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Beiserhaus News 2013

Wegbereiter einer

Wegbereiter einer modernen Heimerziehung Falk hatte etwa 30 „verwahrloste“ Kinder unter seiner Obhut genommen. Einige besonders schwierige Kinder nahm er bei sich auf, die anderen vermittelte er an geeignete Pflegeeltern. Jugendlichen, die dem Schulalter entwachsen waren, besorgte er eine Lehrstelle bei Handwerksmeistern oder eine Arbeitsstelle bei Bauern. Falk hatte für die Kinder eine schöne, geräumige Wohnung in der Weimarer Esplanade angemietet. Der neue Hauseigentümer kündigte ihm aber 1821, weil ihn diese schwierigen Kinder störten. Eine geeignete große Wohnung zu finden, erwies sich als sehr schwierig. Keiner wollte ihn und seine Kinderschar aufnehmen. Es blieb ihm deshalb nichts anderes übrig, als ein altes, verfallenes Haus in der Weimarer Luthergasse als Quartier zu übernehmen. Falk richtete hier einen Elementar-Unterricht für alle aufgenommenen Kinder im schulpflichtigen Alter ein. Für jene, die bereits in der Lehre waren, fand sonntags Unterricht in Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen, Singen und Zeichnen statt. Die schulentlassenen Mädchen erhielten eine Ausbildung in der Spinnanstalt, zu der eine Nähund Strickschule gehörte. Aus den hergestellten Waren wurde der Bedarf für die Kinder und Jugendlichen gedeckt, der Rest verkauft. Vordenker einer wertschätzenden Haltung in der Erziehung Im Jahre 1825 gab Falk dem um- und ausgebauten Heim den Namen „Lutherhof". Hier wird erstmals das Prinzip verwirklicht: Erziehung zur Freiheit durch Erziehung in Freiheit. Falk ist, im Gegensatz zu den herkömmlichen Korrektionsinstituten, der Überzeugung, dass im Erziehungsheim Freude und Fröhlichkeit vorherrschen sollte. An diesen pädagogischen Grundsätzen hat er mit unerschütterlichem Optimismus festgehalten und stellte fest: „Und alles das ohne Kette, ohne Zwang, ohne Schläge bei völlig unverschlossenen Türen und Toren. Sie können alle davonlaufen, aber es läuft keiner davon.“ Als Falk im Herbst 1825 schwer erkrankte und um seinen nahen Tod wusste, bestimmte er die Nachfolge seines Erziehungswerkes. Ein ehemaliger Zögling, der Lehrer Georg Rettner und Falks Frau führten das Kinderheim weiter, bis 1829 das Weimarische Großherzogtum die Oberleitung über das „Falksche Institut" übernahm. Unter dieser Bezeichnung blieb es bis 1929 in einem Neubau in der Weimarer Falkstrasse erhalten. Ein Kupferstich, den einer seiner Zöglinge gefertigt hatte, trägt die Unterschrift: „Ich bin nun frommer Schmied und Zimmermann, ich breche nicht mehr Häuser auf, ich baue welche.“ Quelle: http://www.johannesfalkverein.de Der „Rettungshaus-Gedanke“, dem sich auch der Gründer des Beiserhauses (Bild links), Pfarrer Emil Rausch (1804 – 1874) verpflichtet wusste, setzte Anfang des 19. Jahrhunderts ein. Er hatte als gemeinsame Ausgangsbedingungen die soziale Not insbesondere der Kinder als Folge der Napoleonischen Befreiungskriege, der Hungerszeiten, der Auflösung der ständischen Sozialbindungen durch Entwicklung der Manufakturen und des Beginns des industriellen Zeitalters. Mit ihrem Engagement legten die Väter der Rettungshausbewegung, Johannes Daniel Falk in Thüringen und Adalbert von der Recke- Volmerstein im Rheinland einen Grundstein der heutigen Diakonie.

Ausbildungsstart im Beiserhaus Mitte August 2013 begannen insgesamt 17 junge Menschen ihre Berufsausbildung in der Stiftung Beiserhaus. Unser Bild zeigt zehn von ihnen mit ihren Ausbildern und Direktor Harald Recke (1. v. r.). Elf von ihnen werden von der Agentur für Arbeit, zwei von den für sie zuständigen Jugendämtern und vier vom Jobcenter des Schwalm-Eder- Kreises gefördert. Die jungen Menschen erlernen Berufe im Elektro-, KFZ-, Holz-, Farbe-, Hauswirtschafts- und Ernährungsbereich. Erfolgreiche Ausbildung zum Elektroniker Bernd Vollmer (rechts im Bild), Werkstattleiter im Beiserhaus ist stolz auf seinen ehemaligen Auszubildenden Volodymyr Bart, der im Januar 2013 nach dreieinhalb Jahren seine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik abgeschlossen und im Anschluss in einem Meisterbetrieb in Fritzlar eine Festanstellung erhalten hat. Herr Manfred Sengler, Mitarbeiter im Jobcenter des Schwalm-Eder-Kreises ermöglichte dem jungen Mann, der aus der Ukraine stammt und in Fritzlar mit seiner Frau und seinen Kindern lebt, nach vergeblicher Suche und erfolglosen Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz eine sozialpädagogisch begleitete Ausbildung im Beiserhaus. Nach erfolgreicher Zwischenprüfung wurde die Ausbildung in einem unter markt-orientierten Praxisbedingungen kooperierenden Betrieb fortgeführt. Im Januar 2013 wurde ein gutes Prüfungsergebnis erzielt. Handwerksgeselle Volodymyr Bart besuchte dieser Tage seinen ersten Ausbilder im Beiserhaus, um seinen Dank für die freundliche Aufnahme, die gute Ausbildung in vielen Praxisfeldern und die Vermittlung in den kooperierenden Betrieb in Fritzlar, in dem er inzwischen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen wurde, auszudrücken. Volodymyr Bart freut sich über diesen beruflichen Erfolg und wie er uns berichtete besonders über sein im November geborenes drittes Kind. Wir wünschen der jungen Familie alles Gute für ihre Zukunft. Werner Novotny, Dipl. Soz.-päd.

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