Nr. 20 (I-2018) - Osnabrücker Wissen

kreativkompass

Nr. 20 (I-2018) - Osnabrücker Wissen

Wir beantworten Fragen rund um die Osnabrücker Region. Alle drei Monate als Printausgabe. Kostenlos! Und online unter www.osnabruecker-wissen.de

Nr. 20 · kostenlos · Ausgabe I / 2018

Januar · Februar · März

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

KOSTENLOS!

08

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wann fing das Wirtschaftswunder an zu rollen?

WIE VERNETZEN

SICH OSNABRÜCKER?

Seite 4

16

AUSBILDUNG & KARRIERE

Was machen Newcomer in der Bäckerei?

41

NATUR & UMWELT

Wer streift tonnenschwer durch Nordamerika?

42

HINTER DEN KULISSEN

LaGa Bad Iburg 2018: Ist Kneipp wieder cool?


IMPRESSUM

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Nr.20

INHALT

Welche Fragen zur Osnabrücker Region

beantworten wir in dieser Ausgabe?

EDITORIAL

Ein Verlagsprojekt der Medienagentur

KreativKompass, einer Marke der

sinus Wirtschaftsmanagement GmbH

Im Hamme 7

49205 Hasbergen

Telefon: +49 5405 / 80 83 216

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

Internet: www.kreativkompass.de

REDAKTION

Chefredakteur:

Dr. Thorsten Stegemann

Weitere Redaktionsmitglieder

dieser Ausgabe:

Ebba Ehrnsberger

Marcus Appelt

Tom Herter

Yörn Kreib

Heiko Schulze

Michael Luttmer

Dr. Hermann Queckenstedt

Evgenij Unker

Sina-Christin Wilk

Redaktionsbeiträge

Gastbeiträge in dieser Ausgabe:

Rolf Spilker

Museum Industriekultur Osnabrück

Judith Franzen / Axel Friederichs,

Stadt- und Kreisarchäologie

Svenja Vortmann

Zoo Osnabrück

Beatrice le Coutre-Bick

Literaturbüro Westniedersachsen / Osnabrück

Carina Sander

Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück

TOPTHEMA

Wie vernetzen sich Osnabrücker? 4

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wann fing das Wirtschaftswunder an zu rollen? 8

Wie werden „Autos mit Pfiff“ ausgehfein gemacht? 10

Wo zog der „Comet“ seine Bahn? 12

Wie setzt man „Ethisches Matching“

im „War-for-Talent“ ein? 13

AUSBILDUNG & KARRIERE

Was ist ein Plagiat? - Teil 2 14

Was hat ein Trolley mit autonomem Fahren zu tun? 15

Was machen Newcomer in der Bäckerei? 16

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Stehen „kleine Monde“ am Himmel? 18

Wer setzte die Osnabrücker ins Bild? 20

Warum gibt es in Osnabrück einen

Grabstein mit Einschusslöchern? 22

Gab es Icker schon vor Christi Geburt? 24

Welcher Fleischfabrikant erfand die Magnetschwebebahn? 25

MOMENTAUFNAHMEN

Wer läutet im Glockensee? 26

ESSEN & TRINKEN

Welcher Eiweißlieferant braucht Stützfrüchte? 29

Foto © Paul Stegemann

„Im kommenden Zeitalter treten Netzwerke an die

Stelle der Märkte, und aus dem Streben nach Eigentum

wird Streben nach Zugang, nach Zugriff auf das, was

diese Netzwerke zu bieten haben.

Jeremy Rifkin (* 1945), amerikanischer Soziologe

Sie halten gerade die 20. Ausgabe unseres Magazins „Osnabrücker

Wissen“ in den Händen. Mittlerweile freuen sich viele tausend

Leserinnen und Leser einmal im Quartal auf die vielen kuriosen,

verblüffenden, überraschenden und faszinierenden Geschichten,

die unsere Region zu bieten hat. So ist in den vergangenen sechs

Jahren ein kleines Wissens-Netzwerk entstanden.

Wer bringt Licht ins Dunkel?

Informieren Sie unterhaltsam & lehrreich über Ihre

Produkte & Dienstleistungen im smarten

Redaktionsumfeld von „Osnabrücker Wissen“!

Lisa Mammitzsch

Museum am Schölerberg

Leitung Vermarktung & Mediengestaltung

Stephan Buchholz

Mediengestaltung

Laura Fromm

Projektmanagement & Vermarktung

Igor Hafner

Projektmanagement & Distribution

Sebastian Buchholz

BILDMATERIAL

Jana Lange · www.jana-fotografiert.de

Oliver Schratz · www.blendeneffekte.de

Marlen Rasche · www.mara-fotografie.jimdo.com

sowie siehe Bildnachweise.

Titelbild Collage: Netzwerk© Sashkin , fotolia.de /

Hände © kokouu, www.istockphoto.com

DRUCK & PRODUKTION

Levien-Druck GmbH

Eduard-Pestel-Straße 16

49080 Osnabrueck

Telefon: +49 5 41 / 9 59 29-0

Internet: www.levien.de

REDAKTIONSSCHLUSS:

Januar 2018

COPYRIGHT

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Veröffentlichung im Internet

oder Vervielfältigung auf Datenträgern nur nach vorheriger

schriftlicher Genehmigung der Medienagentur KreativKompass.

Trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr für eventuelle Druckfehler.

Unsere Redaktion ist selbstverständlich bemüht, alle Ansprüche

im Bereich der Urheberrechte (insbesondere der Bildrechte)

vor Drucklegung zu klären und zu berücksichtigen. Sollte uns

trotzdem einmal ein unbeabsichtigter Fehler unterlaufen, wenden

Sie sich bitte direkt an: redaktion@osnabruecker-wissen.de,

damit wir schnell eine einvernehmliche Lösung finden.

LEBEN & GESELLSCHAFT

Wer wohnt in der Süßwarenfabrik? 30

Wer schreibt alle zwei Wochen Geschichte(n)? 32

Wie sippen die Sassen der Schlaraffia? 33

Warum setzen wir unsere Vorsätze nicht einfach um? 34

SPORT & GESUNDHEIT

Was macht Boutique Design in einer Fitnessanlage? 36

Wer hilft den „Grünen Damen und Herren“? 38

NATUR & UMWELT

Was hat Schlamm mit Evolution zu tun? 40

Wer streift tonnenschwer durch Nordamerika? 41

HINTER DEN KULISSEN

Ist Kneipp wieder cool? 42

KUNST & KULTUR

Wie weit ist es von Syrakus nach Osnabrück? 44

Wo laufen die Klassiker? 45

Was treibt einen Hauslehrer auf die Barrikaden? 46

HANDGEZEICHNET

Wo war die Elbe dreckiger? 49

RÄTSELN & GEWINNEN

Wie viel Wissen steckt in Ihnen? Kreuzworträtsel 50

Was gibt es zu gewinnen? Preisübersicht 51

Doch in und um Osnabrück schließen sich noch viele andere

Menschen, Vereine, Institutionen & Interessengruppen zu Netzwerken

zusammen. Denn gemeinsam können sie mehr erreichen.

Wir stellen in der aktuellen Ausgabe einige der bemerkenswertesten

Beispiele vor.

In der ersten Ausgabe des Jahres 2018 fragen wir aber nicht nur,

wie vernetzt Osnabrück ist. Sondern auch, wo der „Comet“ seine

Bahn zog, wie die Sassen der Schlaraffia sippen, welcher Eiweißlieferant

Stützfrüchte braucht und wer im Glockensee von Bad

Laer läutet. Oder vielleicht nicht läutet …

Freuen Sie sich also auch diesmal auf viele Entdeckungsreisen –

und lassen Sie uns gemeinsam etwas aus dem Jahr 2018 machen!

Dr. Thorsten Stegemann

Chefredakteur

Stephan Buchholz

Herausgeber

Jetzt auch online noch mehr Fragen zur Region entdecken!

Einfach „liken“ und regelmäßig weitere spannende Antworten finden:

www.osnabruecker-wissen.de/facebook

Mögliche Werbeformen & -kanäle:

Klassiche

Print-Werbeanzeigen

Content-Marketing

(print / online)

Rubriken-Sponsoring

(print / online)

Umschlagwerbung

beim kostenlosen Zustellservice

Exklusive Beilagen

(Gesamtauflage oder Postzustellung)

[...]

Osnabrücker Wissen ist ein Magazin der

Medienagentur KreativKompass GmbH

Im Hamme 7 · 49205 Hasbergen

Ansprechpartner: Stephan Buchholz

Telefon: +49 5405 / 80 83 216

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

www.osnabruecker-wissen.de


TOPTHEMA

WIE VERNETZEN SICH OSNABRÜCKER?

Netzwerken ist ein wesentlicher Bestandteil der modernen Arbeitswelt. In jeder Branche müssen

Kontakte geknüpft und anschließend gepflegt werden. Nur wer präsent ist und als kompetenter

Vertreter seines Berufsfeldes wahrgenommen wird, gilt als gefragter Ansprechpartner. Ein Blick in

die bestehenden Business-Netzwerke in Osnabrück zeigt, dass die Arbeitnehmer und Unternehmer

ihre Möglichkeiten nutzen.

Das BNI-Chapter „Hütte“ aus Georgsmarienhütte

Viele Erwerbstätige sind gleich mehrfach

aktiv, wenn es um den Austausch berufsspezifischer

Kontakte geht. „Synergieeffekte“

sind hier das Ziel – sowohl für Freelancer

als auch für Gründer von Start-Ups und

Geschäftsführer etablierter Traditionsunternehmen.

Wo vernetzen sich

die Schlüsselbranchen?

Die Schlüsselbranchen im Osnabrücker

Land stehen im Rahmen der Digitalisierung

- oder auch Industrie 4.0 - vor großen

Herausforderungen, weshalb branchenspezifische

Netzwerke nachhaltig für Wettbewerbsfähigkeit

sorgen.

Als bundesweit wichtigster Standort für

Agrarsystemtechnik lädt AgritechNet

Nordwest seit Herbst 2017 zur gemeinsamen

Realisierung der Landwirtschaft 4.0

ein. Zudem geht voraussichtlich im Frühjahr

2018 der Start-Up-Accelerator für

Agrar- und Ernährungswirtschaft mit

einer Landes-Förderung in Höhe von

200.000 Euro an den Start, die im September

2017 persönlich vom ehemaligen

Wirtschaftsminister Olaf Lies überreicht

wurde.

Das Gemeinschaftsprojekt des InnovationsCentrums

Osnabrück (ICO) und

zahlreichen Firmen aus dem erweiterten

Wirtschaftsraum Osnabrück bietet

Gründern eine Business-Plattform, die

Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern

herstellt sowie Räumlichkeiten für

Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung

und Austausch anbietet. Außerdem

sensibilisiert ein umfassendes Schulungsprogramm

durch Partnerunternehmen

für unternehmerisches Handeln und erforderliche

Schlüsselqualifikationen.

Weiterhin spricht das autOS Automotive-

Netzwerk in der Region Osnabrück

e.V. Unternehmen an, die durch ihre

Dienstleistungen und das entsprechende

KnowHow zu tragfähigen Zukunftsideen

der Automobilzulieferwirtschaft beitragen.

Link-Tipps:

www.innovationscentrum-osnabrueck.de/

www.autos-netzwerk.de/aktuelles.html

Wie wird regionale

Lobbyarbeit betrieben?

Der Verein iuk Unternehmensnetzwerk

Osnabrück e.V. realisiert Fachveranstaltungen,

Arbeitskreise und Vortragsreihen

für derzeit 100 Mitglieder und 21 außerordentliche

Mitglieder der IT- und Telekommunikationsbranche.

Netzwerkmanager

Dr. Norbert Schmidt betont: „Geerdet und

sturmerprobt müssen die Osnabrücker

häufig vom Mehrwert der Innovationen

überzeugt werden. Dabei ist betriebsnahes

Handeln wichtig.“

Der Fokus liegt auf regionaler Wirtschaftsförderung,

weshalb das iukOS bundesweit

Gruppenfoto links © Jana Lange | www.jana-fotografiert.de //Tischszene rechts unten © WFO Wirtschaftsförderung GmbH // ICO Gebäude © ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH //

Visitenkarte übergeben © FotolEdhar; Hintergrund © Sashkin; fotolia.de

vernetzt ist und im Sinne der Region Lobbyarbeit

betreibt. Gefördert wird diese durch

den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

(EFRE), der Institutionen aktiv

dabei unterstützt, den wirtschaftlichen und

gesellschaftlichen Zusammenhalt in der EU

zu stärken.

Das ganzjährige Programm wird von den

Mitgliedern mitgestaltet und reagiert auf

Entwicklungen von akuter Relevanz wie

die „Neue Datenschutzverordnung der EU“

oder „Digital Leadership“. Feste Bestandteile

sind das „Sommer-Innovationsnetworking“,

die Jahresabschlussveranstaltung sowie die

Ausrichtung des Kongresses „innovate!“ der

Web-, IT- und Medienbranchen in Nordwestdeutschland.

Beteiligt sind Sponsoren und

Kooperationspartner der Wirtschaftsförderung.

Das Portfolio umfasst zudem Pressearbeit,

Standortmarketing und spezifische

Serviceleistungen.

Link-Tipp:

www.iukos.de

Wo bedankt man sich

für die Umsatzsteigerung?

Die weltweit größte Organisation für Geschäftsempfehlungen,

das Business Network

International (BNI®), zeichnet seit 33 Jahren

für eine professionelle Vereinigung regionaler

Geschäftsleute verantwortlich und ermöglicht

bei Bedarf internationale und lokale Geschäftskontakte.

Im Osnabrücker Land sind seit acht

Jahren drei Teams mit Selbstverwaltung etabliert,

die Osnabrücker Gruppe „Remarque“ umfasst

55 Mitglieder.

Das Marketingprogramm stammt aus den USA

und arbeitet nach dem Leitsatz „Wer gibt, gewinnt.“

Der lokale Wettbewerb ist ausgeschlossen,

da pro Berufssparte nur ein Vertreter im

Netzwerk dabei ist. Im Rahmen der wöchentlichen

Veranstaltungen wird ein persönlicher

Beziehungsaufbau gefördert sowie ein umfangreiches

Vortragsangebot mit hohem Qualitätsanspruch

geboten.

Hier wird Empfehlungsmarketing ohne Provisionen

gelebt. „Wir wollen weg vom Ellenbogendenken

hin zum Handschlag. Das ist

unsere Vision“, berichtet Michael Bühren, der

als regionaler Ansprechpartner für die BNI-

Region Münster-Osnabrück fungiert.

Link-Tipp:

www.bni-nordwest.com

Wer macht Einzelkämpfer

wettbewerbsfähig?

Kleinstunternehmer und Selbstständige sind

die Zielgruppe des Freelancer-Netzwerkes e.V.

Seit 2016 treffen sich die 30 Mitglieder montags

unverbindlich im Café Frühkauf. Michael

Schrempel, Gründer und Vorsitzender des

Vereins, ist seit 25 Jahren im Bereich Solartechnik

tätig. Sein Ziel ist es, Selbstständige

von einem Erfahrungsaustausch profitieren zu

lassen.

Neben Handwerkern zählen Kaufleute und

Vertreter der Kreativbranche zu den Mitgliedern.

Der Aufbau von Geschäftsbeziehungen

ist hier als Nebensache zu verstehen. Vorrangig

geht es darum, „die Leute mit geringem

Aufwand zu fördern und zu schützen. Es wird

Arbeit an der Basis geleistet.“

Konkret werden Praxistipps zu den Themen

Rechte und Pflichten aus der eigenen Berufserfahrung

gegeben. Angefangen bei Tipps zur

Buchführung über das umfangreiche Thema

Versicherungen bis hin zu akuten Fragestellungen

rund um den (Arbeits-)Alltag eines

Selbständigen.

Link-Tipp:

www.freelancer-osnabrueck.de

Was stärkt Frauen

auf ihrem Erfolgskurs?

Als sich Angelika Welzel 2011 selbstständig

machte, erkannte sie den Mehrwert des regelmäßigen

Erfahrungsaustausches mit anderen

Unternehmerinnen. Kurzerhand wurde der

Unternehmerinnen-Stammtisch mit derzeit

65 Mitgliedern gegründet, der an jedem ersten

Montag des Monats im Steigenberger Hotel

Remarque stattfindet.

Hinzu kommt in jedem Quartal ein ausgiebiger

Netzwerkabend. Unter den Teilnehmerinnen

befinden sich hauptsächlich Selbständige,

teilweise aber auch Vertreterinnen kleinerer

4

5


TOPTHEMA

6 wertvolle Tipps zum

erfolgreichen Netzwerken

1. Was möchten Sie erreichen!?

Holen Sie ggf. vorab Informationen ein und bereiten

Sie sich auf mögliche Gesprächsthemen vor!

