f+h fördern und heben 3/2018

foerdernundheben.de

f+h fördern und heben 3/2018

2884

FÖRDERTECHNIK

MATERIALFLUSS

LOGISTIK 4.0

03 März 2018

1O I EIN ELDORADO

FÜR MOTORRAD-FANS –

GUT GELAGERT MIT TOYOTA

08 I F+H EXTRA ZUR LOGIMAT

Die spannensten Themen

schon vorab lesen

38 I MENSCHEN UND MÄRKTE

Im Gespräch mit Marco Gebhardt

und Frank Apel

66 I FORSCHUNG UND

ENTWICKLUNG

Datenbrille ermöglicht Inklusion

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EDITORIAL

GEHT DEUTSCHLAND DIE

ARBEIT AUS?

Vor kurzem schockierte der IT-Branchenverband Bitkom mit

einer Zahl: Die Digitalisierung werde in den nächsten fünf

Jahren mehr als drei Millionen sozialversicherungspflichtige

Arbeitsplätze vernichten. Doch nicht nur dies. Der digitale

Wandel werde ferner die Arbeitsplätze an sich auf den Kopf

stellen. Die Hälfte aller Berufsgruppen werde verlorengehen.

Böse Digitalisierung – oder? Schwarzmalerei ist in dem

Zusammenhang jedoch nicht angebracht. Die Digitalisierung

kann nicht nur Jobs sichern, sondern auch neue Berufsfelder

entstehen lassen. So sind zum Beispiel Data Artists

DIE DIGITALISIERUNG

VERÄNDERT TÄTIGKEITEN

UND BERUFSBILDER

neuerdings stark gefragt.

Diese Spezialisten visualisieren

Daten so, dass auch

Nicht-Fachleute sie

analysieren können. Bei

einem weiteren viel versprechenden neuen Beruf handelt es

sich um den Data Scientist. Dieser arbeitet mit großen

Datenmengen und generiert Erkenntnisse mithilfe von

Analysemethoden, die auf Big-Data-Technologien beruhen.

Darüber hinaus haben neue Formen der Mensch-Maschine-

Interaktion Einfluss auf den Markt für Arbeitnehmer. Mit

seinen Aussagen spitzt der Bitkom die Lage also ganz

bewusst zu und will damit Druck auf die Politik ausüben. Es

geht dem IT-Branchenverband darum, dass sich die politischen

Entscheidungsträger mehr um den digitalen Wandel

kümmern, denn eines ist sicher: Wir brauchen einen Masterplan

wie aus dem Industriestandort Deutschland ein Digitalstandort

werden kann.

PRAKTISCHE

VERSTAUUNG

Winfried Bauer

– Chefredakteur –

w.bauer@vfmz.de

UNTER DEM

LKW


INHALT

EDITORIAL

03 Geht Deutschland die Arbeit aus?

F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

08 Intralogistik-Software aus erster Hand

10 F+H TITEL Ein Eldorado für Motorrad-Fans

– gut gelagert mit Toyota

14 Immer auf Spur

16 Nachschub steuern per Funk

20 Dem Wettbewerb immer einen mobilen Schritt

voraus sein

24 Produkt- und Systeminnovationen zur Logimat 2018

MENSCHEN UND MÄRKTE

36 F+H ZWISCHENRUF Jenseits von 4.0

38 AUGE IN AUGE MIT Marco Gebhardt und Frank Apel

„Die Digitalisierung ist Herausforderung und Chance

zugleich“

16

42 F+H VOR ORT Besser werden anstatt nur zu wachsen

− Beumer Group präsentiert sich mit

zukunftsweisender Strategie

44 F+H VOR ORT Der Bito-Campus: In Meisenheim

trifft sich, wer gründen möchte

48 Digitalisierung führt bisher kaum zu

Wettbewerbsvorteilen

51 F+H 5 VIDEOS, die Sie sehen müssen

106 F+H PERSÖNLICH Prof. Dr. Michael Feindt

PERSPEKTIVEN

52 Unternehmenswandel in der KEP-Branche:

Herausforderungen der agilen Transformation

55 Marktplatz

56 F+H DIGITALE HIGHLIGHTS Auf den Punkt gebracht

58 Schneller zur grünen Aussicht

60 „Die Zukunft ist vernetzt“

63 F+H BASICS WISSENSSERIE Retourenmanagement

und Kommissionierung im E-Commerce mit dem

Fahrerlosen Transportsystem LEO Locative

104 Digitales Vertragsmanagement senkt Aufwand

und sichert Compliance

TITELBILD

Toyota

Material

Handling

Deutschland

GmbH,

Isernhagen

4 f+h 2018/3 www.foerdern-und-heben.de


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INHALT

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

64 Praxisbezogenes Forschungsprojekt zum

Pharma-Supply-Chain-Risiko-Management in der

Luftfracht gestartet

66 „Work by Inclusion“ – Forschung trifft Praxis:

Datenbrille ermöglicht Inklusion

PRODUKTE UND SYSTEME

98 Smarte Logistik – Hand in Hand

Lagermodernisierungen meistern

101 Green Logistics mit modernen und effizienten

Andocksystemen

102 Smart Service und effektiver Ressourceneinsatz

mithilfe digitaler Ferndiagnose

72 Lagenpalettierer mit infrarotgesteuerter

Arbeitsplatzanpassung

74 Viel bewegen auf engem Raum

76 Transport- und Handlingsystem in einem

80 F+H BIG PICTURE 3D-Shuttle-Konzept Adapto:

Investitionssicherheit inklusive

82 Global Distribution Center Singapur von

Pepperl+Fuchs: Hoch effizient und intelligent vernetzt

88 STAPLERTEST: Prädestiniert für den Höheneinsatz

– der EP Equipment JX1

92 F+H VOR ORT „Elektrisierende Momente“ − der neue

Still RX 20 zeigt sich der Öffentlichkeit

94 Retrofit für garantierte Frische: Umbau eines

Fahrerlosen Transportsystems

66

SERVICE

18 Inserentenverzeichnis

100 Impressum

107 Vorschau auf Heft 4/2018

82

94

6 f+h 2018/3 www.foerdern-und-heben.de


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F+H RUBRIZIERUNGSEBENE

EXTRA LOGIMAT-VORSCHAU

INTRALOGISTIK-SOFTWARE

AUS ERSTER HAND

PETER KAZANDER,

MESSELEITER DER LOGIMAT

Die kooperative Vernetzung von

Logistik und Produktion ist in

vollem Gange

Die Software-Unternehmen zeigen bei ihrer

Präsenz auf der Logimat 2018 ein breites

Spektrum zukunftsorientierter Funktionen

und Cloud-basierter Anwendungen für

effizientes Warehousing und

Prozesssteuerung. Die Einbindung innovativer

Technologien unterstützt eine intelligente

Verarbeitung, Analyse und den Austausch von

Daten sowie eine immer engere Vernetzung

von Produktion und Logistik.

8 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


DER

ANTRIEB

Sicher Flexibel International

Die rasanten Technologiesprünge sowie die Zukunftsprojekte Industrie 4.0,

Logistik 4.0 und Internet der Dinge (IoT) stellen Anwender und Systementwickler

von Logistik-Software vor immer neue Herausforderungen. Hardwareseitig

zielen diese auf die Einbindung künftiger, kaum absehbarer Technologieentwicklungen

etwa in den Bereichen Sensorik, Bilderfassung, Robotik und

Augmented Reality (AR). Parallel dazu unterstreichen die Zukunftsprojekte im Rahmen

der Digitalisierung die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung und Abbildung

der Supply Chain – mit entsprechendem Informationsaustausch. Zudem verändern

Cloud-Anwendungen und Apps das Nutzerverhalten und die Geschäftsmodelle.

„Vor diesem Hintergrund bietet die Logimat die Möglichkeit in den aktiven Austausch

mit Anbietern von Intra logistik-Software zu gehen und zu prüfen wie zukunfts sicher

beworbene Lagerverwaltungssysteme sind“, erklärt Matthias Thurm, Projektleiter des

Logistikberaters IWL AG.

„Eine intelligente IT-Infrastruktur bildet neben den Auto- ID-Technologien zur

Codierung und Erfassung von Daten die Basis für den vernetzten Informationsaustausch

in Intralogistik und Supply Chain“, unterstreicht Peter Kazander, Geschäftsführer

der Euroexpo GmbH und Messeleiter der Logimat. „Mit vielfältigen innovativen

Funktionen und neuen Modulen zeigt die Software-Branche in Stuttgart ihr Lösungsspektrum

für effiziente Prozesssteuerung und die intelligente Verarbeitung, Analyse

und Nutzung erfasster Daten.“

Ihre Neuentwicklungen und Lösungsansätze für zukunftsfähiges Warehouse-,

Transport- und Supply Chain Management stellen die Software-Unternehmen in den

Halle 8 und 10 vor. Neben der Vernetzung und koordinierten Steuerung der intralogistischen

Prozesse stehen dabei gegenwärtig vor allem AR-Anwendungen sowie Apps

und IT-Plattformen für Cloud-Anwendungen im Fokus. „Mit der breiteren Funktionsvielfalt

und Apps fürs Lager bieten Smartphones gegenüber klassischen MDEs technologische

Vorteile“, erläutert Thurm die Trends.

LEITSTANDSFUNKTIONEN AUF MOBILGERÄTEN

Überdies zeigen mehrere Aussteller AR-unterstützte Anwendungen, die über das

Warehousing hinausführen. Sie reichen von der „Digitale Intralogistikplanung“ (E&K

Automation GmbH, Halle 7, Stand C11; Kardex Deutschland GmbH, Halle 1, Stand

H51; Sconvey GmbH Fördertechnik & Materialfluss, Halle 3, Stand C48) bei der AR-

Brillen einen virtuellen Rundgang durch simulierte Anlagen und Optimierungen im

Vorfeld der Projektierung ermöglichen, bis hin zur Unterstützung in der Anlagenwartung

(Aberle GmbH, Halle 1, Stand C16). Die Cinovation GmbH (Halle 4, Stand G40)

hat mit einem Flurförderzeughersteller mit der Datenbrille eine Alternative zu herkömmlichen

Staplerleitsystemen entwickelt. Die Datenbrille übermittelt die Fahraufträge,

liest Strich- und QR-Codes und informiert über den Abschluss des Fahrauftrags.

Mit welcher Geschwindigkeit die Software-Unternehmen neue Technologien und

Entwicklungen aufnehmen, belegt u. a. die PSI Logistics GmbH (Halle 8, Stand D76)

mit den Versionen „2018“ von Systemen der PSI Logistics Suite. Neben der Live-Demonstration

eines Cloud-basierten Material- und Nachschubmanagements für Kanban-Produktion

sowie der Bestandserfassung, Stellplatzverfolgung und -verwaltung

unter Verwendung von IoT-Chips präsentiert das Unternehmen einen Showcase zur

Einbindung des digitalen Sprachsteuerungsassistenten „Amazon Alexa“ in die Kommissionierprozesse.

Eine Softwarelösung zur Vereinfachung der Kanban-Materialsteuerung

(„E-Kanban“) präsentiert auch die Sintesia Srl. (Halle 10, Stand A62). Die Lösung

überwacht die internen Materialströme, bietet Echtzeit-Kommunikation mit Kunden

und Lieferanten.

„In der Welt der Intralogistik-Software hat mit der Ausrichtung der IT-Systeme auf

das Internet der Dinge, Augmented Reality und Anwendungen aus der Cloud die Zukunft

bereits begonnen“, resümiert Messeleiter Kazander das Angebotsspektrum der

Software-Unternehmen auf der Logimat 2018. „Die kooperative Vernetzung von Logistik

und Produktion ist in vollem Gange.“

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F+H EXTRA

TITEL

EIN ELDORADO FÜR MOTORRAD-FANS

– GUT GELAGERT MIT TOYOTA

Mit dem neuen Logistikzentrum in Kempten ist

die Held GmbH gewappnet für die kommende

Motorradsaison. Der Hersteller von

Motorradbekleidung auf höchstem Niveau lernte

Toyota Material Handling als Anbieter von

Flurförderzeugen auf der Logimat kennen – und

stattete gleich sein Lager mit Lösungen des

Unternehmens aus.

Seit ihrer Gründung ist die Firma Held ein Familienunternehmen.

Motorradbekleidung stand aber damals noch nicht im

Fokus. Nach Ende des zweiten Weltkriegs erkannte Edgar

Held senior die Notwendigkeit, die Hände der Menschen vor

Verletzungen bei der Arbeit oder Kälte zu schützen – vor allem im

Zeichen des Wiederaufbaus. Aus widerstandsfähigem Leder fertigte

der junge Familienunternehmer zusammen mit seinem Vater Bruno

Held robuste Handschuhmodelle. Die Ausweitung auf den Motorradbereich

fand erst in den 70er-Jahren statt, einem Zeitalter in

dem Motorisierung und Mobilität der Bevölkerung immer wichtiger

wurden. Hochleistungsrennsport wurde damals en vogue. Und

die Handschuhe für den Motorradbereich mussten härteren Anforderungen

gerecht werden, als die seines Pendants. Der Startschuss

für Motorradbekleidung aus dem Hause Held war gefallen.

VON KOPF BIS FUSS GUT AUSGERÜSTET

Seit den frühen 80er-Jahren hat die Familie Held das Sortiment an

Motorradbekleidung stetig ausgebaut. Vom Handschuh über den

Nierengurt, Motorradgepäck – in Sachen Sicherheitsmode kommt

alles von Kopf bis Fuß heute aus dem Hause Held. Mittlerweile sind

120 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Allein 37 davon werden

im neuen Logistikzentrum, das im November 2017 in Kempten in

Betrieb genommen wurde, beschäftigt.

Auch heute noch findet am Unternehmenssitz in Burgberg-Erzflöße

im Allgäu ein Teil der Produktion statt. So z. B. die Arbeitsvorbereitung

für die anspruchsvollen Handschuhe. „Bei modischen

Handschuhen oder Skihandschuhen muss die Passform nicht exakt

geschneidert sein – beim Motorradfahren müssen jedoch die

Handschuhe genau sitzen. Weil sie auch mit für die Sicherheit des

Fahrers verantwortlich sind. Aus diesem Grund lassen wir es uns

nicht nehmen, einen Teil der passformrelevanten Bestandteile des

Handschuhs in Burgberg zu stanzen. Genäht werden diese dann in

10 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


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F+H EXTRA

TITEL

Werkstätten auf der ganzen Welt“, erläutert Markus Held, der heute

das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Edgar Held junior

führt.

PASSFORM IST ENTSCHEIDEND

Der große Unterschied zu anderen Herstellern sei die große Bandbreite

an Produkten bzw. die Variantenvielfalt. Dies betrifft vor allem

die verfügbaren Größenmodelle und Farben, meint Logistikleiter

Bernd Mack: „Von einer Jacke haben wir 111 Varianten. Eine andere,

die es nur in schwarz gibt, bieten wir in mehr als 50 verschiedenen

Größen an.“ Für den Motorradfahrer gehöre auch die für

seine Bedürfnisse passende Kleidung zum Fahrspaß.

Die Händler, die zum Kundenstamm der Held GmbH gehören,

schätzen die Verfügbarkeit zahlreicher Modelle, die vor allem zu

Beginn der Saison Anfang März/April schnell geliefert werden müssen.

Hierfür musste das neue Logistikzentrum entsprechend ausgerüstet

werden. Und das Toyota Stapler Center Süd der Toyota Material

Handling Deutschland GmbH hat dabei unterstützt.

Den ersten Kontakt knüpfte das Unternehmen Held zu Toyota

während der Logimat 2015. „Die Frage für uns war: Wo kriegen wir

jetzt einen Stapler her? Und wo die Regale? Gibt es das alles auch

aus einer Hand?“, erklärt Markus Held. Bei Toyota bekam er schnell

die Antworten auf seine Fragen – der Grundstein für die Zusammenarbeit

war gelegt. Nicht nur die Regalanlage ist aus dem Hause

Toyota, sondern auch Schubmaststapler der Serie Toyota BT Reflex

und Schlepper der Serie Toyota Tracto gehören zum Geräteportfolio

bei dem Motorradbekleidungshersteller.

AUCH MOTORISIERT IM LAGER

Bevor Toyota eine neue Lösung präsentierte, lief die Kommissionierung

bei Held umständlich und wenig ergonomisch ab: Die Damen,

die hauptsächlich die Kommissionierung erledigen, mussten

teilweise 20 km zu Fuß zurücklegen – tagtäglich! Hinzu kam noch

das ohnehin schwere Gewicht der Wagen, auf denen kommissioniert

wurde. Ausfallzeiten der Mitarbeiter waren daher die Regel.

Jetzt sind die Damen motorisiert unterwegs. Die langen Strecken

werden mit den Schleppern der Serie Tracto N zurückgelegt. Das

manuelle Schieben der Kommissionierwagen gehört damit der Vergangenheit

an. Markus Held: „Am Anfang hatten die Mitarbeiter eine

gewisse Skepsis und vielleicht auch sogar Angst vor den Schleppern

– aber nach drei Stunden waren sie mit dem Gerät vertraut. Sie

sind wirklich kinderleicht zu fahren und das Beste ist, dass die Mitarbeiter

auch über acht Stunden leistungsfähig bleiben“. Logistikleiter

Mack fügt hinzu: „Das tolle war, wir konnten den Schlepper

zur Kommissionierung vorher mit einer Kollegin ausprobieren. Sie

ist mit dem Flurförderzeug losgefahren und kam mit einem breiten

Grinsen zurück. Damit war die Entscheidung gefallen.“ Die Arbeitserleichterung

gehe ebenfalls mit einer gesteigerten Produktivität

einher.

Was die Auswahl des richtigen Regalsystems anging, war die hängende

Ware eine Herausforderung. Die empfindlichen Lederjacken

werden hängend auf Bügeln gelagert, um Knicke im Material zu

vermeiden. Eine Standardlösung, bei der Ware unten hängend und

oben auf Paletten gelagert werden kann, gab es zunächst nicht.

Nach gemeinsamer Abstimmung wurde hier eine Lösung entwickelt,

die beides ermöglicht.

GELD ALLEIN MACHT KEINEN ERFOLG AUS

Beim Besuch des Logistikzentrums in Kempten war die gute Laune

unter den Mitarbeitern spürbar: „Viele würden auf die Frage hin,

was Erfolg für sie bedeutet, wahrscheinlich antworten: Wenn die

Kasse stimmt. Das ist sicherlich auch zum Teil so. Für mich ist Erfolg

aber mehr: Er fängt dort an, wo es mir und unseren Mitarbeitern

Spaß macht – und der Unternehmenserfolg stellt sich dann

ganz automatisch ein, wenn das Team gut funktioniert“, antwortet

Markus Held auf die Frage, was einen langfristigen Erfolg für ihn

ausmacht. Der neuen Saison sieht Markus Held daher gelassen entgegen

und fühlt sich mit der neuen Logistiklösung gewappnet für

die Zukunft.

Fotos: Toyota Material Handling

www.toyota-forklifts.de

02 Die Kommissionierung fand

ursprünglich zu Fuß statt. Die Wagen

wurden dabei manuell geschoben

12 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


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F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

IMMER AUF SPUR

Jedes Fahrerlose Transportfahrzeug einer FTS-Anlage muss

automatisch seinen Weg und seine exakte Position zum Beispiel an

Palettenübergabestationen finden. Mit jeder Weiterentwicklung in

der Sensor-Technologie, ergeben sich neue Möglichkeiten.

Bei der Konzeption einer FTS-Anlage stehen alle Varianten in

puncto Positionier- bzw. Navigations- und Sicherheitstechnik

gleichwertig auf dem Prüfstand. Angestrebt wird häufig

eine Kombination zwischen Positionier- bzw. Navigationsund

Sicherheitslösung. „Allerdings lohnt es sich, die verschiedenen

Technologien genau zu betrachten und zu vergleichen, denn nicht

jede Technologie ist für jede Anwendung auch gleichermaßen geeignet“,

so Dieter Eßlinger, Product Marketing Manager der Leuze

electronic GmbH + Co. KG. „Grundsätzlich sollten jedoch immer

zwei Themen gemeinsam betrachtet werden: die Arbeitssicherheit

und die Navigation.“

Hinsichtlich Arbeitssicherheit können z. B. Sicherheits-Flächenscanner

in Frage kommen, die eine Kollision der Fahrzeuge

mit Personen und Gegenständen verhindern. Im Hinblick auf die

Navigation sollte untersucht werden, ob ein weiteres Scanner-System

oder eine andere Technologie genutzt wird. Bei den Scannern

kommen die Daten üblicherweise als Bitstrom pro Strahl mit Winkel

und Distanz zum Objekt. Für die Auswertung der Navigationsdaten

des Fahrzeugs ist eine Software mit geeigneter Hardwareperformance

erforderlich. Gleichermaßen ist ein Stillsetzen durch die

Sicherheitsfunktion zu beachten.

MEHRERE FUNKTIONEN IN EINEM GERÄT

Aktuelle Weiterentwicklungen der Sicherheits-Laserscanner werden

die Ausgabe von Navigationsdaten über bekannte und standardisierte

Busschnittstellen künftig zulassen und damit beide Funktionen

in einem Gerät zusammenfassen. Eßlinger: „Dies vereinfacht

die Systemintegration und reduziert den Installations- und Schnittstellenaufwand

bedeutend.“

Ein Vertreter dieser kombinierten Lösungen ist der Sicherheits-

Laserscanner RSL400 mit Profinet-Anbindung von Leuze electronic.

Die Sicherheits-Laserscanner werden auch in Kombination

mit Systemen genutzt, die Referenzpositionen per Transponder

oder Codelesung enthalten. Anwendungen sind hier u. a. in Bereichen

mit Überlappung von FTF und konventionellen Flurförderzeugen

zu finden, z. B. im Versand und bei der Kommissionierung.

In diesen Fällen fährt ein entsprechendes Lesegerät im

Fahrzeug mit. Auf dem Hallenboden oder an der Hallendecke

werden an Kreuzungen oder Referenzpositionen Transponder

oder Codes angebracht, die u. a. für weitere Informationen an Assistenzsysteme

gekoppelt sind.

Anlagen, die mit Referenzpositionen oder Navigationsscannern

arbeiten, sind i. d. R. flexibel hinsichtlich Veränderungen. Vielfach

genügt das Einlernen oder grafische Einzeichnen der neuen Referenzpunkte,

um dem System die neue Situation zu vermitteln.

In Bereichen ohne Personenverkehr ist die Spurführung mit Induktionsleitung

oder Magnetband weit verbreitet. Hierbei folgt das

Fahrzeug strikt der Leitung im bzw. dem Band auf dem Hallenboden.

Auf dem Fahrzeug selbst ist nur eine einfache Steuerungsmimik

erforderlich. Die Leitung selbst ist robust und langlebig, jedoch

nicht flexibel, da sie in den Estrich eingebracht werden muss. Etwas

14 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


mehr Flexibilität bringt das Magnetband. Allerdings muss hierbei

der Aufbau des Hallenbodens beachtet werden.

In Umgebungen, wo keine Verschmutzung anfällt, sind optische

Systeme eine gute Alternative. Optische Varianten, die einer

Linie folgen, sind flexibel, da sich die Linie leicht aufbringen

bzw. verändern lässt – vor allem wenn sie als Klebeband

ausgeführt ist. Zur optischen Erkennung und Verfolgung der

Linie sind Kameras oder Sensoren weit verbreitet. Je nach Umfeld

sind enge Kurven und Fremdlicht bei Kameras kritischer

als bei Sensoren.

NEUER SENSOR ZUR OPTISCHEN

SPURFÜHRUNG

Auf Kontrasterkennung basiert der Sensor zur optischen Spurführung

OGS 600 von Leuze electronic. Die Neuentwicklung ermöglicht

eine Erfassungsbreite von 140 bis 280 mm auf einem belichteten

Klebeband mit Linie und Kontrastspur. Mit den üblichen

Fahrzeugschnittstellen eignet sich der Sensor für den Einsatz in

FTF aller Größen. In der Vielfalt der FTS-Anwendungen in den unterschiedlichen

Bereichen und Branchen zeigt sich, wie häufig die

Notwendigkeit einer breiten Auswahl an Technologien und technischen

Möglichkeiten ist.

Aufgrund der Kantendetektion und durch das Senden von Steuerungssignalen

an den Lenkmotor des FTF, lässt sich dessen Spur

optisch führen. Die Routen der fahrerlosen Flurförderzeuge lassen

sich flexibel anpassen. Die kompakte Bauweise des Sensors und der

geringe Mindestabstand vom Hallenboden von 10 mm schaffen die

Voraussetzungen für die Integration in flach bauende Fahrzeuge.

Varianten mit unterschiedlichen Erfassungsbreiten und Ansprechzeiten

bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten, auch bei engen Kurven

und hohen Fahrgeschwindigkeiten. Die Parametrierung und

Schnittstellenintegration geschieht über die Software Sensorstudio.

Ein Assistent analysiert den Kontrast von Hallenboden und Spur individuell

und empfiehlt die Spurfarbe. Eine hohe Funktions- und

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Spurführung vom Typ OGS 600 basiert

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Fremdlichtsicherheit sind dabei gegeben, ebenso eine schnelle

Inbetriebnahme durch eine einfache Adresseinstellung.

Fotos: Leuze electronic

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F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

NACHSCHUB

STEUERN PER FUNK

Ganz ohne Kabel lassen sich Funkschaltgeräte

und Funkbediensysteme zum Beispiel in

Kommissionierzonen oder im Lager flexibel mit

der Unternehmens-IT verbinden. Aktuelle

Neuheit des Funknetzwerks sWave.NET ist ein

Funksensor, der für die Behältererkennung in

Regal- und Förderanlagen entwickelt wurde.

01

Die Handgriffe sind bekannt: Ein Monteur greift einen

Kleinteilebehälter aus dem Kanban-Regal, ein Kommissionierer

entnimmt einen Karton von einer Röllchenbahn,

und ein Mitarbeiter im Versandlager fordert per Tastendruck

den nächsten Kommissionierauftrag an. Alle drei Beispiele

sind typische Anwendungsfälle für das Funknetzwerk sWave.NET,

das Steute dezidiert für industrielle Anwendungen und insbesondere

für die Materialflusstechnik entwickelt hat.

VOM „SHOPFLOOR“ BIS ZUR

MANAGEMENT-EBENE

In diesem Netzwerk werden Funkschaltgeräte unterschiedlicher

Bauart (Positionsschalter, Fußschalter, Befehlsgeräte, Magnetsensoren,

Lichttaster etc.) über Access Points an betreiberseitige IT-Infrastrukturen

angebunden – z. B. an die Produktionsplanung und

-steuerung (PPS), die Betriebsdatenerfassung (BDE) oder die Lagerverwaltung

(LVS). Der Anwender spart damit den Aufwand für

die Installation von Leitungen über lange Strecken oder – z. B. bei

E-Kanban-Regalen – an beweglichen Anlagenteilen.

Das Funksystem wurde im Hinblick auf Übertragungssicherheit

an die Anforderungen in der industriellen Produktion entwickelt.

Die Freifeldreichweite liegt bei bis zu 700 m. Im mobilen

Maschineneinsatz sind es selbst unter ungünstigen Bedingungen,

d. h. unter Berücksichtigung möglicher Reflexionen an metallischen

Teilen sowie Störungen durch andere Systeme, noch

50 m. Da nur kleine Datenpakete übertragen werden, ist der

Energieverbrauch gering.

EINFACHE KONFIGURATION – DYNAMISCHE

SELBSTORGANISATION

Die Schnittstelle zwischen der betreiberspezifischen Anwendung

und der sWave.NET-Hardware wird über die Treibersoftware geschaffen,

die das komplette Funk-System verwaltet. Der Anwender

kann die Access Points über deren Bedienoberfläche (Web-UI) einfach

konfigurieren und ist damit auch bei Anpassungen und Ände-

01 Die neuen Funk-Bedienterminals erlauben die

bidirektionale Kommunikation mit dem Bedienpersonal

02 Die Signale werden von der Shopfloor-Ebene an die

Unternehmens-IT übertragen

03 Bei den Weasel-FTS-Flotten von SSI Schäfer kommen netzwerkfähige

Funkschaltgeräte an den manuellen Beladestationen zum Einsatz

16 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


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rungen der Produktions- bzw. Lagerumgebung flexibel. Die Datenbank lässt sich ebenfalls

an die individuellen Anforderungen und Wünsche des Anwenders anpassen.

Neu bei der zweiten Netzwerk-Generation ist u. a. das optimierte Kommunikationsprotokoll,

das nochmals energiesparender arbeitet. Darüber hinaus organisiert das Protokoll

selbsttätig eine Alternativroute für die Datenübertragung, wenn z. B. das Senden einer

Meldung an den nächstgelegenen Access Point scheitern sollte. Das schafft die Voraussetzungen

für eine hohe Übertragungssicherheit.

Zu den weiteren Neuheiten der zweiten sWave.NET-Generation gehört die Auswahlmöglichkeit

von drei Sendefrequenzen: 868, 915 und 922 MHz. Damit entspricht das

Funknetzwerk den Funkstandards in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Japan

und kann somit weltweit eingesetzt werden.

Die neueste Generation der Access Points ist optional mit einem WLAN-Adapter ausgestattet

und lässt sich nicht nur an den Applikationsserver anbinden, sondern über ein Web-

Portal auch direkt in das IP-Netz integrieren. Jeder Access Point kann die Signale von ca.

100 Funkschaltgeräten empfangen und leitet die Signale dann z. B. per WiFi oder Ethernet

02

03

WIE?

WAS?

WOHIN?

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weiter. Die Stromversorgung geschieht über ein externes Netzteil

oder mit einem Zusatzmodul über PoE (Power over Ethernet).

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UND BEDIENGERÄTEN

Zu den Funkschaltgeräten, die sich in das sWave.NET-Netzwerk integrieren

lassen, gehören unterschiedliche Positionsschalter und

auch berührungslose Schaltgeräte z. B. Funk-Lichttaster. Interessant

für die Materialflusstechnik ist auch ein kompaktes Funk-

Bedienterminal oder „Andon-Taster“. Über dessen zweizeiliges Display

kann z. B. ein Kommissionierauftrag angezeigt werden, den

der Bediener über einen der drei frei belegbaren Taster quittiert.

Zu den Anwendungsmöglichkeiten des Funknetzwerks gehören

neben den bereits erwähnten Kanban- und Kommissionierregalen

auch die Torüberwachung in Versandzentren sowie Fahrerlose

Transportfahrzeuge. So sind z. B. die Beladestationen für die Weasel-FTF

von SSI Schäfer jeweils mit einem Funk-Positionsschalter

ausgerüstet: Der Behälter betätigt den Rollenhebel des Schalters

und fordert dadurch das FTF an.

NEU ZUR LOGIMAT: FUNKSENSOR FÜR

BEHÄLTERERKENNUNG

Auf der Logimat 2018 wird Steute einen neuen Funksensor vorstellen,

der gezielt für die Erkennung von Kleinteilebehältern auf Rollenbahnen

bzw. in Durchlaufregalen entwickelt wurde. Als Betätigungselement

kommt eine groß dimensionierte Wippe zum Einsatz.

Ein integrierter Lagesensor erfasst berührungslos die Position

der Wippe. Der Neigungswinkel und die Schalthysterese, bei denen

ein Signal ausgelöst wird, lässt sich über die sWave.NET-Software

individuell konfigurieren.

Über ein durchdacht konzipiertes Rastelement lässt sich der

Lagesensor werkzeugfrei und mit wenigen Handgriffen an Rollen-

18 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de

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LOGIMAT-VORSCHAU F+H EXTRA

04 Auf der Logimat zeigt Steute einen neuen Funksensor. Beim

Einsatz z. B. in E-Kanban-Regalen erkennt der Neigungssensor die

Bewegung der Wippe und gibt über die Access Points ein Funksignal an

die E-Kanban-Steuerung

bahnen bzw. Regalen führender Hersteller (Bito, item, SSI Schäfer,

Trilogiq usw.) montieren und fixieren. Der hierfür entwickelte

Spannclip schafft die Voraussetzung für den universellen Einsatz

nach dem Motto „One type fits all“.

Den Anlass für diese Neuentwicklung gab die große Nachfrage

nach netzwerkfähigen Schaltgeräten in E-Kanban-Regalen. Steute

hat diese Nachfrage bislang aus dem Standardprogramm der

sWave.NET-Funkschaltgeräte bedient – mit kabellosen Positionsschaltern

und Lichttastern. Mit dem RF RW-NET steht nun ein

Schaltgerät zur Verfügung, das von Grund auf für diesen Anwendungsfall

entwickelt wurde und neben den technischen Funktionalitäten

auch einen kommerziellen Vorteil bietet: Der Funk-Lagesensor

wurde mit starkem Blick auf die Kostenoptimierung konstruiert

und eignet sich nicht nur für Anwendungen in E-Kanban-Regalen,

sondern z. B. auch für die Belegungserkennung in Förderanlagen.

Auf der Logimat 2018 kann der Besucher des Steute-Messestandes

B 35 in Halle 5 nicht nur den neuen Funk-Lagesensor und andere

Funkschaltgeräte kennenlernen, sondern mithilfe einer VR-Brille

auch eine virtuelle Fabrik besuchen, in der diverse Applikationsmöglichkeiten

des sWave.NET-Funknetzwerks aufgezeigt werden.

Fotos: Aufmacherfoto, 1, 2, 4 Steute, 3 SSI Schäfer

Autor: Andreas Schenk, Produktmanager Wireless, steute Schaltgeräte GmbH &

Co. KG, Löhne

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LOGIMAT-VORSCHAU

DEM WETTBEWERB IMMER EINEN

MOBILEN SCHRITT VORAUS SEIN

In der Fertigung von Argon Medical Devices fielen täglich Unmengen an

Mannstunden für den Warentransport zwischen der Produktion unter

Reinraumbedingungen und dem Lager an. Mit dem FTF vom Typ MiR200

von Mobile Industrial Robots ist es dem Hersteller von Medizinprodukten

gelungen, seinen internen Materialfluss effizienter zu gestalten und

Personalkapazitäten besser auszulasten. Die Automatisierung sieht das

Unternehmen als Schlüssel für seine Wettbewerbsfähigkeit. Daher

werden schon bald neue mobile Helfer zum Einsatz kommen.

20 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


In einem Vorort von Chicago stellt Argon Medical Devices chirurgische

Instrumente her. Da die Fertigung von Medizinprodukten

arbeitskostenintensiv ist, ist das weltweit agierende Unternehmen

stetig bestrebt Prozesse möglichst effizient zu gestalten.

Seit etwa drei Jahren greift der Konzern in seiner Fertigung

daher auf Automatisierungstechnologien zurück.

