DorfStadt 03-2018

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

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„ U n s e r e z u v e r l ä s s i g e A r b e i t

w i r d d u r c h u n s e r 1 0 - j ä h r i g e s

S h o p - J u b i l ä u m u n t e r s t r i c h e n . “

A n d r e a s M a a k

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Rissen · Sülldorf · Iserbrook · Blankenese · Othmarschen

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Der Weg

zum Glück

I M G E S P R Ä C H : S.12

Hunde wecken

Erinnerungen

Foto: privat

Masterplan zur Sanierung und Optimierung vorgestellt:

Wildgehege will über

Wolf informieren

Wildgehege-Chef Dr. Michel Delling vor einer der Informationstafeln

Foto: Krohn

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ein neues Präsidium gewählt.

Präses der neuen Synode ist Dr.

Thomas Flower, 54, Dekan der

Fakultät Technik und Infor ma -

tik der Hochschule für Ange -

wandte Wissenschaften Ham -

burg, Ehrenamtlicher aus der

Kirchengemeinde Niendorf. Die

zwei stellvertretenden Präsides

sind Bettina Lütgerath, 59,

Rechtsanwältin, ehrenamtliche

Rechtsberaterin und Berufsbe -

treuerin, aus der Kirchen ge -

meinde Christuskirche Othmar -

schen sowie Udo Zingelmann,

47, Pastor der Kirchengemeinde

Christus Schulau.

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Vielfältige natur- und waldpädagogische

Ange bote

haben das Wildgehege im

Klövensteen Rissen in den

vergangenen Jahren erfolgreich

gemacht. Zahlreiche Fa -

mi lien und Schulklassen zieht

es in den Wald, um mehr über

heimische Flora und Fauna zu

RISSEN

Täglich erreichen Christian

Erdmann, Leiter der Wild -

tierstation in Sparrieshoop

Anrufe, dass der Hund oder

die Katze junge Feldhasen

gefunden hätten. Die große

Frage vieler Anrufer: „Was

soll man tun?“

Erdmann rät: „Hände weg von

jungen Wildtieren!“ Auch

wenn’s schwer fällt. Die Brut

und Setzzeit hat lange begonnen.

Seit Januar gibt es Feld -

hasennachwuchs. Nichts ungewöhnliches,

weiß der Fach -

mann. Das kalte Wetter schadet

den Hasen nicht. Sie haben

dichtes Fell. Nasskaltes Regen -

wetter hingegen ist oft tödlich

für den frühen Nahwuchs.

Leider wildern Haustiere ungehindert

in der freien Natur. Erd -

mann und seine Mitarbeiter

sollen verletzte Tiere dann versorgen.

„Das funktioniert aber

nicht“, mahnt Erdmann.

Hunde gehören an die Leine

und Katzen gehören nicht

unbeaufsichtigt in Feld und

Wald. Das gebe Konflikte, die

die Mitarbeiter der Wild tier -

station nicht heilen könnten.

ELBVORORTE

erfahren. Das Wildgehege ist

jedoch in die Jahre gekommen

und muss dringend saniert werden.

Die Gelder hierfür und

auch für den laufenden Betrieb

sollen über Spenden und verschiedene

kostenpflichtige be -

stehende und zusätzliche

Ange bote eingeworben werden,

2017 haben die Wildtierfreunde

u.a. über 40 gewilderte Feld -

hasen mit der Flasche großgezogen.

„Das beschert uns er -

heb liche Mehrarbeit. Doch

eigentlich wollen wir verletzten

Tieren helfen, nicht Opfern, die

durch menschliches Eingreifen

in die Natur verletzt sind.“

Manchm al reichen auch die

Mittel der spendenfinanzierten

Einrichtung schlicht nicht aus.

Auch Eichhörnchen haben jetzt

schon Nachwuchs. Wer jetzt

damit der Eintritt weiter frei

bleiben kann.

Das stößt nicht nur auf Ge gen -

liebe, sondern auch auf Kritik.

Vor allem befürchten Anwoh -

ner mehr Verkehr und den

Ausbruch von dort möglicherweise

bald lebenden Wölfen.

Seite 3 (Markus Krohn)

Hände weg von Jung-Wildtieren

Leiter der Wildtierstation Hamburg gibt Tipps am Telefon | Konrad Matzen

Ein junger Feldhase in der Wildtierstation

Foto: Wildtierstation

noch Bäume im Garten fällen

will, sollte sich den Baum

genau anschauen, ob sich nicht

doch noch in der Krone ein

Eichhörnchenkobel befindet.

Unter Umständen zerstört man

auf diese Weise ganz schnell

eine Eichhörnchenfamilie.

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2 • DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018

ALTONA AKTUELL

Neues aus dem Bezirk | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf Achim Wiegand

Moin, liebe Leser,

die Stadt wird überschwemmt

mit Radfahrwegen. Als ob jeder

Mensch körperlich in der Lage

und willens wäre, sich auf’s

Zweirad zu schwingen. Nicht

nur Autofahrer, auch Fußgänger

gucken indessen in die Röhre.

Ärgert auch Sie der Zustand

vieler Gehwege? Da werden

Platten von Baumwurzeln nach

oben gedrückt und mancherorts

klaffen regelrechte Kleincanyons

im rissigen Asphalt. Das ist

weder lustig für gehschwache

Ältere, noch für Mütter mit

Kinderwagen oder Rollifahrer.

Kleiner Tipp: melden Sie Schä -

den oder Mängel an Gehwegen

beim Wegewart von Altona.

Mehr dazu im Internet http://

ogy.de/lqcu oder per Anruf unter

Behördennummer 115. Ihre

Erlebnisse als Fußgänger bitte

an redaktion@dorfstadt.de

EEZ-Ausbau: FDP

besorgt um Einzelhandel

Osdorf – Die FDP Altona be -

fürchtet, dass der geplante

Ausbau des Elbe Einkaufs zen -

trums (EEZ) zu Lasten des Ein -

zelhandels in den Elbvororten

geht. Lorenz Flemmig, liberaler

Fraktionschef in der Bezirks -

versammlung: „Die EEZ-Ver -

grö ßerung wird von der Ver -

waltung hinter verschlossenen

Türen in großer Eile behandelt.“

In einem Antrag fordert die

FDP nun die Einbeziehung

umliegender „Interessen ge mein -

schaften, Quartiers manage -

ments und ähnlicher Orga -

nisationen“ in die Planungen.

Außerdem solle ein Gutachten

über die Auswirkungen des

Vorhabens vorgelegt werden.

Das EEZ bietet derzeit 1.450

Arbeitsplätze in 180 Läden.

Mehr auf Seite 9

Ehrenamt:

Schöffen gesucht

Bezirk Altona – Das Bezirksamt

Altona sucht wieder Schöffen,

Jugendschöffen und ehrenamtliche

Verwaltungsrichter. Das

sind Laien ohne juristische

Vorbildung, die bei Strafsachen

neben hauptamtlichen Richtern

an Verhandlung und Urteils -

findung mitwirken. Das En -

gagement erfordert höchstens

zwölf Sitzungstage pro Jahr

und wird fünf Jahre ausgeübt.

Wer sich dazu berufen fühlt,

meldet sich auf der Site www.

hamburg.de/schoeffenwahl,

telefonisch unter 428 28 – 7000

oder via E-Mailan Schoeffen@

altona.hamburg.de.

Klövensteen-Umbau:

Grüne gegen Blechlawine

Rissen – Die geplante Auf wer -

Foto: privat

tung des Wildgeheges Klöven -

steen stößt bei GRÜNE Altona

auf Kritik. Der Masterplan für

Neuerungen in dem 513-Hektar

Waldgebiet seien zwar wegen

des Sanierungsbedarfes „grund-

sätzlich vernünftig,“ sagt Eva

Botzenhart, Grünen-Sprecherin

im Bezirksausschuss für Na tur -

schutz. Allerdings treffe das

Papier keine Aussage dazu, wie

der durch vermehrte Besucher -

ströme zu erwartende Auto -

verkehr geregelt werden solle.

Vorschlag der Grünen: „Besser

wir überlegen alle gemeinsam,

inklusive Anwohner, wie das

zusätzliche Kfz-Aufkommen

unterbunden werden kann.“ Der

Klövensteen verzeichnet seit

1990 eine Besucherbilanz von

200.000 auf heute bis 280.000

Menschen.

Unterirdische

Pilgerstätte

Schenefeld – Man sieht ihn

nicht, aber er ist eine weltweite

Wissenschaftssensation: der

spektakuläre Röntgenlaser Eu -

ropean XFEL. Erst vorigen

Herbst unter der Erde vom

Forschungszentrum Desy eröffnet,

haben dort bereits 340

Wissenschaftler aus aller Her -

ren Länder in den Nanokosmos

geblickt. Das ist die mikroskopisch

kleine Welt der Zellen

und Makromoleküle. Die 3,4

km lange Ringanlage unter der

Erde erzeugt bis zu 300 Rönt -

genblitze pro Sekunde, im End -

ausbau 2020 sogar unvorstellbare

27.000 Blitze pro Sekunde.

Die 1,2 Milliarden Euro teure

Anlage liefert Erkenntnisse

über Viren, chemische Reaktio -

nen und das Geschehen im

Inneren von Planeten. Details:

www.xfel.eu

Neue Leitungen für

Traditionsschulen

Blankenese/Othmarschen - Am

Gymnasium Blankenese und

am Christianeum haben neue

Zeitrechnungen begonnen,

denn sie haben neue Direktoren

bekommen. In Blankenese hat

der aus Berlin hergezogene

Joachim Hagner nach zwölf

Jahren Ingrid Herzberg (nun

pensioniert) als „Direx“ abge -

löst. Auch am altsprachlichen

Christianeum folgte ein Mann

einer Frau: weil Diana Amann

nach Süddeutschland wechselt,

hat ihr bisheriger Stellvertreter

Stefan Prigge die Leitung übernommen.

Schüler, Eltern und

Lehrer an beiden Schulen sind

gespannt, welche Neuerungen

kommen werden.

www.gymnasiumblankenese.de

www.christianeum.org

Rissen macht vor, wie Inte -

gration funktioniert. Die

Rissener haben schon mit

vielen Initiativen gezeigt,

wie aktiv Bürger ihren Stadtteil

gestalten können. Jetzt nehmen

sie die neu angekommenen Mit -

bürger auf und zeigen ihnen,

wie’s geht. Mit dem Dorfcafé im

Bürgerhaus Rissen gibt es sogar

einen zentralen Anlaufpunkt

für Rissener und Neu-Zuge zo -

gene. Durch die beiden hauptamtlichen

Quartiersmanager

werden die Aktivitäten nicht

nur erhalten, sondern auch

noch ausgebaut.

Auch die Vertreter der in der

Rissener Runde organisierten

Vereine und Institutionen des

Stadtteils bemühen sich um die

E l b v o r o r t e

Rissen: Integration vorbildlich

Koordination trotz Eiseskälte vor Ort am Suurheid | Konrad Matzen

RISSEN

Integration von Flüchtlingen in

den Stadtteil. So fordert Harris

Tiddens beharrlich die Schaf -

fung eines Gemeinschafts rau -

mes, in dem Rissener und Zu -

ge zogene gemeinsam Perspek -

tiven für den Stadtteil entwerfen

können. Eine gute Idee, die

bislang von den städtischen

Investoren allerdings nicht aufgegriffen

werden.

Die SAGA-Häuser am Suurheid sind nahezu bezugsfertig

In Kürze werden die ersten Be -

wohner im neuen Quartier

Suurheid erwartet. Durch den

Frosteinbruch der letzten 14

Tage haben sich notwendige

Erd arbeiten verzögert, sodass

die Übergabe der Gebäude an

die AWO (Arbeiterwohlfahrt

Hamburg) verschoben werden

musste. Die geplante Begehung,

die für Freitag terminiert war,

muss daher ausfallen.

Die Rissener Ehrenämtler, das

Stadtteilmanagment Rissen und

auch die AWO nutzen aber die

Möglichkeit, sich an dem Tag

(13–16 Uhr) im Quartier mit

einem Infostand zu präsentieren.

Man werde deutlich sichtbar

mit einem Pavillonzelt, dem

Fahrrad-Info-Mobil und zwei

Foto: Engelbrecht

Stehtischen vor Ort sein, um

mit Interessierten ins Gespräch

zu kommen. „Ehrenämtler, die

bereits jetzt schon Menschen in

Sieversstücken in ihrem Alltag

und in ihrer Freizeit unterstützen,

informieren dann über ihr

Engagement“, sagt Ehrenamts -

ko ordinator Ulli Engelbrecht

vom Paritätischen Hamburg.

Verständigung und Singen mit Händen und Füßen: Der Allerwelt-Chor im Bürgerhaus

„Natürlich wollen wir auch dafür

werben, weitere Helfer zu interessieren

und zu motivieren.“

Ob Hilfe bei der Selbst or ga ni sa -

tion, Bewerbungstraining, Pa -

tenschulung Sprachbegleitung

oder gemeinsame freizeitliche

Aktivitäten wie die Organi sa -

tion eines Willkommensfestes,

Dorfrundgänge, Sport, Kochen,

Singen im Chor und vieles

mehr – es gibt vielfältige An -

gebote und noch mehr Ideen,

die die Rissener Ehren amt li -

chen in ihre Arbeit mit geflüchteten

Menschen einbringen.

Und dass zukünftig im engen

Zusammenschluß mit der AWO,

die das neue Quartier an der

Suurheid betreiben wird.

„Die Anbindung an den Stadt -

teil wird für uns ein zentrales

Thema sein, und dabei spielen

Ehrenamtliche natürlich eine

wichtige Rolle – etwa als

Begleiter bei Behördengängen,

bei einem gewünschten offenen

Begegnungscafé, bei Freizeitoder

Sprachangeboten“, sagt

Orhan Akkaya von der AWO,

Leiter der „Unterbringung Pers -

pektive Wohnen“ (UPW). In

fünf der zehn neuen Häuser werden

in Kürze rund 300 geflüchtete

Menschen einziehen.

