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7. Ausgabe 2018 (15. Februar 2018)

Donnerstag,

Donnerstag, 15. Februar 2018 | Seite 24 Kaspar Becker, Kandidat Regierungsratswahl 2018: Mit Herz und Verstand Am 4. März 2018 wählt die Bevölkerung des Kantons Glarus fünf Regierungsräte. Für den frei werdenden Sitz von Röbi Marti bewirbt sich Kaspar Becker, BDP, Ennetbühls. Der FRIDOLIN stellt ihn im Interview vor. Christian Büttiker, Kandidat Regierungsratswahl 2018: Verantwortungsvoll und teamfähig Am 4. März 2018 wählt die Bevölkerung des Kantons Glarus fünf Regierungsräte. Für den frei werdenden Sitz von Röbi Marti bewirbt sich Christian Büttiker, SP, Netstal. Der FRIDOLIN stellt ihn im Interview vor. Kaspar Becker, BDP, Ennetbühls. (Foto: zvg) Christian Büttiker, SP, Netstal. (Foto: zvg) Nennen Sie drei Beweggründe für Ihre Kandidatur als Regierungsrat. Als Glarner mit «Liib und Seel» bin ich äusserst motiviert, mich bei der Entwicklung unseres kleinen, aber wunderschönen Kantons mit ganzer Energie, also mit Herz und Verstand einzubringen. Der Kanton Glarus steht vor grossen Herausforderungen. Diese kann er heute aus einer starken Position in Angriff nehmen, weil er in der Vergangenheit vieles richtig gemacht hat, nicht zuletzt aus finanzieller Sicht. Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner Erfahrung und meinem Wissen aus Beruf und Politik einen bedeutenden Beitrag zur positiven Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen kann. Welche Qualitäten zeichnen Sie für das Amt eines Regierungsrats aus? Aus meinen bisherigen Tätigkeiten bringe ich breites Wissen im Finanzbereich und Führungserfahrung mit. Zudem baute ich beruflich und privat ein starkes Netzwerk von guten Kontakten auf. So lernte ich Freuden und Sorgen der Glarnerinnen und Glarner kennen und bekam Einsicht in viele Themen. In den letzten Jahren erweiterte ich als Präsident der landrätlichen Finanzaufsichtskommission mein Wissen zu sämtlichen Departementen und baute wertvolle Kenntnisse auf. Ebenfalls übernahm ich entsprechend politische Verantwortung und Führung. Als geerdeter, bodenständiger Glarner mit gesundem Menschenverstand bin ich zudem überzeugt, ein echter Vertreter der Glarnerinnen und Glarner in der Regierung zu sein. Wo steht der Kanton Glarus wirtschaftlich im Jahr 2028? Der Kanton Glarus wird auch in zehn Jahren im südlichen Kantonsteil über eine wunderschöne, intakte Landschaft mit einem bestens integrierten, sanften Tourismus verfügen und somit auch wieder vermehrt ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort sein. Die Landwirtschaft soll auf qualitativ hochstehende Produkte setzen und somit mithelfen, die Marke Glarnerland weit herum bekannt zu machen. Wohl eher in der Mitte und im Norden wird sich der Wirtschaftsstandort Glarnerland erfolgreich den neuen Herausforderungen stellen. Die Digitalisierung Gemeindepräsidium Glarus wird für den Kanton Glarus zur grossen Chance werden. Zahlreiche erste und sehr erfreuliche Schritte wurden bereits erfolgreich umgesetzt, das Potenzial im Kanton ist sehr gross – wir werden das erfolgreich nutzen. Mit welchen Impulsen werden Sie als Regierungsrat dazu beitragen? Die finanz- und fiskalpolitischen Rahmen - bedingungen für Bevölkerung und Wirtschaft müssen verlässlich und attraktiv sein. Aber auch eine schlanke, effiziente Verwaltung ist zwingend weiterhin notwendig. Ein qualitatives und nicht nur quantitatives Wachstum sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Unternehmen