Der interne Materialfluss lief jedoch bis vor kurzem noch manuell

ab obwohl vor allem hier ein großes Einsparpotenzial lag, erklärt

Kevin Hess, leitender Ingenieur bei Argon Medical Devices.

Das etwa 85 000 m² große Werk ist in zwei Bereiche aufgeteilt, die

Produktion im Reinraum und das Lager. Mehrmals täglich fallen

zwischen diesen Abteilungen zahlreiche Transporte von Rohmaterialien

sowie Endprodukten an. Da die Mitarbeiter im Reinraum

Schutzkleidung, Haarnetze und Sicherheitsbrillen tragen, müssen

sie diese beim Weg ins Lager und zurück in die Produktion immer

erst ablegen bzw. erneut überziehen. Wertvolle Arbeitszeit ging

dabei verloren. Zunächst versuchte der Medizinproduktehersteller

den Prozess durch Sammelabholungen zu optimieren, was allerdings

zu langen Warteschlangen bei der Materialabholung

führte und ebenso den Produktionsablauf bremste.

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Bei seiner Recherche nach potenziellen Automatisierungslösungen

entdeckte Hess die FFT von Mobile Industrial Robots. „Die

MiR-Roboter haben perfekt zu den Anforderungen in unserem

Werk gepasst“, erklärt der leitende Ingenieur, der zunächst die

beiden Modelle MiR100 und MiR200, die nach ihren jeweiligen

Traglasten in Kilogramm benannt sind, prüfend bewertete. Die

höhere Nutzlast vom MiR200 überzeugte Hess schließlich: „Die

größten Transportbehälter, die wir hier verwenden, fassen zwischen

20 und 25 Kilogramm. Wenn wir also acht vollbeladene Behälter

auf das FTF legen, kommen wir auf 160 bis 180 Kilogramm

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Der MiR200 findet selbstständig den Weg zur Ladestation, um

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LOGIMAT-VORSCHAU

02

Gesamtgewicht pro Warentransport.“ Ausgestattet mit einem

Regal aufsatzmodul bewältige der MiR200 diese Traglast völlig stabil

und sicher.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Hess und sein Team war die einfache

Implementierung des mobilen Helfers in die bestehende Fertigung.

Chuck Grossmann, Ingenieur bei Argon Medical Devices,

war beim Einrichten der FTS-Anlage beteiligt. Er erwartete zunächst

eine komplexe Software hinter dem Flurförderzeug, war

aber schnell vom Gegenteil überzeugt: „Als es darum ging, dem

Fahrzeug erste Wege ‚beizubringen‘, haben wir es bloß über unser

WLAN mit einem mobilen Endgerät gekoppelt und schon ging’s los.

Mithilfe der intuitiven Bedienoberfläche konnten wir sehen, wo

sich der MiR200 im Gebäude befindet. Und dann haben wir ganz

einfach erste Haltestellen für ihn festlegt.“

Aufgrund der intelligenten Sensortechnologie und Software navigieren

die mobilen Geräte selbstständig und sicher. Mit jedem Einsatz

erstellt das Fahrzeug eine Art internes Weltbild, womit es sein

Verhalten den Anforderungen und Problemstellungen seiner Umwelt

anpasst. Damit benötigen die Fahrzeuge keine physisch angebrachten

Schienen oder Linien, um sich fortzubewegen.

02 Für die Mitarbeiter von Argon Medical Devices ist der Roboterkollege

längst schon ein selbstverständlicher Teil der Belegschaft

03 Verbunden über das WLAN im Gebäude, lässt sich das Flurförderzeug

über Tablet-PCs bedienen

MITARBEITER VON TRANSPORTAUFGABEN

ENTLASTET

Eine Woche nach der Anlieferung erledigte der mobile Helfer bereits

erste Botengänge im Werk. Die Entlastung für die Mitarbeiter

war sofort spürbar. Im Lager kann sich das Personal wieder ganz auf

das Zusammenstellen der Materialien für die einzelnen Fertigungsaufträge

der Produktion konzentrieren. Denn im letzten Arbeitsschritt

übernimmt der Kollege Roboter den Transport, wodurch das

zeitintensive Schieben von einzelnen Wagen durch die Werkshalle

entfällt. Auch herumstehende Stapel an Rohmaterialien gehören

damit der Vergangenheit an. Jim Miller, Lagerleiter bei Argon Medical

Devices, erklärt: „Seit wir den MiR200 haben, arbeiten wir auftragsbezogen

für die einzelnen Abteilungen und so spürbar effizienter.

Dadurch ist unsere Produktivität drastisch gestiegen.“

Gleichzeitig können die Mitarbeiter im Reinraum fortan kontinuierlich

an den Produktionslinien tätig sein. Wenn die Spritzgussabteilung

z. B. ein Teil fertig hat und dieses ins Lager gebracht werden

muss, rufen sie den mobilen Roboter. Warteschlangen und Sammelvorgänge

gehören der Vergangenheit an. Auch das Be- und Entladen

der ergonomisch günstigen Ladefläche des FTF fällt den Mitarbeitern

leichter, als das früher notwendige Heben schwerer Behälter auf

Bodenhöhe. Insgesamt setzt Argon Medical Devices seine qualifizierten

Fachkräfte so weniger für belastende Warentransporte und

mehr für anspruchsvollere Aufgaben ein. Hess: „Durch den MiR200

haben wir Personalressourcen einer ganzen Vollzeitkraft freigesetzt

und mehr Kapazitäten für wertschöpfende Tätigkeiten geschaffen.“

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03

Die Mitarbeiter schätzen nicht nur die Befreiung von den monotonen

Transportaufgaben durch die mobile Technologie, sondern

ebenso ihre einfache Handhabung. Die Bedienung der Flurförderzeuge

geschieht über Tablet-PCs. Grossmann erklärt: „Das Hinzufügen

von neuen Haltestellen funktioniert damit problemlos und

neue Botengänge lassen sich jederzeit schnell und einfach programmieren.“

Für ein vertrauensvolles Miteinander zwischen

Mensch und Maschine sorge schließlich die Sensortechnologie.

Kreuzen Mitarbeiter den Weg des automatisierten Fahrzeugs oder

sind Paletten unvorhersehbare Hindernisse, können die autonomen

Helfer in Echtzeit ausweichen oder notfalls stoppen. „Anfangs

reagierten die Mitarbeiter zögerlich, doch nun gehen sie neben

dem MiR-Roboter her, als wäre er ein weiterer Kollege in der Halle.

Der MiR200 gehört jetzt zur Familie“, erzählt Hess lachend.

ZUKUNFTSPLÄNE

Nur wenige Monate nach der Implementierung des MiR200 erwägt

der Betreiber bereits die Anschaffung eines zweiten Fahrzeugs

sowie den Einsatz der Flottenmanagementsoftware MiR-

Fleet. „Häufig ist der mobile Kollege noch mit einem Transport

beschäftigt, wenn ihn längst die nächste Abteilung ordert. In der

Folge stehen üblicherweise vier oder fünf Botengänge beim

MiR200 in der Warteliste. Daher werden wir einen zweiten Roboter

in naher Zukunft unbedingt benötigen“, berichtet Hess, der darüber

hinaus auch mit Kollegen aus dem texanischen Werk von

Argon Medical Devices über dortige Automatisierungsvorhaben

Gespräche führt: „Der Produktionsstandort in Texas ist größer

und allein 25 Lagermitarbeiter sind nur für den Materialfluss zuständig.

Die MiR-Roboter könnten ihnen eine große Hilfe sein.“

Die Effizienz im Materialfluss soll damit flächendeckend und stetig

gesteigert werden – um damit dem Wettbewerb immer einen

mobilen Schritt voraus zu sein.

Fotos: MiR

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Ein Distributionszentrum effizient zu betreiben hat eine große

Bedeutung für die Profitabilität und die Kundenzufriedenheit.

Viele führende Anbieter setzen daher auf Sortiersysteme von

BEUMER als Kernstück der Supply Chain. Dank des umfassenden

Know-hows von Betriebsabläufen und deren Analyse bietet die

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Kapazität und Genauigkeit macht unsere Technik den

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MIT BLICK AUF DIE E-MONTAGELINIEN DER AUTOMO-

BILINDUSTRIE BESTIMMT

Für die Produktion von Elektroautos

ist das FTF vom Typ Vision E aus dem

Hause dpm bestimmt. Das Design

des modular aufgebauten Flurförderzeugs

ermöglicht einen guten

Zugang zu allen Seiten des Pkw. Eine

Hubvorrichtung, die bis zu 1 m Höhe

erreicht, lässt sich an den Bedarf des

jeweiligen Monteurs anpassen. Steht

das Fahrzeug mehrere Stunden an

derselben Stelle, so wird das FTF automatisch in den Sleep-Modus versetzt,

was der Einsatzbereitschaft zugutekommt. Die Sicherheitsfunktionen in der

Antriebstechnik umfassen Drehmoment- und Drehzahlüberwachung,

Bewegungsrichtung und eine sichere Bremsansteuerung.

Nach der Inbetriebnahme der FTF-Prototypen im Werk eines

Automobilherstellers sollen die Fahrzeuge nun in Serie gefertigt

werden. Mitte des Jahres sollen die ersten Geräte ausgeliefert

werden.

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SCHERENROLLBAHNEN FÜR RATIONELLE

BE- UND ENTLADUNG

Die Flexibilität und Vielfältigkeit der

angetriebenen und nicht angetriebenen

Scherenrollbahnen in Lagern

stehen im Mittelpunkt der Präsentation

von Wiltsche Fördersysteme. Die

Förderer lassen sich problemlos

verschieben und bei Nichtgebrauch auf

ein Drittel ihrer Länge einschieben.

Mithilfe stufenlos verstellbarer

Bodenstützen lässt sich die Arbeitshöhe

bei den angetriebenen

Scherenrollbahnen zwischen 700 bis 1 095 mm

und bei den Gefälle-Scherenrollbahnen

zwischen 730 bis 1 055 anpassen.

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Stand J02

KOMMISSIONIERUNGSASSISTENZ

INKLUSIVE QUITTIERUNG

Die visuelle Prozessführung

der „Pick to

Light“-Lösung

„Pickfinder“, die in

der Kooperation von

Neolog mit Entwickler

der Werksrevolution

GmbH entstanden

ist, geschieht

durch eine mit beliebigen Farbcodes programmierbare

LED-Leiste. Die Pickliste wird ersetzt durch

leuchtende Punkte in der Farbe des aktuellen

Auftrags und in der Anzahl der jeweils zu entnehmenden

Objekte. Der Kommissionierer hat

dabei beide Hände frei und quittiert die

Entnahme automatisch durch die

Unterbrechung einer horizontalen

Lichtschranke.

www.neolog.info

Eingang Ost,

Stand EO43


LOGIMAT-VORSCHAU

MARKTPLATZ

KOMPETENTER PARTNER IN SACHEN

BATTERIELADETECHNIK

Global

Excellence for

Intralogistics

Welche Antriebstechnologie ist für meine Stapler die geeignetste?

Wie kann ich den Energieverbrauch meiner Flotte senken und die

Betriebskosten reduzieren? Und was gilt es bei der sicheren, normgerechten

und benutzerfreundlichen Ausstattung von Ladestationen zu

beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Besucher

der Logimat beim Spezialisten für Batterieladetechnik Fronius Perfect

Charging. Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen Auszüge aus

seinem umfassenden Produktportfolio wie das Informations- und

Managementsystem Cool Battery Guide Easy. Die Lösung sorgt für

eine optimale Ausnutzung des Batteriepools. Eine Steuereinheit in

Verbindung mit einem LED-Streifen an jedem Ladegerät

führt den Benutzer intuitiv zu der Batterie, die am

längsten vollgeladen ist. Damit ist sichergestellt, dass

alle Batterien gleich oft verwendet werden und

genug Zeit zum Abkühlen haben.

www.fronius.com

Halle 10,

Stand C40/C41

AUF WAREN-RÜCKLAGERUNG

WEITGEHEND VERZICHTEN

Für den Einsatz in

der Retourenbearbeitung

und im

Fulfillment, speziell

für Unternehmen

aus dem E-Commerce,

eignet sich der

Taschensorter

Monalisa aus dem

Hause Dematic. Mit

dem automatisierten

Hängesystem auf Rolladaptern lassen sich Hängeund

Liegeware sowie flach verpackte Gegenstände und

Kartons sortieren und zwischenpuffern. Retournierte

Artikel können manuell oder automatisiert in

die Taschen des Sorters gelegt werden und

so lange im System rotieren, bis der

enthaltene Artikel erneut angefordert wird.

www.dematic.com/de

Halle 1,

Stand H61

Fördertechnische Module und

Lösungen von TRANSNORM sichern

die logistische Wettbewerbsfähigkeit

von Global Playern wie Paketdiensten,

Versandhäusern oder Distributionsdienstleistern.

Nutzen Sie diese Erfahrungen zur

Beschleunigung Ihrer logistischen

Prozesse. Ob einzelne Module,

Lösungen oder Sub-Systeme –

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LOGIMAT-VORSCHAU

STAPLERMANAGEMENT: ZENTIMETERGENAUE NACHVERFOLGUNG

Für eine bestmögliche Auslastung von Flurförderzeugen

und erhöhte Betriebssicherheit sorgt z. B.

das neue SAP-3D-Staplerortungs- und Leitsystem.

In der Leitstandansicht ermöglicht diese Lösung,

die der SAP-Automatisierungsspezialist Swan mit

nach Stuttgart bringen wird, eine 3D-Ansicht

aller im Einsatz befindlicher Flurförderzeuge. Alle

Positionsdaten und Materialbewegungen

werden über eine Kamera erfasst und

lassen sich direkt an das SAP EWM übermitteln. Navigation und Führung finden

über eine intuitiv bedienbare Touch-Oberfläche statt. Dieses RTLS-3D-Modell

wird als Live-Demo auf dem Stand von Bosch zu sehen sein.

www.swan.de

Halle 8,

Stand B61

INDUSTRIE 4.0-LÖSUNG FÜR PRODUKTION

UND INTRALOGISTIK

Die Realtime Analytics-Lösung ISI-Plus RTA der ISI Automation

GmbH & Co. KG ermöglicht die intelligente Erfassung und

Verarbeitung großer Datenmengen (Big Data). Das System

sammelt nicht einfach nur Daten, sondern es stellt Antworten

bereit. Dabei werden alle Daten – z.B. von Kunden und

Betreiber – einbezogen. Dies dient der Predictive

Maintenance und der Anomalieerkennung, z.B.

um Gerätefehler respektive Maschinenausfälle

vorhersagen zu können.

www.isi-automation.com

Halle 8,

Stand 8B10

ALTERNATIVE ZUR HOLZPALETTE

In der Mittelgewichtsklasse

hat die Smart Flow Europe SA

die Familie der stabil gefertigten

Monoblock-Paletten um

das Modell SF1000PES

erweitert. Das Maß von

1000x1200x150 mm eignet

sich als Alternative zur

Holzpalette für mittlere und

schwere Lasten. Die Palette ist klimaresistent, mit

14 kg im Sinne der Ergonomie leicht zu handhaben

und regalfähig. Durch zusätzlich einführbare

Metallstäbe lässt sich die Tragfähigkeit auf 900 kg

fast verdoppeln. Die Palette, mit Reliefgravur auf

der Oberfläche sowie Ladekanten von 7

bis 22 mm, wird aus recyceltem HDPE

oder aus Reinmaterial in einem Stück

gespritzt.

www.smart-flow.com

Halle 6,

Stand B30

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Heavy-Duty Camera Solutions

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Sicheres und ergonomisches Arbeiten

Rundumsichtsysteme für Flurförderzeuge


AUF DEM WEG ZUM INTELLIGENTEN

LADUNGSTRÄGER

Auf der Logimat

gibt das Unternehmen

Utz einen

Überblick über die

Möglichkeiten,

Ladungsträger

mithilfe von RFID

oder Barcodes auf

ihrem Weg zu

verfolgen. Im

Rahmen einer unvorstellbar schnell fortschreitenden

Digitalisierung wird dieser Aspekt der

Veredelung von Behältern und Paletten aus

Kunststoff zu intelligenten Ladungsträgern immer

wichtiger. So zeigt Utz in Stuttgart eine mit dem

Verpackungspreis ausgezeichnete Palette, in deren

Füßen zwei RFID-Tags eingebracht sind. Diese

Poolpaletten werden bereits bei Auslieferung

automatisch erfasst und schon

vor der Anlieferung dem System des

Kunden zugeschrieben.

www.utzgroup.com

NEUE SOFTWARE ERHÖHT

ANLAGENEFFIZIENZ

Für den effizienten

Betrieb intralogistischer

Anlagen hat der Faktor

Information eine Schlüsselfunktion.

In besonderer

Weise unterstützt hier die

neue Software AMI

WLS-4.0 des Unternehmens

AMI Förder- und Lagertechnik die Ansprüche der

Betreiber mit exakt auf den jeweiligen Anwendungsfall

und Bedarf zugeschnittenen Informationen. So informiert

die modular aufgebaute Software einen Kommissionierer

z. B. über die jeweiligen Ereignisse an seiner

Arbeitsstation und gibt Anweisungen über auszuführende

Tätigkeiten. Ausgiebige Statistiken liefern zudem

Informationen, etwa über kommissionierte Einheiten,

Mengen und sich daraus ergebende Möglichkeiten, z. B.

zur besseren Auslastung der Ressourcen. Als Bediensystem

für AMI WLS-4.0 steht ein „Human Machine Look &

Feel“-Paneel zur Verfügung, das den Mitarbeiter interaktiv

und selbsterklärend mit Unterstützung von Icons

leitet. Komplettiert wird die Software durch ein Qualitätsmanagementsystem

auf Basis einer neu entwickelten

AMI-Inspektionstechnik, die auf Bildverarbeitungsbibliotheken,

Kamera- und Sensortechnologie

sowie einer Schnittstelle zur

Businesssoftware basiert.

www.ami-foerdertechnik.de

Halle 6,

Stand F53

Halle 1,

Stand C05

Solving Mover

Luftkissen- / Radgebundene Transporter / FTS

Innovative Lösungen für

Ihre Anforderungen

Solving Mover sind speziell für den

innerbetrieblichen Transport von industriellen

Schwerlasten konzipiert. Ausgerüstet als FTS,

auf Rädern oder Luftkissen, können alle Solving

Mover teil- oder vollautomatisiert werden.

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Tragfläche auf

Radgebundenem

Transporter

Siemens-

Transformator

auf Luftkissen-

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Papier-Handling mit FTS bei Cartulinas

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LOGIMAT-VORSCHAU

INNOVATIVES ANGEBOT FÜR DIE EFFIZIENTE UND CLEVERE LAGERUNG

Die Lagertechnik ist ein wichtiges Element der Intralogistik

und substanziell für eine innerbetriebliche Logistik. Und so

präsentiert Schulte Lagertechnik auf der Logimat gemäß

seiner Philosophie „lieber. logisch. lagern“ sein Produktprogramm

mit dem sich die Anforderungen des Lagerns –

auch im Hinblick auf die Anforderungen der zunehmenden

Digitalisierung unter dem Dach von Logistik 4.0 – effizient

und clever bewältigen lassen. Im Mittelpunkt der Messepräsenz

steht der 3D-Configurator. Mithilfe dieses

interaktiven Programms wird nach einem Abfrage- und

Eingabemodus eine 3D-Visualisierung der konfigurierten Regale in Echtzeit angezeigt. Diese

Ansicht verschafft einen praxisnahen Eindruck über die Ausführung sowie mögliche Nutzung und

bietet somit eine gute Planungsgrundlage, bis hin zur direkten Angebotserstellung.

Von der realen in die virtuelle Welt der Lagertechnik gelangt der Standbesucher per interaktivem

Virtual-Reality-Spiel. Sobald er die 3D-Brille aufgesetzt hat, kommt es darauf an, Pakete

von einem Förderband abzunehmen und in ein zum Packstück passendes Regal

einzulagern. So werden auf spielerische Art und Weise die Nutzungsmöglichkeiten

verschiedener Regalsysteme vermittelt.

www.schulte-lagertechnik.de

Halle 1,

Stand D66

INSERENTENVERZEICHNIS HEFT 3/2018

abat, Bremen 78

ABM Greiffenberger, Marktredwitz 21

AMI, Luckenbach 37

Artschwager und Kohl,

Herzogenaurach 57

Bauer, Südlohn 18

BEUMER Group, Beckum 23

BLG LOGISTICS GROUP, Bremen 33

Bluhm Systeme, Rheinbreitbach 49

Bosch Rexroth AG, Lohr 91

Bott, Gaildorf107

BUTT, Großenkneten 99

Combilift, Gallinagh (Irland) 34

CROWN, Feldkirchen3

DAMBACH, Bischweier 71

Demag Cranes & Components,

Düsseldorf5

Dematic, Heusenstamm 32

E&K AUTOMATION, Rosengarten 17

eepos, Wiehl 83

ELATECH, Val Brembilla (Italien) 87

Ferag, Hinwil (Schweiz) 75

fetra Fechtel, Borgholzhausen 31

Galler, Kulmbach 73

Getriebebau NORD, Bargteheide9

Gruse, Aerzen 15

Günzburger Steigtechnik, Günzburg 43

H+M Hubtechnik, Taunusstein 73

HaRo, Rüthen 67

HEITEC, Erlangen 57

Hyster-Yale, Neu-Isenburg 85

IGUS, Köln 68

IP Gansow, Unna 78

Jungheinrich, Hamburg2.US

KAUP, Aschaffenburg 35

Koch, Lage 24

LASE Industrielle Lasertechnik, Wesel 30

Leuze electronic, Owen 22

Linde Material Handling, Aschaffenburg29

Marotech, Fulda 31

META-Regalbau, Arnsberg 11

MLR System, Ludwigsburg 28

Motec, Hadamar 26

MTM Power®, Frankfurt 93

Neuhaus, Witten 41

Pepperl+Fuchs, Mannheim 97

Pierau, Hamburg 18

PSI Technics, Urmitz 57

RBS Förderanlagen, Gelnhausen 45

ROTEK, Bremerhaven 59

Schmalz, Glatten 59

Schulte, Sundern 77

Smart Flow Europe,Mouscron (Belgien) 24

Solving, Burgwedel 27

SSI SCHÄFER, Neunkirchen 13

STAHL CraneSystems, Künzelsau 55

steute Schaltgeräte, Löhne 47

Stöcklin, Dornach (Schweiz) 61

Transnorm System, Harsum 25

Utz, Schüttorf103

Vahle, Kamen 53

Vanderlande Industries,

Mönchengladbach 69

VETTER Krantechnik, Siegen 21

Vitronic, Wiesbaden 19

WAGNER Group, Langenhagen7

Wanko, Ainring 79

WERMA, Rietheim-Weilheim105

Westfalia Logistics Solutions,

Borgholzhausen4.US

TRANSPORTROBOTIK „OUT OF THE BOX“

Mit dem „Out of the

Box“-Angebot kommen

die Smart-Move-Gabelfahrzeuge

der E&K

Automation GmbH als

Testpaket direkt zum

Anwender und

beweisen ihre Leistungsfähigkeit

ganz

unverbindlich vor Ort.

Die Serienfahrzeuge lassen sich gemäß betreiberspezifischen

Anforderungen konfigurieren und ergänzen, z. B.

durch zusätzliche Sicherheitseinrichtungen

oder Lastaufnahmemittel. Das „Out of the

Box“-Angebot soll ab Sommer 2018

verfügbar sein.

www.ek-automation.com

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Stand C11

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Unsere Fahrerlosen Transportsysteme laufen

24 Stunden am Tag. Egal ob Früh-, Spät- oder Nachtschicht.

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Besuchstermin:

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LOGIMAT-VORSCHAU

MEHR INTELLIGENZ, MEHR EFFIZIENZ,

WENIGER KOSTEN

Die Feldverteilerbaureihe Nordac

Link aus dem Hause Nord

Drivesystems wurde für die

Fördertechnik optimiert. Die

Antriebssteuerung für die

motornahe Installation ist als

Frequenzumrichter (bis 7,5 kW)

sowie Motorstarter (bis 3 kW)

verfügbar und bietet eine schnelle Inbetriebnahme sowie

einfache Bedienung und Wartung. Erreicht wird dies u. a.

dadurch, dass sich alle Module, Bauteile und Anschlüsse

über einfache Steckverbindungen zusammenfügen

lassen. Für jede Anforderung und Anwendung ist der

Feldverteiler frei konfigurierbar und aufgrund

integrierter PLC sowie Kompatibilität mit

allen marktüblichen Bussystemen einfach in

alle modernen Systeme integrierbar.

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Halle 3,

Stand C17

NEUE RÄDERKONSTRUKTION BANNT

UNFALLGEFAHR

In vielen Betrieben verbessert

die neu entwickelte Tente-Räderkonstruktion

den Arbeitsschutz

beim Einsatz von

Rollenwagen. Die Kombination

von flexiblen Naturkautschuk-Schürzen

und starren

seitlichen Führungsschienen

sorgen dafür, dass der Fuß des Lagerpersonals bei jedem Winkel

des Auftreffens sicher geschützt bleibt. Die seitlichen Schutzschienen

bannen die Gefahr eines Knöchelbruches.

Bei z. B. Rampenfahrten stoßen herkömmliche starre Räder-Varianten

schnell auf dem Boden auf und bringen den Wagen

zum Stehen oder gar zum Kippen. Gefederte Fußabweiser

verhindern solch eine Stopp- oder Kippwirkung zwar, doch

gestaltet sich hier in der Praxis das Nachrüsten durch die

Spannung der Spiralfeder schwierig. So sieht Tente einen Grund

für den Erfolg der neuen Räderkonstruktion nicht zuletzt

in der leichten, universellen Nachrüstungsmöglichkeit:

Verfügbar sind drei Fußschutz-Größen für die

Radgrößen 125, 160, 200 und 250 mm.

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weltweit modernste Assistenzsystem

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LOGIMAT-VORSCHAU

DEBÜT FÜR SKYFALL-SYSTEM MIT AUTOMA-

TISCHER AUF- UND ABGABESTATION

Die Ferag AG zeigt auf

der Logimat 2018 eine

Demo-Anlage, auf der

unterschiedliche

Skyfall-Anwendungen

für die Produktions- und

Distributionslogistik

simuliert werden. Dabei

steht eine Premiere an.

So präsentiert das Unternehmen erstmals für den Skyfall-Taschensorter

entwickelte automatische Be- und Entladestationen.

Beide Innovationen zielen auf den Bereich Warendistribution.

Sie sind für Online-Händler und Multi-Channel-Betreiber

interessant, deren Warensortiment 10 kg Gewicht

nicht übersteigt. Mit den komplett in die Skyfall-Technologie

integrierten Systemen lassen sich neben Textilien vor allem

Nahrungs- und Genussmittel oder Haushaltsgegenstände

maschinell handhaben: Die Artikel gleiten von selbst

in die Skyfall-Taschen und rutschen am Ende des

Förder- und Sortierprozesses produktschonend

wieder aus diesen heraus.

www.ferag.com

Halle 3,

Stand D51

NEUE ANWENDUNGSBEREICHE LIVE

ERLEBEN

Über neue Anwendungsbereiche der praxiserprobten

Kommissioniertechnologie Quickpick Remote von

Crown können sich die Besucher der Logimat am

Messestand des Flurförderzeugherstellers informieren.

Auf einer Demofläche wird anhand eines GPC-Kommissionierers

mit Scherenhub gezeigt wie ein Bediener

ohne Sicherheitseinbußen mit weniger Bewegungsabläufen

mehr erledigen kann.

Mit der Weiterentwicklung der Parameter ist die Technologie

inzwischen für viele Anwendungen

verfügbar, so z. B. für die GPC-3000-Kommissionierer-Baureihe

einschließlich der

Modelle mit Gabel- und Scherenhub.

www.crown.com

Halle 10,

Stand D41

DAS PERFEKTE VOLUMEN!

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FORTGESETZT

Das Bedienterminal

vom Typ HIT 3 gehört

ab sofort zur Ausstattung

aller Elektro-

Mehrwege-Seitenstapler,

der Mehrwegestaplermodelle

Flux und Maxx sowie

vieler Sonderfahrzeuge

des Unternehmens Hubtex. Der Flurförderzeughersteller

setzt damit seinen Weg in Richtung Industrie 4.0

konsequent fort. Der Anwender erhält über das Terminal

Informationen über alle relevanten Betriebszustände.

Die lückenlose Dokumentation aller

Betriebsdaten deckt Optimierungspotenziale

im Lager auf.

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und Personen frei. Aufgrund

der Öffnungstechnik lassen

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von Elektrohängebahnen

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umschließen.

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LOGIMAT-VORSCHAU

AUTO-ID-KOMPLETTLÖSUNGEN AUS EINER HAND

Die Branche ist derzeit geprägt vom stark wachsenden Onlinehandel.

Bestellungen lassen sich ganz einfach, jederzeit, an jedem Ort

und mit mobilen Endgeräten tätigen. Same-Day-Delivery, Sendungsverfolgung

in Echtzeit und Zustellung nach Wunsch sind schon

heute Realität. Möglich wird all dies erst durch eine schlanke

Logistikkette. Mit seinen Auto-ID-Systemen bietet Vitronic Komplettlösungen

aus einer Hand und sorgt damit für Datentransparenz

und -auswertung. Für die Anwendungen, etwa in der KEP-Branche,

steht eine breite Palette an

Produkten zur Verfügung, um

Daten automatisiert zu erfassen

und zu analysieren – vom Brief

über das Paket bis hin zur Palette.

Dabei spielt das Thema Big Data

in der Paketlogistik eine immer

wichtigere Rolle. Denn erst durch

die vollständige Erfassung, sinnvolle Anordnung und Nutzung der

prozessrelevanten Daten lassen sich komplexe Abläufe vereinfachen

und Transparenz herstellen. Automatisierte Lösungen zur Identifikation

und Erfassung von Sendungen übernehmen dabei eine

zentrale Rolle: sie erhöhen nicht nur den Durchsatz,

sondern bilden die intelligenten Komponenten der

digitalen Supply Chain.

www.vitronic.de

Halle 3,

Stand D10

PICK BY VOICE“-LÖSUNG DER

NÄCHSTEN GENERATION

Die Spracherkennung der Softwaregeneration

Lydia 8 der Topsystem Systemhaus GmbH wurde

auf eine neue technologische Basis gestellt. Vor

allem multilinguale Mitarbeiterteams

profitieren von den benutzerspezifischen

Grammatiken des aktuellen

Release.

www.topsystem.de

Halle 8,

Stand B75

AUTONOMES PICKING UND KOLLISIONSFREIE

INTERAKTION VON EINHEITEN

Das im vergangenen Jahr in den Markt

eingeführte FTS-System Torsten der Torwegge

Intralogistics ist inzwischen zu einem vielseitig

einsetzbaren Transportroboter gereift. Darüber

wie das Flurförderzeug selbstständig Paletten

von einer Förderstrecke aufnimmt, einen Roboterarm

steuert und mit anderen Einheiten

kooperiert, können sich die Messebesucher in Stuttgart informieren.

Der Hersteller verbaut im Rahmen der Demonstrationsszenarien

ausschließlich Komponenten aus eigenem Hause. Die Messebesucher

können sich also auch ein Bild über die weitere Beratungs- und

Lösungskompetenz des Unternehmens machen. So ist z. B.

auch der Rollenförderer, an den die Flurförderzeuge

heranfahren, ein Torwegge-System.

www.torwegge.de

Halle 10,

Stand B39

So schnell. So kompakt. So gut. AMCAP

Bis zu

50%

Platzersparnis

durch AMCAP

Das automatische AMCAP Hochleistungspalettiersystem palettiert

unterschiedlichste Artikel des Lebensmitteleinzelhandels und des

Großhandels mit höchster Leistung pro Palettierzelle. AMCAP

benötigt nicht nur 50% weniger Platz als herkömmliche Systeme,

sondern lässt sich auch perfekt in bestehende Räumlichkeiten

integrieren. Das bedeutet für Sie: Maximale Raumnutzung bei

höchster Produktivität und damit große Vorteile im Wettbewerb.

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Wir optimieren Ihre Supply Chain


Halle 6 / Stand F67

INDIVIDUELLER KRANBAU AUS DER

SCHUBLADE

Der Schwenkkranhersteller Vetter wagt sich auf neues

Terrain. Beim handverfahrbaren Kransystem Ergoline werden

geschickt Stabilität und Leichtlauf kombiniert. Somit lassen

sich Lasten von bis zu 1 000 kg

feinfühlig und präzise

bewegen.

Lassen sich herkömmliche

handverfahrbare Arbeitsplatz-

Kransysteme am einfachsten

von der Mitte aus verfahren,

so schlägt der Hersteller mit

dem Fahrwerksystem und

dem Prinzip der kardanischen Lagerung einen neuen Weg

ein. Die kardanische Lagerung sorgt aus jeder Position für

geringe Verfahrkräfte. Beliebig viele Felder können beim aus

Standardbauteilen bestehenden Ergoline-System hintereinander

geschaltet werden. Mit einem Griff ins Regal kann

Vetter ein Arbeitsplatz-Kransystem aufbauen, das

sich an die betreiberspezifischen Bedingungen

anpassen lässt. Möglich machen dies universell

einstellbare Kranstützen.

www.vettercranes.com

Halle 7,

Stand F46

AUFFAHRRAMPE ERÖFFNET WEITERE

ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN

Das Belade- und Transportsystem

Xetto kombiniert

unterschiedliche Funktionen

in einem Gerät. Die All-in-

One-Lösung der Hoerbiger

Automotive Komfortsysteme

GmbH bewegt, hebt, verlädt

und fährt überall mit hin. Ein

neues Sonderzubehör ist die

Auffahrrampe aus Aluminium,

mit deren Hilfe sich die Beladung von Geräten mit Rollen

vereinfachen lässt. Der Anwender kann die Rampe

ganz einfach sowohl vorne als auch seitlich in

die Airlineschienen einhängen. Dies sorgt für

ein sicheres und schnelles Beladen.

www.xetto.com

Halle 9,

Stand D56

Besuchen Sie

uns am Stand

Wenn es um maßgeschneiderte Logistik geht,

sind wir Ihr starker Partner. Warum Sie uns das

glauben dürfen? Weil wir es täglich immer wieder

aufs Neue beweisen – mit viel Erfahrung, noch

mehr Leidenschaft und vor allem hanseatischer

Verbindlichkeit. Hand drauf.

Unser Wort hat Wert.

