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Beiserhaus News 2013

Schulpflicht in der

Schulpflicht in der Schlossberg-Schule erfüllen Nicht wenige junge Menschen, die im Rahmen einer Hilfe zur Erziehung ins Beiserhaus gekommen sind, haben aufgrund familiärer oder persönlicher Schwierigkeiten ihre Schulpflicht vernachlässigt und so den Anschluss in der Klasse verloren. Sie müssen oft die achte Klasse wiederholen und unterliegen danach der verlängerten Vollzeitschulpflicht. Ihnen bietet die Schlossberg- Schule, eine Schule mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung und kranken Schülerinnen und Schülern in Trägerschaft des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen die Möglichkeit, nun hier oder in einer in die Stiftung Beiserhaus ausgelagerten Klasse ihrer Schulpflicht nach zu kommen und zu versuchen, ein Abschlusszeugnis der Schule für Lernhilfe oder der Hauptschule zu erreichen. Die Schlossberg-Schule hat die Sonderklasse im Beiserhaus für Schüler und Schülerinnen eingerichtet, die aufgrund persönlicher Disposition eine öffentliche Schule nicht besuchen können und ihrer Schulpflicht entsprechend dem Wunsch der Erziehungsberechtigten und der zuständigen Mitarbeiter in den Jugendämtern nachkommen sollen. Ihnen steht hier in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt ein individuelles schulisches Angebot, das mit der Berufsvorbereitung im Beiserhaus verknüpft wird, zur Verfügung. Ein Hauptschulabschluss für Schulabbrecher Nicht selten kommen junge Menschen als Schulabbrecher ins Beiserhaus. Unter diese Bezeichnung fallen jene, die sich bereits im zehnten Schulbesuchsjahr befinden und die aufgrund persönlicher Umstände keine ausreichenden schulischen Leistungen mehr erbracht haben und keine Chance für sich mehr sehen, die ihnen bislang erteilten Noten ausgleichen zu können. In dieser von ihnen als hoffnungslos erlebten Situation verweigern sie in Folge den Schulbesuch. Wenn diese jungen Menschen über die schulischen Fördermöglichkeiten im Beiserhaus informiert werden, sehen sie meistens „Licht am Horizont“ und lassen sich wieder „auf Schule“ ein. Wird von den Lehrern dann festgestellt, dass ein befriedigender schulischer Kenntnisstand in den Elementarfächern vorliegt, erfolgt in Absprache mit den Erziehungsberechtigten eine Zuordnung in die Berufsschule, die eine „ausgelagerte Klasse“ im Beiserhaus eingerichtet hat. In enger Kooperation bereitet der Klassenlehrer mit den Beiserhaus- Lehrern den Heranwachsenauf die Hauptschulreifeprüfung vor. Mit diesem Neustart ergreifen die Heranwachsenden eine Chance, die sich in dieser Form als einmalig darstellt. In den beiden zurückliegenden Jahren hat sich die Zusammenarbeit bewährt: Vier Jugendlichen ist es in diesem Setting gelungen, verloren geglaubte (Schul-)Zeit zu kompensieren und altersgerecht mit einem Hauptschulabschluss in die Berufswelt entlassen zu werden. Drei erreichten sogar den qualifizierenden Schulabschluss und zwei von ihnen setzen jetzt sogar ihre schulische Laufbahn an der Berufsfachschule fort.

Hauptschulabschluss im Beiserhaus nachgeholt Seit vielen Jahrzehnten besteht im Beiserhaus für die jungen Menschen, die ohne Hauptschulabschlusszeugnis die öffentlichen Schulen verlassen haben, die Möglichkeit, sich in kleinen Lerngruppen auf die „Prüfung für Nichtschüler bzw. Nichtschülerinnen zum Erwerb des Hauptschulabschlusszeugnisses“ vorzubereiten. Diese Chance haben inzwischen weit über 500 Heranwachsende ergriffen und konnten so einen – von ihnen oft schmerzhaft empfundenen - Makel in ihrer Biographie tilgen. So mancher junge Mensch verdrückte nach bestandener Prüfung Tränen des Glücks. Und keineswegs selten waren Äusserungen wie „heute habe ich beweisen können, dass ich nicht doof bin“ oder „sogar meine Eltern haben es mir nicht zugetraut, dass ich die Prüfung bestehe“ bis hin: „jetzt brauche ich mich nicht mehr zu genieren, wenn ich nach meinem Schulabschluss gefragt werde“. Auch in diesem Jahr haben sich im Januar und Juli wieder 11 junge Leute dieser Prüfung gestellt und gute Ergebnisse erreicht. Die Prüfungsaufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden vom Kultusministerium erstellt, die Aufgaben für die schriftliche Prüfung im Fach Gesellschaftslehre kommen vom Staatlichen Schulamt. Bestandteil der Prüfung ist, wie auch an den staatlichen Schulen, die Anfertigung einer Projektarbeit und ihre Präsen- tation im Rahmen eines Vortrages vor der Prüfungskommission. Hier zeigten sich einige Prüfungskandidaten sehr kreativ, technisch versiert und vertraut mit dem Computer und den Grundlagen einer Internetrecherche. Sie konnten mit diesem „knowhow“ ihrem Projekt einen nahezu professionellen Anstrich geben. Nachstehende Bildergalerie zeigt die Lehrkräfte, die in die Vorbereitung der jungen Menschen eingebunden sind und sich dieser Aufgabe seit vielen Jahren verpflichtet wissen: (v.l.n.r.) Dieter Altstadt, Dieter Arend, Erwin Gompf, Gerhart Haack und Peter Schlein. Herr Schlein konnte letztes Jahr und Herr Gompf in diesem Jahr auf ein 40jähriges Engagement in der Stiftung Beiserhaus zurückblicken. In dieser Zeitspanne hatten beide entscheidend mitgewirkt, dass über 500 junge Menschen einen Hauptschulabschluss nachholten und weitere 15 den Realschulabschluss erwerben konnten. Vorbereitung auf die Realschulabschlussprüfung Auch auf den Mittleren Bildungsabschluss bereiten sich immer wieder einzelne Jugendliche bei oben genannten Lehrern vor. Im Dezember werden sich wieder zwei der Prüfung vor einer Prüfungskommission des Staatlichen Schulamtes stellen. Sie haben sich mit grossem Engagement in den Unterrichtsstoff eingearbeitet und sich auch der vorgeschriebenen Hausarbeit gewidmet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und hoffen, dass einer von ihnen mit diesem Abschluss dann die von ihm vorgesehene Ausbildung zum Erzieher an einer Fachschule beginnen kann.

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