2. Knüpfen Sie digitale und analoge Kontakte!

Hier gilt: Nichts überstürzen, verteilen Sie großzügig Visitenkarten,

um Hemmschwellen zu senken! Eine nette

Einladung auf XING o.ä. kurze Zeit nach dem Kennenlernen

ruft einen ins Gedächtnis.

3. Bieten Sie Gespräche mit Mehrwert!

Kommunizieren Sie dabei offen, ehrlich & verständlich!

4. Zeigen Sie Interesse!

Hören Sie Ihrem Gesprächspartner wirklich zu und

stellen Sie Fragen! Gut gelaunte und kommunikative

Personen sorgen nachhaltig für Eindruck!

5. Seien Sie verbindlich!

Präsentieren Sie sich zuverlässig und halten Sie sich an

Absprachen, um als seriöser Geschäftspartner wahrgenommen

zu werden!

6. Bleiben Sie am Ball!

Falls Sie ein gemeinsames Projekt forcieren, fassen Sie

zeitnah nach und nehmen Sie Bezug auf das Gespräch!

Kontakte können sonst schnell im Sande verlaufen ...

mittelständischer Unternehmen. Nach einer Vorstellungsrunde

beginnt jedes Treffen mit einem

Impulsvortrag aus den eigenen Reihen. Im lockeren

Rahmen entstehen wertvolle Kooperationen,

darüber hinaus engagieren sich die Damen gemeinsam

gesellschaftlich.

Die Begegnungen erfolgen auf Augenhöhe, erzählt

Welzel. „Ein Unternehmerinnen-Netzwerk alleine

ist nicht zielführend. Es ist aber wichtig, dass sich

Frauen untereinander austauschen.“

Link-Tipp:

www.unternehmerinnen-os.de

Wo lernt man laufend

neue Leute kennen?

Während der Austausch untereinander in vielen

Netzwerktreffen häufig aufgrund der hohen Teilnehmerzahl

durchwachsen ist, sorgt „Netwalking

Osnabrück“ für ein „sportliches“ Speed-Dating

mit potenziellen Geschäftspartnern – dem Vorbild

anderer Großstädte folgend.

Einmal im Monat trifft man sich bei Wind und

Wetter zu einem Spaziergang um den Rubbenbruch-See.

Der Gesprächspartner wechselt nach

15 Minuten, sodass jeder ausgiebig die Gelegenheit

nutzen kann, um andere Teilnehmer und ihre

Themen kennenzulernen.

Link-Tipp:

www.netwalking-osnabrueck.de

Bild oben; Frau an Flipchart © Jana Lange | www.jana-fotografiert.de // Hände schütteln © kritchanut; Netzwerk rechts ©

vege; fotolia.de

Wie nutzt man Social-Media

als Marketingmaßnahme?

Als Social Media-Plattform mit klarem

Fokus auf beruflichem Austausch bietet die

Xing-Ambassador-Community für Osnabrück

seit 2006 Möglichkeiten zur Vernetzung

auf digitaler und persönlicher Ebene.

Das Netzwerk umfasst 6.549 Gruppenmitglieder

(Stand Ende 2017).

Man organisiert Stammtische und ermöglicht

Blicke hinter die Kulissen regionaler

Unternehmen. Weiterhin wird die

Xing-Gruppe genutzt, um branchenspezifische

Neuigkeiten zu verbreiten

oder Beiträge zur eigenen Arbeit zu veröffentlichen.

Link-Tipp:

www.xing.com/communities/groups/

osnabrueck-xing-ambassadorcommunity-9f88-1071382

Wer fördert überregionale

Synergieeffekte?

Letztlich profitiert die gesamte Region von

einer guten Vernetzung, welche die Wirt-

schaftskraft stärkt. Deshalb engagieren

sich auch Stadt, Landkreis sowie wissenschaftliche

Einrichtungen. Die IHK Osnabrück

– Emsland – Grafschaft Bentheim,

die Wirtschaftsförderung Osnabrück

GmbH (WFO) und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Osnabrücker Land mbH

(WIGOS) setzen auf Standortmarketing

und unterstützen die Initiativen mit Hilfe

bei rechtlichen Fragestellungen, Informationen

über Fördermittel und einem

umfangreichen Seminarangebot. Wirtschaftsjunioren

(Geschäftsführerin ist die

IHK) und -senioren tragen ebenfalls aktiv

zu diesem Konzept bei, geben Erfahrungen

weiter und tauschen sich in Arbeitskreisen

aus.

Sowohl Wirtschaftsförderungseinrichtungen

als auch regionale Kompetenzzentren,

Forschungseinrichtungen und Hochschulen

sind Mitglied des Innovationsnetzwerkes

Niedersachsen, dessen Ziele Innovationsförderung

und Technologietransfer

sind, um wissenschaftliche Erkenntnisse

in der regionalen Wirtschaft fruchtbar zu

machen. Die niedersächsische Initiative

umfasst 275 Mitglieder. | Sina-Christin Wilk

Link-Tipp:

www.innovationsnetzwerkniedersachsen.de

WISSEN KOMPAKT

WAS IST ÜBERHAUPT

EIN NETZWERK?

Ein Netzwerk besteht aus einer

(locker) organisierten Gruppe

von Personen mit gleichen

Interessen und Zielsetzungen,

die sich gegenseitig unterstützen.

Hierfür werden Kontakte

proaktiv aufgebaut und gepflegt.

WEITERE NÜTZLICHE LINKS:

• www.osnabrueck.ihk24.de/

Industrie_ist_Zukunft/Netzwerk/

Netzwerke_in_der_Region

• www.wfo.de/startseite.html

• www.wigos.de/index.php

• www.wjdos.de

• www.wirtschafts-senioren-os.de

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WIRTSCHAFT & TECHNIK

Schlagzeilen

des Jahres 1953

präsentiert: Osnabrück in den 50er und 60er Jahren

Wann fing das Wirtschaftswunder an zu rollen?

Osnabrück, November 1953: Generaldirektor Heinrich Nordhoff ist aus Wolfsburg angereist, um

sich ein neues Auto-Modell vorführen zu lassen. „Wunderschön, aber natürlich viel zu teuer“,

meint der Generaldirektor des VW-Konzerns. „Woher wollen Sie das wissen?“, entgegnet sein

Gastgeber Wilhelm Karmann. „Ich habe ja noch gar keinen Preis genannt.“

Schon Anfang der 50er Jahre war in

Osnabrück und Wolfsburg eifrig diskutiert

worden. Wilhelm Karmann schwebte ein

sportlicher Volkswagen in zeitgemäßem

Design vor, der auf der millionenfach

bewährten Käfer-Technik basieren sollte.

Der größere Geschäftspartner hielt zunächst

wenig von einem „VW im Sonntagskleid“,

doch Karmann fand einen

Mitstreiter, der seine Vorstellungen schnell

Gestalt werden ließ. Luigi Segre, Inhaber

des italienischen Designer-Büros „Carrozzeria

Ghia“ konzipierte innerhalb weniger

Monate ein modernes Sport-Coupé, das

auch Heinrich Nordhoff bei dem eingangs

erwähnten Treffen begeisterte.

Keine zwei Jahre später, am 14. Juli 1955,

wurde im Kasino-Hotel in Georgsmarienhütte

ein eleganter, gazellenbeiger Zweitürer

präsentiert - der VW Karmann Ghia

Coupé. Eine „Sensation aus Osnabrück“

befand die erwartbar lokalpatriotische

„Neue Tagespost“ – andernorts wurde der

heute legendäre „Typ 14“ als „Parodie eines

schnellen Autos“ verspottet.

Doch der „Hausfrauenporsche“, der

übrigens stolze 7.500 DM kostete, war

nicht mehr zu bremsen. Schon in den

ersten 14 Monaten wurden 10.000 Fahrzeuge

gebaut. 1957 folgte dem Coupé das

750 DM teurere Cabriolet und im Februar

1959 konnte der 50.000. Ghia ausgeliefert

werden. Vier Jahre später erklärte Wilhelm

Karmann im Nachrichtenmagazin

„Der Spiegel“: „Wenn wir

mehr Facharbeiter hätten, könnten

wir noch mehr Autos bauen

und würden sie auch verkaufen."

Übrigens nicht nur in Deutschland,

denn inzwischen war aus

dem „VW im Sonntagskleid“

ein echter Exportschlager geworden.

Wer fuhr Ghia?

Nun setzten sich auch Prominente ans

Steuer des Osnabrücker Erfolgsmodells,

so etwa Schauspielerin Romy Schneider,

Rallyefahrer Walter Röhrl, Schlagerstar

Vico Torriani oder Petra Schürmann.

Die „Miss World“ von 1956 lieferte einer

Frauenzeitschrift sogar eine Fotostory mit

rotem Ghia und denkwürdigen Werbebotschaften:

„Der Innenraum ist für eine

alleinstehende junge Dame mehr als groß

genug.“

Derweil arbeitete Karmann weiter an der

Leistungsfähigkeit, die von anfänglich 30

PS auf über 50 Pferdestärken gesteigert

werden konnte. Trotzdem ging die Ära des

Kultautos nach zwei Jahrzehnten

zu Ende. 1974 rollte in Osnabrück

der letzte Ghia vom Band, zwei

Jahre später wurde auch die Produktion

im Außenwerk „São Bernardo

do Campo“ bei São Paulo

eingestellt. Karmann und VW

setzten fortan auf den Scirocco,

doch sein berühmter Vorgänger

blieb der Straße erhalten. Von den

weit über 400.000 Ghias sind noch

immer einige tausend zugelassen.

| Thorsten Stegemann

Das "Wohnzimmer" im Osnabrücker acrona LIVING,

WISSEN KOMPAKT

GIA ODER DSCHIA?

Passionierte Fans und stolze Besitzer

bestehen auf der korrekten

Aussprache. Das italienische „gh“

soll wie ein einfaches deutsches

„g“ klingen. Es heißt also „Gia“

und nicht „Dschia“!

5. März

Der sowjetische Diktator Josef Stalin stirbt im

Alter von 74 Jahren.

1. Mai

Zum ersten Mal seit 1943 wird wieder ein Fußball-Pokalendspiel

ausgetragen. Rot-Weiß

Essen gewinnt 2:1 gegen Alemannia Aachen.

29. Mai

Der Neuseeländer Edmund Percival Hillary

und sein nepalesischer Begleiter Tenzing Norgay

erreichen als erste Menschen den Gipfel

des Mount Everest.

17. Juni

Volkserhebung in der DDR. Hunderttausende

fordern eine Senkung der Arbeitsnormen,

aber auch freie Wahlen. Sowjetische Truppen

schlagen den Aufstand gewaltsam nieder,

mindestens 55 Menschen werden getötet.

6. September

Bei der Wahl zum 2. Deutschen Bundestag

legt die CDU 14,2 % zu und kommt auf 45,2 %.

Konrad Adenauer bleibt Bundeskanzler und

wird vom amerikanischen Nachrichtenmagazin

„Time“ zum „Man oft he Year“ gekürt.

9. November

Kassel geht voran: Die Treppenstraße ist

die erste offizielle Fußgängerzone in ganz

Deutschland.

8 eingerichtet im original Stil der Wirtschaftswunderzeit.

9

Bilder Autos © commons.wikimedia.orgk // Wohnzimmer © arcona LIVING

Karmann Ghia aus Brasilien


WIRTSCHAFT & TECHNIK

D E L U X E

WIE WERDEN „AUTOS MIT PFIFF“

AUSGEHFEIN GEMACHT?

-Anzeigensonderseite-

Die Mitarbeiter der „Garage 7 deluxe“ sind Ordnungsfanatiker – und Sauberkeitsfreaks. Das sieht

jeder, der zum vereinbarten Termin in Hasbergen erscheint und der fleischgewordenen Widerlegung

eines schier unausrottbaren Klischees gegenüber steht. Denn die Glanzprofis sind alles

andere als „die klassischen Hinterhofpolierer“ im fleckigen Overall samt ungewaschener Haare.

Sie erinnern in Habitus und Wortwahl

eher an Künstler, die mit Geschick und

Ausdauer Nobelkarossen, Young- und

Oldtimer, Liebhaberstücke, Motorräder,

bisweilen Yachten und – im Ausnahmefall

– sogar Kleinflugzeuge auf Hochglanz

bringen. Und das so nachhaltig, dass der

Glanz, nach Behandlungsart variierend,

bis zu drei Jahren anhält und selbst nach

vielfacher Fahrzeugwäsche beständig ist.

Wie das funktioniert, wird uns detailliert

und anhand zahlreicher praktischer Beispiele

lebhaft demonstriert. Weil ihnen

Individuallösungen für ihre Kunden und

deren motorisierte Schätzchen am Herzen

liegen, startet jede Zusammenarbeit mit

den „Autokosmetikern“ aber grundsätzlich

immer mit einem ausführlichen Beratungsgespräch

im vertrauten Rahmen, in

dem man über Grenzen und die Möglichkeiten

zeitgemäßer Lackpflege für besondere

Fahrzeuge informiert wird.

Wie funktioniert

Reinigungsknete?

Nachdem der Kunde seine Wahl getroffen

hat, wird das Garage 7 - Team tätig.

Und wäscht zunächst das Fahrzeug. Danach

folgt, im zweiten Arbeitsgang, die

Behandlung der „Außenhaut“ mit Reinigungsknete.

Diese ist – nach Intensität

gestaffelt – entsprechend nützlich und

tiefenwirksam. Denn was herkömmliche

Waschstraßen selbst mit Zusatzprogrammen

nicht schaffen, gelingt diesem

„Spezialwerkzeug“ auf jeden Fall:

Auch feinste Spuren von Bremsstaub zu

entfernen und auf diese Weise Fahrzeuglacke

zu dekontaminieren. Außerdem

glättet Reinigungsknete metallene Außenhaut

so sehr, dass man – bei Sonnenlicht

oder unter künstlicher Intensivbeleuchtung

– in die Jahre gekommene Lackschichten

in ihrer Nacktheit sieht; und

damit in ihrer Unvollkommenheit!

Nachdem der Lackzustand sämtlicher

Fahrzeugsegmente bei grellem Licht

begutachtet wurde, werden Vorschläge erstellt,

wie man welches Fahrzeugsegment

mit welcher Politur behandeln sollte, um

die jeweiligen, nach Segment unterteilten,

Lacke bedarfsgerecht zu pflegen und so

auch Schäden lokal zu beheben. Die Ideen

werden mit den Kunden abgestimmt und

– deren Einverständnis vorausgesetzt –

danach rasch in die Tat umgesetzt.

Sind Kratzspuren

abpolierbar?

Nun beginnt die Lieblingsarbeit der

Glanzprofis: die Politur. Diese kann unterschiedlich

intensiv sein und beliebig oft

von der Hand gehen. Immer aber verfolgt

sie ein Ziel: Kratzer zu entfernen

und Lackschichten gründlich zu säubern.

Nach Abschluss der Politur beginnt der

Prozess der Fahrzeugversiegelung als ei-

Bilder © Garage7 Deluxe

WISSEN KOMPAKT

KERAMIKVERSIEGELUNG

Nach einer umfangreichen Lack-

Reinigung kann bei Fahrzeugen

eine Spezialversiegelung vorgenommen

werden. Die sogenannte

„Keramikversiegelung“ ist eine

durchsichtige Flüssigkeit, die von

einem Profi mit einem weichen

Mikrofasertuch und wahlweise mit

mehreren Schichten in den Lack

poliert wird. Sie verbindet sich

dauerhaft mit dem Lack und bildet

so eine spiegelglatte, schützende

Oberfläche.

Die „Garage 7 deluxe“ verspricht glänzende Ergebnisse nach ihren Spezialpolituren und -versiegelungen:

Vom Porsche bis zum VW Passat, bei Autos oder Motorrädern, Neufahrzeugen oder Oldtimern.

gentliche Abschlussarbeit; auch hier redet

jeder Kunde ein Wörtchen mit und erteilt

den Vorschlägen für Versiegelungsarten

Zu- oder Absagen. Das Team ist stolz,

seinen Kunden immer neue, individuelle

Lösungen bieten zu können. So gebe es

eine exklusive Mehrfachversiegelungstechnik,

die Autofreaks für Lacke ihrer

„Lieblinge auf Achsen“ eine Steinschlagresistenz

bis zu 70 Prozent gewährleiste

und oberflächliche Kratzspuren mühelos

„abpolierbar“ mache.

Man kann nur staunen, wenn im „Liveexperiment“

demonstriert wird, wie auf

solche Art behandelte Autolacke zudem

so wasserabweisend sind, dass sich Regentropfen

oder Wasserspritzer mit einem

Taschentuch mühelos abwischen lassen

oder wie von selbst in einer Spur lackabwärts

perlen. Zudem können Lacke heute

mit Spezialbeschichtungen extrem hitzeresistent

und kältestabil gemacht werden.