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LOGIMAT-VORSCHAU

INNOVATIVES HEBEZEUG MIT INTEGRIERTER

SERVICE-APP

Die neue Druckluft-Hebezeuge-Serie „mini“

der J.D. Neuhaus GmbH & Co. KG umfasst

vier Typen mit Tragfähigkeiten von 125 kg,

250 kg, 500 kg und 980 kg. Das kompakte

Hebezeug lässt sich in nassen und verschmutzten

Umgebungen genauso problemlos

und sicher betreiben, wie unter Kälte

und Hitze, in Bereichen, in denen Wert auf

Sauberkeit gelegt wird, oder in explosiver

Atmosphäre. Die Maximalgeschwindigkeit

lässt sich stufenlos einstellen respektive

reduzieren, ohne dass dies zu Leistungsverlusten

bei der Tragfähigkeit führt. Dadurch

werden Lasten im Bedarfsfall besser

geschützt und die Geschwindigkeit ist noch feiner dosierbar.

Für hohen Bedienkomfort sorgen flexible Steuerleitungen, die

in einem Schlauch gebündelt sind. Darüber hinaus hat der

Betreiber mittels eines Smartphones, auf dem die JDN-Service-

App geladen ist, Zugang zu gerätespezifischen Daten und

Dokumenten. Eine standardisierte „Schnittstelle“ für den

Einsatz unterschiedlicher Hakenvarianten macht das Hebezeug

flexibel im Einsatz. Die Haken sind in Stahl, wie auch in

Edelstahl lieferbar. Bei Bedarf ist eine redundante, optionale

Absturzsicherung verfügbar. Sollte die übergeordnete,

bauseitige Struktur, an der das Hebezeug

montiert ist, versagen, verhindert diese das

Abstürzen des Systems mitsamt der Last.

www.jdngroup.com

Halle 7,

Stand C61

LEISER PALETTENWECHSLER

Der neu konzipierte Palettenwechsler, der auf dem in der

Praxis erprobten Palettenkipper vom Typ PW 800 aus

dem Hause Baust basiert, verfügt über einen frei

einstellbaren Kippwinkel von bis zu 135°. Somit lassen

sich auch Big-Bags und Sackware umpalettieren. Zu den

weiteren Merkmalen gehören ein elektrischer Hauptantrieb

und eine präzise Zentrierung in alle Richtungen.

Mithilfe des elektrischen Antriebs und der Pneumatik

werden Geräuschemissionen reduziert. Alle Bewegungen

laufen frequenzgeregelt ab. Der Palettenwechsler

lässt sich auch nachträglich mit

wenig Aufwand in eine vorhandene

Förderlinie integrieren.

www.baust.de

Halle 5,

Stand F80

FLEXIBLE INTRALOGISTIK FÜR DEN E-COMMERCE

Welche spezifischen Anforderungen hat der E-Commerce an die Intralogistik? Diese Frage beantwortet

der Generalunternehmer und Systemintegrator Daifuku auf der Logimat 2018. Im Fokus des Messeauftritts

stehen in diesem Jahr vor allem Lösungen für die mittelständische E-Commerce-Branche. Das

Unternehmen erläutert interessierten Standbesuchern, welche Kompetenzen hier gefragt sind.

Da Daifuku auch Planungen „as-a-Service“ anbietet, hat der Betreiber zusätzliche, flexible

Möglichkeiten, die für ihn passende Lösung zu implementieren. Wie das Konzept in verschiedenen

Projekten zum Einsatz kommt, auch darüber können sich die Messebesucher am

Stand des Unternehmens informieren.

www.daifukueurope.com

Halle 3,

Stand B36

Tel. Deutschland: 0800 000 5764

combilift.com


50 JAHRE HOCHREGALSILOS

Die Kocher Regalbau GmbH,

Stuttgart feiert in diesem Jahr ein

bedeutendes Jubiläum. Vor 50

Jahren baute Alfred Kocher das

weltweit erste automatisch

bediente Hochregalsilo. Damals

eine mutige Entwicklung, heute

Stand der Technik. Das Unternehmen

errichtet weltweit Hochregallager

in Silobauweise und hat in

den vergangenen Jahrzehnten mehr als 600 Projekte realisiert. Passend

zum Jubiläum: Zum ersten Mal in der Firmengeschichte wird der

Umsatz die 50 Mio.-Euro-Marke knacken. Damit befindet sich

das Familienunternehmen auf einem sehr erfreulichen Kurs

und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet. Ein Logimat-

Aufritt darf im Jubiläumjahr natürlich nicht fehlen.

www.kocherregalbau.de

Halle 1,

Stand K40

AUCH AN DIE GESUNDHEIT DER MITARBEITER

GEDACHT

In vielen Logistikzentren findet das

Kommissionieren manuell statt. Dies

kann zu gesundheitlichen Problemen

beim Lagerpersonal führen. Um

diesem Risiko entgegenzuwirken,

testet die BLG Logistics Group im

Rahmen eines 100-Tage-Projekts den

Einsatz von Exoskeletten. Die Skelette

lassen sich individuell auf den

jeweiligen Mitarbeiter anpassen; eine Änderung des Arbeitsprozesses ist

nicht erforderlich. Die Unterstützungskraft soll u. a. das Aufstellen

von Gütern vereinfachen und dabei den Rücken stützen.

Hierbei kommt ein Federsystem zum Einsatz, das den Rücken

um bis zu 40 Prozent entlastet.

www.blg-logistics.com

Halle 6,

Stand F67

TECHNISCH-WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Dr.-Ing. Chr. Beumer, Beckum;

Prof.-Dr.-Ing. K. Furmans, Karlsruhe;

Prof. Dr.-Ing. W. A. Günthner, München;

Prof. Dr. M. ten Hompel, Dortmund;

Prof. Dr.-Ing. R. Jansen, Dortmund;

Dipl.-Ing. M. Kramm, Mönchengladbach;

Prof. Dr.-Ing. G. Pawellek, Hamburg-Harburg;

Prof. Dr.-Ing. habil. L. Schulze, Hannover;

Prof. Dr.-Ing. K.-H. Wehking, Stuttgart


JENSEITS VON 4.0

Auch wenn es seit geraumer Zeit nicht

den Anschein haben mag; es gibt ein

logistisches Leben neben oder außerhalb

von Industrie 4.0, Logistik 4.0, digitaler

Transformation, smarter Logistik und

Digitalisierung. Keine Frage, dass sich

Logistiker mit diesen wichtigen, weil

zukunftsorientierten Themen beschäftigen

müssen. Denn immerhin sind

Intralogistik und Extralogistik Disziplinen,

die, jede für sich gerechnet, in hohem

Maße zur Wertschöpfung im

Unternehmen und entlang der Supply

Chain beitragen. Und da wird 4.0

gebraucht. Aber dennoch. So bedeutend

die Digitalisierung auch ist, vergessen wir

darüber nicht die anderen wichtigen

Themen, die bis vor kurzem noch die

Lieblinge auf Kongressen und Messen

waren. Für diejenigen, die es nicht mehr

wissen sollten, gemeint sind der

Fachkräftemangel, der demografische

Wandel, die Energieeffizienz sowie

Themen, die „einfach“ nur darauf

abzielen die Abläufe und Prozesse der

Intra logistik zu optimieren; effizienter zu

machen: Beispielhaft genannt sei hier die

Kommissionierung. Auf den Punkt

gebracht also Themen, mit denen sich

das Logistik management und die

Mitarbeiter im Lager Tag ein, Tag aus

beschäftigen müssen, denn: Die Ware

muss raus. Und das ohne Wenn und Aber.

Wenn da die Digitalisierung schon heute

und möglichst bald auf breiter Ebene ihre

Potenziale, zum Beispiel die technische

Vernetzungsfähigkeit intralogistischer

Systeme beisteuert, umso besser. Und

dennoch. Wer sich heute nur mit der

Digitalisierung beschäftigt, den holen

unter Umständen die vernachlässigten

Themen ein. Es gilt: Neben dem großen

Ziel 4.0, nicht die Dinge des logistischen

Alltags zu vergessen.

DIPL.-ING. REINER WESSELOWSKI,

HERAUSGEBER DER ZEITSCHRIFT F+H

r.wesselowski@vfmz.de

36 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU

DIE ZUKUNFT DER ANBAUGERÄTE BEREITS

HEUTE ERLEBEN

Pkw werden immer häufiger als

Elektro- und als Hybrid-Version

angeboten. Flurförderzeuge ebenso.

Warum also bei Anbaugeräten für

Flurförderzeuge nicht den gleichen

Pfad einschlagen? Das hat sich die

Kaup GmbH & Co. KG gefragt und

zeigt auf der Logimat zwei Anbaugerätemodelle,

die eben diesen Weg

gehen – nämlich einen elektrischen.

Highlight wird dabei das vollständig

elektrisch angetriebene Zinkenverstellgerät

mit patentierter Steuerung sein, das der Hersteller als

einsatzfähige Studie präsentiert. Das Unternehmen will damit

zeigen, was möglich ist. Bei der Neuentwicklung wurde komplett

auf Hydrauliköl verzichtet, denn Kaup ist es gelungen, alle

bekannten Funktionen eines Zinkenverstellgeräts elektrisch

umzusetzen. Zudem lassen sich Seitenschub und Position der

Gabelzinken genau definieren und ansteuern. Damit ist es

möglich, dass die Steuerung des Anbaugeräts komplett

über das Flurförderzeug geschehen kann.

Gleichzeitig erhält das Flurförderzeug zu jeder Zeit

eine Rückmeldung über die genaue Position des

Anbaugeräts oder der Gabelzinken.

www.kaup.de

Halle 10,

Stand F07

GANZHEITLICHE BRANDSCHUTZLÖSUNGEN

Durch die Verbindung der aktiven Sauerstoffreduktionstechnologie

Oxyreduct mit Brandfrühesterkennung bietet die Wagner

Group eine ganzheitliche Brandschutzlösung auf höchstem

Niveau. Hochsensible Titanus-Ansaugrauchmelder erkennen

Brandursachen, die

sich aufgrund der

Sauerstoffreduzierung

nicht mehr zu

Bränden ausbreiten

können, frühestmöglich.

Sie erlauben

damit ein frühzeitiges

Ergreifen von

Gegenmaßnahmen.

Die Titanus-Systeme sind in einem Temperaturbereich von -40 bis

+60°C einsetzbar. Über die patentierte Brandmustererkennung

Logic·Sens unterscheiden die Ansaugrauchmelder zwischen

Brand- und Täuschungsszenarien und bieten ein hohes Maß an

Sicherheit gegen Täuschungsalarme. Alle Titanus-Ansaugrauchmelder

verfügen einschließlich Zubehör über eine VdS-Zulassung.

Darüber hinaus sind FM- sowie UL-zugelassene Varianten

verfügbar. Für tiefergehende Informationen und

Erklärungen zu den beschriebenen Systemen sowie

weiteren innovativen Brandschutzlösungen stehen

Mitarbeiter der Wagner Group den Fachbesuchern

am Messestand zur Verfügung.

www.wagnergroup.com

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MENSCHEN UND MÄRKTE

AUGE IN AUGE

„DIE DIGITALISIERUNG IST HERAUSFORDERUNG

UND CHANCE ZUGLEICH“

Wie kaum ein anderes Thema treibt die Digitalisierung unsere Branche um.

In entspannter Runde haben Marco Gebhardt, Geschäftsführer der Gebhardt

Intralogistics Group GmbH & Co. KG, und Frank Apel, Mitglied der Geschäftsleitung

der Gebhardt Fördertechnik GmbH, mit f+h-Chefredakteur Winfried Bauer darüber

diskutiert, wie sich die mit dem Megatrend verbundenen Herausforderungen – auf

Seiten der Intra logistiksystemanbieter und der Anlagenbetreiber – meistern lassen.

Das Interview mit Marco Gebhardt

(Bild Mitte) und Frank Apel (l. im

Bild) führte f+h-Chefredakteur

Winfried Bauer

Foto: f+h

Bearbeitung:

VFV Layout,

Sonja Schirmer

38 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


NUR DANN WENN DIE DIGITALISIERUNG

NICHT AN DER HALLENWAND EINES

LOGISTIKZENTRUMS AUFHÖRT, LÄSST SICH

DEREN VOLLES POTENZIAL AUSSCHÖPFEN

Marco Gebhardt

Die Digitalisierung ist seit

geraumer Zeit in der Logistik

angekommen. Wo sehen Sie die

größten Potenziale der

4.0-Philosophie für den Betreiber?

Apel: Dass die Digitalisierung seit geraumer Zeit in der Logistik, besser gesagt in der

Intralogistik angekommen ist, würde ich als leicht untertrieben bezeichnen. Vor allem

die Intralogistik war und ist einer der Treiber dieser Entwicklung. Mal abgesehen vom

automatischen Webstuhl, als einer der ersten Schritte der Automatisierung, steht bei

der weiteren Entwicklung der Automatisierung die Intralogistik immer an vorderster

Front. Aus diesen Gründen sehen wir uns als ein gut aufgestellter Partner unserer

Kunden, wenn es darum geht die Potenziale dieser Entwicklung aufzuzeigen, Anwendungsmöglichkeiten

zu prüfen und danach auch zu realisieren. Ich möchte aber klar

betonen, dass wir hier nur einer der Partner unserer Kunden sein können, um dieses

komplexe Thema zu beleuchten.

Haben diese Potenziale Auswirkungen

auf Anfragen aus dem

Kreis Ihrer Kunden?

Apel: Wie bereits ausgeführt, verstehen wir uns hier als Partner unserer Kunden und

demzufolge hat dies auch Auswirkungen auf die Art und Weise der Zusammenarbeit.

In der Vertriebsphase geht es zum Beispiel nicht nur darum die Aufgabenstellung zu

erfassen, anschließend eine Ausschreibung zu bearbeiten und ein Angebot abzugeben.

Vielmehr ist ein Verständnis über vernetzte Prozesse vonnöten. Die Einbindung

der Intralogistik, von einfachster verbindender Fördertechnik, über Lagertechnik, bis

hin zu den Transporten durch AGVs zwischen den Quellen und den Zielen, wird als

Teil einer Gesamtlösung betrachtet. Das heißt für uns, Lösungen zu entwickeln, die

ein breites Band an Flexibilität in den Produkten selbst und in den Schnittstellen bieten.

Die Netzwerkkonnektivität zwischen den Systemen und Maschinen zum Austausch

von Daten und Informationen – und das in Echtzeit –, ist der Schlüssel für den

zukünftigen Erfolg.

Lässt sich hier ein Schwerpunkt

ausmachen?

Apel: Einer von vielen Schwerpunkten liegt in den Bereichen der unterlagerten Steuerungen

und der Software, oder besser Softwarepaketen zur transparenten Abbildung

der Materialflüsse und der vernetzten Prozesse, aber auch für einen optimalen Betrieb

der installierten Systeme. Ein Stichwort sei hier: Predictive Maintenance. Von der

Möglichkeit große Datenmengen und Metadaten zu erfassen und auszuwerten und

wie gesagt dies in Echtzeit, versetzt unsere Kunden und uns in die Lage, schnelle Entscheidungen

zu treffen, vorbeugend zu reagieren und damit die Verfügbarkeit der

Technik noch weiter zu verbessern.

Eine in diesen Kontext passende Lösung werden wir übrigens während der Logimat

vorstellen; lassen Sie sich überraschen.

In einem Video auf Ihrer

Homepage beklagt die Comic-

Figur, dass sie ihr bestelltes Kleid

noch nicht erhalten hat. Da

springen Sie in die Bresche und

sorgen mit einer modernen

Fördertechnik im Versand des

Online-Händlers für eine schnelle

Lieferung. Nett, dass Sie der Dame

helfen. Aber wo bleibt dabei, der

die Digitalisierung ausmachende

Effekt der Vernetzung, der ja erst

die schnelle und transparente

Information und damit die

schnelle Lieferung ausmacht?

Gebhardt: Das Video handelt von unserem Flexconveyor-Fördersystem, welches sich

vollkommen selbst programmiert und konfiguriert, ein Paradebeispiel für Vernetzung.

Über unsere Tochter next intralogistics bieten wir dieses System zur Miete an, auch

eine nutzungsbasierte Abrechnung ist möglich. Grundlage sind auch hier eine Vernetzung

und digitale Geschäftsprozesse. Das ist im Vergleich zu konventionellen Anlagen

derzeit aber schon das obere Ende der Digitalisierung. Generell arbeiten wir aber an

einem zunehmenden Grad der Digitalisierung aller unserer Produkte, hier mit besonderem

Fokus auf den Betrieb der Anlagen. Unsere Gebhardt Galileo IoT Plattform

bietet neben Condition Monitoring und Predictive Maintenance auch Möglichkeiten

für Machine Learning und Künstliche Intelligenz zur Optimierung der Prozesse. Das

Ziel ist es, dass die Anlagen frühzeitig auf Probleme hinweisen und wie im angesprochenen

Video, der Kunde stets termingerecht beliefert wird. Wir setzen hier auf eine

offene und standardisierte Cloud-Plattform. Das hat den großen Vorteil, dass unsere

Kunden die Anlagen in ihre eigenen Geschäftsprozesse einbinden und die Daten auch

selbst nutzen können. Das muss man sich vorstellen wie Facebook für Maschinen.

www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/03 39


MENSCHEN UND MÄRKTE

AUGE IN AUGE

Mit der Digitalisierung steigt

auch der Komplexitätsgrad

intralogistischer Systeme und

Anlagen. Warum ist das so und

wäre es nicht sinnvoller, die

Komplexität zu reduzieren und

damit auch dem Betreiber den

Logistik-Alltag zu erleichtern?

Gebhardt: Es stimmt, dass die Komplexität „unter der Haube“ zunimmt. Das ist jedoch

kein Phänomen was auf die Intralogistik beschränkt ist. Unsere Küchenmaschine zu

Hause kommuniziert über WLAN mit einem IoT-System des Herstellers. Das war vor

vielen Jahren noch undenkbar und zeigt aber einen allgemeinen Trend bei fast allen

technischen Produkten, egal ob in der Industrie oder im privaten Bereich. Wichtig ist

jedoch, dass der Anwender diese Komplexität nicht spürt. Aus diesem Grund legen wir

großen Wert auf die Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen, die die tägliche

Arbeit erleichtern. Die angesprochene Komplexität, was den technischen Aufbau betrifft,

schafft aber auch die Voraussetzungen dafür, Anlagen viel besser kennenzulernen

als früher. Aus den gewonnenen Daten lassen sich vielfältige Optimierungen anstoßen,

angefangen bei der Wartung, bis hin zur auslastungsoptimierten Steuerung des

Gesamtsystems.

Große Beachtung im Kontext

mit der Digitalisierung und der

damit verbundenen Transparenz

der Information und Vernetzung

hat mittlerweile das Thema

Datensicherheit. Wo sehen Sie

die größten Bedrohungen für

die Sicherheit der Daten?

Gebhardt: Die Bedrohungen sind hauptsächlich dieselben, mit denen jedes Unternehmen

schon heute täglich konfrontiert wird. Das Drohpotenzial ist selbstverständlich

ungemein höher, je mehr die eigenen Prozesse digitalisiert sind und man von deren

Stabilität und Funktionssicherheit abhängt. Daher sollte man alle Maßnahmen ergreifen,

um das technisch und betriebswirtschaftlich Mögliche zu tun, um die eigene IT-

Infrastruktur abzusichern. Ein wichtiger Faktor dabei ist auch die Schulung der eigenen

Mitarbeiter, da oftmals durch Unachtsamkeiten Fehler passieren, die man technisch

kaum abfangen kann.

Was muss die Intralogistik über

alles betrachtet tun, damit die

Digitalisierung und das Internet

der Dinge auch wirksam

werden?

Gebhardt: Für uns ist, wie anfangs erwähnt, wichtig, dass die Digitalisierung nicht nur

die Software im Lager betrifft, sondern alle Komponenten bis hin zum einzelnen Förderer.

Hier sehe ich auch den Vorteil unserer großen, eigenen Wertschöpfung. Wir

können ein System anbieten, welches eine durchgängige Digitalisierung vom

Warehouse-Management-System bis hin zum Sensor an einem einzelnen Gerät bietet

und aufeinander abgestimmt ist. Die Digitalisierung sollte aber nicht an der Hallenwand

aufhören. Deshalb bietet unsere Cloud-Plattform die Möglichkeit, die Daten in

übergreifenden Geschäftsnetzwerken zu nutzen. So kann der Anwender das volle

Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen.

Welche Empfehlungen geben

Sie mittelständischen

Unternehmen bei der Realisierung

einer Intralogistik 4.0?

Gebhardt: Wir sind selbst ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen. Für

uns spielt die Digitalisierung nicht nur für unsere eigenen Produkte eine große Rolle.

Wir wollen die Chancen der Digitalisierung auch in unseren eigenen Prozessen ausgiebig

nutzen. Dazu haben wir schon vor einigen Jahren damit begonnen, unsere Prozesslandschaft

auf den Prüfstand zu stellen und für die Zukunft fit zu machen. So haben

wir zum Beispiel Produktionsmaschinen vernetzt oder Cloud-Software eingeführt und

stets darauf geachtet, uns keine Wege für die Zukunft zu verbauen. Offene Schnittstellen

sind in Zeiten von Industrie 4.0 und IoT entscheidend. Von diesen Erfahrungen aus

der Praxis profitieren unsere Kunden und wir kennen viele Stolpersteine, die einem als

mittelständisches Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung begegnen. Dabei

darf man aber die Kultur des Unternehmens nicht vernachlässigen und die Mitarbeiter

mitnehmen. Wichtig ist, einen Prozess zu identifizieren, bei dem man schnell die Vorteile

und Nutzen demonstrieren kann und der als Ausgangspunkt für die weitere Digitalisierung

dient. Dazu bietet sich oftmals vor allem die Logistik an. Wir begleiten unsere

Kunden auf diesem Weg und zeigen die Möglichkeiten auf.

Vielen Dank für das Gespräch

Die Netzwerkkonnektivität zwischen den

Systemen und Maschinen zum Austausch

von Daten und Informationen in Echtzeit,

ist der Schlüssel für zukünftigen Erfolg

Frank Apel

40 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU

KIPPBEHÄLTER MIT

NIEDRIGER BAUHÖHE

Die Mini-Kippbehälter der Bauer

GmbH zeichnen sich durch ihre

niedrige Bauhöhe aus und sind

somit gut geeignet für den

Einsatz unter Maschinen. Als

Späneausführung sind diese in

der spanabhebenden Fertigung

für die Sammlung und Trennung

von Flüssigkeiten und Spänen

einsetzbar. Verfügbar sind die

Mini-Kipper in verschiedenen

Größen, mit unterschiedlichen

Kippmechanismen sowie

optional mit Rollen und Deckel.

Des Weiteren ist im Bild der

Kippbehälter vom Typ 4A zu

sehen. Um den Abrollmechanismus

des Anbaugeräts für

Gabelstapler auszulösen, hat der

Behälter drei Entriegelungspunkte.

Der Staplerfahrer kann

ALL-IN-ONE-SCHUTZ

Wo Flurförderzeuge und Personen in der Intralogistik

gleichzeitig arbeiten, wird an die Sicherheit von

Mitarbeitern hohe Ansprüche gestellt. Die Produkterweiterungen

der Elokon GmbH kombinieren Einzelprodukte

zu einer intelligenten All-in-One-Lösung. So

wurden die Verifizierungs- und stationäre Einheit des

Assistenzsystems Eloshield mit einer Reihe von Funktionalitäten

verstärkt. Grundsätzlich wirkt das Produkt wie

ein Schutzschild, das automatisch erkennt, wenn z. B.

eine Person in den Gefahrenbereich eines

Flurförderzeugs gerät. Das System kann

ebenfalls zur Kollisionsvermeidung zwischen Gabelstaplern eingesetzt werden

oder – in stationärer Ausführung – zur Überwachung von Gefahrenbereichen, etwa

in Kreuzungsbereichen mit hohem innerbetrieblichen Verkehrsaufkommen.

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Stand G21

Weltpremiere auf der

LogiMAT vom 13. bis 15.03.18,

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Halle 9,

Stand A31 am Containerrand den

Behälter entriegeln.

Durch die verschiedenen

Positionen der

Entriegelungspunkte wird ein

Abkippen in verschiedene Tiefen

des Containers ermöglicht.

Dabei gewährleistet der

Abrollmechanismus und der

günstige Lastschwerpunkt eine

leichte und vollständige

Kippbewegung. Beim Zurücksetzen

des Gabelstaplers rastet der

Kippbehälter wieder in die

Ursprungsstellung ein. Neben

den drei automatischen

Entriegelungspunkten hat das

Anbaugerät noch eine automatische

Sicherung gegen unbeabsichtigtes

Abrutschen von den

Gabelzinken. Beim Einfahren

und Anheben der Gabelzinken in

die dafür vorgesehenen

Einfahrtaschen werden diese

automatisch gesichert.

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BESSER WERDEN ANSTATT NUR ZU

WACHSEN − BEUMER GROUP PRÄSENTIERT

SICH MIT ZUKUNFTSWEISENDER STRATEGIE

Im Rahmen der Pressetage Ende Januar gab die

Beumer Group Einblicke in das aktuelle

Geschehen im Unternehmen sowie über neue

Entwicklungen. Im Fokus stand unter anderem

der Residential Service, der im Kontext eines

umfassenden Customer Service angeboten

wird. Doktor Christoph Beumer, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Beumer Group,

präsentierte zudem die Strategie „The best, not

the biggest“, mit der sich das Unternehmen für

die Zukunft im Zeitalter Industrie 4.0 rüstet.

›› das

MANFRED WEBER,

REDAKTEUR F+H

Das traditionsreiche Maschinenbauunternehmen

macht sich mit ambitionierten Strategien fit für

digitale Zeitalter

Die Beumer Group liefert für Online-Händler Hochgeschwindigkeits-Sortieranlagen

und für Flughafenbetreiber effiziente

Gepäckfördersysteme. Als Systemanbieter sorgen wir dafür,

dass diese sich in ihrer Leistung den stetig steigenden

Anforderungen anpassen“, so Beumer im Rahmen der Pressetage in

Beckum. „Unser aktueller Auftragseingang in diesen beiden Segmenten

ist sehr erfreulich. Allerdings stellt sich heutzutage die Frage: Wie

kann ein Mittelständler eine wachsende Zahl an Aufträgen mit gewohnt

hoher Qualität zur Zufriedenheit der Kunden abwickeln?“

Um genau dieser Situation zu begegnen, habe sich die Beumer

Group die Strategie „The best, not the biggest“ auf die Fahnen geschrieben.

Mit dieser Strategie wird sich die Unternehmensgruppe

in den kommenden fünf Jahren konsequent auf die Qualität ihrer

Produkte und Systeme respektive Kundenservice konzentrieren.

„Um als Familienunternehmen unsere Wettbewerbsfähigkeit zu

steigern, müssen wir permanent unsere Produkte verbessern aber

auch neue auf den Markt bringen“, so Beumer. Dazu habe die Unternehmensgruppe

seit Jahren ein umfassendes Ideen- und Innovationsmanagement,

fest in ihre Strategie integriert.

42 f+h 2018/01-02 www.foerdern-und-heben.de


MENSCHEN UND MÄRKTE


Innovative

Steigtechnik

MIT START-UPS INS DIGITALE ZEITALTER

Das Bestehende optimieren und etwas Neues schaffen. Dies gilt vor allem im Zeitalter der digitalen

Transformation. Anlagen und Systeme werden leistungsstärker und bieten immer höhere Geschwindigkeiten

und vielfältige Chancen. „Wenn es irgendwann möglich sein wird, einen Stahlträger im 3D-

Druckverfahren herzustellen, wird das die Maschinenbaubranche revolutionieren“, prognostiziert Beumer.

„Was wir brauchen, ist ein disruptiver Angriff von außen. Denn die neuen Wettbewerber, die den

Fortschritt vorantreiben, heißen Apple, Google und Facebook.“

Diesen disruptiven Angriff schafft sich die Beumer Group selbst – mit der Gründung eigener Startups:

Teil der Strategie sind zwei Ausgründungen in Dortmund und Berlin, welche die Unternehmensgruppe

zusätzlich zu ihrer bestehenden Innovationsabteilung gestartet hat. Diese entwickeln „Minimum

Viable Products“ (MVPs), also minimal ausgestattete Prototypen, die einen nachhaltigen Mehrwert

schaffen sollen.

Ein Ziel ist die Logistik für digitale Geschäftsmodelle respektive die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle,

die bestehende Geschäftsmodelle von außen angreifen können.

MEHR ALS KLASSISCHER KUNDENSERVICE

„Um wettbewerbsfähig zu sein und Kunden überall auf der Welt zuverlässig zu unterstützen, haben wir

in der Vergangenheit unsere Internationalisierung konsequent vorangetrieben und weltweit Niederlassungen

gegründet und ausgebaut“, berichtet Beumer.

Vor allem wegen dieser globalen Aufstellung hat der Systemanbieter seinen Customer Support schon

früh zu einem eigenständigen Geschäftsfeld ausgebaut, die Dienstleistung in den vergangenen Jahren

konsequent optimiert und mit dafür ausgebildeten Mitarbeitern ausgeweitet. Inzwischen beschäftigt

der Systemanbieter weltweit etwa 1 000 Mitarbeiter in diesem Geschäftsfeld. Die Dienstleistungen umfassen

u. a. Ersatzteilversorgung, vorbeugende Instandhaltung, laufende Wartung und den Betrieb der

Anlagen.

An das Personal des Customer Supports stellt Beumer hohe Anforderungen. Bei den lokalen Ansprechpartnern

wird viel Wert darauf gelegt, dass sie dem gleichen Kulturkreis angehören und die gleiche

Sprache sprechen wie der Kunde. Eine Komponente ist dabei der Residential Service. Damit können

Betreiber die Verantwortung für Verfügbarkeiten, Leistung und Wirtschaftlichkeit ihrer Materialflüsse

an die Spezialisten von Beumer übertragen. Diese sind für einen problemlosen Anlagenbetrieb auch

dauerhaft vor Ort anwesend. „Als Familienunternehmen tragen wir Verantwortung für unsere Mitarbeiter,

unsere Kunden und die Gesellschaft“, so Beumer abschließend. „Deswegen entwickeln wir uns auch

stetig weiter: konsequent von innen heraus.“

Mit der neuen Strategie rüstet sich die Beumer Group für die Zukunft und ist auf einem guten Weg ins

digitale Zeitalter.

Fotos: Beumer Group, f+h, Karte auf S. 43: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap, Lizenz: ODbL 1.0

Mit kurzen Wegen die Effizienz der

Arbeitsabläufe optimieren und die

Arbeitssicherheit steigern. Damit Sie

beides erreichen, bieten wir Ihnen die

passenden Lösungen für alle Arbeiten

über dem Boden: Laufsteganlagen,

Treppen und Überstiege, motorisch

verstellbare Arbeitsbühnen, Leitern

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Für Dr. Christoph Beumer, Vorsitzender der

Geschäftsführung der Beumer Group, ist die

Gründung eigener Start-ups die konsequente

Reaktion auf die Herausforderungen

der Digitalen Transformation

Wir bieten Ihnen 15 Jahre Qualitätsgarantie

auf unsere Produkte „Made in

Germany“.

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DER BITO-CAMPUS: IN MEISENHEIM

TRIFFT SICH, WER GRÜNDEN MÖCHTE

Ein Gründungszentrum in einer

denkmalgeschützten Volkshochschule, umgeben

von Ruhe und Natur – idyllischer könnte der

Gedanke für junge Unternehmer und

Existenzgründer nicht sein … Gibt es nicht? Gibt

es doch – und das bereits seit Juni vergangenen

Jahres. Denn da öffnete der Bito-Campus in

Meisenheim das erste Mal seine Pforten! Im

Rahmen einer Presseveranstaltung konnte die

f+h-Redaktion vor Ort einen spannenden

Eindruck gewinnen.

Lange Jahre stand das denkmalgeschützte Gebäude der alten

Volkschule leer und hat auf eine neue Bestimmung gewartet.

Nun freut sich das Ehepaar Sabine und Fritz Bittmann, Inhaber

der Bito-Lagertechnik, darüber, die besonderen Räumlichkeiten

wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen: Die ehemalige

Grundschule ist seit Juni vergangenen Jahres ein Gründungszentrum

und Ort für Innovationen und wurde von der Fritz

Bittmann Holding als Muttergesellschaft der Bito-Lagertechnik

Bittmann GmbH Meisenheim ins Leben gerufen: „Wir haben das

Gebäude gekauft, da wir als in Meisenheim ansässiges und mit unserer

Region verbundenes Unternehmen dieses Objekt nicht nur

erhalten, sondern auch auf lange Sicht wieder zum Leben erwecken

wollten. Auch, um den Standort hier weiter attraktiv zu halten. Einige

Jahre waren wir auf der Suche nach einer vernünftigen Idee, die

nicht nur die Region belebt, sondern auch ideal zu uns passt“, erläutert

das Ehepaar ihre Motivation für dieses Projekt.

Inspiriert wurden die Bittmanns von dem Gründer Norbert Fontaine,

der das Unternehmerpaar als Sparringspartner und Türöffner

44 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


›› um

MARIE KRUEGER,

REDAKTEURIN F+H

Modern eingerichtete Büroräume und Werkstätten

in einem idyllischen Ambiente – ein idealer Ort

Ideen zu finden und ein Start-up zu gründen

MENSCHEN UND MÄRKTE


www.rbs-foerderanlagen.de

zur Seite stand und mit Menschen wie Axel Koch, Geschäftsführer der KWT (Kontaktstelle für

Wissens- und Technologietransfer) der Universität des Saarlandes, zusammen gebracht hat.

„Bito selbst hat als ein Start-up begonnen, das nun schon 172 Jahre am Markt besteht. Diese

Geschichte wollen wir aufgreifen und auch anderen die Möglichkeit geben, so wie wir Innovationsgeist

zu leben, dabei unsere langjährige Erfahrung teilen und gleichzeitig für Unternehmertum

begeistern“, so Sabine und Fritz Bittmann.

