Der Betriebsleiter 3/2018

derbetriebsleiter.de

Der Betriebsleiter 3/2018

19186

3

www.DerBetriebsleiter.de

März 2018

Intralogistik:

Präzises Handling und Sicherheit dank

06Hallenkran mit Lastpendeldämpfung

LogiMAT 2018:

Trends in der Intralogistik aus

13erster Hand

Instandhaltung: Lager-

Rekonditionierung schont

18Umwelt und Geldbeutel

Special Ergonomie:

Montagearbeitsplätze

36behindertengerecht gestalten


präsentiert Ihre

INNOVATION

EXCELLENCE 2018

DAS VERNETZTE

MULTIMEDIA PROGRAMM:

LIVE ON TOUR

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WEB-BLOG

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Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie unser Sales-Team an: +49 6131-992-0


EDITORIAL

Nachhaltigkeit

ist smart

V-LINE

DIE NEUE FORMEL FÜR

DIE LAGERUNG VON

GEFAHRSTOFFEN

IIn der Predictive Maintenance soll ein Wälzlager so intelligent sein,

dass es seinen Verschleiß selbstständig melden kann. Aber ist es denn

auch intelligent, die beschädigte Komponente einfach gegen eine

nagelneue auszutauschen? Nicht unbedingt. Hannes Leopoldseder,

Leiter eines SKF Industrial Service Centres sagt in Bezug auf Großlager:

„Eine Rekonditionierung ist in 50 % der Anwendungen möglich und

kann innerhalb weniger Tage durchgeführt werden.“ Die Generalüberholung

bringt neben der Schonung der natürlichen Ressourcen auch

wirtschaftliche und technische Vorteile: Lesen Sie selbst – auf den

Seiten 18 und 19.

Gemessen an dem technischen Fortschritt den wir (er-)leben, hinken

wir im Bereich Rohstoffeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit

enorm hinterher. Positiv ausgedrückt: Hier ist noch viel Luft nach

oben. Und der Weg in diese Richtung ist der einzige langfristig

erfolgversprechende!

Nachhaltigkeit steht auch hinter dem Gedanken der Ergonomie. Denn

durch die Förderung der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten

winkt auch ein Anstieg von Produktivität und Effizienz. Um dieses

vielschichtige Thema dreht sich unser Special ab Seite 27.

Eine nachhaltige Lektüre wünscht Ihnen

Martina Heimerl

Redakteurin

m.heimerl@vfmz.de


Intralogistik:

Präzises Handling und Sicherheit dank

mit Lastpendeldämpfung

LogiMAT 2018:

Trends in der Intralogistik aus

Hand

www.DerBetriebsleiter.de

Instandhaltung: Lager-

Rekonditionierung schont

und Geldbeutel

März 2018

Special Ergonomie:

Montagearbeitsplätze

gestalten

Ergonomie an der Schnittstelle zwischen Mensch und

Maschine: Mit horizontal und vertikal verstellbaren

Tragarmsystemen können unnatürliche Fehlhaltungen

und inflexible Bewegungsabläufe bei der Maschinenbedienung

vermieden werden.

Bildquelle: Haseke GmbH & Co. KG, Porta Westfalica; yodiyim/Fotolia.de

INHALT

RUBRIKEN

03 Editorial

26 Inserentenverzeichnis

42 Impressum

42 Vorschau auf Der Betriebsleiter 4/2018

BETRIEBSFORUM

05 Termine und Aktuelles

Intralogistik: Dank Sensor

weniger Stillstand im

10Hochregallager

INTRALOGISTIK

06 TITEL V-Profilkran mit Lastpendeldämpfung optimiert die Montage von

Werkzeugmaschinen

08 Spektakuläre Lagererweiterung: Neues Regalbediengerät schwebt durchs

Hallendach ein

10 Kamerabasierte Fachfeinpositionierung sorgt für geringere Stillstandzeiten

im Hochregallager

12 Fahrerloses Transportsystem: Teileversorgung leicht gemacht

13 Produktneuheiten zur LogiMAT

14 SERIE Spezialeinsatz: Mit Bootskran auch schwere Yachten sicher

handhaben

FERTIGUNGSTECHNIK

18 Lager-Rekonditionierung schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen

20 Produkte

Spezialeinsatz: Bootskran

optimiert das Handling von

14schweren Yachten

BETRIEBSTECHNIK

22 Stellschraube Druckluft: Energieeffizienz dank direktgetriebener, drehzahlgeregelter

Schraubenkompressoren

24 Produkte

SPECIAL: ERGONOMIE

30 Kombiniertes Tragarmsystem steigert an einer kompakten Präzisionsmaschine

den Bedienkomfort

34 INTERVIEW Das Gesamtsystem im Fokus: Handhabungstechnik-Experte

Oliver Baur zu Vakuumtechnik und Ergonomie

36 Ergonomische Montageinsel erlaubt Integration eines körperlich behinderten

Mitarbeiters

38 Mühelos ziehen und schieben durch den Einsatz optimierter Räder und Rollen

40 Ergonomisch auf der Höhe: Arbeitsplätze sollten höhenverstellbar sein

41 Produkte

Betriebstechnik: Drucklufttechnik

als Stellschraube für

22mehr Energieeffizienz

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19186

3

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special

Ergonomie

06 Hallenkran

13 erster

18 Umwelt

36 behindertengerecht

TITELBILD

Demag Cranes & Components

GmbH, Wetter

INNENTITELBILD

Haseke GmbH & Co. KG,

Porta Westfalica

Special Ergonomie:

Tragarmsystem für erhöhten

29Bedienkomfort


BETRIEBSFORUM

Nach einem Arbeitsunfall: Welche

BGHM-Bezirksverwaltung ist zuständig?

Arbeitnehmer/innen aus Holz und Metall be- und verarbeitenden

Betrieben sind bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall

(BGHM) gesetzlich unfallversichert. Wenn trotz vorbeugender

Maßnahmen etwas passiert ist, sind die Mitarbeiter/innen der

Bezirksverwaltungen (BVen) für sie da. Mit neun BVen von

Hamburg-Bremen bis München-Nürnberg ist die BGHM regional

präsent: Dort stehen den Versicherten persönliche Ansprechpartner

für Fragen rund um Rehabilitation und Versicherungsschutz

zur Verfügung. Unter www.bghm.de, Webcode 522 können

Mitgliedsbetriebe der BGHM ihre Postleitzahl eingeben und sehen,

welche BV für sie zuständig ist.

www.bghm.de

Nortec 2018: Fachmesse für Produktion zieht

positive Bilanz

479 Aussteller, rund 12 000 Besucher

und eine gestiegene

Nachfrage nach Anlagen und

Komponenten aus der Produktionstechnik:

„30 Jahre nach ihrer

Gründung präsentiert sich die

Nortec 2018 jünger denn je. Es ist

uns gelungen, auf der Messe alles

abzubilden, was KMU für die moderne Produktion und Fertigung

brauchen“, fasst Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Hamburg Messe und Congress GmbH zusammen.

www.nortec-hamburg.de

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie schafft 2017 erneut

Produktionsrekord

„Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie stellt einen Produktionsrekord nach dem anderen auf.“ Diese guten

Nachricht verkündete Dr. Heinz-Jürgen Prokop (Bild), Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)

auf der Jahrespressekonferenz des Verbands im Februar in Frankfurt. 2017 konnte die Branche 4 %

zulegen und wird damit nach vorläufigen Ergebnissen ein Volumen von rund 15,7 Mrd. Euro realisieren. Treiber der

Entwicklung war wieder der Export. 71 % der deutschen Werkzeugmaschinen wurden im Ausland verkauft. Die

Ausfuhren zogen um 8 % auf 10,1 Mrd. Euro an, ohne Reparaturen und Instandhaltung. Der Inlandsabsatz

schrumpfte im gleichen Zeitraum um 3 %. Für 2018 erwartet der VDW ein weiteres Produktionsplus von 5 %.

www.vdw.de

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5 Der Betriebsleiter 1-2/2018

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INTRALOGISTIK I TITEL

Millimetergenau positionieren

V-Profilkran mit Lastpendeldämpfung optimiert die Montage von Werkzeugmaschinen

Welche Vorteile bietet ein Hallenkran

mit Lastpendeldämpfung? Die

Verantwortlichen beim Werkzeugmaschinenbauer

Alfred H. Schütte

in Köln können diese Frage sehr

genau beantworten. Beim

Einbringen von schweren und

empfindlichen Komponenten in die

hochwertigen Maschinen profitieren

die Werker von höherer

Präzision – und von verbesserter

Arbeitssicherheit.

