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beiserhausnews122011

Keiner darf verloren

Keiner darf verloren gehen ! Jugendämter fördern überbetriebliche Berufsausbildung im Beiserhaus Im vorigen Jahr ist es gelungen zwei, in diesem Jahr fünf jungen Menschen mit Hilfe der für sie zuständigen Jugendämter den Start in eine Berufsausbildung in den Ausbildungswerkstätten der Stiftung Beiserhaus zu ermöglichen. Davilson Ventura-Pereira,Metallbauer Dies ist deshalb hier mit Dankbarkeit hervorzuheben, weil diese jungen Menschen auf dem freien Ausbildungsmarkt aufgrund ihrer Persönlichkeit keine Ausbildungschance finden, sie aber auch nicht die von den Arbeitsagenturen definierten Ausbildungsvoraussetzungen in ihrer speziellen Lebenssituation und -problematik erfüllen. Steven Weber, Maler und Lackierer Und so blieben sie von den Förderinstrumentarien dieser Behörde ausgeschlossen. In dieser Situation haben nun die Jugendämter trotz sehr angespannter finanzieller Lage in ihren Kommunen die Finanzierung der ausserbetrieblichen Ausbildung übernommen. Von diesen jungen Menschen hatten nur zwei die öffentlichen Schulen nach Beendigung ihihrer Schulpflicht mit einem Hauptschulabschluss verlassen. Alle anderen haben diesen Schulabschluss im Rahmen einer Berufsorientierungsmassnahme im Beiserhaus durch eine Prüfung vor einer Kommission des Staatlichen Schulamts nachgeholt. Fabian Strogies, Metallbauer In dieser Zeit haben sie ihre Neigungen, ihre Talente in den Ausbildungswerkstätten erproben können und konkrete Ausbildungswünsche entwickelt. Als sich abzeichnete, dass ihnen der Zugang in die Ausbildungsangebote der Agentur für Arbeit verschlossen blieb, von Ausbildern und Lehrern aber auf ein gutes Entwicklungspotential verwiesen werden konnte, wurden die Jugendämter um Hilfe gebeten. Thomas Keim, Beikoch Auch künftig wird davon auszugehen sein, dass junge Menschen, die im Beiserhaus leben, nach ihrer Schulentlassung auf wirksame Hilfen und Unterstützung zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit, zur Aufarbeitung oder Linderung ihrer vielfältigen Einschränkungen und zur Teilhabe in Gesellschaft und Arbeitswelt noch weiter angewiesen sein werden. Nico Spruck, Elektroniker Sie benötigen ein auf ihre risikobehaftete Lebenssituation zugeschnittenes individuelles, sozialpädagogisch begleitetes Ausbildungsangebot.

Der einzuleitende Verselbstständigungsprozess bedarf noch einer gewissen Zeit lang pädagogischer Hilfen und Begleitung durch erfahrene Erzieher, damit der Reifungsprozess ihrer Persönlichkeit möglichst ohne gravierende Störungen weitergeht, Rückschläge und drohendes Scheitern frühzeitig erkannt, aufgefangen und verhindert werden können. Wir werden den uns anvertrauten jungen Menschen frühzeitig und in Kooperation mit den ab- gebenden Schulen unser Ausbildungsangebot im Rahmen von Praktika erfahrbar machen. Ziel ist es, möglichst unmittelbar nach Abschluss der Vollzeitschulpflicht jedem jungen Menschen eine Ausbildung anzubieten oder sie mit modular angelegten und auf die Ausbildung anrechenbaren beruflichen Bildungsabschnitten hierauf zu befähigen. In diesem Zusammenhang erscheint auch die Fokussierung auf zweijährige Ausbildungsberufe oder Stufenausbildungsgänge angezeigt. Mit diesen Schritten wird die Intention verbunden, den jungen Menschen Lebensabschnittsperspektiven aufzuzeigen, die für sie nachvollziehbarer erscheinen, die leichter von ihnen akzeptiert und gleichzeitig ernsthafter angegangen werden. Gerhard Freitag, Leiter des Fachbereichs Berufliche Bildung und Mitarbeiter Christoph Krämer, Dipl.Soz.päd. Werner Novotny, Dipl.Soz.päd. Carola Wild, Dipl.Soz.päd. Ausbildungsabschlüsse 2011 im Beiserhaus Im Jahr 2011 legten insgesamt 15 Auszubildende, die vor drei bzw. dreieinhalb Jahren eine Ausbildung zum Elektroniker, KFZ-Mechaniker, Maler und Lackierer, Bau-Maler, Metallbauer, Metallbearbeiter, Hochbauwerker und Koch begonnen haben, ihre Ausbildungsabschlussprüfung erfolgreich ab. Es war ein langer, nicht selten auch für Ausbilder und Lehrer im Beiserhaus ein nervenbelastender Weg, denn so mancher der jungen Menschen traf Entscheidungen in seinem privaten Lebensbereich, die negativ auf Motivation, Arbeits- und Lerneinstellung und allgemeinem Verhalten ausstrahlten. Und so sind alle sehr glücklich, dass viele Schwierigkeiten in Gesprächen und aktiver Unterstützung der sozial-pädagogischen Ausbildungsbegleitern bearbeitet und gelöst werden konnten. Abgebrochen haben in diesem Zeitraum ihre Ausbildung vier junge Menschen, einer aus gesundheitlichen und zwei aus persönlichen Gründen, einer hat auf das Recht zur Wiederholung der nicht bestandenen Prüfung verzichtet. Von den jungen Gesellen und Facharbeitern konnten sieben unmittelbar nach bestandener Abschlussprüfung in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Von denen, die in ihre Heimatregionen zurückkehrten, liegen uns keine Informationen vor. Jugendliche ohne Ausbildung - teuer für die Gesellschaft Nach einer im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellten Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) entstehen für die öffentlichen Haushalte Belastungen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro je Altersjahrgang. Gegenwärtig suchen Jahr für Jahr rund 150.000 junge Menschen ohne Ausbildungsabschluss einen Arbeitsplatz in dieser Gesellschaft. Die von Prof. Jutta Allmendinger, Prof. Dr. Johannes Giesecke und Dr. Dirk Schachtsiek verfasste Studie weist aus, dass 52 Prozent dieser Gruppe junger Menschen über einen Hauptschulabschluss verfügt, 26 Prozent einen Realschulabschluss vorweisen kann und 22 Prozent keinen Schulabschluss besitzen. Die Bertelsmann-Stiftung fordert daher, allen ausbildungsfähigen Jugendlichen eine Garantie auf einen Ausbildungsplatz zu geben und dafür auch das duale Ausbildungssystem ergänzende, öffentlich geförderte Ausbildungsplätze zu schaffen. „Wer in Deutschland ohne Ausbildungsabschluss bleibt, hat kaum Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt“, so Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann- Stiftung. Und weiter: „Fehlende Ausbildung führt zu hohem Arbeitslosigkeitsrisiko und niedrigen Einkommen.“ Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung vom 12. April 2011 - Die Studie des WZB steht als download auf der Internetseite http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten_106530.htm zur Verfügung

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