SPIRIT FÜR KREATIVITÄT UND TECHNIK

Den Zeitgeist, den das Gründerzentrum ausstrahlt, lässt sich schon beim Betreten des Geländes

und der Räumlichkeiten feststellen: Vor Ort befinden sich modern eingerichtete Gemein-

01 Das komplette Gebäude

verfügt über eine Infrastruktur auf

technisch neuestem Stand, mit

Glasfaseranschluss für einen

schnellen Internetzugang. Ein

zentraler Empfangsbereich

kann von allen Mietern

mitgenutzt werden

Effiziente Intralogistik

individuell,flexibel,zukunftssicher

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63571 Gelnhausen/Roth

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02 Von links nach rechts: Richard Haxel

(Geschäftsführer Bito-Campus), Sabine Bittmann

(Inhaberin Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH),

Nico Höler, Martin Voigt, Julian Poths (alle

Gründer TEC4MED) – Mit der Nelumbox können

Produkte zur Einhaltung der Kühlkette sinnvoll

und aktiv mit elektrischer Kühlung beim Transport

auf der letzten Meile befördert werden

schaftsbüros, Einzelbüros, Rückzugsorte sowie Räume für Veranstaltungen,

Konferenzen und Vorträge, eine Küche mit Cafeteria-

Flair als Ort zur Begegnung und zum Austausch. Auch eine Werkstatt

für praktisches Arbeiten sowie verschiedene möblierte

Wohneinheiten sind vorhanden. Letztere können als Einzelappartements

oder als Wohngemeinschaft für verschiedene Zeiträume je

nach Bedarf gemietet werden. Das komplette Gebäude verfügt über

eine Infrastruktur auf technisch neuestem Stand, mit Glasfaseranschluss

für einen schnellen Internetzugang. Ein zentraler Empfangsbereich

kann von allen Mietern mitgenutzt werden. „Bei der

Arbeitsumgebung wollten wir keine Abstriche machen“, betont

Richard Haxel, Geschäftsführer des Bito-Campus. „Sieben Büros,

zwei davon in Einzelbüros unterteilbar, können vollmöbliert gemietet

oder aber auch individuell eingerichtet werden. Wichtig ist

uns, die Menschen nicht einfach in Großraumbüros zu stecken,

sondern wir möchten erreichen, dass eine Art familiäre Atmosphäre

im kompletten Gebäude herrscht.“ Haxel war mehrere Jahre als

Gründerberater und Dozent für Planspiele und Entrepreneurship

an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken tätig, bevor er seine

Aufgabe als Geschäftsführer des Bito-Campus aufnahm.

Die Bito-Lagertechnik hat zur Unterstützung Personal-Ressourcen

zur Verfügung gestellt, sodass ein Team aus Bito-Mitarbeitern

das Projekt in der kompletten Entstehungsphase begleitet

hat. „Der Bito-Campus ist für alle eine große Chance –

denn damit fördern wir nicht nur den motivierten Nachwuchs,

sondern holen auch Fachkräfte in unsere Region.

Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, betont Winfried

Schmuck, Geschäftsführer Bito-Lagertechnik.

Auch Haxel hat ganz konkrete Vorstellungen: „Mein Anliegen

ist es, dass der Bito-Campus kreativer Hotspot für neu

gegründete Unternehmen aus ganz Deutschland wird. Das

WIR MÖCHTEN AUCH FÜR DIE UNTERNEHMEN DER UMGEBUNG EIN

„NICE-PLACE-TO-BE“ SEIN

Herr Haxel, seit einem Jahr sind Sie Geschäftsführer des

Gründungszentrums. Wenn Sie auf die zurückliegende Zeit

blicken … wie lautet Ihr Fazit?

Die erste Herausforderung war tatsächlich die Begleitung der

Umbauphase der denkmalgeschützten Volksschule. Eine Baustelle,

die viel Zeit einforderte und mit einigen Hindernissen, die es

zu überwinden galt. Das hat letztendlich aber alles gut funktioniert.

Die Eröffnungsfeier war eine Punktlandung. In den Stunden

davor waren noch die Maler und Elektriker am Werk – das war

schon sportlich und ich hätte nicht gedacht, dass kurze Zeit später

alles für die Eröffnung bereit sein würde.

Wie läuft es aktuell mit der Vermietung der Büro- und

Besprechungsräume?

Die Büroräume stehen zur tageweisen oder projektweisen Vermietung

ebenso bereit, wie zur Vermietung auf lange Sicht. Die Räume

können auf unserer Website www.bito-campus.de angeschaut und

darüber auch angefragt werden. Neben den ersten Start-ups, die in

den Campus eingezogen sind, hat zum Beispiel im Herbst vergangenen

Jahres eines der größten Bauunternehmen der Region,

Schneider Bau aus Merxheim, den großen Konferenzraum für ihr

ganztägiges Führungskräfte-Training angemietet. Wir möchten

eben auch für die Unternehmen der Umgebung ein „Nice-Place-

To-Be“ sein – so werden wir zum einen weiter bekannt und haben

über diese Art der Vermietungen ein zusätzliches Standbein.

Wie gehen Sie bei der Suche nach geeigneten Start-ups vor?

RICHARD HAXEL

Geschäftsführer

Bito-Campus

Es gibt verschiedene Wege, einer nennt sich „Scouting“: In so

einem Fall besuche ich Messen, Pitchevents, zum Beispiel Businessangeltreffen,

oder Hochschulen und Netzwerktreffen, um

passende Start-ups zu finden. Der nächste Schritt ist dann die

„Sondierung“, um die Frage zu beantworten, welche der Unternehmen

denn wirklich relevant für uns sind. Dazu treffe ich mich

mit den entsprechenden Existenzgründern und führe erste Gespräche.

Wenn es zu passen scheint, schalte ich eine Kontaktperson

von Bito mit ein, um die Idee der Gründer auch von professioneller

Seite prüfen zu lassen.

Die Fragen stellte Marie Krueger, Redakteurin f+h


MENSCHEN UND MÄRKTE

erste Start-up ist aus Augsburg in unser Gründungszentrum eingezogen.

Die frische Herangehensweise und die Kreativität der Gründer

treffen hier auf die Erfahrung im Bereich Vertrieb, Entwicklung

und Ingenieurleistung der Bito-Lagertechnik. Wichtig ist dabei der

gemeinsame Austausch, um zu lernen und zu wachsen. Eine geniale

Kombination. Ziele erreicht man nur, wenn alle an einem Strang

ziehen und miteinander arbeiten. Auch sind Beteiligungen an einzelnen

Start-ups denkbar und möglich.“


steute Wireless

KABELLOS VERNETZTE SYSTEME

BITO FINANZIERT KÜHLBOX-START-UP

Sowie im Fall eines Darmstädter Jungunternehmens: Eine aktive

Kühlung für die letzte Meile der Pharmalogistik – das ist die Idee

von Nico Höler, Martin Voigt und Julian Poth, alle Gründer des Unternehmens

TEC4MED. Das Start-up entwickelt intelligente Kühlboxen

wie die Nelumbox zum Transport und zur Lagerung temperatursensibler

pharmazeutischer Erzeugnisse und Proben. Die zum

Patent angemeldete energieeffiziente Kühltechnologie ermöglicht

es Unternehmen erstmals, Produkte zur Einhaltung der Kühlkette

beim Transport auf der letzten Meile mithilfe elektrischer Kühlung

zu befördern.

Darüber hinaus lässt sich mit dieser Entwicklung auch das „Internet

der Dinge“ in eine ganzheitliche und prozessoptimierende Systemlösung

integrieren: Die Nelumbox sammelt z. B. Daten über die

Kühltemperatur innerhalb der Box. Diese lassen sich via Internet

und Cloud ansteuern, einsehen und kontrollieren, damit für den

Fall des Unterschreitens der vorgeschriebenen Kühltemperatur der

Anwender direkt darüber informiert werden kann – eine wichtige

Kontrollinstanz zum Schutze der temperaturempfindlichen Pharmaerzeugnisse

und Proben.

ORT DES AUSTAUSCHS UND DER SYNERGIEN

Langfristig sollen sich im Bito-Campus aber nicht nur Gründer einmieten,

sondern auch regelmäßige Workshops, Seminare und Vorträge

zu allen für den Start in die Selbstständigkeit relevante Themen

stattfinden. Bito möchte Wissen, Gedankengut und Praxiserfahrung

mit den Gründern teilen und ein großes Netzwerk und viele

Synergien entstehen lassen, von denen die Existenzgründer, die

Bito-Mitarbeiter und das komplette Unternehmen profitieren.

Fotos: Bito, f+h, Karte auf S. 45: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch:

LogiMAT 2018 in Stuttgart, Halle 5, Stand B35

03 Der Bito-Campus: Ein Ort für technologie-orientierte Existenzgründer,

Start-ups, junge Unternehmer, Diplomanden und

Doktoranden


DIGITALISIERUNG FÜHRT BISHER

KAUM ZU WETTBEWERBSVORTEILEN

Wo steht die deutsche Wirtschaft bei ihrer

digitalen Transformation? Wie sehen sich

Großunternehmen und Konzerne bei der

Entwicklung und Umsetzung von

Digitalisierungsstrategien sowie bei der

Vermarktung digitaler Geschäftsmodelle

aufgestellt? Was sind die wichtigsten Bausteine

für digitale Geschäftsmodelle und wie gelingt die

unternehmensübergreifende Zusammenarbeit

in der Plattform-Ökonomie? Diesen Fragen ist die

Lünendonk & Hossenfelder GmbH in der

Neuauflage ihrer Studienreihe „Business

Innovation & Transformation Partner“

nachgegangen.

Viele Unternehmen in Deutschland befinden sich noch am

Anfang der digitalen Transformation. Zwar ist eine große

Mehrheit bereits auf der Reise zu digitalen, vernetzten,

agilen und vor allem kundenzentrierten Organisationen.

Allerdings verfügt nur jedes zweite Unternehmen von 121 untersuchten

Großunternehmen und Konzernen über eine Digitalisierungsstrategie

und hat mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen

für die einzelnen Bereiche begonnen. Das ist eines der Ergebnisse

aus der achten Auflage der Lünendonk-Studie „Business Innovation/Transformation

Partner – Wo stehen Unternehmen heute?“, für

die Lünendonk & Hossenfelder die Antworten der telefonisch und

persönlich befragten Führungskräfte analysiert hat.

Und noch ein Wert überrascht: Die befragten Unternehmen sehen

sich bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien bestenfalls

auf Augenhöhe mit ihren Wettbewerbern – obwohl 67 Prozent

von ihnen Jahresumsätze von mehr als fünf Milliarden Euro erwirtschaften,

sie damit zu den jeweiligen Branchenführern gehören

und Wettbewerbsvorteile für Unternehmen dieser Größenklasse für

ihre Überlebensfähigkeit wichtig sind.

Aus diesem Grund ist Lünendonk in der aktuellen Studie der Frage

nachgegangen, wie die Unternehmen ihren digitalen Wandel gestalten,

aber auch, an welchen Stellen es konkret hakt. Die Ergebnisse

stehen ab sofort kostenfrei zum Download bereit. Partner der

Studie waren die Beratungs- und IT-Dienstleister Accenture, Capgemini,

Cognizant, KPMG, NTT Data und Sopra Steria.

48 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


MENSCHEN UND MÄRKTE


MEHR AUGENHÖHE ALS

WETTBEWERBSVORSPRUNG

Für die Unternehmen ist die digitale Transformation nach wie

vor eine komplexe und langfristige Herausforderung. Dabei

gelingt es ihnen unterschiedlich gut, ihre Geschäftsmodelle

neu auszurichten und Prozesse zu digitalisieren. „Auffallend

ist, dass sich Unternehmen oftmals schwer tun, bestehende

Denkmuster und Abläufe zu verlassen, um Operating Models

an neue Kundenanforderungen anzupassen“, stellt Studienautor

Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk, fest.

„Dabei ist vor allem die Fähigkeit, neue Geschäftsmodelle

mit einem stärkeren Fokus auf die spezifischen Bedürfnisse

einzelner Kundengruppen zu entwickeln sowie schnell und

mit hohem Automatisierungsgrad auf Marktveränderungen reagieren

zu können, wichtig für das Gelingen einer Transformation

und damit für den Aufbau von Wettbewerbsvorteilen.“

Doch hier gibt es noch viel Luft nach oben. Mehrheitlich sehen

sich die Studienteilnehmer entweder genauso gut oder schlecht

aufgestellt wie der Wettbewerb. Zwar stufen 30 Prozent der befragten

Unternehmen die eigene Innovationsfähigkeit so hoch ein, dass

sie von einem Wettbewerbsvorsprung sprechen. Geht es jedoch darum,

auf Marktveränderungen zu reagieren, sehen nur 20 Prozent

einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

ERFOLGSFAKTOREN DIGITALER

GESCHÄFTSMODELLE

Voraussetzung für die Generierung neuer Erlösquellen ist die Entwicklung

digitaler Geschäftsmodelle bzw. die Ergänzung bestehen-

MARIO ZILLMANN, PARTNER

BEI LÜNENDONK

Für den Aufbau von Wettbewerbsvorteilen

ist es wichtig, neue Geschäftsmodelle mit

einem stärkeren Fokus auf die spezifischen

Bedürfnisse einzelner Kundengruppen zu

entwickeln

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MENSCHEN UND MÄRKTE

Auf welche Vorgehensweise setzen Unternehmen bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle?

78 %

Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle geschieht überwiegend auf Basis

neuer „Customer Journeys“ und dem veränderten Kunden-/Marktverhalten.

Digitale

Transformation

73 %

66 %

Der Entwicklungsprozess und die Umsetzung findet unter

Anwendung agiler Methoden statt.

Im Zuge der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle greifen

wir auf etablierte Organisations- und Abwicklungsprozesse zurück.

58 %

Die Entwicklung geschieht überwiegend in Zusammenarbeit oder

in Kooperation mit externen Dienstleistungspartnern.

Lünendonk-Studie 2017: Business Innovation/Transformation Partner – Wo stehen Unternehmen heute?, Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim, Januar 2018

der Geschäftsmodelle durch digitale Komponenten. Bei den Teilnehmern

der Studie nutzt nahezu jedes zweite Unternehmen (48

Prozent) bereits digitale Geschäftsmodelle; weitere 41 Prozent stehen

kurz vor dem Rollout. Dabei kommt es aus Sicht von 78 Prozent

der befragten Führungskräfte sehr stark auf die Berücksichtigung

neuer „Customer Journeys“ an, die sich aus der datengestützten

Analyse des Kundenverhaltens und seinen Interaktionen ergeben.

73 Prozent gaben in den Interviews zwar an, mit agilen Methoden

zu arbeiten, allerdings greifen 66 Prozent der Unternehmen weiterhin

auf klassische Organisations- und Abwicklungsprozesse zurück.

Zillmann: „Das bedeutet, dass zwei Drittel der Unternehmen

bisher ihre Projektorganisationen und Prozesse nicht oder nur teilweise

für die Anwendung agiler Entwicklungsmethoden umgebaut

haben.“

INTEGRIERTES DIENSTLEISTUNGSPORTFOLIO

FÜR ALLE PROJEKTPHASEN

Geht es konkret um die Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle,

haben innovative und umsetzungsstarke Beratungs-

und IT-Dienstleister aus Sicht von mehr als 78 Prozent der

Studienteilnehmer eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Projektrealisierung.

„Es wird dabei immer wichtiger, dass Beratungsund

IT-Dienstleister die Customer Journey sowie die Anforderungen

der jeweiligen Endkunden ihrer Auftraggeber verstehen und

darauf aufbauend digitale Lösungen und neue Geschäftsmodelle

entwickeln“, erläutert Zillmann. „Sie benötigen daher ausgeprägte

Kompetenzen in Digital Customer Experience Services wie Digital

Consulting, Development von Ideen, Big Data Analytics oder Prozessoptimierung.

Darüber hinaus ist die IT-Beratungs- und Implementierungsexpertise

in vielen Ausschreibungen ein Muss-Kriterium.

Über die Kombination aus diesen beiden Kompetenzfeldern

verfügen derzeit aber nur wenige Anbieter.“

Jedoch bevorzugen bereits zwei Drittel der befragten Großunternehmen

und Konzerne, alle Phasen eines Digitalisierungsprojekts mit

einem Dienstleistungspartner abzudecken. Um diese Anforderungen

zu erfüllen, ist ein integriertes Beratungs- und Transformationsportfolio

notwendig, das sowohl Managementberatungs- als auch

IT-Dienstleistungen enthält. Lünendonk bezeichnet diese Kombination

als Business Innovation/Transformation Partner (BITP).

Im Rahmen der Studie hat Lünendonk die Anforderungen der

Kunden an Beratungs- und IT-Dienstleister bei Digitalisierungsprojekten

strukturiert. Dabei hat sich aus den aktuellen Kundenanforderungen

ein Kernportfolio an Leistungen herausgebildet, das Anbieter

haben sollten, um bei Ausschreibungen erfolgreich zu sein.

Hierbei handelt es um ein breites Angebot an Beratungs- und

Transformationsleistungen wie Digital Consulting, Fach- und Organisationsberatung,

IT-Beratung und Systemintegration sowie Technologieberatung

bei Themen wie Big Data, Cloud, Künstliche Intelligenz

oder Automatisierung.

Fotos/Grafik: Fotolia/Lünendonk

www.luenendonk.de

AUF EINEN BLICK

n Drei Viertel der Unternehmen haben zwar eine Digitalisierungsstrategie,

aber vielfach noch nicht umgesetzt

n Digitale Geschäftsmodelle generieren neue Erlösquellen

n Integrierte Beratungs- und Trans formationsansätze sind

gefragt

50 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


VIDEOS,

DIE SIE SEHEN MÜSSEN

TENTE

e-drive macht die Anfahrt leicht

Der patentierte Tente e-drive verbessert das

Handling von Transport- und Kommissionierwagen.

Das System, vergleichbar mit einem

e-bike, übernimmt auf Knopfdruck die

Anfahrt von bis zu 1 000 kg schweren Lasten.

Beschwerliche Transportfahrten – vor allem

bei schlechten Böden, gehören ein für

allemal der Vergangenheit an.

GEBHARDT FÖRDERTECHNIK

Durchdachtes Konzept sichert hohe Verfügbarkeit

Das Unternehmen Gebhardt hat für den Hausgerätehersteller Miele ein

zentrales Ersatzteillager bestehend aus Paletten-Hochregallager, Automatischem

Kleinteilelager, Wareneingangs- und Kommissionierarbeitsplätzen

sowie Paletten- und Behälterfördertechnik realisiert. Die Gebhardt-Storeware-

Visualisierung hilft dem Betreiber die Anlage zu überblicken und Unterschiede

zwischen Soll- und Ist-Zuständen in Echtzeit zu erkennen. Ein Servicevertrag

mit Hotline-Support rundet das Projekt ab.

INDUSTRIAL AUTOMATION SHOW SHANGHAI

Virtueller Messerundgang

So wie wir von der f+h-Redaktion sind auch

die Kollegen aus dem Bereich der industriellen

Automation für Sie weltweit unterwegs.

Kommen Sie mit auf einen virtuellen

Rundgang über die IAS in Schanghai.

JUNGHEINRICH

Statement Dr. Lars Brzoska, Mitglied des Vorstandes der Jungheinrich AG

Im Rahmen der erst kürzlich in Hamburg stattgefundenen Jungheinrich-Fachpressetage

hatte die f+h-Redaktion die Gelegenheit mit Dr. Lars Brzoska,

Mitglied des Vorstands der Jungheinrich AG, über die bevorstehende Intralogistik-Messe

Logimat 2018 zu sprechen. Denn auch in diesem Jahr wird das

Unternehmen mit einem großen Stand präsent sein und interessierten

Besuchern verschiedene Produkte und neue Highlights vorstellen.

Alle 5 Videos mit 1 Klick!

Sie haben die Wahl: Auf der Seite www.foerdern-und-heben.de/2018_03

oder über den QR-Code rechts sehen Sie alle 5 Videos mit nur einem

Klick. Die übrigen QR-Codes führen direkt zum gewählten Video.

Viel Spaß dabei!

MURRELEKTRONIK

Industrie 4.0 wird gelebt

Murrelektronik versteht sich als Experte und

Lösungsanbieter, wenn es um dezentrale

Installations- & Automatisierungstechnik

geht. Industrie 4.0 ist schon längst keine

Zukunftsmusik mehr, sondern wird bereits

im eigenen Unternehmen umgesetzt.

www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/03 2017/10 51


PERSPEKTIVEN

UNTERNEHMENSWANDEL IN DER

KEP-BRANCHE: HERAUSFORDERUNGEN

DER AGILEN TRANSFORMATION

Agile Methoden sind nicht neu, werden aber

noch immer misstrauisch beäugt. Die Vorteile

agiler Ansätze wurden bereits hinreichend

nachgewiesen, doch sind hier auch Hürden zu

überwinden, zum Beispiel das Aufbrechen

klassischer Strukturen in klassischen

Unternehmen der Logistik- und

Transportbranche. Mit welchen

Problemstellungen sollten Kurier-, Express- und

Paketdienstleister (KEP) bei der Einführung agiler

Methoden rechnen?

Die digitale Transformation lässt sich nicht mehr aufhalten.

Davor können auch wie KEP-Dienstleister, die nach wie

vor erfolgreich sind, die Augen nicht länger verschließen.

Zusätzlich zur Arbeitserleichterung, die die Digitalisierung

interner Prozesse mit sich bringt, und der Möglichkeit, mit digitalen

Mitteln die Kundenbedürfnisse noch besser zu verstehen,

entstehen auch neue digitale Geschäftsmodelle. Dass in diesem

neuen, digitalisierten Umfeld die alten Entwicklungsmethoden zu

schwerfällig und langsam sind, liegt auf der Hand. Es müssen neue

her – und hier kommt Agilität ins Spiel.

RADIKALES UMDENKEN

Die agile Transformation kann als eine Art Untermenge der digitalen

Transformation betrachtet werden und fokussiert primär auf

die IT und die Produktentwicklung. Ihre Grundprinzipien sind neben

einer größeren Kundennähe, verbunden mit schnellem Feedback,

auch sehr kurze Entwicklungszyklen mit schnell vorzeigbaren

Prototypen und Produkten. Dabei werden große Teile der Entscheidungsgewalt

hin zu den Wissenden verlagert, also zu denjenigen,

die sich tagtäglich mit den sich stellenden Herausforderungen beschäftigen.

Das bedeutet, dass Entscheidungen zunehmend an der

Basis immer flacherer Hierarchien getroffen werden.

Die Vorteile dieser Methode machen sich schnell auch in klassischen

Unternehmen bemerkbar: Projekte lassen sich zuverlässiger

„in time, in quality, in budget“ abwickeln – mit hoher Qualität,

52 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


INTRALOGISTICS

IN MOTION

ENERGIEÜBERTRAGUNG,

DATENÜBERTRAGUNG & POSITIONIERUNG

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pünktlich und im Budgetrahmen. Erfolgsgeschichten aufgrund des

Umstiegs auf agile Vorgehensmodelle werden mittlerweile auch bei

vielen Mittelständlern z. B. Hema [1] oder Immobilienscout24 [2]

erzählt.

Doch bevor KEP-Unternehmen von diesen Benefits profitieren

können, ist ein radikales Umdenken erforderlich. Agile Methoden

greifen nur in einem Umfeld des ganzheitlichen Denkens und

Betrachtens. In Firmenkulturen mit althergebrachten Wertesystemen

sowie Strukturen, die hierarchisch und nach dem Prinzip

„Command & Control“ funktionieren, würden sie nicht zum Erfolg

führen.

Auch hat Innovation mittlerweile einen deutlich höheren Stellenwert

als die gleichen Standardprodukte und -services stetig weiter

zu optimieren. Sind KEP-Transportlogistiker zu sehr mit dieser Optimierung

und der Vermeidung von Fehlern beschäftigt, übersehen

sie schnell marktverändernde Innovationen – und sind bald nicht

mehr wettbewerbsfähig.

Agilen Firmen fällt es spürbar leichter, mit den schnellen Veränderungen

in den Märkten Schritt zu halten. Ihr Wertesystem ist bedingungslos

auf Kundenorientierung sowie Innovation ausgerichtet,

gute Quartalszahlen sind nur mittelbare Ziele. Das bringt auch

eine größere Risikobereitschaft mit sich, die aufgrund des schrittweisen

Vorgehens aber insgesamt beherrschbarer ist. Außerdem

leben solche Unternehmen ein anderes Führungsverständnis: Das

Management hat die Aufgabe, für die Mitarbeiter ein Umfeld zu

schaffen, welches Innovationen begünstigt.

PAUL VAHLE GMBH & CO. KG

Westicker Straße 52 | 59174 Kamen | Germany

info@vahle.de


PERSPEKTIVEN

NEUE AUFGABENVERTEILUNG

Auf den verschiedenen Führungsebenen machen sich die neuen

Aufgabenverteilungen besonders bemerkbar – bringen aber üblicherweise

Probleme mit sich. Dadurch, dass die Entscheidungsgewalt

nun bei den Mitarbeitern liegt, die in die Entwicklung eingebunden

sind, entsteht auf Seiten des Managements an vielen Stellen

eine Art „Vakuum“: Bisher wichtige Funktionen und Aufgaben

sind plötzlich nicht mehr gefragt. Vor allem der psychologische Effekt

dieses Wandels auf die Betroffenen sollte ernst genommen

werden.

Erfahrungsgemäß macht sich bei Managern der alten Schule im

agilen Umfeld ein gefühlter Kontrollverlust bemerkbar, der vor allem

Personen des mittleren Managements zu schaffen macht. Sie

hatten immer den Überblick über alle zusammenlaufenden Projekte

und Daten, haben diese Informationen kanalisiert und von ihrem

Wissensvorsprung „gelebt“.

Doch nun geht ihnen die Arbeit aus: Sie müssen keine Statusreports

mehr schreiben, denn die Teams berichten selbstständig über

ihre Fortschritte; Technologieentscheidungen liegen nicht mehr in

ihrer Hand, sondern werden zukünftig von den Teams selber getroffen.

Hier gilt es, neue Wege zu finden, um die wertvollen Erfahrungen

des mittleren Managements wertestiftend in die Mannschaft

zu bringen, ohne sie zu bevormunden. Das mittlere Management

braucht neue Aufgaben.

AGILITÄT ALS LEITPRINZIP

Diese und weitere komplexe Problemstellungen lassen erkennen,

dass agile Transformation für KEP-Dienstleister aus sich selbst heraus

nur schwer zu schaffen ist. Hier können externe Berater nötig

sein, vor allem aber auch eine kritische Masse an interessierten und

engagierten Mitarbeitern, die das Vorhaben mittragen. Agilität beginnt

nämlich in den Köpfen der Beteiligten. Daher muss man sich

im Unternehmen klare Ziele setzen. Neben der Frage „Wo wollen

wir hin?“ ist es wichtig, festzulegen, wie sich der Erfolg, also das Erreichen

der Ziele, messen lässt.

Auch über die Beweggründe für eine agile Transformation sollte

man sich intensiv Gedanken machen und diese idealerweise „challengen

lassen“, also einen erfahrenen Außenstehenden hinzuziehen,

der sie hinterfragt. Dessen Aufgabe ist es, alle Details abzuklopfen,

eventuelle Stolpersteine zu finden, eigene Erfahrungen

einzubringen und Grenzen abzustecken. Dies übernehmen Beratungsunternehmen,

die als Sparringspartner mit in die Firmen gehen

und in die Diskussion. Mit unabhängigem Blick betrachten

sie Zusammenhänge wie auch Abhängigkeiten und bieten Anleitung

und Steuerung für diesen Wandel an.

AGILITÄT, KEIN SELBSTLÄUFER

n Die agile Transformation lässt sich als eine Art Untermenge

der digitalen Transformation betrachten und fokussiert

vor allem auf die IT sowie die Produktentwicklung

n Agile Methoden können nur in einem Umfeld des

ganzheitlichen Denkens und Betrachtens greifen

n Herausforderungen liegen nicht nur auf der prozessualen

Ebene. Agilität basiert auf Werten. Bereiche wie Selbstverantwortung

und Führung müssen daher auch in den

Wandel mit einfließen

Die Einführung agiler Methoden beginnt i. d. R. mit neuen und effizienteren

Methoden innerhalb der IT. Dabei ist das Erlernen der

agilen Prinzipien und der Mechaniken von Vorgehensmodellen

z. B. Scrum relativ einfach und schnell zu bewerkstelligen. Kleinere

IT-Teams können mithilfe erfahrener Trainer innerhalb eines Monats

beginnen, ihre Software iterativ zu entwickeln. Was deutlich

länger dauert, ist die Behebung der „Impediments“, also der Probleme,

die den IT-Teams im Wege stehen, um effizient und kundenorientiert

in schnellen Zyklen Produktinkremente zu liefern. Dies können

Themen sein, wie die Build- und Deployment-Kette, die Bürosituation,

aber auch die schrittweise Überarbeitung der existierenden

Software-Architektur hin zu kleineren, klar definierten und

ansprechbaren Komponenten.

Ist dies erledigt, wird die ganzheitliche Betrachtung der Produktentwicklung

wichtig, damit die neu gewonnene Effizienz der IT

auch genutzt wird. Die agile IT ist dabei essentieller Teil des Gesamtprozesses,

braucht aber ein neues Produktmanagement an ihrer

Seite. Auch hier lässt sich die „Mechanik“ schnell erlernen, aber

um zukünftig auf Augenhöhe und gemeinsam mit der IT kundenfokussiert

Produkte zu entwickeln, braucht es Zeit und die Chance,

auch aus Fehlern lernen zu können.

Um mit den schnellen Innovationszyklen im Markt mithalten zu

können, bedarf es zusätzlich einer flexiblen Organisation, in der

das althergebrachte „Silo-Denken“ keinen Platz hat. Und eine kürzere

Time to Market wird dem Unternehmen nichts nutzen, wenn

die Ideen dahinter schon zu lange herumgelegen haben und bereits

veraltet sind. Das bedeutet, dass das volle Potenzial nur zu heben

ist, wenn entlang der ganzen Prozesskette agile Prinzipien Einzug

halten.

Doch die Herausforderungen liegen nicht nur auf der prozessualen

Ebene. Agilität basiert auf Werten. Aus diesen Gründen müssen

auch Bereiche wie Selbstverantwortung und Führung in den Wandel

mit einfließen. Wird im Unternehmen kein Innovationsklima

geschaffen, ist die Veränderung einseitig und das Potenzial des Unternehmens

bleibt zu Teilen ungenutzt. Die Ausrichtung des kompletten

Unternehmens auf die agilen Prinzipien ist daher keine

mögliche Option, sondern die Grundbedingung dafür, dass die agile

Transformation auch langfristig die gewünschten Erfolge bringt.

Hilfestellung bei dieser komplexen Aufgabe können darauf spezialisierte

Beratungsunternehmen bieten. Diese berücksichtigen von

Beginn des Projekts an die enge Verzahnung der Business und der

Technologieseite bei der Planung, Strukturierung und Organisation.

In Abgrenzung zu den klassischen Managementberatungen findet

dabei die Beratung mit direktem Bezug zur und Kompetenz in

der IT statt.

Literaturhinweise:

[1] Hema: Praxistage bei Hema: Revolution auf Schwäbisch

[2] Boris Gloger: CaseStudy – ImmobilienScout24: Scrum funktioniert dort, wo es

von allen gelebt wird

Autor: Dr. Oliver Zeiler, Senior Manager for IT-Transformation Darcblue AG

Fotos: Darcblue

www.darcblue.com

AUF EINEN BLICK

54 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


MARKTPLATZ

FÜR EIN SICHERES HANDLING VON TRANSPORTWAGEN

Basis für die neue Hubtisch-Baureihe „FMA“ der Flexlift Hubgeräte GmbH sind die schmalen

Flachformhubtische der Baureihe „FM“. Jedoch verfügen die neuentwickelten Tische über

zusätzliche „Kufen“ an beiden Längsseiten, auf welche der Transportwagen bei abgesenktem

Hubtisch gefahren wird. Das ist problemlos möglich, weil hierbei lediglich auf die 4–5 mm

Blechstärke der Kufen aufgefahren werden muss. In beiden Kufen befindet sich eine Aussparung,

passend für zwei der Räder des Wagens. Sobald die Räder in diese Aussparung fahren, hat der

Wagen seine richtige Position erreicht. Wird der Hubtisch nun hochgefahren, tauchen die Räder

etwas in die Aussparungen ein, wodurch der Wagen automatisch gegen ein Abrollen gesichert

ist. Die umlaufende Fußschutzleiste ist in den Bereich der Kufen verlängert, sodass keine

Klemmgefahren für Personen beim Absenken des Tisches bestehen. Weil die Flachhubtische von

Flexlift hinsichtlich Längen, Breiten und Tragfähigkeiten zahlreiche Varianten zulassen, ist fast

immer eine Kunden- bzw. Transportwagen-spezifische Lösung realisierbar.

www.flexlift.de

INDUSTRIEKRAN-

TRAINING

Das neue Demag-Trainingsprogramm

bietet ein breites

Angebot an Seminaren und

Schulungen für Anwender und

Betreiber von Industriekranen

sowie für die Instandhaltung.

Zum Programm gehören die

Kranführerausbildung und-unterweisung

sowie produktbezogene

Seminareinheiten u. a. zu

Ketten- und Seilzügen sowie zu

Handhabungsgeräten und

Lastmesseinrichtungen. Neu

sind z. B. Schulungen für

elektrotechnisch unterwiesene

Personen und ein Seminar zum

Thema „Sicheres Arbeiten mit

Krananlagen – die Verantwortung

des Kranbetreibers“.

Darüber hinaus werden auch

individuelle Schulungen

angeboten. Die Trainings finden

im Demag-Trainingscenter in

Wetter/Ruhr statt, das Schulungsräume

und Trainingsmodelle

der Hebetechnik bietet. Es

besteht die Möglichkeit

Schulungen und Trainings auch

beim Anwender durchzuführen.

Das Trainingsprogramm 2018

steht als Broschüre in Printversion

sowie zum Download unter

www.demagcranes.de zur

Verfügung. Die einzelnen

Trainings sind im Demag

Onlineshop buchbar – unter

www.demagshop.com.

www.demagcranes.de

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uns auf der

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Grundlage dafür sind langjährige Erfahrung, Know-how,

hohe Fertigungstiefe und lückenloses Qualitätsmanagement.


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Netzwerke und soziale Medien und filtern spannende Dinge heraus. Ab sofort finden Sie

an dieser Stelle unsere Highlights aus der digitalen Welt der Intralogistik.

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10 DES JAHRES

Das waren die meistgelesenen Artikel des Jahres

2017 auf unserer Website

DIE TOP

ONLINE-ARTIKEL

DER F+H WEBSITE

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen die

fünf meist gelesenen Artikel des Monats

auf unserer Internetpräsenz

Das Ranking umfasst alle Seitenaufrufe im 2-Monats-Zeitraum

bis zwei Wochen vor Erscheinungstermin dieser Ausgabe. Die

Berechnungsbasis von 100% entspricht der Summe der fünf Plätze.

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Die FEM startet eine Initiative zu Trends der

Transformation in der Intralogistikbranche

56 f+h 2018/3 www.foerdern-und-heben.de


INELTA SENSORSYSTEME MIT NEUER WEBSITE

Auch das Unternehmen Inelta Sensorsysteme startet mit einem

generalüberholten Internetauftritt ins neue Jahr. Mit anschaulichen

Illustrationen und ergonomischem Design bietet die Unternehmenswebsite

jetzt eine optimierte Angebots-Übersicht. Ebenfalls neu ist

die Rubrik „Karriere“, in der das beständig wachsende Unternehmen

über seine laufenden Stellenausschreibungen informiert.