ist zu verfolgen, dies ohne die Möglichkeiten unserer natürlichen Ressourcen zu überfordern. Dazu gehören die notwendigen Ver - kehrs erschliessungen, aber auch das überlegte Entwickeln von Wohnraum, womöglich durch verdichtetes Bauen in bereits bestehenden Bauzonen. Hier wurde in den letzten Jahren vieles vor bereitet und geplant – jetzt gilt es umzusetzen! Welche Bedeutung hat der Kanton Glarus unter Ihnen als Regierungsrat zukünftig a) für die Schweiz und b) für Europa? Der Kanton Glarus muss zurück auf die Landkarte der Schweiz – es kann nicht sein, dass wir für die andern Schweizer irgendwo an einer Autobahnausfahrt Richtung Bündnerland liegen. Dazu müssen wir besser wahrgenommen werden. Der Kanton Glarus hat das Potenzial dazu. Sei es mit erstklassigen Produkten aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelbranche; vom Käse über das Bier hin zur Schokolade sind wir in der Champions League. Unsere Industrie produziert täglich Produkte der Spitzenklasse, und über unsere Landschaft habe ich schon geschwärmt. Dies gilt es zu fördern und bekannt zu machen. Glarus hat das Potenzial zu einem kleinen, aber feinen und vor allem erfolgreichen Kanton. Nutzen wir das. Machen wir das publik. Und leisten wir einen Beitrag dazu, dass auch die Schweiz als Ganzes selbstbewusster in Europa auftreten wird. Hier glaube ich aber, dass der direkte Einfluss eines Regierungsrates aus Ennetbühls das Verhältnis zu Europa nicht grundlegend verändern wird – einen «Reset- Knopf» à la Bundesrat Cassis habe ich für diese Frage nicht auf Lager ... ● FJ Hans Peter Spälti, Netstal Klug, klar, kritik- und konsensfähig! Komitee Wahl mit Wahl FRIDOLIN: Nennen Sie drei Beweggründe für Ihre Kandidatur als Regierungsrat. Ich habe meinen Rucksack gut gefüllt und bringe viel Lebenserfahrung mit. Ohne diesen vollen Rucksack würde ich nicht antreten. Als Unternehmer, langjähriger Verbandsfunktionär in Führungsfunktionen, als Feldweibel der Schweizer Armee, ehemaliger Schulrat und als aktueller Gemeinde- und Landrat habe ich viel erlebt, geführt und bewegt. In der Politik braucht es diese Erfahrungen, um gute und breit ab - gestützte Entscheide treffen zu können. Politik macht mir Freude. Das habe ich im Verlauf meiner bald achtjährigen Amtszeit als Gemeinderat gemerkt. Mit meiner Dossierkenntnis, meiner Teamfähigkeit und Führungsarbeit konnte ich doch einiges umsetzen. Die Richtund Nutzungsplanung der Gemeinde Glarus ist genehmigt und wird in diesen Tagen rechtskräftig. Ein riesiges Projekt, das ich als Verantwortlicher zusammen mit dem Gemeinderat, den Planern und der Bevölkerung umsetzen konnte. Ich bin bereit für eine berufliche Veränderung! Solch eine Aufgabe muss man persönlich wollen und nicht aus parteipolitischen Gründen an - nehmen. Ich will mich voll und ganz für diese Aufgabe und für den Kanton einsetzen. Durch die Vertretung der SP im Regierungsrat wird der Einbezug unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen ermöglicht. Heute ist ein grosser Teil der Bevölkerung im Regierungsrat nicht ver - treten, und Oppositionspolitik bindet zu viele Kräfte. Für gute Lösungen braucht es alle politischen Meinungen im Regierungsrat. Davon bin ich fest überzeugt. Welche Qualitäten zeichnen Sie für das Amt eines Regierungsrats aus? Mein reicher Erfahrungsschatz. Den braucht es zwingend für ein solches Amt. Politik verlangt Menschenverstand und die Fähigkeit, aus ganz verschiedenen Meinungen das Beste für unser Zusammenleben zu definieren und umzusetzen. Meine Bereitschaft, Verantwortung zu über - nehmen und zu führen. Ich bin fest überzeugt, dass ein solches Amt viel Verantwortung mit sich bringt. Die Verantwortung steigt mit jedem grossen Projekt, das umgesetzt wird. