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7. Ausgabe 2018 (15. Februar 2018)

Donnerstag,

Donnerstag, 15. Februar 2018 | Seite 10 LUNGE ZÜRICH und Lungenliga Glarus in Braunwald: Kinder-Olympiade 2018 Um die sportliche Betätigung an der frischen Luft zu fördern, organisieren LUNGE ZÜRICH und die Lungenliga Glarus die Kinder-Olympiade in Braunwald. Kinder der 4. bis 6. Klasse, die Ski oder Snowboard fahren, können am kosten - losen Anlass teilnehmen. Special Guest: Fabienne Suter, ehemalige Schweizer Skirennfahrerin. Spass am Sport bei der Kinder-Olympiade in Braunwald. (Foto: © LUNGE Zürich) Bei der Kinder-Olympiade treten Kinder der 4. bis 6. Klasse in Skiund Snowboardwettbewerben gegeneinander an und können tolle Preise gewinnen. Der Anlass ist kostenlos und findet am Samstag, 3. März, in Braunwald statt. Gemeinsam sollen die Kinder Spass am Sport erleben und sich in einer fröhlichen Atmosphäre messen können. Zusätzlich wird den Kindern spielerisch auf - gezeigt, dass die Lunge ein wichtiges Organ ist, zu dem Sorge getragen werden muss. Fabienne Suter wird spannende Eindrücke aus dem Profisport schildern und den Kindern Tipps für die Zukunft und Autogrammkarten geben. Die Teilnahme ist kostenlos und umfasst die Hin- und Rückfahrt mit dem Car ab Wetzikon sowie das Mittag - essen in Braunwald. Die Kinder werden in verschiedene Kategorien eingeteilt und treten bei einem Wettbewerb gegeneinander an. ● pd. Anmeldung online unter www.lunge-zuerich. ch/kinder-olympiade. Jeder kann helfen... Spende Blut – Rette Leben! Lieber (böser) FRIDOLIN Leserbrief: «No»-Billag i Mundaart Bi de Diskusiuune um d «No»-Billag- Iniziative isch mer dure Chopf gange, der Hans Riiner und der Ruedi Hertach hettet sicher zu dere ä Kommentaar abgii – eender dergäge as derfüür. De Huuffe Mundaarte wos git sind doch ä Riichtum – allei bi üüs redt me ja vu Elme und Lintel bis übere Chirezer und uf Bilte gad gaar nüd gliich. Schüü isch es, as me daas ä waarnii chaa. Zum Biischpiil und vor allem ä über d Schnabelweid vu der Mund - aartredaggziuu vum Radio. We schüü isch es doch, wämme vu ine gchört, was d Familinäme bedüütet oder worum as üüser Büchel, Bäch und Bäärg zu dem Name chuu sind, wos ebe händ. Spannend isch es, i de Dialäggt z chöre und z vernii, worum as das Gliich vu eim Doorf zum andere anderscht benamset wäärde chaa. Erinnerige chänd unde ufe, wänts usem Archiiv-Choschtbaarkeite bringet – söllet die i Chäschte i de Chäller unde vergammle? Nei! Je nach Aalass trääget d Uussaage vu ehemaalige Bundesräät, Presidänte, Koreschpondänte, Sportler usw. zum Verschtäntnis vum Aggtuelle bii. – As Äng länder würdi dorum säge «NO»!, as Tüütschschwiizer aber: «Das fäälti gad no» (und as Glarner halt «nuch»)! Der tägli Frangge loonti sich nu schu wäget de toppaggtuelle Staumäldige, Naachrichte, Wätterprognose, Waarnige, Sportergäbnis und ebe ä dä Mundaartsändige im Radio. Wäme z zweite loset, sinds nu nuch füfzg Rappe, und wämme dä äm Aabet nuch mitänand Fäärnsee lueget, chunt nüüt drufufe. Es isch ä dä Iniziante vermuetli bi irem Piertringge entgange, was «no» i de meischte, zwaar nüd i üüserne Glaarner Mundaarte, bedüütet: nämmli «nuch»! Ä soo wiit wämmers doch nüd chuu luu, as mer üüs mit dem Änglische «no» üüseri Mundaarte im Radio und im Fäärnsee äwäg nii lönd. Bruuchet mer aso bim Abschtimme üüseri