WWW.INELTA.DE

ACE: GASFEDERN ONLINE BERECHNEN UND AUSLEGEN

Auf der Homepage der ACE Stoßdämpfer GmbH können Interessenten unter

dem Punkt ‚Berechnungen‘ eine ‚Gasfeder Berechnung Online‘ durchführen, und

so die für Ihre Anwendung maßgeschneiderte Gasfeder berechnen und auslegen.

Mithilfe des neuen Online-Berechnungsprogramms lassen sich die gebräuchlichsten

Einsatzfälle von Gasfedern in wenigen Schritten berechnen. Auf diese

Weise gelangen Interessenten in kurzer Zeit zum maßgeschneiderten Maschinenelement.

Dabei werden die optimal passende ACE Gasfeder und das benötigte

Montagezubehör exakt angegeben. Die komplett grafisch aufgebaute

Benutzeroberfläche der Software bietet zudem die Möglichkeit, die Gasfederanwendung

wahlweise in 2D oder 3D zu visualisieren.

WWW.ACE-ACE.DE

SCHMIDBAUER MIT NEUER WEBSITE

Zum Jahresstart ging die überarbeitete Unternehmenshomepage www.schmidbauergruppe.de

ins Web. Sowohl die Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit der Seite

insgesamt wurden verbessert als auch neue Inhalte ergänzt. Dazu gehört etwa die

Rubrik ‚Unser Leistungsplus‘, die den Geschäftsbereich ‚Full-Service‘ ergänzt und für

2018 im Fokus steht. Der neue Leitsatz ‚Die Kraft zur Lösung‘ soll die Stärken und

Qualitäten des Unternehmens auf den Punkt bringen und das ständige Streben des

Unternehmens nach optimalen Lösungen für jedes einzelne Projekt unterstreichen.

WWW.SCHMIDBAUER-GRUPPE.DE


PERSPEKTIVEN

SCHNELLER ZUR GRÜNEN AUSSICHT

Für Viele bedeutet ein Wintergarten Erholung,

Entspannung und einen weiten Blick ins Grüne.

Die TS-Aluminium-Profilsysteme GmbH & Co. KG

fertigt dafür die passenden Profilsysteme. Auch

für Terrassendächer oder Carports produziert das

ostfriesische Unternehmen die entsprechenden

Einheiten. Um künftig seinen Kunden eine

schnellere Lieferung der Produkte zu bieten,

optimierte der Systemhersteller seine

Fertigungsprozesse mithilfe von Fischer

Consulting um 20 Prozent.

Im Vorfeld zur Beauftragung steht bei TS-Aluminium die kompetente

Beratung. Das Unternehmen hat seit 40 Jahren eine

Beratungszentrale, in der Geschäftspartner Antworten auf alle

Fragen rund um ihre Bauprojekte erhalten. Die Ostfriesen versenden

Aluminiumprofile an Verarbeiter und Handelspartner –

dies erfolgreich: Was vor 40 Jahren als Zwei-Mann-Betrieb

begann, hat sich inzwischen zu einem modernen Unternehmen

mit mehr als 30 Mio. Euro Umsatz pro Jahr und 120 Mitarbeitern

entwickelt. Erst 2017 vergrößerte das Systemhaus seine Produktions-

und Büroflächen in Großefehn, die zwischenzeitlich über

20 000 m² groß sind.

Stetes Wachstum und die Ausdehnung der Projekte auf das europäische

Ausland erfordern Investitionen und Neustrukturierungen.

Den Plan der Anschaffung einer neuen Beschichtungsanlage nahmen

Geschäftsführer Rainer Trauernicht und sein Team zum Anlass,

das Fertigungslayout genau unter die Lupe zu nehmen. Sie zogen

die Fischer Consulting zurate, ein Beratungsunternehmen aus

der Unternehmensgruppe Fischer, zu der auch die Fischer-Befestigungssysteme

gehören. Die Berater der Fischer Consulting optimieren

seit Jahrzehnten konzernintern und in Firmen, Behörden

und Handwerksbetrieben Prozesse anhand des firmeneigenen

Fischer-Prozesssystems.

58 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


DEM WERTSTROM AUF DER SPUR

Projektleiter Hans-Sönke Hartmann von Fischer Consulting analysierte

gemeinsam mit dem Fertigungsteam zunächst die Ausgangssituation.

Beispielhaft wurde dann ein Fertigungsprozess genauer

unter die Lupe genommen. „Wir identifizierten den Wertstrom. Das

heißt, wir verfolgten und visualisierten alle Produktionsschritte und

überlegten, wo sich Verbesserungspotenziale verbergen“, erläutert

Hartmann.

Kleinere Optimierungsprojekte wurden sofort in die Tat umgesetzt.

Gemeinsam mit der Belegschaft von TS-Aluminium wurden

regelmäßige Shopfloor-Runden eingeführt. In deren Rahmen werden

strukturiert Themen angesprochen, um Fehler zu beheben und

Lieferengpässe zu überbrücken.

Ein wichtiges Standbein für die zielgerichtete Durchführung der

Shopfloormeetings sind Kennzahlen. Fischer Consulting unterstützte

dabei, aussagekräftige Zahlen zu erarbeiten und zu visualisieren.

Schließlich definierten die Berater gemeinsam mit den Führungskräften

strategische Ziele und die Stoßrichtung für die kommenden

Jahre.

VOM GROB- ZUM FEINLAYOUT

Dann ging es an die Planung des Layouts für den 3 000 m² großen

Fertigungsbereich. Das Workshopteam analysierte die benötigten

Flächen und Stellplätze und legte einen Hauptmaterialfluss fest.

Auf dieser Basis wurden mehrere Blocklayout-Varianten erstellt

und Materialflüsse bestimmt. Bei der Bewertung spielten viele Faktoren

eine Rolle: Materialfluss, Wegezeiten, Größe und Anordnung

der Räume und Maschinen. Schließlich kristallisierte sich eine Variante

heraus, die am sinnvollsten erschien. Im Anschluss machten

sich die Optimierer an das Feinlayout. „Wir haben auch Risiken und

deren Auswirkungen analysiert sowie weitere Verschwendungsarten

definiert“, ergänzt Hartmann. Das Ergebnis nach den Optimierungsmaßnahmen

sprach für sich: „Mit Unterstützung von Fischer

Consulting haben wir unsere Fertigungsprozesse merklich verschlanken

können. So können wir unsere Kunden schneller beliefern

und gleichzeitig Kosten sparen“, berichtet Geschäftsführer

Trauernicht.

Künftig werden Optimierungsworkshops bei TS-Aluminium

auch ohne Unterstützung der Berater stattfinden: Teil der Workshop-Reihe

war auch eine detaillierte Schulung zu den Prinzipien

des Fischer-Prozesssystems sowie Informationen zu gängigen

Workshop-Methoden und zu den verschiedenen Verschwendungsarten.

Hartmann: „Wir legen Wert darauf, unseren Kunden Knowhow

zu vermitteln, mit dem sie künftig strukturiert selbst Verbesserungen

vornehmen können.“

Foto: Fischer Consulting

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I N T E L L I G E N C E T H A T M O V E S

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AUF EINEN BLICK

n Mithilfe einer Prozessoptimierung ließen sich die

Wegezeiten in der Fertigung verkürzen und somit der

Auftragsdurchlauf beschleunigen

n Mit Unterstützung externer Berater wurden in Shopfloormeetings

aussagekräftige Kennzahlen erarbeitet

n Im Rahmen von Workshops erworbenes Wissen befähigt

Mitarbeiter von TS-Aluminium Verbesserungen in den

Prozessen selbst durchzuführen

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PERSPEKTIVEN

„DIE ZUKUNFT IST VERNETZT“

Um sich den steigenden Kundenanforderungen

an eine flexible, schnelle und kostengünstige

Zustellung anzupassen, muss sich das

Distributionszentrum von morgen einem

tiefgreifenden technologischen Wandel

unterziehen. Wie aber sehen die bevorstehenden

Veränderungen konkret aus und welche Faktoren

beeinflussen zukünftig die Logistikindustrie? Auf

diese Fragen geht Marc Dippel, Regional Sales

Director Dach bei Honeywell Safety and

Productivity Solutions, genauer ein. Lesen Sie

mehr.

Starre Fundamente mit fest definierten Wegen und Förderstrecken

zieren noch immer das Bild vieler Warenlager in

Deutschland. Modernes Design sieht anders aus. Was den

baulichen Strukturen fehlt, ist die nötige Flexibilität, um mitunter

die schnell variierenden Kundenanforderungen bedienen zu

können. Die Entwicklung zum Distributionszentrum der Zukunft

beginnt bereits beim Namen selbst: Der Begriff des Warenlagers

wird der heutigen Entwicklung nicht mehr gerecht, denn er vermittelt

den Eindruck von stationären Produkten, die über lange Zeit in

Regalen verharren. Heute aber fließen die Produkte oder die Ware

in viel höherer Geschwindigkeit von A nach B, weswegen sich der

Begriff des Distributionszentrums durchgesetzt hat.

Auch das Versorgungsmodell über Distributionszentren unterliegt

dem Zahn der Zeit: Bauten Unternehmen früher einige wenige, dafür

große Zentrallager in einer Region, um regionale Warenbestände

aufzufüllen, kommt dieses Modell durch den Wachstum des

D2C-Geschäfts (Direct-to-Consumer) an seine Belastungsgrenze.

Zukünftig werden Unternehmen zunehmend auf kleinere, flexiblere

Distributionszentren in der Nähe von großen Ballungsräumen

setzen, um Kundenbestellungen schneller abzuwickeln und die Zustellung

auf der letzten Meile zu beschleunigen. Als leuchtendes

Beispiel geht Amazon voran, die mittlerweile elf Logistikzentren in

ganz Deutschland betreiben. Eines davon steht in Brieselang bei

Berlin und ermöglicht es Kunden in der Hauptstadt, bestellte Ware

aus diesem Distributionszentrum innerhalb einer Stunde in den

Händen zu halten. Solche dezentralen Lager können direkt vom

Anbieter oder über eines der großen, regionalen Umschlagplätze

bestückt werden. Vor allem Unternehmen, die ihre Produkte sowohl

über den stationären Einzelhandel als auch im Online-Shop

vertreiben, werden in Zukunft beide Arten von Distributionszentren

betreiben und damit flexibel auf unterschiedliche Geschäftsmodelle

und Kundenanforderungen reagieren können.

DIGITALISIERUNG VERÄNDERT DIE LOGISTIK

Flexibilität bei der Bestellabwicklung ist entscheidend: Die „Always

on“-Kultur und das veränderte Konsumentenverhalten der Endkunden

führen dazu, dass die Lieferkette beschleunigt werden

muss. Die Digitalisierung des Distributionszentrums ist bereits

01 Die Beschleunigung der Lieferkette ist eines der dringendsten

Themen, um die steigenden Kundenanforderungen an eine schnelle

und problemlose Lieferung zu befriedigen

60 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


heute voll im Gange und äußert sich vor allem im Einsatz von Fahrerlosen Transportsystemen,

smarten Containern und Lagerrobotern, so das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands

Bitkom. Vor allem aber FTS unterstützen bereits seit längerem den innerbetrieblichen

Materialfluss in Distributionszentren. In der Kommissionierung und Verladezone

verkürzen Fahrerlose Transportsysteme etwa die Wegzeiten von Mitarbeitern zum

jeweiligen Fach signifikant. Dieser Fußweg nimmt rd. 40 Prozent der Zeit für die Abwicklung

einer Kundenbestellung ein und birgt damit viel Optimierungspotenzial, indem ein

autonomes Flurförderzeug die Ware nach dem Prinzip „Ware zum Mann“ zum Kommissionierer

bringt.

DIGITALISIERUNG FÜHRT ZU STÄRKERER VERNETZUNG

Mit der Vernetzung von Maschinen im Internet der Dinge wird die automatische Datenerfassung

und Nachverfolgung von Waren entlang der kompletten Lieferkette forciert, da

zur Steuerung, Kontrolle und Optimierung komplexer Lager- und Distributionssysteme

Informationen in Echtzeit benötigt werden. Denn der Druck ist hoch: In Zeiten, in denen

der digitalisierte Kunde die sofortige Verfügbarkeit seiner bestellten Ware ohne Lieferkosten

erwartet, müssen Handelsunternehmen die logistische Abwicklung vom Wareneingang

bis zur Warenauslieferung auf der letzten Meile effizient und gleichzeitig flexibel

gestalten.

Der Wunsch nach einer verbesserten Informationslage über aktuelle Lagerbestände

und die jeweilige Position der Ware – ob im Distributionszentrum oder im Zustellfahrzeug

auf dem Weg zum Einzelhändler oder Endkunden – bildet den Eckpfeiler für den

Einsatz von RFID in der Logistik.

Mit RFID-Technologie können ganze Paletten lückenlos und in Echtzeit über einen

Transponder verfolgt werden, der die Daten direkt an ein Warenwirtschaftssystem, ERP-

System oder ein kaufmännisches System am Point of Sale übermittelt. So wird ein durchgängiger

Informationsfluss ohne Zeitverzögerung mit anderen Systemen sichergestellt

und der Betreiber hat jederzeit Einblick in die laufenden Betriebsprozesse. Da Zeit ohnehin

ein knappes Gut ist, ist die Beschleunigung der Lieferkette eines der dringendsten

Themen, um die steigenden Kundenanforderungen an eine schnelle und problemlose

Lieferung zu befriedigen. Eine Möglichkeit, damit es bei der Warenannahme oder -ausgabe

im Lager schneller zugeht, ist die automatische Erfassung der exakten Abmessungen

eines Pakets oder einer Verpackung mithilfe der 3D-Tiefenmesstechnologie. Geräte wie

der Autocube von Honeywell scannen dazu die Ware ein und ermitteln ihre exakte Höhe,

Länge und Tiefe. Das erspart zeitaufwändige und fehleranfällige manuelle Verfahren und

erlaubt eine optimale Bestückung von Regalen, Paletten oder Transportfahrzeugen auf

der letzten Meile.

Zur Unterstützung eines schnellen Materialflusses nutzen viele Lagerbetreiber neben

den zuvor genannten FTS-Anlagen verschiedene weitere Automatisierungstechniken.

Aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Sensortechnik und immer leistungsfähigerer

Software sind diesbezüglich weitere Innovationen zu erwarten, die das Bild des Distributionszentrums

der Zukunft prägen werden. Im Zuge der intelligenten Vernetzung von

Maschinen oder Anlagen entstehen allerdings riesige Datenströme, die nicht nur erfasst,

sondern vor allem analysiert und aufbereitet werden müssen, damit sie Nutzen bieten.

Um die zunehmende Konnektivität und die damit einhergehenden Datenmengen bewältigen

zu können, wird die Cloud-Technologie in der Logistik unumgänglich.

01

I N T R A

L O G I S T I K

LAGERSYSTEME

SOFT WARE

FLURFÖRDER ZE UGE

16. Int. Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen

und Prozessmanagement

13. - 15. März 2018 - Messe Stuttgart

Stöcklin Logistik GmbH

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Stöcklin Logistik AG

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info@stoecklin.com

Stöcklin Logistik | www.stoecklin.com


PERSPEKTIVEN

02 Mit RFID-Technologie

können ganze Paletten

lückenlos und in Echtzeit über

einen Transponder verfolgt

werden

03 3D-Volumenmessgeräte

wie der Autocube ermitteln die

exakten Abmessungen eines

Pakets oder einer Verpackung

02 03

Die dezentrale Architektur von Cloud Computing ermöglicht den

Fernzugriff von überall auf die abgelegten Daten und vereinfacht

u. a. die Zusammenarbeit von räumlich weit entfernten Teams.

Anbieter wie Honeywell Movilizer ermöglichen es Unternehmen,

unterschiedliche ERP-Systeme mit unterschiedlichen Anwendungsfällen

auf unterschiedlichen Hardwareplattformen zu verbinden,

sodass mobile Arbeitskräfte auf Informationen in Echtzeit

zugreifen können, die früher typischerweise in Datensilos

verschlossen waren.

Optimierungspotenziale für eine beschleunigte Abwicklung von

Kundenaufträgen bietet aber nicht nur das Distributionszentrum

selbst, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie Mitarbeiter

technisch ausgestattet sind.

WEARABLES SCHON JETZT IM EINSATZ

Wer heute seine Mitarbeiter für die veränderten Anforderungen des

E-Commerce-Geschäfts bestmöglich ausstatten möchte, setzt auf

mobile, tragbare Technologien (Wearables) wie Voice-Lösungen

oder Ring-Scanner. Kombiniert mit Sprachtechnologie schaffen

Geräte wie der Ring-Scanner eine vollständig freihändige Arbeitsumgebung,

die nicht nur den Komfort und die Ausdauer der

Arbeiter erhöhen, sondern auch zu mehr Produktivität, Genauigkeit

und Effizienz führen.

Diese Kombination aus Voice- und Scan-Lösung nutzen z. B.

Logistikdienstleister bei der Kommissionierung von Lebensmitteln:

Ein Mitarbeiter scannt zunächst die Behälter per Ring-Scanner

ein, in die der jeweilige Auftrag gepickt werden soll. Über ein

Headset bekommt der Mitarbeiter dann konkrete Anweisungen,

aus welchem Fach die Ware zu entnehmen ist. Die Ware, z. B. tiefgefrorenes

Fleisch, ist ebenfalls mit einem Barcode ausgezeichnet,

damit die Produkte über die komplette Lieferkette hinweg rückverfolgt

werden können. Dieser Barcode wird ebenfalls über den

Ring-Scanner elektronisch erfasst. Wird zusätzlich zum akustischen

Signal eine visuelle Anzeige beim Scanvorgang benötigt,

kann der Kommissionierer einen mobilen Computer mit Displayanzeige

am Handgelenk oder an der Hüfte tragen. Neben der

Effizienz- und Qualitätssteigerung sind es vor allem die verbesserte

Bewegungsfreiheit aufgrund der Bluetooth-Technologie und

die flexible Anpassbarkeit, die für den Einsatz dieser Technik

sprechen.

AUF DEM WEG ZUM VERNETZTEN MITARBEITER

Die Digitalisierung verändert dabei nicht nur die technischen Möglichkeiten

der Arbeitswelt, sondern ermöglicht auch neue Chancen

zum Schutz des Personals. Indem verschiedene Geräte, die der Mitarbeiter

trägt, über Sensoren intelligent vernetzt werden – etwa die

persönliche Schutzausrüstung, Abgasüberwachungsgeräte und Geräte

zur Messung und Überwachung der Pulsfrequenz, Körperhaltung,

des Gehörsinns und der Bewegung – werden wertvolle Daten

gesammelt und können auf einem Dashboard veranschaulicht werden.

Somit erhält der Sicherheitsbeauftragte Informationen über

das Wohlbefinden eines Mitarbeiters in Echtzeit und kann in Notsituationen

schnell Such- und Rettungsmaßnahmen einleiten. Mitarbeiter

in rauen Umgebungen – etwa im Tiefkühllager – können z. B.

mit entsprechend ausgestatteter Bekleidung und einem Tracker,

der Gesundheitsdaten und den jeweiligen Standort übermittelt, unter

solchen extremen Temperaturbedingungen aufgrund der Vernetzung

effizienter geschützt werden. Ähnliches gilt für Personen,

die in Hochregallagern isoliert arbeiten.

Das Zusammenspiel von Hardware, Software und Sensoren schafft

die technologischen Voraussetzungen für den vernetzten Mitarbeiter

der Zukunft, der besser geschützt ist und dadurch seine Aufgaben

produktiver erfüllen kann. Mobile intelligente Endgeräte wie Wearables,

die mit dem Internet verbunden sind und die erfassten Daten in

die Cloud laden, ermöglichen es Arbeitskräften, ortsungebunden auf

diese Daten zuzugreifen und sich untereinander zu vernetzen.

FAZIT

Betreiber von Distributionszentren erkennen und nutzen die

Potenziale der digitalen Transformation für sich. Bestehende

Geschäftsmodelle werden im Zuge dessen auf den Prüfstand gestellt,

um mithilfe von intelligenten Technologien Prozesse zu automatisieren

und damit Mitarbeiter effizienter einzusetzen. Die

nächsten Wellen der digitalen Transformation stehen der Branche

mit dem Einsatz von Drohnen und künstlicher Intelligenz aber erst

noch bevor.

Fotos: Honeywell

www.honeywell.com

62 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


RETOURENMANAGEMENT UND KOMMISSIONIERUNG

IM E-COMMERCE MIT DEM FAHRERLOSEN

TRANSPORTSYSTEM LEO LOCATIVE

Das Retourenaufkommen im E-Commerce

ist hoch und je mehr über das Internet

bestellt wird, desto größer wird auch die

Anzahl der zu bewältigenden Retouren.

Hier ist zeit- und kosteneffektives

Retourenmanagement gefragt, denn damit

steht und fällt die Rentabilität des Online-

Händlers. Die zurückgesandte Ware muss

so schnell wie möglich wieder im Lager für

die nächste Bestellung verfügbar sein. Der

fahrerlose Behältertransporter LEO Locative

spart Wegzeiten und erleichtert die

Abwicklung von Retouren.

Auch bei der mehrstufigen

Kommissionierung im E-Commerce-Lager

und bei Touren innerhalb von

Mehrgeschossanlagen kann das Fahrerlose

Transportsystem Wege abnehmen – und

somit Zeit und Kosten sparen.

Weitere Informationen haben wir für Sie

auf unserer Website zusammengestellt.

Des Weiteren können Sie sich auf der

bevorstehenden Logimat in Halle 6, Stand

C33 über das System informieren.

www.foerdern-und-heben.de/bito4


FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

PRAXISBEZOGENES FORSCHUNGSPROJEKT ZUM

PHARMA-SUPPLY-CHAIN-RISIKO-MANAGEMENT

IN DER LUFTFRACHT GESTARTET

Mitigate

Identify

Risk

Management

Evaluate

Analyze

Prof. Dr. Yvonne Ziegler, Professorin für

Luftverkehrsmanagement an der Frankfurt

University of Applied Sciences (Frankfurt UAS),

arbeitet mit Unternehmen aus der

Pharmaindustrie, der Transport- und Logistiksowie

der IT- und Prozessberatungsbranche an

einem Forschungsprojekt zum Pharma-Supply-

Chain-Risiko-Management. Ziel ist es, ein IT-Tool

zu entwickeln, das Pharmaherstellern helfen soll,

die Pharma-Supply-Chain risikobasiert zu

managen.

1

TRANSPARENZ UND SICHERHEIT

DURCH DIGITALISIERUNG

Die deutsche Pharmaindustrie ist mit einem Gesamtumsatz von

39,5 Mrd. Euro im Jahr 2016 einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige

in Deutschland. Mit ihren Produkten trägt die

Branche entscheidend dazu bei, Lebensqualität und -erwartung

der Menschen zu erhöhen.

Die zunehmende Globalisierung von Produktion und Vertrieb

der Pharmaprodukte, die Regulierung des Markts und der Trend

zum Outsourcing stellen alle Beteiligten der weltweiten Pharma-

Supply-Chain vor komplexe Herausforderungen. In den vergangenen

Jahren hat sich zudem die Rechtslage verschärft: Die Verantwortung

für die Qualität der Produkte in der Supply Chain

wurde in den „Guidelines on Good Distribution Practice of medicinal

products for human use“ der Europäischen Kommission

(EU GDP-Richtlinien) allen an der Prozesskette involvierten Parteien

bewusst gemacht. Die Richtlinien fordern ein entsprechendes

Qualitätsrisikomanagement von den Pharmaunternehmen

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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG


2

3

ein, mit dem Ziel, mehr Sicherheit und Transparenz entlang der

Supply Chain zu erreichen. Sie legen fest, dass die Planung der

Transporte für Pharmaprodukte mit dem Bewusstsein für mögliche

Risiken vorgenommen werden muss, um diese möglichst

zu vermeiden.

Als Konsequenz steigt bei Produzenten, Großhändlern und

Logistikdienstleistern der Wunsch nach einem noch zu entwickelnden,

intelligenten IT-System, das unter den Aspekten erhöhter

Sicherheit, Wachstum und Umsatzsteigerung die Transportkette

umfassend visualisiert und risikobasiert planbar

macht.

DAS PHARMAPRODUKT

LOGISTISCH IMMER IM BLICK

Das klingt einfach. Tatsächlich handelt es sich aber um ein global

agierendes, komplexes Netz aus unternehmensinternen

und -externen Schnittstellen zwischen Herstellern, Lieferanten,

Transportunternehmen, Großhändlern und Kunden. Sie alle

wollen – und sollen – das Produkt permanent im Blick haben.

Das war bislang nicht so: Nach Einschätzung des Branchenverbandes

International Aviation Transportation Association

(IATA) sind nur etwa 50 Prozent der weltweiten Luftfrachtbriefe

elektronisch aufbereitet.

Erstmalig arbeiten daher unter Leitung der Luftverkehrsexpertin

Prof. Dr. Yvonne Ziegler Pharma-, Transport- und Logistik-

sowie IT- und Prozessberatungsunternehmen an einer

gemeinsamen Lösung für ein Qualitätsrisikomanagement. Der

Fokus liegt dabei auf den über den Luftverkehrsweg versendeten

Pharmaprodukten, die temperatursensibel sind, z. B. Insulin

oder Impfstoffe.

Ihr Projektziel ist die Entwicklung eines webbasierten Risikomanagement-IT-Tools,

das den Unternehmen entlang der Pharma-Supply-Chain

strategisch bei der Netzwerkgestaltung und

taktisch im Monitoring von Einzelsendungen hilft. Dabei ist

auch der Einsatz der Blockchain-Technologie angedacht.

RISIKEN IDENTIFIZIEREN –

ANALYSIEREN – MINIMIEREN

Das Projekt betritt Neuland, denn vergleichbare Risikomodelle

gibt es bislang nur im Finanzsektor. Um das Projektziel zu erreichen,

sind aufwändige Vorarbeiten zu leisten, wie etwa die gesetzlichen

Anforderungen der wichtigsten globalen Märkte zu

erfassen und gemeinsame Standards zu definieren. Datenbanken,

die z. B. Wetterinformationen oder politische Daten umfassen,

sollen in das IT-Tool integriert werden und so die Entscheidung

für eine möglichst risikoarme Lieferkette erleichtern.

Im ersten Schritt wird das Leistungsportfolio der agierenden

Partner mit ihren unternehmensinternen und -externen

Schnittstellen entlang der Lieferkette im Rahmen eines ganzheitlichen

Risikomanagements identifiziert, bewertet und digitalisiert.

Anschließend werden mögliche Risiken entlang der

Lieferkette kenntlich gemacht, um dann die Transportwege und

-partner aufzuzeigen, mit denen sich die Risiken minimieren

lassen.

Die webbasierte Lösung wird dem Pharmaproduzenten ein

Verzeichnis der Supply-Chain-Partner und ihren Fähigkeiten

4

entlang einer bestimmten Transportroute zur Verfügung stellen.

Darauf basierend kann er Risikokennzahlen für seine weltweite

Supply Chain abrufen und entsprechend seine Vertragspartner

zur Auswahl bestimmter Flugrouten und Dienstleister

verpflichten. Des Weiteren kann der Pharmaproduzent das IT-

Tool zur Qualifizierung neuer Routen nutzen, um festzustellen,

welche Route für einen bestimmten Zweck geeignet ist. Darüber

hinaus lassen sich die Informationen auch zur Zertifizierung

und Dokumentation gegenüber Behörden verwenden.

Schließlich werden den Dienstleistern in der Lieferkette Qualitätsaudits

angeboten, um ihre Leistung zu verbessern und sich

als Partner zu qualifizieren.

Die Pharmaindustrie agiert über ihre Logistikdienstleister

weltweit. Vor diesem Hintergrund soll das neue IT-Tool langfristig

auch weltweit eingesetzt werden können. Die Entwicklung

findet schrittweise statt und fokussiert zunächst auf die Transportwege

per Luftfracht in Europa, dann den USA und Asien.

Mittelfristig ist die Erweiterung des IT-Tools um andere

Verkehrsträger wie See-, Schienen- und Straßentransport angedacht.

Der im Laufe des Projekts entwickelte Prototyp des IT-Tools

soll aIs IT-Dienstleistung in ein eigenständiges Unternehmen

am Standort Hessen überführt werden. „Aktuell existiert kein

vergleichbares IT-Tool in der Pharma- beziehungsweise Logistikbranche“,

erklärt Ziegler. „Mit der entstehenden digitalen

Lösung wird der Weg des temperatursensiblen Pharmaprodukts

von der Produktion bis zum Kunden nachvollziehbar und

langfristig vorausblickend unter den Aspekten Sicherheit,

Wachstum und Umsatzsteigerung planbar. Das fördert die

Sicherheit der pharmazeutischen Produkte und schützt damit

den Endverbraucher.“

DIE PROJEKTPARTNER

n Projektteam: Prof. Dr. Yvonne Ziegler, Astrid Kramer (Wissenschaftliche

Mitarbeiterin)

n Kooperationspartner: cynatics Consulting GmbH, Hochschule

Rheinmain, Hochschule Fulda, Bayer AG, Boehringer Ingelheim

Pharma GmbH & Co. KG, Frigo-Trans GmbH und

Gefco Forwarding Germany GmbH

n Assoziierte Partner: Aircargo Community Frankfurt e. V., BPI

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V., DB

Schenker Deutschland AG, Elpro-Buchs AG, Flughafen Düsseldorf

Cargo GmbH, IATA – International Air Transport Association,

Lufthansa Cargo AG, r-biopharm AG, Regierungspräsidium

Darmstadt, Roche Diagnostics GmbH, Sanofi-Aventis Deutschland

GmbH, Sensitech EMEA

n Laufzeit: 1. September 2017 – 31. Dezember 2019

n Finanzierung: Die Gesamtausgaben werden mit rund einer

Millionen Euro beziffert, die zur Hälfte von den Projektpartnern

getragen werden. Das Land Hessen unterstützt das praxisbezogene

Forschungsprojekt „Pharma-Supply-Chain Risk Management

in der Luftfracht“ (Projektnummer 555/17-37) im Rahmen

der Loewe-3-Förderrichtlinie mit einem Fördervolumen von ca.

500 000 Euro.

Fotos/Grafik: Fotolia, Frankfurt UAS

Bearbeitung: VFV Layout, Sonja Schirmer

www.frankfurt-university.de

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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

„WORK BY INCLUSION“ – FORSCHUNG TRIFFT

PRAXIS: DATENBRILLE ERMÖGLICHT INKLUSION

Das vorrangige Ziel des Projekts „Work by Inclusion“ ist die

Inklusion von hörbehinderten Menschen in Betriebsabläufe

der Lagerlogistik. Dabei werden den Mitarbeitern wichtige

Informationen mithilfe der Kommissioniertechnologie „Pick by

Vision“ durch eine Datenbrille bereitgestellt. Zusätzlich ermöglicht

das entwickelte System die Kommunikation zwischen

hörbehinderten und hörenden Mitarbeitern. Das vom

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte

Projekt ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben des Lehrstuhls

für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen

Universität München (TUM), der CIM GmbH in Fürstenfeldbruck

als Spezialist für Lagerverwaltungssoftware sowie der Schmaus

GmbH als Praxispartner.

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Nächste Messen:

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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

01

Initiiert wurde das mittlerweile abgeschlossene Projekt von der

Schmaus GmbH. Das Fachhandelsunternehmen für Bürobedarf

mit 48 Mitarbeitern legt seit Jahren Wert auf die Integration von

Menschen mit Handicaps: Seit dem Jahr 2000, als der erste Mitarbeiter

mit Handicap eingestellt wurde, wuchs die Anzahl der

schwerbehinderten Beschäftigten auf 25 Prozent des Mitarbeiterstammes.

Von den heute zwölf Mitarbeitern mit Behinderung sind

mit insgesamt neun Fachkräften die meisten im operativen Logistikbereich

vertreten. Im Betrieb sind sechs gehörlose oder auf einen

Gebärdensprachdolmetscher angewiesene Personen angestellt. In

Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl fml der Technischen Universität

München als Entwickler der Kommissioniertechnologie „Pick by

Vision“ sowie der CIM GmbH wurde das Forschungsprojekt „Work

by Inclusion“ etabliert.

AUSGANGSSITUATION ZUR HÖRBEHINDERUNG

In Deutschland gibt es ca. 80 000 Gehörlose und 140 000 Schwerhörige

mit einem Grad der Behinderung von mehr als 70 Prozent, sodass

sie auf einen Gebärdensprachdolmetscher angewiesen sind.

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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG


01 Datenbrille Vuzix M300 – in die Sicherheitsbrillenfassung wurden

für den Mitarbeiter angepasste Korrektionslinsen eingesetzt

Auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes wird davon

ausgegangen, dass bundesweit ca. 10 000 Arbeitsplätze nicht besetzt

sind, die von Hörgeschädigten eingenommen werden könnten.

Hier bietet das Konzept „Work by Inclusion“ großes Potenzial,

um schwerbehinderte Fachkräfte in den ersten Arbeitsmarkt zu

bringen.

WIE FUNKTIONIERT DAS SYSTEM „WORK BY

INCLUSION“?

Im System „Work by Inclusion“ wird die am Lehrstuhl fml der Technischen

Universität München entwickelte Kommissioniertechnologie

„Pick by Vision“ angewendet. Die Informationen eines Kommissionierauftrags

wie Lagerplatz, Anzahl der zu entnehmenden Artikel

sowie eine Artikelbeschreibung werden mithilfe einer Datenbrille

in das Sichtfeld des Fachpersonals eingeblendet. Dieses

Informationssystem lässt sich im Gegensatz zu der auf Sprache basierenden

„Pick by Voice“-Technologie von hörbehinderten und

hörenden Kommissionierern gleichermaßen nutzen, denn Informationen

werden ausschließlich visuell und nicht akustisch übertragen.

Zugleich ist „Pick by Vision“ eine beleglose und wettbewerbsfähige

Technologie für Lagerprozesse z. B. Kommissionierung,

Einlagerung und Umlagerung – im Gegensatz zu der klassischen

Kommissionier- oder Auftragsliste in Papierform, die im

Zuge der voranschreitenden Digitalisierung immer mehr verdrängt

wird. Über die Assistenz bei der Kommissionierung hinaus ermöglicht

die Datenbrille das Absetzen und Empfangen von Nachrichten

und stellt somit eine gemeinsame Kommunikationsplattform zwischen

allen hörbehinderten und hörenden Mitarbeitern bereit. So­

mit werden zusätzlich zu den zu absolvierenden Arbeitsschritten

auch Warnmeldungen (z. B. Feueralarm) oder auch allgemeine Informationen

(z. B. Teammeeting) für alle Nutzer gleichermaßen im

Sichtfeld angezeigt.