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen und Projekte umzusetzen. Aus meinen Führungsaufgaben in den kanto - nalen Verbänden und aus dem Landrat kenne ich sehr viele Leute und Orte und den ganzen Kanton sehr gut. Das schöne Glarnerland ist mir vertraut und liegt mir am Herzen. Es ist mir wichtig, dass sich das Glarnerland seiner Schönheit bewusst ist und dass alle Entscheide zu Veränderungen überlegt und breit abgestützt gefällt werden. Wo steht der Kanton Glarus wirtschaftlich im Jahr 2028? Diese Frage zu beantworten ist wie in einer Glaskugel lesen – das kann und will ich nicht können. Ich bin aber überzeugt, dass sich das Glarnerland wirtschaftlich weiterentwickelt und seinen Platz in der schweizerischen Wirtschaft behaupten wird. Damit dies möglich wird, braucht es für unsere Betriebe gute Voraus - setzungen. Dies seitens der Erschliessung mit allen nötigen Ressourcen, einer guten Verkehrserschliessung und mit entsprechend ausgebildetem Personal. Es braucht eine gute Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und der öffent - lichen Hand. Denn beide Seiten sind gleich wichtig für das Wohlergehen des Kantons. Diese Zusammenarbeit muss gepflegt und gestärkt werden und die Wirtschaft kann nicht nur auf die öffentliche Hand zurückgreifen, wenn sie etwas braucht. Nein, auch die Wirtschaft muss sich im Kanton einbringen, sei es durch aktive Teilnahme an Raumplanungsfragen, als aktiver Politiker und durch das Zahlen von verur - sachergerechten Steuern. Mit welchen Impulsen werden Sie als Regierungsrat dazu beitragen? Durch eine geschickte kantonale Raumplanung und viele Gespräche zwischen den Wirtschaftsführern und dem Gesamtregierungsrat. Genauso wichtig ist der regelmässige Kontakt mit der Bevölkerung zu wichtigen Themen. Denn alles, was es für die Entwicklung der Wirtschaft braucht, hat Folgen für den Kanton als unseren Lebensraum. Darum muss die Be - völkerung laufend und transparent über die Ergebnisse solcher Gespräche informiert werden oder sogar für Vorentscheide miteinbezogen werden. Der Kanton gehört in seiner Ausprägung allen Einwohnerinnen und Einwohnern dieses Kantons, nur gemeinsam sind gute, mutige und zukunftsorientierte Lösungen möglich. Dazu gehört sicher auch die Diskussion über die Steuerlast aller Steuerzahler. Welche Bedeutung hat der Kanton Glarus unter Ihnen als Regierungsrat zukünftig a) für die Schweiz und b) für Europa? Wir wählen nur einen, höchstens zwei neue Regierungsräte. Um die Bedeutung des Kantons gegen aussen zu verändern, braucht es einen Gesamtregierungsrat, der sich zur Positionierung unsers Kantons klar äussert und mit den nötigen Mitteln auch entsprechend bewirt - schaftet. Sicher braucht es auch Erfolge durch innovative Projekte, die nach aussen strahlen können. Diese müssen durch ein gutes Marketing und gute Berichterstattungen nach aussen getragen werden können – wieder in Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand. Wichtig sind auch schweizerische Anlässe, die im Kanton stattfinden – sei es in Politik, Sport, Kultur oder anderswo. Laden wir die Schweiz immer wieder zu uns ein! Genauso wichtig ist die Vertretung von uns Glarnerinnen und Glarnern an schweizerischen Anlässen ausserhalb des Kantons. Die Bedeutung des Kantons für Europa ist sehr schwer einzuschätzen. Zuerst muss ja die Schweiz wissen, wie sie/wir alle zu Europa stehen. Ich denke nicht, dass Europa auf uns Glarner wartet, sondern dass wir uns durch weitere Innovationen wirtschaftlich in Europa behaupten sollten. ● FJ

