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beiserhausnews122011

Schlossberg-Schule im

Schlossberg-Schule im Beiserhaus Unterrichtsangebot mit Förderschwerpunkt „Emotionale und Soziale Entwicklung“ Wir haben in den zurückliegenden Jahren immer wieder auf unsere Kooperation mit der Schlossberg-Schule, einer Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen hingewiesen. Die Schlossberg-Schule unterhält im Beiserhaus Unterrichtsangebote für vollzeitschulpflichtige junge Menschen, die durch besondere Lebensumstände keinen Erfolg in den öffentlichen Schulen erringen konnten, wo sie sich permanenter Kränkungen ausgesetzt fühlten und sich dem allen letztlich durch Schulschwänzen entzogen. Wenn diese jungen Menschen über die Jugendämter im Beiserhaus aufgenommen werden, benötigen sie in dieser Situation besonderer Hilfe und Unterstützung. Hier können und sollen sie in kleinen Unterrichtsgruppierungen, in Einzelunterrichtung durch die Lehrer der Schlossberg-Schule ihrer Schulpflicht nachkommen. Diese Schulbesuchspflicht bestand bislang meistens und höchstens noch ein Jahr. Seit den letzten beiden Schuljahren erscheinen aber immer mehr junge Menschen in der Stiftung Beiserhaus, die eine wesentlich längere Zeit noch zur Schule gehen müssen. Für sie galt es, das Unterrichtsangebot der Schlossberg- Schule, das Herr Martin Klages bislang alleine umsetzte, so zu ergänzen, dass flexiblere Beschulungseinheiten möglich werden. Unterstützt durch das Staatliche Schulamt und hier durch Herrn Schulamtsdirektor Lothar van Eikels konnte die Schlossberg-Schule eine weitere Lehrkraft, Frau Anne Koch, im Beiserhaus einsetzen. Seit Beginn dieses Schuljahres widmet sich Frau Koch nun insbesondere jenen jungen Menschen, die längerfristig noch schulpflichtet sind, die einen speziellen Förderbedarf aufweisen und die von den Jugendämtern und Eltern für den Besuch der Schlossberg- Schule, einer Schule für Erziehungshilfe und für Kranke, ausgewählt und angemeldet wurden. Grundsätzlich besteht für diese jungen Menschen in diesem Setting auch die Möglichkeit, das Abschlusszeugnis der Hauptschule zu erreichen. Dieses Zeugnis kann zum Schuljahresende hin durch Teilnahme an der zentralen Prüfung des Kultusministerium und einer Projektprüfung erworben werden. Die längere Zeitspanne, die manche nun in dieser Schule verbringen werden, und die Erhöhung des Unterrichtsstundenangebots gibt den beiden Lehrkräften die Chance, nicht nur umfassender die schulischen Kenntnislücken aufzuarbeiten, sondern insbesondere auch die berufliche Orientierung auf ein Berufsfeld, einen Ausbildungsberuf unter Nutzung der Ausbildungswerkstätten des Beiserhauses frühzeitig zu initiieren und damit nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht den unmittelbaren Übergang in eine berufliche Ausbildung zu unterstützen und vorzubereiten. Schlossberg-Schule und Stiftung Beiserhaus kooperieren inzwischen 20 Jahre. Diesem Jubiläum widmen wir im nächsten Jahr 2012 eine Fachtagung zur Thematik „Inklusion – für alle !?“ Chancen – Hürden – Grenzen Interessenten können sich für die Zusendung des Tagungs- Programmes und Teilnahme vormerken lassen.