und nüd de änglisch Bedüütig: immer no – oder im Glaarnertüütsch halt ebe – nuch mit der Billag, as mer nuch äsoo chänd lose, we mer sälber redet: Ä soo we üüs der Schnabel gwachse isch! ● Josef Schwitter, Näfels Kinokomödie «We want sex»: Als die Frauen auf die Barrikaden gingen Die wahre Geschichte britischer Arbeiterinnen, die sich nicht damit abfinden wollten, weniger zu verdienen als ihre männlichen Kollegen, und den ersten weiblichen Streik der britischen Geschichte starteten. Manche Filme muss man einfach gern haben, und dieser hier macht es einem besonders leicht. Allein des Themas wegen: Im Jahr 1968 haben die schwer schuftenden Näherinnen des Ford-Werks im britischen Dagenham die Nase voll von jahrelanger Ausbeutung und verlangen einen gerechten Lohn für ihre Arbeit – so viel eben, wie ihre männlichen Kollegen schon lange verdienen. Sonst: Streik. Mit der nur anfangs schüchternen Rita (Sally Hawkins) an der Spitze lehnen sie sich auf gegen das vermeintlich übermächtige Management. Aber auch gegen die Gewerkschaft, der nur die Männer wichtig sind. Gegen ihre Ehemänner, die ihre eigenen Jobs durch den Arbeitskampf der Frauen bedroht sehen. Gegen die Regierung, die Ford unbedingt bei Laune halten möchte. Alle unterschätzen die Willenskraft und das Durchhaltevermögen dieser Frauen, und alle werden sich noch wundern. Der edle Kampf für ein bisschen Gerechtigkeit – das Kino und die Zuschauer - schaft liebt solche Geschichten. ● pd. Donnerstag, 22. Februar, 19.30 Uhr in der Landesbibliothek Glarus: Kinokomödie «We want sex». INSERATEN-ANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch Dreikönigskirche Netstal: Kirchen-News Versöhnungsstationen Vom Mittwoch, 14., bis am Montag, 26. Februar, findet man in der Dreikönigskirche Netstal drei Ver söhnungs - stationen, in denen mit den Schwarzenberger Krippen - figuren drei Szenen gestellt werden. Es sind die Szenen «Die gesteinigte Frau», «Der barmherzige Vater» und «Der barmherzige Samariter», welche man vor dem Hauptaltar, beim Maria- Altar und beim Josef-Altar finden kann. Alle sind herzlich dazu eingeladen, die Versöhnungsstationen zu be suchen. Jugendgottesdienst Am Samstag, 17. Februar, findet um 19.00 Uhr in der Unterkirche Netstal ein Jugendgottesdienst statt. Zum Thema «Gott auch im Tsunami finden – Er ist immer mit dabei» werden P. Ljubo Leko, ofm, und P. Michael Maria Josuran, ofm, den Gottesdienst zelebrieren. Anschliessend kann man noch gemütlich zusammen sein. Der Pfarrer und das Vorbereitungsteam freuen sich auf zahlreiche Gottesdienstbesucher. Kindergottesdienst Für die Kleinen bis zur 3. Klasse gibt es am Sonntag, 18. Februar, um 09.30 Uhr einen Kindergottesdienst. Während die Grossen in der Kirche den Gottesdienst feiern, wird im oberen Pfarreisaal gemeinsam gesungen, eine Geschichte erzählt und gebastelt. Komm doch auch und nimm deine Geschwister mit. Die Katechetinnen freuen sich auf die kleinen Gottesdienstbesucher. ● Lidia Küng