Neben der Datenbrille führt der Kommissionierer einen handlichen

Barcodescanner mit sich, um die ausgeführten Arbeitsschritte

zu quittieren sowie Artikel und Lagerplätze zu identifizieren

und damit eine hohe Prozessqualität sicherzustellen. Des

Weiteren geschieht über diesen Scanner die Bedienung der Datenbrille.

Es hat sich herausgestellt, dass eine Bedienung über die

an der Datenbrille vorhandenen Tasten und Touchsensoren nicht

praktikabel ist. So wird die Datenbrille bei Tastendruck leicht verschoben

und der Nutzer muss sie wieder ausrichten, damit der

Bildschirm zu sehen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass in manchen

Lagern oder auch nach persönlichem Wunsch mit Handschuhen

gearbeitet wird, welche das Betätigen der Tasten einschränken

können. In dem Barcodescanner sind neben der Taste

AUF EINEN BLICK

n Die am Lehrstuhl fml entwickelte Technologie „Pick by

Vision“, bei der die Informationsbereitstellung visuell

über eine Datenbrille realisiert ist, kann es ermöglichen,

auch Gehörlose in Lagerprozesse einzubinden und dabei

die Vorteile belegloser Kommissionierung zu nutzen

n Im Hinblick auf den wachsenden Fachkräftemangel

erschließt sich eine neue Arbeitnehmergruppe für den

Bereich Intralogistik

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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

02

zum Scannen drei weitere Tasten integriert, die bei Betätigung das

Senden von frei programmierbaren Signalen auslösen. Mit den

drei Aktionen „Weiter“, „Bestätigen“ und „Zurück“ lassen sich alle

Menüelemente in der Datenbrillen-App ansteuern. Außerdem

können numerische Werte eingegeben werden, z. B. im Falle einer

Minderentnahme oder bei einer Inventur.

02 Im handlichen Barcodescanner sind neben der Scan-Taste drei

weitere Tasten zur Steuerung der Datenbrillen-App integriert

03 Die zwei aufeinanderfolgenden Bildschirmanzeigen einer

Kommissionierposition. Aktuell zu verrichtende Tätigkeiten

werden durch eine weiße Einfärbung hervorgehoben

Bei der Auftragsanzeige wird weitgehend auf Texte verzichtet. Mit

Piktogrammen und Zahlen wird dem Nutzer vermittelt, welche

Arbeitsschritte zu absolvieren sind. Somit wird eine „sprachliche“

Informationsdarstellung vermieden. Dies ermöglicht über die Inklusion

von Hörbehinderten hinaus, dass auch fremdsprachige

Fachkräfte und Analphabeten das System nutzen können.

Die Kommunikationsschnittstelle zur Datenbrille wurde vom Projektpartner

CIM Logistik-Systeme GmbH offen definiert. Jeg liche

Software-Plattformen, nicht nur Lagerverwaltungssysteme, können

anzuzeigende Inhalte an die Datenbrille senden. Auf der Datenbrille

ist eine von CIM entwickelte Android-App installiert, die die Informationen

empfängt und dem Nutzer visualisiert. Diese App lässt sich

auch auf diversen anderen Android-Geräten z. B. Smartphones oder

Datenterminals installieren. Das Anwendungsspektrum des Systems

03

70 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG


ist aufgrund seiner Architektur nicht nur auf die Kommissionierung

beschränkt, sondern lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen,

bei denen eine mobile Informations anzeige nützlich ist.

NUTZEN UND VORTEILE FÜR ANWENDER

Eine auf gelungene Inklusion von Menschen mit Handicaps ausgerichtete

Unternehmensphilosophie macht sich nach Erfahrungen

der Schmaus GmbH in einer hohen Loyalität der Belegschaft,

einem positiven Unternehmensklima sowie in einer niedrigen

Fluktuationsrate bemerkbar. Zudem wird bei den hörgeschädigten

Mitarbeitern die fehlende oder verminderte Funktionsfähigkeit

des Gehörs durch eine besonders gut ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit

der Augen kompensiert. Somit werden die zu erledigenden

Tätigkeiten in der Logistik, wie das Zusammenstellen

der Artikel einer Bestellung aus den entsprechenden Lagerplätzen,

trotz oder gerade aufgrund des Handicaps in einer besonders

hohen Qualität und Quantität erbracht. „Work by Inclusion“ gibt

somit Unternehmen die Chance, hoch motivierte Menschen mit

Handicap zu beschäftigen und dem bereits spürbaren Fachkräftemangel

entgegenzuwirken.

FÖRDERMÖGLICHKEITEN

Für Unternehmen mit schwerbehinderten Beschäftigten gibt es finanzielle

Zuschüsse. Eine behindertengerechte Ausstattung unter

Nutzung von Datenbrillen kann durch das im jeweiligen Bundesland

zuständige Integrationsamt, die Agentur für Arbeit sowie die

Rentenversicherung gefördert werden. Das Integrationsamt kann

investive und behinderungsbedingte Anschaffungen fördern. Relevant

für Arbeitgeber sind vor allem die Unterstützung der Investitionen

für die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie

technische Arbeitshilfen, die speziell auf die Bedürfnisse des Arbeitnehmers

zugeschnitten sind. Diese werden für den Hörgeschädigten

persönlich angeschafft. Dazu gehören z. B. die Datenbrille,

eventuell benötigte Korrekturgläser sowie der Handscanner.

Direkte finanzielle Leistungen an hörgeschädigte Arbeitnehmer

können z. B. für den Bedarf an Gebärdensprachdolmetscher bei

innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen und beruflichen

Weiterbildungsmaßnahmen gestellt werden. Somit kann die Förderung,

abhängig vom Einzelfall, über den einzelnen Arbeitsplatz

hinausgehen.

FÖRDERHINWEIS

Das Projekt „Entwicklung von visuellen Arbeitsmitteln für in Lagerprozessen

tätige Gehörlose – Work-by-Inclusion“ wird unter dem

Kennzeichen 01KIVI141207 durch das Bundesministerium für Arbeit

und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert.

Fotos: fml

Autoren: Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner leitet den Lehrstuhl für Fördertechnik

Materialfluss Logistik (fml) an der Technischen Universität München (TUM)

Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Willibald A. Günthner leitete von 1994 bis 2017

den Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) an der Technischen

Universität München (TUM)

Dipl.-Ing. Matthias vom Stein ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am fml

www.work-by-inclusion.de

MULTIFLEX

DAS NEUE SYSTEM FÜR

PALETTENTRANSPORT

Vorstellung des neuen

MULTIFLEX Systems

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Stuttgart

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PRODUKTE UND SYSTEME

LAGENPALETTIERER MIT INFRAROTGESTEUERTER

ARBEITSPLATZANPASSUNG

Die Hagenauer+Denk KG (H+D) aus Immenstadt

hat einen Packplatz mit Lagenpalettierer

entwickelt, der Bedienpersonen mit Handicap ein

ergonomisches Arbeiten und eine hohe

Arbeitseffizienz ermöglicht. Die Anlage ist

elektrohydraulisch höhenverstellbar und kann

über eine infrarotgestützte Messeinrichtung

mithilfe eines Touch Panels auf die Arbeitshöhe

des Bedieners vollautomatisch eingestellt

werden. Lesen Sie mehr.

Das Unternehmen Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) fertigt

Auszüge für Herdbleche in großen Stückzahlen. Die Auszüge

werden je nach weiterer Verwendung entweder in

Kartons oder in Kunststoffbehälter verpackt. Da Kartons

und Behälter ein Gewicht von 40 kg erreichen können, wurde die

Endverpackung auf den Prüfstand gestellt und eine ergonomische

und teilautomatisierte Lösung angestrebt. Gemeinsam mit dem

Verpackungsspezialisten H+D ist daraus ein Konzept entstanden,

das den ergonomischen und räumlichen Vorstellungen des Hausgeräteherstellers

entspricht.

Der neue Packplatz ist mit einem pneumatischen Kartonaufrichter

ausgestattet, der die Bodenlaschen der Faltkartons automatisch

einschlägt und den Karton fixiert. Die Zuführung der unverpackten

Herd-Auszüge findet über Pufferbahnen statt, die so angeordnet

sind, dass eine ergonomische Kartonbefüllung durch den Mitarbeiter

möglich ist. Ist ein Karton befüllt, wird dieser einem Karton-

verschließer zugeführt, der die Deckellaschen des Kartons einfaltet

und den Karton an Boden und Deckel sicher mit Selbstklebeband

verschließt. Bei der Befüllung von Kunststoff- Behältern wird der

Kartonaufrichter mit einer Blechhaube verdeckt, auf der die Behälter

anschließend positioniert und befüllt werden. Des Weiteren

werden der obere und untere Klebekopf des Kartonverschließers

deaktiviert, damit kein Klebebandverschluss bei Behältern stattfindet.

Der Packplatz lässt sich von mehr als zehn Personen im Mehrschichtbetrieb

nutzen. Einige der Mitarbeiter haben körperliche

Einschränkungen. Ziel der Investition ist, dass die Anordnung des

Packplatzes hinsichtlich der ergonomischen Bedürfnisse jedes

Mitarbeiters individuell gestaltbar bleibt und eine Umstellung automatisch

stattfinden kann. Die Lösung sieht daher vor, bei Arbeitsbeginn

den Benutzercode des Bedieners sowie den Produktund

Verpackungstyp (Karton oder Behälter) über ein Touch Panel

vorzugeben. Damit fährt die Anlage in die hinterlegte individuelle

Arbeitsposition. Die Arbeitshöhe ist elektrohydraulisch höhenvariabel.

Ein Infrarotsensor misst die Höhe millimetergenau. Gleichzeitig

werden die Klebeköpfe der Kartonverschließmaschine aktiviert

oder deaktiviert. Die Zuführbahnen für die Auszüge sowie die nachgelagerte

Pufferbahn für fertige Kartons und Behälter sind gelenkig

ausgelegt und kompensieren damit Niveau-Unterschiede.

Anschließend weist der Kartonverschließer die fertiggestellten

Behältnisse über eine Staubahn dem Lagenpalettierer zu. Der Lagenpalettierer

arbeitet halbautomatisch, kann aber auf vollautomatischen

Betrieb eingerichtet werden. Die Kartons und Behälter werden

von der Rollenbahn direkt auf die Beladeplatte des Lagenpalettierers

geschoben. Hier muss der Mitarbeiter die einzelnen Gebinde

zu einem vordefinierten Lagenbild zusammenschieben. Ist eine

Lage fertig, wird diese per Knopfdruck seitlich auf einen Palettenstellplatz

verfahren und auf der Palette abgesetzt. Der Lagenpalettierer

misst dabei die jeweils vorhandene Stapelhöhe und setzt eine

neue Lage auf der darunterliegenden Lage ab.

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VOLLAUTOMATISCHER PALETTENWECHSEL

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GESCHÄFTSFÜHRER

HAGENAUER+DENK AG

Mit unserer individualisierten Packplatzgestaltung

und einer automatischen

Palettierung lassen sich ergonomische

Kriterien voll und ganz berücksichtigen

Beim Stapeln von Behältern ist eine hohe Positionsgenauigkeit

wichtig, damit Behälterboden und -deckel jeweils ineinander einrasten.

Aus diesem Grund überwacht eine Sensorik die Palettenposition.

Durch den Einbau eines automatischen Abschiebers mit

einer Steuerungsanpassung lässt sich der Lagenpalettierer bei Bedarf

auch als Vollautomat einsetzen.

Eine fertig gestapelte Palette wird über eine Rollenbahn automatisch

abgeführt und eine leere Palette wieder unter der Beladeplatte

positioniert. Unter anderem um die Palettenwechselzeiten gering

zu halten, ist die Fördertechnik doppelstöckig angeordnet. Leer-Paletten

werden auf der unteren Ebene zugeführt, über einen Scherenhubtisch

positioniert und dann in der oberen Ebene als Voll-Paletten

wieder abgeführt. Die Aufgabe von Leer-Paletten und die Abnahme

von Voll-Paletten wird durch den Einsatz von Gabelstaplern

am Ende der Paletten-Pufferstrecke ermöglicht. Auch hier lässt sich

durch den Einsatz eines Leer-Palettenspeichers mit einer Kapazität

von 25 Paletten der Automatisierungsgrad nochmals erhöhen.

Steuerungstechnisch ist die Anlage mit einem Profibus-System ausgestattet.

Störmeldungen werden per Klartextanzeige auf dem

Touch-Display ortsgenau dargestellt. Außerdem werden die IDs der

Behälter und Kartons in einem Datenbaustein gesammelt und einer

bestimmten Palette zugeordnet. Dabei findet der Datenaustausch via

Profibus-Schnittstelle mit einem Leitrechner statt. Angedacht ist, die

Paletten-Zuführung und -Abholung über autonome Flurförderzeuge

zu realisieren. Der zusätzliche Datenaustausch lässt sich mit den bestehenden

Strukturen abbilden.

Die Anlage ist auf einen Durchsatz von 100 Gebinden bzw. sechs

Paletten pro Stunde ausgelegt. Diese Arbeit kann von ein bis zwei

Personen mit körperlicher Einschränkung bewerkstelligt werden.

Alle arbeitsintensiven Schritte wurden durch den Einsatz von Technik

ersetzt oder so gestaltet, dass eine alters- und behindertengerechte

Ausübung der Arbeiten möglich ist. H+D Geschäftsführer

Dr. Gerd Strasser: „Der Packvorgang ist behindertengerecht, die Palettierung

findet automatisiert statt und der Palettenwechsel läuft

vollautomatisch ab. Somit ließ sich die Arbeitsbelastung auf ein Minimum

reduzieren. Selbst Personal mit erheblicher körperlicher

Einschränkung kann dauerhaft einer Arbeit nachgehen.“

Fotos: Hagenauer+Denk AG

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PRODUKTE UND SYSTEME

VIEL BEWEGEN AUF ENGEM RAUM

Die BSH Hausgeräte GmbH betreibt seit 2017

einen neuen „Abstapel-Bahnhof“. Den Kern der

Intralogistik-Anlage bilden zwei Sechs-Achs-

Roboter, die trotz beengter Platzverhältnisse für

eine hohe Produktivität und Flexibilität sorgen.

Seit ihrer Gründung als Gemeinschaftsunternehmen der Robert

Bosch GmbH und der Siemens AG im Jahre 1967 hat

sich die BSH Hausgeräte GmbH zu einem der international

führenden Hausgerätehersteller mit weltweit 40 Produktionsstätten

entwickelt. Mit seinen Produkten verspricht der Hersteller

die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen und setzt dabei

auf Qualität und Vielfalt.

Um die hohen Produktstandards und die große Bandbreite des

Portfolios auch weiterhin sicherstellen zu können, galt es die Fertigungsprozesse

in Hinsicht auf Produktivität und Flexibilität zu optimieren.

Aus diesem Grund installierte der Hersteller am Standort in

Dillingen zwei Sechs-Achs-Roboter aus dem Hause TGW Robotics,

die die Sortierung und das Handling von Basisträgern von Geschirrspülmaschinen

sowie deren Abnahme und Pufferung übernehmen.

Auch für die anschließende Beladung in Gebindewagen ist

mithilfe der neuen Roboter gesorgt.

MEHR FLEXIBILITÄT IN DER PRODUKTION

2016 wurde TGW Robotics von BSH mit dem Neubau eines „Abstapel-Bahnhofs“

als Generalunternehmer beauftragt. „Ausgangspunkt

war eine bestehende, ähnliche Anlage mit hoher Taktzeit

aber geringem zu verarbeitendem Produktspektrum“, so Sebastian

Feistl, Design Engineer bei TGW Robotics. „Diese Anlage wurde

komplett durch unsere neue Anlage an selber Stelle ersetzt.“

Es sollte zudem eine Anbindung der neuen Intralogistik-Anlage

an die Spritzgussmaschinen realisiert werden, deren Anzahl der

Hersteller im Zuge der Neuausrichtung der Produktionsprozesse

von drei auf sechs verdoppelte. Feistl: „Für die Installation der neue

Anlage stand uns nur eine Fläche von 150 Quadratmetern zur Verfügung.

Wir planten, designten und realisierten also auf engstem

Raum. Zudem musste eine vollautomatische Erkennung und Aufteilung

der Basisträger für die Spülmaschinen auf vier voneinander

unabhängigen Arbeitsplätzen integriert werden.“

Mithilfe der Bauteilerkennung lassen sich nun alle bestehenden

Basisträgerwerkzeuge unabhängig ihrer Variante auf allen

neuen Spritzgussmaschinen der verketteten Anlage aufspannen.

Dies ermöglicht es, vollautomatisch mehrere Basisträgervarianten

gleichzeitig zu produzieren und sortiert auf die Materialflusssysteme

zu stapeln. Die Prozessabläufe werden auf Monitoren

visualisiert.

PRÄZISION IST GEFRAGT

Das Herzstück der neu installierten Anlage bildet die Roboterzelle

mit zwei Sechs-Achs-Robotern: „Ein vorgegebenes Lochmuster

lässt die Roboter die unterschiedlichen Basisträger erkennen. So ist

eine sortenreine Zuordnung und eine anschließende Zusammenstellung

gleicher Basisträger zu einem Zehner-Paket in einem Magazin

möglich“, erklärt Feistl. „Die beiden Roboter interagieren innerhalb

eines sehr kleinen Bereichs − ein Sicherheitsbereich, der

mit unserer Safety-Technologie ausgestattet ist.“

Für die nötige Präzision während der Verarbeitungsprozesse

sorgt eine von TGW Robotics entwickelte Greifertechnologie. „Wir

haben einen Mehrzweckgreifer zum Handhaben der einzelnen

Basisträger eingesetzt. Auf diese Weise kann der Roboter die

74 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


Zehner-Pakete zusammenstellen und zwischenlagern. Hier

kommt es auf jeden Millimeter an.“

Obwohl für die Installation der neuen Anlage keine zusätzliche

Fläche zur Verfügung stand, ließ sich die Produktivität erhöhen und

das zu bearbeitende Produktspektrum erweitern. Mit dem neuen

Abstapelkonzept wurde der strategischen Ausrichtung einer qualitativ

hochwertigen Eigenfertigung Rechnung getragen und durch

die Verkettung der Bestandsmaschinen mit den neuen Spritzgussmaschinen

zusätzliche Synergieeffekte geschaffen.

Fotos: TGW

www.tgw-group.com

AUF EINEN BLICK

n Sechs-Achs-Roboter übernehmen Handhabungs- und

Sortieraufgaben im Abstapel-Bahnhof

n Unterschiedliche Basisträger werden mithilfe eines

vorgegebenen Lochmusters von den Robotern identifiziert

und sortenrein zugeordnet

n Das Abstapelkonzept mit Robotertechnologie sorgt für

höhere Produktivität auf gleichbleibend geringer Fläche


PRODUKTE UND SYSTEME

TRANSPORT- UND

HANDLINGSYSTEM IN EINEM

Durch die Produktion bedingte Prozessabläufe

sowie räumliche Gegebenheiten standen im

Mittelpunkt der Anforderungen, die die Arnold

Gruppe an die Konzeption eines Fördersystems

für Glasröhrchen stellte. Direkt aus der

Produktion kommend sollten die Röhrchen,

Temperatur etwa 100 °C, per Fördertechnik

übernommen, transportiert und an

entsprechende Weiterbearbeitungsstationen

übergeben werden. Was sich bis hier hin recht

einfach anhört, verlangte von den Ingenieuren

der AMI Förder- und Lagertechnik die

Entwicklung einer technisch anspruchsvollen

und individuell auf die Ansprüche des Betreibers

zugeschnittenen Taktförderanlage.

Im Segment der thermischen und mechanischen Glasbearbeitung

bietet die Arnold Gruppe ein breites Spektrum von Brennern,

Werkzeugen und Standardmaschinen für den anspruchsvollen

Glasfachbetrieb. Aber auch komplexe Prozess lösungen,

z. B. für die solarthermische Glasröhrenfertigung, dem hochpräzisen

Resizing von Quarzglasröhren, zur hochautomatisierten Fertigung

von Labor- und Lampenglas und andere Spezialanwendungen

für die thermische Glasbearbeitung gehören zum Portfolio des

Unternehmens. In den Kundenbüchern finden sich Unternehmen

aus den Bereichen Photovoltaik, Glas- und Quarzglasverarbeitung,

der Faseroptik sowie der Automobilherstellung.

DIE ANFORDERUNG

Für einen Kunden aus dem Bereich der Glasröhrenfertigung bestand

die Anforderung darin, eine vollautomatische Förderanlage

zu realisieren, die in der Lage sein muss die Funktionen Handhabung

und Transport, der direkt aus der Produktion kommenden

und noch 100 °C heißen Gläser mit einem Durchmesser von

25 mm und Längen von 90 bis 150 mm im Sinne eines effizienten

Materialflusses zu kombinieren. Dabei sollen in einem Takt von

acht Sekunden jeweils vier Glasröhrchen sortenrein, also z. B.

90 mm lang, transportiert, per Sauggreifer aufgenommen, auf ein

Werkstückträgersystem mit 24 Einheiten übergeben und auf der

Fördertechnik weiterberarbeitenden Maschinenanlagen zugeführt

werden.

76 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


Quint: „Mit der Entwicklung

der Taktförderanlage konnten

wir einmal mehr unser

Know-how für die Erfüllung

individueller Betreiberansprüche

unter Beweis stellen“

01

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Da die Arnold Gruppe bei anderen Projekten bereits mit der AMI Förder- und Lagertechnik

GmbH zusammengearbeitet hat und sowohl die Fähigkeit des Unternehmens sich auf

individuelle Anforderungen einzustellen als auch dessen fachliches Know-how und die

Zuverlässigkeit sehr schätzte, ging die Anfrage und schließlich der Auftrag zur Entwicklung,

Konstruktion, Herstellung und letztlich zur Realisierung des Taktfördersystems an

das Unternehmen aus Luckenbach.

DIE RAHMENBEDINGUNGEN

Neben den technischen Ansprüchen und dem Wunsch die Förderanlage in die der eigentlichen

Produktion nachgeschalteten Prozesse der Weiterberarbeitung zu integrieren, galt

es gewisse Rahmenbedingungen zu beachten. „Die durch bereits vorhandene Maschinen,

Anlagen, Sicherheitseinrichtungen und einen Schaltschrank existierende innerbetriebliche

Infrastruktur und die nur eingeschränkt zur Verfügung stehende Stellfläche“, so Rolf

Quint, ausführender Konstrukteur bei AMI, „verlangte von uns ein hohes Maß an Ideen für

den konstruktiven Aufbau und die Realisierung. Denn schließlich musste das Taktfördersystem

ja den prozesstechnischen Anforderungen entsprechen und sich zudem in die Anlagen

zur weiteren Bearbeitung integrieren lassen.“ Darüber hinaus durfte laut Quint z. B.

der Werkstückträger (inkl. überstehender Bauteile) für die Aufnahme der Glasröhrchen

eine gewisse Breite nicht überschreiten.

DIE LÖSUNG UND IHRE KONSTRUKTIVEN DETAILS

Nachdem die Verantwortlichen der Arnold Gruppe die Rahmenbedingungen und Anforderungen

definiert hatten, war dies für das Projekt-Team von AMI zugleich das Startsignal

zur Entwicklung einer geeigneten Förderanlage.

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02

Als Basis der Konstruktion kam ein Zahnriemenförderer mit Spezialzahnriemen

zum Einsatz, der für die positionsgenaue Aufnahme

der Glasröhrchen auf die einzelnen Werkstückträger und deren exakte

Übergabe an die jeweilige Weiterbearbeitungsstation sorgt. Bei

einem Achsabstand (Antriebsachse zu Umlenkachse) von etwa

sechs Metern wurde eine Teilung von 24 gewählt, um die Distanz

zwischen Aufnahme und Übergabe an den beiden Bearbeitungsanlagen

zu überbrücken. Ferner ließ sich der Takt in der geforderten

Zeit von acht Sekunden realisieren.

Bedingt durch die vorhandenen Maschinen und Anlagen wurde

ein Werkstückträgersystem mit einer Breite von 260 mm konzipiert,

von dem jede Einheit in der Lage ist, vier Glasröhrchen aufzunehmen

und sich, wie vom Auftraggeber gewünscht, manuell auf Röhrchen

mit Längen von 90 bis 150 mm verstellen lässt. Ist eine Verstellung

erforderlich, so wird diese auf einfache Weise vom Bediener

über eine seitlich am Werkstückträger befindliche Rändelschraube

realisiert.

Für die auf den einzelnen Werkstückträgern angebrachte Vorrichtung

zur Aufnahme der Glasröhrchen, wurde ein hochtemperaturbeständiger

Polyamid-Kunststoff gewählt, der selbst bei Dauergebrauchstemperaturen

von bis zu 155 °C formstabil bleibt.

Damit die Glasröhrchen für die Übernahme aus der Produktion

und die Übergabe an die Weiterbearbeitung sowohl seitlich als

auch in der Höhe lagerichtig auf den Werkstückträgern positioniert

werden können, ist eine entsprechende Führung unabdingbar.

Zwar verfügt der Zahnriemen selbst über eine seitliche Führung am

Fördersystem, aber für die Übernahme und Übergabe der Glasröhrchen

müssen die Werkstückträger seitlich und in der Höhe exakt

positionierbar sein. Um dies sicherzustellen, haben die AMI-Konstrukteure

ein innenliegendes Führungssystem entwickelt, über das

man mit nur zwei einstellbaren Führungselementen, auf beiden

Seiten des Taktförderers, die Werkstückträger seitlich und in der

Höhe ausrichten kann. Diese konstruktive Lösung trägt dazu bei,

dass die Längeneinstellung auf den Werkstückträgern frei von Störkonturen

aufgrund von z. B. Hallenstützen und eines Sicherheitszauns

unter der zur Verfügung stehenden Breite von 260 mm bleiben

konnte.

Für eine präzise Taktung des Zahnriemens und der Werkstückträger

kam ein Winkelgetriebe mit angeflanschtem Servomotor und

Absolutwertgeber zum Einsatz; unterstützt von einem induktiven

Näherungsschalter an der Aufnahmeposition. Zudem wird an der

jeweiligen Aufnahme- und Übergabestation per Lichtschranke und

Reflektor kontrolliert, ob die Aufnahmevorrichtung des jeweiligen

Werkstückträgers vor der Bestückung und nach der Entnahme

leer ist.

78 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de

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PRODUKTE UND SYSTEME


03

BESONDERHEITEN DER HANDHABUNG

Für die Übergabefunktion an die jeweilige Weiterbearbeitungsanlage

entwickelte und fertigte AMI ein Handhabungssystem, dessen

Basis von einem Grundrahmen aus Aluminium-Konstruktionsprofil

gebildet wird. Eine solide Aluminium-Grundplatte dient dabei

zur Befestigung des linearen Pneumatikantriebs inkl. Führung, mechanischem

Anschlag und Stoßdämpfer. Der Führungsschlitten

des Linearantriebs dient zur Aufnahme des vertikalen Führungszylinders,

an dem die vier gefederten Sauggreifer, je Glasröhrchen

einer, befestigt sind. Alle pneumatischen Ventile sind in unmittelbarer

Nähe des jeweiligen Antriebs positioniert. Auf diese Weise

werden durch zu große Schlauchlängen bedingte Verzögerungen

minimiert.

Aus ähnlichem Grund sind die Vakuum-Ejektoren des Handhabungssystems

in direkter Nähe zu den Sauggreifern mitfahrend positioniert.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Kurze Schlauchlängen,

besseres Ansprechverhalten, weniger Schläuche in der Energiekette

(nur zwei Zuluftleitungen, anstatt einer Zuluft- und vier Vakuumleitungen)

Pneumatische Schläuche, Kabel für Ventile und Signalgeber der

Antriebe werden über eine mitfahrende Energiekette geführt, deren

großer Umlenkradius die Voraussetzungen für eine hohe Lebensdauer

der Schläuche und Kabel schafft. In der Energiekette selbst

werden Schläuche und Kabel durch Trennstege separat voneinander

geführt.

Die von den Sauggreifern realisierte Übergabe der Glasröhrchen

auf die Aufnahmevorrichtung der Werkstückträger wird von einer

Lichtschranke-/Reflektor-Kombination überwacht. So wird sichergestellt,

dass nur dann Röhrchen übergeben werden, wenn die Aufnahme

frei ist.

02 Über die Rändelschraube am Werkstückträger wird dieser

auf die jeweils aufzunehmende Röhrchenlänge eingestellt

03 Die mitfahrende Sauggreifer-Einheit sorgt für die Aufnahme und

Übergabe der Glasröhrchen

FAZIT

Mit all seinen konstruktiven Details und durch die gesamtheitliche

Konzeption haben die AMI-Ingenieure ein Taktfördersystem für

Glasröhrchen konzipiert, das die Einbindung in eine vorhandene

Produktion mit ihren Teilprozessen und Maschinen ermöglicht und

die Ziele eines effizienten Materialflusses erreicht. Auch in puncto

Wartung und Instandhaltung wird das Fördersystem seine Effizienz

aufgrund weitgehender Wartungsarmut unter Beweis stellen; so

sind alle Lagerungen lebensdauergeschmiert. Darüber hinaus bestehen

alle führenden Elemente aus gleitfähigen Kunststoffen und

bedürfen nur einer regelmäßigen Kontrolle auf eventuelle Beschädigung.

Dies gilt auch für die Werkstückträger, bei denen sich die

Kontrolle auf mögliche Deformierungen aufgrund eventuell auftretender

zu hoher Temperaturen beschränkt.

Seit kurzem läuft die Taktförderanlage zur vollsten Zufriedenheit

des Betreibers und zeigte für Manfred Langen jr., Mitarbeiter Vertrieb,

AMI Förder- und Lagertechnik, „dass auch bei diesem Projekt

die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen

der Arnold Gruppe zielführend für den Erfolg war.“

Fotos: AMI

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PRODUKTE UND SYSTEME

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Nach der Realisierung des europäischen Distributionszentrums (EDC) am

Firmensitz Mannheim setzt Pepperl+Fuchs auch beim Bau seines globalen

Distributionszentrums (GDC) in Singapur auf das Planungs- und

Realisierungs-Know-how des Generalunternehmers Witron. Die Prozesse

im GDC sind unter anderem geprägt von einer hohen Arbeitsqualität und

Wirtschaftlichkeit, zukunftsweisenden Arbeitsplätze im Materialfluss,

einer intelligenten Vernetzung von Logistik, Produktion und Distribution

im Sinne von Industrie 4.0 sowie der optimalen Nutzung des vorhandenen

Raumes. Ebenso werden Synergien zwischen den Standorten Singapur und

Mannheim genutzt und permanent weiterentwickelt.

82 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


TECHNIKWISSEN

FÜR INGENIEURE

Die Zentrale für den asiatischen Teilevertrieb von

Pepperl+Fuchs befindet sich in Singapur. Um nah am

Kunden zu sein, ist der Anbieter industrieller Sensorik und

Technologien im Explosionsschutz in vielen asiatischen

Ländern mit einer Vertriebsniederlassung vor Ort. In China verfügt

das Unternehmen über eine kleine Manufaktur, die im Bereich des

Explosionsschutzes kundenspezifische Lösungen anbietet. Bei der

Standortsuche für das GDC wurden mehrere asiatische Länder verglichen.

Mit der vorhandenen Infrastruktur hat sich Singapur als

perfekter Logistik-Hub herausgestellt. Außerdem bietet das Land

gute Voraussetzungen durch Handelsabkommen mit vielen europäischen,

amerikanischen und asiatischen Ländern. Ein wichtiger

Faktor bei der Standortwahl war auch die in Singapur vorhandene

Rechtssicherheit.

Das Herzstück im Logistiknetzwerk im asiapazifischen Raum ist

das GDC. Von Singapur aus wird ein breites Artikelspektrum an alle

Firmen der Unternehmensgruppe weltweit geliefert und vertrieben.

„Der Hauptgrund für die Investition in ein globales Distributionszentrum

war die Konsolidierung der weltweiten Bestände für

Standardprodukte“, so Mehmet Hatiboglu, Geschäftsführer bei

Pepperl+Fuchs. „Denn der Hauptanteil der Wertschöpfung unserer

Gruppe findet in diesem Produktbereich in den drei Produktionsstätten

Bintan, Vietnam und Singapur statt.“

Die weltweite Versorgung der regionalen Distributionszentren

in Deutschland und

den USA macht somit aus Asien heraus

Sinn. Aufgrund der Konsolidierung

lassen sich Kunden

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PRODUKTE UND SYSTEME

01

Das viergassige AKL hat eine Kapazität von 60 000 Stellplätzen. In

den z. T. vielfach unterteilten Kartons werden 97 000 verschiedene

Artikel bevorratet

schneller bedienen, und dies bei reduzierten Beständen. Hatiboglu:

„Um dies zu erreichen und größtmögliche Flexibilität und Wirtschaftlichkeit

auch in Zeiten mit Auftragssitzen beibehalten zu können,

haben wir uns für ein automatisiertes Logistikzentrum entschieden.“

Geplant und realisiert wurde das Logistikzentrum in Singapur –

wie schon das EDC in Mannheim – von der Witron Logistik + Informatik

GmbH, Parkstein. Der Service und die Wartung der Anlage

werden von einem Witron-Onsite-Team durchgeführt.

Aus dem GDC werden vorkommissionierte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

in Kleinstmengen in die angegliederte Fertigung im

selben Gebäude und an eine 12 km entfernte Produktionsstätte

geliefert. Die gleichen Materialien gelangen auch in größeren

Stückzahlen an Fabriken in Deutschland, Tschechien, Indonesien,

Vietnam und in die USA. Fertigwaren werden in Bulk-Shipments

an die beiden Distributionszentren in Europa (EDC) und

Amerika (UDC) täglich per Luftfracht und einmal wöchentlich per

Seefracht versendet. Dazu kommen noch bis zu 1 000 Pakete am

Tag, die per Kurier direkt an asiatische Endkunden gelangen. Dabei

haben die Pepperl+Fuchs-Kunden direkten Zugriff auf die Bestellsysteme

des GDC, sodass sich die Bestellung zumeist noch

am selben Tag bearbeiten lässt und die Ware nach kurzer Zeit versandfertig

ist.

MULTIFUNKTIONALE ARBEITSPLÄTZE

Das Geschäft in Asien unterscheidet sich grundsätzlich in einigen

Punkten von dem in anderen Teilen der Welt. So legen asiatische

Kunden laut Hatiboglu nicht viel Wert auf eine vorausschauende

Planung. „Als Folge müssen wir uns immer auf sehr kurze Reaktionszeiten

einstellen.“ Dies setze vor allem eine hohe Verfügbarkeit

und Flexibilität in den Produktions- und Logistikprozessen voraus.