Wichtig für Interessenten: Weil sich die

Glanzprofis für jedes Fahrzeug und jeden

Kunden sehr viel Zeit nehmen, sind individuelle

Beratungsgespräche nur nach vorheriger

Terminabsprache möglich.

| Michael Luttmer

KONTAKT

D E L U X E

Im Hamme 7 • 49205 Hasbergen

Telefon: 0 54 05 / 80 80 823

E-Mail: kontakt@garage7-deluxe.de

www.garage7-deluxe.de

Termine nur nach Vereinbarung.

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WIRTSCHAFT & TECHNIK

WIRTSCHAFT & TECHNIK

WO ZOG

DER „COMET“

SEINE BAHN?

Unser nächster Blick ins Depot des Museums Industriekultur fördert Tischtennisbälle zutage. Sie führen

zur Geschichte der „Hagedorn & Compagnie. Kork- und Celluloidwaren-Fabrik“.

Zunächst produzierte Anton Hagedorn

(1849-1926) landwirtschaftliche Geräte,

verarbeitete dann Kork u. a. zu Handgriffen

für Fahrradlenker, um sich

anschließend, inspiriert durch

seinen Geschäftspartner Paul

Meyer, der Herstellung des

Kunststoffes Zelluloid zuzuwenden.

Viele Zeitgenossen sahen

in dem industriell hergestellten

Thermoplast eine Art Zauberstoff,

der sich aufgrund seiner vielseitigen

Verwendbarkeit bald großer

Beliebtheit erfreute. Mit Zelluloid

ließen sich Imitate von Luxusartikeln

aus Naturprodukten

wie Elfenbein, Bernstein, Korallen,

Schildpatt oder Perlmutt formen. Die Entwicklung

des Zelluloidfilmes (Rollfilm,

Kleinbildfilm) bescherte der Fotografie

und dem Film ungeahnte Möglichkeiten.

Die „Hagedorn & Compagnie. Kork- und

Celluloidwaren-Fabrik“ bediente die Konsumenten

ab 1899 mit Spielwaren, Fahrrad-

und Toilettenartikeln, Produkten

für fotografische Zwecke sowie bunten

„Beadsketten“, die das Unternehmen

für den Handel in afrikanischen

Kolonialstaaten fertigte. Die

rasche Ausdehnung der

Fabrikanlagen an der

Lotter Straße

dokumentierte den beachtlichen

Aufschwung, den das Unternehmen nach

1900 nahm. Mit der Produktion von

Tischtennisbällen begann Hagedorn bereits

vor dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem

„Comet“, der bis Ende der 1960er Jahre

produziert wurde, entstand ein Markenartikel

für sportliche Zwecke. Für die Herstellung

eines Tischtennisballes wurden

runde Zelluloidscheiben

ausgestanzt, auf etwa 100° C erhitzt und

im Tiefziehverfahren in einer Hohlform

zur Halbkugel gepresst. Anschließend

beschnitt man die Ränder der Halbkugeln

und verklebte sie miteinander. Nachdem

die Klebenaht noch einmal beschnitten

worden war, wurde der Ball durch Erhitzen

in einer Kugelform auf die endgültige

Größe aufgeblasen. Abschließend

erhielten die Bälle in einer rotierenden

Trommel und mittels

des beigefügten Bimsmehles ihr

Endgewicht und ihre endgültige

Form. Tischtennisbälle der Marke „Hanno“

waren die letzten Produkte, die Hagedorn

aus Zelluloid herstellte, 1989 gab das

Unternehmen diese Produktion endgültig

auf. Im Gedächtnis der Osnabrücker Bürger

wird die Zelluloidfabrik Hagedorn

wohl auch deswegen bleiben, da es dort

hin und wieder brannte, denn das ist der

Nachteil des Zauberstoffs: Zelluloid ist

sehr leicht entflammbar. | Rolf Spilker

Tischtennisbälle © Maren Kiupel, Osnabrück // Die Osnabrücker Tischtennisstars Hans Micheiloff und Bernt Jansen © Museum Industriekultur Osnabrück

Portrait © Gapster // Bild oben © peshkova, fotoliade

Wie setzt man „Ethisches Matching“ im „War-for-Talent“ ein?

DAS STARTUP GAPSTER ERKLÄRT UNS HEUTE, WIE ES GEHT. DAS JUNGE UNTERNEHMEN IST AN ZWEI STANDORTEN

AKTIV UND HAT SEINEN ENTWICKLUNGSSTANDORT INS ICO NACH OSNABRÜCK VERLAGERT.

Beim „War-for-Talent“ handelt es sich

um eine Situation, in der es zunehmend

kostspieliger für Unternehmen

wird, offene Stellen

mit fähigen Talenten zu besetzen.

Top-Talente zu adressieren, zu begeistern,

zu entwickeln und zu halten, klingt einfach,

ist im Unternehmensalltag

jedoch ziemlich schwierig.

Dies liegt u.a. auch

an einem Mangel an

den wirklich wichtigen

Informationen. "Mit der

Software-as-a-Service

von Gapster liefern wir

Unternehmen und Talenten

verlässliche Informationen,

die sie für gute Personalbzw.

Karriereentscheidungen benötigen,“

sagt Geschäftsführer Dr. Michael Niekamp.

Gapster hilft Unternehmen dabei

die Stärken und Entwicklungspotenziale

von internen Mitarbeitern und neuen

Bewerbern sichtbar zu machen. Dank visualisierter

Analysen sind aussagekräftige

Vergleiche von einzelnen Talenten und

ganzer Abteilungen möglich. Das Besondere

ist aber die Grundlage für das neue

Matching-Verfahren. Denn dabei werden

nicht nur die Ergebnisse aus einem

in über 20 Sprachen verfügbaren

Assessment der kognitiven

Fähigkeiten, Persönlichkeit,

Arbeitsmotivation und

dem situativen Arbeitsverhalten

berücksichtigt,

sondern auch die Präferenzen

über die Mitarbeiterkultur

und die sogenannte

ESG-Performance

von Unternehmen. Die ESG-Performance

erfasst die wichtigsten Elemente

der umgesetzten Unternehmensverantwortung

in den Bereichen Umwelt, Soziales

und Unternehmensführung. Diese werden

durch unabhängige Ratings erfasst,

die auch zur Bestimmung von versteckten

Investmentrisiken genutzt werden. „Hier

bieten wir unseren Talenten an,

sich auf einfachstem Weg mit

ihren Wertintuitionen selber zu

positionieren,“ so Dr. Michael

Niekamp. Durch die

verbesserte Passung

werden gleichermaßen

die Zufriedenheit

und Produktivität

von Arbeitnehmern gesteigert und die

Risiken und Kosten durch Fluktuation und

innere Kündigungen gesenkt. | Redaktion

www.gapster.de

Kontakt

ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH

Albert-Einstein-Straße 1

49076 Osnabrück

fon +49 541 202 80 - 0

info@innovationscentrum-osnabrueck.de

www.innovationscentrum-osnabrueck.de

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AUSBILDUNG & KARRIERE

AUSBILDUNG && KARRIERE

Teil 2

Was ist ein Plagiat?

Insbesondere im akademischen und wissenschaftlichen Bereich sind viele Schreiber

und Leser verunsichert. In seiner dreiteiligen Artikel-Serie sorgt der Plagiatsprüfer

und Schreibcoach Evgenij Unker für Klarheit.

Was passiert, wenn ich

als Plagiator überführt

werde?

Im zweiten Teil

seiner Artikelreihe

beantwortet der Plagiatsprüfer

und Zitationsberater

diese Frage für

Studenten und wissenschaftliche

Autoren. Die Übersicht dient der

ersten Orientierung und ersetzt keine

qualifizierte Rechtsberatung.

Was erwartet mich an der Hochschule?

Von Hochschule zu Hochschule,

sogar von Prüfer zu Prüfer,

unterscheiden sich die Vorgehensweisen.

In gravierenderen

Fällen oder bei

Entdeckung der Plagiate

erst nach offizieller Einreichung

wird die Arbeit

als nicht bestanden gewertet bzw. der

schon verliehene akademische Grad aberkannt.

Im schlimmsten Fall droht dem

Plagiator die Exmatrikulation und eine

Sperrung an der Hochschule, sodass er

sich auch später nicht mehr einschreiben

kann. In manchen Bundesländern, etwa in

NRW, dürfen die Hochschulen Geldstrafen

verhängen. 10.000–50.000 € können

dann schon mal fällig werden.

Was sagen die beiden Hochschulen in Osnabrück?-

Der Ombudsmann zur Sicherung guter

wissenschaftlicher Praxis an der Universität

Osnabrück, Professor Oliver Dörr,

bestätigt auf Nachfrage: „Letztendlich ist

es jedem Prüfer überlassen, ob und wie

ernsthaft er einem Plagiatsverdacht nachgeht.“

Dieser Zustand sei aber unbefriedigend:

„Wir werden daher in naher Zukunft

eine verbindliche Ordnung zu diesem

Thema auf den Weg bringen.“

Die Hochschule Osnabrück „administriert

und finanziert zentral die Nutzung

der Plagiatssoftware ‚Ephorus‘“, verrät

Professor Alexander Schmehmann, Vizepräsident

für Studium und Lehre und

zuständig für Qualitätsmanagement

an der Hochschule. Aber auch hier

gilt: „Die Überprüfung möglicher

Plagiate liegt in der Verantwortung

der Prüfer. Es

gibt keinen Zwang zur

Überprüfung.“

Sollte ein Plagiat tatsächlich

nachgewiesen

werden, gelten an beiden

Hochschulen die oben genannten Regeln,

nur dass in Niedersachsen keine hochschulinternen

Geldstrafen vorgesehen

sind.

Was droht außerhalb der Ausbildungsstätte?

Auch außerhalb der Hochschule kann ein

(sogar innerhalb der Hochschule) begangenes

Plagiat teuer werden. So sieht etwa

§ 156 des Strafgesetzbuches Freiheitsstrafen

bis zu drei Jahren oder Geldstrafen für

falsch abgegebene eidesstattliche Erklärungen

vor.

Die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich

geschützter Werke wird nach § 106 Urheberschutzgesetz

mit Freiheitsstrafen bis

zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Denkbar ist auch die Anwendung von

§ 263 des Strafgesetzbuches, falls durch

den begangenen Betrug mit dem erschlichenen

akademischen Grad jemandem,

etwa dem Arbeitgeber, ein Vermögensschaden

entsteht. Strafmaß: Freiheitsstrafe

bis zu zehn Jahren und/oder Geldstrafe.

Die Geschädigten können darüber hinaus

Ersatz des ihnen entstandenen finanziellen

Schadens verlangen. | Evgenij Unker

Worum geht es im

letzten Teil der Artikelserie?

In der vorherigen Ausgabe (19) gingen wir

der Frage nach, was ein Plagiat überhaupt

ist. In der nächsten Ausgabe (21) widmen

wir uns dem Thema Plagiatsvorbeugung

und -prüfung.

WISSEN KOMPAKT

ÜBER DEN AUTOR

Evgenij Unker betreibt seit 2011

die Osnabrücker Textagentur

Lektorat Unker (www.unker.de).

Mit seinem Team bietet er Korrekturlesen,

Übersetzungen, Texterstellungen

und Plagiatsrecherchen

in zahlreichen Sprachen an.

Pro Jahr führt Lektorat Unker über

hundert Plagiatsprüfungen und

Beratungen zum korrekten Umgang

mit Quellen durch.

Evgenij Unker © Janina Stenzel // Hintergrund © Romolo Tavani, Stempel oben © tumsasedgars, Warnzeichen © Zerbor; fotolia.de

Bilder © Carina Sander, SFZ Osnabrück

Schülerinnen und Schüler in der Diskussion über

autonomes Fahren beim Kurs „Experimentelle

Ethik“ der Osnabrücker Herbstakademie.

Das sogenannte Trolley-Problem beschreibt

dabei Dilemma-Situationen und die Wahl

zwischen zwei moralisch bedenklichen

Aktionen. Beispielsweise hat eine Person an

einer Weiche die Möglichkeit einen fahrerlosen

Waggon (den Trolley) weiter geradeaus

fahren zu lassen und somit den Tod von

mehreren Personen zu verursachen, oder die

Weiche umzustellen und den Zug auf ein

anderes Gleis zu lenken, auf dem sich nur

eine Person befindet. Menschen reagieren

dabei intuitiv. Ein autonomes Fahrzeug hingegen

muss im Voraus für solche ethisch

schweren Entscheidungen programmiert

werden. Dabei haben die Kursteilnehmerinnen

und Kursteilnehmer unter anderem

verschiedene große ethische Theorien, wie

die Deontologie und den Utilitarismus,

besprochen, die jeweils unterschiedliche

Antworten auf das Trolley-Problem geben.

Schmeckt selbst hergestellter

Apfelsaft besser als der gekaufte?

Im Kurs „Lebensmittelwissenschaft“ der

Osnabrücker Herbstakademie haben sich die

teilnehmenden Schülerinnen und Schüler

Was hat ein Trolley mit

autonomem Fahren zu tun?

Autonomes Fahren ist ein sehr aktuelles Thema und Zukunftsszenario.

Doch welche Konsequenzen im Hinblick auf Freiheit

und Sicherheit, welche Vor- und Nachteile bringt der Einsatz

autonomer Transportmittel mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigten

sich Schülerinnen und Schüler im Kurs „Experimentelle Ethik“

der Osnabrücker Herbstakademie.

mit der Produktion und Laboranalyse von

Apfelsaft auseinandergesetzt. Dazu stellten

sie zunächst einen eigenen Apfelsaft her.

Dabei war ihnen ein ausgeglichenes

Verhältnis zwischen süß und sauer wichtig

und sie entschieden sich für die Sorten „Ingol“,

„Fiesta“ und „Golden Delicious“. Für

die Saftherstellung wurden die ausgewählten

Äpfel gewaschen, gemahlen und die gewonnene

Maische mit Hilfe einer Hydraulikpresse

ausgepresst. Der dabei gewonnene Saft

wurde dann in einem Kessel auf 86°C erhitzt

und gefiltert um Keime abzutöten und

schließlich abgefüllt.

Der selber hergestellte Saft wurde dann mit

verschiedenen anderen gekauften Säften

und einem von Studierenden hergestellten

Saft im Labor analysiert und schließlich in

einer Blindverkostung bewertet. So haben

die Schülerinnen und Schüler beispielsweise

den Vitamin-C Gehalt, den Gesamtsäuregehalt,

den Zuckergehalt und den pH-Wert

der Säfte bestimmt. Bei der Blindverkostung

schlug der selber hergestellte Saft sogar den

von der DLG mit Gold ausgewiesenen Saft

und landete bei den Schülerinnen und Schülern

auf dem ersten Platz. | Carina Sander

WISSEN KOMPAKT

DIE HERBSTAKADEMIE

Die Osnabrücker Herbstakademie

findet jährlich in den Herbstferien

statt und wird durch die Friedel

& Gisela Bohnenkamp-Stiftung,

die Sparkasse Osnabrück sowie

Landkreis und Stadt Osnabrück

unterstützt. Die Akademie wird

vom SFZ Osnabrück koordiniert

und findet an Hochschule und

Universität Osnabrück statt.

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15


AUSBILDUNG & KARRIERE

Verkaufsleiter Martin Kläschen

« im Gespräch mit Kim Wollitz

Dein neuer Job:

KOMM MIT AN BORD!

Verkaufsleiter Martin Kläschen mit der Auszubildenden Kim Wollitz

Was machen Newcomer

in der Bäckerei?

Mit unseren Kunden brechen wir regelmäßig zu

spannenden Marketing- & Content-Expeditionen auf.

Unsere Magazinleser schicken wir auf lehrreiche und

unterhaltsame Entdeckungsreisen.

Für bevorstehende neue Abenteuer & Ziele erweitern

wir jetzt unsere Redaktions-Crew und suchen zu sofort:

30 junge Menschen werden aktuell zu Bäckern, Konditoren, Bäckereifachverkäufern und Bürokaufleuten

bei der Bäckerei Brinkhege ausgebildet. Seit dem 1. August 2017 ist auch Kim Wollitz

dabei. Die junge in Osnabrück lebende Herforderin ist die erste Auszubildende zur

Fachfrau für Systemgastronomie bei einer Bäckerei in Stadt und Landkreis Osnabrück.

KORRESPONDENTEN

(Freie) Redakteure für wissenswerte Storys

sowohl in Print- als auch Onlinewelten.

(m/w)

-Anzeigensonderseite-

Was sind Newcomer?

In dem seit über 80 Jahren bestehenden

Familienunternehmen werden die Auszubildenden

als Newcomer

bezeichnet.