Wenn man die Eigenschaften der Mehrspindel-Drehautomaten

von Schütte

auf einen einzigen Begriff reduzieren müsste,

kann der eigentlich nur „Präzision“

lauten. Die Werkzeugmaschinen des Kölner

Herstellers sind weltweit dafür bekannt,

dass sie Metallkomponenten sehr maßgenau

und zugleich wirtschaftlich und mit

kurzen Taktzeiten bearbeiten. Dabei liegen

die Toleranzen eher im µ- als im Millimeterbereich.

Für die Produktion der Maschinen

bedeutet das: Auch hier ist höchste Präzision

erforderlich – zum Beispiel wenn die

Monteure die Zentralwelle des Antriebs in

die Spindeltrommel einführen. Dabei müssen

hochgenaue Passungen erreicht werden,

damit die Drehautomaten später in

der Lage sind, bis zu 500 000 Teile mit einem

Werkzeugwechsel zu fertigen und dabei

immer die gewünschten Toleranzen einzuhalten.

Auch aus einem weiteren Grund

müssen die Komponenten bei der Montage

mit größter Sorgfalt gehandhabt werden.

Heinz-Josef Weiser, Leiter Instandhaltung:

„Wenn empfindliche Bauteile wie zum

Beispiel die Zentralwelle während der

Montage nur einmal anschlagen sollten,

müssen sie schon geprüft und gegebenenfalls

aufwändig nachbearbeitet werden.“

Lastpendeldämpfung: präzises

Handling und Sicherheit

Deshalb überrascht es nicht, dass sich

Schütte für die Option der Lastpendeldämpfung

interessierte, als im Zuge einer

Erweiterung in einen neuen Hallenkran

investiert werden sollte. Etwa zeitgleich,

als Schütte den bisherigen eigenen Härtereibetrieb

zu einer neuen Montagehalle

umbaute, kam der Demag Universalkran

mit integrierter Lastpendeldämpfung auf

den Markt.

Installiert wurde ein Demag Einträger-

Laufkran mit dem markanten V-Profil-

6 Der Betriebsleiter 3/2018


TITEL I INTRALOGISTIK

01 Auch schwere Bauteile wie das Maschinenbett lassen sich dank Lastpendeldämpfung

präzise und sicher positionieren – ohne Nachschwingen

02 Das V-Profil des Kranträgers spart im Vergleich zum Kastenträgerprofil erheblich Gewicht:

Auch das verbessert das Schwingungsverhalten

Kran der Zukunft

Aus Demag Sicht ist die Lastpendeldämpfung ein erster Schritt in Richtung Automatisierung

und Autonomisierung von Kranen. Weitere Schritte werden folgen, wobei

es ausdrücklich kein Ziel ist, die „mannlose Fertigung“ einzuführen. Stefan Elspass,

Produktmanager Kransteuerungen, HMI und Industrie 4.0: „Der Kran der Zukunft

wird weiterhin manuell bedient. Der Bediener behält die Kontrolle, wird aber sowohl

in der Kran- als auch in der Handhabungstechnik durch Assistenzfunktionen umfänglich

unterstützt.“

02

Träger, einem Spurmittenmaß von 14 Meter

und einer Tragfähigkeit von 8 Tonnen.

Neben der präzisen Handhabung war noch

ein weiterer Grund ausschlaggebend für

diese Wahl. Heinz-Josef Weiser: „Wir legen

größten Wert auf Arbeitssicherheit. Deshalb

haben zum Beispiel alle Mitarbeiter in der

Fertigung einen Kranführerschein. Die

einzelnen Komponenten unserer Maschinen

wiegen bis zu zwei Tonnen und können

beim Verfahren mit dem Kran entsprechend

ins Pendeln geraten. Die Pendeldämpfung

verhindert das. Das minimiert

die Unfallgefahr und erhöht die Sicherheit.“

Lastpendeldämpfung in

Steuerung integriert

Die Antriebe für Kran- und Katzfahrt der

V-Profilkrane mit Lastpendeldämpfung

sind prinzipiell drehzahlgeregelt – anders

ließe sich die schnelle und bedarfsgerechte

Ausregelung nicht darstellen. Das geringe

Eigengewicht trägt schon zu verbessertem

Schwingungsverhalten bei, ebenso das

sanfte Anfahren der umrichtergesteuerten

Antriebe.

Bei den V-Profilkranen wurde die Lastpendeldämpfung

unmittelbar in die Kransteuerung

Demag SafeControl integriert.

Ein Sensor erfasst die Auslenkung des Seils

am Eintrittspunkt (einschließlich Schrägzug)

und veranlasst ein aktives Gegensteuern,

sobald ein Pendeln detektiert wird. Da

die Pendelneigung frühzeitig registriert

wird, sind die Ausgleichsbewegungen im

Regelfall so gering, dass weder der Bediener,

noch ein Beobachter sie bemerken.

Da die Lastpendeldämpfung die Ist-Belastung

misst und nicht nach mathematischen

Modellen operiert, wird die Schwingung der

Last in jeder Betriebssituation wirksam

minimiert. Und da es den Demag-Entwicklern

gelungen ist, die Pendeldämpfung in die

Serien-Kransteuerung zu integrieren, ließ

sich diese Funktion auch mit vertretbarem

finanziellen Mehraufwand realisieren.

Profil statt Kasten bringt klare

Vorteile

Einen Kran mit Lastpendeldämpfung hatte

Schütte – wie fast alle Industrieunternehmen

– zuvor noch nicht im Einsatz. Mit dem

V-Profilkran hingegen hatte das Unternehmen

schon Erfahrungen gesammelt:

Ein kleineres Modell ist in

einer anderen Halle installiert.

Für dieses Konzept nach dem

Motto „Optimiertes V-Profil statt

Kastenträger“ haben die Verantwortlichen

nur Lob. Heinz-Josef

Weiser: „Der Kran lässt das Licht

viel besser durch, so dass wir auf

lokale Beleuchtung verzichten

können. Das schätzen unsere

Monteure.“

Als Statik-Experte weiß Heinz-

Josef Weiser auch das intelligente

Konstruktionsprinzip des V-Profils

zu würdigen: „So viel wie nötig, so wenig

wie möglich: Mit diesem Profil hat Demag

einen echten Wurf gelandet. Die Kombination

von Zug- und Druckkräften erinnert an

das Mechanik-Lehrbuch – der Cremona-

Plan ist in die Praxis umgesetzt!“

Das geringe Gewicht des V-Profils hat

zudem bei Nachrüstprojekten, bei denen

die vorhandenen Kranbahnen genutzt

werden, den Vorteil, dass die Tragfähigkeit

erhöht werden kann. Jörg Wagner, Demag

Vertriebsingenieur: „Wir planen mit Schütte

gerade einen Umbau, bei dem sich das

Eigengewicht des Krans von 17,1 auf 8,3 t

reduziert. Das heißt: Wir können die Tragfähigkeit

von 15 auf 20 t steigern und haben

dabei sogar noch Luft nach oben.“

Gute Erfahrungen mit der

Pendeldämpfung

Nach einigen Monaten Erfahrung mit der

Lastpendeldämpfung ziehen die Verantwortlichen

bei Schütte eine durchweg positive

Bilanz. Heinz-Josef Weiser: „Wir sehen

nur Vorteile. Selbst bei kleinen Bauteilen ist

die Pendeldämpfung aktiv, weil ja die große

Hakenflasche schon ein gewisses Eigengewicht

hat. Die Sicherheit für die Mitarbeiter

wird also eindeutig erhöht, und die

Präzision beim Positionieren und beim

Arbeiten mit Feinhub ebenso.“

Die einzelnen Komponenten

unserer Maschinen wiegen bis

zu zwei Tonnen und können beim

Verfahren mit dem Kran entsprechend

ins Pendeln geraten. Die

Pendeldämpfung verhindert das.

Das minimiert die Unfallgefahr

und erhöht die Sicherheit.

