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beiserhausnews122009

Jugendliche aus

Jugendliche aus Krisengebieten auf der Flucht Beiserhaus übernimmt Betreuung und führt Sprachkurs durch Die Frankfurter Clearingstelle hatte vor einiger Zeit angefragt, ob das Beiserhaus sich wieder der Aufgabe stellen kann, „unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge“ pädagogisch zu betreuen, sie bei der Bearbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse zu begleiten und sie beim Erwerb deutscher Sprachkenntnisse zu unterstützen. Mit Beginn der zweiten August- Hälfte leben nun wieder junge Menschen im Beiserhaus, die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind. Sie kommen aus Afghanistan, dem Irak, Syrien und aus Indien Die jungen Menschen werden von vier pädagogischen Mitarbeitern betreut. Sie haben zudem die Möglichkeit, ihre Anliegen und Probleme auch in ihrer Landessprache vorzubringen. Dafür konnte ein junger Mann (auf unserem Bild in der Mitte) engagiert werden, der vor einigen Jahren selbst als „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ im Beiserhaus lebte und sich hier sehr gute Kenntnisse in der deutschen Sprache aneignete. Die jungen Menschen sind in zwei Lerngruppen aufgeteilt, die einen Sprachkurs bei Frau Steinbrecher und Herrn Hoge besuchen. Weitere Unterstützung geben die Lehrer Altstadt und Haack, die ein Fahrradprojekt initiiert haben. Hier können die erlernten deutschen Vokabeln und die grammatikalischen Regeln im praktischen Tun anzuwenden. Die reparierten Fahrräder stehen ihnen nach Projektabschluss zur Verfügung. Die jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren zeien sich sehr lernmotiviert und betonen, dass sie möglichst bald eine öffentliche Schule besuchen wollen. Dies haben wir dem Leiter der örtlich zuständigen Berufsschule mitgeteilt und werden nach Abschluss des Sprachkurses Ende Januar prüfen, welche schulische Förderung realisierbar ist. Nils Winterhalter, Dipl. Päd. Als „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ werden nach internationaler Definition Minderjährige unter 18 Jahren bezeichnet, die ohne Eltern oder Personensorgeberechtigten ausserhalb ihres Herkunftslandes Schutz suchen vor Verfolgung oder vor Krieg und Bürgerkrieg und deren familiären und sozialen Folgen. Die Bundesregierung hat 1992 vor Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention einen ausländerrechtlichen Vorbehalt eingelegt, wodurch ermög- licht wird, in der deutschen ausländerund asylrechtlichen Rechtsauslegung von diesem internationalen Standard abzuweichen und lediglich Flüchtlingskinder unter 16 Jahren als „minderjährig“ im Sinne o. g. Konvention, des Haager Übereinkommens zum Schutz Minderjähriger von 1961 und des SGB VIII zu klassifizieren. Junge Heranwachsende zwischen 16 und 18 Jahren werden also als Erwachsene behandelt, da ihnen eine eigene Handlungsfähigkeit zugesprochen wird. Das hatte zur Folge, dass keine Regel- Inobhutnahme durch das Jugendamt erfolgte und diese jungen Menschen in Abschiebehaft genommen werden können. Die öffentliche Kritik hat dazu geführt, dass seit dem 1.10.2005 eine Inobhutnahme und die Bestellung eines Vormundes zu erfolgen hat. In einer am 14. Juli diese Jahres veröffentlichten Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge heisst es: „Zukünftig wird es möglicherweise

entscheidend darauf ankommen, wie in den einzelnen Bundesländern der Erstkontakt für unbegleitete Minderjährige geregelt ist“, ob zuerst das Jugendamt oder die Grenz- und Ausländerbehörden Kenntnis von dem/der Minderjährigen erhalten. „Nehmen Jugendämter und Kommu- nen (…) nicht die Inobhutnahme vor, so liegt die Risikoabwägung der individuellen Kindeswohlgefährdung (…) bei der Fachkraft des ASD. Schätzt sie den/die Minderjährige/n als besonders schutzbedürtig ein (…), muss der/die Jugendliche umgehend in Obhut genommen (…) werden. (…) In diesem Zusammenhang braucht nicht betont zu werden, dass eine Aufnahmeeinrichtung für AsylbewerberInnen keine geeignete Unterbringungsform für Jugendliche ist. In ihnen gibt es keine jugendgerechte Betreuung (…).“ zit. n. „Unbegleitete minderjährige Migranten in Deutschland – Aufnahme, Rückkehr und Integration“, hrsg. vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Reihe Working Papers, einsehbar im Internet unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/WorkingPapers/wp26-unbegleiteteminderj_C3_A4hrige,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/wp26-unbegleitete-minderj%C3%A4hrige.pdf Sommerfest des Reit- und Fahrverein Beiserhaus/Rengshausen e. V. Am 22. August 2009 feierte der Reit- und Fahrverein Beiserhaus/Rengshausen e. V. sein Sommerfest. Den ca. 300 Besuchern bot sich ein buntes Bild. Zahlreiche Reitvorführungen von ca. 60 Aktiven reihten sich aneinander. Man bestaunte Dressurquadrillen, die Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren in ihren Reitstunden, unter Leitung der Auszubildenden Tina Groh und des Leiters des Pferdewirtschaftsbetriebs Andreas Högel, einstudiert hatten Springquadrille (v.l.n.r.) Ann-Kristin Heck, Vanessa Hohl, Tina Groh und Frederike Liersch Zwei Voltigiergruppen, die Minis im Alter von dei bis fünf Jahren sowie die Maxis im Alter von fünf bis sieben Jahren, die von Charlotte Lüniger angeleitet werden, zeigten ihr Können. Voltigierkids (v.l.n.r.) Katharina Lüniger, Charlotte Lüniger und die Kinder Emily Sinning, Emily Große, Sophie Szaratta, Paula Knierim, Marlena Gruner, Madita Markgraf, Rosa Högel, Lätitia Dittrich, Lethitia Heimeroth, Mia Högel

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