Weitere Informationen rund

ums Thema Ehrenamt gibt es

bei Ulli Engelbrecht:

Stadtteilmanagement-Büro

Grete-Nevermann-Weg 24

Tel.: (01 72) 7 95 23 50

E-Mail: ulli.engelbrecht@

paritaet-hamburg.de

Sprechzeiten: Montag,

10 bis 13 Uhr und Donnerstag,

15 bis 18 Uhr

Alle Welt singt mit Spaß und ohne Noten

Neuer Chor trifft sich freitags nach dem Dorfcafé | Konrad Matzen

Für die Rissenerin Gudrun

Jehle, ehrenamtlich in Sie -

versstücken als Deutsch leh -

rerin für Frauen tätig, ist es

ein Herzensprojekt. Sie singt

gerne und sie will die Freude

am Gesang mit anderen Men -

schen teilen. Das ist jetzt möglich,

denn ab sofort proben

Menschen unterschiedlichen

Alters und mit unterschiedlichem

kulturellem Hintergrund

RISSEN

jeden Freitag von 18:15 bis

19:15 Uhr im Anschluss an das

Dorfcafé im Bürgerhaus an der

Wedeler Landstraße 2.

Das musikalische Projekt, fi -

nan ziell gefördert vom Bezirk

Altona, unterstützt vom Pari -

tätischen Hamburg und dem

Rissener Bürgerverein, steht

allen neuen und alten Risse -

nern offen. Professionell angeleitet

wird das gemeinsame

Singen von Dorothee Leitner,

Musikpädagogin und Musik -

the rapeutin und ebenfalls in

Sieversstücken tätig. „Wir legen

uns nicht fest, jeder kann

Lieder-Wünsche äußern“, sagt

Gudrun Jehle.

Zur Auswahl stehen unter

anderem beliebte Volkslieder,

Lieder aus Flücht lingsländern

und aus aller Welt.

Dorothee Leitner war mit der

Foto: Engelbrecht

Resonanz beim ersten Treffen

sehr zufrieden. Fast zwei Dut -

zend Sängerinnen und Sänger

fanden sich ein, um miteinander

Lieder wie „He Ho spann

den Wagen an“, „Dat du min

leevsten büst“ oder „Shalama

Bayta“ zu probieren – mit Spaß

und ohne Noten. Wer mitmachen

will, ist herzlich eingeladen.

Eine Anmeldung ist nicht

erforderlich.


E l b v o r o r t e

DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018 • 3

Diskussionen um Masterplan für Wildgehege-Sanierung

Pläne für die Erneuerung des Wildgeheges stoßen nicht nur auf Zustimmung. Verkraftet Rissen ein weiteres Projekt? | Markus Krohn

Das Wildgehege im Klö -

vensteen Rissen ist in die

Jahre gekommen und

braucht dringend eine Sa -

nierung. Schon vor 17 Jahren

war der kleine Wildpark am

Stadtrand in einem katastrophalen

Zustand und konnte nur

durch die Unterstützung des

2001 gegründeten Förderverein

Klövensteen gerettet werden.

Inzwischen ist der frei zugängliche

Wildpark ein beliebtes

Ziel zur Naherholung für Fa mi -

lien aus Hamburg und Wedel.

Nun stehen wieder Sanierungs -

arbeiten an. Außerdem fragen

immer mehr Schulklassen und

Familien nach Informationen

über Wald und Wildtiere, die

sie sich im Umfeld der Wald -

schule im Wildgehege erhoffen.

Doch die notwendigen Mittel

für die Sanierung und Optimie -

rung des Informations angebo -

tes stehen im Haushalt des

Bezirks nicht zur Verfügung.

Betreiber des Wildgeheges ist

der Forst Klövensteen, organisatorisch

angebunden an das

Bezirksamt Altona.

Um einen Überblick über die

notwendigen Sanierungsmaß -

nahmen zu erhalten, beauftragte

der Förderverein die Berliner

Architekten dan pearlman mit

der Erstellung eines Master -

plans. Die Anfangsfrage lautete:

„Wie können wir es schaffen,

das Wildgehege Klöven -

RISSEN

steen zu einem zukunftsfähigen

Naherholungs- und Lernort mit

Bezug auf die Lokale Naturund

Kulturlandschaft zu entwickeln?“

Herausgekommen ist ein um -

fangreiches Konzept zur Opti -

mie rung und Belebung des vorhandenen

Areals. Die Initia to -

ren und Autoren wollen „im

Na turwildpark Klövensteen en -

ge Begegnungen zwischen

Mensch und Natur ermöglichen,

die bei den Besuchern

Emotionen, aber auch tieferes

Interesse wecken. Die Tiere bieten

dabei den einfachsten Zu -

gang. Über das Interesse an

ihren Eigenarten kann ein weiterführendes

Interesse für ihre

Lebenszusammenhänge und

Lebensräume entstehen“, heißt

es in dem Konzept. Durch einen

Perspektivwechsel sollen die

Besucher die Natur und Land -

schaft auf allen Ebenen erfahren

dürfen.

Nach der Vorstellung im Grün -

ausschuss der Bezirksver samm -

lung gab es trotz Zustimmung

aber auch laute ablehnende

Stimmen, die mehr Verkehr

befürchten oder Angst vor

Wölfen haben, die möglicherweise

aus dem Gehege ausbrechen.

Die Grüne Fraktion

schreibt in einer Presse er -

klärung: „Erst erkämpfen wir

eine Verkehrsberuhigung für

den Sandmoorweg (die einzige

Zufahrtstraße zum Klöven -

steen), dann schicken wir die

Naherholungssuchenden gezielt

durch diese Straße. Das ist

nicht sinnvoll“. Dabei „wollen

wir gar nicht unbedingt mehr

Im Masterplan sind erlebnisorientierte Umgestaltungen vorgesehen. Im Wolfswald geht es auch um den Waldboden

Betrachtungen zum Wolf

Wie gefährlich ist der Beutegreifer wirklich? | Dr. Michel Delling

RISSEN

Der Wolf, als derzeit größer

heimischer Beutegreifer

Deutschlands, ist seit den

2000er Jahren als Heim -

keh rer nach seiner vollständigen

Ausrottung um etwa 1800

ein viel und oft hoch emotional

diskutiertes Thema.

Als Motiv in Mythologie, Sagen

und Märchen, aber auch in

Literatur und Kunst spielt der

Wolf eine zentrale Rolle. Hier -

bei zeigt sich die Einstellung

der Menschen gegenüber dem

Wolf als meist sehr ambivalent

- einerseits als starkes, überlegenes

Tier bewundert, andererseits

als vermeintlich bösartiges

Raubtier mit vielfältigen Äng -

sten betrachtet. Das Tier aus

Faszination zu verharmlosen ist

hierbei jedoch genau so falsch,

wie es mit Argwohn und Vorur -

teilen zu betrachten. Warum,

erschließt sich aus ihrer Biologie.

Der Wolf (wissenschaftlich: Ca -

nis lupus) ist das größte Raub -

tier aus der Familie der Hunde -

artigen. In der Regel in hoch

sozial organisierten Familien -

ver bänden (sog. „Rudeln“) le -

bend, ernähren Wölfe sich

hauptsächlich von gemeinschaftlich

erjagten, mittelgroßen

bis großen Huftieren,

aber auch von Aas und Klein -

säugern, bei Gelegenheit sogar

Fisch. Was hierbei „jagdbar“ ist,

erlernen die Jungtiere im So -

zial verband von den Eltern und

Geschwistern und bilden so ein

gefestigtes Beutebild aus.

Aufgrund dieser Lebensweise

benötigen Wölfe oft große,

möglichst vielfältige und ungestörte

Landschaften, um ausreichend

Jagd- und Rückzugs -

mög lichkeiten in ihrem Habitat

vorzufinden.

Lebensraum und Beuteschema

bringen daher eine gewisse

Zurückgezogenheit mit sich,

welche eine natürliche Scheu

und ein Meideverhalten Men -

schen gegenüber begünstigen.

Dieses Verhalten ist im Laufe

der Evolution genetisch gefestigt

und wird von Wölfen bei

fachgerechter Haltung auch in

Menschenobut nicht abgelegt.

Selbstverständlich sind und

bleiben Wölfe aber potentiell

gefährlich und können – insbesondere,

wenn sie sich ohne

Aus weichmöglichkeiten be -

droht/bedrängt fühlen oder

Jungtiere verteidigen wollen –

auch eine Gefahr darstellen.

Dies ist sicherlich ein Grund der

Faszination vieler Menschen

für den Wolf: ein hoch effizienter

Jäger bei gleich zeitiger

Scheue und Zurückge zo genheit.

Bei der Diskussion um Wölfe in

Deutschland sind daher sicherlich

viele Punkte für und wider

zu nennen, berechtigt und diskussionswürdig.

Um diese Dis -

kussion aber fachlich statt

emotional führen zu können,

ist eines immanent wichtig:

Das Verstehen der biologischen

Zusammenhänge, Verhaltens -

weisen, Potentiale und Restrik -

tionen von Beutegreifern in

unserer Naturlandschaft. Dieses

Wissen ist nur durch Aufklä -

rung und der Möglich keit einer

persönlichen Erfah rung für die

Bevölkerung zu vermitteln.

Wölfe in zoologischen Einrich -

tungen können daher un -

schätz bar wertvolle Vermittler

sein, welche die Grundlage für

entsprechend aufgearbeitete In -

formationen im Rahmen unterschiedlichster

Arten der Wis -

sens vermittlung bilden können.

Um der Wichtigkeit des Bil -

dungs auftrages zoologischer

Einrichtungen Rechnung zu

tra gen, wird die Haltung auch

von potentiell gefährlichen,

aber unbedingt umweltbildungsrelevanten

Tierarten wie

eben Wölfen als höchst wichtig

erachtet, gleichzeitig jedoch

durch die genehmigenden Be -

hörden streng überwacht.

Diverse gesetzliche Vor schrif -

ten zur Tierhaltung schreiben

daher vor, welche Sicherheits -

maßnahmen bei Planung, Bau

und Betrieb von Schauanlagen

berücksichtigt und regelhaft

kontrolliert werden müssen.

Dies gewährleistet, dass Zoos,

Tiergärten und Wildparks ihrer

Hauptaufgabe gerecht werden

können: Ver ständnis für und

Wissen über die wildlebenden

Tierarten in unserer Natur zu

vermitteln, indem aus nächster

Nähe – auf Wunsch auch di -

dak tisch be gleitet – gezeigt

wird, was sonst niemand zu

Gesicht bekommt. Das Beob -

ach ten von Tieren und deren

Lebensweisen, Sozial- und

Spielverhalten, Interak tio nen

und vielem mehr tragen unmittelbar

zu einem Besu cher -

erlebnis bei, welches ein nachhaltiges

Verständnis ökologischer

Zusammenhänge hervorrufen

und der zunehmenden

Na turentfremdung der Bevöl -

kerung entgegenwirken soll.

Besucher“, betonen die Vorsit -

zenden des Förderverein Klö -

ven steen, Jens-J. Sturzenbe -

cher (Blankenese) und Hans-

Dieter Witt (Wedel). Ihnen geht

es, wie im Übrigen auch allen

übrigen Fraktionen in der

Bezirksversammlung, um die

zeitnahe Sanierung des Wild -

geheges und die zukunftsfähige

Gestaltung der waldpädagogischen

Inhalte der Waldschule.

„Bei der Konzepterstellung

woll ten wir den Wald berücksichtigen,

wie er tatsächlich ist:

Ohne Zäune und Besucher -

fütterung“, erklärt Nils Fischer,

verantwortlicher Förster im

Klövensteen. Dazu gehören

Abb: dan pearlman

dann u.a. auch Wölfe. Natürl -

ich gilt es, im Wildpark die

Sicherheit für Besucher und

Tiere zu gewährleisten. Je

natürlicher die Tiere in ihrer

Umgebung leben, auch miteinander,

desto klarer kann die

Vermittlung von Wissen sein.

„Dafür brauchen wir kein Hotel

und auch keinen größeren

Parkplatz“, klärt Fischer auf.

Die vorhandenen Einrich tun -

gen sollen lediglich optimiert

werden (wegen der Schlag lö -

cher und der Anordnung auf

dem Parkplatz passen derzeit

nicht so viele Pkw auf den vorhandenen

Platz).

Jetzt sollen die Besucher des

Wildgeheges und die Rissener

Gelegenheit bekommen, sich

vor Ort über den Masterplan zu

informieren. Auch in der Ris -

sener Runde und mit Vertretern

der Vereine und Institutionen

in Rissen wollen die Vertreter

des Fördervereins ins Gespräch

kommen und für ihre Sache

werben. Anschließend wird es

eine öffentliche Einladung zu

einer Informationsver anstal -

tung geben, um die Bürger

Rissens in die Planung mit einzubeziehen.

Ein Termin hierfür

steht noch nicht fest.

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Vertreten den Förderverein

Klövensteen: Jens J. Sturzen -

becher und Hans-Dieter Witt

Foto: Krohn


4 • DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018

E l b v o r o r t e

Keine Ruhe für Blankeneser Ortskern

Unklare Aufgaben für den Lenkungsausschuss lähmen die Zusammenarbeit | Markus Krohn

Der Streit um die Ge stal -

tung des Blankeneser Orts -

kerns geht in eine neue

Runde. Auch wenn die

Parteien Mitte November

noch voller Zuversicht wa -

ren, eine von allen Blan -

kenesern getragene Planung

möglich zu machen, führt die

Vereinbarung vom 15. No vem -

ber in eine Sackgasse. Denn die

in wenigen Novembertagen zu -

sammengezimmerte Verein -

barung bleibt in vielen Punkten

so vage, dass sie jetzt von den

Unterzeichnern sehr unterschiedlich

ausgelegt wird.

In Blankenese liegen sich seit

Jahrzehnten Bürger, politische

Parteien und Geschäftsleute in

den Haaren, weil sie einerseits

ihren Ortskern attraktiver ge -

stalten wollen, andererseits

sehr unterschiedliche Vorstel -

lun gen über das „wie“ in der

Bevölkerung existieren. Vor

sechs Jahren startete der Bezirk

ein Bürgerbeteili gungsver fah -

ren, um die Ortskerngestaltung

erneut anzugehen. Das Er geb -

nis wurde der Öffentlichkeit

prä sentiert, die Planung von

einer überwältigenden Mehr -

heit der Anwesenden angenommen.

Vertreter von Poli ti -

schen Parteien, Bürger verein,

Kirchen gemein de, Feu erwehr

und Geschäfts leuten bereiteten

die Feinplanung im Arbeitskreis

Ortskernumgestaltung des

Blan keneser Zukunftsforums

aus, schlossen zahlreiche

Kompromisse. So lange, bis alle

BLANKENESE

Beteiligten mit der Planung

einverstanden waren.