Hauptschulabschluss nachgeholt Erfolg für die Prüfungskurs-Teilnehmer im Beiserhaus Trotz Verbesserung der schulischen Förderung von jungen, benachteiligten Menschen vielerorts, verlassen zahlreiche von ihnen die Schulen ohne einen Hauptschulabschluss. Manche von ihnen finden über Jugendämter oder Arbeitsagenturen den Weg zu uns ins Beiserhaus, wo sie sich in kleinen Unterrichtseinheiten den Kenntnis- und Wissenstand erarbeiten, um an der „Prüfung für Nichtschüler und Nichtschülerinnen“ zum Erwerb des Abschlusszeugnisses der Hauptschule mit Aussicht auf Erfolg teilnehmen können. Im Januar und Juni war es für zehn junge Menschen wieder einmal so weit. Die Besonderheit der in diesem Jahr durchgeführten Abschlussprüfungen lag darin, dass bei zwei der Prüfungskandidaten noch die „alte“ Prüfungsordnung angewandt werden musste, bei den anderen nach der seit August 2009 gültigen Prüfungsordnung verfahren wurde. Erstmals wurden allen hessischen Prüfungsteilnehmern Aufgaben für die schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch vom Kultusministerium vorgelegt, die an den Lehrplänen der Schulen für Erwachsene (Abendschulen) orientiert sind. Für alle Beteiligten stellte dies eine „Zitterpartie“ dar, denn durften die Lehrkräfte in den zurückliegenden Jahren Aufgabenvorschläge beim Staatlichen Schulamt einreichen, hatten damit die Möglichkeit, den Aufgabenrahmen abzustecken, so wusste niemand, was diesmal auf die Prüfungskandidaten zukam. Dann mussten die Prüfungskandidaten sich auch recht früh entscheiden, ob sie den „Hauptschulabschluss“ oder den „qualifizierenden Hauptschulabschluss“ durch die Prüfung erreichen wollen. Letzterer erforderte nicht nur eine zusätzliche schriftliche Prüfung im Fach Englisch, sondern wird nur erteilt, wenn die Durchschnittsnote 3,0 erreicht wurde. Wird diese Note nicht erreicht, dann erscheint die Note im Fach Englisch nicht im Zeugnis, unabhängig von der hier erzielten Bewertung. Diese hessische Prüfungsspezialität bewog eine Prüfungskandidatin, die sich nicht sicher war, diese Durchschnittsnote zu erreichen, die Hauptschulreifeprüfung mit dem Zusatzfach Englisch zu beantragen, denn sie wollte bei Bewerbungen ihre Englisch-Sprachkenntnis über das Zeugnis nachweisen können. Dies gelang ihr - und sie hatte sogar den besten Abschluss mit der Durchschnittsnote 2,0 erreicht. Nur ein einziger unserer Prüfungskandidaten hatte genügend Selbstbewusstsein, diesen Antrag zu stellen. Ihm wurde mit dem Notendurchschnitt von 2,2 der qualifizierende Hauptschulabschluss zuerkannt. Alle Prüfungsteilnehmer blickten stolz auf das erworbene Hauptschulabschlusszeugnis, mit dem nun zum Start in eine berufliche Ausbildung angetreten werden kann. Zwei der Prüfungskandidaten werden sich einer Wiederholungsprüfung stellen müssen, sie hatten die Übungs- und Vertiefungsangebote der Lehrkräfte leider nicht so genutzt, wie es geboten gewesen wäre. Rückblickend lässt sich in Bezug auf die zentrale Prüfung feststellen, dass die Anforderungen vergleichbar waren mit denen, die bisher die Inhalte und den Standard in den Vorbereitungskursen der Stiftung ausmachten. Die Befürchtung, Unterrichtsthemen und -niveau könnten nicht mit den Anforderungen der zentralen Prüfung korrespondieren, traf jedenfalls nicht ein. Hieraus darf aber keineswegs abgeleitet werden, dass diese neue Prüfungsordnung zum Nachholen von Schulabschlüssen den Bedürfnissen der besonderen Gruppe, aus der sich die Prüfungskandidaten im Beiserhaus und vergleichbaren Bildungseinrichtungen rekrutieren, ihren Befindlichkeiten Rechnung trägt. Leider werden durch starre Prüfungstermine, lange Anmeldefristen, Prüfungsbedingungen und -vorgaben die jungen Menschen in ein Korsett gesteckt, das dem der Schulen gleicht und das sie dort hat scheitern lassen. Wir hoffen, dass diese Prüfungsordnung Korrekturen erfährt. Insbesondere erwarten wir, dass

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