Heinz-Josef Weiser, Leiter Instandhaltung

bei Schütte in Köln

Damit ist dieser Einsatzfall ein Beispiel

dafür, dass sich die Integration der Lastpendeldämpfung

in einen Serien-Hallenkran

gelohnt hat – und dass diese Funktion auch

dann sinnvoll einzusetzen ist, wenn es

überhaupt nicht auf Geschwindigkeit

ankommt. Wobei das V-Profil mit seinem

geringen Gewicht und die stufenlos regelbaren

Antriebe aus Demag-eigener

Entwicklung und Produktion überhaupt

erst die Möglichkeiten eröffnet haben, diese

Funktion zu realisieren und das Lastpendeln

wirkungsvoll (und zu vertretbaren

Mehrkosten) zu minimieren.

LogiMAT: Halle 7, Stand B21

www.demagcranes.de

Im Fokus

Effizienz

Sicherheit

Nachhaltigkeit

Der Betriebsleiter 3/2018 7


INTRALOGISTIK

01 02

Spektakuläre Lagererweiterung

Neues Regalbediengerät schwebt durchs Hallendach ein

Ein Sortiment von mehreren tausend Varianten und garantiert kurze

Lieferzeiten: Das sind wichtige Erfolgsfaktoren für einen Hersteller von

Sonnenschutz-Systemen. Dazu setzt das Unternehmen auf eine

effiziente Produktionsversorgung mit einem vollautomatischen

Langgutlager. Weil die Ausbringleistung der Anlage aufgrund der

steigenden Artikelvielfalt jedoch an ihre Grenzen stieß, wurde das

System um ein zweites Regalbediengerät erweitert. Dieses nahm einen

besonders spektakulären Weg in die Lagerhalle.

Die Schlotterer Sonnenschutz Systeme

GmbH ist Österreichs Marktführer für

außenliegenden, nicht textilen Sonnenschutz.

Unter dem Motto „Schlotterer lenkt

Licht und Schatten“ entwickelt und produziert

das Unternehmen mit Sitz in Adnet im

Salzburger Land jährlich mehr als 300 000

Rollläden, Jalousien, Raffstoren und Insektenschutzgitter.

Die Produkte sind im Fachhandel

und bei namhaften Fenster- und

Fertighausherstellern erhältlich – und das

nicht nur in Österreich, sondern auch im

angrenzenden Ausland.

Das 1976 gegründete Unternehmen ist in

der Vergangenheit stark gewachsen. Geschäftsführer

Peter Gubisch sieht als Grund

dafür vor allem den anhaltenden Erfolg

seiner Produkte: „Die Herausforderung beim

Bauen liegt heute in der Kühlung. Außenliegender

Sonnenschutz ist dabei die energiesparendste

und effektivste Methode,

sommerliche Überwärmung eines Gebäudes

zu vermeiden, da er die Hitze erst gar nicht

bis an die Fensterscheibe heranlässt“, erklärt

er. Dank seiner besonderen Kompetenz bei

der Entwicklung hat Schlotterer innovative

Lösungen im Portfolio, die nicht nur für

einen hohen Wohnkomfort sorgen, sondern

auch den Energieverbrauch für das Kühlen,

Heizen und Beleuchten maßgeblich verringern.

Eine weitere Stärke des Unternehmens

ist seine zuverlässige Lieferfähigkeit: „Wir

garantieren während der gesamten Saison

eine maximale Lieferzeit von zehn Werktagen

ab Bestelldatum“, betont Gubisch.

Automatiklager für effiziente

Produktionsversorgung

Um dieses Versprechen einzuhalten, ist

Schlotterer unter anderem auf eine effiziente

und leistungsfähige Produktionslogistik

angewiesen. Zur Lagerung der Profilmaterialien

aus verschiedenen Metallen und

Kunststoffen, aus denen die Sonnenschutzelemente

gefertigt werden, setzt das Unternehmen

bereits seit 2012 auf ein automatisiertes

Langgutlager Unigrip der Kasto

Maschinenbau GmbH & Co. KG. Mit gut

2 600 Kassetten, die jeweils bis zu 1,5 Tonnen

Zuladung aufnehmen, bietet es Platz für

knapp 4000 Tonnen Material mit maximal

6,3 Metern Länge.

Das 15 Meter hohe und 62 Meter lange

Wabenlager nutzt die vorhandene Fläche

optimal aus. Ein Regalbediengerät (RBG)

sorgt nach dem Prinzip „Ware-zum-Mann“

für eine schnelle und fehlerfreie Ein- und

Auslagerung der Kassetten. „Unsere Mitarbeiter

können per Bedienpult einfach und

intuitiv das benötigte Material anfordern,

und das RBG stellt es ihnen in nur wenigen

Sekunden vollautomatisch zur Verfügung“,

schildert Robert Wagner, Prokurist, Produktions-

und Betriebsleiter bei Schlotterer.

Die kurzen Bereitstellungszeiten waren

damals auch das entscheidende Kriterium

bei der Planung und Auslegung des Kasto-

01 Um den laufenden Betrieb so wenig

wie möglich zu beeinträchtigen, wurde das

neue RBG per Kran in die bestehende

Lagerhalle eingebracht

02 Über eine eigens geschaffene Öffnung

im Dach der Halle gelangte das RBG schnell

und sicher an seinen Bestimmungsort

03 Mit dem zweiten Regalbediengerät

konnte Schlotterer die Ausbringleistung

seines Lagers um rund 50 Prozent steigern

04 Alle Baugruppen waren soweit wie

möglich vormontiert, das Bediengerät und

die zusätzlich benötigten Elektrokomponenten

bereits vorab getestet und in

Betrieb genommen

8 Der Betriebsleiter 3/2018


03

INTRALOGISTIK

04

Lagers. Mit der Zeit stieß das System jedoch

in Sachen Ausbringleistung an seine Grenzen.

Der Grund: Die pro ausgelagerter

Kassette entnommenen Stückzahlen wurden

immer geringer. Dies wiederum war eine

Folge der wachsenden Artikelvielfalt im

Sortiment von Schlotterer, erinnert sich

Geschäftsführer Gubisch: „Die Individualisierung

der Gesellschaft macht sich auch in

der Gestaltung von Gebäudefassaden

bemerkbar. Wir produzieren mittlerweile

mehrere tausend Varianten in über 200 verschiedenen

Farben. Das bedeutet, dass wir

auch in der Rohmaterialversorgung flexibler

werden mussten.“ Immer mehr unterschiedliche

Aufträge in immer kleineren Losgrößen

– da wurde die Lagertechnik irgendwann

zum Flaschenhals. Schlotterer entschied sich

deshalb dazu, das bestehende Unigrip-Lager

zu verbessern, um auf die gestiegenen Anforderungen

beim Materialfluss zu reagieren.

Modularer Aufbau ermöglicht

Erweiterungen

Gemeinsam mit dem Lagertechnik-Spezialisten

Kasto erarbeitete das Unternehmen

ein Konzept, um die Ausbringleistung zu

erhöhen. „Unsere Analyse zeigte dabei

schnell, dass das RBG der springende Punkt

war“, erzählt Kasto-Projektleiter Alfred

Schwörer. „Ein einzelnes Bediengerät war

der steigenden Zahl an Ein- und Auslageraufträgen

nicht mehr gewachsen. Wir

beschlossen daher, das System um ein

zweites RBG zu ergänzen.“

Kasto ist nicht nur bei der Planung und

Realisierung von Neuanlagen, sondern auch

Auf den

Punkt gebracht

Kasto konnte die Ausbringleistung

des Unigrip-Lagers um rund

50 Prozent steigern, die Zugriffszeiten

deutlich verkürzen und so die

effiziente Versorgung der

Produktion bei Schlotterer

wieder sicherstellen.

bei der Modernisierung und dem Umbau

bestehender Lager ein kompetenter Partner.

Die meisten Lösungen sind dazu modular

aufgebaut und lassen sich nachträglich

problemlos an veränderte oder gestiegene

Anforderungen anpassen. „Auch bei diesem

Projekt konnten wir das Unigrip-Lager auf

Steuerungs- und Software-Ebene ohne großen

Aufwand erweitern“, berichtet Schwörer.