Je konkreter die Planung wurde

und die Umsetzung nahte,

desto mehr Widerstand formierte

sich, zuletzt in Form

eines Bürgerbegehrens mit dem

Namen „Rettet unseren Blan -

keneser Marktplatz“. Zentrale

Forderungen des Bürgerbe geh -

rens sind auch in der Ver ein -

barung vom 15. November

2017 enthalten, der aktuell

Gegenstand des Streites ist:

„Das bisherige städtebauliche

Gestaltungsmerkmal, der drei

voneinander unabhängigen und

eigenständigen aber auch verbundenen

Plätze Martini vor -

platz, Marktplatz und Kir chen -

vorplatz bleibt erkennbar“ und

„Die Parteien sind sich weiter

einig, dass Aufschüttungen des

Mühlenberger Wegs auf seiner

gesamten Länge nicht vorgenommen

werden“ oder „Die beiden

länglichen Grünflächen an

der Blankeneser Bahnhofstraße

und am Mühlenberger Weg

werden in einer Breite von ca. 3

m erhalten und neu bepflanzt.“,

heißt es unter anderem in der

Vereinbarung. Außerdem soll

das Markthäuschen an gleicher

Stelle wiedererrichtet werden

und ein barrierefreier Übergang

zwischen Markt und Kirche

hergestellt werden.

Offenbar gibt es zwischen den

Zeilen genügend Interpreta -

tions möglichkeiten, sodass der

Streit um die Gestaltung der

Ortsmitte in Blankenese hinter

den Kulissen weiter geht. Die

Die Baustelle am Blankeneser Marktplatz – hier bei Arbeiten an der Propst-Paulsen-Straße – ruht

derzeit wegen der frostigen Temperaturen.

Foto: Wiegand

S-Ottensen kann gebaut werden

Gemeinsames Projekt von Bahn und Stadt soll noch in diesem Jahr starten | Konrad Matzen

Gemeinschaft der Kaufleute in

Blankenese sieht Potential zur

Erneuerung des Ortskerns verschenkt,

gerade im Hinblick auf

die massive Erweiterung des

Elbe Einkaufszentrums, die

noch mehr Kaufkraft aus

Blankenese abziehen könnte,

wenn der Ortskern sich nicht

zügiger erneuere. Zumal die

ehrenamtlichen Vertreter der

Unternehmergemeinschaft

zunehmend zermürben und

damit die ursprüngliche Dy na -

mik der Umgestaltung entscheidend

nachlässt. Wenn die

Aufenthaltsqualität für die

Kun den nicht stimmt, nimmt

der Umsatz weiter ab. Das

befürchten viele Unternehmer

in Blankenese.

Es steht die Frage im Raum,

was die Attraktivität Blanke -

neses denn wirklich ausmacht.

Eine sehr subjektive Frage stel -

lung, die kaum einvernehmlich

gelöst werden kann, wie es die

Marktplatz-Initiative vehement

fordert.

Der Streit der Kontrahenten

nimmt inzwischen skurrile

Formen an: Die Marktplatz-

Kann Einstimmigkeit

erreicht werden?

Initiative erwägt jetzt, das

Verwaltungsgericht anzurufen,

um zu klären, ob die Beschlüsse

des so genannten Lenkungs -

ausschusses mehrheitlich oder

einstimmig erfolgen müssen. In

der Vereinbarung heißt es: „Die

Ausführungsplanung wird auf

Basis dieser Vereinbarung einvernehmlich

verabschiedet.“ In

sofern scheint klar zu sein, dass

sich die Kontrahenten in jeder

Frage einig werden müssen.

Allerdings ist nicht eindeutig

geregelt, ob und welche Befug -

nisse der Lenkungsausschuss

hat. Dort heißt es lediglich:

„Insoweit sind sich die Ver -

trags parteien einig, dass sie

Vertreter in eine Lenkungs grup -

pe entsenden, die die Umset -

zung der vereinbarten Ziele

begleitet.“

Zunächst einmal hat nun der

Ältestenrat der Bezirksver -

samm lung das Thema „Um-

setzung der Vereinbarung zur

Umgestaltung des Blankeneser

Ortskerns. Hier: Aufgaben der

Lenkungsgruppe“ auf der Ta -

ges ordnung. Es darf bezweifelt

werden, dass sich der Streit

durch eine Entscheidung des

Ältestenrates schlichten lässt,

wenn er nicht im Sinne aller

Beteiligten im Lenkungs aus -

schuss ausfällt, denn teilweise

sind die Mitglieder mit denen

des Lenkungsausschusses identisch.

Die Frage ist, auch nach allen

juristischen Plänkeleien, ob

jemals Frieden zwischen den

Blankenesern herrscht. Alle

Seiten bekräftigen zwar, möglichst

zügig die Baustelle im

Zentrum Blankeneses zu beenden,

um wirtschaftlichen Scha -

den vom Wochenmarkt und

dem Einzelhandel abzuwenden,

allerdings darf nach den bisherigen

Gesprächen bezweifelt

werden, dass jemals Einigkeit

zwischen den Vertragsparteien

herrschen wird. Dann bleibt

den Blankenesern nichts anderes

übrig als auch künftig mit

Absperrbaken, halbfertigen

Park plätzen und gerodeten

Beten zu leben...

Die Deutsche Bahn plant

gemeinsam mit der Freien

und Hansestadt Hamburg

eine neue S-Bahn-Station

in Ottensen zu bauen. Mit

diesem neuen Haltepunkt

werden die Stadtteile Ot -

tensen und Bahrenfeld sowie

das dort entstehende Neubau -

gebiet erschlossen und attraktiver

gestaltet. Zudem werden

beide Stadtteile noch besser an

das Hamburger S-Bahnnetz

angeschlossen. Insgesamt wollen

Stadt und Bahn 22,7

Millionen Euro investieren.

Nach langer Planungszeit wird

der Bahnhof Ottensen nun endlich

realisiert. 5.000 Fahrgäste

erwarten die Projektpartner

täglich – vor allem aus der

Neuen Mitte Altona, aber auch

aus den dicht besiedelten

Quartieren südlich der Bahn -

trasse. Kritiker bemängelten die

ELBVORORTE

„Sparausstattung“ der Station.

Allerdings sind auch andere

Bahnhöfe entlang der Linie S1

kaum besser ausgestattet.

Der Planfeststellungsbeschluss

für das Projekt liegt seit 11.

Januar 2018 vor. Die vorbereitenden

Arbeiten beginnen voraussichtlich

Ende 2018/Anfang

2019. Vorgesehen ist eine Bau -

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zeit von zwei bis zweieinhalb

Jahren. Die neue Station kann

voraussichtlich ab 2020 in

Betrieb genommen werden.

Die neue Station „Ottensen“

wird sich zwischen den beiden

Eisenbahn-Überführungen

Bah renfelder Steindamm und

Daimlerstraße befinden. Der

Hauptzugang (Zugang Ost) ist

Foto: Dube/Bahn AG

vom Bahrenfelder Steindamm

aus vorgesehen. Zusätzlich

wird ein zweiter Zugang (Zu -

gang West) in Richtung Tho -

mas straße und Gaußstraße

beziehungsweise Thalia gebaut.

Der Zugang Ost wird direkt

vom Bahrenfelder Steindamm

aus im Bereich der Bahn über -

führung mit einer Treppe und

barrierefrei mit einem Aufzug

möglich sein. Der Zugang West

erhält eine Treppenanlage zum

Bahnsteig und darüber hinaus

eine Fußgängerbrücke auch als

neue Querung der Bahn anla gen.

Für die Station ist der Bau eines

Mittelbahnsteigs mit einer

Länge von 140 Metern zwischen

den Gleisen vorgesehen.

Hierzu muss das S-Bahn-Gleis

in Richtung Blankenese auf

dem vorhandenen Bahndamm

– unter Verbreiterung der

Eisenbahnüberführung – einige

Meter nach Norden verschoben

werden. Der Bahnsteig wird –

wie bei der S-Bahn üblich –

einen stufenfreien Ein- und

Aus stieg in die Züge ermöglichen.

Zudem erhält er eine

moderne Ausstattung mit Sitz -

bänken, Informationsvitrinen,

Ticketautomaten, Beleuchtung

sowie Wege- und Blindenleit -

system. Am Zugang Ost und

auf dem Bahnsteig werden ein

28 Meter langes Bahnsteigdach

sowie weitere Wartehäuser den

Wetterschutz der Fahrgäste

sicherstellen.

Die Bauarbeiten beziehen sich

fast ausschließlich auf den Um -

bau vorhandener beziehungsweise

ehemaliger Betriebsan -

lagen der Bahn. Es finden daher

nur geringe Eingriffe in Natur

und Landschaft statt. Im landschaftspflegerischen

Begleit -

plan sind Arbeiten zum Schutz

des verbleibenden Vegeta -

tionsb estandes während der

Baudurchführung vorgesehen.

An der Bahnunterführung Bahrenfelder Straße entsteht der neue

S-Bahnhof »Ottensen«.

Grafik: Openstreetmap.org/DSZ

Außerdem werden insbesondere

die Böschungsflächen im

Anschluss wieder begrünt und

bepflanzt.

Für die Bauabwicklung werden

erschütterungs- und lärmemissionsarme

Verfahren angewendet,

um baubedingte Beein -

trächtigungen zu minimieren.

Einige Arbeiten sind bauab -

laufbedingt nur zusammenhängend

durchführbar, so dass teilweise

auch nachts und am

Wochenende gearbeitet werden

muss.

Für die Arbeiten an der Brücke

„Bahrenfelder Steindamm“

wer den voraussichtlich Straßen -

sperrungen notwendig. Umlei -

tungen werden dann entsprechend

ausgeschildert.

Die Deutsche Bahn wird die

notwendigen Arbeiten, Absper -

rungen und Umwege rechtzeitig

durch Anwohner infor matio -

nen bekanntgegeben.


E l b v o r o r t e

DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018 • 5

»Freuen Sie sich auf die neue Große Koalition?«

Wir fragten die Abgeordneten für den Hamburger Westen, Marcus Weinberg (CDU) und Dr. Matthias Bartke (SPD) | Markus Krohn

Der Weg zu einer Großen

Koalition in Berlin war und

ist immer noch steinig.

CDU/CSU und SPD gehen

ja allenfalls eine Vernunft -

ehe ein. Noch ist jedenfalls

auch nicht klar, ob es überhaupt

zur Großen Koalition

kommt oder nicht. Auch wenn

unser Hamburger Bürgermei -

ster Olaf Scholz seine Genossen

versucht, dazu zu bewegen,

dem Koalitionsvertrag zuzustimmen.

Immerhin gilt die

Zustimmung der SPD-Mit -

glieder zum GroKo-Vertrag in

der Hansestadt als sicher.

Spezielle Hamburger Themen

sucht man im Koalitionsvertrag

2018 vergeblich. Die ausgehandelten

Themen wie Rente,

Kindergeld und die geplanten

Anpassungen im Baurecht

betreffen jedoch viele Leser in

den Elbvororten.

An der Darstellung der beiden

für den Hamburger Westen

gewählten Abgeord neten kann

man ablesen, dass die nächsten

vier Jahre politisch nicht einfach

werden. Wir haben Mar -

cus Weinberg (CDU) und Dr.

Matthias Bartke (SPD) gefragt,

mit welchen Gefühlen sie die

Neuauflage der GroKo sehen:

ELBVORORTE

Marcus Weinberg, familienpolitischer

Sprecher der CDU/

CSU-Bundestagsfraktion und

Bun des tagsabgeordneter für

Hamburg und Altona:

„Die zwischen den drei Parteien

geschlossenen Vereinbarungen

sind ein gutes Signal für die

Menschen in Deutschland und

für eine neue Regierungs bil -

dung. Die Ergebnisse spiegeln

unseren Leitgedanken wider,

Menschen in allen Lebens pha -

sen zu stärken. In vielen Punk -

ten waren sich die Parteien

einig. Beispielsweise muss die

Rente für alle Generationen

gerecht und zuverlässig sein.

Deshalb soll die gesetzliche

Rente auf dem heutigen Niveau

von 48 Prozent bis 2025 ge -

setz lich abgesichert und eine

Rentenkommission eingerichtet

werden, die einen verlässlichen

Generationenvertrag vorlegen

soll. Das sind wichtige Schritte,

um gegen die Altersarmut vorzugehen

und unterstützt die

Menschen im Alter effektiv.

Auch Familien werden eine

besondere Unterstützung und

finanzielle Entlastung erfahren.

Ein Punkt, der mir als familienpolitischem

Sprecher der

Unionsfraktion im Bundestag

sehr wichtig ist. Auf das

Problem der Kinderarmut wird

in den kommenden Jahren ein

Fokus gelegt werden müssen.

Durch die Erhöhung des Kin -

der geldes, des Kinderfrei betra -

ges und des Kinderzuschlags,

unterstützen wir Familien zielgenau

und bedarfsorientiert.

Auch die Ausweitung der An -

gebote des Teilhabepaketes wird

dazu beitragen.

Wir stärken auch den Kinder -

schutz. Ziel muss ein wirksames

Hilfesystem sein, das die

Familie als Ganzes stärkt und

genau dort eingreift, wo es

Kinder vor Gefährdungen schützen

muss. Das Kindeswohl ist

dabei die Leitschnur und Leit -

Marcus Weinberg ist schon seit 2005 für die Christdemokraten im Bundestag und sieht sich vor

allem als Familienpolitiker.

Foto: van Heesen

Rechtsanwalt Dr. Matthias Bartke vertritt die Bürger im Bezirk

Altona für die SPD

Foto: Knoll

gedanke, an denen sich die

Jugendhilfe orientieren muss.

Die Unterstützung der Eltern

bei der Ausübung ihrer Erzie -

hungsverantwortung bleibt der

Auftrag der Jugendhilfe, der

Staat ist als Wächterstaat zu

sehen. Dafür werden wir die

Kinder- und Jugendhilfe weiterentwickeln.

Das bestehende

Kinder- und Jugendhilfegesetz

hat sich zwar in seiner Grund -

ausrichtung bewährt, gesellschaftliche

Veränderungen und

fachpolitische Erkenntnisse verlangen

jedoch eine Weiterent -

wicklung.

Die Zusammenarbeit mit der

Hamburger Sozialsenatorin

Melanie Leonhard im Rahmen

der Koalitionsverhandlungen

war dabei sehr konstruktiv und

zielorientiert. Wir haben auch

als „Hamburger Team“ - gerade

in Bezug auf den Kinderschutz

und die Weiterentwicklung der

Kinder- und Jugendhilfe - gute

Ergebnisse erzielt.