In den Wareneingang des GDC wurden sechs intelligente Arbeitsplätze

und in den Kommissionierbereich elf zukunftsweisende

Multifunktionsarbeitsplätze integriert, die sich jederzeit vom Pickzum

Packplatz umwandeln lassen – und umgekehrt – sowie zu einem

Arbeitsplatz für Value-Added-Serviceleistungen. „Hier werden

aktuell täglich bis zu 4 600 Orderlines kommissioniert und konfektioniert“,

so Witron-Projektmanager Jürgen Hüttemann. Dabei er-

Wichtige Daten des GDC

Größe des Logistikzentrums 7 350 m 2

Eingesetzte Witron-Lösung

OPS

Anzahl verschiedene Artikel 97 000

Kommissionierte Orderlines/Tag 4 600

Tablar-Stellplätze im AKL 60 000

Regalbediengeräte 4

Umpackplätze (Wareneingang) 6

Pick- und Packarbeitsplätze (Kommissionierung) 11

Stellplätze – manuelles Palettenlager 1 600

Stellplätze – manuelles Langgut-Lager 400

Quelle: Witron

84 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

02

kenne das System selbstständig, ob es sich um Groß-, Mittel- oder

Kleinaufträge handelt und welche individuellen Rahmenbedingungen

für jeden Auftrag zu beachten seien. „Aktuell werden mehr als

97 000 Artikel im GDC bevorratet. Der Füllgrad liegt derzeit bei rund

80 Prozent. Etwa ein Drittel davon sind Fertigwaren, der Rest Rohbeziehungsweise

Halbfertigerzeugnisse.“

Als größte Herausforderung bei der Distribution von Produkten

für die Fabrik- und Prozessautomation sieht man bei den Sensorikhersteller

die steigende Zahl an kundenspezifischen Wünschen sowie

länderspezifischen Einfuhrbestimmungen. Das beginnt bei

kundenspezifischen Barcodelabels und geht bis hin zu einer Online-Datenübertragung

der Shipments in den jeweiligen Landessprachen.

Um dies entsprechend abzubilden, wurde im GDC eine

Linie für Sonderabwicklungen eingerichtet. Von Vorteil sei, alle

Anforderungen funktionell im Witron-Lagerverwaltungssystem abbilden

zu können.

DURCHGÄNGIGE INTEGRATION VON

PRODUKTION UND LOGISTIK

Wie schon in Mannheim kommt auch in Singapur das Order Picking

System (OPS) von Witron zum Einsatz, das die Lagerung

und Kommissionierung in einem System ermöglicht. Die modulare

Lösung ist eine Integration von automatischem Kleinteilelager

und vorgelagerten Kommissionierplätzen, welche durch Sequenzpuffer

– oder wie bei dem Sensorikhersteller umgesetzt –

durch eine Querverschiebewagenlösung von der Geschwindigkeit

der Regalbediengeräte weitgehend entkoppelt sind. Im OPS werden

die Artikel an den Pick- und Pack-Arbeitsplätzen nach dem

Prinzip „Ware zum Mann“ auftragsbezogen bereitgestellt. Als Ladungsträger

lassen sich Tablare, Behälter, Kartons oder Kleinladungsträger

mit unterschiedlichen Größen, Höhen und Unterteilungen

nutzen. Je nach Auftragslast werden die Arbeitsplätze variabel

besetzt. Die Kartons (bis zu sechzehnfach unterteilt) werden

auf Tablaren transportiert. Im Wareneingang wird die Belegung

der Tablare automatisch gescannt. Die Kommissionierung geschieht

direkt in den Versand- oder Auftragskarton für die Produktionsversorgung.

Dabei lassen sich an jedem Kommissionierplatz

bis zu acht Kundenaufträge parallel bearbeiten. Eine Vielfachabsicherung,

bestehend aus „Pick by Light“-System, „Place to Light“

und Flächenscannung, schafft die Voraussetzungen für Kommissioniersicherheit.

Sobald die Produktion ein Behälter mit Fertigware zurückgemeldet

hat und diese in ein vordefiniertes Regal ablegt, wird automatisch

ein FTF via Wifi gerufen. Dieses holt den Behälter in der Produktionslinie

ab und bringt ihn zu einer Abgabestation. Hier greift der

Industrie-4.0-Gedanke: Der Behälter wird abgescannt, zeitgleich

wird die Zubuchung im Hintergrund durchgeführt und die Ware ist

sofort verfügbar. Bestehen offene Bestellungen im System für dieses

Produkt, wird der Behälter umgehend automatisch zugeordnet und

dann zum Pick-/Packplatz gefahren, anstatt diese einzulagern. Die

Wareneingangsbuchung geschieht in Echtzeit im Hintergrund und

die Ware ist sofort verfügbar.

AKL AUF PALETTENLAGER AUFGESETZT

Der Betreiber hat das Logistikzentrum, wie in Singapur aufgrund

der Bodenbeschaffenheit nicht unüblich, in Pfahlbauweise errichtet.

Dazu wurden 200 Grundpfähle mit einer Länge von bis zu 40 m

in den Boden gerammt. Auch die Errichtung einer 32 m hohen

Brandschutzmauer zwischen Logistikzentrum sowie Produktionsund

Verwaltungsgebäude war eine Herausforderung. Da Grund

und Boden in Singapur sehr teuer sind, war die optimale Nutzung

des Grundstücks für das Projektteam von größter Bedeutung. Dies

führte zur Umsetzung einer Silo-Lösung. Zusätzlich wurde von

Witron das vollautomatische Tablarlager direkt auf dem Palettenlager

installiert. Mit dieser Bauweise ließen sich die Gebäudekosten

auf ein Minimum reduzieren.

Aufgrund der zuvor genannten Rahmenbedingungen ist der Materialfluss

über mehrere Stockwerke angeordnet. „Die Ausrichtung

auf maximale Nutzbarkeit in der Höhe, und dennoch alle Bereiche

effizient miteinander zu vernetzen, war auch für uns eine neue

Herausforderung“, so Witron-Projektleiter Hüttemann. „Da hat es

geholfen, dass sich beide Unternehmen aus vorigen Projekten bereits

gut kannten und zum Beispiel die IT-Schnittstellen für alle Beteiligten

bekannt waren.“ Dennoch habe man alle Prozesse hinsichtlich

ihrer Wechselwirkung zwischen Mannheim und Singapur hinterfragt.

„Der zentrale Ansatzpunkt war: welche Auswirkungen haben

Entscheidungen für Singapur auf Mannheim und umgekehrt?

So haben wir zum Beispiel in Singapur die Konsolidierung von Aufträgen

auf verschiedenen Stockwerken angepasst und die Logistik

für einen Produktionsauftrag bis in die Montagelinien integriert.“

Die Pickleistung ist laut Hong Han Thanh, als Lager- und Logistikdirektor

bei Pepperl+Fuchs zuständig für die Region Südost-

86 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


02 Blick in einen der Universalarbeitsplätze, die sich von einem

Pickplatz zu einem Packplatz – und umgekehrt – umwandeln lassen.

Ebenso werden hier Value-Added-Services durchgeführt

03 Hochdynamischer Wareneingangs- und Umpackprozess:

Ein 40-Fuß-Container kann innerhalb von nur drei Stunden

vereinnahmt werden.

03

asien, im automatisierten Logistikzentrum mittlerweile pro Arbeitsplatz

dreimal so hoch wie im früheren manuellen Lager, mit

weiter steigender Tendenz. Darüber hinaus habe die „smarte“ Wareneingangsbuchung

dazu geführt, dass sich ein 40-Fuß-Container

innerhalb von drei Stunden vereinnahmen lässt. Im alten Lager habe

es bis zu zwei Tage gedauert, bis der letzte Karton verbucht und

eingelagert war.

Da die Operatoren selbst am Arbeitsplatz durch die Vorgaben

des Systems durch ihre Arbeit geleitet werden, lassen sich Poka-

Yoke-Konzepte auf diese anwenden, was eine hohe Arbeitsqualität

zur Folge hat. Und auch innerhalb der Firmengruppe sind Synergien

realisierbar. Die Fertigung wird zukünftig ihre Produkte in

Ladungsträger packen, die mit einer eindeutigen Identifikation

ausgestattet sind. Damit ließe sich der Wareneingang nochmals

beschleunigen.

Fotos: Firefly Photography, Witron

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PRÄDESTINIERT FÜR DEN HÖHEN-

EINSATZ – DER EP EQUIPMENT JX1

Wer auf mehreren Ebenen kommissionieren oder

in der Höhe diverse Arbeiten verrichten muss,

kann natürlich eine fahrbare Leiter nutzen. Es

geht allerdings auch praktischer, sicherer und

vor allem wirtschaftlicher. So behauptet es

zumindest der chinesische

Flurförderzeughersteller EP Equipment und hat

uns zum Nachweis seinen Hochhub-

Kommissionierer vom Typ JX1 für ausgiebige

Tests zur Verfügung gestellt.

Ob es um batchweises Kommissionieren oder um Single

Order Picking geht, das effektive Zusammentragen kleiner,

unterschiedlicher Artikel ist für viele Firmen eine

tägliche Herausforderung. Vor allem im Hinblick auf die

schnell wachsende E-Commerce-Branche mit immer umfassenderen

Artikelsortimenten und einem entsprechenden Mangel an verfügbarer

Lagerfläche. Eine Möglichkeit diese Herausforderung in

den Griff zu bekommen, ist das Kommissionieren auf mehreren

Lagerebenen. Für diesen Anwendungsbereich hat der chinesische

Hersteller EP Equipment den JX1, einen kompakten und wendigen

Man-up-Stapler, entwickelt. Mit einem Plattformhub von bis zu

4 880 mm bietet der Vertikal-Kommissionierer eine Greif-/Arbeitshöhe

von bis zu 6 500 mm. Also auch das Auswechseln von Lampen

oder anderen Arbeiten in der Höhe sind so problemlos zu bewerkstelligen.

Hubgeschwindigkeit

[cm/s]

EP JX1

Durchschnittswert

der bisher von uns

getesteten vergleichbaren

Hochhub-Kommissionierer

18,28

28,52

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PRODUKTE UND SYSTEME


Verbrauch

während des Tests

in kWh

Verbrauch/

1000 Picks

in kWh

EP JX1

1,61

EP JX1

7,05

Durchschnittswert

der bisher von uns

getesteten

vergleichbaren

Hochhub-

Kommissionierer

0,54

Durchschnittswert

der bisher von uns

getesteten

vergleichbaren

Hochhub-

Kommissionierer

2,55

SOLIDE KONSTRUKTION

Der Hersteller umschreibt den JX1 als „Medium Level Orderpicker“

mit einer Tragfähigkeit von 500 kg. Auf der aus einem stabilen

Drahtgewebe gefertigten Plattform (525 × 785 mm), die direkt vor

der Kabine montiert ist, lassen sich Lasten bequem platzieren. Auf

der Rückseite des Staplers finden wir eine zweite Plattform, die sich

bei Bedarf einklappen lässt. Zudem ermöglicht es die optionale Anhängerkupplung

einen Routenzug aufzubauen.

In der Vergangenheit haben wir bereits ein Gerät aus dem gleichen

Segment getestet, das Work Assist Vehicle (Wave) 60 von

Crown (siehe f+h 5/2017). Jedoch ist der JX1 nicht völlig vergleichbar

mit genanntem Wettbewerber. Wir ordnen diesen Stapler aus

chinesischer Produktion mehr dem Segment zwischen dem Work

Assist Vehicle und einem industriellen Orderpicker zu. Seine Konstruktion

ist mehr als doppelt so schwer. Auf Grundlage dieser Fakten

erwarten wir, dass unser aktueller Testkandidat einen höheren

Energieverbrauch aufweist und auch nicht so wendig und produktiv

sein wird. Wir sind gespannt auf die Messergebnisse.

PROBLEMLOSE NUTZUNG

Nach dem Hochklappen der Sicherheitsabgrenzung gelangt man

mit einem Schritt auf die Standplattform. Die Aufstiegshöhe fällt

dabei mit 265 mm angenehm niedrig aus. Mit einer Fläche von

01

Mit dem JX1 von

EP Equipment

sind Arbeiten bis

in eine Greifhöhe

von 6 500 mm

möglich

Fahrgeschwindigkeit

Gitter geöffnet

[km/h]

Fahrgeschwindigkeit

Gitter geschlossen

[km/h]

Sprint

über 10 m

Gitter geöffnet [s]

Sprint

über 10 m

Gitter geschlossen [s]

Prakt. Einsatzdauer

[h:min]

- 6,86 - 7

8,37 4,98 5,00 7,90

4:0

10:38

www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/03 89


04

05

02 03

770 × 410 mm ist die Plattform groß genug, um sich darauf gut bewegen

zu können. Allerdings zwingt uns der im Boden versenkte

Totmannschalter eine bestimmte Standposition einzunehmen.

Diese Vorrichtung hätte unserer Ansicht nach in den kompletten

Boden eingearbeitet werden können, sodass sich der rechte Fuß

freier positionieren lässt.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Konstruktion der hochklappbaren

Sicherheitsabgrenzung. Der untere Teil der Abgrenzung bewegt

sich nicht vollständig mit nach oben, wodurch die Ein-/Ausstiegsöffnung

nicht komplett frei ist. Der Hersteller verspricht hier Besserung.

Der JX1 lässt sich nur bei geschlossener Sicherheitsabgrenzung

bedienen, da an der Sicherheitsvorrichtung die Konsolen für die

Fahrzeugsteuerung sowie die Bedienung des Hubmasts angebracht

sind. Fahren und Lenken lässt sich der Testkandidat pro-blemlos:

Mit der linken Hand wird gelenkt und mit der rechten Hand bestimmt

man mithilfe eines Kippschalters die Fahrtrichtung sowie

die Geschwindigkeit. Auf der rechtseitigen Konsole finden wir zudem

drei Drucktaster für das Heben, Senken und die Hupe.

FLOTT UND BEHERRSCHBAR

Über ein kompaktes Display werden uns der Grad der Batterieentladung,

der Lenkradstand, die Betriebsstunden sowie die Geschwindigkeit

und die Fahrprogramme angezeigt. In die Schutzabdeckung

unterhalb des Displays ist ein praktisches Papierablagefach integriert.

Die Rückenlehne ist als „One size fits all“-Modell ausgeführt

und lässt sich nicht verstellen, was uns aber nicht weiter stört.

Entlang unseres Testparcours kommissionieren wir in unterschiedlichen

Höhen acht kleine Artikel. Wenn möglich fahren wir

diagonal zu den anvisierten Pickpositionen, um so effizient wie

möglich zu sein. Der JX1 erledigt diese Aufgabe problemlos und bewegt

sich dabei flott und ist gut beherrschbar. Beim Arbeiten in großer

Höhe senkt das Flurförderzeug selbstständig und sicher die

Fahrgeschwindigkeit.

Was uns positiv auffällt, ist die Stabilität des Fahrzeugs, während

wir die Testaufgaben erledigen. Der Hubmast lässt sich geschmeidig

aus- und einfahren, wobei die Hubgeschwindigkeit geringer ist,

als beim bereits getesteten Wave. Beim Absenken des Hubmasts

ertönt ein akustisches Signal und die beiden roten Signallampen

blinken.

LEISTUNGEN UND ENERGIEVERBRAUCH

Während des Tests zeigt sich, dass der JX1 aufgrund seiner problemlosen

Bedienbarkeit und seiner Berechenbarkeit die engen Passagen

flott meistert. In Verbindung mit der hohen Geschwindigkeit während

der Diagonalfahrt erzielen wir mit dem Testfahrzeug 20 Prozent

mehr Picks als mit seinem bereits erwähnten Wettbewerber unter

02 Bei einer Aufstiegshöhe von weniger als 30 cm gelangt

man mit einem Schritt in den Fahrerstand

03 Ein Hindernis beim sonst so komfortablen Einstieg ist das

untere Element der Sicherheitsabgrenzung

04 Die robuste Ladeplattform aus Stahl ist fixiert und

525 × 785 mm groß

05 Das Flurförderzeug wird mit beiden Händen, aus einer

bequemen Standposition heraus, gesteuert

06+07 Auf der Rückseite des Staplers ist eine zweite

Plattform angebracht, die sich bei Bedarf einklappen lässt

08 Das Display zeigt den kompletten Status des Fahrzeugs an

− vom Lenkradstand bis zu den Betriebsstunden

06 07

WERTUNG

+ Bedienkomfort

+ Stabilität

+ Produktivität

– Energieverbrauch

– Größere Öffnung der Sicherheitsabgrenzung

– Ausführung des Totmannpedals

90 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


08 Anzahl Picks in 8 Stunden

EP JX1

252

gleichen Testbedingungen. Die Kehrseite der Medaille: der höhere

Energieverbrauch, der u. a. dem Gewicht des JX1 geschuldet ist.

Mit den vier wartungsfreien Gelbatterien an Bord erreichen wir

eine praktische Einsatzdauer von vier Stunden, während der Crown

etwa zehn Stunden einsetzbar bleibt. Es stellt sich natürlich die Frage,

ob Stapler dieses Typs so intensiv eingesetzt werden, dass eine

hohe Produktivität und ein geringer Energieverbrauch tatsächlich

ausschlaggebend sind. Sollte eine längere Einsatzdauer wünschenswert

sein, dann lässt sich der JX1 problemlos mit einer konventionellen

Bleisäurebatterie mit 50 Prozent mehr Kapazität betreiben.

Der Stapler ist für das schnelle Auswechseln der Batterietröge

standardmäßig mit einem Rollenbett versehen. Auf unserem

Testfahrzeug ist auch das Batterieladegerät bereits

standardmäßig vorhanden.

TEST-FAZIT

Sein robuster Charakter und die einfache Bedienbarkeit sind die

maßgeblichen Trümpfe, mit denen der JX1 von EP Equipment

punkten kann. Der Stapler beschreitet einen Mittelweg zwischen

Durchschnittswert der bisher von

uns getesteten vergleichbaren

210

Hochhub-Kommissionierer

der Mini-Hebebühne und dem industriellen Orderpicker. Er ist

praktisch, einfach und zweckmäßig in der Nutzung und ermöglicht

ein zügiges Arbeiten beim Single Item Orderpicking bis in Höhen

von 6 500 mm. Wer nicht zu kommissionieren braucht, kann den

JX1 stattdessen als einen praktischen Helfer für allerlei Arbeiten in

der Höhe einsetzen.

In puncto Energieverbrauch zeigt sich der Chinese eher von der

durstigen Seite, wenngleich die Alternative aus einer Bleisäurebatterie

mit 50 Prozent mehr Kapazität für zusätzliche Einsatzdauer

besteht. Die hochklappbare Sicherheitsabgrenzung könnte sich etwas

komfortabler öffnen lassen. Ansonsten ist dieser Hochhub-

Kommissionierer ein Gerät mit vielen Möglichkeiten.

Text und Fotos: Theo Egberts, Mark Dohmen, Andersom Testing

Grafiken: VFV, Sonja Schirmer

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„ELEKTRISIERENDE MOMENTE“ −

DER NEUE STILL RX 20 ZEIGT SICH

DER ÖFFENTLICHKEIT

Mit der Markteinführung des

RX-20-Elektrostaplers hat Still bereits im Jahr

2005 „ins Schwarze“ getroffen. Das belegen

allein mehr als 80 000 produzierte Einheiten.

Jetzt hat der Hamburger Flurförderzeughersteller

seinen Verkaufsschlager komplett neu aufgelegt

und hinsichtlich Kompaktheit, Ergonomie,

Leistung und Präzision optimiert.

Wenn das Unternehmen Still zur Produktpräsentation

nach Hamburg einlädt, dann wird erfahrungsgemäß

nicht „gekleckert“. So auch im Januar bei der Vorstellung

der neuen Generation der RX-20-Baureihe, im

Rahmen eines Pressegesprächs. Nationale und internationale Fachjournalisten

sollten in der Still-Arena „Elektrisierende Momente“

erleben mit den neuen Elektrostaplern. Die Show-Präsentation war

tatsächlich spektakulär und sichtlich darauf ausgelegt noch lange in

Erinnerung zu bleiben.

Was aber, neben aller gelungenen Inszenierung, vor allem die Aufmerksamkeit

und das Interesse der anwesenden Branchenkenner

weckte, war die Bezeichnung „neu“ − ist der RX 20 doch ein „alter

Bekannter“. Aufschluss gab eine detaillierte Produktvorführung und

die Möglichkeit ausgiebig Fragen zu stellen. Wem das noch nicht genügte,

hatte im Anschluss die Gelegenheit bei einem „Touch & Feel“

die Fahrzeuge persönlich in Augenschein zu nehmen.

LEISTUNG UND WENDIGKEIT WERDEN

GROSSGESCHRIEBEN

Was ist aber nun das Neue an der aktuellen Generation der

RX-20-Baureihe? Auf jeden Fall, so Still, habe man sich bei der Weiterentwicklung

bewusst Zeit genommen und alle Elemente der Vorgänger

bis ins Detail auf den Prüfstand gestellt. Der Hersteller hat

dabei viel Wert auf hochwertige Materialien und eine robuste Bauweise

gelegt. So sind z. B. die Kunststoffteile der Außenhülle weitestgehend

durch Stahl ersetzt worden.

Wir können konstatieren: Das lange Warten hat sich gelohnt,

denn die neue Baureihe kann sich sehen lassen: 13 Fahrzeugtypen

– davon sieben Dreirad- und sechs Vierradstapler – ausgelegt für

Lasten von 1,4 bis 2 t. Die Allrounder sind konzipiert für den kombinierten

Innen- und Außeneinsatz und transportieren Waren mit einer

maximalen Fahrgeschwindigkeit von 20 km/h.

92 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


MANFRED WEBER,

REDAKTEUR F+H

Still hat mit dem neuen RX 20 keinen

„Schnellschuss“ gestartet, sondern ein

››Gerät auf Nachhaltigkeit konzipiert

Ein optimierter Hubmast, ein komfortabler Fußraum und die zentrale

Anzeige- und Bedieneinheit sind Teile eines ergonomischen Konzepts

Seine Stärken spiele der RX 20 vor allem dort aus, wo es auf geringe

Arbeitsgangbreiten im harten Zweischicht- oder Dreischichteinsatz

ankommt, wie in Getränke- und Baustoffmärkten oder im

Warenein- und -ausgang von Handel und Logistik. Entsprechend

diesen Herausforderungen, zeigen sich die Optimierungen vor allem

im Detail: Ein neues Antriebsmodul, in das zwei gekapselte

wartungsfreie Drehstromfahrmotoren mit aktiver Kühlung sowie

eine neue Umrichter-Generation integriert sind, sollen die Leistung

erhöhen und die Steigfähigkeit auf Rampen verbessern.

Darüber hinaus präsentiert sich der neue RX 20 kompakter und

wendiger als sein Vorgänger. Ihre Wendigkeit erhalten die Flurförderzeuge

u. a. durch einen kurzen Fahrzeugrahmen.

Eine weitere Modifizierung, die direkt ins Auge fällt, ist der optimierte

Hubmast, um kraftvolles Heben mit guter Mastdurchsicht

zu kombinieren. Biege- und verwindungssteife Hubgerüstprofile

sollen für ein sicheres und zügiges Lasthandling auch bei schweren

Lasten mit höheren Resttragfähigkeiten sorgen. Die neuen

Hubgerüste sind konzipiert aus einem schlank geschachtelten

Profilpaket sowie C-Profilen im Außenmast. Für eine gute Sicht

sowohl durch den Mast als auch seitlich an diesem vorbei, hat

man die Hubzylinder hinter den Profilen positioniert.

ASSISTENZSYSTEME FÜR MEHR KOMFORT

UND SICHERHEIT

Das Unternehmen Still ist bekannt für die Integration innovativer

Assistenzsysteme in seinen Flurförderzeugen. So sind die aktuellen

RX-20-Modelle mit einer neuentwickelten Anzeige- und Bedieneinheit,

dem „Still Easy Control“ ausgestattet, die als Sicherheits-

und Kommunikationszentrale fungiert. Der Fahrer sieht auf

einen Blick nicht nur Fahrzeugparameter, wie Fahrgeschwindigkeit,

Neigewinkel oder Batteriestatus und Energieverbrauch, sondern

kann – mithilfe menügeführter Steuerung und Favoritentasten

– auch direkt auf die Fahr- und Hubprogramme, die Batterie-

Restlaufanzeige und weitere Funktionen zugreifen.

Assistenzfunktionen, wie die Anzeige des Stabilitätsstatus sowie

eine Geschwindigkeitsreduzierung bei angehobenem Gabelträger,

sollen die Sicherheit erhöhen und zu einem präzisen Lasthandling

beitragen. Auch bereits etablierte Assistenzfunktionen wie „Curve

Speed Control“, das automatisch die Geschwindigkeit in Kurven

dem Lenkwinkel anpasst, kommt im neuen RX 20 zur Anwendung.

Im Rahmen der Präsentation wurden noch viele weitere neue

Features gezeigt, laut Hersteller hat man fast 80 Prozent der Elemente

des Vorgängers modifiziert. So präsentiert sich der neue

RX 20 auch nicht als bloße „Auffrischung“ seines Vorgängers, sondern

als eine eigenständige Serie, die für Jahre das Marktgeschehen

im entsprechenden Segment mitbestimmen soll.

Fotos: Still, f+h, Karte auf S. 87: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap, Lizenz:

ODbL 1.0

www.still.de

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PRODUKTE UND SYSTEME

RETROFIT FÜR GARANTIERTE FRISCHE:

UMBAU EINES FAHRERLOSEN TRANSPORTSYSTEMS

Um auch in Zukunft die Auslieferung frischer

Produkte sicherstellen zu können, hat sich die

Molkerei Elsa aus der Schweiz für ein Retrofit

eines in die Jahre gekommenen Fahrerlosen

Transportsystems entschieden. Die MLR System

GmbH aus Ludwigsburg sollte die Anlage

erneuern. Lesen Sie mehr.

Es ist unbestritten: Milch ist die erste Nahrung für den Menschen

und alle Säugetiere. Muttermilch hat deshalb eine ideale

Zusammensetzung für die erste Lebensphase. Auch später

sind Milch und Milchprodukte wichtige Grundnahrungsmittel.

Aber die Milchproduzenten und die weiterverarbeitenden

Unternehmen stehen unter Druck, denn der Markt ist von sinkenden

Milchpreisen und steigender Produktionsmenge geprägt. Auch

in der Schweiz. Hier hat die Milchwirtschaft eine jahrhundertealte

Tradition. Das Wissen um die Pflege und den Erhalt von Weideland,

die Tierhaltung und die Milchverarbeitung sind die Gründe für die

hohe Qualität der Milch und Milchprodukte.


PRODUKTE UND SYSTEME


01 Die beiden Kettenförderer tragen jeweils eine Tonne

Im Jahr 2016 wurden in der Schweiz laut der Organisation Schweizer

Milchproduzenten (SMP) pro Kopf 369 kg Milch und Milchprodukte

konsumiert. Einer der Produzenten ist die Gruppe Elsa-Mifroma.

Sie ist spezialisiert auf die Herstellung und Verpackung von

Milchprodukten und die Herstellung, Veredelung und Verpackung

von Käse. Elsa-Mifroma gehört zur M-Industrie, eine Vertriebsplattform

für Lebensmittel. Die zur Schweizer Migros-Gruppe gehörende

M-Industrie produziert mit ihren 23 Schweizer Unternehmen

und den sieben ausländischen Betrieben mehr als 20 000 hochwertige

Food- und Non-Food-Produkte. Das sind eine Million Tonnen

Produkte jährlich. Damit ist die M-Industrie einer der größten Eigenmarkenproduzenten

weltweit.

MOLKEREI MIT HOHEM

AUTOMATISIERUNGSGRAD

Eines der Unternehmen der Elsa-Mifroma ist die Estavayer Lait SA,

kurz Elsa, mit Sitz in Estavayer-le-Lac im Kanton Freiburg am

Neuenburgersee. Das 1955 gegründete Unternehmen ist die größte

Molkerei der Schweiz an einem einzigen Standort. Der hohe Automatisierungsgrad

erlaubt Elsa, ein breit gefächertes Sortiment anzubieten,

das höchsten Hygiene- und Qualitätsansprüchen genügt.

Die Produktpalette umfasst u. a. Milch, Rahm, Joghurts, Frischkäse,

Quark und Desserts auf Milchbasis. Jeden Tag verarbeitet die Molkerei

bis zu 750 000 l Milch. Dazu liefern bis zu 40 Kühl-Lkw täglich

den wertvollen Ausgangsstoff aus der ganzen Schweiz an. Für das

Unternehmen arbeiten 601 Mitarbeiter, die mit 626 Artikeln für eine

www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/03 95


PRODUKTE UND SYSTEME

02 Die Lithium-Ionen-Batterien der Fahrzeuge werden automatisch über Deckenkontakte geladen

Jahresproduktion von 263 101 t sorgen und einen Umsatz von

583,6 Mio. CHF erwirtschaften. Alle Angaben beziehen sich auf das

Jahr 2016.

Hauptaugenmerk legt man bei Elsa auf die Entwicklung einer Unternehmenskultur

und auf Weitsicht in Sachen Marktveränderungen

und Markttrends. Aus diesem Grund wurden die Produktionsbetriebe

frühzeitig optimiert und automatisiert, um starke Nachfragen

rasch bewältigen und in Zukunft wirtschaftlich arbeiten zu können.

Ein gutes Beispiel dafür war die Installation von fahrerlosen

Flurförderzeugen mit Induktivführung, die das Unternehmen

schon 1981 vornahm. Als es jüngst notwendig wurde, ein altes

Fahrerloses Transportsystem (FTS) der Firma Eisenmann zum

Transport von Paletten mit Molkereiprodukten, das in den Jahren

2001 bis 2005 installiert wurde, zu ersetzen, wurde die MLR System

GmbH damit beauftragt, die Anlage in Teilen zu erneuern.

Die in der Anlage betriebenen Fahrerlosen Transportfahrzeuge,

die täglich rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche und an

365 Tagen im Jahr ihre Arbeit verrichten, waren hinsichtlich des

Navigations-, Steuerungs- und Kommunikationssystems veraltet.

Ersatzteile waren teilweise entweder gar nicht oder wenn dann nur

mit langen Lieferzeiten und hohen Kosten am Beschaffungsmarkt

verfügbar.

Aufgabe der automatischen Fahrzeuge ist es, per Eisenbahn eingehendes

Leergut – Kunststoffbehälter und Rollpaletten, die sich

ausschließlich auf Europaletten befinden und nur Migros-intern

genutzt werden – aufzunehmen und zu den rd. 50 Abfülllinien zu

bringen. Dort finden die komplett vollautomatische Depalettierung,

Befüllung, Verpackung und erneute Palettierung statt. Den

Abtransport der Waren übernehmen wieder die FTF. Nach einem

kurzen Lageraufenthalt gelangen die Produkte schnell und frisch zu

40 Prozent über die Schiene und zu 60 Prozent auf der Straße zu den

Vertriebsplattformen.

Die fahrerlosen Fahrzeuge sind jeweils mit zwei hintereinander,

quer zur Fahrtrichtung angeordneten Kettenförderern ausgestattet,

mit denen sie die an den 600 mm hohen Förderstrecken bereitgestellten

Paletten selbstständig abgeben und aufnehmen. Die Lastwechsel

werden von den autonomen Flurförderzeugen direkt mit

der Fördertechniksteuerung über eine Datenlichtschranke synchronisiert.

Das FTS-Leitsystem ist dabei unbeteiligt: Um die 50

Übernahmestationen mit jeweils einem Abholplatz für Paletten mit

Leergut und die 27 Übergabestationen mit jeweils einem Anlieferplatz

für Paletten mit verpackter Ware bedienen zu können, sind

bei Elsa 17 Fahrzeuge im Einsatz. Die flächenbeweglichen Sechs-

Rad-Sonderfahrzeuge vom Typ Phoenix K-2,0 Lr sind 3 940 mm

lang, 1 075 mm breit und 2 479 mm hoch und haben vorn und hinten

je eine Fahr- und Lenkeinheit. Damit lassen sich auch in engen

Umgebungen Quer- und Diagonalbewegungen durchführen. Jedes

Fahrzeug, das mit Batterie etwas mehr als zwei Tonnen auf die Waage

bringt, kann 2 × 1 000 kg tragen. Die Anlage ist so konzipiert, dass

pro Stunde bis zu 300 Transporte durchgeführt werden können.

UMBAU IN EINZELNEN PHASEN

„Bei der Modernisierung mussten wir eine ganz bestimmte Reihenfolge

einhalten“, erklärt Pierre-Alain Bigler, Leiter der Automationsprojekte

im Bereich Logistik bei Estavayer Lait SA. „Wir konnten

nicht einfach einige alte Fahrzeuge aus der Anlage nehmen und

zum Umbau nach Deutschland bringen. Dann hätte das Fahrerlose

Transportsystem als Herzstück der Intralogistik folglich die erforderliche

Leistung nicht mehr erbracht, und es wäre zu temporärem

Stillstand bei der Produktion und damit zu Verzögerungen bei der

Auslieferung gekommen.“

Aus diesem Grund lieferte MLR zusätzlich zu den 17 bisherigen

Geräten zwei baugleiche Neufahrzeuge für die Anlage, um Transportengpässe

bei der Entnahme von Altgeräten zu unterbinden.

Bigler ergänzt: „Beim Nachbau der beiden Fahrzeuge zeigte sich

die Firma Eisenmann, die heute keine Fahrerlose Transportsysteme

mehr liefert, sehr kooperativ.“

Ebenso sei der veraltete Leitrechner auf Basis einer SPS von Siemens

nicht mehr in der Lage gewesen, die modernisierten Fahrzeu-

96 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


ge zu steuern. So wurde beschlossen, in einer ersten Bauphase die

SPS durch ein neues, intelligentes Transportleitsystem zu ersetzen.

Dabei handelt es sich um die Leitrechnersoftware MLR-LogOS-FTS

neuester Generation auf PC-Basis, die in der Lage ist, auch die alten

Eisenmann-Fahrzeuge zu steuern und zu verwalten, „ein Umstand,

der uns gut gefallen hat“, so Bigler. Die umgerüsteten autonomen

Flurförderzeuge seien per WLAN an das Leitsystem LogOS angebunden.

Es stellte sich heraus, dass das Leitsystem die alten Geräte

intelligenter disponierte, in dem z. B. weniger Leerfahrten auftraten

und – aufgrund der Nutzung der zwei Lastaufnahmemittel auf den

Flurförderzeugen – mehr Doppelspiele gefahren werden konnten.

