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sportFACHHANDEL 04_2018 Leseprobe

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8 | 4.2018 ISPO am Scheideweg Soeben ist die Entscheidung gefallen, dass die OutDoor ab 2019 ebenfalls in München stattfinden wird. Zeit sich in diesem Erfolg zu sonnen, hat die Messe München aber nicht, meint Marcel Rotzoll, stellvertretender Chefredakteur sportFACHHANDEL. Viele Messestände waren zur ISPO in diesem Jahr hervorragend be sucht. Konzepte wie Snowsports, Textrends oder auch VON MARCEL ROTZOLL Stellv. Chefredakteur/ der CSR Hub waren m.rotzoll@sportcombi.de informativ und funktionierten gut. Auch die Academy und die neue Digitize-Plattform sorgten für einige Glanzpunkte. Was aber von dieser ISPO in Erinnerung bleiben wird, ist zunächst einmal Unsicherheit auf allen Seiten. Daran sind fast alle Beteiligten gleichermaßen verantwortlich. Die ISPO selbst, weil die eigene Kommunikation grundlegende Probleme als Erfolge verkaufen will. Nach den Absagen wichtiger Marken wurde gejubelt, dass diese nun im Niemandsland der digitalen ISPO-Services investieren würden. Das Selbstbewusstsein der Messemacher in Bezug auf die eigene Digital-Strategie – deren langfristige Tragfähigkeit sich erst noch erweisen muss – wird den Verantwortlichen von manchem Lieferanten hinter vor gehaltener Hand als Arroganz ausgelegt. Wenig zielführend ist dann, das Schlagwort Digitalisierung zu nutzen, um – man erinnere sich nur an das diesjährige Adidas-Symposium – einen Abgesang auf große Teile des Sportfachhandels anzustimmen oder bei insgesamt sinkenden Besucherzahlen auf mehr internationale Fachbesucher zu verweisen. Denn wenn Fachhändler aus dem Heimatland ausbleiben, hat nicht nur die ISPO ein Problem. Dabei müsste der Messe angst und bange werden, wenn Lieferanten ganz offen darüber sprechen, ein ISPO-Enagagement jährlich neu auf den Prüfstand zu stellen. Die Gerüchte darüber, die Skiindustrie denke über eine eigene Plattform in Innsbruck nach, sollten aufhorchen lassen. Dass manches Aussteller- Problem mitunter auch hausgemacht ist, darauf wies zuletzt noch Komperdell-CEO Thomas Roiser mit der Anmerkung hin, die mangelnde Präsenz von Verkäufern an den Ständen und der frühzeitige Exodus am Messe- Mittwoch seien „eine Frechheit dem Kunden gegenüber“. Und schließlich trägt auch der Sportfachhandel Verantwortung. Mehr oder weniger deutlich heißt es von den Verbundgruppen, die ISPO als Branchenplattform sei zwar wichtig, geordert werden soll aber bitteschön in Heilbronn oder Mainhausen. Wie sich eine Messe dann für Aussteller rechnen soll, bleibt unklar. Der Sportfachhandel selbst zeigt der Messe und ihren Angeboten ohnehin viel zu häufig die kalte Schulter. Blickt man sich um beispielsweise in den Academy-Angeboten, ist die Fachhandels -Resonanz teils erschreckend. Die traditionsreiche ISPO, die große Leitmesse des Winters steht am Scheide weg. Was Not tut, ist eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten, die Leitmesse und ihre enorme Bedeutung und Strahlkraft für die Branche langfristig zu erhalten. Alleingänge der einzelnen Marktakteure jedenfalls dienen diesem Ziel nicht. Felix Neureuther steigt bei ABS Protection ein Der Skistar sieht sein Engagement als ersten Schritt für seine berufliche Zukunft nach seiner aktiven Karriere. „Ich habe mir schon länger Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht und wie es wohl nach meiner Karriere als Skiprofi weitere gehen könnte. Die neuen Eigentümer haben mich von den Perspektiven des Unternehmens überzeugt und mir die Möglichkeit gegeben, mich auch persönlich einzubringen“, erklärte der Skistar auf einer extra organisierten Pressekonferenz auf der ISPO. „Ich halte es für sehr wichtig, dass das Freeriden durch Lawinenairbags sicherer gemacht wird, bin ich ja auch selbst leidenschaftlich gerne im Tiefschnee unterwegs. ABS besitzt als Erfinder und Technologieführer von Lawinenairbags für mich das beste Produkt. Ich möchte gerne das bestehende Produktportfolio erweitern und auch aktiv an der Produktentwicklung mitarbeiten, schließlich geht es jetzt für mich als Teilhaber nun auch um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.“ Auch ABS-Geschäftsführer Dr. Stefan Mohr ist nach seinen ersten vier Monaten im Amt sehr zuversichtlich, dass alle Zeichen auf Wachstum stehen: „Mit dem Claim „Protection in Adventure“ soll ABS auch mit Hilfe von Felix Neureuther eine Marke werden, die als Synonym für den Schutz bei egal welchem Abenteuer steht, im Winter und erstmals auch im Sommer. Wir haben viele Ideen und sind gerade dabei uns viel breiter aufzustellen als bisher und weg vom saisonalen Geschäft zu gehen.“ Als eine Art Willkommensbonus verkündet ABS eine Aktion mit Preisnachlässen sowie ein Gewinnspiel, bei dem ein Tag Freeriden mit Felix Neureuther ausgeschrieben wird. SARAH SOPHIE CAROLINE ANNE NATHALIE FRAUEN Die Top 5 der häufigsten Vornamen auf den Pisten der Alpen QUELLE: ALPINRESORTS.COM THOMAS DAVID TOM ALEX PAUL MÄNNER © PR, WINVIC/ISTOCKPHOTO.COM

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