Ich bin der festen Überzeugung,

dass sowohl die Union als auch

die SPD die Ergebnisse selbstbewusst

vertreten können und

bin optimistisch, dass sich die

Mitglieder der SPD für eine stabile

schwarz-rote Regierung

entscheiden.“

Dr. Matthias Bartke, Sprecher

der SPD-Bundestagsfraktion im

Immunitätsausschuss und

Wahl kreisabgeordneter für

Altona und die Elbvororte:

„Offen gestanden, meine Begei -

sterung für eine dritte Große

Koalition unter Angela Merkel

hält sich in Grenzen. Doch das

SPD-Verhandlungsteam hat es

geschafft, einen Koalitions ver -

trag auszuhandeln, der eine

deutliche sozialdemokratische

Handschrift trägt. Dies gilt vor

allem für die wichtigen Berei -

che Arbeit, Soziales, Bildung

und Wohnen. Herausragend ist

das starke Bekenntnis zu Eu -

ropa und zur engeren Zusam -

men arbeit mit Frankreich.

Deswegen werde ich bei der

Mitgliederabstimmung der SPD

mit „Ja“ stimmen.

Auf den 177 Seiten findet sich

auch einiges, das mir nicht

gefällt. So ist das Thema Flucht

und Migration zu sehr von der

Furcht der CSU vor den Rechts -

populisten geprägt. In der Steu -

erpolitik hätte ich mir mehr

Mut zur Entlastung von kleinen

und mittleren Einkommen und

eine Erhöhung der Steuersätze

von Großverdienern gewünscht.

Doch das Positive überwiegt

deutlich. Mich haben vor allem

die Ergebnisse in den Bereichen

Rente und Arbeit gefreut. Es ist

gut, dass wir das Rentenniveau

sichern und eine Grundrente

für Menschen einführen, die ihr

Leben lang in die Rentenkassen

eingezahlt haben, auch wenn es

immer nur geringe Beiträge

waren. Geradezu begeistert hat

mich als Arbeitsmarktpolitiker

die Einführung eines geschützten

sozialen Arbeitsmarktes für

150.000 Langzeitarbeitslose,

die keine realistische Chance

mehr auf dem allgemeinen

Arbeitsmarkt haben.

Ich habe im letzten Herbst mit

vier bundespolitischen Kernfor -

derungen um die Stimmen im

Hamburger Westen geworben:

Mit der Verschärfung der Miet -

preisbremse, mit einem Ausbau

der Wohnungsbauförderung,

mit einem Rückkehrrecht von

einem Teilzeit- auf einen

Vollzeitarbeitsplatz und mit

gebührenfreier Bildung bis zum

Meister oder Master. Die ersten

drei Forderungen sind im

Koalitionsvertrag voll erfüllt

und bei der vierten ist zumindest

ein Einstieg in die kostenlose

Berufsausbildung vereinbart.

Anfang März werden wir wissen,

wie die 463.723 Mitglieder

der SPD entschieden haben. In

der SPD hat der notwendige

Prozess der inhaltlichen und

personellen Erneuerung begonnen.

Doch während sich meine

Partei für die Zukunft neu aufstellt,

darf sie die Verant wor -

tung für unser Land nicht

ablehnen. Daher werbe ich für

die Zustimmung zu diesem

Koa litionsvertrag.

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Doppelausstellung

zweier Türkischer

Künstlerinnen

zum Weltfrauentag

Ab dem 26. Februar werden im

Rathaus Altona, anlässlich des

internationalen Frauentages,

Bilder der beiden Malerinnen

Sevim Celik-Lorenzen und

Leyla Dönmez Suveren ausgestellt.

Die Altonaer Bezirksamts lei -

terin Dr. Liane Melzer wird

diese Doppelausstellung in An -

wesenheit der beiden Künst -

lerinnen auf dem Gang im

ersten Stock vor dem Kolle -

giensaal um 16 Uhr eröffnen.

Die Kunstwerke sind danach bis

zum 23. März, während der

gängigen Öffnungszeiten, im

ersten Stockwerk des Altonaer

Rathauses zu besichtigen.

Frau Sevim Celik-Lorenzen

lässt sich beim Malen von

Landschaften von ihrer Intui -

tion, geprägt von den frühen

Eindrücken durch die farbliche

Vielfalt der Kleidung ihrer

Großmutter, leiten. Frau Leyla

Dönmez Suveren verbindet in

ihren Bildern abstrakte und

realistische Kunst auf der

Leinwand. Dazu verwendet sie

verschiedene Techniken und

Materialien.

Lassen Sie sich beim Besuch

des Altonaer Rathauses von

den Kunstwerken verzaubern!

Ausstellung »Frauenträume«

im Altonaer Rathaus

26.02.–23.03.2018

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6 • DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018

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Schwimm-Special

Beim VAF geht im März die Post ab! | PM

Spaß im Schwimmbad des VAF in Bahrenfeld

Vom 1. bis zum 31. März

2018 präsentiert sich der

Verein Aktive Freizeit (VAF)

mit einer besonderen Früh -

lingsaktion. Interessierte

können das Schwimmbad

mit einer Monatskarte für

nur 25 Euro kennen lernen. Das

25-m-Becken und die konstante

Wassertemperatur von 28

Grad bieten beste Voraus set -

zungen zum Bahnen ziehen.

Wo andere Sportarten bei Ge -

lenkproblemen, Übergewicht

und Rückenschmerzen passen

müssen, kann der Wasser-Spaß

kräftig punkten. Die Wasser -

gymnastik am Dienstag um

14.15 Uhr und am Donnerstag

um 17.30 Uhr ist dabei inklusive.

Der Besuch des großzügigen

Saunabereichs kann kostengünstig

dazu gebucht werden.

BAHRENFELD

Letzter Starttermin ist der 31.

März 2018.

Das Wasser-Angebot des VAF

beschränkt sich nicht nur auf

reines Schwimmen: Aqua-Fit -

ness und H2O-Bauch-Beine-

Rücken-Po laden zusätzlich in

das nasse Element. Diese Spe -

cials können per Einzeleintritt

oder Zehnerkarte besucht werden.

Ein spezielles Rücken -

fitness-Programm im Flachund

Tiefwasser findet immer

dienstags um 19.15 Uhr als

Kurs statt. Am besten gleich zu

einer Probestunde vorbeikommen.

Verein Aktive Freizeit (VAF)

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media@dorfstadt.de

Foto: PR

Sylt, Costa Rica, Nicaragua,

Mexiko, Neuseeland und

zuletzt Melbourne in Au -

stra lien, dies sind nur einige

Zirkus-Stationen im Leben

von Birte Hoff oder Jul - la

cisne loca, wie sie mit ihrem

Künstlernamen heißt.

Wer die aufregende Zirkuswelt

als Anfänger einmal selbst kennenlernen

möchte, muss nicht

verreisen: Im März kommt Jul –

la cisne loca nach Rissen und

bietet im Rissener Sportverein

von 1949 e.V. einen 3-tägigen

Zirkus-Workshop für Kinder im

Alter von 7-15 Jahren an.

Das Zirkusprojekt wird in der

zweiten Ferienwoche der Ham -

burger Frühjahrsferien von

Mittwoch, dem 14.3. bis

Freitag, dem 16.3.2018 durchgeführt.

Angeboten werden ein

Vormittagskurs von 9-13 Uhr

sowie ein Nachmittagskurs von

14-18 Uhr. Beide Kurse finden

in der unteren Gymnastikhalle

des RSV im Marschweg 75 statt.

Hier werden die Kinder zu

In Blankenese eröffnet am

15. März ein weiteres Fit -

ness-Studio seine Pforten.

Evo(lution)-Fitness wirbt

mit modernem Boutique-

Design und einem innovativen

Trainingskonzept mit

Fokus auf natürliche Bewe -

gungsabläufe. Und tatsächlich:

Außer dem Zugang per PIN-

Code und dem erstmal gewöhnungsbedürftigen

Barfuß-Trai -

S p o r t

Zirkus: Von Melbourne nach Rissen

Der Rissenser Sportverein (RSV) bietet im März ein circensisches Ferienprogramm | PM

RISSEN

Der Nightclub Two Step,

oder kurz „NC2Step“ ge -

nannt, ist der Tanz für alle

Gelegenheiten. Ganz anders

als der Discofox, aber mindestens

genauso universell

einsetzbar und leicht zu

lernen. NC2Step ist ein Part -

nertanz aus den USA, der nicht

zum Welttanzprogramm zählt

aber in vielen Tanzschulen in

Deutschland unterrichtet wird.

Charakteristisch sind seine

fließenden Bewegungen. Der

NC2Step wird zu Musik im 4/4-

Takt getanzt und hat ein äu -

ßerst reichhaltiges Repertoire

an Figuren, wobei die meisten

Figuren ihren Ursprung in an -

de ren Tänzen haben (vor allem

Rumba, Samba und Salsa) und

auf die Schritt muster des NC2

tep angepasst wurden.

Akrobaten, Jongleuren und lernen

Teller zu drehen. Beim

Cabaret, der Abschluss ver an -

stal tung, sind Familie und

Freunde herzlich eingeladen,

das Erlernte zu bestaunen. Das

Cabaret wird am Freitag von

12-13 Uhr im ersten Kurs bzw.

von 17-18 Uhr im zweiten Kurs

dargeboten.

Das Zirkusprojekt wird durch

den Hamburger Sportbund aus

Mitteln der Glücksspirale ge -

för dert, so dass die Teilnahme

der Kinder kostengünstig ist:

Die Teilnahmegebühr für den

3tägigen Zirkus-Workshop be -

trägt 25 Euro für RSV-Mit -

glieder und 50 Euro für Nicht-

Mitglieder. Interessierte finden

das Anmeldeformular online.

Die Anzahl der Teilneh mer plät -

ze ist begrenzt, deshalb lohnt es

sich, schnell zu buchen.

Rissener Sportverein

Marschweg 85

Tel.: 81 27 46

www.RissenerSV.de

Nightclub TwoStep

Neuer Paartanz-Kurz-Kurs im April | PM

BLANKENESE

Evo-Fitness neu in Blankenese

Trainieren wie im Wohnzimmer beim Ableger des Norwegischen Fitness-Anbieters | Markus Krohn

Trainingsleiter Benjamin Malzan und Timo Hoffmann testen schon mal die Geräte

BLANKENESE

Für diesen Kurs sind keine

Vorkenntnisse erforderlich.

Die Dockenhudener Turner -

schaft (DoTu) veransteltet diesen

Kurs mittwochs von 20.15–

21.45 Uhr in der neuen Halle

der Stadtteilschule Blankenese

(Zugang von der Simrock straße)

an vier Terminen im April

(4.–25. April).

Für Nichtmit glieder, die sich

ausschließlich für den Tanzkurs

anmelden, beträgt die Kurs ge -

bühr pro Paar 50 Euro. Für

DoTu-Mitglieder beträgt der

zusätzliche Spartenbeitrag pro

Paar/Kurs 30 Euro.

Verbindliche Anmeldungen

bitte bis zum 16. März 2018

unter Tel.: 870 22 72 im DoTu-

Büro (Anrufbeantworter), oder

bei Bettina Böttle 87 08 27 82.

homepage.hamburg.de/dotu/

Luftakrobatik – vorgeführt von Jul – la cisne loca

Schach für Kids

Erweitertes Angebot der Schachvereinigung | PM

Die Schachvereinigung

Blan kenese erweitert sein

Angebot für Kinder und

Jugendliche. Aufgrund des

gestiegenen Interesses er -

weitert die Schachvereinigung

Blankenese ihr Trainings an -

gebot für Kinder und Jugend -

liche. Seit Jahresbeginn unterrichtet

ein lizensierter C-Trai -

ner nicht nur mittwochs in der

Zeit von 17 bis 18.45 Uhr, sondern

zusätzlich nun auch

dienstags in der gleichen Zeit.

Spielort ist das Clubheim des

THCC, Hemmingstedter Weg

140 in Osdorf.

OSDORF

Schach ist im besonderen für

Kinder und Jugendliche eine

attraktive Sportart, die Kon -

zentration sowie logisches und

strategisches Denken schult.

Foto: Krohn

nining mutet der Club eher an

wie ein modernes Wohnzim -

mer. Allein die Beleuchtung

erinnert an einen gemütlichen

Abend auf der Couch.

Tatsächlich kann man sich im

Evo-Fitness Club auf unterschiedliche

Weise bewegen und

beim Sport Spaß haben: Das

Ziel von EVO Fitness ist es, die

natürlichen Bewegungsabläufe

zu reaktivieren, die im Lebensund

Arbeitsalltag nicht mehr

genügend Beachtung finden,

wie reguläres (Barfuß-)Laufen

oder Springen. Das wird durch

ein zielgerichtetes Training mit

spielerischem Charakter er -

reicht. Herzstück der Clubs ist

dabei jeweils die Functional

Training Zone. Neben hochwertigem

Equipment, wie Ka -

bel zug geführtes Training,

Rack, Kettlebells, Sprint Tracks

Einzelheiten unter Tel.: 80 02

00 69 oder per E-Mail an :

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Die Schachvereinigung Blan -

kenese wurde 1923 gegründet.

Aktuell gehören über 74 Mit -

glieder dem Verein an. Gespielt

wird jeden Mittwoch im

Vereinsheim des THC Rot-Gelb

Einen besonderen Fokus legt

der Verein auf die Jugendarbeit.

Der Verein beschäftigt einen

lizenzierten C-Trainer, der sich

ab sofort jeden Dienstag und

Mittwochnachmittag mit den

schachinteressierten Kindern

und Jugendlichen beschäftigt.

Die Mitgleider beteiligen sich

an der Hamburger Jugendein -

zel meisterschaft und richtet

interne Jugendturniere aus.

www.schach-blankenese.de

oder Slackline, stehen auch

weitere verschiedene Trainings -

zonen zur Verfügung, wie der

Cardio- und Kraftbereich. Da -

rüber hinaus werden EVO

Class es angeboten, für effizientes

Kleingruppen-Trainings.

Qua lifizierte Personal Trainer,

die auf das Training bei EVO

Fitness geschult sind, helfen

zusätzlich mit individuellen

Trainingseinheiten. Eine weitere

Besonderheit: Mitglieder ziehen

ihre Schuhe gleich im Ein -

gangsbereich aus, um alternativ

in Socken oder barfuß zu trainieren.

Das schult die natürlichen

Bewegungsabläufe und sorgt für

mehr Sauberkeit im Club.