Eine weitaus größere Herausforderung

stellte jedoch die Installation der Hardware

des neuen RBG während der laufenden

Produktion dar. Damit Schlotterer auch in

der Umbauphase alle Aufträge termingerecht

bearbeiten konnte, durfte die Anlage

nicht länger als unbedingt nötig stillstehen.

Dies ließ sich nur auf Basis einer akribischen

Ablaufplanung realisieren, bei der

Kasto sämtliche beteiligten Gewerke von

Anfang an mit ins Boot holte. Alle Baugruppen

wurden soweit es ging vormontiert, das

Bediengerät und die zusätzlich benötigten

Elektrokomponenten bereits vorab getestet

und in Betrieb genommen. Der Plan ging

auf: „Wir konnten so die Stillstandzeit auf

lediglich sechs Werktage begrenzen, was für

ein Vorhaben dieser Größenordnung wirklich

bemerkenswert ist“, betont Schwörer.

Per Mobilkran vormontiert

durchs Hallendach

Um das fast komplett vormontierte RBG

überhaupt in die Lagerhalle zu bekommen

und so eine schnelle Installation erst

möglich zu machen, griff Kasto zu einer

spektakulären Lösung: Über eine eigens

geschaffene Öffnung im Dach ließen die Ingenieure

das tonnenschwere Gerät

mit einem gewaltigen Mobilkran

einschweben. „Das war schon ein

beeindruckender Anblick und eine

technische und logistische Meisterleistung“,

schwärmt Robert Wagner.

Viele zeitaufwändige Montageschritte

ließen sich dadurch vor Ort vermeiden,

so dass der laufende Betrieb bei Schlotterer

so wenig wie möglich gestört wurde.

Fazit

„Ich bin mit der Zusammenarbeit mit Kasto

vollauf zufrieden“, sagt Geschäftsführer

Gubisch. „Aufbau und Inbetriebnahme verliefen

reibungslos nach Plan, und während

der ersten Schichten haben die Kasto-Experten

unsere Mitarbeiter begleitet und in der

Bedienung der erweiterten Anlage geschult.“

Das Ergebnis des Umbaus kann sich

sehen lassen: Kasto konnte die Ausbringleistung

des Unigrip-Lagers um rund

50 Prozent steigern, die Zugriffszeiten deutlich

verkürzen und so die effiziente Versorgung

der Produktion bei Schlotterer wieder

sicherstellen. Auch in puncto Verfügbarkeit

stellt die neue Lösung eine klare Verbesserung

dar: „Sollte an einem RBG einmal eine

Störung auftreten, gibt es immer noch ein

zweites, das einsatzfähig ist, so dass das

Lager nicht komplett stillsteht“, freut sich

Robert Wagner. „Mit der Erweiterung haben

wir einen wichtigen Schritt getan, um die

hohe Lieferfähigkeit, die wir unseren Kunden

versprechen, auch auf lange Sicht zu

ermöglichen.“

LogiMAT: Halle 1, Stand J11

www.kasto.com

Im Fokus

Effizienz

Sicherheit

Nachhaltigkeit

Der Betriebsleiter 3/2018 9


01 Der kompakt gebaute Sensor IPS 200i

benötigt nur wenig Platz und eignet sich

insbesondere für den Einsatz in einfach

tiefen Paletten-Hochregallagern ...

Immer vor dem richtigen Fach

Kamerabasierte Fachfeinpositionierung sorgt für geringere Stillstandzeiten im Hochregallager

Hochregallager sind durch unterschiedliche

Beladungszustände,

temperaturbedingte Ausdehnung

oder fertigungstechnische

Toleranzen ständig in Bewegung.

Hier eine störungsfreie Fachfeinpositionierung

des Regalbediengerätes

zu gewährleisten, ist eine

Herausforderung für die Sensorik.

Ein kleiner kamerabasierter Sensor

kann hier Abhilfe schaffen.

N

eben einer störungsfreien Fachfeinpositionierung

des Regalbediengerätes werden

in der Praxis im Zuge von Industrie 4.0

oder IIoT verstärkt auch Diagnosemöglichkeiten

und vorausschauende Wartung der

Sensorik erwartet. Dafür ist es nötig, Diagnose-

und Parametrierdaten mit dem Sensor

auszutauschen. Kamerabasierte Positionierungssysteme

mit einem auf die spezifische

Applikation zugeschnittenen Auswertealgorithmus

vereinen all diese Leistungsmerk-

Autor: Sven, Abraham, Produktmanager Ident +

Vision, Leuze electronic GmbH + Co. KG, Owen

male und führen oft schneller und eleganter

zum Ziel als bisherige Lösungen, bei denen

mehrere herkömmliche binäre Sensoren

zum Einsatz kamen.

Besonders beliebt sind bei Anwendern

solche Lösungen, bei denen Kamera und

Auswerteeinheit in ein Kompaktsystem integriert

sind. Sie erlauben ohne Spezialkenntnisse

eine einfache Inbetriebnahme und

Bedienung. Leuze electronic bietet mit dem

IPS 200i einen besonders kleinen kamerabasierten

Sensor für die Fachfeinpositionierung

von Regalbediengeräten, der durch eine

zusätzliche Qualitätskennzahl hilft, Stillstandzeiten

von Regalbediengeräten zu verringern

und so auch der Forderung nach

Condition Monitoring gerecht wird.

Die Qualitätskennzahl trägt dazu bei,

Besonderheiten wie beispielsweise Verschmutzung

oder eine überhängende Folie

an einer beliebigen Position zu erkennen.

Der gefährdete Anlagenbereich kann rechtzeitig

lokalisiert und so ein Anlagenstillstand

durch Fehlpositionierung vermieden werden.

Zudem hilft die Qualitätskennzahl,

Besonderheiten zu erkennen, die einem

Ausfall der Anlage vorausgehen, um einzelne

gefährdete Anlagenkomponenten rechtzeitig

herauszufiltern. Mithilfe dieser

Erkenntnisse lassen sich Wartungszeiten

vorbeugend planen, Ausfallzeiten minimieren

und die Wirtschaftlichkeit steigern.

Dank integriertem Webserver können per

globalem Zugriff alle relevanten Daten

weltweit abgerufen werden, ohne auf die

Steuerung zugreifen zu müssen.

Schnelle Inbetriebnahme und

hohe Leseperformance

Der IPS 200i ermöglicht eine einfache und

schnelle Inbetriebnahme sowie Bedienung.

So reduziert das webbasierte, mehrsprachig

verfügbare Konfigurationstool mit einem

benutzergeführten Wizard die Inbetriebnahmezeit

auf ein Minimum. Auch kann der IPS

200i per XML-Kommandos konfiguriert oder

über lediglich zwei Tasten ohne PC-Anbindung

intuitiv in Betrieb genommen und

bedient werden.

Innovative Feedback-LEDs geben direkte

Rückmeldung und machen das Ausrichten

des Sensors so einfach wie das Einparken

eines Pkw. Ähnlich einem akustischen

Abstandssensor beim Pkw wird die Position

des Markers relativ zum Sensor durch die

vier seitlich angebrachten LEDs angezeigt.

Jede Side-LED entspricht dabei einem

einzelnen Quadranten. Befindet sich der

Marker in einem der Quadranten, leuchtet

bzw. blinkt die entsprechende LED. Befindet

sich der Marker im Zentrum (Koordinatenursprung)

leuchten alle vier LEDs

gleichzeitig auf. Dann ist der Sensor optimal

positioniert. Zusätzlich wird im

Ausrichtmodus durch die Blinkfrequenz

der Abstand des Markers zur Ursprungskoordinate

visuell dargestellt.