Der Begriff drückt

die besondere Verantwortung

des Unternehmens für seine

Azubis aus. So bietet ihnen das Unternehmen

monatlich interne Schulungen zu

Theorie und Praxis. Eine weitere Besonderheit

ist der zweimal im Jahr stattfindende

Newcomer-Beirat. Dort haben alle gewählten

Newcomer die Möglichkeit, aktuelle

Themen und Projekte direkt mit der

Geschäftsleitung zu besprechen und nach

Lösungen zu suchen.

Was bedeutet Systemgastronomie

in der Bäckerei?

Längst werden auch bei Brinkhege nicht

mehr nur Brot, Brötchen, Kuchen und

Torten gebacken. Am Stammsitz in Bissendorf

wird frische Pasta selbst hergestellt

und in zwei der 43 Fachgeschäfte ein

wöchentlich wechselnder Mittagstisch

angeboten, der mit frischer Pasta und

eigenen Soßen, hausgemachten Suppen

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und Salaten vor Ort frisch zubereitet

wird – wie beispielsweise im Brinkhege-

Treffpunkt Fledder. Ein derart standardisiertes

gastronomisches

Konzept erfordert ganz neue

Qualifikationen – eben die einer

Systemgastronomin.

Warum Systemgastronomie?

„Ich liebe es zu backen, Torten, Brot –

und am liebsten backe ich mit Dinkel“,

erzählt Kim Wollitz. Bereits kurz nach ihrem

Arbeitsbeginn in einer der Brinkhege

Fachgeschäfte fiel die engagierte Frau

dem Verkaufsleiter Martin Kläschen auf.

Er begeisterte sie rasch für eine Ausbildung

zur Fachfrau für Systemgastronomie.

„Mir gefällt vor allem der wirtschafliche

Aspekt bei dieser Tätigkeit“, erklärt

sie gegenüber „Osnabrücker Wissen“.

Ausbilder Kläschen streicht vor allem

die enorme Vielfältigkeit dieser Ausbildung

heraus: Produktion, Organisation

und Kommunikation, Hygiene, Marketing,

Personalwesen, Finanzen und vieles

mehr.

Bilder © Jana Lange, www.jana-fotografiert.de

Was wird aus den Newcomern?

Mit dem Angebot einer flexiblen Teilzeitausbildung

versucht Brinkhege auf die

besonderen Lebensumstände seiner Newcomer

zu reagieren. „In der Regel werden

die Newcomer übernommen“, betont die

Marketingleiterin Wiebke Schwegmann.

Je nach Qualifikation können die ausgebildeten

Bäckereifachverkäufer (-innen) zu

Fachgeschäftsleitern (-innen) aufsteigen.

Die ausgebildeten Bäcker (-innen) und

Konditoren (-innen) können sich ebenfalls

weiterbilden, wie z.B. als Meister,

und können somit zukünftig Führungsaufgaben

in der Produktion übernehmen.

Ebenfalls werden die Newcomer individuell

nach Bedarf gefördert. In jedem Fall

also eine Berufsentscheidung mit großer

Perspektive. | Yörn Kreib

05402-60 80 90

So wirst auch

Du Newcomer

Der Weg zum Newcomer

bei Brinkhege führt über:

Herrn Daniel Große Albers

Tel. 05 402 /60 809-21

Mail: d.grosse-albers@brinki.de

www.brinki.de/azubis-gesucht/

wir-bilden-aus/

Allgemeine Informationen zum

Berufsbild Fachfrau/-mann für

Systemgastronomie bei der

IHK Osnabrück:

Swen Schlüter

Ausbildung und Weiterbildung

Tel. 05 41 / 353-444

Mail: schlueter@osnabrueck.ihk.de

Gerne alternativ auch als Jahrespraktikum

von unserem Basiscamp in Hasbergen aus

(inkl. Social-Media-Aktivitäten).

VIDEOREDAKTEURE

Volontariat „Videojournalismus“ für bewegende Storys.

Idealerweise mit ersten Erfahrungen in Konzeption, Produktion

sowie technischer Umsetzung (Schneiden) kurzer Clips.

Bewirb Dich jetzt!

Herausgeber von

Medienagentur KreativKompass

Im Hamme 7

49205 Hasbergen

Telefon 0 54 05 / 80 83 216

(m/w)

Bewerbungsunterlagen gerne direkt per E-Mail an:

kontakt@kreativkompass.de


STADT- & LANDGESCHICHTEN

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Der Oberbürgermeister von Osnabrück, Wolfgang Griesert (Mitte),

begleitet die Forschungs- und Restaurierungsarbeiten zum Hortfund

aus Lüstringen mit großem Interesse.

Die kupferne Schaftlochaxt hilft, den

Fundkomplex genauer zu datieren.

Der „Kupferschatz von Osnabrück“ mit

drei Lunulae und einer Axt.

Na klar, könnte man meinen, wo stehen Monde denn sonst? Aber halt, schon die Mehrzahl

macht stutzig – ist doch am Himmel über der Erde mit bloßem Auge nur ein einzelner Mond auszumachen,

ein ziemlich großer sogar. Was also ist mit „kleine Monde“ gemeint?

Die Übersetzung des Wortpaares ins

Lateinische lautet „Lunulae“. Den Begriff

„Lunula“ verwendet die archäologische

Forschung für einen Hals- oder Brustschmuck

aus Buntmetall, dessen Form an

eine Mondsichel oder an einen Halbmond

erinnert. Drei „kleine Monde“ aus einer

Kupferlegierung wurden 2016 in Osnabrück-Lüstringen

bei Baggerarbeiten für

ein neues Regenrückhaltebecken entdeckt.

Die Fundstelle in Lüstringen während der laufenden Baggerarbeiten für ein Regenrückhaltebecken.

Stehen „kleine Monde“ am Himmel?

Zusammen mit einer Kupferaxt konnten

sie von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter

der Stadt- und Kreisarchäologie

Osnabrück geborgen werden. Der außergewöhnliche

Hortfund ist als „Kupferschatz

von Osnabrück“ weit über die

Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus

bekannt geworden.

Was macht diesen

Fund so besonders?

Lunulae aus Kupfer sind äußerst selten.

Bis zur Auffindung der Lüstringer Objekte

waren deutschlandweit lediglich fünf

Exemplare bekannt, drei davon stammen

aus dem südlichen Niedersachsen. Ihre

zeitliche Bestimmung ist bislang umstritten,

da die Objekte ohne datierenden

Fundzusammenhang im Boden vorgefunden

wurden. Aus allgemeinen formenkundlichen

Gesichtspunkten erwog man

Datierungen in die ausgehende Jungstein-

zeit ab etwa 2.500 v. Chr. Geburt und/oder

in die beginnende Bronzezeit zwischen

2.000 und 1.500 v. Chr. Auch die These,

dass die kupfernen „kleinen Monde“ einheimische

Nachbildungen der vor allem

in Irland und Schottland zahlreich auftretenden

Goldlunulae gewesen sein könnten,

wurde dafür herangezogen.

Wie alt ist der Lüstringer

Hortfund wirklich?

Zunächst schien für die Archäologen die

Sache klar: Eine genauere Datierung gelingt

problemlos über die Axt, liegen doch für

die sogenannte Schaftlochaxt mit knaufhammerartig

ausgeprägtem Nacken zwei

wohlbekannte Vergleichsfunde aus Niedersachsen

vor. Diese werden gemeinhin in

die späte Jungsteinzeit, die Einzelgrabkultur

zwischen 2.800 und 2.000 v. Chr., datiert.

Doch schon die ersten archäometallurgischen

Untersuchungen der Lüstringer

Bilder © Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück // Gruppenfoto © Stadt Osnabrück, Gerhard Meyering

Alter

ist einfach.

sparkasse.de/alter

Funde durch Dr. Robert Lehmann

von der Leibniz-Universität Hannover

ließen daran Zweifel aufkommen.

Die Arsenkupferlegierung der Axt mit ihrer

relativ hohen Beimengung von Bismut deutet

doch eher auf eine noch ältere Zeitstellung

und auf eine Herkunft aus dem Nordschwarzmeerraum

hin. Und genau dort,

im südlichen Russland und im nordwestlichen

Kaukasus, finden sich aus der zweiten

Hälfte des 4. vorchristlichen Jahrtausends

treffende Vergleiche zur Lüstringer

Axt! Aber passt dieser frühe zeitliche Ansatz

auch für die drei Lunulae? Die beiden

kleineren Stücke haben in Form und

Verzierung ihre bislang einzige Parallele

im tschechischen Raum nordwestlich von

Prag. Neueren Untersuchungen zufolge

lässt sich das Grab, aus dem die dortige

Lunula stammt, in die Zeit um 3.000 v.

Chr. datieren. Das passt ins Bild. Übertragen

auf Nordwestdeutschland und den

„Kupferschatz von Osnabrück“ befinden

wir uns damit im Zeitalter der Großsteingräber

während der Trichterbecherkultur

zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr.

Wenn man sich

mit der passenden

Vorsorgestrategie

auch bei niedrigen

Zinsen auf die Zukunft

freuen kann.

Sprechen Sie mit

uns.

Damals, in der Jungsteinzeit, stellte dieses

Ensemble aus Metall einen außerordentlichen

materiellen wie ideellen Wert dar.

Interpretiert man darüber hinaus die Axt

nicht als Waffe oder Werkzeug, sondern

als Zepter, so könnte man die vier Objekte

durchaus als Ausstattung einer hochgestellten

Persönlichkeit ansehen und ihre

Niederlegung als sakrale Opfergabe diskutieren.

Die weitere wissenschaftliche Auswertung

bleibt also spannend.

| Judith Franzen / Axel Friederichs

Postadresse: Bierstraße 17/18 49074 Osnabrück

Tel. 0541-750 23 40 Fax 0541-20 20 622

zeitseeing@osnanet.de

www.osnabrueck-stadtfuehrungen.d e

Inh. Renate Frankenberg

Lunula 3 ist größer als die beiden

anderen und fast zur Kreisform geschlossen.

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«

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Dem „Männekes-Maler“

Fritz Wolf zum 100. Geburtstag

Der "Männekes-Maler" Fritz Wolf

Wer setzte die

Osnabrücker ins Bild?

Fritz Wolf war eine Osnabrücker Institution. Von 1948 bis zu seinem Tod im Jahr 2001 kommentierte

er die große Politik und die kleinen Eigenheiten seiner Osnabrücker Landleute mit spitzer

Feder: Als Hauskarikaturist der Neuen Osnabrücker Zeitung und ihrer Vorläufer Neues Tageblatt

und Neue Tagespost, als Zeichner der katholischen Jugendzeitschriften „Die Wacht“ und „voran“

in den 1950er Jahren sowie daran anschließend als aufmerksamer Beobachter in den „Bildern

aus der Provinz“ im Stern. Als Grünkohlkönig prägte er den Spruch: „Ich bin ein Osnabrücker!“

1918 in Mühlheim geboren, entdeckte

Fritz Wolf in der Schule sein Zeichentalent

beim Karikieren seiner

Lehrer und griff - nach dem Arbeitsdienst

- während des Zweiten Weltkrieges

als Funker in Norwegen und

Russland auch im Auftrag der Wehrmacht

zum Zeichenstift. 1949 holte

ihn sein ehemaliger Leutnant Archilles

Markowski ohne Rücksicht auf das

ein Jahr zuvor begonnene Studium

an der Folkwang-Schule in Essen

zum katholisch orientierten Neuen

Tageblatt nach Osnabrück. Hier

schuf er neben Gebrauchsgrafik

auch die politischen Karikaturen,

die bis zu seinem Tod im Dezember

2001 eines der Markenzeichen

des Tageblatts sowie seinen Nachfolgerzeitungen

Neue Tagespost

und Neue Osnabrücker Zeitung

bleiben sollten. Zudem hatte er bereits seit 1948

in den katholischen Jugendzeitschriften „Wacht“

und „voran“ für fast ein Jahrzehnt ein dankbares

Experimentierfeld für seine kreativen Bildideen

gefunden, auf dessen Humus er nicht nur Markenzeichen

wie die spätere Stern-Serie „Bilder aus

der Provinz“ entwickelte, sondern die gesamte

Bandbreite seines späteren Werkes ausloten

konnte.

Fritz Wolf wartete im Berufsalltag keinesfalls

auf Themenvorgaben der Redaktionen, sondern

suchte sich diese gern selbst. Der „voran“-Chefredakteur

Wolfgang Lüning schwärmte noch 2008

von dessen „deutlichem, sicheren Strich“ und der

Liebenswürdigkeit gegenüber den Karikierten,

die Fritz Wolf nie in ihrer Menschlichkeit oder

Brüderlichkeit verletzt habe. Waren solcherlei

Fingerübungen vielleicht auch ein wenig die Kür

für den Karikaturisten, so offenbart ein Blick in

die sperrigen Zeitungsbände der 1950er Jahre,

dass Fritz Wolf zu dieser Zeit als „Zeichner für alles“

im Hause Neue Tagespost fungierte; die klare

Festlegung auf Karikaturen für die politische

Redaktion erfolgte erst später. Abgedruckt sind

seine auf den Zeitungsseiten eingestreuten Werbeanzeigen,

gezeichnete Vignetten und kleine

Illustrationen zur Auflockerung der Texte sowie

neben unregelmäßig erscheinenden politischen

Karikaturen auch humorvolle zeichnerische

Kommentare zu Themen der Lokal- und der

Sportredaktion.

Bilder © Fritz-Wolf-Gesellschaft

In diesen Anfangsjahren ersann Fritz

Wolf seine samstags erscheinende

Osnabrücker Wochenschau“, in der er in

der Regel vier lokale Themen der Woche

in einer zeichnerischen Collage Revue

passieren ließ. Auf einen täglichen „Wolf“

als Appetitmacher zum Frühstück auf

der zweiten Zeitungsseite durften sich die

Tagespost-Leser damals indes noch nicht

freuen. Zum Broterwerb dieser

Zeit trug neben einem Werbestand

für die Neue Tagespost

auch Schaufensterwerbung für

Osnabrücker Kaufleute bei.

Viele Jahre brachte Fritz

Wolf seine Blätter

persönlich in die

Redaktion am Breiten

Gang, wo er bei

Schreibern und Setzern

ein ebenso gern gesehener

wie geschätzter Gesprächspartner

war. Seine

Arbeiten galten aber

eher als Gebrauchsgraphik

im Tagesgeschäft

und gingen in diesem

tatsächlich bisweilen

unter: Wenn die Werke

in der Zeitungstechnik in Bleiklischees

gegossen und für den Druck vorbereitet

waren, landeten die originalen Vorlagen

oft im Papierkorb. Auch Fritz Wolf selbst

kümmerte sich nicht um den Verbleib

der Originale, so dass Exemplare aus der

Frühzeit seines Schaffens kaum zentral

überliefert sind. Erst seit den 1980er Jahren

sammelte er diese, weil er die Karikaturen

nunmehr in die Redaktion faxte.

Heute befinden sich die meisten dieser

Originale aus den 1980er und 1990er

Jahren im Bestand der Fritz-Wolf-Stiftung,

der künftig im Niedersächsischen

Staatsarchiv – Standort Osnabrück – einsehbar

ist.

Wie feiert

Osnabrück den 100.

Geburtstag?

Das Andenken an Fritz Wolf zu pflegen,

hat sich die Fritz-Wolf-Gesellschaft zur

Aufgabe gemacht. Der eingetragene Verein

hat seit seiner Gründung im Jahr 2003 eine

Vielzahl kleinerer und größerer Ausstellungen

zusammengestellt und ist auch bei

den Gedenkinitiativen zum 100. Geburtstag

die treibende Kraft. Mit finanzieller

Unterstützung des Verkehrsvereins

Osnabrück, der Stiftung der Sparkasse

Osnabrück, der Felicitas-und-Werner-Egerland-Stiftung

sowie der Stadt

Osnabrück arbeitet die Gesellschaft an

einem Werkverzeichnis und bereitet ein

Geburtstagsprogramm vor.

In den Monaten um Fritz Wolfs Geburtstag

am 7. Mai soll vom 10. Februar bis 20.

Mai eine kleine Fritz-Wolf-Werkschau im

Wilhelm-Busch-Museum in Hannover

stattfinden sowie von März bis Juni im

Diözesanmuseum Osnabrück eine Sonderausstellung

präsentiert werden, die in

besonderer Weise diese Bezüge des Zeichners

zu seiner langjährigen neuen Heimat

herausarbeitet.