Die Mitgliederverwaltung -

häu fig lästiges Thema in Fit -

nessclubs - managt das Mit -

glied selbst und unkompliziert

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Foto: PR


R e i s e n DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018 • 7

Der neue Helgoland-Katamaran

Oerding singt auf Helgoland

FRS Helgoline begrüßt damit den neuen Helgoland-Katamaran | PR

Der Wahlhamburger Sänger

und Songwriter Johannes

Oer ding gibt am Sonn -

abend, den 16. Juni ein ex -

klusives Konzert auf Hel go -

land. Mit diesem Event

heißt die Flensburger Ree -

derei FRS Helgoline ihren neu -

en Helgoland Katamaran willkommen.

Dieser neue, noch

größere und modernere Kata -

maran löst nach 15 Jahren im

Helgolandverkehr und über 1,2

Mio. Fahrgästen den alten „Ha-

lunder Jet“ von Hamburg über

Wedel und Cuxhaven nach

Helgoland ab.

Konzertbesucher reisen mit

dem neuen Katamaran von

Hamburg (9 Uhr ab St. Pauli

ELBVORORTE

Lan dungsbrücken) und von

Cuxhaven (11.15 Uhr ab Alte

Liebe) gemeinsam mit Johan -

nes Oerding an. Vor dem Ein -

lass in die Nordseehalle um

15.30 Uhr bleibt zudem Zeit,

die Insel zu erkunden. Das

Konzert beginnt um 16.30 Uhr.

Abends fahren der Musiker und

seine Fans gemeinsam um

19.30 Uhr wieder zurück auf

das Festland. Während des

Konzerts in der Nordseehalle

wird Johannes Oerding sein

aktuelles Album präsentieren.

Auch die bekannten Songs wie

„Alles brennt“ „Kreise“ und

„Hundert Leben“ werden zu

hören sein. Nach seiner sehr

erfolgreichen Deutsch land

Tournee ist Johannes Oerding

in diesem Jahr mit Peter Maffay

auf Unplugged-Tour. Trotz

zahlreicher Termine nimmt sich

Johannes Oerding für seine

Fans die Zeit für dieses familiäre

Konzert auf Helgo land.

Die Kombikarte für das Konzert

auf Helgoland inklusive Anund

Abreise mit dem neuen

Katamaran kann ab Dienstag,

den 20. Februar um 10 Uhr bei

zahlreichen Vorverkaufsstellen

der FRS Helgoline erworben

werden. Der Preis liegt ab

Hamburg bei 89 Euro und ab

Cuxhaven bei 80 Euro.

www.helgoline.de

Foto: FRS/Green Spear Design

Wer den Norden liebt, reist mit regiomaris am besten. Stöbern Sie mal!

Neu: Leserreisen der DSZ

regiomaris wird neuer Kooperationspartner | Markus Krohn

Als neues Special finden

Sie ab sofort in jeder Aus -

gabe der DortStadt-Zeitung

Angebote des Reiseveran -

stalters regiomaris aus Oth -

marschen. Der Reise veran -

stalter bietet seinen Kunden

seit 2010 von Tagesausflügen

innerhalb Norddeutschlands

über ganzjährige Kurztrips zu

verschiedenen Reisezielen im

Norden bis hin zu Minikreuz -

fahrten durch Nordeuropa vielfältige

Reiseangebote an. Das

Unternehmen steht für umweltbewusstes

und nachhaltiges

Reisen. Daher beinhalten alle

Angebote Bahn-, Bus- und

Fährfahrten mit dem öffentlichen

Verkehr. Die Kunden

ELBVORORTE

erhalten ein Rundumpaket mit

einem Rahmenprogramm für

den gesamten Urlaub. Das

Leistungsangebot umfasst beispielsweise

Inselbus rund fahr -

ten, Restaurantbesuche, Stadtund

Leuchtturmführungen so -

wie Eintritte in ausgewählte

Museen und Freizeitbäder. Zu

den Tagesausflügen von regiomaris

gehören unter anderem

Wattwanderungen, Insel- und

Halligtouren sowie Städtetrips.

Die kleinen Kreuzfahrten durch

Nordeuropa sind in Zusam -

men arbeit mit zahlreichen

Fähr linien auf der Ostsee, wie

StenaLine, ColorLine und weiteren

organisiert und umfassen

Aufenthalte in den beliebtesten

Foto: PR

Städten Skandinaviens und des

Baltikums. Darüber hinaus bietet

regiomaris Gruppenausflüge

für jede Altersgruppe ab 10

Per sonen sowie Betriebs aus -

flüge an. Buchen können die

Leser ganz einfach per Telefon

oder im Internet. Telefonisch

erreichbar ist das Büro von

Montag bis Freitag zwischen

9:30 Uhr und 18 Uhr. Die

Tickets werden per Post oder E-

Mail inkl. Reisebeschreibung,

Reisepreissicherungsschein und

Fahrplanempfehlung direkt

nach Zahlungseingang zugestellt.

Viel Spaß beim durchstöbern

der Angebote!

Das Team von regiomaris freut

sich auf die DorfStadt-Leser.

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DorfStadt-Leserreisen mit

3 Tage Sylt

3 Tage St. Peter-Ording

Kontakt/Information: ☎ 50 69 07 00

Liebermannstr. 46, 22605 Hamburg

www.regiomaris.de | Stichwort: DSZ

5 Tage Amrum

Perle der Nordsee

Die größte der Nordfriesischen Inseln ist bei Hamburgern

besonders in der ruhigen Nebensaison beliebt. Reetgedeckte

Häuser liegen zwischen Salzwiesen und urwüchsiger Dünenlandschaft.

Bahn, Inselbus, 2 Ü/F,

Rundfahrt/Wellnessbad

3 Tage Helgoland

ab 199,– €

Bäderurlaub im Land der Deichgrafen

Auf der Halbinsel Eiderstedt treffen sich Geschichte, Bäderkultur

und eine beispiellose Naturlandschaft. Das Nordseebad

St. Peter-Ording bietet Geschichtsinteressierten ebenso viel

wie Erholungssuchenden.

5 Tage Föhr

Bahn, 2 Ü/F, Museum/

SchutzstationWattenmeer

ab 169,– €

Düneninsel mit außergewöhnlicher Natur

Während der Fährüberfahrt auf die Insel Amrum haben Sie

eine einmalige Sicht auf die Halligen und auf die Insel Föhr.

Genießen Sie die Ruhe und die Schönheit der Nordfriesischen

Insel bei ausgedehnten Strand-

und Dünenspaziergängen.

Bahn/Fähre, Inselbus,

4 Ü/F, HP im März

ab 359,– €

Malmö-Kopenhagen-Oslo

Hochseeinsel mit Erlebnispaket

Selbst im Winterhalbjahr wird es dank des milden Seeklimas

nie richtig kalt auf Helgoland. Erleben Sie das „Oben und

Unten“ der Insel und unternehmen Sie einen Spaziergang

zum Leuchtturm und zur

legendären „Langen Anna“.

Bahn/Fähre, 2 Ü/F,

Abendessen,Dünenausflug

ab 239,– €

Entspannen in der Friesischen Karibik

Unternehmen Sie einen ausgiebigen Strandspaziergang

und genießen Sie die frische Nordseeluft auf der Nordfriesischen

Insel. Erkunden Sie die Inseldörfer mit

dem Inselbus und besuchen Sie

eins der Inselmuseen.

Bahn/Fähre, Inselbus,

4 Ü/HP, Museum

ab 339,– €

Minikreuzfahrten durch Skandinavien

Nach einer Schifffahrt mit Finnlines nach Malmö geht es per

Bahn nach Kopenhagen, von wo Sie mit DFDS nach Oslo

übersetzen. Im Rahmen der Rückfahrt haben Sie die Möglichkeit,

Kopenhagen besser

kennen zu lernen.

Bahn, Minikreuzfahrten,

3 Ü/F, Abendbuffet

ab 399,– €


8 • DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018

E l b v o r o r t e

Baut sich Hamburg

eine Hintertür für

Moorburg-Fernwärme?

Die Umweltgruppe Elbvororte

lädt zu einem Informationsund

Diskussionsabend zum

Thema „Braucht Hamburg eine

neue Fernwärmetrasse unter

der Elbe?“ Mit dem Sprecher

des Hamburger Energietisches

(HET), Gilbert Siegler, Prof. Dr.

Dietrich Rabenstein von der

HafenCityUniversität Hamburg

sowie der Expertin für Pla -

nungs recht, Dr. Roda Ver hey -

en. Moderiert wird die Ver -

anstaltung von Dr. Anke But -

scher. Im Anschluss ist Zeit für

Gespräche bei Wasser, Wein

und Brot.

Der Hamburger Senat plant

beim Ersatz für das marode

Kohlekraftwerk Wedel eine

Fern wärmetrasse unter der Elbe

hindurch und erdverlegt unter

dem Halbmondsweg, Revent -

lowstraße, Dürerstraße und

Ebertallee bis zur Trabrenn -

bahn Bahrenfeld. Damit könnte

beim Wegfall des Kraftwerkes

Wedel der Energieriese Vatten -

fall weiterhin Fernwärme aus

dem Kohle-Heizkraftwerk Moor -

burg liefern.

Die Behörde für Umwelt und

Energie (BUE) will die Wärme

aus Wedel vor allem durch zwei

Wärmequellen aus dem Süden

Hamburgs ersetzen: Durch

Wär me aus der Müllver bren -

nungsanlage Rugenberger

Damm, die derzeit die Ölwerke

Schindler mit Wärme versorgen.

Künftig soll diese Wärme

größtenteils ins Hamburger

Fernwärmenetz eingespeist

wer den. Und durch Abwärme

aus dem Klärwerk Dradenau.

Um von etwa 70 Grad auf bis

zu 130 Grad Einspeise tem pe -

ratur für das Fernwärmenetz zu

kommen, soll aber aufwändig

mit fossilem Erdgas nachgeheizt

werden. In der Behörde

für Umwelt und Energie (BUE)

wird auch darüber nachgedacht,

das Kohleheizkraftwerk

Moorburg nachheizen zu lassen.

Das ist zwar dreckiger,

aber billiger als Gas.

Für diese Wärmeeinspeisungen

aus dem Bereich südlich der

Elbe plant die BUE die neue

Wärmetrasse. Damit entstünde

eine durchgehende Verbindung

zwischen dem Steinkohle kraft -

werk in Moorburg und dem –

noch Vattenfall gehörenden –

Fernwärmenetz.

Die Mitglieder der Umwelt -

gruppe Elbvororte befürchten,

dass es den Verantwortlichen

möglicherweise leichter fällt,

dann nur noch Moorburg-

Fernwärme einzusetzen.

In der Umweltgruppe Elb vor -

orte organisieren sich Frauen,

die der Schock von Tschernobyl

1986 zusammengebracht hat.

„Plötzlich begriffen wir, dass es

um unser Leben und das Leben

der uns nachfolgenden Genera -

tionen geht.“ Seitdem setzen sie

sich für den Ausstieg aus der

Atomenergie und für eine Ener -

gie wende und Energiesparen ein.

Eine Rissenerin auf dem Weg zum Glück

Jana Neumann tauschte den sicheren Job gegen ein Stück Unabhängigkeit mit ungewissem Ausgang | Konrad Matzen/Jana Neumann

Vor ein paar Wochen er -

hielt die DorfStadt-Redak -

tion eine E-Mail von einer

27-jährigen Rissenerin, die

derzeit als Volunteer in Sri

Lanka im Angels Home for

Children, einem sozialen Pro -

jekt des Deutschen Kochs

Frank (Linus) Lieneke aus

Lengerich (NRW) arbeitet. Das

Projekt entstand nach dem

Tsunami im Dezember 2004.

Dafür gab Jana Neumann ihr

Leben als erfolgreiche Mar ke -

tingmanagerin in der Schweiz

auf, um völlig neue Erfah -

rungen zu sammeln. Verrückt?

Vielleicht. Aber lesen Sie selbst

ihren Bericht:

RISSEN

Bevor ich ins Angels Home

nach Sri Lanka kam, hatte ich

ein wirklich schönes und erfolgreiches

Leben. Einen tollen

Job in der Schweiz mit den

Besten Zukunftschancen, eine

schicke Wohnung in Zürich,

eine sehr glückliche Beziehung

und genügend Geld für Ur -

laube, regelmäßige Zalando-

Lieferungen und fancy Drinks.

Das Unverständnis einiger

Men schen darüber, vieles da -

von aufzugeben und sich eine

Auszeit zu nehmen, sich etwas

ganz anderem zu widmen und

den sicheren Hafen zu verlassen,

kann ich deshalb sehr gut

nachvollziehen. „Warum?“ –

wurde ich oft gefragt. „Du hast

doch Alles.“ Oder „Bist du nicht

glücklich?“

Es ist nicht so, dass meine

Entscheidung spontan oder ein

reiner Impuls war. Wer mich

kennt weiß, dass ich mir die

Dinge in meinem Leben gut

überlege und für fast alles

einen Plan habe. Für mich

hängt Glück nicht an einem

Job, einer Beziehung, einer

Stadt oder an viel Geld. Na -

türlich macht Geld einiges einfacher,

dass wird einem nirgendwo

anders so bewusst wie

hier in Sri Lanka. Glück ist für

mich Veränderung. Der ständige

Wechsel, Neues entdecken,

aus der Komfortzone herauszukommen

und dem regelmäßigen

und alltäglichen zu entfliehen.

Das macht das Leben für

mich aus: Bewusst die eigenen

Grenzen zu überschreiten. Sich

immer neue Ziele setzen.

Ich bin schon mein ganzes Le -

ben bei Komet Blankenese im

Verein, da meine Mutter Clau dia

Neumann-Johannsen dort seit

35 Jahren arbeitet und mittlerweile

die Turnabteilung mit

ihren 1300 Mitgliedern leitet.

Jana Neumann als Volunteer im Angels Home auf Sri Lanka

Bevor ich in die Schweiz zog

war ich Übungshelferin und

stellvertretender Jugendwart.

Ich arbeitete neben der Schule

und später dem Studium überwiegend

im Bereich Kinder- und

Jungendturnen und Kin dertanz.

Hier in Marawila auf Sri Lanka

zu leben und zu arbeiten ist

nicht leicht. Die kulturellen

Unterschiede sind enorm. Die

Verständigung ist schwierig,

denn nicht alle Kinder können

Englisch. Mit den kleinsten verständigt

man sich mit Händen

und Füssen oder holt sich eines

der größeren Mädchen als

Über setzerin. Mit viel Geduld

klappt es aber erstaunlich gut!

