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wochenblatt-westerkappeln_15-02-2018

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Allgemeines Kompetente Hilfe im Pflegefall: Die Berater vom Amt für Soziales und Pflege des Kreises haben im vergangenen Jahr mehr als 1500 Menschen unterstützt. Der Bedarf an qualifizierter Pflegeberatung nimmt alljährlich zu. Foto: dpa Wenn der Alltag zum Problem wird Pflegeberatung des Kreises Steinfurt bietet Unterstützung an Als Reaktion auf den demografischenWandel und die größer werdende Gruppe älterer Menschen bietet der Kreis Steinfurt bereits seit 2009 eine Pflegeberatung an, die ins Amt für Soziales und Pflege eingebunden ist. Auch wenn der Schwerpunkt des Angebotes auf der Beratung von Menschen über 70Jahren liegt, gehören auch Kinder und Erwachsene aller Altersgruppen mit Behinderungen, Krebs- oder Demenzerkrankungen zur Zielgruppe. „Pflegebedürftige finden sich oft in einem Dschungel aus Fragen wieder und wissen gar nicht genau, welche Wege ihnen offenstehen. Wir nehmen an dieser Stelle eine Lotsenfunktion ein, beraten dazu, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt“, erklärt Doris Richter, die zum sechsköpfigen Team der Pflegeberatung gehört. In den meistenFällen melden sich Menschen aus dem sozialen Umfeld der Bedürftigen bei der Pflegeberatung: Vor allem die Angehörigen, aber auch Nachbarn, Ärzte oder Krankenhaussozialdienste. In einigen Situationen suchen auch die Betroffenen selbst den Kontakt. „Die größte Sorge besteht bei DasTeam der Pflegeberatung (v.l.):Angela Grosse, Jürgen Linnemann, Elke Timm-Glaßmeyer, Monika Haake, Susanne Niemöller und Doris Richter. Foto: Kreis Steinfurt Angehörigen, wenn die pflegebedürftige Person alleine lebt. Dennoch lautet unser Grundsatz: ,ambulant vor stationär‘, da wir die Menschen bei ihrem Wunsch unterstützen möchten, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben“, erläutert Richter. Die erste Kontaktaufnahme mit der Pflegeberatung erfolgt invielen Fällen telefonisch. Anschließend findet ein Gespräch in den Büros der Beratungsstellen statt oder die Mitarbeiter kommen zu den Bedürftigen, um besser einschätzen zu können, welche pflegerische Unterstützung nötig ist. Die Hausbesuche zeichnen die Pflegeberatung des Kreises Steinfurt laut Mitteilung im Kontakt zu den Pflegeberatern Vergleich zu ähnlichen Angeboten besonders aus. Manchmal reicht es, wenn die Berater haushaltsnahe Die Pflegeberater des Kreises Steinfurt nehmen Terminanfragen telefonisch entgegen: Susanne Niemöller (Telefon 054 82/ 70 35 63, zuständig für Westerkappeln und Lotte), und Elke Timm-Glaßmeyer (Telefon 054 82/ 70 35 64, zuständig für Ibbenbüren und Mettingen) im Tecklenburger Kreishaus. Außerdem existieren seit 2009 drei Pflegestützpunkte inSteinfurt, Rheine und Ibbenbüren als gemeinsames Beratungsangebot des Kreises und der Pflegekassen. Weitere Informationen gibt es online unter www.kreis-steinfurt.de, Internetverweis „Pflegeberatung“. Dienstleistungen organisieren, in anderen Fällen müssen sie einen ambulanten Pflegedienst, eine Tagespflege oder einen vollstationären Pflegeplatz in Betracht ziehen. „In einigen Situationen vermitteln wir auch bei einem gemeinsamen Termin zwischen den Angehörigen und den Pflegebedürftigen, da nicht immer Einigkeit darüber herrscht, wie es weitergehen soll“, berichtet Doris Richter aus der Praxis. Auch bei Fragen der Finanzierung unterstützen die Mitarbeiter der Pflegeberatung die Bedürftigen, wie Richter erläutert: „Wir helfen beispielsweise dabei den Antrag auf Einstufung in einen Pflegegrad bei der Pflegeversicherung zu stellen. Sollte die Versicherung für mögliche Kosten nicht aufkommen, gibt es auch die Möglichkeit, bei uns im Amt für Soziales und Pflege die sogenannte ,Hilfe zur Pflege‘ als Sozialhilfeleistung zu beantragen – auch dabei unterstützen wir.“ Die Beratung ist kostenlos und unabhängig. In 2017 wurden nach Angaben des Kreises so mehr als 1500 Pflegebedürftige unterstützt –und die Zahl der betreuten Fälle nimmt jedes Jahr weiter zu.