Darüber hinaus wird die Fritz-Wolf-

Gesellschaft in verschiedenen Museen

und Heimathäusern des Osnabrücker

Landes sowie auf der Landesgartenschau

in Bad Iburg kleinere Ausstellungen zeigen,

in denen es unter anderem um Fritz

Wolfs zeichnerische Kommentare zu den

Themen Fußball, Musik, Garten, Umwelt,

Tiere sowie politische Aspekte geht. Für

die Sonderausstellung über Fritz Wolf

und Osnabrück soll ein Katalogbuch entstehen,

während der Fritz-Wolf-Kalender

2018 ganz im Zeichen des Jubiläums steht.

| Hermann Queckenstedt

«

Sport und Politik lieferten Fritz Wolf

immer wieder reichlich Material für seine Karikaturen

21


STADT- & LANDGESCHICHTEN

Warum gibt es in Osnabrück einen

Grabstein mit Einschusslöchern?

Auf dem Hasefriedhof finden Besucher die Grabstelle der Osnabrücker Pastorenfamilie Siemsen.

Alle Grabsteine sind verwittert. Nur einer fällt besonders auf. Der Namenszug „Prof. Dr.

Anna Siemsen“ ist kaum zu lesen, weil er seit 1999 mit Einschusslöchern aus Kleinkaliberwaffen

durchsiebt ist. Die Täter wurden nie ermittelt, stammen aber mit hoher Wahrscheinlichkeit aus

rechtsextremen Kreisen. Der Osnabrücker Autor Heiko Schulze geht der Frage nach, um welche

Persönlichkeit es sich bei Anna Siemsen handelt.

Wer war Anna Siemsen?

Anna Siemsen (1882-1951) war eine der

frühesten Professorinnen Deutschlands

und bekleidete immer wieder wichtige

Funktionen in Universitäten und Schulbehörden.

Sie fungierte als linke SPD‐Reichstagsabgeordnete

sowie als Autorin einer

Vielzahl von Büchern und Schriften. Anna

blieb zeitlebens die unermüdliche Kämpferin

für eine sozialistische Pädagogik, die

von den Grundsätzen von Selbstbestim-

mung und Chancengleichheit ausging.

Nebenher verfasste sie kluge Bücher mit

Titeln, die ganz unterschiedliche Themen

berührten und bis heute eine faszinierende

Vielseitigkeit dokumentieren: Ein ‚Buch

der Mädel‘ wie eines über Goethe finden

wir da, eine Einführung in den Sozialismus,

etwas über Medienkunde, aber auch

eines über Literatur in Europa. „Eine der

klügsten Frauen Europas“, hatte der weltbekannte

Literat Kurt Tucholsky die Beigesetzte

zu deren Lebzeiten genannt.

Warum bleibt sie eine

Hassfigur von Rechten?

Zu Lebzeiten Anna Siemsens war es für die

politische Rechte bereits eine Provokation,

dass eine Frau studierte, Professorin wurde,

Bücher schrieb und sich überdies sogar

noch für Frauenrechte, Chancengleichheit

im Bildungswesen, für die Abschaffung

des Kapitalismus und gegen Militarismus

«

Anna Siemsen

und Krieg engagierte.

Bereits

ein Jahr vor der

Machtergreifung

durch die Nazis

erhielt sie in

Thüringen Berufsverbot

und

wurde aus ihrer

Lehrtätigkeit

entlassen. 1933

musste die Sozialistin

in die

Schweiz fliehen

und dort

eine Scheinehe eingehen, um nicht an die

Nazis ausgeliefert zu werden. Nach ihrer

Rückkehr aus der Emigration half Siemsen

dabei, das Hamburger Schulsystem im

demokratischen Sinne neu aufzubauen.

Warum hassen bestimmte Menschen sie

bis heute? Ganz einfach: Für Rechte und

Bilder Hasefriedhof © Heiko Schulze // Portrait Siemens © Archiv der sozialen Demokratie / Friedrich Ebert Stiftung

Nationalisten kommt bei Anna Siemsen

all das zusammen, was ihr Feindbild ausmacht:

Selbstbewusste Frau ohne Unterordnung,

Friedenskämpferin und Antimilitaristin,

Reformpädagogin, Sozialistin

und Internationalistin.

Warum ruhen fast alle

Familienmitglieder in

einem Ehrengrab?

Die Siemsens gelten bis heute als äußerst

ungewöhnliche Familie. Nicht nur Anna

gelangte zu Lebzeiten zu einem hohen

Bekanntheitsgrad. Während ihre recht

religiös und sehr konservativ geprägten

Eltern als Pastoren-Ehepaar eher in ihrer

Osnabrücker Kirchengemeinde wirkten,

machten alle Kinder als engagierte Sozialisten

und Friedenskämpfer von sich reden.

Bruder Hans war während der Weimarer

Zeit ein äußerst prominenter Literat

und bekennender Homosexueller. Bruder

August, bestattet in Berlin, war ebenfalls

Publizist und Reichstagsabgeordneter.

Bruder Karl war nach dem Kriege

SPD-Landesminister in Nordrhein-Westfalen.

Der Ehemann von Schwester

Paula, Karl Eskuchen, Sohn eines Gm-

Hütter Hüttendirektors, wurde als Autor

wie auch als bekannter Mediziner und bekennender

Sozialist bekannt. Nach Ende

des Zweiten Weltkrieges war er der erste

deutsche Bundesgesundheitsminister.

Warum sind ihre

Ideen so aktuell?

In einer Zeit, in der es beinah unverändert

so ist, dass Kinder aus sozial benachteiligten

Familien kaum den Weg zu Abitur

und Hochschule finden, bleiben Anna

Siemsens Appelle für Chancengleichheit

hochaktuell. Und angesichts aktueller

kriegerischer Aktivitäten und weltweiter

militärischer Aufrüstung sind auch Siemsens

Friedensbotschaften unverändert

wichtig. | Heiko Schulze

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STADT- & LANDGESCHICHTEN

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Der Transrapid auf der Teststrecke im Emsland

Das "Icker Loch"

Orte in Stadt und Land (13)

Gab es Icker schon vor Christi Geburt?

Der Name des Dorfes Icker scheint einer der ältesten in der Region Osnabrück zu sein, er reicht

bis in die vorgeschichtliche Zeit zurück.

Aus der Bauernschaft, die zur Gemeinde

Belm gehört, ist eine Wohnsiedlung

geworden für Menschen, die in Osnabrück

arbeiten und im Umland leben wollen.

Nur wenige Bauernhöfe werden heute

noch bewirtschaftet. Die Pfarrkirche

im Dorf ist der „Schmerzhaften Mutter“

gewidmet, es gibt noch eine Gastwirtschaft

und eine Grundschule. In dem 1047-Einwohner-Dorf

am Wiehengebirge regt

sich seit Jahren ein entschlossener Protest

gegen den Bau der A33 -Nord.

Es fällt auf, dass der Name „Icker“ von

1090 bis heute stets als Anfangsbuchstaben

ein „I oder Y“ getragen hat. Aus Ickari

wurde Ikkere, Ychere, und schließlich

Ikker. Es folgte Icker, und dabei ist es bis

heute geblieben.

Was macht diesen

Ortsnamen so besonders?

Bemerkenswert ist, dass sich renommierte

Sprachwissenschaftler mit dem Namen

dieses wenig spektakulären Ortes beschäftigt

haben. Icker ist für sie deshalb eine

harte Nuss, weil die Endung auf „r“ nicht

zu den bekannten Sprachmustern passt.

Einer der ersten, der sich an dem Ortsnamen

Icker die Zähne ausgebissen hat, war

der Realschulrektor Hermann Jellinghaus

(1847 – 1929). Er vermutete, dass in der

Silbe „ik“ möglicherweise ein Wort für

Spitze stecke. Für die Endsilbe „ari“ fand

er jedoch keine Erklärung. Ihre Bedeutung

müsse auf vorhistorische Zeiten zurückgehen.

In dieselbe Kerbe schlägt der 80-jährige

Heimatforscher Alfred

Hunold aus Korschenbroich.

Er weist darauf hin,

dass der Name Icker weder

im germanischen, noch im

indogermanischen Sprachschatz

zu finden sei. Somit

müsse der Ortsname seinen

Ursprung in noch älteren

Sprachschichten haben. Einen andern Zugang

wählt Jürgen Udolph, emeritierter

Professor an der Universität Leipzig, der

als führender Kopf der Ortsnamenforschung

in Deutschland gilt. Er verlässt die

Spur, die andere bei „ik“ und „ari“ gesucht

haben. Stattdessen entscheidet er sich für

die indogermanische Grundform „Ekira“

und macht einen weiten Bogen um die von

Jellinghaus und Hunold favorisierten Erklärungen.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit lässt sich

für Udolph ein Bezug zu Eckerde bei Barsinghausen

finden. Letztlich stellt aber

auch er den Ortsnamen Icker zu Ecke,

Kante oder Biegung. Die südlich von Icker

gelegene Hügelkette könnte das Motiv

für die Namensgebung abgegeben haben

– etwa im Sinne von „Siedlung an einer

Kante“. Mit Sicherheit aber, so betont der

Sprachwissenschaftler, sei der Ortsname

Icker mit dem Ende auf „r“ sehr alt. Er

stammt womöglich aus der Zeit um Christi

Geburt. | Ebba Ehrnsberger

Bilder © Ebba Ehrnsberger

Magnetschwebebahn © www.commons.wikimedia.org/wiki/File:Transrapid-emsland.jpg // Kemper-Patent © gemeinfrei

Welcher Fleischfabrikant

erfand die Magnetschwebebahn?

Bild: Fotolia/Westend61

Es ist Zeit ...

Am 14. August 1934 meldete ein Ingenieur

aus Nortrup, der wenige Jahre zuvor

die elterliche Fleischfabrik übernommen

hatte, die Erfindung einer "Schwebebahn

mit räderlosen Fahrzeugen, die an eisernen

Fahrschienen mittels magnetischer

Felder schwebend entlang geführt wird“

zum Patent an. An eine schnelle Umsetzung

glaubte Hermann Kemper (1892-

1977) nicht. „Wahrscheinlich schaffen es

die Chinesen schneller als die Deutschen“,

soll er gesagt haben. Tatsächlich dauerte

es 70 Jahre, bis die erste Transrapidstrecke

regelmäßig befahren wurde – und

zwar in Shanghai. In Deutschland hatte

die Technologie nach dem schweren

... für eine kurze „Vollzeit“,

die man sich leisten kann.

Eine echte Wahl hat man nur, wenn man es sich leisten kann.

Wir halten einen tariflich geregelten, ausreichenden Entgeltausgleich

für eine zeitgemäße Sozialleistung des Arbeitgebers. Zeit für Kinder

und Pflege gehören mit zur gesellschaftlichen Verantwortung.

Unfall des Transrapid in Lathen (2006) keine

Zukunft mehr.

Im Jahr 2016 erwarben die Nachfahren

des Erfinders den letzten in Deutschland

gebauten Magnetzug. | Redaktion

www.mein-leben-meine-zeit.de

«

Protest gegen den Bau der A33 -Nord

Plakate_A3_Es ist Zeit.indd 3 25.08.2017 08:46:47

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MOMENTAUFNAHMEN

Wer läutet im Glockensee?

Dass die Laerer Bürger einst vergaßen, ihre Kirchenglocke zu weihen, rief der Sage

nach den Teufel auf den Plan. Er stahl die Glocke, schleppte sie zu Springmeyer`s

Kolk und verschwand mit ihr in der Tiefe der Salzquelle, die Bad Laer später zum

Kurort machte.

An hohen Festtagen soll das Läuten der Glocke bis heute zu hören sein – und auch

der Höllenfürst sorgte in Bad Laer weiter für Unruhe. Ein Bürgerbegehren versuchte

2010 die Aufstellung einer Teufelsskulptur des Künstlers Werner Kavermann zu

verhindern. Seitdem sie trotzdem steht, wurde die Glocke im Inneren der Skulptur

bereits mehrfach entwendet. | Redaktion

Foto © Marlen Rasche

www.mara-fotografie.jimdo.com

27


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Frauen in der Natur © Universität Hohenheim // Suppen Bilder © Thorsten Stegemann // Bild oben © v.poth, fotolia.de

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Welcher Eiweißlieferant braucht Stützfrüchte?

Kochmagazine feiern sie als kulinarischen Geheimtipp und tatsächlich ist die Zeit,

da Linsen ausschließlich in Suppen und Eintöpfen Verwendung fanden, vorbei. Mittlerweile

verfeinern sie Salate, Pasta-Saucen, Fisch- und Fleischgerichte und sogar

Desserts. Der traditionelle Verzehr bleibt gleichwohl ein Klassiker – gerade in unserer

Region.

Die Hülsenfrüchte, die schon vor rund

10.000 Jahren angebaut wurden, haben einen

Eiweißgehalt von fast 25 Prozent und punkten

neben Kohlenhydraten und Ballaststoffen

auch mit Vitaminen und Spurenelementen.

Auf deutschen Feldern sind sie vergleichsweise

selten anzutreffen, da Linsen in der modernen

Landwirtschaft Stützfrüchte, etwa Erbsen

oder Hafer, brauchen. „Wenn die Linsen

nicht stabil wachsen, liegt ein großer Teil

ihrer Hülsen auf dem Boden und ist für die

heutige maschinelle Ernte verloren“, weiß

apl. Prof. Dr. Sabine Gruber von der Universität

Hohenheim. „Früher wurden Linsen

in Handarbeit geerntet. Heute müssen wir

andere Lösungen finden.“

Das steigende Interesse an regionalen

Produkten könnte auch hier eine Trendwende

herbeiführen. | Redaktion

Einkaufsliste

500 Gramm Tellerlinsen

2 mittelgroße Zwiebeln

1 Bund Suppengrün (1 Stange Lauch,

2 Karotten, 1 mittleres Stück Sellerie)

800 Gramm Kartoffeln

1 Scheibe durchwachsener Speck oder Rippe

2 Mettenden

1 Kassler-Kotelett

3 EL Sonnenblumenöl

1 EL Salz

1 Brühwürfel

3 l Wasser

Petersilie

4 Wiener Würstchen

Zubereitung

Linsensuppe

(6-8 Personen)

Linsen abspülen und eine Stunde in Wasser

einweichen. Suppengrün und Zwiebeln zerkleinern,

dann in heißem Öl andünsten. Wasser,

Salz, Fleisch, Brühwürfel und die abgegossenen

Linsen dazugeben, aufkochen und eine

Stunde köcheln lassen. In dieser Zeit die Kartoffeln

kleinschneiden und in den Topf geben.

Nach weiteren 30 Minuten Fleisch herausnehmen,

kleinschneiden und wieder in den Topf

geben.

Mit Petersilie verfeinern und vier geschnittene

Wiener Würstchen in die Suppe geben. Dazu

schmeckt Graubrot mit Butter.

Wir wünschen Guten Appetit!

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LEBEN & GESELLSCHAFT

Wer wohnt in der

Süßwarenfabrik?

Alternative Wohnformen werden immer beliebter. In Osnabrück lebt eine alte Süßwarenfabrik

wieder auf, seitdem sich ein Fotokünstler hier seinen Wohntraum erfüllt hat.

Bilder © Marlen Rasche

Nur noch ein alter, verrosteter Dampfkessel

vor der Tür und der Schornstein

im Garten lassen auf die

Geschichte des Gebäudes

schließen. Die Dampfzuckerwarenfabrik

„Meise

und Dreß“ hatte hier

seit 1910 ihr Zuhause.

Heute beherbergt das

Gebäude an der Sutthauser

Straße nach einer

Sanitärfirma und einem Getränkehändler

den Wahl-Osnabrücker

Thorsten Drüner.

Wo stehen Oldtimer am Esstisch?

An Süßwarenproduktion ist nicht mehr

zu denken. Im alten Lager, wo einst

Zucker und Kakao angeliefert und verstaut

wurden, befindet sich heute ein ca. 150m 2

großes Loft mit Oldtimern neben dem

Esstisch und Kunstschätzen wohin das

Auge sieht. Durch ein Fenster in der

Decke fällt das Licht auf die mobile

Kochinsel. Für zusätzliche Helligkeit sorgt

eine Chirurgie-Lampe. Wo heute gekocht

wird, wurden zu „Meise und Dreß’“ Zeiten

im Laboratorium neue Rezepturen für

Bonbons und Karamell entwickelt. Geschlafen

wird

in der Galerie

mit Blick auf

die Oldtimer.

Auf dem neu

eingezogenen

Stahlträger bilden

Bierbänke

den Boden,

der Vorbesit-

zer hat sie nicht mitgenommen. Im gesamten

Wohnbereich liegt Fußbodenheizung

unter dem neuen Estrich.

Für die gemütliche Wärme

sorgt jedoch meistens ein

alter Bullerjan-Holzkesselofen.

Eigentlich sollte

das Gebäude abgerissen

werden. Die Pläne dafür

standen, der Abriss war

genehmigt. Im Frühjahr

2009 entdeckte der Fotograf

dann die Fabrik. „Wir haben das

Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf

geweckt.“ Zwei Birken hatten sich inmitten

der Hallen ihren Weg durch die Decke

gebahnt. Die Grundmauern wurden fast

vollständig freigelegt und teilweise abgerissen.