Man kann hier nicht die Welt

verändern, nicht die Leben der

Menschen verbessern. Wenn

man mit dieser Vorstellung

anreist, ist die Enttäuschung

schnell groß. Doch man kann

kleine Kreise ziehen. Anfangen

mit sich selbst, sich trauen

hierher zu reisen und freiwillig

auf jeden Luxus zu verzichten,

sich so uneigennützig wie

möglich anderen Menschen

widmen. Sich für dieses un -

glaub liche Projekt engagieren

ohne Gegenleistung oder Be -

zah lung.

Welche drei Dinge mit am meisten

fehlen? Eigentlich nichts.

Einem wird hier bewusst, in

welchem Überfluss wir in

Europa teilweise leben und wie

viele Dinge einfach reiner

Luxus sind. Wenn etwas fehlt,

dann vielleicht die Freiheit als

Frau, das machen zu können

was man möchte. Sich so zu

kleiden wie man möchte und so

laut und verrückt zu sein wie

man möchte. Einfach mal an

den Strand zu gehen im Bikini,

alleine abends durch die dunklen

Strassen schlendern, selbst

Alkohol dürfen Frauen hier

nicht alleine kaufen. Dies sind

Einschränkungen, mit denen

man hier leben muss, weil es

das Land so vorgibt. Ich kann

mich damit gut abfinden für

den relativ kurzen Zeitraum, ob

ich aber dauerhaft damit klar

kommen würde, bezweifle ich.

Wie bereits erwähnt, ist es

schwer hier alles zu verändern,

als einzelne Person oder auch

als Hilfsprojekt aus Deutsch -

land sind die Möglichkeiten

eingeschränkt. Viele Steine

werden einem bewusst in den

Weg gelegt. Was möglich ist, ist

Stück für Stück den Kindern

Perspektiven und andere Sicht -

weisen eröffnen. Dabei reicht es

oft schon sie zu ermutigen, sich

eine eigene Meinung zu bilden,

einen eigenen Blickwinkel auf

die Dinge zu haben und ein

wenig Ehrgeiz in ihnen zu

wecken, Ziele zu erreichen.

Ihnen bessere Chancen in der

Schule zu ermöglichen, ihre

Stärken erkennen und fördern

und ihnen ein Stück Welt

außerhalb Sri Lankas mit auf

den Weg zu geben.

Den Kindern geht es im Angels

Home sehr sehr gut. Die Anlage

ist in schönen Farben gestrichen,

bietet unter den Kokos -

palmen ausreichend Platz zum

spielen und ist immer sehr ge -

pflegt. Die Kinder tragen hierzu

einen großen Teil bei.

Der Tagesablauf ist sehr strukturiert.

Neben Schule, Beten,

Essen und Spielen steht auch

Foto: dry lands

Gartenarbeit, Waschen und

Putzen mit auf den Programm.

In Deutschland undenkbar, dass

5-jährige täglich ihre eigene

Wäsche waschen - und das

ohne Waschmaschine. Das Ziel

ist es, den Kindern zwar gewisse

westliche Ansätze zum The -

ma Ordnung, Müllentsorgung,

Bildung und Umgang miteinander

mitzugeben, sie allerdings

auch so aufwachsen zu

lassen, dass eine Integration

später in die Gesellschaft Sri

Lankas nicht unmöglich ist.

Sri Lanka habe ich im Jahr

2015 schon einmal für zwei

Wochen bereist. Während meines

10-wöchigen Praktikums

hier in Marawila habe ich zwar

pro Woche einen Tag frei,

genieße aber bislang meist die

Umgebung oder einfach das

lokale Leben hier im Ort.

Colombo, die Hauptstadt Sri

Lankas und Negombo liegen

nicht weit entfernt und eignen

sich super für einen Tages aus -

flug. Nach dem Praktikum werden

ich mit zwei Freundinnen

aus Hamburg noch eine Woche

in den Norden des Landes reisen.

Was ich danach vorhabe? Den

gesamten April verbringe ich in

Nepal, in Pokahara und mache

dort eine 200-stündige Yoga -

lehrer-Ausbildung. Yoga mache

ich schon seit einigen Jahren

und eine Ausbildung in

Deutsch land ist neben dem Job

nur am Wochenende möglich

und zudem mit hohen Kosten

verbunden. Deshalb habe ich

beschlossen, dies in meiner

Auszeit zu machen. Danach

geht es für mich zweieinhalb

Monate nach Südamerika. Ei -

nen Kontinent, den ich bislang

noch nie besucht habe. Ange -

fangen mit Guatemala, Mexico,

dann Kuba, Peru, Bolivien,

Chile und Argentinien. Hier ist

mein Hauptziel zu reisen und

möglichst viele spannende Ein -

drücke mitzunehmen. Ein gro -

ßes Highlight wird dabei der

Inka Trail auf den Machu

Picchu sein. Von Buenos Aires

geht es am 25. Juli mit dem

Flieger zurück nach Hamburg.

In Hamburg angekommen wer -

de ich mich zuerst auf Woh -

nungs- und Jobsuche begeben.

Mich zieht es zurück in den

schönen Norden und in meine

Heimat. Ich möchte im Bereich

Marketingmanagement bleiben

und meine Yogaleidenschaft

voraussichtlich nebenbei ausüben.

Ich habe großes Glück,

dass mein Freund, welcher aus

der Nähe von Stuttgart kommt

und momentan noch in Zürich

lebt, mit mir in die Hansestadt

ziehen wird, um sich hier ein

gemeinsames Leben aufzubauen.

Die Beziehung war für uns

nie ein Hindernis die eigenen

Träume zu erfüllen. Dass sieht

mein Partner zum Glück ge -

nauso. Wir sind seit Juli 2017

verlobt und unsere Standes -

amtliche Hochzeit ist im Okto -

ber dieses Jahres.

Ich wünsche mir, dass sich

mehr Menschen dazu entscheiden

und den Mut aufbringen

ihre eigenen Wünsche zu erfüllen.

Das ist ein großer Luxus,

den wir uns in der westlichen

Welt leisten können. Die

Vielfalt der Möglichkeiten, die

Chance seine Träume zu erfüllen.

An vielen Orten dieser Welt

leider undenkbar.

Es ist immer nur die Angst, die

einem selbst Grenzen setzt.

Angst, weniger zu haben, weniger

sicher zu sein oder sich we -

niger gut zu fühlen als vorher...

Wer sich so wie Jana Neumann

für die Kinder von Marawila

engagieren möchte, kann sich

über die Website des Dry Lands

Project e.V. für ein Praktikum

bewerben oder an das gemein -

nützige Projekt spenden. Zur -

zeit sammelt die Organi sa tion

für einen Stromgenerator, der

für eine dauerhafte Strom ver -

sorgung des Kinderheims sorgt.

Dry Lands Project e.V.

Stadtsparkasse Lengerich

IBAN: DE 96 4015 4476

0001 0987 22

BIC: WELADED1LEN

www.dry-lands.org

Diskussionsveranstaltung

Am 23.02.2018, 19 Uhr

Aula der VHS West

Waitzstraße 31

www.umweltgruppeelbvororte.de

Das Mädchen-Kinderheim des Dry Lands Project liegt an der Westküste Sri Lankas im Indischen Ozean.

Foto: dry lands


E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018 • 9

Muss der lokale Einzelhandel jetzt bluten?

Wettbewerb zwischen Online- und stationärem Einzelhandel nimmt zu – mehr Eigeninitiative bei lokalen Händlern gefragt | Markus Krohn

Der Wettbewerb im Ein zel -

handel in den Elbvororten

nimmt zu. Das spüren vor

allem die Händler im Ris -

sener Dorf, der Blankeneser

Bahnhofstraße und in der

Waitz straße sowie der jeweiligen

Nebenlagen. Auch die

Wochenmarktbetreiber in Blan -

kenese und Groß Flottbek

spüren den Wandel. Noch fehlt

den Händlern allerdings die

Strategie, um sich die verloren

gegangenen Kunden zurück zu

holen. Ein weiterer Rückschlag

dürfte die Ankündigung der

ECE sein, das Elbe Einkaufs -

zentrum um weitere 6.000

Quadratmeter Einzelhandelsund

Gastronomieflächen in den

kommenden drei Jahren zu

erweitern.

„Das ist ja fast so viel Fläche,

wie ganz Rissen zu bieten hat“,

meint ein Fachmann, der für

die Einzelhändler in den klassischen

Einkaufsstraßen der Elb -

vororte weitere Kaufkraft

schwinden sieht. Die einzige

Chance des Handels in den

Stadtteilen sei, sich schnellstens

gegen den Wettbewerb zu

rüsten und gemeinsame Kon -

zepte zu entwickeln, um die

noch vorhandenen Kunden zu

halten. Entscheidend sei, die

Aufenthaltsqualität in den Ein -

kaufsstraßen zu verbessern und

konsequent durch die Kunden -

brille zu schauen, um deren

Bedürfnisse zu erkennen und

bedienen zu können. Im Ver -

gleich zum Onlinehandel müsse

für Kunden eindeutig erkennbar

sein, dass sich der Weg ins

stationäre Geschäft lohne.

Die Waitzstraße sei mit ihrem

Business Improvement District

(BID) auf einem guten Weg,

auch die Ortskerngestaltung in

Blankenese könne ein guter

OSDORF

Nach 56 Tagen endete die

„Crowdfunding-Aktion“

(von englisch crowd für

‚(Menschen-)Menge', und

funding für ‚Finanzierung')

für den Finkenwerder Hoch -

seefischkutter „PRÄSIDENT

FREIHERR VON MALTZAHN“

von 1928, mit unglaublichen

15.800 € Unterstüt zungs gel -

dern überaus erfolgreich: www.

startnext.com/maltzahn

Am Nikolaustag 2017 trafen

sich die Mitglieder des Muse -

umshafen Oevelgönne im Rah -

men ihres „Hafenclubs“, um

über die „Crowdfunding-Aktion“

zu informieren und in die

Startphase zu bringen. Vereins -

geschäftsführer Bjørn Nicolai -

sen spendete vor Publikum die

ersten 100 Euro und von da an

warteten alle Mitglieder voller

Spannung, wie sich die Geld -

sammelaktion entwickeln würde.

„Was dann geschah, war un -

glaublich. Die Crowdfun dingak -

tion hatte einen furiosen Start“,

berichtet der Geschäftsführer

des Vereins, Bjørn Nicolaisen.

„Bereits zwei Stunden nach

dem Start waren 25% des

ersten Sammlungsziels erreicht,

ELBVORORTE

Das ELBE Einkaufszentrum nach Umbau und Neueröffnung 2011. Jetzt soll es erneut um ca. 15 Prozent erweitert werden.

weniger als 24 Stunden später

waren 4.600 Euro zusammen

und nach einer knappen Woche

waren es 65% des ersten Fun -

dingziels!“, so Nicolaisen weiter.

Danach entwickelte sich die

Sammlung zwar langsamer,

was die Spannung erhöhte,

aber das Interesse für die

MALTZAHN und die damit verbundene

Spendenbereitschaft

ging weiter. Am zweiten Weih -

nachtsfeiertag war die erste

Sammlungsmarke geknackt

und somit 10.000 € für die

Reparatur des Schiffs gesichert.

Doch danach ging der Geld -

Anfang sein, um sich dem

Wettbewerb mit den großen

Einkaufszentren in Osdorf,

Sche nefeld und Wedel messen

zu können, sind sich Experten

sicher. Allerdings könne dies

nur ein Anfang sein. Um in

Zukunft im Wettbewerb bestehen

zu können, bedürfe es weit

größerer und vor allem dauerhafter

Anstrengungen, warnen

sie.

Die ECE Projektmanagement

will jedenfalls „durch verschiedene

Maßnahmen in Osdorf den

sehr erfolgreichen Traditions -

standort des Elbe-Einkaufs zen -

trums und die westlichen Ham -

burger Stadtteile als Handels -

standort – auch im Wettbewerb

mit der Innenstadt und er

Hafencity sowie dem Online-

Handel – stärken“.

Dazu ist ein Gesamtpaket ge -

plant, das eine Modernisierung

im Innen- und Außenbereich,

Verbesserungen im Servicean -

gebot (z.B. Lounge-Bereiche,

segen weiter! „Zum Ende der

Spendenaktion am 31.01.2018

konnten wir das Überschreiten

des zweiten Fundingziels feiern!“

Etwa 60 Prozent der Unter stüt -

zer kommen aus der Crowd des

Museumshafens, die übrigen

40% von neuen Freunden.

Insgesamt wurde das Projekt

von 144 Personen über das

Crowdfunding finanziell unterstützt

und der Museumshafen,

und insbesondere die MALT-

ZAHN, hat durch diese öffentlichkeitswirksame

Aktion viele

neue Fans gewonnen.

Heino Schlichting, Mitinitiator

optimierte Beschilderung, Park -

leitsystem) und einen attraktiveren

Außenauftritt durch die

Öffnung des Centers nach au -

ßen hin und die Ansiedlung

von zusätzlicher Außengastro -

nomie umfasst.

„Als Teil des Maßnahmen pa -

kets ist auch eine Aufwertung

der Bereiche vor dem Center

durch eine platzähnliche Ge -

stal tung sowie eine Ergänzung

der Ver kaufsfläche zur Nutzung

durch bestehende Mieter mit

der ersten Crowdfundingaktion

und Vorstandsmitglied des

Museumshafens Oevelgönne:

„Wir bedanken uns bei allen,

die etwas zum Gelingen dieser

Aktion beigetragen haben -

nicht nur Geldgebern, sondern

gerade auch für die Wei ter -

verbreitung in private Netz -

werke.“

Ein engagiertes Team von eh -

renamtlichen Vereinsmit glie -

dern bereitet in den nächsten

Wochen den Versand der von

Unterstützern erstandenen „Dan -

keschöns“ vor, Spenden be stäti -

gungen für alle anderen Un -

Er wei te rungsbedarf oder zur

An sied lung eines neuen Kon -

zepts angedacht. Verschiedene

Mieter aus Bereichen wie Mode

und Sport haben Interesse –

welche Mieter das konkret sein

werden, können wir zum jetzigen

Zeitpunkt allerdings noch

nicht sagen, zumal eine Fertig -

stellung frühestens 2021 erfolgen

wird“, sagt Pressesprecher

Lukas Nemela.

Im Bezirk sehen die politischen

Kräfte die erneute Erweiterung

Kutter kann dank Spenden saniert werden

Erfolgreiches »Crowdfischen« mit einem Spendenerfolg über 15.800 Euro. Museumshafen dankt Spendern | Konrad Matzen

Die Maltzahn in der Bültjer Werft in Ditzum an der Ems

Foto: Nicolaisen

Foto: Kemme

terstützerwerden ausgestellt

und schließlich werden noch

alle zur feierlichen Ankunft der

frisch restaurierten MALTZAHN

in den Museumshafen Oevel -

gönne eingeladen.