Durch diese Leistungssteigerung konnte Elsa auf Anhieb auf drei

Alt-FTF gleichzeitig verzichten und sie zum Modernisieren freigeben.

Der SPS-Leitrechner blieb zunächst aus Redundanzgründen

erhalten, um bei der Inbetriebnahme des LogOS-Systems, die üblicherweise

mit Unterbrechungen einhergeht, auf ihn zurückschalten

zu können. Schließlich hat die Verfügbarkeit der Fahrzeuge

höchste Priorität. Sobald der MLR-Leitrechner stabil arbeitete, wurden

die beiden Nachbau-Geräte in die Anlage integriert, um auf

dem gleichen, 1 366 m langen, Parcours, mitzuarbeiten.

KONTINUIERLICHER AUSTAUSCH

Derzeit gibt es bei Elsa einen Mischbetrieb. Das heißt: Alte und modernisierte

Fahrerlose Fahrzeuge arbeiten parallel. Immer dann,

wenn ein erneuertes Fahrzeug in die Schweiz geliefert wird, nimmt

der Spediteur ein altes Fahrzeug zum Umbau mit nach Deutschland.

Das geschieht etwa alle drei Wochen. „Wird ein umgerüstetes

Fahrerloses Transportfahrzeug morgens um 8 Uhr angeliefert, arbeitet

es bereits gegen 12 Uhr im System mit“, freut sich Bigler.

Das Reengineering und die Inbetriebnahme eines Geräts dauern

rund neun Wochen. Dazu werden die mechanischen, elektrischen

und elektronischen Komponenten demontiert und geprüft sowie

die Antriebseinheiten mit Reglern, Lasernavigation und Fahrzeugrechner

neu aufgebaut.

Ein Merkmal der auf den neuesten Stand der Technik gebrachten

Fahrzeuge ist das Energiekonzept. Bigler: „Bislang waren die alten

Fahrzeuge mit Bleibatterien bestückt. Das automatische Laden dieser

Energieträger war ein Prozess, der acht Stunden dauerte. Waren

alle Plätze zum Batterieladen besetzt, kamen Wechselbatterien

zum Einsatz.“

Die Retrofit-Fahrzeuge haben hingegen eine Lithium-Ionen-Batterie

an Bord. Diese sind schnellladefähig, verbleiben im Fahrzeug

und werden über Deckenkontakte von sechs Ladegeräten automatisch

geladen. Darüber hinaus haben sie ein geringeres Gewicht,

können zwischenzeitlich nachgeladen werden, haben kurze Ladezeiten

von ca. zwei Stunden und eine lange Lebensdauer. „Die oben

liegenden Ladekontakte haben den Vorteil, dass sie nicht nur weniger

Platz einnehmen, sondern auch sicherer sind als seitlich oder

im Hallenboden angeordnete Kontakte“, verdeutlicht Bigler. Aufgrund

des neuen Energiekonzepts würde den Mitarbeitern nicht

nur der manuelle Batteriewechsel erspart bleiben. „In der Konsequenz

führt auch die verringerte Ladezeit zu einer Leistungssteigerung

der Anlage.“

Der Umbau des Fahrerlosen Transportsystems, der einem Eingriff

„am offenen Herzen“ gleicht, soll im Frühjahr 2018 abgeschlossen

sein.

Fotos: MLR System

www.mlr.de

03 Jedes Fahrzeug verfügt über eine Eingabetastatur und eine

Handsteuereinheit


PRODUKTE UND SYSTEME

SMARTE LOGISTIK – HAND IN HAND

LAGERMODERNISIERUNGEN MEISTERN

Betreiber von Produktions- und Lageranlagen

stehen zahlreichen Herausforderungen

gegenüber: So zum Beispiel durch den

wachsenden Wettbewerbsdruck oder sich

verändernde Rahmenbedingungen wie geplante

Produkterweiterungen. Drei Unternehmen

haben sich auf die Modernisierung von Lagerund

Materialflusssystemen spezialisiert, ohne

dass der Anwender größere Störungen in seinen

Betriebsabläufen befürchten muss. Lesen Sie

mehr.

Da Durchsatz bzw. Warenumschlag bei wachsendem Bedarf

und Wettbewerbsdruck stetig beschleunigt oder modifiziert

werden müssen, bringt das Logistiksysteme häufig an

ihre Leistungsgrenze und erhöht zwangsläufig den Verschleiß

der Bestandteile. Auch sich verändernde Rahmenbedingungen

wie geplante Produkterweiterungen oder geänderte Normen

verstärken den Handlungsbedarf, abgesehen davon, dass sich

die Verfügbarkeit von Anlagen und Maschinen mit der Betriebsdauer

ganz natürlich verringert und es eine immer größere Herausforderung

ist, Spezialisten zu finden, die mit in die Jahre gekommenen

Anlagen umzugehen wissen. Vorhandene Anlagenkomponenten,

z. B. Steuerungen und Antriebe, müssen außerdem aktualisiert

oder – im Falle von Abkündigungen – komplett ersetzt werden. Ein

Radikalschnitt mit monatelangem Ausfall ist i. d. R. keine Lösung,

eine schrittweise Modernisierung aber eine attraktive Möglichkeit.

Die Unternehmen Artschwager + Kohl Software GmbH, Heitec

AG und PSI Technics GmbH haben sich auf genau diese Anforderungen

spezialisiert und können gemeinsam Modernisierungen

von Lager- und Materialflusssystemen durchführen, ohne dass der

98 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


01 Gedoppelte Paletten im Versand

Anwender große Störungen in seinen Betriebsabläufen befürchten

muss. Ganzheitlich bedeutet auch, dass dabei genau nach Plan eng

mit dem Betreiber, Sublieferanten und ggf. Institutionen wie

Berufsgenossenschaft oder TÜV zusammengearbeitet und kooperiert

wird.

LAGERVERWALTUNGSSYSTEM MIT DEZENTRALER

VERNETZUNG

Durch das kürzlich abgeschlossene Retrofit-Projekt im Hochregallager

eines namhaften Herstellers der Lebensmittelbranche mit einem

Umschlag von ca. 350 000 Paletten-Bewegungen im Jahr sollten

drei Ziele erreicht werden: Austausch elektrischer und elektronischer

Bauteile, die heute oder mittelfristig nicht mehr verfügbar

sind, die notwendige sicherheitstechnische Nachrüstung entsprechend

den heutigen gesetzlichen Vorgaben, Austausch des Lagerverwaltungsrechners

und Erneuerung der Software für das Lagerverwaltungssystem.

In dem Lager übernehmen drei Regalbediengeräte

das Paletten-Handling.

Mit spezialisierten Tools und einer anpassungsfähigen Leitsystem-Software

ist Artschwager + Kohl für die Ablösung von Leitsystemen

bei laufender Produktion prädestiniert. Das Unternehmen löste

den vorhandenen Lagerverwaltungsrechner ab und lieferte das

neue Lagerverwaltungssystem mit fortschrittlicher, dezentraler

Vernetzung sowie die Steuerung der Palettenbahnen mit F-Technik.

Die Kommunikation zwischen den Steuerungen und dem LVS findet

jetzt anlagenweit über Profinet mit Profisave-Protokoll statt und

ersetzt die bisherige Profibus-basierte Anbindung für eine verbesserte,

dezentrale Vernetzung im Sinne einer Smart Factory. Ferner

werden dadurch die Kosten für die neue, nach der Maschinenrichtlinie

notwendige 2-kanalige Sicherheitstechnik reduziert, die anstelle

des alten Systems implementiert wurde.

Die Safety-Integrated-Funktionen sind voll elektronisch ausgeführt

und bieten im Vergleich zu Lösungen mit extern ausgeführten

Überwachungsfunktionen kurze Reaktionszeiten. Von Vorteil war,

dass Profinet auch für die Anbindung der neuen Schwenkspiegelscanner

an das Lagerverwaltungssystem geeignet ist. Dadurch

entfielen alle seriellen Verbindungsleitungen zum alten LVS, was

für eine Virtualisierung des Lagerverwaltungssystems optimal ist:

In diesem Fall setzte Artschwager + Kohl das webbasierte WMS

Lomas ein. Die Regalbediengeräte und Steuerungen der Paletten-

Fördertechnik ließen sich damit direkt in den Materialflussrechner

des WMS integrieren.

Die Heitec AG brachte ihr Know-how bei der Fördertechnik-Modernisierung

vor dem Umbau der realen Anlage mit einem virtuellen

Modell ein und steuerte die Schaltschrankmodernisierung, die

Modernisierung der Antriebstechnik sowie die neue Software für

die Regalbediengeräte bei. Das Unternehmen führte eine Anforderungsanalyse

durch, um Umbaukonzepte und Optimierungspotenzial

zu ermitteln. Alle relevanten Prozesse und Funktionen wurden

auf Machbarkeit und korrekte Umsetzung überprüft. Heitec führte

außerdem eine Gefährdungsbeurteilung durch, d. h. es fand eine

Begehung mit dem Betreiber und der zuständigen Berufsgenossenschaft

zur Erfassung der einzelnen Gefahrenstellen statt. Die daraus

resultierenden Maßnahmen wurden in das Modernisierungskonzept

integriert.

RISIKEN UND ANSTEHENDE VERÄNDERUNGEN

IN DER LAGERLOGISTIK

Risiken konnten durch eine Inbetriebnahme am virtuellen Modell

signifikant minimiert werden. Vor Ort wurde die Anlagengeometrie

erfasst und mit den Bestandsunterlagen abgeglichen. Basierend darauf

wurde ein virtuelles Modell erstellt, an dem die neu erstellte

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PRODUKTE UND SYSTEME

02 Kanallager mit Regalbediengerät

02

Software getestet, optimiert und vor den einzelnen Modernisierungsphasen

virtuell in Betrieb genommen wurde. Das Modell bildete

die Parameter des Hochregallagers in Echtzeit nach, wodurch

es möglich war, die neue und die alte Anlage parallel zu betreiben,

sodass die Umbauten schrittweise durchgeführt werden konnten.

Im Anschluss an die virtuelle Inbetriebnahme wurden die Sicherheits-,

Steuerungs- und Antriebstechnik vorinstalliert und während

geplanter Stillstandszeiten umgebaut. Parallel zur laufenden Produktion

wurden am virtuellen Modell die aktuellen Daten getestet,

um zu sehen, ob sich das neue System erwartungsgemäß verhält.

Dies gab die Sicherheit, dass in einer einzigen Schicht die komplette

Systemumstellung bewerkstelligt werden konnte. Die CPUs in

der Paletten-Fördertechnik sowie die Operator-Panels wurden

durch aktuelle Versionen ersetzt. Auf Basis von Standardbausteinen

wurde die Steuerungssoftware der Paletten-Fördertechnik modular

neu erstellt.

Durch den Einbau des Aratec-Positionierungs- und Schwingungs-

Reglers von PSI Technics inklusive der Energie-Optimierungs-Software

FLP6000EOS ließ sich die mechanische Belastung der Regalbediengeräte

signifikant reduzieren. Die Optimierung des Positioniersystems

sorgt für ein schnelleres und gleichzeitig anlagenschonenderes

Fahrverhalten der Systeme. Die Inbetriebnahme vor Ort

wurde im Rahmen einer Anlaufbegleitung unterstützt. Mit dem

Aratec-Positioniersystem konnte sowohl die Fahrachse als auch die

Hubachse der Regalbediengeräte optimiert werden, einschließlich

einer energieeffizienteren und schnelleren Fachfeinpositionierung.

Da die oberen Regalbereiche nicht eingesehen werden konnten,

wurden die Regalbediengeräte darüber hinaus mit Kameras und

Beleuchtung nachgerüstet, um selbst versteckte Kanäle ausleuchten

zu können. Dies versetzt das Bedienpersonal nun in die Lage,

Störungen leichter zu identifizieren und zu beheben.

Im Zusammenspiel aller Modernisierungsmaßnahmen wurde

das maximale Potenzial der Anlage ausgeschöpft. Da alle Phasen

komplett am IT-Modell simuliert wurden, konnte der Betrieb nahtlos

weiterlaufen. Voraussetzung war eine präzise Bedarfsanalyse,

hohe Flexibilität, konstanter Dialog mit dem Anwender und ein enges

Zusammenwirken aller Beteiligten.

Fotos: Aufmacherfoto PSI Technics, Fotolia, 02 – 02 Artschwager + Kohl Software

Autoren: Jürgen Kohl, Geschäftsführer Artschwager + Kohl Software GmbH,

Gerhard Stich, Sales Manager Heitec AG,

Karl-Heinz Förderer, Geschäftsführer PSI Technics GmbH

www.artschwager-kohl.de | www.heitec.de

www.psi-technics.com

IMPRESSUM

erscheint 2018 im 68. Jahrgang, ISSN 0341-2636

Herausgeber

Dipl.-Ing. Reiner Wesselowski (We)

Tel.: 06131/992-322, E-Mail: r.wesselowski@vfmz.de

Redaktion

Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB),

Tel.: 06131/992-321, Fax: 06131/992-340,

E-Mail: w.bauer@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redakteure: Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger (MK),

Tel.: 06131/992-359, E-Mail: m.krueger@vfmz.de

Holger Seybold, Tel.: 06131/992-254,

E-Mail: h.seybold@vfmz.de

Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW),

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PRODUKTE UND SYSTEME


GREEN LOGISTICS MIT MODERNEN UND

EFFIZIENTEN ANDOCKSYSTEMEN

Ein schwedischer Möbelhändler betreibt u. a. im Dortmunder

Norden ein Zentrallager, von denen aus Möbelhäuser in ganz

Europa mit vorwiegend kleinteiligen Gütern versorgt werden.

Naturgemäß ist die Nahtstelle zwischen Lagerhalle und

Lkw die schwächste Stelle in der Außenhülle einer jeden Halle und

die Ursache für den größten Wärmeverlust durch Zugluft aufgrund

der für den Verladevorgang geöffneten Tore.

AUSTAUSCHAKTION ERMÖGLICHT

ENERGIEEINSPARUNG

Der Heizwärmebedarf durch Konvektionswärmeverluste an der

Nahtstelle zwischen Lagerhalle und Lkw wurde unabhängigen Prüfungen

zufolge mit ca. 30 Prozent festgestellt. Das Sachverständigengutachten

kam zu dem Ergebnis, dass sich durch das Anbringen

von zusätzlichen Spaltabdichtungen an den Überladebrücken und

dem Austausch der gegenwärtig vorhandenen Torabdichtungen ein

Einsparpotenzial von jeweils etwa zehn Prozent erreichen lässt.

Dies führte zu der Entscheidung, bei mehr als 350 Verladestellen effizientere

und dichtere Koch-Abdichtungen einzubauen und damit

Energie zu sparen.

Die schon seit den 90er-Jahren vom gleichen Betreiber eingesetzte

Torabdichtungsversion mit Seitenteilen aus Spezialschaumkern

und dem davon unabhängigem Hubdach aus dem Hause Koch-

Lagertechnik aus Lage erwies sich am geeignetsten, die Umweltund

Sparziele zu erreichen. Zu den guten Werten für die Torabdichtungen

tragen die ausgeschäumten Seitenteile bei, die Wärme

dringt somit nicht so schnell nach außen.

Die vertikalen Schürzen pressen sich an die Außenseiten der

Fahrzeuge und Wechselbrücken mithilfe spezieller Anpress-Lamellen

gut an. Damit ein Luftzug von unten vermieden werden kann,

ist als zusätzliche Option der Einsatz von Koch-Eckabdichtungskissen

möglich.

Darüber hinaus zeigt sich der Nebeneffekt einer flexiblen und damit

langlebigen Torabdichtung. Dies bestätigen die Erfahrungen

aus dem ersten Bauabschnitt des Lagers. In den Seitenteilen der

Torabdichtung vom Typ TAS-SK sind die sonst üblichen Metallteile

durch einen Schaumkern ersetzt worden, sodass hier durch falsch

andockende Fahrzeuge nichts verbiegen oder brechen kann.

Steigende Energiekosten führen an der

Schnittstelle zwischen Gebäude und

Logistikeinheit bei undichten Andocksystemen

zu einer Geldverschwendung. Der seit dem 1. Juli

2009 bei Vermietung oder Verkauf von Industrieoder

Gewerbehallen vorzulegende

Energieausweis soll auch diese energetische

Schwachstelle aufdecken. Eine positive

Energiebilanz senkt die Kosten und steigert den

Wert der Gebäude.

PATENTIERTER MECHANISMUS BEUGT

BESCHÄDIGUNGEN VOR

Damit die warme Luft aus der Halle nicht nach oben durch die Tore

entweichen kann, wurden die Koch-Torabdichtung in Dortmund

mit einer (extra starken, weil) doppelten horizontalen Schürze ausgerüstet.

Diese ist im Abstand von 20 cm senkrecht versetzt geschlitzt

und presst sich dadurch und auch wegen ihres höheren Gewichts

besonders gut an die jeweiligen Fahrzeugkonturen an. Wind

und Regen werden so ebenfalls zuverlässig von den zu verladenden

Gütern ferngehalten. Das von den Seitenteilen unabhängige Hubdach

weicht sowohl nach oben als auch nach hinten automatisch

aus, falls einmal eine Wechselbrücke zu hoch angesetzt wird. Eine

Beschädigung des Daches ist durch diesen patentierten Mechanismus

nahezu ausgeschlossen.

Foto: Koch

www.koch-lagertechnik.de

www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/03 101


PRODUKTE UND SYSTEME

SMART SERVICE UND EFFEKTIVER

RESSOURCENEINSATZ MITHILFE

DIGITALER FERNDIAGNOSE

Die Sicherstellung der Produktions- und

Lieferfähigkeit und die Umsetzung eines

zuverlässigen Risikomanagements stellen

Industriebetriebe sowie Servicedienstleister

gleichermaßen vor Herausforderungen. Damit

schnelle Reaktionszeiten für die Instandsetzung

und Wartung von Maschinen und Anlagen nicht

zu Lasten der Prozesseffizienz gehen, setzen

Unternehmen auf digitale Lösungsansätze im

Technischen Kundendienst. Zu diesem Zweck hat

die Solutiness GmbH eine Plattform für

Mobilgeräte entwickelt.

Stehen die Maschinen still, ist Eile geboten. Um Folgekosten

durch Verzögerungen in der Fertigung zu vermeiden, müssen

Hersteller und Servicedienstleister nicht nur schnelle

Reaktionszeiten, sondern auch zuverlässige und unverzügliche

Kommunikationsprozesse sicherstellen. „Die komplexeren

Anforderungen der Industrie 4.0 erfordern heute auch einen Service

4.0“, so Klaus Plüher, Geschäftsführer der Solutiness GmbH,

Freiburg.

Um die Re-Inbetriebnahme beim Kunden zu beschleunigen und

gleichzeitig die Ressourcen im Kundendienst wertschöpfender einzusetzen,

werden Teile des Kundendienstes zunehmend auf digitalem

Wege abgewickelt. „Denn vor allem bei zeitkritischen Störungen

können lange Anfahrtswege und unprofessionelle Auftragsvorklärungen

ohne Bilder und mit nur spärlichen Informationen in

Textform den Wiederherstellungsprozess unnötig verlängern“, weiß

Plüher. „Mit digitalen Fernwartungs- und Diagnose-Tools lassen

sich die vorgelagerten Analyse-Prozesse auch außerhalb der IoT-

Welt wie der Erstkontakt oder die Fehlerbeschreibung nachhaltig

verbessern oder ‚Nonsens-Calls‘ vermeiden, die beim Servicedienstleister

zusätzlichen Aufwand verursachen. Zudem gestatten

sie eine effiziente visuelle Fehler-Dokumentation und bieten Technikern

und Problemmeldern vor Ort die Möglichkeit, einfache Lösungsansätze

oder Konfigurationen direkt vorzunehmen.“

SERVICE 4.0: „SMART & CONVENIENT“ STATT

„ANALOG & ZEITRAUBEND“

Dabei fungiert der Kunde mit seiner Smartphone- oder Tablet-Kamera

als verlängerter Arm des Technikers, indem er in einer audiovisuellen

Echtzeit-Kommunikation über eine Internetverbindung

vom Techniker Schritt-für-Schritt durch den Diagnose- oder Wiederherstellungsprozess

geleitet wird. Verständigungsprobleme, etwa

aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse oder laienhafter Formulierungen,

treten auf diese Weise erst gar nicht auf. Möglich

macht dies eine Anwendung, die über die Kamerafunktion des Mobilgeräts

das Bild des Objekts simultan auf das Display des Technikers

überträgt. Über einen beweglichen „Tele-Punkt“ auf beiden

Displays navigiert der Techniker mit dem Zeigefinger die Person

vor Ort, um etwa Bedientafeln auszulesen oder den Fehler einzugrenzen.

Per Fingertipp kann der Techniker direkt Fern-Fotos auslösen,

die – mit individuellen Notizen versehen – automatisch in

der Cloud gespeichert und als PDF-Protokoll allen prozessbeteiligten

Personen bereitgestellt werden.

Die Güte des Kundendienstes wird heutzutage vor allem an zwei

Parametern bemessen: Schnelligkeit und Beratungskompetenz.

Mithilfe von digitalen Ferndiagnose-Apps sind Servicedienstleister

ihren Industrie-Kunden gegenüber sofort auskunftsfähig und können

binnen Minuten kompetente Hilfestellung geben. Zudem fallen

kalkulatorische Risiken wie unnötige Wartezeiten, kurzfristige

Änderungen der Ressourcenplanung, lange Anfahrten, fehlende

oder falsche Ersatzteile weg. Die Einsparungen von bis zu 90 Prozent

und die frei werdenden Personal-Ressourcen, die sich gezielter

für die wertschöpfenden Tätigkeiten einsetzen lassen, machen digitale

Ferndiagnose-Tools zu einem unverzichtbaren Instrument für

interne und externe Servicedienstleister.

102 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME


Datenbrillen sind laut Plüher keine geeignete Alternative,

da sie zum einen auch immer am Ort des Geschehens

verfügbar sein müssen, zum anderen aber

aufgrund ihrer hohen Kosten, notwendiger Schulungen

und aufwändiger Bildeinspeisung gegenüber dem

vielfach verbreiteten Smartphone schlicht für viele mittelständische

Servicedienstleister nicht attraktiv sind. „Im

Gegensatz dazu fallen zur Nutzung des Cloud-Dienstes neben

Internet- oder einem Smartphone-Gerät keine initialen Einrichtungs-

oder Investitionskosten an, da der Dienst über eine monatliche,

skalierbare Flatrate abgerechnet wird, die sich nach dem

individuellen Bedarf richtet. Dieses Invest refinanziert sich bereits

im nächsten Monat, weil schon ein eingesparter Technikertag mehrere

Lizenzen finanziert.“

Fotos: Solutiness

KLAUS PLÜHER, GESCHÄFTS-

FÜHRER DER SOLUTINESS GMBH

Die komplexeren Anforderungen der

Industrie 4.0 erfordern auch einen

Service 4.0

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PERSPEKTIVEN

DIGITALES VERTRAGSMANAGEMENT SENKT

AUFWAND UND SICHERT COMPLIANCE

Viele Unternehmen setzen auf

Dokumentenmanagement-Lösungen, weil sie

nach einer zentralisierten, sicheren Verwaltung

von Akten und Dokumenten suchen. Ein digitales

Vertragsmanagement unterstützt aber auch

dabei, den monetären und geschäftlichen Wert

von Verträgen, die enthaltenen Risiken sowie die

Chancen richtig einzuschätzen.

Häufig verlieren Unternehmen ab einem gewissen Zeitpunkt

und einem gewissen Volumen den Überblick über

ihre Verträge. Das ist kein Unwille oder Unvermögen, sondern

ein rein strukturelles Problem. Im Geschäftsalltag

werden Vertragsakten von Mitarbeitern unterschiedlicher Fachbereiche

eingesehen und bearbeitet. Daher kreisen sie, mal als Original,

mal als Kopie – aber mit aktuellerem Inhalt als das Original –

durch ein Unternehmen. Dieser Aktentourismus bringt dann Probleme

mit sich, wenn irgendwann nur noch einzelne Fachbereiche

oder gar einzelne Personen über den Verbleib einer Vertragsakte

Bescheid wissen.

Das bedeutet oftmals, dass den aktuell betroffenen Mitarbeitern

oder Fachabteilungen Verträge gar nicht oder nur unvollständig

vorliegen. Dies kann zu weiteren Problemen führen: Fristen werden

nicht rechtzeitig erkannt bzw. Termine nicht eingehalten. Aufgrund

der mangelnden Transparenz können die Rechtsabteilung

und das Risikomanagement eventuell Vertragsverhandlungen nicht

sinnvoll begleiten. Schließlich ist auch das Reporting beeinträchtigt,

da die Verträge mühsam zusammengesucht werden müssen

und die undurchsichtige Vertragshistorie zu fehlerhaften oder veralteten

Reportings führen kann. Die Auswertung und Vergleichbarkeit

von Vertragsvolumina ist aber für ein effizientes Controlling

unabdingbar.

MÖGLICHE RISIKEN

Vor allem die juristische und risikobezogene Bewertung der Verträge

ist heikel. Laufen Fristen unbeachtet ab, basiert das Geschäft

ab diesem Zeitpunkt womöglich auf unwirksamen Vertragsbestandteilen,

und das ist keine belastbare Grundlage. Oder

es wurden nicht alle Vertragspflichten bis zu einem bestimmten

Zeitpunkt erfüllt und der Geschäftspartner kann Verzugskosten

geltend machen bzw. die Einrede der Verjährung erklären.

„Schließlich sind auch langfristige Gewährleistungsrechte und

-pflichten ein immer wiederkehrendes Thema, etwa wenn Vertragsklauseln

durch gesetzliche Novellierungen angepasst werden

müssen oder sich der persönliche Haftungsrahmen der Vertragsparteien

verändert“, so Gunther Ebert, Manager ECM Products

bei der forcont business technology gmbh. „Solche Risiken

und die damit verbundenen Kosten lassen sich nur durch die

vollständige, kontinuierliche Kontrolle von Fristen und Leistungen

vermeiden.“

Neben der Forderung nach besserer Übersicht und Nachvollziehbarkeit

– die meistens auch durch Kostenargumente motiviert wird

und einer validen Risikobewertung bzw. aktiven Risikovermei-

104 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


PERSPEKTIVEN


dung gibt es noch einen dritten Motivator: die Compliance.

Häufig wird deren Entwicklung und Umsetzung auch von

externen Stellen gefordert, etwa Wirtschaftsprüfern oder

Geschäftspartnern mit einem entsprechenden Qualitätsmanagement.

WAS IST DIE LÖSUNG?

Ein digitales Vertragsmanagement bietet eine systematische

Lösung, mit der Verträge umfassend bearbeitet,

überwacht, ausgewertet und sicher abgelegt werden können.

Ebert: „Außerdem lässt sich das Vertragsmanagement

auch aktiv einsetzen, um Verträge zu erstellen oder zu

beenden. Damit ist dann fast das komplette Spektrum an Vertragsprozessen

lückenlos abgebildet.“ Hinzu komme noch die

elektronische Archivierung der Vertragsakten. Da aber juristisch die

Beweiskraft papierbasierter Verträge höher einzuschätzen sei als

die digitalisierter Akten, wäre es fahrlässig, nur auf eine elektronische

Archivierung zu setzen. „Aus diesem Grund muss eine Archivierungslösung

nicht Teil des Vertragsmanagements sein. Entscheidet

man sich dennoch dafür, sollte man auf eine nahtlose Integration

der beiden Lösungen achten.“

Denken Unternehmen über die Einführung eines digitalen Vertragsmanagements

nach, ist es oftmals der erste Gedanke, alle Vertragsarten

zukünftig digital zu verwalten. Allerdings ist dies nur in

den seltensten Fällen sinnvoll, geschweige denn kosteneffizient

umsetzbar. „Unternehmen profitieren in der Regel nicht davon,

Standardverträge mit immer denselben Konditionen, etwa Endkundenverträge,

in einer speziellen Softwarelösung zu verwalten“,

so die Erfahrung von Ebert. „Aus den Verträgen ergeben sich zum

einen kaum Risiken. Außerdem ist es kaum vorstellbar, dass es für

das Alltagsgeschäft relevante Informationen gibt, die exklusiv nur

in diesen Verträgen zu finden sind.“ Ein CRM-System sei hier i. d. R.

die bessere Quelle.

Lieferanten-, Miet-, Kreditrahmen- und individuelle Dienstleistungsverträge

sind hingegen prädestiniert für die digitale Verwaltung.

Bei der Komplexität der Vertragskonditionen wie auch hinsichtlich

der Beziehung zwischen den einzelnen Verträgen kann

eine Vertragsaktenlösung ihr volles Potenzial ausschöpfen. Die Verträge

sind dann permanent für alle berechtigten Mitarbeiter zugänglich

und, ein intelligentes Rechte- und Rollenkonzept vorausgesetzt,

auch nur für diese. Der ganze Lebenszyklus des Vertrags

mit allen Dokumenten, Notizen, Terminen und Fristen, Protokollen

sowie der Änderungshistorie ist mit wenigen Klicks verfügbar. Das

wiederum verbessert die Auskunftsfähigkeit der jeweiligen Fachabteilung

und erleichtert das Vertragscontrolling.

EINFÜHRUNG

GUNTHER EBERT, MANAGER ECM

PRODUCTS BEI DER FORCONT

BUSINESS TECHNOLOGY GMBH

Mit einem digitalen Vertragsmanagement

lassen sich in Verträge steckende Risiken

oder Chancen offenlegen

Wie bei allen anderen Integrationsprojekten in der IT gibt es auch

für die Einführung eines Vertragsmanagements Best Practices. Vor

dem eigentlichen Projektstart sollten sich alle Beteiligten und Verantwortlichen

in einem Workshop über wichtige Punkte verständigen.

Dazu zählen die Geschäftsziele, die mit der Einführung verfolgt

werden, der Umfang und die Art der Verträge, die erfasst werden

sollen, die für das Unternehmen passende Aktenstruktur sowie

korrespondierende Workflows, das Rollen- und Berechtigungskonzept

sowie schließlich die technischen Anforderungen hinsichtlich

einer nahtlosen Integration in die bestehende Systemlandschaft.

Außerdem gilt es zu klären, wie die Bestandsakten digitalisiert werden

sollen, inhouse oder durch einen externen Dienstleister? Sind

diese Punkte eindeutig geklärt, ist die Einführung vielfach nur noch

ein Standardprozedere.

Fotos: Aufmacherfoto fotolia; forcont

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MENSCHEN UND MÄRKTE

FÖRDERTECHNIK

MATERIALFLUSS

LOGISTIK

MICHAEL FEINDT

Was ist Ihnen am Wichtigsten?

Neben der Firma sind das meine Frau und

meine Kinder, mein Wissen, Können und

meine Erfahrungen als Wissenschaftler und

Unternehmer.

Wovor haben Sie Angst?

Jedenfalls nicht vor künstlicher Intelligenz.

Eher vor Dummheit, egal ob künstlich oder

natürlich.

Wann waren Sie am glücklichsten?

Zufrieden eigentlich immer. Dem Glück zu

sehr nachzujagen, macht eher unglücklich.

Was bewundern Sie am Wettbewerb?

Ich bewundere Kreativität unserer Branche

und die Fähigkeit, innovative Lösungen zu

entwickeln. Ich mag die täglichen Herausforderungen,

die uns der Wettbewerb stellt, weil es

uns zu neuen Höchstleistungen antreibt.

Was stört Sie am Wettbewerb?

Ich frage mich manchmal, ob wirklich alles KI

ist, was als KI verkauft wird. Da entsteht bisweilen

der Eindruck, dass manche nur bei einem

vermeintlichen Trendthema mitreden wollen.

Was war die beste Entscheidung in Ihrer

beruflichen Laufbahn?

Nach 6,5 Jahren am Cern auf eine Professur

nach Deutschland zurückzugehen. Dabei auf

zirka 50 Prozent des Nettogehalts zu verzichten

im Austausch mit Freiheit, die mich letztlich

zur Gründung von Blue Yonder geführt hat.

FEINDT

Als Gründer und Chief Scientist ist

Prof. Dr. Michael Feindt der Kopf hinter

Blue Yonder, einem Unternehmen

››MICHAEL

für Articifial-Intelligence-Lösungen.

Während seiner Forschungstätigkeit

an den größten Elementarteilchen-

Beschleunigern der Welt entwickelte

er den NeuroBayes-Algorithmus, der

heute zur Automatisierung von

operativen Entscheidungen eingesetzt

wird.

Wie oft schauen Sie täglich auf Ihr Handy?

Um kreativ AI-Algorithmen zu entwickeln oder

Entscheidungen zu treffen, braucht es lange

Konzentrationsspannen. Ich habe gelernt,

Umwelteinflüsse dabei zu ignorieren.

Haben Sie eine Lebensphilosophie?

Es muss immer im Kern um die Sache gehen,

und von der muss man fasziniert sein. Wenn

ein Ziel halbwegs erreicht ist, setze ich mir

schon das nächste.

106 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de


IM NÄCHSTEN HEFT: 4/2018

ERSCHEINUNGSTERMIN: 09. 04. 2018

ANZEIGENSCHLUSS: 21. 03. 2018

01

Das Arbeitsplatzsystem.

02 03

Na, wenn das kein

Erfolgsrezept ist...

01 Vom 23. bis 27. April trifft sich die Branche

in Hannover. Wir berichten vorab über die

Innovationen der Cemat-Aussteller, die Sie dann

vor Ort live begutachten können.

Foto: Deutsche Messe; fotolia

Effizientes Arbeiten in der

Produktion, dank des perfekten

Prozessablaufs mit dem avero

Arbeitsplatzsystem.

der

direkte

weg

04

02 Vor kurzem haben wir den Elektro-Dreiradstapler

TX3-18L von Unicarriers auf unseren

Testparcours gebeten – und waren von den

Ergebnissen überrascht.

Foto: Theo Egberts, Mark Dohmen, Andersom Testing

03 In der nächsten Ausgabe verraten wir Ihnen,

worauf es bei Retrofit-Projekten zu achten gilt,

um Anlagen fit zu machen für das digitale

Zeitalter.

Foto: Unitechnik

n Clever organisiert

n Alles griffbereit

n Prozesse optimiert

INS INTERNET:

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ZUM E-PAPER:

www.engineering-news.net

ZUM CHEFREDAKTEUR:

Winfried Bauer

w.bauer@vfmz.de

04 Ja, Sie sehen richtig: R2D2 und C3PO. Was

die beiden Stars aus der Star-Wars-Reihe in der

f+h zu suchen haben, erfahren Sie im März.

Foto: Pixabay

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

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