Donnerstag, 15. Februar 2018 | Seite 11 SCHATZchäschtli Für unsere Leserinnen und Leser steht das Schatzchäschtli kostenlos zur Ver fügung (auch mit Foto). Gratulieren Sie zu Geburtstag, Hochzeit usw. in der meistgelesenen Zeitung des Kantons Glarus. Für Lehr-, Schul- und Diplom - abschlüsse gilt ein besonderer Tarif. Mail: fridolin@fridolin oder per Post an Fridolin Druck und Medien, Hauptstrasse 2, 8762 Schwanden. Zum 80. Geburtstag, welchen Doris Schwaetzer-Stüssi am 17. Februar feiern kann, gratulieren wir alle ganz herzlich. Wir wünschen dir ein schönes Fest! Helen mit Yasemin und Stephan Sonja und Christoph mit Silas Kerem und Anna Sheila und Christian mit Fabiane Lieber Okay Wir gratulieren dir herzlich zum 18. Geburtstag und wünschen dir alles Liebe und Gute. Papi, Mami und Ozan 20 Jahre Andrea Gallati Heute Morgen ach du Schreck, die 1 und auch die 9 sind weg. Die 2 und die 0, sie kommen schnell, ab heute sind sie aktuell. Drum freu dich an der neuen Zahl, es bleibt dir keine andere Wahl. Denn bald gibt es ein grosses Fest, das die Wände wackeln lässt. Lass dich knuddeln, lass dich drücken, und dir in die Augen blicken. Viele Male sollst du lachen, Dinge tun, die Freude machen. Wir wünschen dir alles Liebe und viel Glück, schau immer nach vorn, und nie zurück. Alles Liäbi zu dim Geburtstag wünsched dir ds Mami, dr Papi und ds Martina. 10 Jahre Hösli Metzg Am 11. Februar 2008 hat Frau Bukurije Osmani in unserem Betrieb angefangen. Wir danken ihr für ihren tollen Einsatz, die Treue und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Familie Hösli und Team Herzlichen Dank! Möchte allen, die mich vor und nach der OP betreut haben, danken! Allen, dich mich im Kantonsspital Chur und in der RehaClinic Glarus besucht haben, danke! Besten Dank an Marianne und Familie, Martin und Familie sowie Ruedi für die grosse Hilfe! Danke an alle vom Kioskli! Elsbeth Jenny, Glarus Üseri Sandra vu Näfels hät am Samschtig, 17. Februar, ihre Geburtstag. Zu dim Ehrätag wünsched mir dir alles Gueti, Glügg, Gsundheit und was mä suscht nuch alles bruchä cha. Dini Elterä, ds Momi, dini Tochter und alli diä, wo dich möged Lieber Ruben Am 14. Februar 2018 ist die grosse Wende, deine Kindheit hat ein Ende. Doch merke: Erwachsen werden ist nicht schwer, Erwachsen sein dagegen sehr. Drum möge das Glück dich stets begleiten, und dir bescheren schöne Zeiten. Du bist was ganz Besonderes. Wir wünschen dir nur das Beste, alles Liebe von Mami, Werni, Nonna und Haltinner-Mafia Mut zur Courage. SWISSAID unterstützt Frauen in der Dritten Welt, die den Schnaps aus ihrem Dorf verbannen. Kirchliche Anzeigen Homepage: www.grosstal.ch Freitag, 16. Februar, 10.15 Uhr: Wochengottesdienst im «Haus zur Heimat», Linthal, im Mehrzweckraum, mit Pfarrer Christoph Schneider. Freitag, 16. Februar, 18.30 bis 19.30 Uhr: Jugendgottesdienst im Kirchenzentrum Betschwanden, mit Pfarrer Christoph Schneider. Samstag, 17. Februar, 18.00 Uhr: Abendgottesdienst in der reformierten Kirche Luchsingen mit Pfarrer Christoph Schneider. Kollekte: Brot für alle. Sonntag, 18. Februar, 10.00 Uhr: Gottesdienst in der Dorfkirche Braunwald mit Pfarrer Christoph Schneider. Kollekte: Brot für alle. Anschliessend findet der Brotverkauf statt und wir laden Sie zum Kirchenkaffee ein. Gratis-Kirchentaxi in Braunwald: Anmeldung bis am Vorabend unter Telefon 079 236 33 59. Mittwoch, 21. Februar, 13.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr: Gemütlicher Jass- und Spielnachmittag mit Zvieri im Kirchenzentrum Betschwanden, Unkostenbeitrag Fr. 5.–. Interessierte melden sich bei Marlene Dürst, Glarus, Telefon 055 643 32 03. Weitere Informationen zum Jassnachmittag erteilt auch Liliane Sprüngli, Luchsingen, Telefon 055 643 30 24. Das Kirchenzentrum Betschwanden ist für diejenigen, die mit dem Zug anreisen, in wenigen Minuten und zu Fuss gut erreichbar. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen. Donnerstag, 22. Februar, 14.00 Uhr: Ökumenischer Altersnachmittag im Freizeitzentrum Luchsingen. «Lottonachmittag». Anmeldung bis am Montag bei Rosmarie Lehmann, Schwanden, Telefon 055 643 16 78. Voranzeige: Samstag, 24. Februar, 9.30 bis 12.30 Uhr: Konfirmanden-Unterricht im Kirchgemeindehaus Linthal mit Pfarrer Christoph Schneider. Amtswoche: Pfarrer Christoph Schneider, Betschwanden, Telefon 055 64314 52 oder 079 435 85 47. Sonntag, 18. Februar, 09.30 Uhr: Gottesdienst und Kinder - abendmahl mit Pfarrerin Almut Neumann und den Schülern von Elisabeth Marti- Gort; Kollekten: Ostschweizerische Stipendienstiftung für Theologiestudierende Mittwoch, 21. Februar, 09.30 Uhr: Gottesdienste im Alterszentrum Schwanden mit Pfarrer Hans-Walter Hoppensack; Kollekten: Ostschweizerische Stipendienstiftung für Theo - logiestudierende Weitere Informationen unter www.ref-schwanden.ch Samstag, 17. Februar, Bilten-Schänis: Cevi Hirzli, Nachtübung; Auskunft erteilt Christian Isaak, Telefon 079 576 84 88. Sonntag, 18. Februar, 09.30 Uhr: Kirche Bilten, Gottesdienst mit Pfarrer Andreas Berde. Musikalisch begleiten Nora Ly, Mezzosopran, und Susanne Brenner Scheiwiller an der Orgel mit geistlichen Liedern von Max Reger und Joseph Rheinberger. 10.30 Uhr: Kirche Mühlehorn, Guggengottesdienst mit Pfarrerin Annemarie Pfiffner und der Guggenmusik Flumser Chrousi . Anschliessend kleines Platzkonzert vor der Kirche. Danach Suppe im Gasthaus Mühle. 10.45 Uhr: Kirche Mollis, Gottesdienst mit Pfarrer Andreas Berde. Musikalisch begleiten Nora Ly, Mezzosopran, und Susanne Brenner Scheiwiller an der Orgel mit geistlichen Liedern von Max Reger und Joseph Rheinberger. 11.00 Uhr: Kirchgemeindehaus Schänis, Ökumenische «Chlichinderfiir». Auf zahlreiche Familien freut sich das Vorbereitungsteam. Dienstag, 20. Februar, 17.30 Uhr: Pfarrstübli Bilten, Jugend - gottesdienst mit Pfarrerin Annemarie Pfiffner. Mittwoch, 21. Februar, 14.00 Uhr: Kapellenzentrum St. Katharina, Bilten, Ökumenischer Seniorentreff. «Eindrücke aus Kenia» Pfarrerin Christina Brüll berichtet mit Bildern von ihrem Einsatz an einer Primarschule. Donnerstag, 22. Februar, ab 11.00 Uhr: Restaurant National, Näfels, Seniorenzmittag. Anmeldung bis am Vortag direkt im Restaurant, Telefon 055 612 10 30. 17.15 Uhr: Pfarrhaussaal Obstalden, Jugend - gottesdienst mit Pfarrerin Christina Brüll. Pfarrerin Annemarie Pfiffner, Telefon 055 61413 46; Pfarrerin Christina Brüll, Telefon 055 6121215; Pfarrer Andreas Berde Telefon 055 615 22 43; www.refkirchenkreisglarusnord.ch Sonntag, 18. Februar, 09.30 Uhr: Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Peters Montag, 19. Februar, 18.00 Uhr: Jugendgottesdienst mit Pfarrer Matthias Peters Dienstag, 20. Februar, 19.30 Uhr: Konfirmanden-Elternabend im Pfarrhaussaal in der Rüti mit Pfarrer Matthias Peters Mittwoch, 21. Februar, 10.00 Uhr: Gottesdienst im Seniorenzentrum im Feld mit Pfarrer Matthias Peters www.ref-niederurnen.ch Samstag, 17. Februar, 18.00 Uhr: Taizé-Feier im Dominikus-Saal im Kloster Weesen, Einsingen ab 17.20 Uhr. Sonntag, 18. Februar, 10.00 Uhr: Gottesdienst in der Zwingli - kirche Weesen mit Pfarrer Anselm Leser. Musik: Sabina Schmuki Im Anschluss Kirchenkaffee Kirchentaxi: Telefon 079 46577 54. Sonntag, 25. Februar, 10.30 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der Flikirche Weesen mit Pfarrer Jörn Schlede und Diakon Pawel Gorski Musik: ad hoc Chor unter der Leitung von Sabina Schmuki. Anschliessend Suppentag im Pfarreiheim im Hof Weesen. Amtswoche: Pfarrer Jörn Schlede, Telefon 055 61616 80 E-Mail: pfarramt@evangweesen-amden.ch www.evang-weesen-amden.ch Dachsanierungen F. Hösli, 8762 Schwanden Telefon 055 64410 06 www.f-hoesli-ag.ch INSERATEN-ANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch STEH -SATZ von Fridolin Jakober No Brüllag Es ist 08.30 Uhr. Lagebesprechung. Vor uns liegt ein Fächer von Wahlund Abstimmungsflyern. Die meis - ten sind gut gemacht, satte Farben auf ungestrichenem Papier – einzig der «No Billag»-Flyer zeigt keine Bilder, nur die Namen der Podiums - teilnehmer und gross den Namen der Moderatorin, fast als wäre sie wichtiger als die Pro- und Contra- Teilnehmer. «Der Ueli ist gleich alt wie ich, und der Andrea ist auch nur ein Jahr älter», stelle ich fest, als meine Augen über das Taubenblau des Flyers gleiten. Die Redaktionskollegin: «Warum bist du darüber verwundert?» – «Früher waren die Teilnehmer an Polit-Foren immer älter als ich.» – «Dafür ist die Moderatorin jetzt halb so alt wie du!», meint sie, und sie hat – wie so oft – recht. Da wir dazu ähnliche Ansichten haben, gibt es keinen Grund, die derzeit lauteste Polit - diskussion der Schweiz noch zu vertiefen. Auch das Festlegen von Titel- und Leitsatz-Thema geschieht in ruhiger Diskussion, aber dann nimmt sie einen der Flyer in die Hand: «Schau dir diesen Blick an!» – «Na und, er grinst in die Kamera ...», sage ich. Dann schaue ich genauer hin – mitten auf dem Politikerlächeln prangt eine verschmierte Katzenpfote. «Du meinst, wegen des Abdrucks?» – «Ach so ...», sie mustert das Papier ebenfalls, «’tschuldigung, das waren die Katzen ... Nein, was ich meine, er sieht doch wirklich attraktiv aus.» Normalerweise halte ich mich in politischen Diskussionen zurück – aber jetzt sprudelt es nur so aus mir heraus, und zwar etwas lauter als gewöhnlich: «Dieser Selbstdarsteller? An alle Sitzungen kommt er zu spät, dann darf man auf Monsieur warten.» – «Aber attraktiv ist er, das musst du zu - geben!» Irgendwie stört mich das, wenn Frauen Männer, die mir unsympathisch sind, attraktiv finden. Ich setze zu einer noch lauteren Erwiderung an: «Da würde ich noch lieber ...» – «Jetzt bist du beleidigt», unterbricht sie mich. «Von mir aus, dann wähle ich ihn halt nicht. Aber bitte, zügle dich im Ton. Wir sind doch hier nicht bei der Brüllag!» Noch ein Punkt für sie. Jetzt gehen wir sie der Reihe nach durch. «Er hat ziemlich abgebaut in letzter Zeit, findest du nicht?», sage ich vom einen. «Er sieht mir einfach zu sehr aus wie ein Pfadiführer», sie vom anderen. Dann halte ich einen hoch, von dem ich dachte, dass er ihr sympathisch ist, und sie prompt: «Der hat in den letzten vier Jahren doch nicht eine einzige klare Position vertreten, den wähle ich garantiert nicht ...» Dabei ist das aus - gerechnet mein Favorit. Aber da fällt es mir wieder ein und ich entgegne: «Du, du wohnst ja gar nicht hier, du darfst nicht wählen.» Das stimmt zwar – ein Punkt für mich also –, aber so richtig wie ein Sieg fühlt es sich nicht an. ●