Der seegelnde Hochseekutter

„PRÄSIDENT FREIHERR VON

MALTZAHN“ HF.294. ist seit

1989 das Flaggschiff der Oe -

velgönner Flotte und befindet

sich voraussichtlich noch bis

Ende März auf der Bültjer-

Werft in Ditzum an der Ems,

wo unter Mitarbeit der ehrenamtlichen

Crew im vorderen

Schiffsbereich alte, im Lauf der

Jahrzehnte morsch gewordene

Spanten durch neue, feste

Spanten ersetzt werden. Dank

der großzügen monetären

Unterstützung können die

umfangreichen Arbeiten nun

zu einem erfolgreichen Abschluss

geführt werden und das Schiff

soll ab dem Hafengeburtstag im

Mai wieder viele Jahre für Gä -

stefahrten auf der Elbe einem

interessierten Publikum zur

Verfügung stehen.

www.facebook.de/Maltzahn

www.hf294-maltzahn.de/

des Elbe offensichtlich mit

gemischten Gefühlen. Wie ist es

sonst zu erklären, dass die

Gespräche zu diesem Thema bis

kurz vor der Genehmi gungs -

reife bislang nur hinter verschlossen

Türen geführt worden

sind? Die Mitglieder des

zuständigen Planungs aus schus -

ses wissen nur zu gut, was die

Pläne für die kleineren Ein zel -

händler in Groß Flottbek, Blan -

kenese und Rissen bedeuten.

Gleichzeitig wissen sie auch,

dass die Unternehmen im Elbe

Einkaufszentrum sich im Wett -

bewerb behaupten müssen. Hier

einfach einen Riegel vorzuschieben,

wäre ebenso unklug

wie die große ECE einfach

gewähren zu lassen. Lorenz

Flemming, Fraktionsvorsit zen -

der der FDP-Bezirksfraktion

fordert daher: „Mit Ach und

Weh haben Bezirk und Stadt

erhebliche Mittel (mehrere Mil -

lionen Euro) locker gemacht,

um gemeinsam mit den Ge wer -

be treibenden die Waitzstraße

und die Blankeneser Bahn -

hofstraße mit dem Markt für

die Zukunft zu rüsten. Die

Veränderungen und Planungen

müssen bei den Forderungen

der ECE für das EEZ Be rück -

sichtigung finden. Die Inter es -

sengemeinschaften und Mana -

gements müssen eingebunden

werden.“

Die Verantwortlichen aus Groß

Flottbek und Blankenese haben

sich bereit erklärt, sich einzubringen.

Jetzt sind die Politiker

aller Fraktionen gefragt, sich

für faire Wettbewerbs bedin -

gungen einzusetzen. Allerdings

können sich die Einzelhändler

auch nicht allein auf den Bezirk

verlassen, sondern müssen

selbst aktiv werden – und handeln!

Frank Schmitt (SPD)

führt durch’s

Hamburger Rathaus

Wussten Sie, dass es 43 Jahre

gedauert hat, bis Hamburg sein

heutiges Rathaus erhalten hat?

Dass es bereits das sechste in

der Stadtgeschichte ist und

eines der wenigen vollständig

erhaltenen Beispiele des Histo -

rismus in ganz Deutschland?

Und dass die Rathausdiele ganz

bewusst ebenerdig angelegt

worden ist? Das soll symbolisieren,

dass in der Freien und

Hansestadt Hamburg die Bürger

auf einer Stufe mit den Re -

gierenden stehen. Anders als in

vielen anderen Herrschafts -

häusern sollen die Bürger in

Hamburg nicht zu den Macht -

habern hinaufsteigen müssen.

Frank Schmitt, Wahlkreisabge -

ordneter der SPD für den

Hamburger Westen, führt Leser

der DorfStadt-Zeitung persönlich

durch das Rathaus und

steht anschließend für Ge -

spräch zur Verfügung.

Die nächste Führung findet am

28. März um 12:30 Uhr statt.

Anmeldungen ab sofort über

das Abge ord netenbüro, Tel.: 87

600 466 oder per E-Mail an

abgeordnetenbuero@

frank-schmitt.info.

www.frank-schmitt.info


10 • DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018

24 Stunden gut betreut

W i r t s c h a f t

Wenn Blicke nerven können

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Senkrechtmarkisen halten

fremde Neugier und Son -

nenstrahlen fern. Mit Pa -

parazzi, die jeden persönlichen

Moment auf Bildern

festzuhalten und der Öf -

fentlichkeit zugänglich zu

machen versuchen, haben die

meisten von uns in der Regel

nichts zu tun. „Aber auch die

neugierigen Blicke von Nach -

barn und Passanten können

manchmal nerven, wenn man

sich hinter der großen Glas -

fassade des Wohnzimmers einfach

nur erholen und ungestört

ELBVORORTE

Fensterflächen oder zum Ein -

satz vor Glasdach- oder Win -

tergartensystemen. Mit einem

halbtransparenten Screen-Stoff

bespannt, halten sie Blicke von

außen fern, während man von

innen noch immer eine gute

Sicht nach draußen hat. Auf

www.lewensmarkisen.de gibt es

dazu mehr Infos. Schutz geben

die Markisen aber nicht nur der

Privatsphäre. Im Sommer halten

sie tief stehende Son nen -

strahlen aus Innenräumen oder

dem Wintergarten fern und

wirken so auch als Hitze- und

störende seitliche Lichtschlitze.

Und weil die herabgelassene

Senk rechtmarkise das Fenster

fast lückenlos abschließt, wirkt

sie zusätzlich als Insek ten -

schutz.

Überlange Volants

sorgen für Schutz auf

der Terrasse

Wer sich den senkrechten

Licht- und Sichtschutz auch

auf einer mit Markisen ausgestatteten

Terrasse wünscht, findet

eine gute Lösung mit sogenannten

Vario Volants. Am

Die Brinkmann Pflegever -

mitt lung ist jederzeit für

Sie da. Im eigenen Zuhause

rundum versorgt, das wünschen

sich viele Ange -

hörige für ihre alternden

Verwandten und Eltern.

Besonders dann, wenn aufgrund

der eigenen privaten und

beruflichen Situation die tägliche

Betreuung der lieben Ange -

hörigen nicht mehr gewährleistet

ist und das Pflegeheim

keine Option darstellt. Dank

Vermittlungsagenturen, wie die

Brinkmann Pflegevermittlung

GmbH und der sogenannten

„24-Stunden-Betreuung in häuslicher

Gemeinschaft“, können

ELBVORORTE

Pflegebedürftige würdevoll und

sicher im eigenen Zuhause

leben. Bei diesem Modell leben

die Betreuungskräfte für einen

bestimmten Zeitraum im

Haushalt der Pflegebedürftigen

und leisten dabei Hilfe in der

Grundpflege, sichern eine um -

fassende Betreuung und führen

den Haushalt. Aus diesem

Grund entscheiden sich immer

mehr Familien für eine Be -

treuungskraft aus Zentral- oder

Osteuropa, um ihre Angehö ri -

gen unterstützen zu lassen. Die

Brinkmann Pflegevermittlung

hilft ihnen dabei, eine passende

Betreuungskraft zu finden und

kümmert sich auch nach der

erfolgreichen Vermittlung um

ihre Bedürfnisse. Dieses Ange -

bot finden sie nun auch in

Ham burg und dem Landkreis

Pinneberg: Seit Dezember 2017

steht mit der Regio nal ver tre -

tung Hamburg-Nordwest Alex -

ander Sohl beratend zur Seite

und vermittelt liebevolles Be -

treuungspersonal für pflegebedürftige

Menschen.

Brinkmann Pflegevermittlung

Regionalvertretung

Hamburg-Nordwest

Marienhöhe 12

Tel.: 6 96 35 28 71

www.brinkmannpflegevermittlung.de

ETW-Preise moderat gestiegen

ELBVORORTE

Nach dem Preissprung 2016

fielen die Veränderungen

des Preisniveaus für Neu -

bau-Eigentums wohnungen

in Hamburg 2017 wieder

mo derater aus. Während der

durchschnittliche An ge bots -

quadratmeterpreis von 2016 auf

2017 Analysen von Gross mann

& Berger zufolge in Gesamt-

Hamburg um rund 4% zurückging,

legte er in den Top-21-

Wohnlagen um rund 6% zu. Im

Durchschnitt wurden je Qua -

drat meter Neu bau-Ei gen tums -

wohnung in Gesamt-Ham burg

rund 5.270 €/m² Wfl. aufge rufen

und in den Top-21-Wohnlagen

sogar rund 7.090 €/m² Wfl..

„Der Rückgang in Gesamt-Ham -

burg ist hauptsächlich auf das

deutlich geringere Angebot in

den hochpreisigen Stadtteilen

zurückzuführen“, kommentiert

Frank Stolz, Bereichsleiter Neu -

bau bei Grossmann & Berger.

„Wir gehen davon aus, dass die

Preise für Neubau-Eigen tums -

wohnungen in 2018 weiter

zulegen werden.“

Der detaillierte Marktbericht

steht Anfang April auf der

Web site des Unternehmens.

Senkrechtmarkisen sind eine gute Ergänzung für Terrassenüberdachungen. Sie schützen vor Strahlen

der tief stehenden Morgen- oder Abendsonne und schenken ein Stück Privatsphäre. Foto: djd/Lewens-Markisen

seine Ruhe und Privatsphäre

genießen möchte“, meint Mar -

tin Schmidt vom Verbrau cher -

portal Ratgeberzentrale.de. Gu -

ten Schutz bieten beispielsweise

großflächige Senkrecht mar -

kisen an den Fenstern.

Die Aussicht nach draußen

trotzdem genießen

Senkrechtmarkisen wie die

„Mi cro 4000 Z“ von Lewens

eignen sich vor allem für große

Blendschutz. Wer bei einer

Senk rechtmarkise Wert auf ei -

nen guten und windsicheren

Sitz des Tuchs legt, muss auf

die Führung der textilen Be -

spannung achten. Ideal ist eine

seitliche Führung des Tuchs in

Schienen nach dem Reißver -

schlussprinzip. Der seitliche

Anschluss verhindert, dass das

Tuch bei Wind übermäßig

schlägt und seine Spannung

verliert. Zugleich vermeidet er

vorderen Ende einer Markise

befestigt, können sie in Längen

bis zu zwei Metern aus- und

eingefahren werden und so

auch die Terrasse zum ge -

schütz ten Bereich mit ungestörter

Privatsphäre machen.

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Foto: PR

Schietwetter (Hundswetter)

Bettina ist taffe Geschäftsfrau, aufopfernde

Ehefrau und Mutter. Jenny ist alleinerziehend und

hat ein eigenes Dessous-Geschäft. Carolin ist

Single, arbeitslos und depressiv. An einem

Morgen im September treffen diese drei Frauen

zufällig und aufgrund des schlechten Wetters in

einem Café aufeinander.

Aus anfänglich angestrengter Hilfsbereit-schaft

und falscher Höflichkeit entsteht ein temperamentvolles

Beisammensein. Mit Hilfe von

Champagner und Co. werden nach und nach

Schwächen offenbart, Illusionen zerstört und

ganze Lebensentwürfe über den Haufen geworfen.

Alles unter den wachsamen Augen des missmutigen

und spöttischen Kellners, der Mühe

hat, die drei wildgewordenen Frauen in Schach zu halten. Eins steht fest: Hinterher ist alles anders.

Termine: jeweils um 20 Uhr wenn nicht anders angezeigt: 23. und 24. Februar 2018

2./ 4. (15 Uhr) / 8./ 9./ 10./ 16./ 17./ 24. März 2018; 6. und 7. April 2018

Ort: Theater Wedel, Rosengarten 9, 22880 Wedel

Eintritt: 15,–€ / 9,50 € (Schüler/Studenten)

Karten: (0 41 03) 9 67 90 67 oder Mail: kasse@theater-wedel.de

www.theater-wedel.de

Summa Summarum – Die Abschiedstour

2018 verabschiedet sich Henning Venske, musikalisch begleitet

von seinem kongenialen Partner Frank Grischek, mit seinem

Programm Summa Summarum von Freund und Feind.

Der Kabarettist, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller

Henning Venske analysiert zum letzten Mal auf der Bühne die

aktuellen politischen Entwicklungen mit einem Scharfsinn, der

manchen Amtsinhaber, Würdenträger und Kampagnenjournalisten

beschämen muss. Floskeln, Klischees und Phrasenmüll,

Blender, Lallbacken und Waffelnasen – all dies erledigt

Deutschlands „meistgefeuerter Satiriker“ pointiert und witzig. Er

ist ein Kabarettist der guten alten Schule: Alles, was sich öffentlich

regt, kreucht und fleucht, wird von ihm skeptisch begutachtet und bekommt seine verdiente

Strafe, gemein, aber nicht unhöflich. Selbstbewusst und angriffslustig auch nach 57

Bühnenjahren präsentiert sich dieser in vielen Satire-Kämpfen gestählte Wortakrobat. Verbale

Entgleisungen spießt er mit einer solchen Kunstfertigkeit auf, dass der geschundene Geist auflacht,

der Verstand triumphiert und das Herz vor Freude und Genugtuung hüpft.

Der eine oder andere Kollege hat jahrelang diverse Abschiedstourneen veranstaltet. Venske ist

auch bei diesem Anlass, wie sein Publikum ihn kennt und schätzt:

präzise, scharf und gnadenlos: Das war’s. Basta la Musica.

Termine: 7. März 2018 um 20 Uhr | Ort: Forum Schenefeld, Achter de Weiden 30, Schenefeld

Eintritt: 16–24 € | Karten: 830 70 73 oder per E-Mail: info@juks-schenefeld.de

www.forum-schenefeld.de

Foto: Kipling Phillips

JAWBONE Bluegrass, Folk

und Blues

Die Band JAWBONE besteht aus

einer Handvoll hervorragender

Hamburger Musiker, die sich

zusammengefunden haben, um die

alten Klangwelten der amerikanischer

Urmusik neu zu ergründen.

Mit Leidenschaft für diese handgemachte

Musik verbinden die fünf

Musiker gekonnt Elemente aus

Bluegrass, Folk und Blues. So entsteht

eine reizvolle Mischung die zunächst die traditionelle Country Music nicht abbildet, sie

aber an ihren Wurzeln durchleuchtet – und da gibt es viel Interessantes zu entdecken. Mit

gleichzeitiger Zuneigung und liebevoller Respektlosigkeit gegenüber gängigen Country kli -

schees bringt JAWBONE ein Programm auf die Bühne, das begeistert.