Die alten Ziegelsteine dienten

dem Aufbau der neuen Mauern. Seit 2010

renoviert Drüner die ehemalige Produktionsstätte.

„Als wir hier anfingen, lag eine

Menge Arbeit vor uns,“ erinnert sich der

Besitzer. Heute nutzt er etwa ein Viertel

der 840m 2 Gesamtfläche seines Eigentums.

Einzelne Abschnitte sind vermietet.

Was machen Krankenhausbet t-

Rollen aus einem Räucherschrank?

Große, geräumige Lofts in Berlin und

New York inspirierten Drüner. Doch er

hatte schon als Jugendlicher sein Fahrrad

im Zimmer an der Wand hängen, „lange

bevor das in Berlin-Mitte angesagt war“,

betont er. Drüner ist Sammler, die alte

Fabrik für ihn Wohnraum und Atelier zugleich.

Hier gibt es Flohmarktfundstücke

zu entdecken, dort ziehen zeitgenössische

Gemälde ihre Blicke auf sich. Seine Fotografien

schmücken das Loft, genauso wie

antike Sessel. Die Ideen gehen ihm nicht

aus. Vor dem Haus wartet noch ein Räucherschrank

darauf, als Küchenschrank

mit Rollen eines Krankenhausbettes

umfunktioniert zu werden.

Was wird aus der Fabrik?

So ein altes Gebäude ist „Privileg und

Aufgabe zugleich“ resümiert Drüner.

„Ich konnte mir hier einen Traum erfüllen,

gleichzeitig wird es so, wie es jetzt ist,

nicht bleiben.“ Eine kleine Turnhalle ist

geplant. Ausrangierte Springböcke und

Schwebebalken stehen bereit, ein Sprungkasten

dient schon als Wohnzimmertisch.

Die Inneneinrichtung ist sowieso stetig im

Wandel.

In Zukunft könne er sich vorstellen, in

der alten Zuckerwarenfabrik Wohnen

mit mehreren Generationen und Begegnungsflächen

anzubieten. „Vielleicht zieht

es mich aber auch auf ein Hausboot in

Amsterdam,“ träumt Drüner. | Tom Herter

... wenn Sie weitere Informationen,

alte Bilder, Geschichten über die

Süßwarenfabrik haben oder wenn

Sie weitere interessante Wohnformen

in Osnabrück oder dem

Osnabrücker Land kennen,

melden Sie sich gerne bei unserer

Redaktion unter:

kontakt@kreativkompass.de

31


LEBEN & GESELLSCHAFT

LEBEN & GESELLSCHAFT

Wer schreibt alle zwei

Wochen Geschichte(n)?

Das heutige VHS-Gebäude – das Stüvehaus – verbindet mit seinem stolzen Alter von

152 Jahren die Tradition mit der Moderne. Auch heute noch wird hier Geschichte

geschrieben. Genau genommen sogar alle zwei Wochen.

Seit 1988 versammeln sich jeden zweiten

Donnerstag von 16 bis 18 Uhr die derzeit

14 Mitglieder der Seniorenredaktion. Viele

sind seit mehreren Jahren dabei, unter

ihnen sogar ein Gründungsmitglied. Jedes

VHS-Semester setzen sie sich zusammen,

um Erinnerungen lebendig zu halten, aufzufrischen

und in Form einer Publikation

im Selbstverlag zu dokumentieren. Gerade

kontroverse Themen sind reizvoll und

von ernsthaftem Mehrwert, wie sich zeigt.

Denn die Altersstruktur der Mitglieder ist

sehr breit gefächert: Ende 60 bis Anfang

90. Eine ganze Generation liegt zwischen

ihnen und birgt ungeahnte Chancen für

einen regen Austausch über Lebenserfahrungen.

„Ohne die Seniorenredaktion hätte

ich mich nie so intensiv mit meinem eigenen

Leben auseinandergesetzt“, erzählt die

78-jährige Gudrun Schelling, während die

anderen HobbyredakteurInnen zustimmend

nicken.

Eben diesen Mehrwert hat auch das

Niedersächsische Staatsarchiv erkannt und

nimmt ein Exemplar von jedem erschienenen

Heft der Seniorenredaktion als Zeitzeugendokument

auf. Immer mal wieder

stehen auch Lesungen auf dem Programm

der Redaktion, um die aufwendigen

Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen.

Neben brisanten Themen laden heitere

zum Schwelgen oder zur Auseinandersetzung

mit Aktuellem ein. Alterspräsidentin

Gertrud Nolte, 93, ist seit 18 Jahren Teil

der Seniorenredaktion und untermauert:

„Wir haben Schreckliches erlebt, doch wir

haben das überwunden und über 60 Jahre

gut gelebt. Auch darüber lohnt es sich zu

berichten.“ Gemeinsam wird für jedes

VHS-Semester ein Thema mit Arbeitstitel

festgelegt, bevor eifrig an neuen Erzählungen

gefeilt wird. Vor Ort redigieren die

Mitglieder Textentwürfe in Hinblick auf

Ideen, Formulierungen und Grammatik.

Der Umgang untereinander ist respektvoll,

die Persönlichkeit und der individuelle

Schreibstil jedes Autors wird akzeptiert.

Nicht nur Inhalte werden diskutiert, sondern

auch der gesamte Entstehungsprozess

der autobiographischen Schriften. „Erinnere

ich mich wirklich richtig?“, hat sich

beispielsweise schon jedes Redaktionsmitglied

einmal gefragt.

Kursleiterin Gabriele Janz, 57, begleitet

die Redaktion seit über zehn Jahren und

erfährt die Arbeit mit den schreibinteressierten

Senioren sowie die Auseinandersetzung

mit deren unterschiedlichen Lebensentwürfen

„als Bereicherung für den

eigenen Werdegang.“ Es handle sich eben

„nicht nur um einen VHS-Kurs, sondern

um eine Gemeinschaft, in der sich alle gut

aufgehoben fühlen“. | Sina-Christin Wilk

Bilder unten © Sina-Christin Wilk // Bild oben © jcomp, fotolia.de

Bilder © Michael Luttmer

Wie sippen

die Sassen der

Schlaraffia?

Sobald montags die Uhr „Glöck acht“ geschlagen

hat, beginnt im Alten Steinwerk in der Dielingerstraße

der skurrilste Herrenabend der Stadt. Denn

dann „sippen“ die Schlaraffen unter Ausschluss

der Öffentlichkeit in ihrer „Widukindveste“ oder

auch „Haseburg“ – und das, beinahe ununterbrochen,

seit 1914 schon.

Damals nämlich, vor mehr als 100 Jahren,

gründete sich ein Ableger des 1859 von Künstlern

in Prag ins Leben gerufenen Männerbundes

„Schlaraffia“ mit dem „Reychsnamen“

„Ossenbrugga“ auch in der Hasestadt. Seitdem

versammeln sich unter dem Leitwort „Kunst,

Freundschaft und Humor“ honorige Männer

meist fortgeschrittenen Alters von Anfang

Oktober bis Ende April einmal in der Woche,

um beim Ritterspiel nach festgelegten Regeln

sich selbst und andere niveauvoll zu veralbern

und so den Alltag für ein paar Stunden vergessen

zu machen.

Eine eigens für das „schlaraffische Spiel“ entwickelte

Sprache, das sogenannte Schlaraffenlatein,

ist aber nur ein Kennzeichen dieses

exklusiven Herrenclubs; kunstvoll bestickte

Mäntel und Hüte, von den Schlaraffen „Rüstungen“

und „Helme“ genannt und während

der „Sippungen“ getragen, sind weitere. Und

wer als Ritter, Junker, Knappe oder Pilger Schlaraffenburgen

besuchen möchte, tut gut daran,

auch dem Wappentier des Männerbundes,

einem Uhu, Respekt zu zollen. Ausgestopft

und an prominenter Stelle platziert,

ist er die Zierde jeder Burg. Wer sich ihm

nähert, ist gehalten, ihm mit einer kurzen

Verbeugung die Ehre zu erweisen.

In der Schlaraffenburg selbst gelten

strenge Regeln: So ist jedes Gespräch

über Religion und Politik während der

„Sippungen“ tabu, schließlich möchte

man Streit vermeiden und ausschließlich

heitere Stunden im Kreis Gleichgesinnter

verleben. Und da man nach

seinem „Einritt“ in die Burg auch sein

„Alltags-Ich“ abstreift, legt sich jeder

Schlaraffe nach seinem „Ritterschlag“

einen standesgemäßen Ritternamen zu.

Dieser ist frei wählbar – ebenso wie das

Hauswappen jedes Ritters, das – individuell

gestaltet – an den Burgwänden ausgestellt

zu finden ist. | Michael Luttmer

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LEBEN & GESELLSCHAFT

Persönlichkeits-Ratgeber | Teil 6

Warum setzen wir unsere

Vorsätze nicht einfach um?

Gerne finden wir Ausreden oder schaffen es oft gar nicht uns zu bewegen. Es sind unsere eigenen

Gedanken, die uns blockieren. Wir haben gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft Angst zu

scheitern. Und deswegen lassen wir es am liebsten direkt. „Was sollen denn andere von uns denken,

wenn etwas nicht klappt?“

Stellen Sie sich mal vor, Sie fangen etwas

Neues an. Ungefähr 50 Mal am Tag scheitern

Sie. Es dauert mehrere Monate bis sie

es überhaupt einmal können. Jeden Tag

schauen Ihnen andere Personen dabei zu,

wie Sie immer wieder hinfallen.

Würden Sie diese Aufgabe angehen, wenn

Sie es vorher wüssten? Wahrscheinlich

nicht. Wir wären zu faul, zu feige und vor

allem zu eitel.

Doch wenn kleine Kinder so denken würden,

könnte kaum ein Mensch laufen.

Denn das ist der normale Verlauf, wenn

ein kleines Kind laufen lernt.

Wie soll ich mit möglichen

Ausreden umgehen?

Schreiben Sie sich mal alle möglichen Ausreden

auf, wegen denen Sie nicht starten

würden. Ich wette, dass - wenn Sie ehrlich

zu sich selbst sind - 90% der Ausreden

nur ein Vorwand und Ausdruck Ihrer Eitelkeit,

Faulheit oder Feigheit sind. Diese

90 % können Sie also direkt in den Mülleimer

werfen.

Für die restlichen 10% sollten Sie klare

Lösungen und Strategien erarbeiten.

Eliminieren Sie so Ihre Ausreden und tauschen

Sie sie gegen Motivation und Ihre

eigenen Fähigkeiten. Schreiben Sie dazu

alles auf, was Sie in Ihrem Leben schon

geschafft haben. Sie werden überrascht

feststellen, zu was Sie in der Lage waren

und heute noch sind. So wird die neue

Aufgabe ein wenig kleiner erscheinen.

Wie sollten wir mit

Rückschlägen umgehen?

Gewichtheber Matthias Steiner ist nach

schweren Schicksalsschlägen Olympiasieger

geworden, Tennisspieler Roger

Federer ist nach schwerer Knieverletzung

mit 36 Jahren nochmal die Nummer 1 der

Welt geworden.

Sie beide hatten genügend Gründe, Einwände

und Ausreden, doch ihre positive

Einstellung hat ein Aufgeben nicht zugelassen,

sondern sie nur stärker werden

lassen.

Also machen Sie es wie diese Sportler.

Hauen Sie einfach mal einen raus und

überraschen Sie alle!

Ihr Marcus Appelt

Quid agis* GmbH

Scharfe Hegge 35 · 49086 Osnabrück

E-Mail: info@quid-agis.de

Telefon: 05 41 / 58 05 78-10

www.danielabensaid.com

Bilder Appelt © Daniela Ben Said // Frau rennend © Mike Orlov; nachdenkliche Frau © leszekglasner; Männchen unten © WoGi fotolia.de

Quid agis* Akademie

Der Beitrag von Marcus Appelt setzte unsere

Kooperation mit der Quid agisAkademie fort. Der

Businesstrainer macht Menschen zu Helden!

Egal ob auf der Bühne, in Seminaren, auf dem

verschneiten Berg oder im persönlichen Gespräch –

er bewegt seit über zehn Jahren den Körper und

Geist von Menschen und unterstützt sie, diese

Attribute weiterzuentwickeln.

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TAG DER OFFENEN TÜR:

9.-11. März

Fr.: 10 -20 Uhr | Sa. / So.: 10-18 Uhr

Berghoffstraße 7 • 49090 Osnabrück

Telefon: 05 41.7500 7600

www.the-gym-os.de

© 2018 www.kreativkompass.de

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theGYMosnabrueck


SPORT & GESUNDHEIT

SPORT & GESUNDHEIT

-Anzeigensonderseite-

WAS MACHT

BOUTIQUE DESIGN

IN EINER

FITNESSANLAGE?

Nach fast einem Jahr Konzeptionsund

Umbauphase hat in Osnabrück

am Fuße des Westerbergs eine der

modernsten Fitnessanlagen Norddeutschlands

eröffnet. Seit Herbst

2017 bietet „the GYM“ Trainingsmöglichkeiten

der modernsten Art

auf einem völllig neuem Level.

Wer die Räumlichkeiten von „the GYM“ an

der Berghoffstraße betritt, wird sofort von

einem für Fitnessanlagen eher ausgefallenen

Ambiente überrascht. Unter dem Begriff

„Boutique Design“ verstehen die Betreiber

eine Atmosphäre, in der sich die Mitglieder

wie im eigenen Wohnzimmer fühlen. Stimmt!

Wer sich auskennt, entdeckt schnell: Hier

wurde überall in deutlich mehr und bestes

Equipment investiert. Das beginnt schon am

Empfang, der durch ein elektronisches Drehkreuz

passiert wird, das sich per kontaktlosem

Transponder öffnen lässt. Die Mitglieder nutzen

diesen auch gleich mit für ihren Spint oder

an der Kaffeebar. Praktisch! „Unser Team hat

so deutlich mehr Zeit, um unsere Mitglieder

beim Training zu beraten und zu coachen“

erklärt Randolf Zervos, Inhaber der Anlage.

WIE KANN TRAINIERT WERDEN?

Das Studio ist aufgeteilt in verschiedene

Areas. Vom Functional-Bereich über Kraftgeräte,

Mallia-Zirkel, Powerplate, Hammer-

Strength bis hin zu einer Cardio-Area findet

der Sportbegeisterte hier alles, was sein

Herz begehrt. Natürlich werden auch regelmäßig

Kurse angeboten. Jeder kann bei „the

GYM“ auf Wunsch sein eigenes Ding machen,

Zervos legt aber Wert darauf festzustellen:

„Wir fühlen uns hier als große Familie - dazu

gehört auch, dass wir uns gegenseitig motivieren,

unterstützen und füreinander da sind!".

Das Studio bietet unter anderem monatlich

kündbare Mitgliedschaften. Der Slogan „Alles

was Du willst - nichts was Du nicht brauchst"

Bilder © the GYM Osnabrück // Mann links © Andriy Bezuglov, Gruppe links © UBER IMAGES, Frau mit Reifen © pressmaster; fotolia.de

zielt unter anderem auch auf die flexiblen

Modelle der Mitgliedschaften ab.

WER TEILT GERNE SEIN WISSEN

ÜBER FITNESS UND ERNÄHRUNG?

In der hauseigenen Erfolgs-Akademie

vermitteln qualifizierte Trainer professionell

und kurzweilig alles, was in den Bereichen

Fitness, Training und Ernährung

wichtig ist. Mit diesem Wissen und einem

individuellen Trainingsplan, der auf die

eigenen Bedürfnisse exakt zugeschnitten

wird, erhöhen die Mitglieder schon in

kurzer Zeit das körperliche und geistige

Wohlbefinden, steigern Ausdauer, Kraft

und Leistungsfähigkeit, die Koordination

und schützen sich vor Verletzungen. In

unserem neuen Fitness-Ratgeber (Kasten

rechts) geben die Trainingsprofis von

„the GYM“ zukünftig einige wertvolle

Tipps aus ihrem Akademie-Programm in

Osnabrücker Wissen“ preis. | Redaktion

KONTAKT

Berghoffstraße 7

49090 Osnabrück

Telefon: 0541 / 75007600

E-Mail: kontakt@the-gym-os.de

www.the-gym-os.de

Teil 1:

Functional-Training

GRUPPEN TRAINIEREN

STATT EINZELNE MUSKELN!

Funktionelles Training zielt darauf,

durch komplexe Bewegungsabläufe

mehrere Muskelgruppen, Sehnen

und Gelenke zusammen zu trainieren.

Durch die ganzheitliche Stärkung wird

der Körper insgesamt stabilisiert, die

Leistungsfähigkeit gesteigert, die Fettverbrennung

während des Trainings

optimiert und das Verletzungsrisiko

sowohl beim Sport als auch im Alltag -

verringert. Schnelligkeit, Beweglichkeit,

Kraft, Ausdauer und Koordinationsfähigkeit

stehen dabei im Fokus.

