere Weinsorten: Hier stellen wir Ihnen nur einen Auszug der besonderen Weinsorten in der West-, Süd- und Oststeiermark vor. Weitere Highlights im Weinbereich der Region sind: Blauburgunder, Zweigelt, Morillon (Chardonnay), Müller-Thurgau, Grauburgunder (Ruländer), Sämling, Traminer 6 Weinblattl • Weinsorten Sauvignon Blanc Der Sauvignon Blanc stammt aus Frankreich. Die Rebsorte wird seit über 200 Jahren in der Steiermark angebaut, jedoch kaum sortenrein, da die Trauben sehr kleinbeerig sind. Sie wurden meist im Mischsatz als Aromaträger verwendet. Vor etwa 20 Jahren haben sich erste Weinbauern intensiv mit dem Sauvignon Blanc beschäftigt und Erfolge damit gefeiert. Wichtige Merkmale: Blatt: kreisförmig, fünflappig, gewellter Blattrand, Zähne rundgewölbt, Unterseite stark behaart Traube: ist kleintraubig, dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, mit runden bis ovalen grüngelben Beeren Wein: Der Sauvignon besitzt ein würziges Bukett mit einen ausgeprägten Sortengeschmack, der sich immer mehr an Beliebtheit erfreut. Bilder der Weintrauben und Blätter: © Steiermark Tourismus, Foto: Harry Schiffer Rheinriesling (Weißer Riesling) Der Rheinriesling ist ein spätreifender Weißwein, der als junger Wein sehr blumig ist. Er ist nicht verwandt mit dem Welschriesling. Die Sorte wurde vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen. Wichtige Merkmale: Blatt: mittelgroß, kreisförmig, fünflappig, derbe Blattoberfläche, Unterseite starke Behaarung Traube: kleintraubig, dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, Beitraube fehlt meist; mit kleinen gelbgrünen Beeren mit Narbenpunkt Wein: Jugendliche Rieslingweine zeigen charmante Fruchtigkeit und Würze, und können sich durch Reife zu großen, komplexen Weinen entwickeln. Bei diesen Weinen dominieren die Steinobstaromen von Pfirsich, Marille und exotischen Früchten.

Welschriesling Der Welschriesling, Herkunft Norditalien, ist die Hauptweißweinsorte der Steiermark. Sie ist eine spät reifende Rebsorte, mit hohen Erträgen auf sandigen, mit Nährstoffen und Wasser versorgten Böden. Keine Verwandtschaft zum Rheinriesling Wichtige Merkmale: Blatt: drei- bis fünflappig, glatt, Blattrand mit scharfer Zähnung Traube: mittelgroß, sehr dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, mit mittelgroßer Beitraube; Beeren rundlich, dünnschalig, punktiert, sehr saftig, gelbgrün gefärbt Wein: Liefert Weine mit höherem Säuregehalt und fruchtigem Bukett nach grünem Apfel und Zitrus. Während trockene Welschrieslinge sehr frische Weine sein können, zählen Prädikatsweine aus dieser Sorte zu den ganz großen Süßweinen der Welt. Schilcher Der Schilcher ist seit 1976 in der Weinbauregion Steiermark ein gesetzlich geschützter Begriff für den Rosèwein aus der blauen Wildbacherrebe. Nur Weine, die zu 100% aus der blauen Wildbachertraube gekeltert werden, die ausschließlich in der Steiermark heranreifen, dürfen den Namen „Schilcher“ tragen. Das Hauptanbaugebiet ist aufgrund der idealen Bodenverhältnisse die Weststeiermark, auch „Schilcherland“ genannt. Wichtige Merkmale: Blatt: ausgewachsenes Blatt keilförmig, drei- bis fünflappig Traube: ist kleintraubig, dichtbeerig, kegelförmig, geschultert, Beitraube häufig, mit rundlichen blauschwarzen Beeren, neutraler bis grasiger Geschmack Wein: Rassige Säure, sowie ein markantes Geruchsund Geschmacksbild kennzeichnen den fruchtig-frischen, robusten Wein, der auch als Aperitif beliebt ist. Weißburgunder Der Weißburgunder steht in Bezug auf die Verbreitung, nach dem Welschriesling, an zweiter Stelle in der Steiermark und zählt zur Burgunderfamilie. Er stellt hohe Ansprüche an Lage und Boden und stammt aus Frankreich. Wichtige Merkmale: Blatt: mittelgroß, fünfeckig, dreibis fünflappig, wenig tief gelappt Traube: mittelgroß, dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, häufig mit kleiner Beitraube; Beeren rundlich bis oval, mit gelbgrüner dünnschaliger Beerenhaut Wein: Nur in guten Lagen liefert die Sorte höchste Qualität. Junge Weine zeigen sich blumig mit pikanter Säure, gereifte Weine entwickeln einen Geschmack nach Brot und Nüssen. Der Weinausbau erfolgt langsam und die höchste Qualität wird erst nach längerer Flaschenreife erreicht. Muskateller (Gelber Muskateller) Der Muskateller ist eine der ältesten Weißweinsorten, und hat sich in der Steiermark zu einem ausgezeichneten Aperitifwein entwickelt. Er stammt wahrscheinlich aus Italien oder Griechenland ab. Wichtige Merkmale: Blatt: mittelgroß, fünflappig, tief gebuchtet, Blattzähne spitz mit Knötchen an der Spitze Traube: ist großtraubig, locker- bis dichtbeerig, kegelförmig; Beeren rund, grüngelb (Gelber Muskateller) oder fleischrot (Roter Muskateller) gefärbt, mit Muskatgeschmack Wein: Liefert Weine mit mehr oder weniger intensivem Muskatduft und -geschmack. Bei ungenügender Reife sind die Weine arm an Extrakt und daher dünn und säurebetont. Der Muskateller eignet sich besonders als Aperitif und zu Vorspeisen. 7 Weinblattl • Weinsorten

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