10 Der Betriebsleiter 3/2018


INTRALOGISTIK

Der neue, auf eine hohe Tiefenschärfe

optimierte Sensor verfügt über eine feste

Fokuslage und wird nach erfolgter Grobpositionierung

zur optischen Feinpositionierung

eines Regalbediengeräts (RBG) in X- beziehungsweise

Y-Richtung verwendet. Er ist in

werden kann. Der kompakte Sensor macht

dank 3-Seiten-Montage eine flexible Befestigung

am Regalbediengerät möglich. Die

leistungsstarke, fremdlichtunabhängige

infrarote LED-Beleuchtung sorgt für hochflexible

Einsatzmöglichkeiten innerhalb der

Mit der Qualitätskennzahl bietet der Sensor die Möglichkeit, frühzeitig

eine Ursache für den möglichen Stillstand eines RGB zu erkennen

der Lage, einem RBG die Korrekturkoordinaten

für das exakte Anfahren eines Regalfachs

zu übermitteln. Konkret sieht das Ganze so

aus: Der smarte Sensor detektiert kreisrunde

Löcher bzw. Reflektoren in einem einfachtiefen

Riegel oder Steher eines Palettenlagers

und bestimmt die Positionsabweichung von

Paletten oder Behältern in X- und Y-Richtung

relativ zur Sollposition. Der Positionierungssensor

erzeugt ein oder mehrere Bilder als

Grauwert. In diesem Bild sucht der Sensor

zunächst eine definierte, runde Markierung

(Loch/Reflektor). Die Ausgabe der X-/Y-

Abweichung erfolgt in Millimetern zur Sollposition

oder mittels der vorhandenen

Schaltausgänge als Quadranten.

Hochflexibel einsetzbar in der

Förder- und Lagertechnik

Der 66 x 43 x 44 Millimeter kleine IPS 200i in

Industrieausführung der Schutzart IP 65 ist

sowohl für einen Einsatz im Normaltemperaturbereich

als auch mit optionaler integrierter

Heizung für den Tiefkühlbereich bis

-30 °C geeignet. In der Standardvariante

bietet Leuze electronic das neue Gerät mit

einer Kunststoff-Gehäusehaube an, die optional

durch eine Glas-Gehäusehaube ersetzt

Förder- und Lagertechnik. Mit ihr ergibt sich

eine kurze Belichtungszeit für bewegte

Objekte und es ist keine weitere externe

Beleuchtung mehr erforderlich.

Auch die hohe Objektgeschwindigkeit in

Kombination mit einer hohen Tiefenschärfe

unterstützt die Flexibilität des neuen Positionierungssensors

von Leuze electronic. Intelligente

Bildverarbeitungs-Algorithmen

stellen eine zuverlässige Positionierung

sowie einen hohen Durchsatz sicher. Die

FTP-Bildübertragung (File Transfer Protocol)

des IPS 200i ermöglicht eine lückenlose

Dokumentation der (Fehler-)Bilder.

Einfache Integration in

bestehende Netzwerkumgebung

Aufgrund der integrierten Ethernet-Schnittstelle

(TCP/IP bzw. UDP) und geplanten

Profinet-Schnittstelle sind sowohl ein

direktes Einbinden in die Netzwerkumgebung

des Anwenders als auch eine schnelle,

ortsunabhängige Diagnose via Remote

Control problemlos möglich. „Erstmals

bietet der IPS 200i mit der Qualitätskennzahl

die Möglichkeit, frühzeitig eine Ursache

für den möglichen Stillstand eines RGB zu

erkennen. Ein großer Schritt in Richtung

02 ... sowie auch in Behälterkleinteilelagern

Predictive Maintenance, einem der am häufigsten

genannten Anwendungsgebiete von

Industrie 4.0.“, resümiert Sven Abraham,

Produkt Manager Ident + Vision bei Leuze

electronic. „Fachfeinpositionierung mit

einem kamerabasierten System ist eine

zukunftsorientierte und smarte Lösung, die

langfristig auch kostenseitig eindeutig der

Gewinner ist.“

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INTRALOGISTIK

genommen werden. Wichtig ist nur, dass die

Spur einen geschlossenen Rundkurs ergibt.

Die Weitergabe der Komponenten und

Teile erfolgt an den Stationen, um die das

LEO Locative-System ergänzt werden kann.

An den Abgabe- und Aufnahmestationen

nimmt das System die Behälter, in denen

die Teile und Komponenten in den Kunststoffbehältern

durch die Halle transportiert

werden, auf, und gibt sie an der nächsten

Station wieder ab.

Marker für die Haltestationen

Teileversorgung

leicht gemacht

Ein fahrerloses Transportsystem, das jeder schnell und einfach

in Betrieb nehmen kann

Ein Hersteller von Zentralschmieranlagen

suchte auf dem Weg in

Richtung Industrie 4.0 nach einem

System zur Optimierung des innerbetrieblichen

Teiletransports.

Dieses System sollte eine hohe

Flexibilität aufweisen, einfach in

der Umsetzung sowie kostengünstig

in der Anschaffung sein.

SKF Lubrication Systems (LubSys) baut

maßgeschneiderte Zentralschmieranlagen.

Zur Fertigung wird eine Vielzahl an

unterschiedlichen Komponenten benötigt.

Teile, die fehlen, müssen immer wieder

nachgeordert werden. In der Vergangenheit

wurden die Teile nach Eintreffen im Wareneingang

auf Paletten gesammelt. Die Auslieferung

an die Montageplätze erfolgte

erst, wenn eine Palette voll beladen

war. – Und das konnte dauern.

„Wir haben nach einer für uns idealen

Lösung gesucht, um die Montage von Pumpaggregaten

und Kleinteilen schnell und einfach

mit Komponenten bis maximal 30 kg Gewicht

zu versorgen – und das fahrerlose Transportsystem

LEO Locative gefunden“, so Thomas

Lehnigk, Manager Logistic bei LubSys in Berlin.

Damit werden nun die Teile, die im Wareneingang

ankommen, im Drei-Minuten-Takt direkt

zum Montageplatz gebracht. – Das bringt eine

enorme Zeitersparnis. Zudem transportiert das

fahrerlose Transportsystem (FTS) auch die fertig

montierten Teile zum Lager oder direkt zum

Versand weiter. Auch diese Wege haben die

Mitarbeiter vor Einsatz des LEO Locative mit

dem Handhubwagen fußläufig zurücklegen

müssen.

LubSys setzt zwei Transporter im Montagebereich

ein und verbindet auf diese Weise

nun alle Arbeitsplätze. „Jeder LEO Locative

bewältigt täglich ca. 40 km. Wir haben einen

Rundkurs von 300 m eingerichtet, den beide

FTS pausenlos alle sechs Minuten durchlaufen“,

so Thomas Lehnigk.

Rundweg für den Teiletransport

einfach selbst festgelegt

Der Weg, den LEO Locative zurücklegen

muss, wird über ein Spurband vorgegeben,

das es in den Farben Grün, Rot oder Blau

gibt, und das auf den Hallenboden geklebt

wird. Der Transporter folgt dieser Spur, in

dem er die Farbe des Bandes einscannt und

erkennt. Je nach Belastungsgrad und Beanspruchung

wählt der Anwender eine der

drei Spurband-Qualitätsstufen aus.

Das Spurband haben LubSys-Mitarbeiter

selbst verklebt. Das ist problemlos und flexibel

möglich. Bei Bedarf kann dazu die standardmäßig

mitgelieferte Schablone zu Hilfe

Damit das FTS „weiß“, wo es auf dem Rundweg

anhalten muss, werden zusätzlich

Marker auf den Boden geklebt. Sie sind mit

QR-Codes versehen, die nicht nur den Haltepunkt

vorgeben, sondern auch die Haltedauer

oder einen Richtungswechsel. Auch hier

haben die LubSys-Mitarbeiter selbst an den

Montagestationen, dem Wareneingang und

allen sonstigen benötigten Haltestationen

individuell über die am Boden aufgeklebten

Marker festgelegt, wo und wie lange der

Transporter stehen bleiben muss. Diese

Befehle werden genau wie die Farbe des

Spurbandes via Scanner erkannt. Bei LubSys

sind Rundkurs und Marker so gelegt, dass

das FTS alle drei Minuten an einer der Abgabe

bzw. Aufnahmestationen ankommt.

Auch die Umgebung wird vom Behälter-

Transporter über ein eingebautes Sicherheitssystem

registriert. Dieses Sicherheitssystem

sorgt dafür, dass Menschen und

Gegenstände rechtzeitig erkannt werden

und nichts und niemand angefahren wird.

Ganz ohne W-LAN oder WIFI

Thomas Lehnigk: „Der LEO Locative fährt

sicher, fehlerfrei und problemlos. Auch die

Akzeptanz bei den Mitarbeitern ist groß.

Alle sind sehr zufrieden mit der neuen Hilfe

und kommen gut mit dem System zurecht.