Termin: 16. März 2018 um 20.30 Uhr | Ort: Theaterschiff Batavia, Brooksdamm 1, 22880 Wedel

Eintritt: 15,– € | Vorverkauf: (04103) 8 58 36

www.batavia-wedel.de

G E W I N N S P I E L

Sie wollen gewinnen? Dann sen den Sie uns eine Karte mit »Orlando furioso«

an die DorfStadt-Zeitung, Bramweg 31, 22589 Hamburg oder per E-Mail

an Gewinn@dorfstadt.de. Einsendeschluss: 4. März 2018. Der Rechts weg ist ausgeschlossen.

Foto: Joachim Flügel

»Orlando furioso«

In der Barockoper „Orlando

furioso“ wird die Geschichte

des Ritters Orlando aus der

gleichnamigen berühmten italienischen

Dichtung mit der

Geschichte um die Hexe Alcina

verwoben. Die Protagonisten

erleben die unterschiedlichsten

3x2

Karten für

21.3.2018

Gefuḧle – von Vivaldi in hinreißende

Musik umgesetzt, die

Romantik, die Tragik und

Komik meisterhaft miteinander

verknüpft. Diese Oper nimmt

im Werk Vivaldis eine zentrale

Rolle ein und zeigt die schöpferische

Reife des Komponisten.

Foto: PR

Die Handlung ist opulent.

Orlando kommt in Alcinas

Zauberreich auf der Suche

nach der von ihm über alles

geliebten Prinzessin Angelica.

Sie aber befindet sich auf

der Flucht vor ihm; sie fürchtet

seinen Zorn, da sie ihm unberechtigte

Hoffnungen gemacht

hat, wie vielen ihrer Verehrer.

Nun bittet sie Alcina um den

Schutz ihrer Liebe.

Die alte und hässliche Hexe

Alcina versucht ihre Macht

mithilfe der Asche des Zauberer

Merlins zu verewigen. Nach

großen Gefahren kommt Orlando

endlich zu der Einsicht, dass

auch Niederlage Sieg und

Verlust Glück bedeuten kann.

Allee Theater

Termine: 23. Februar bis 29.

April 2018

Preise: 29,50–39,50 €

Vorverkauf: 38 29 59

www.alleetheater.de

Jazzfrühschoppen „Benefiz für Kids“

Der Jazzfrühschoppen des Lions Clubs

Hamburg-Elbufer findet zum 22. Mal statt. In

diesem Jahr setzt sich der bekannte Sänger

und EntertainerKlaus Baumgart – der große

Klaus – als Schirmherr für den guten Zweck

der Veranstaltung ein.

Es gibt wieder mitreißende Jazz, Ragtime,

Swing, Boogie-Woogie, Rock'n Roll und

Blues-Musik. Und natürlich alles für einen

guten Zweck.

Es treten auf: 8 to the Bar, die fröhliche Live-

Band aus Hamburg für Boogie Woogie,

Blues und Oldies mit Claas Vogt (Gitarre und

Gesang), Günther Brackmann (Piano und

Gesang) und Martin Wichmann (Bass und

Gesang) sowie Shreveport Rhythm,

Hamburgs im Jahr 2008 gegründete Hot

Jazz und Swing Band mit Helge Sachs

(Klarinette, Saxophon), Markus Pohle

(Piano, Gesang), Andreas Nolte (Gitarre) und

Matthias Friedel (Schlagzeug).

Und die Brassband des Christianeums unter

der Leitung von Jeff Alpert.

Termin: 25.2. 2018, 11 Uhr

Eintritt: 21,– €

Ort: Fabrik, Barnerstraße 36

www.amiando.com/lionsjazz2018

Tanzend fremde Kulturen erleben

Folkloretanz für Jedermann in St. Simeon

Haben Sie Spaß an tänzerischer

Beweglichkeit und Lust im Tanze andere

Kulturen zu erleben?

Immer montags von 10–11 Uhr, lädt die

ausgebildete Tanzpädagogin zum Tanz in das

Gemeindehaus St. Simeon ein.

Ob Squaredance, Quadrillen, israelische oder

griechische Volkstänze – die einfache

Schrittfolge ist leicht erlernbar und erfordert

keine Vorkenntnisse.

„In vielen Ländern ist es üblich an

Familienfesten zu tanzen – ein schöner

Brauch, den es bei uns leider nicht gibt“, sagt

Heide Ponik. „Aber beim gemeinsamen Tanz

im Gemeindehaus erleben wir den Spaß und

die Freude der fremdländischen Tradition.“

Termin: ab 5.3.2018 immer mo. 10–11 Uhr

Ort: St. Simeon, Dörpfeldstraße 58

Anmeldung: Tel.:8 22 92 19

Foto: PR

Das Theater Mär mit „Obstgärtchen“

Es wird interaktiv und musikalisch beim

Kindertheater des Monats im JUKS

Schenefeld. Viele kennen das schöne

Würfelspiel „Obstgarten“, das Theater Mär

hat eine Version für die Bühne daraus

gemacht. Die kleinen und großen

Zuschauerinnen und Zuschauer sind aufgefordert,

dem Schauspieler auf der Bühne

hilfreich zur Seite zu stehen.

Das interaktive Kindertheaterstück mit

Musik ist für alle ab 3 Jahren geeignet.

Termin: 23. März 2018 um 15 Uhr

Eintritt: 5,– €

Ort: JUKS Schenefeld, Osterbrooksweg 25,

22869 Schenefeld

www.juks-schenefeld.de

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei

Wochen donnerstags in den Elbvororten

bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren:

Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de),

Wolf A. Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de)

Herausgeber/V.i.S.d.P.: Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte

und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt

und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder

nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf

Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: WE-Druck, Oldenburg

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 15. März 2018

Redaktionsschluss: 7. März 2018


12 • DorfStadt-Zeitung 03/2018 • 22.02.2018

Der Besuchs- und Begleit -

dienst mit Hund ist ein

Programm des Malteser

Hilfsdienstes in Hamburg:

Ehrenamtliche mit Hund

besuchen nach einer um -

fas senden Ausbildung re -

gel mäßig Menschen in Senio -

reneinrichtungen.

„Ich hatte immer Hunde“, sagt

Elise Hencke, „der letzte,

Barney, war auch so einer wie

Kenny.“ „Ein Golden Retreiver“,

ergänzt Dagmar von Glan-

Witte und setzt sich dazu. Frau

Hencke steckt Kenny schnell

noch ein Leckerli zu, bevor der

sich gemütlich auf dem Boden

ausstreckt, den Kopf auf ihrem

Fuß. „Manchmal legt er seinen

Kopf auf meinen Schoß“, lä -

chelt die 94-Jährige. Und dann

erzählt sie, von ihren Schäfer -

hunden und von Barney, dem

Golden Retreiver, von dem sie

ein gerahmtes Foto in ihrem

Zimmer stehen hat. Auch

Ingrid Hinzmann, 82, freut

sich sehr, Kenny zu streicheln,

vermisst auch nach Jahren

noch ihren Hund Blacky, der

ihren Mann immer beim Bern -

steinsammeln an dänischen

Stränden begleitet hat: „Es

fehlt ja doch was…“

Jeden Sonntag kommt Dagmar

von Glan-Witte hierher, be -

sucht als Ehrenamtliche mit

ihrem Hund die Bewohner des

Bischof-Ketteler-Seniorenstifts.

„Als unser letzter Hund mit

knapp 16 Jahren eingeschläfert

werden musste, wollten wir ein

neues Familienmitglied“, erklärt

sie. „Eine befreundete Züchterin

hat uns Kenny vermittelt, er

war 6 Jahre alt, als er zu uns

kam. Kenny ist sehr ruhig,

freundlich und ausgeglichen,

lässt sich gerne streicheln. Ich

wollte mit ihm was Sinnvolles

tun.“ Kollegen empfahlen ihr

den Besuchsdienst mit Hund.

„Ich selber habe meine Eltern

relativ früh verloren“, erzählt

die 64-jährige Verwal tungs an -

gestellte, „für mich eine Mög -

lichkeit, etwas zurückzugeben.“

Also fragte sie an, und sie hatte

Glück: Eignungstests und Aus -

bildung konnten zeitnah erfolgen,

seit mittlerweile gut zwei

Jahren ist das Gespann einmal

wöchentlich im Einsatz, geht in

Demenzgruppen und besucht

Senioren und Seniorinnen auf

ELBVORORTE

ihren Zimmern. „Am Anfang ist

noch eine Betreuerin dabei“, so

Dagmar von Glan-Witte, „dann

wird man mutiger und selbstständiger,

Learning by Doing.“

Tatsächlich werden sowohl an -

gehende Besuchshunde als

auch deren Halter vorab auf

ihre Eignung getestet. Die

neuen Ehrenamtlichen sollen

zuverlässig sein, ein offenes

Ohr und ein gutes Gespür für

die Lebenssituation anderer

Menschen haben; der Hund

muss mindestens 18 Monate alt

sein, einen verlässlichen Grund -

gehorsam, positives Sozial ver -

halten und Toleranz gegenüber

ungewöhnlichen Situationen

mitbringen: „Da wird viel ge -

knuddelt, aber auch mal härter

angefasst“, warnt Thomas Klei -

brink, Abteilungsleiter Senio -

ren beim Malteser Hilfsdienst,

„die Hunde müssen also sehr

tolerant und gelassen sein, Lust

haben, sich mit Menschen zu

beschäftigen.“

Dann erfolgt ein spezielles

Trai ning durch professionelle

Hundetrainer: In vielen kleinen

Übungen werden Situationen

I m G e s p r ä c h

»Ich hatte immer Hunde«

Besuchshund Kenny weckt Erinnerungen | Manuela Tanzen

Ingrid Hinzmann freut sich über den Besuch. Ihr eigener Hund wurde stolze 17 Jahre alt.

nachgestellt, die beim Besuchs -

dienst entstehen können. Der

Hund muss seinen Grundge -

hor sam und seine Wesensfe -

stig keit in stressigen Situatio -

nen unter Beweis stellen. Er

wird an die ihm gestellten An -

forderungen gewöhnt: Verhal -

ten im Umgang mit Gehhilfen,

Rollstühlen, fallenden Gegen -

ständen, Schreien und ungewohnten

Bewegungen der be -

suchten Personen. Außerdem

werden die Reaktionen der

Hunde in Stresssituationen ge -

testet. Auch die Hundehalter

werden geschult, es gibt einen

Erste-Hilfe-Kurs, Einsätze werden

geübt, es geht darum,

eventuell demenziell veränderte

Menschen zu verstehen, um

den Umgang mit Hilfsmitteln

wie Rollstühlen, um praktische

Einsatzideen, aber auch um

Tierschutz, Ethik, Versiche -

rungs- und Rechtsfragen und

darum, eventuelle Stress- und

Beschwichtigungssignale ihres

Hundes frühzeitig zu erkennen.

„Letztlich geht es darum, die

Menschen immer mehr dazu

befähigen, ihren Hund zu lesen:

Foto: Tanzen

Wann wird es dem Hund zu

viel? Wie reagiere ich? Wir

möchten die Halter zu ‚Hun -

deflüsterern‘ machen“, lächelt

Kleibrink. Er kennt alle gut 20

aktuell in Hamburg tätigen

Ehrenamtlichen und ihre Hun -

de persönlich, hat sie gemeinsam

mit der Hundetrainerin

ausgewählt. Kleibrink betont:

„Die Motivation ist extrem

wichtig. Das Besuchsprogramm

ist keine Zusatzaktivität, wenn

Hundeschule, Agility et cetera

abgefrühstückt sind. Der Ein -

satz ist für die Hunde aufregend,

auch anstrengend. Viele

Halter berichten, dass ihre

Hunde hinterher erst mal tief

und fest schlafen.“ Kleibrink

betont: „Es geht um die

Menschen, die besucht werden“,

und berichtet von der Freude

und Dankbarkeit der Besuch -

ten, von dem Vergnügen derer,

die früher selber Hunde hatten,

die Tiere um sich zu haben, sie

zu streicheln. „Bei Demenz ist

das oft wie ein ‚Türöffner‘.

Nicht selten gab es Situationen

wie diese: Ein komplett in sich

gekehrter Bewohner lebt bei der

Begegnung mit dem Hund

plötzlich auf, fängt an zu sprechen,

und alle drumherum stehen

mit offenem Mund da.“

Auch Dagmar von Glan-Witte

sagt: „Die Leute freuen sich

sehr, wenn wir kommen, verbinden

das mit ihren eigenen

Erinnerungen. Kenny lässt sich

streicheln, legt sich irgendwann

auf den Boden, dann bin ich

dran, übernehme die Unter hal -

tung.“ Sie zieht viel aus der eh -

renamtlichen Arbeit: „Es macht

mir große Freude! Man lernt

sehr dazu, schraubt die eigene

Toleranzgrenze höher. Manche

leben in der Vergangenheit,

wie derholen sich oder sind

durcheinander, dann darf man

die Geduld nicht verlieren.“

Und auch persönlich habe es

sie weitergebracht, so von

Glan-Witte, die in einer Wirt -

schaftsprüfungsgesellschaft

arbeitet: „Aus Konfliktsitu a -

tionen kann ich mich viel leichter

rausziehen, auch im Büro,

alles halb so wild. Ich setze

meine Prioritäten jetzt ganz

anders.“

Und der Hund? „Kenny genießt

es, lässt sich gerne streicheln.

Wenn ich sonntags den Korb

packe, weiß er schon, gleich

geht es los, und er freut sich

sichtlich. Vorher noch mal

schnell im Gras wälzen, und

auf geht’s!“

Wer mit seinem Hund eventuell

am Besuchshundedienst teilnehmen

möchte (Warteliste),

kann sich bei Andrea Tetzlaff

informieren: andrea.tetzlaff@

malteser.org

Der Besuchshundedienst ist eh -

renamtlich, für die Besuchten

kostenfrei, daher auf Spenden

angewiesen.

Konto: Malteser Hilfsdienst e.V.,

Pax Bank, IBAN: DE72 3706

0120 1201 2240 19

Verwendungszweck:

„Besuchshunde Hamburg"

Gutes Gespann: Kenny und sein Frauchen Dagmar von Glan-Witte besuchen jeden Sonntag Bewohner

des Malteserstifts in Schnelsen.

Foto: Tanzen

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