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Beiserhaus News 2013

und auf der Fahrt

und auf der Fahrt zurück nach Rengshausen wird so mancher von der Müdigkeit übermannt. Der Duft der Grillwürstchen führt aber schnell zurück in die Wirklichkeit. Müde, erschöpft, aber stolz wie Bolle nimmt jeder Teilnehmende seine Urkunde und die Würdigung seiner besonderen Leistungen von den Teamern entgegen. Doch auch diese Hürde wird gemeinsam bewältigt. Der selbst zubereitete Eintopf mit Fleischeinlage füllt die hungrigen Mägen. Später, am Lagerfeuer werden die redlich erworbenen Blasen in den Händen und andere kleinere Blessuren wie Trophäen verglichen, die vielen Eindrücke des vergangenen Tages rekapituliert und der Kenterkönig des Tages mit einer Lage Radler gebührend geehrt. Nach wenngleich kurzer, aber doch erfrischender Nachtruhe, wartet der neue Tag mit weiteren Herausforderungen. Nach dem das Lager abgeschlagen und verstaut ist, setzen wir wieder ein und nehmen nochmals zwölf Kilometer Schwalm unter den Kiel. Heute läuft es schon sehr viel besser, die Lenktechniken funktionieren, die Boote bleiben in der gewollten Fahrrinne. Höhepunkt der heutigen Tour ist eine Schwallstrecke in der Mündung der Schwalm zur Eder. Felsblöcke mit schier magischer Anziehungskraft, starke Strömung und Gefälle im Flussbett machen diese Passage bei gutem Wasserstand zu einem beeindruckenden Erlebnis und fordern nochmals alle verbliebene Kraft und Risikobereitschaft. Doch auch diese Herausforderung wird ohne Verluste an Mensch oder Material gemeistert, die letzten Kilometer auf der gemächlich fließenden Eder werden quasi zum Spaziergang. Die Tour endet in Gensungen. Mit letzter Energie werden die Boote gereinigt und verladen In den kommenden Wochen werden die Erlebnisser immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Jörg Hüttl, Leiter der Tagesbetreuung und Berufsvorbereitung

Ich komme aus Afghanistan und lerne Bäcker Hallo zusammen, ich heisse Mahmud Shah und bin 20 Jahre alt. Ich komme aus Afghanistan. Mein Vater hat mich mit meinem Bruder fortgeschickt, weil in unserem Dorf immer häufiger Taliban-Kämpfer auftauchten, die erst mit Versprechungen und später mit Drohungen versuchten, junge Männer und auch Kinder zu rekrutieren. Eines Nachts verließen wir, in Begleitung von weiteren Flüchtlingen, mein Heimatland und flohen über Pakistan und noch viele andere Ländern. Auf der Flucht wurde ich von meinem Bruder getrennt und ich weiss bis heute nicht, was aus ihm geworden ist. Ich weiss aber auch nicht, wie es meinen Eltern und meiner Schwester geht, die in Afghanistan geblieben sind. 2009 endete meine Flucht in Deutschland. Erst wohnte ich einige Wochen im Lager Friedland, dann wurde ich dem Landkreis Fulda zugewiesen. Da ich noch nicht volljährig war, wurde das Jugendamt für mich zuständig, was sich als grosser Glücksfall erwies. Meine Sachbearbeiterin organisierte für mich die Unterbringung im Beiserhaus, wo ich mit weiteren jungen Flüchtlingen aus aller Welt in einer Wohngruppe lebte. Erst wurden wir mit allem Nötigen versorgt. Es wurde aber auch gefordert, regelmäßig an einem Deutsch- Kurs im Beiserhaus teilzunehmen. Die deutsche Sprache zu erlernen fiel mir nicht leicht. Aber ich habe gute Fortschritte gemacht und kann mich inzwischen gut verständigen und unterhalten. Wir haben mit unseren Betreuern, die uns halfen und unterstützten, wo es nur ging, viele Ausflüge gemacht, um hier die Kultur, sowie Land und Leute kennen zu lernen. Nach dem Deutschkurs konnte ich im Beiserhaus den Hauptschulabschluss machen und mit Erfolg bestehen. 2011 bezog ich eine kleine Wohnung in Homberg, wo ich mich auf ein selbstständig geführtes Leben vorbereitete. Kochen, Wohnung in Ordnung halten, Bankangelegenheiten regeln und das Vorsprechen bei Behörden stand nun auf der Tagesordnung. Mit der Zeit gelang mir das immer besser. Im Jahr 2012 zog ich dann in meine eigene Wohnung in Fulda. Auch hier stand mir ein Betreuer des Beiserhauses zur Seite, half mir bei Problemen oder beriet mich in Angelegenheiten, in denen ich unsicher war. Er hat mich auch zu den Behörden begleitet, denn dies war für mich alleine noch schwierig. Da ich nicht nur herumsitzen wollte, sondern auch etwas leisten wollte, beantragte ich eine Arbeitserlaubnis. Mein Traumberuf war Automechatroniker. In verschiedenen Werkstätten absolvierte ich Praktika, wurde auch immer sehr gelobt, aber eine Ausbildung wurde mir nicht angeboten. Auch in anderen Berufen versuchte ich, Fuss zu fassen und arbeitete als Praktikant. Aber mein Bemühen blieb ohne positives Ergebnis: „Netter Kerl“, „sehr fleißig“, „höflich und hilfsbereit“ usw. bekamen meine Betreuer zu hören. Aber niemand hatte einen Ausbildungsplatz für mich.

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