Sie begrüßen es, dass sie es selbst und ohne

externe IT und technischen Support installieren

und verändern können und dass es

so einfach und ohne W-LAN oder WIFI-

Anbindung funktioniert.“

SKF LubSys Berlin hat Anfang 2017 den

Testbetrieb für das FTS aufgenommen –

seitdem lief das Pilotprojekt sehr erfolgreich.

Die Division ist so zufrieden, dass sie

LEO Locative nun auch in anderen Montagebereichen

einsetzen will.

LogiMAT: Halle 6, Stand C33

www.leo-locative.com

Im Fokus

Effizienz

Sicherheit

Nachhaltigkeit

12 Der Betriebsleiter 3/2018


LogiMAT 2018: Intralogistik aus

erster Hand

Mit erneutem Wachstum

unterstreicht die

16. LogiMAT – Internationale

Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen

und Prozessmanagement

ihren hohen

Stellenwert als

Informationsplattform

der Intralogistik-

Branche. Mehr als

1 500 Aussteller, ein

Viertel davon aus dem europäischen Ausland und Übersee,

präsentieren in Stuttgart vom 13. bis 15. März 2018 ihr

Produkt- und Lösungsspektrum für effiziente Prozesse in der

Intralogistik.

Übergreifend zentrales Thema der Aussteller ist die Einbindung

moderner Technologien und Materialien in zukunftsfähige

Lösungen für die Herausforderungen unter Industrie 4.0,

Logistik 4.0, dem Internet der Dinge (IoT) und der damit

verknüpften Digitalisierung. „Das spiegelt sich im Motto der

LogiMAT 2018, ‚Intralogistik aus erster Hand: Digital – Vernetzt

– Innovativ’ ebenso wider wie das nachhaltige Thema

‚Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine‘“, hebt

Peter Kazander, Geschäftsführer des LogiMAT-Veranstalters

Euroexpo Messe-und Kongress-GmbH hervor. Das Rahmenprogramm

der LogiMAT vertieft die aktuellen Fragestellungen

und Entwicklungstrends mit mehr als 30 hochrangig besetzten

Fachforen, drei seriellen Live-Events und zeigt im Rahmen des

„Forum Innovationen“ mit täglich mehr als 40 Fachvorträgen

bewährte Praxislösungen auf.

Die neue Generation ist da!

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FTS als vielseitig einsetzbarer

Transportroboter

Die Torwegge Intralogistics

GmbH & Co. KG zeigt auf der

LogiMAT die neuesten Entwicklungsschritte

des fahrerlosen

Transportsystems (FTS)

TORsten. Das im vergangenen

Jahr in den Markt eingeführte

Fahrzeug ist inzwischen zu

einem vielseitig einsetzbaren

Transportroboter gereift. Wie er selbstständig Paletten von einer

Förderstrecke aufnimmt, einen Roboterarm steuert und mit

anderen Einheiten kooperiert, zeigt Torwegge auf der Messe.

„Wir können mit TORsten zunehmend mehr intralogistische

Prozesse automatisieren. Die Entwicklung schreitet sehr schnell

voran“, sagt Uwe Schildheuer, Geschäftsführer von Torwegge

Intralogistics. Sein Team arbeitet kontinuierlich an der

Umsetzung innovativer Ideen. Auf der LogiMAT werden die

Robotersteuerung, die Anbindung an bestehende logistische

Prozesse und die Kollisionsvermeidung gezeigt. Am Messestand

demonstrieren zwei TORstens verschiedene Anwendungsfälle.

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SPEZIALEINSATZ I SERIE

Bootskran als Touristenattraktion

Auch schwere Yachten sicher handhaben

Im kleinen Örtchen Rehbach am Edersee sind

Campingplatz, Badestrand und natürlich der

Yachthafen Touristenmagneten. Mit dem neuen

Bootskran des Siegerländer Kranherstellers Vetter

Krantechnik ist der Yachthafen Rehbach nun um eine

Attraktion reicher.

Ein Vetter-Schwenkkran ist das Wahrzeichen im

Yachthafen Rehbach am Edersee

Das Ein- und Auslagern von Yachten in Marinas und Werften ist

meistens ein kritischer Augenblick und oft mit großem Aufwand

verbunden. Slipanlagen oder Mobilkrane bergen diverse Risiken

für Boot und Skipper. Der für seine Lösungen für den Industrieeinsatz

bekannte Kranexperte Vetter hat auch Bootskrane im Portfolio.

Sie sind speziell für den Bedarf vor Ort ausgelegt erhältlich. Vetter-

Bootskrane erlauben es, Yachten bis 100 000 Kilogramm Gewicht

sicher ohne Mast- und Schotbruch zu bewegen.

Keine Änderungen an den bauseitigen

Fundamenten

Zwar setzte man in Rehbach am Edersee bereits seit Jahren auf

einen Vetter-Bootskran, aber der war mit vier Tonnen Tragfähigkeit

nicht mehr zeitgemäß. Es musste ein etwas kräftigerer Kran her. Die

Herausforderung für Vetter war, einen Kran zu konstruieren, der

zwar leistungsfähiger als der alte Kran sein sollte, aber keine Änderungen

an den bauseitigen Fundamenten erfordern sollte.

Variable Tragfähigkeit in Abhängigkeit von der

Ausladung

Der neue Kran hat nun eine variable Tragfähigkeit in Abhängigkeit

von der Ausladung. Die Auslegerlänge beträgt insgesamt 13,5 Meter.

Bis zehn Metern Ausladung kann der Kran sechs Tonnen heben,

bei 12,5 Metern noch vier Tonnen und an der Spitze immerhin noch

zwei Tonnen. Besonders anspruchsvoll war hierbei die Elektrik des

Krans, die nach aktueller Maschinenrichtlinie redundant ausgeführt

sein muss.

Der Kran beeindruckt aber nicht nur durch seine imposante Höhe

von etwa elf Metern, sondern auch mit einer gewaltigen Hubhöhe

von 40 Metern. Damit ist auch bei Niedrigwasser ein Kranbetrieb

gewährleistet. Die hierfür benötigte Seilwinde mit Gegengewicht

wurde besonders schlank ausgeführt, um die Gefahr von Kollisionen

mit Schiffsmasten zu reduzieren.

Schlankheitskur für den Gegengewichtsausleger

Dem Gegengewichtsausleger des Krans und dem Volumen des

Gegengewichts haben die Konstrukteure von Vetter im Gegensatz

zum Vorgänger-Kran eine „Schlankheitskur“ verpasst. So erzielte

man eine optimale Lastverteilung und konnte die durch die Säule

vorgegebene schlanke Linie auch optisch bis in die Auslegerspitzen

fortführen. Durch das formschöne Gegengewicht in V-Form, der

Vetter-Bildmarke nachempfunden, ist das neue Wahrzeichen des

Yachthafens bereits von weither sichtbar. In Rehbach ist man mit

dem neuen Kran sehr zufrieden.

LogiMAT: Halle 7, Stand F46

www.vettercranes.com

14 Der Betriebsleiter 3/2018


INTRALOGISTIK

Neuer Fahrantrieb für Handling- und

Transportsystem erhöht die Mobilität

Mit großer Dynamik treibt Expresso die Weiterentwicklung

seines mobilen Handling- und Transportsystems

lift2move voran. Während das Kasseler Unternehmen

erst vor wenigen Wochen die hybride FTS-Variante

seines multifunktionalen Flurförderzeugs vorstellte,

präsentiert es in diesen Tagen das neue Antriebsmodul

„impulse“ für seine universell einsetzbare Intralogistik-Lösung.

Der leistungsstarke Fahrantrieb

„impulse“ wird ab sofort für alle lift2move-Modelle mit

Lenkrollen-Fahrwerk für Nutzlasten bis 225 kg

angeboten und steht auch als Nachrüstsatz

zur Verfügung.

Herzstück des „impulse“ ist ein kraftvoller

250-Watt-Elektromotor. Nach Freischaltung

kann der Anwender dem Antrieb über einen

kleinen Daumenregler am Bügelgriff stufenlos immer so viel

Leistung abrufen, wie er gerade benötigt. So passt er die

Geschwindigkeit etwa seinem Lauftempo oder der Beschaffenheit

des Bodens an. Unter ergonomischen Gesichtspunkten von

besonders hohem Stellenwert ist der Support, den der neue

Elektroantrieb beim Anfahren und bei Steigfahrten – zum Beispiel

beim Auffahren auf Rampen – bietet: Beim Anschieben reduziert

sich das Losbrechmoment des lift2move auf fast Null und beim

Überwinden von Steigungen bietet der neue „impulse“ volle

Unterstützung – beides bedeutet eine enorme Entlastung der

Wirbelsäule und Muskulatur des Nutzers.