WENIG EQUIPMENT

FÜR GROSSE WIRKUNG!

Da für die Stabilisation des Körpers

insgesamt die Stärkung des Rumpfes,

der tieferen Bauchmuskulatur und der

Schulterblätter besonders wichtig ist,

werden viele Übungen stehend durchgeführt.

Statt Trainingsgeräte werden

das eigene Körpergewicht und kleinere

Hilfsmittel wie Rundhandeln oder

Medizinbälle eingesetzt. Da man nicht

viel Equipment braucht, kann man eine

Vielzahl von Übungen, z.B. die klassischen

Liegestütze, auch zuhause oder

draußen durchführen.

Erfolgs-Akademie

FITNESS-RATGEBER

IN INTERVALLEN BIS ZUR

BELASTUNGSGRENZE!

Die Trainingseinheiten sind durchschnittlich

auf 30 bis 60 Minuten ausgelegt.

Schwierigkeitsgrad und die

Intensität der Belastung lassen sich

dabei individuell auf den Leistungsstand

des Trainierenden- unabhängig

vom Alter oder Gewicht - anpassen.

Nach dem Prinzip des „High Intensity

Interval Training“ (HITT), werden die

Übungen in einer Abfolge aus hochintensiven

Intervallen (ca. 30-60

Sekunden) bis zur maximalen Belastungsgrenze

und aktiven Regenerationsphasen

(ca. 90 -120 Sekunden)

in einem moderaten Tempo durchgeführt.

Entscheidend bei der Durchführung

ist die Eigenwahrnehmung des

Körpers, die für die Belastungsgrenze

und die Dauer der Regenerationsphasen

bestimmend ist.

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Patientin Edeltraud Hein ist dankbar für die Unterstützung von Heike Malig-Emeis.

FAMILIE & SOZIALES

Im Büro der Grünen Damen und Herren besteht eine Kleiderkammer für

Patienten in Not: Vera Koop und Marty Boddé zeigen das Sortiment.

EHRENAMTLICHE

IM KRANKENHAUS

Bundesweit gibt es rund 9.000

„Grüne Damen und Herren“, die

hilfebedürftige Menschen in über

600 Krankenhäusern und Altenhilfe-Einrichtungen

unterstützen. Pro

Jahr leisten sie etwa 1,8 Millionen

Einsatzstunden – und das unentgeltlich.

-Anzeigensonderseite-

Anne Fitschen leitet das Team der

„Grünen Damen und Herren“

am Klinikum Osnabrück.

Wer hilft den „Grünen

Damen und Herren“?

Seit Jahrzehnten sind sie für die Patienten da - jetzt können die „Grünen Damen

und Herren“ des Klinikums selbst Unterstützung gebrauchen. Denn

die Dienste des Teams, das derzeit aus 16 Mitgliedern besteht, werden

immer stärker nachgefragt.

Edeltraud Hein ist erleichtert. Jahrelang

hatte sie große Angst vor Spritzen,

dann kam Heike Malig-Emeis

von den „Grünen Damen und Herren“.

Sie erkannte die schwierige Lage

der Patientin und schenkte ihr einen

Stein mit einem aufgemalten Engel. Damit

gelang es Edeltraud Hein, sich von ihrer Angst

abzulenken. „Es ist wirklich bewundernswert,

was die ´Grünen Damen und Herren´ hier leisten. Und

ich habe gar nicht gewusst, dass es sie gibt“, erzählt Hein.

Wie Edeltraud Hein geht es zahlreichen Menschen,

die vom ehrenamtlichen Patientenbesuchsdienst unterstützt

werden. Die „Grünen Damen und Herren“

stehen für Gespräche zur Verfügung, sie unternehmen

Spaziergänge oder Ausfahrten mit dem Rollstuhl, erledigen

kleine Besorgungen, geben bei Bedarf neue Kleidung

aus und kümmern sich außerdem noch um die

Bilder © Klinikum Osnabrück

Patientenbibliothek. „Wir sind die Schnittstelle

zu den hauptamtlichen Mitarbeitern.

Unsere wichtigste Aufgabe besteht darin,

Gespräche mit den Patienten zu führen

und ihnen zuzuhören. Viele Menschen

möchten auch einmal mit jemandem sprechen,

der nicht direkt zum Krankenhausbetrieb

gehört“, sagt Anne Fitschen, die

das Team der „Grünen Damen und Herren“

seit 12 Jahren leitet.

Wo wird der

Besuchsdienst gebraucht?

Der ehrenamtliche Patientenbesuchsdienst

wurde 1980 gegründet - seinerzeit

noch im alten Stadtkrankenhaus, aus dem

das Klinikum Osnabrück hervorgegangen

ist. Über seine Unterstützung freuen

sich Patienten, die selten oder nie Besuch

erhalten, aber auch Menschen, deren Leben

sich durch die Krankheit grundlegend

verändert hat. Außerdem ist Fitschens

Team für Patienten da, die von außerhalb

kommen und - beispielsweise nach einem

Unfall - plötzlich im Klinikum Osnabrück

behandelt werden. „Es sind mehr Ältere,

die unsere Unterstützung in Anspruch

nehmen, aber letztlich Patienten aus allen

Altersgruppen“, sagt Fitschen.

Die „Grünen Damen und Herren“ sind an

jedem Wochentag von 9.00 bis 12.00 Uhr

im Klinikum unterwegs, jedes Mitglied

ist einmal wöchentlich vor Ort. Die Arbeit

wird mit Hilfe eines „Übergabebuchs“

koordiniert, dem Team steht allerdings

auch ein eigener Raum zur Verfügung

Wer kann mitmachen?

Die „Grünen Damen und Herren“ setzen

sich zwar vorwiegend aus Damen, ansonsten

aber aus Erwachsenen aller Altersstufen

und Berufsgruppen zusammen. „Es

sind keine besonderen Qualifikationen

und auch kein bestimmter beruflicher

Hintergrund erforderlich. Aber man sollte

sich natürlich für andere Menschen

einsetzen wollen, man muss zuhören und

sich selber in den Gesprächen mit den

Patienten zurücknehmen können. Wichtig

ist, dass regelmäßig mitgearbeitet werden

kann“, erklärt Anne Fitschen.

Klinikum Osnabrück GmbH

Am Finkenhügel 1 · 49076 Osnabrück

Telefon: : 0541 405 0 · Fax: 0541 405 4997

E-Mail: info@klinikum-os.de

www.klinikum-os.de

Neue Helfer werden sorgfältig geschult, es

gibt aber auch monatliche Gruppentreffen

mit Fortbildungsangeboten und pro Jahr

ein Ganztagesseminar. | Redaktion

Die „Grünen Damen und Herren

freuen sich über Interessenten und

neue Mitglieder!

Kontakt und weitere Infos:

Tel. :0541/ 4055185

(Mo – Fr. von 9.00 – 12.00 Uhr)

www.klinikum-os.de/service/sozialedienste/gruene-damen-und-herren

WISSEN KOMPAKT

Weitere Infos:

www.ekh-deutschland.de

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NATUR & UMWELT

NATUR & UMWELT

Geschichte(n) aus dem

Wer streift tonnenschwer

durch Nordamerika?

Was hat Schlamm mit Evolution zu tun?

Vor etwa 400 Millionen Jahren, im Zeitalter des Devons, war Deutschland von einem flachen Meer

bedeckt. In diesem tummelte sich eine enorme Vielfalt an Fischen, weshalb es auch „Zeitalter der

Fische“ genannt wird. Innerhalb dieser Tiergruppe erfolgte der schrittweise Übergang von einem

Leben im Wasser an ein Leben an Land.

Dabei veränderte sich der Bauplan der

Tiere so, dass sie sich an Land, vor allem

am sandigen Ufer, fortbewegen konnten.

Einige Fische entwickelten dabei zusätzlich

zu ihrem Fischschwanz Laufextremitäten,

die unseren Armen und Beinen

im Skelett-Aufbau sehr ähnlich waren.

Auch heute gibt es noch Fisch-Arten wie

die Schlammspringer, die einen Teil ihres

Lebens außerhalb des Wassers verbringen.

Als „amphibische Fische“ werden sie aufgrund

ihrer Lebensweise als ein Modellorganismus

für die Untersuchung des Landganges

angesehen.

Schlammspringer sind Mangroven-

Bewohner und jagen ihre Beute an Land,

bevorzugt im Schlamm, anstatt im Wasser.

Evolutionsbiologen vermuten, dass sich die

ersten Landgänger im Devon ähnlich wie

die heute lebenden Schlammspringer fortbewegt

haben könnten. So sind ihre Brustflossen

zu kleinen Ärmchen verlängert,

mit deren Hilfe sie aus dem Wasser über

den Sand bzw. Schlamm robben können.

Die Bauchflossen sind zu Saugglocken

umgeformt, die es ihnen ermöglichen

auch an glatten Oberflächen (Steine, Holz,

Glas) problemlos hochklettern zu können.

Möchten sie sich schneller fortbewegen,

stoßen sie sich mit ihrer kräftigen

Schwanzflosse ab und springen in einem

großen Satz nach vorne. Dieser speziell

ausgebildete Schwanz könnte ein Schlüsselfaktor

beim Überwinden von Hindernissen

im Zuge der ersten Landgänge sein.

In der Dauerausstellung des Museums am

Schölerberg ist es möglich, diese besonderen

Tiere aus der Nähe zu betrachten.

| Lisa Mammitzsch

Museum am Schölerberg

Natur & Umwelt - Planetarium -

Umweltbildungszentrum

Klaus-Strick-Weg 10

49082 Osnabrück

Telefon: 0541 56003-0

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen · Dienstag: 9 bis 20 Uhr

Mittwoch bis Freitag: 9 bis 18 Uhr

Samstag: 14 bis 18 Uhr · Sonntag: 10 bis 18 Uhr

www.museum-am-schoelerberg.de

Bilder © Museum am Schölerberg

Bilder © Zoo Osnabrück // Schild Falko © Matte, fotolia.de

Fast zwei Meter hoch und über drei Meter lang: Die Waldbisons im Zoo Osnabrück sind nicht zu

übersehen. In der neuen nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ ziehen sie seit Kurzem durch

den alten Baumbestand, grasen auf den Grünflächen oder wälzen sich genüsslich im Sand.

Bevor die Waldbisons in Osnabrück ihr

neues Zuhause bezogen, mussten die alten

Buchen in „Manitoba“ zusätzlich geschützt

werden – durch ihre enorme Masse und die

Hörner könnten die Bisons sie sonst leicht

beschädigen. Bis zu einer Tonne kann ein

ausgewachsener, männlicher Artvertreter

auf die Waage bringen.

Was ist besonders am

Körperbau der Bisons?

Waldbisons haben einen großen, breiten

Kopf, der relativ niedrig am Körper sitzt. Die

dicke Mähne im Kopf- und Nackenbereich

kann stellenweise sogar bis zu 50 Zentimeter

lang werden.

Warum kauen Bisons

ihr Futter zweimal?

Bisons fressen hauptsächlich Gräser. Besucher

können beobachten, wie die Tiere langsam

durch das Grasland im Zoo Osnabrück

ziehen und die grünen Halme abknabbern.

Als Wiederkäuer besitzen die Paarhufer

einen mehrteiligen Magen. In Ruhepausen

würgen sie grob zerkautes Pflanzenmaterial

wieder hoch und kauen dies erneut, bevor

die eigentliche Verdauung beginnt. Durch

diesen Prozess können sie mehr Bestandteile

der Nahrung nutzen.

Warum galt der Waldbison

als ausgestorben?

Obwohl der Waldbison keine natürlichen

Feinde hat, galt er zeitweise als ausgestorben.

Neben dem Waldbison gibt es eine weitere

Unterart: den Präriebison. Ursprünglich

sollen in den Wäldern Kanadas und Alaskas

rund 150.000 Waldbisons gelebt haben.

Durch das Vordringen des Menschen ging

der Bestand jedoch stark zurück. In einem

Nationalpark wurden die verbliebenen rund

300 Tiere unter Schutz gestellt. Nach und

nach vermischte sich dieser Bestand jedoch

mit eingeführten Präriebisons. Um 1940

galt der Waldbison als ausgestorben. Gut 20

Jahre später wurde aber noch eine kleine,

isolierte Gruppe Waldbisons entdeckt und

umgesiedelt. Obwohl heute wieder rund

3.000 Waldbisons durch Wälder ziehen,

gelten sie noch als „potenziell gefährdet“.

| Svenja Vortmann

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«

Ein Waldbison im Osnabrücker Zoo

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HINTER DEN KULISSEN

Ist Kneipp wieder cool?

Am 18.April wird in Bad Iburg die 6. Landesgartenschau Niedersachsens (LaGa) ihre Tore öffnen.

In dem Kneipp-Kurort, dem man anmerkt, dass die Kneipp-Angebote einen neuen Anstrich brauchen,

kann die geballte Flower-Power für einen touristischen Neustart sorgen. Wassertreten und

Waldbaden – die neu interpretierten, ganzheitlichen Heilmethoden des Pfarrers Sebastian Kneipp

(1821–97) sollen dabei helfen.

Der Weg zu diesem touristischen Neuanfang

verlief nicht eben gradlinig. Erst

ein Bürgerentscheid „Pro Landesgartenschau“

beendete Anfang Dezember 2015

das kommunalpolitische Geplänkel um

diese Großveranstaltung. 3.012 der insgesamt

9.033 stimmberechtigten Bürger

stimmten mit JA, 1.923 mit NEIN. Treibende

Kraft hinter diesem Entscheid war

ein 2014 gegründeter Förderverein.

Was macht diese LaGa einmalig?

Das 18-köpfige LaGa-Team zeigt sich

insbesondere von der räumlichen

Situation am Südhang des Teutoburger

Walds begeistert. „Die LaGa Bad Iburg

ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig in

Deutschland“, freut sich Ursula Stecker,

Geschäftsführerin der LaGa gGmbH und

weist auf den neu entstehenden Baumwipfelpfad

in unmittelbarer Nähe zur Altstadt

hin. „An keinem anderen Ort sind Natur

und Kultur räumlich so eng miteinander

verzahnt. Wir können hier auf einer relativ

kleinen Fläche (25 Hektar) eine riesige

Fülle an Attraktionen realisieren.“ Das

weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt,

das Bad Iburger Schloss liegt gefühlt nur

einen Steinwurf entfernt vom ehemaligen

Tiergarten und dem heutigen Waldkurpark

samt Baumwipfelpfad.

Was wird erstmals Bestandteil

einer niedersächsischen LaGa sein?

In Bad Iburg wird erstmals das Thema

Wald präsentiert. Und der 35 Hektar große

Waldkurpark (17 Hektar davon sind

Bestandteil des LaGa-Geländes) hat es in

sich. Fünf verschiedene Fledermausarten,

zahlreiche Vogelarten, Feuersalamander

und ein äußerst vielfältiger Baumbestand

mit zum Teil 250 Jahre alten Bäumen

zeichnen den Wald aus. Da ergab sich der

Bezug zu Gesundheitsthemen wie von

selbst. Immerhin trägt Bad Iburg als einzige

Gemeinde im Landkreis Osnabrück

seit 1953 den Titel Kneipp-Kurort.

Wie funktioniert ein

Kneipp-Relaunch?

Die Spuren Sebastian Kneipps bestehen

bisher allerdings im Wesentlichen aus

Wassertretbecken. Bad Iburg hat sich

deshalb für einen „Kneipp-Relaunch“

entschieden. Mit der LaGa soll die ganze

Palette des Kneippschen Ansatzes in den

Fokus der Besucher gerückt werden. Denn

Wasser, Maskottchen, Parkimpression oben links © Imma Schmidt/Landesgartenschau Bad Iburg gGmbH // Vorstand © Förderverein Landesgartenschau

Bad Iburg 2018 e.V. // Buchcover © Meinders & Elstermann Druckhaus // Logo LaGa © Landesgartenschau Bad Iburg gGmbH

der geht weit über das bekannte Wasserund

Tautreten oder Arm- und Beingüsse

hinaus.

So finden alle fünf Säulen von Kneipp

(Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung

und Harmonie von Körper und Seele)

ihren Niederschlag im LaGa-Angebot.

Waldbaden für eine bessere Work-Life-

Balance? Die erwarteten 500.000 LaGa-

Besucher sollen dafür in den Waldkurpark

eintauchen.

Wer besucht LaGas?

„In Bad Iburg wollen wir neue Zielgruppen

jenseits der 50+ ansprechen, beispielsweise

Jugendliche, Familien mit Kindern

und Menschen aus Gesundheitsberufen“,

betont Marketingleiter Kai Schönberger.