Donnerstag, 15. Februar 2018 | Seite 25 Wahlforum 2018 Gemeindepräsidium Glarus SIE haben die Wahl! Wählen Sie am 4. März 2018 Hans Peter Spälti, Netstal als Gemeindepräsident! Viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger RAUCH UND FEUER Seit Monaten macht sich Unmut über die Gemeindeführung in Glarus breit. Hinter vorgehaltener Hand wird ausgesagt, dass es in den Abteilungen rumort und Mitarbeiter kurzerhand freigestellt werden. Niemand will ohne genauere Sachkenntnis urteilen. Aber wo Rauch ist, ist auch Feuer. Wie zu lesen war, ist auch Hans Peter Spälti aus Netstal wählbar. Spälti hat aus seiner Tätigkeit im Landrat einen guten Leistungsausweis und einen tadellosen Leumund. Er ist integer, keiner Partei verpflichtet und eine echte Alternative. Grund genug, eine Richtungsänderung einzuläuten. Besorgte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus Ennenda. Inserat 83. Hauptversammlung des Reitvereins Glärnisch: Rahel Felber Ehrenmitglied Am Freitag, 2. Februar, fand in der lintharena sgu in Näfels die 83. Haupt - versammlung des Reitvereins Glärnisch (RVG) statt. Präsidentin Marianne Hefti (links) übergibt Rahel Felber ein Geschenk für die Ehrung zum Ehrenmitglied. (Foto: zvg) Die Präsidentin Marianne Hefti er - öffnete – für sie zum ersten Mal – nach dem gemeinsamen Essen vor 57 Mitgliedern die ordentliche Hauptversammlung. Das Protokoll, der Kassabericht, der Revisionsbericht, die Ressortberichte sowie die Jahresrechnung wurden allesamt genehmigt und dem Kassier sowie dem Vorstand Décharge erteilt. Nun gelangte die Präsidentin zu den Wahlen und Rücktritten. Zuerst wurden die beiden Rücktritte aus dem Vorstand bekannt gegeben. Nadja Mächler verlässt den RVG-Vorstand nach vier Jahren, davon zwei Jahre als Beisitzerin, ein Jahr als Vizepräsidentin sowie ein Jahr als Kurs - koordinatorin. Ein weiterer Rücktritt war mit Gjylferije Murati zu verzeichnen. Sie verlässt nach drei Jahren das Amt der Aktuarin. Als Nachfolgerin von Nadja Mächler (Kurskoordinatorin) kommt neu Selina Landolt in den Vorstand. Das Amt von Gjylferije Murati (Aktuarin) wird von Selina Schwitter übernommen, welche bereits seit einigen Jahren bei uns als Vorstandsmitglied mitwirkt. Auf die Mitglieder wartet auch dieses Jahr ein gefülltes und abwechslungsreiches Jahresprogramm mit den Pferde sporttagen in Bilten, dem Frühstücksritt, dem beliebten «Ride & Bike», dem Chlaushöck sowie weiteren tollen Anlässen. Weiter wurde die Jahresmeisterin 2017 bekannt gegeben. Mit einem 1. Rang an der Vereinsmeisterschaft Gymkhana und einem 3. Rang beim «Ride & Bike» mit ihrer Haflinger- Stute «Farameh» hatte Saskia Marti die Nase vorne. Herzliche Gratulation. Zudem wurde Rahel Felber aus Kaltbrunn als neues Ehren mitglied geehrt, welche den RVG seit ihrem Eintritt vor mehr als 10 Jahren tatkräftig unterstützt und über viele Jahre wertvolle Mitarbeit im OK der Pferdesporttage Bilten geleistet hat. ● Michelle Jenni Wahlen 2018 Wahlempfehlungen bedürfen eines Inserates. Gerne unterstützt Sie unser Verkaufsteam entweder online unter fridolin@fridolin.ch oder am Schalter in Schwanden. Danke für Ihr Verständnis. Ihr FRIDOLIN-Team