LogiMAT: Halle 7, Stand C71

www.expresso-group.com

Software unterstützt die Vernetzung

intralogistischer Systeme

Die Vernetzung einzelner teiloder

vollautomatisierter intralogistischer

Systeme bietet ein

enormes Optimierungspotenzial.

In besonderer Weise

unterstützt hier die neue

Software AMI WLS-4.0 die

Ansprüche der Betreiber mit

exakt auf den jeweiligen Anwendungsfall und Bedarf zugeschnittenen

Informationen. So informiert die modular aufgebaute

Warehouse-Logistics-Solution-Software, die AMI Förder- und

Lagertechnik auf der LogiMAT vorstellt, einen Kommissionierer

z. B. über die jeweiligen Ereignisse an seiner Arbeitsstation und

gibt Anweisungen über auszuführende Tätigkeiten. Statistiken

liefern zudem leistungsrelevante Informationen, etwa über

kommissionierte Einheiten, Mengen und sich daraus ergebende

Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz oder zur besseren

Auslastung der Ressourcen. Dabei haben die Entwickler

besonderen Wert auf ein Höchstmaß an Flexibilität und Skalierbarkeit

der jeweils integrierten Softwaremodule gelegt, um eine

jederzeitige Erweiterung von Funktionalitäten zu ermöglichen.

Das gilt auch für das neue Wartungsmanagementsystem, das

vorausschauend die Ressourcen des Anwenders managt, koordiniert

und prozessgeführte Anweisungen erteilt. Komplettiert wird

die Warehouse-Logistics-Solution-Software durch ein

Qualitätsmanagementsystem.

LogiMAT: Halle 1, Stand C 05

www.ami-foerdertechnik.de

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INTRALOGISTIK

Neue Produkte und Lösungen für die

Einrichtung moderner Betriebsstätten

Die Hoffmann Group wird auf der

LogiMAT 2018 unter dem Motto „E3

– Ergonomie, Effizienz, Emotion“

neue Produkte und Lösungen für die

Einrichtung moderner Betriebsstätten

präsentieren. Ein Messehighlight ist

eine selbstfahrende Werkbank, mit

deren Hilfe die Mitarbeiter innerhalb

der Werkshalle ihren kompletten

Arbeitsplatz ohne großen Kraftaufwand

verfahren können, wenn ein

Ortswechsel notwendig ist. Das

Mitführen von Schraubstock und

Werkzeugen wird dadurch zum Kinderspiel – schweres Tragen

wird vermieden und der Rücken merklich entlastet. Als weiteers

Exponat zeigt die Hoffmann Group einen robusten Werkstattwagen,

der durch zahlreiche neue Funktionalitäten glänzt und

noch mehr Ergonomie und Bequemlichkeit bietet. Weil sich die

Arbeitswelt ständig verändert, ist es außerdem notwendig, die

Betriebseinrichtung immer wieder flexibel an neue Bedarfe

anzupassen, ohne Abstriche bei Design und Ästhetik machen zu

müssen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat die

Hoffmann Group damit begonnen, ihr komplettes Betriebseinrichtungssortiment

auf das einheitliche Einrichtungskonzept

„Garant GridLine“ umzustellen.

LogiMAT: Halle 5, Stand D47

www.hoffmann-group.com

Warenumschlag: digital, vernetzt,

autonom und sicher

Digital vernetzte Fahrzeuge

eröffnen ein riesiges

Optimierungspotenzial für

den Warenumschlag. Auf

der LogiMAT zeigt Linde

Material Handling erstmals

die neue Truck-Call-App

für digitales Auftragsmanagement.

Mit ihr legen

Logistikleiter Fahraufträge

schnell und einfach an, weisen Prioritäten zu und vergeben die

Aufträge an Mitarbeiter mit geeigneten Fahrzeugmodellen. Ziel

der App ist es, Fahraufträge effektiv zu steuern und Leerfahrten zu

vermeiden.

Die fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung nutzt Linde

aber auch zur Erhöhung der betrieblichen Sicherheit. Auf der

LogiMAT ebenfalls erstmals präsentiert wird der „Linde Safety

Guard“, ein Assistenzsystem zur Personenwarnung und Kollisionsvermeidung.

Über Funksignale im Vier-Gigahertz-Bereich „sieht“

das System durch Mauern, Rolltore und Palettenladungen auf

zehn Zentimeter genau und warnt Fahrzeugbediener und

Mitarbeiter im unmittelbaren Umfeld des Fahrzeugs sehr effektiv,

um Gefahrensituationen von vornherein zu vermeiden. Zudem

lässt sich die Fahrzeuggeschwindigkeit in Bereichen mit Unfallpotenzial

drosseln.

LogiMAT: Halle 10, Stand B21

www.linde-mh.de

Handverfahrbares Kransystem

kombiniert Stabilität und Leichtlauf

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Halle 7, Stand C71

Mit FTS Grenzen

überschreiten

EXPRESSO LIFT2MOVE ON TRACK

Der lift2move on track ist eine komplett mobile Intralogistik-Lösung, die

vollautomatische Transport- und Förderdienste als auch halbautomatische

Hebe- und Handlingaufgaben in sich vereint.

WWW.EXPRESSO-GROUP.COM

Vetter Krantechnik stellt auf der

LogiMAT erstmals ein handverfahrbares

Kransystem mit

Aluminiumschienen vor. Mit

dem ErgoLine-System

kombiniert Vetter geschickt

Stabilität und Leichtlauf, so dass

Lasten bis 1 000 kg feinfühlig

und präzise bewegt werden

können. Ermöglicht wird dies durch eine optimale Kraftübertragung,

die neue Maßstäbe in Sachen Bedienkomfort setzen soll.

Überall dort, wo Waren produziert oder bearbeitet werden müssen

und ein hoher Warenumschlag gefordert wird, punktet ErgoLine

durch feinfühliges Handling sensibler Lasten und ermüdungsfreies

Arbeiten. Dieser Bedienkomfort wird durch eine Neuentwicklung

erzielt. Lassen sich herkömmliche handverfahrbare Arbeitsplatz-

Kransysteme am einfachsten von der Mitte aus verfahren, so

schlägt der Kranspezialist mit seinem innovativen Fahrwerksystem

und dem Prinzip der kardanischen Lagerung einen neuen Weg ein.

Die kardanische Lagerung garantiert aus jeder Position geringe

Verfahrkräfte. Sowohl Kranbahn als auch Kranträger bestehen aus

Aluminiumprofilen. Die hierdurch erzielten hervorragenden

Leichtlaufeigenschaften ermöglichen eine rein manuelle Kran- und

Katzfahrt und sorgen für hohen Bedienkomfort. Der Bediener kann

dadurch ermüdungsfrei arbeiten, da er weniger Kraft aufbringen

muss, um den Kran in die gewünschte Position zu bringen.

LogiMAT: Halle 7, Stand F4

www.vettercranes.com

EXPRESSO Deutschland GmbH | 34123 Kassel | Tel.: +49 (0)561 95 91-0 | E-Mail: info@expresso.de


Vernetzte Materialflüsse für schlanke

Prozesse in Logistik und Produktion

Auf der LogiMAT 2018

präsentiert viastore Systems

in Halle 3 seine Expertise in

der Beratung, Planung und

im Bau von automatischen

Logistik- und Materialfluss-

Systemen sowie in der

Modernisierung

bestehender Anlagen. Für

die Steuerung und Verwaltung der gesamten Intralogistik bietet

der Systemintegrator intelligente Lagersoftware – wahlweise

SAP-basierte Logistik-Lösungen oder das Warehouse-Management-System

viadat. Letzteres präsentiert viastore Software als

führender IT-Anbieter für vernetzte und automatisierte Materialflüsse

in Logistik und industrieller Fertigung in Halle 8.