Angebote wie familienfreundliche Eintrittspreise,

Outdoor-Kochshows, Waldbaden

und spannende Gästeführungen

sollen für eine entsprechende Nachfrage

sorgen.

Wo geht’s himmelwärts?

Vor allem der Baumwipfelpfad soll das jüngere

Publikum anziehen. Auf einer Länge

von 439 Metern erfahren die Besucher

in bis zu 28 Meter Höhe Wissenswertes

über Natur, Geologie und Geschichte. Als

Eingang zu dieser Attraktion fungiert der

TERRA.vita-Pavillon.

Der von der UNESCO ausgezeichnete

Natur- und Geopark ist einer der Kooperationspartner,

ohne die eine derartige

Großveranstaltung nicht zu realisieren

wäre. Sabine Böhme von TERRA.vita

erwartet von der LaGa in Bad Iburg ähnlich

positive Impulse wie 2010 in Bad

Essen. „Schön ist, dass die tollen Themen

von TERRA.vita auch ganz konkret auf

der LaGa sichtbar und erlebbar werden;

das fördert sicher auch die Bekanntheit

TERRA.vita‘s als UNESCO Geopark, das

Image von Bad Iburg und des gesamten

Osnabrücker Landes. Zudem hoffen wir

alle auf einen Schub für das Engagement

und die Verbundenheit der Menschen mit

ihrer Region“, betont sie gegenüber „Osnabrücker

Wissen“.

Was kann eine LaGa bewirken?

„Eine LaGa ist zudem ein wichtiges

kommunales Werkzeug zur Förderung

und Neuanlage von Freiräumen“, betont

Stecker. Die Investitionen in die städtebauliche

Zukunft der Stadt – Umgestaltung

Charlottensee, Blütenterrassen und

Weiterbau der Philipp-Sigismund-Allee

- sind das eine, doch das „Event“ schaffe

Bekanntheit und touristische Impulse. Bad

Iburg und der Landkreis Osnabrück würden

nachhaltig davon profitieren. Manche

Iburger sehen das angesichts der gigantischen

Baustelle und der Betretungsverbote

für weite Teile des Waldkurparks

momentan eher skeptisch. Ursula Stecker

ist jedoch optimistisch: „Bevor es schön

wird, muss es zunächst einmal schlimmer

werden.“ Zur Eröffnung am 18.April

können wir prüfen, ob es wirklich schön

und Kneipp wieder cool geworden ist.

| Yörn Kreib

Gärten & Gartengesichter

i m O s n a b r ü c k e r L a n d

Porträtiert in Texten und Bildern von Imma Schmidt & Helmut Schmidt

WISSEN KOMPAKT

GARTENLUST

Diesem Phänomen haben die Fachjournalistin

Imma Schmidt und der

Fotograf Helmut Schmidt ein wunderschönes

Buch gewidmet. Unter

den 24 portraitierten Gärten im

Osnabrücker Land befinden sich

auch zwei Bad Iburger Gärten. Sie

alle sind beeindruckende Zeugnisse

der Lust am eigenen Garten.

„Gärten und Gartengesichter im

Osnabrücker Land“, Imma Schmidt

(Text und Bild), Helmut Schmidt

(Bild), Schriften zur Kulturgeschichte

des Osnabrücker Landes, Band 22,

Meinders & Elstermann GmbH & Co.

KG, 2017, Verkaufspreis: € 29,90.

Landesgartenschau

Bad Iburg 2018

www.laga2018-badiburg.de

www.landesgartenschau-badiburgfoerderverein.de

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KUNST & KULTUR

KUNST & KULTUR

Wie weit ist es von

Syrakus nach Osnabrück?

Johann Gottfried Seumes Fußreise von Sachsen nach Sizilien

im Dezember 1801 avancierte unter dem Titel „Spaziergang

nach Syrakus“ zu einem Reiseklassiker des 19. Jahrhunderts.

In seinem Debütroman „Der lange Schlummer“, erschienen im

Verlag „Edition 2“, greift der Wahl-Osnabrücker Jan Decker

diesen wohl berühmtesten Spaziergang in der deutschen

Literatur gekonnt auf und führt ihn nach dem literarischen

Vorbild mit feiner Ironie und viel Sprachgefühl fort.

-Anzeigensonderseite-

Wo laufen

die Klassiker?

Die Filmpassage läutet das Kinojahr 2018 ein und zeigt cineastische Klassiker, die es nicht ohne Grund zu großer

Beliebtheit gebracht haben. Was sich hinter den Kulissen der skurril-witzigen Filme getan hat, verraten wir an dieser

Stelle.

22.02.

29.03.

26.04.

Der Spätaufklärer Seume findet sich nach

einem mehr als 200 Jahre dauernden

Schlummer in der Gegenwart des Jahres

2017 an einer Autobahnraststätte im Thüringer

Wald wieder. Von hier aus soll ihn

sein letzter Spaziergang durch die mitteldeutsche

Provinz heim nach Grimma

führen, dem Ausgangspunkt seiner historischen

Odyssee. Der Dichter sieht

sich dabei nicht nur mit einer ihm ganz

und gar unbekannten Welt konfrontiert –

er hat zudem mit allerhand zeitlosen Unwägbarkeiten

zu kämpfen, denen er jedoch

mit aufklärerischem Charme entgegentritt.

Auf dem Spaziergang mit dem in unsere

Zeit gefallenen Seume begegnet man

als Leser zugleich so mancher Kuriosität

der eigenen Lebenswirklichkeit.

Mit seiner fulminant weitergesponnenen

Erzählform des fiktiven Briefwechsels in

der Tradition Seumes gelingt Jan Decker

ein satirischer Perspektivenwechsel, der

mit einem feinen Augenzwinkern unsere

Zeit aufgreift. Eine ebenso kraft- wie humorvolle

Lektüre für alle, die sich gerne

auf „Zeitreise“ begeben.

Jan Decker, geboren 1977 in Kassel,

studierte von 2004 bis 2008 am Deutschen

Literaturinstitut in Leipzig, wo er

nach dem Studium einige Jahre als freier

Autor lebte. 2013 zog er mit seiner Familie

nach Osnabrück. Frei nach Erich Loest,

der ebenfalls von Leipzig nach Osnabrück

kam, hat Jan Decker hier als Autor und

darüber hinaus inzwischen zarte „Würzelchen“

geschlagen. Doch sein Roman „Der

lange Schlummer“ erzählt noch einmal

von der Sehnsuchtsstadt Leipzig und von

der Schönheit Mitteldeutschlands, das nun

wie schon zu Seumes Zeiten wieder in der

Mitte Deutschlands liegt.

Jan Decker schrieb neben seinem

Roman, für den er im Dezember mit dem

Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis

2017 ausgezeichnet wurde, Theaterstücke,

Libretti, Erzählungen, Essays und Gedichte

sowie für die ARD, Deutschlandradio

und SRF zahlreiche Hörspiel-Features.

Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet,

unter anderem mit einem Hörspielstipendium

der Filmstiftung NRW und

dem Spreewald-Literatur-Stipendium.

Jan Decker ist Mitglied im PEN-Zentrum

Deutschland. | Beatrice le Coutre-Bick

Osnabrücker Wissen verlost zwei

Exemplare "Der lange Schlummer"

des Autors Jan Decker.

Mehr zum Gewinnspiel auf 50/51.

Bilder © Jan Decker // Buchtitel © Edition 21 Verlag

Plakate © Filmpassage Osnabrück // Kamera © fergregory // Kinosessel © peych_p; fotolia.de

Welcher Aushilfsjob

sorgte für einen Kultfilm?

Als Regiestudent arbeitete Colin Higgins als

Poolboy im Privathaushalt des Produzenten

Edward Louis. Als dessen Ehefrau zufällig die

Abschlussarbeit Higgins‘ las, drängte sie ihren

Mann zu einem Filmprojekt.

Die rabenschwarze Komödie um das ungleiche

Paar „Harold und Maude“ kam 1971 ins Kino.

Nicht nur die unterschwellige Kritik am Vietnamkrieg

und die morbiden Inszenierungen

des 19-jährigen Harald (Bud Cort) lösten einen

Skandal beim Publikum aus, sondern auch

seine intime Beziehung zu der 78-jährigen

Maude (Ruth Gordon). Erst Jahre später wurde

der Tiefgang dieser Filmperle schätzen gelernt.

Filmpassage

Osnabrück

Friederike Neven

(Betriebsleitungsassistentin)

Johannisstraße 112-113

49074 Osnabrück

Wer zerstört eine Rarität?

„Ferris macht blau“, um seinem neurotischen

Freund Cameron (Alan Ruck) etwas über

Selbstachtung beizubringen. Für die Spritztour

nach Chicago borgen sie sich den Luxuswagen

von Camerons Vater. Doch der Ferrari 250 GT

Spyder California übersteht den Ausflug nicht

unbeschadet.

Die Teenagerkomödie mit Matthew Broderick

als Ferris (1986) hat die Herzen zahlreicher

Autoliebhaber zu Eis gefrieren lassen. Von dem

Ferrari-Sondermodell wurden nur 100 Stück

gefertigt. Tatsächlich wurde abgesehen von den

Detailaufnahmen ein Nachbau verwendet.

Jeden letzten

Donnerstag im

Monat | 20.30 Uhr

Eintritt:

6 €

Wer macht Literaturklassiker

zur Komödie?

Unbestreitbar zählt „Die Weihnachtsgeschichte“

von Charles Dickens zu den literarischen

Klassikern. Die Geschehnisse um den

kauzigen Ebenezer Scrooge werden 1988 für

die Weihnachtskomödie „Die Geister, die ich

rief“ in die Gegenwart verlagert, um ebenfalls

den moralischen Zeigefinger zu erheben.

Diesmal hat der reiche Filmproduzent Francis

Xavier Cross (Bill Murray) mit seiner Vergangenheit

zu kämpfen. Beim deutschen Filmtitel

handelt es sich um ein Zitat aus Goethes „Zauberlehrling“,

das zum geflügelten Wort wurde.

| Sina-Chrsitin Wilk

«

Roman von Jan Decker: "Der lange Schlummer"

Hotline: 03871 – 211 40 40

www.filmpassage.de

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KUNST & KULTUR

Vergessene Bücher (8): Friedrich Spielhagens Roman „Problematische Naturen“

Was treibt einen Hauslehrer

auf die Barrikaden?

WISSEN KOMPAKT

Er war einer der erfolgreichsten Schriftsteller des deutschen Realismus, doch seine

monumentalen zeitgeschichtlichen Panoramen sind längst aus den Buchhandlungen

verschwunden. Völlig zu Recht, fand der Journalist Benedikt Erenz, der seine

Lektüre des Romans „Problematische Naturen“ auf Seite 384 abbrach und darüber

2008 einen launigen Artikel in der „Zeit“ veröffentlichte.

SPIELHAGEN LESEN

Die Werke des einst so populären

Autors sind heute nur noch

antiquarisch, in Bibliotheken

(auch in Osnabrück) oder als

Nachdrucke und eBooks erhältlich,

die nicht immer sorgfältig

ediert wurden. Die ersten vier

Bände der „Problematischen Naturen“

finden sich allerdings als

Digitalisat der Erstausgabe von

1861 im Deutschen Textarchiv:

www.deutschestextarchiv.de

Wer gut 600 Seiten länger durchhält

und sich darüber hinaus auch

noch die ähnlich opulente „Zweite

Abtheilung“ mit dem Titel „Durch

Nacht zum Licht“ gönnt, begegnet

am Vorabend der Revolutionen von

1848/49 einem fanatischen Adelshasser,

der freilich nicht weiß, wie

die Gesellschaft neu und besser zu

ordnen wäre.

Oswald Stein tritt eine Stelle als

Hauslehrer auf Schloss Grenitz an.

Vor dem düsteren Hintergrund

einer sich selbst auflösenden Oberklasse

tauchen Gestalten auf, die

Oswald trotz seiner Aversionen

beeindrucken – die hinreißende,

von schweren Schicksalsschlägen

getroffene Melitta, der mysteriöse

Baron Oldenburg oder die ätherische

Helene. Doch sie sind, genau

wie die Abgesandten

unterer gesellschaftlicher

Schichten, nur temporäre

Begleiter eines verschlungenen

Weges, der

für den verzweifelten

Idealisten 1848 auf den

Barrikaden von Berlin endet.

Über 2.000 Seiten illustriert

dieser Roman eine fatale charakterliche

Disposition, die Johann

Wolfgang Goethe 1821

wie folgt beschrieb: „Es gibt

problematische Naturen, die

keiner Lage gewachsen sind,

in der sie sich befinden, und

denen keine genugtut. Daraus

entsteht der ungeheure

Widerstreit, der das Leben

ohne Genuß verzehrt.“ Ein Brückenschlag

ins 21. Jahrhundert war

weder von Goethe noch von Spielhagen

beabsichtigt. Ist aber möglich,

wenn man Seite 384 überwindet

und sich an den einfallsreichen,

gekonnt arrangierten Szenen mehr

erfreut als an den ermüdenden Passagen,

die sich in diesem voluminösen

Werk aus den 1860er Jahren

eben auch finden. Oswalds schwer

verdauliches Mittagessen beim

bigotten Pastor Jäger und seiner

dichtenden Ehefrau Primula, die

bizarre Adelsfeier im Hause von

Barnewitz, der Anfall des ins

Nichts stürzenden Professor Berger

oder das „dramatische Kränzchen“

im Hause des Gymnasialdirektors

Clemens zeigen Spielhagen als

geistvollen, scharfzüngigen und

höchst unterhaltsamen Erzähler.

Dabei war der gewaltige Roman ein

Bilder © commons.wikimedia.org // Buch © lassedesignen, fotolia.de

Friedrich Spielhagen in seinem Arbeitszimmer 1898

Frühwerk des 1829 in Magdeburg geborenen Schriftstellers, der 1911

in seiner Wahlheimat Berlin starb. Dem durchschlagenden Erfolg der

„Problematischen Naturen“ ließ Spielhagen Novellen, erzähltheoretische

Schriften und eine Vielzahl weiterer umfangreicher Romane

folgen, in denen sich der liberale Querdenker mit der Entwicklung

Preußens, den Schattenseiten der Gründerzeit, gesellschaftlichen

Umwälzungen und den sozialen Folgen der Industrialisierung auseinandersetzte.

Doch selbst die ehemals bekanntesten Titel - „Die von Hohenstein“

(1864), „In Reih' und Glied“ (1867), „Hammer und Amboß“ (1869)

oder „Opfer“ (1900) - sind heute nur noch Spezialisten bekannt und

auch Spielhagens mutmaßlich größter und andauerndster Erfolg, der

wirtschafts- und gesellschaftskritische Roman „Sturmflut“ (1877),

darf kaum auf eine Wiederentdeckung hoffen. Dabei hätten Spielhagens

Ideenreichtum und die plastische Art seiner Darstellung sie

durchaus verdient. | Thorsten Stegemann

1848

Aufstände in der Region

Die bürgerliche Revolution von 1848 erreichte

auch das Königreich Hannover.

König Ernst August ernannte den Osnabrücker

Bürgermeister Johann Carl Bertram

Stüve zum Innenminister, um einen

politischen Flächenbrand zu verhindern.

In Stüves Heimatstand forderten Bürger,

Komitees und das neu gegründete

„Tageblatt“ derweil ebenfalls weitgehende

Reformen.

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Schon vor der Wende setzte Fritz Wolf

deutsch-deutsche Gemeinsamkeiten

in Szene. So auch auf dieser Karikatur

von 1988, die einen Bundesrepublikaner

und einen DDR-Bürger zur

gesamtdeutschen Wasserprobe bat.

Das traurige, aber wenig überraschende

Ergebnis: Die Elbe, die Insider

seinerzeit schlicht als „Giftbrühe“

bezeichneten, war auf beiden Seiten der

Grenze gleich stark verschmutzt.

Mittlerweile hat sich die Wasserqualität

deutlich verbessert, das ökologische

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System der Elbe gilt aber immer noch als

gefährdet.

Fritz Wolf, geboren am 7. Mai 1918 in

Mülheim an der Ruhr, starb 2001 in

Bad Rothenfelde. Im Vorfeld seines 100.

Geburtstages erinnert „Osnabrücker

Wissen“ in jeder Ausgabe an den legendären

Karikaturisten. Auf den Seiten 21/22

finden Sie ein umfangreiches Porträt.

| Thorsten Stegemann

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Fritz Wolf wurde 1918 in Mülheim

an der Ruhr geboren.

Er starb am 23. Dezember 2001

in Bad Rothenfelde. Im Vorfeld

seines 100. Geburtstages erinnert

Osnabrücker Wissen“ in

jeder Ausgabe an den großen

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13

Zeichner der

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„Die

Wacht“

Beschäftigte

ein gefährlicher

Meeresraubfisch

Lösungswort:

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Vereinigung

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Osnabrück?

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10

12

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