LogiMAT: Halle 3, Stand C31 und Halle 8, Stand D05

www.viastore.com

Agile Supply Chain in Echtzeit

Zur LogiMAT präsentiert die ICS

Group unter dem Motto „Acting

Supply Chain“ Neuheiten und

Weiterentwicklungen, die den

Mittelstand sowie Konzerne zur

agilen, sicheren und selbststeuernden

Prozessgestaltung in der

unternehmensübergreifenden

Supply Chain befähigen. Im Mittelpunkt steht hierbei die automatisierte

Kollaboration von Mensch, Maschine und künstlicher

Intelligenz (KI) für produktive und profitable Wertschöpfung. Zu

den Highlights gehören u.a. Blockchain in der Supply Chain sowie

innovative Digitalisierungsplattformen zur Supply-Chain-

Analyse, -Planung, -Optimierung und -Steuerung.

LogiMAT: Halle 8, Stand A21

www.ics-group.eu

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Tools für professionelle

Instandhaltung

Kompaktes Turmlager für Anwendungen

mit hoher Materialvielfalt

Verschiedene Materialien

effizient und platzsparend

lagern: Das ist der Schwerpunkt

des Messeauftritts der Kasto

Maschinenbau GmbH & Co. KG

auf der LogiMAT 2018. Gezeigt

wird u. a. das kompakte und

standardisierte Turmlager

KASTOecostore, das mit seinen variablen System- und Beladehöhen

für unterschiedliche Produkte flexibel geeignet ist.

KASTOecostore ist in zwei Versionen verfügbar: zur Lagerung von

Langgut oder von Blechen und anderen flächigen Gütern in

unterschiedlichen Formaten. Letztere Variante wird auf dem

Messestand von Kasto live in Aktion zu sehen sein.

LogiMAT: Halle 1, Stand J11

www.kasto.com

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FERTIGUNGSTECHNIK

So gut wie neu

Lager-Rekonditionierung schont Umwelt und

Geldbeutel gleichermaßen

Selbst das robusteste Wälzlager leidet irgendwann

unter Verschleiß. Ergo ist es früher oder

später unumgänglich, das Lager zu reparieren

bzw. auszutauschen. Dabei muss man aber nicht

zwangsläufig auf ein neues Wälzlager zurückgreifen.

In vielen Fällen reicht ein professionell

wiederaufgearbeitetes vollkommen aus.

01

02

Lager sind betriebswichtige Komponenten,

die in unzähligen Maschinen und den

verschiedensten Industriezweigen ihren

Dienst verrichten: Tief im Herzen der jeweiligen

Anwendung sorgen sie dafür, dass sich

die umlaufenden Teile möglichst reibungslos

und effizient bewegen. Oft sind die Lagerkonstruktionen

hoch spezialisiert, um auch

in anspruchsvollsten Umgebungen funktionieren

zu können – bspw. in den Saugwalzen

von Papiermaschinen, wo sie konstant

Feuchtigkeit ausgesetzt sind, oder in den

Trockenpartien, wo hohe Temperaturen

samt Luftfeuchtigkeit herrschen. Ähnlich

ungünstige Bedingungen finden sich aber

auch in den Walzstraßen von Stahlfabriken

oder in industriell genutzten Getrieben, etc.

Wenn sie richtig installiert und gewartet

sowie durch geeignete Schmiersysteme

geschützt werden, sorgen Lager-Einheiten

in der Regel für einen langen und störungsfreien

Betrieb. Allerdings lassen sich Lager

nicht immer unter idealen Bedingungen

Instand halten, erklärt Lagerexperte Hannes

Leopoldseder, Business Unit Manager

Industrial Services Centre bei SKF in Österreich:

„Wälzlager können aus vielen unterschiedlichen

Gründen vorzeitig verschleißen

und unerwartet ausfallen. Zu den häufigs-

ten Ursachen zählen unzureichende

Schmierung, Dichtungsausfälle, Wellenschiefstellungen

und Änderungen der

Betriebsbedingungen. In Papierfabriken

sind solche Ausfälle oftmals eine Folge des

Versuchs, die Liniengeschwindigkeiten oder

Dampftemperaturen in Trocknern zu erhöhen,

um den Ausstoß zu verbessern. Dies

kann jedoch dazu führen, dass sich die

Leistungskurve der Lager außerhalb der

ursprünglichen Spezifikation verschiebt.“

Wiederaufarbeitung im Trend

Im Prinzip ist der komplett überraschende

Ausfall eines Lagers heutzutage eher ungewöhnlich

– schließlich können moderne

Zustandsüberwachungssysteme früh genug

vorwarnen. Trotzdem ist es durchaus

verbreitet, dass Lager Eindrückungen und

Haarrisse an Rollflächen und Laufbahnen

aufweisen, die mit der Zeit ihre Leistung

und Effizienz herabsetzen und damit auch

die Leistungsfähigkeit der unterstützten

Wellen und Zylinder beeinträchtigen.

Letztendlich erreichen kontinuierlich

laufende Lager, egal wie sorgfältig konstruiert,

installiert und gewartet sie sind,

irgendwann einen Punkt, an dem sie entweder

instandgesetzt oder ausgetauscht

werden müssen. Dabei sprechen für jeden

der beiden Ansätze bestimmte Argumente;

aber im globalen Wettbewerb mit seinem

intensiven Preisdruck folgen immer mehr

Firmen dem Trend, ihre Lager lieber zu

rekonditionieren als zu ersetzen.

Vielfältige Vorteile

Hannes Leopoldseder leitet eines der SKF

Industrial Service Centres, das sich auf die

Wiederaufarbeitung von Lagern (insbesondere

von Großlagern) für verschiedenste

Industriezweige spezialisiert hat. Er meint:

„Eine der größten Herausforderungen für

Fertigungs- oder Instandhaltungstechniker

ist die Minimierung von Stillstandzeiten und

Wartungskosten. Eine Rekonditionierung ist

in über 50 Prozent aller Anwendungen

möglich und kann in der Regel innerhalb

weniger Tage durchgeführt werden. Außerdem

bietet sie im Vergleich zu einem Neulager

echte Preisvorteile.“

Neben einer höheren Produktivität und

Reduktion der Wartungskosten sieht Leopoldseder

darin auch Umweltvorteile:

„Zum einen profitieren die Betreiber der

Fabriken von greifbaren wirtschaftlichen

18 Der Betriebsleiter 3/2018


FERTIGUNGSTECHNIK

01 Eine Rekonditionierung ist in unzähligen

Anwendungen und Industriezweigen möglich

02 Schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen:

die professionelle Wälzlager-Rekonditionierung

von SKF

und technischen Vorteilen, zum anderen

profitiert die Umwelt durch mehr Nachhaltigkeit.

Denn bei der Rekonditionierung

werden bis zu 90 Prozent weniger Energie

und Ressourcen verbraucht als bei der

Herstellung einer neuen Komponente!“

Ermüdungsart entscheidend

Bei den Schadensursachen ist zwischen Problemen der Tiefen- und der Oberflächenermüdung

zu unterscheiden: Erstere beschreibt die Schubspannungen, die zyklisch

unmittelbar unter der lastaufnehmenden Fläche von Ringen und Wälzkörpern

auftreten. Diese Belastungen verursachen mikroskopische Risse, die sich allmählich

bis an die Oberfläche ausbreiten. Wenn dann die Walzkörper über diese Risse laufen,

brechen oder schälen sich Fragmente des Oberflächenmaterials ab. Lagerlaufbahnen

mit Schäden infolge von Tiefenermüdung eignen sich normalerweise nicht für die

Rekonditionierung, während solche mit Oberflächenermüdung im Allgemeinen durch

Honen oder Schleifen wiederhergestellt werden können.

Längerer Gesamt-Lebenszyklus

Der Sinn einer solchen Wiederaufarbeitung

liegt im Allgemeinen darin, den Gesamt-

Lebenszyklus eines Wälzlagers zu verlängern.

Allerdings ist die Rekonditionierung

ein äußerst anspruchsvolles Verfahren, das

viel Fachwissen und eine spezielle Ausrüstung

erfordert. Nur so wird sichergestellt,

dass die Lagereigenschaften beibehalten

werden und dass das Produkt nach der

Wiederinbetriebnahme gleichbleibend

Eine Rekonditionierung ist in

über 50 Prozent aller Anwendungen

möglich und kann in der

Regel innerhalb weniger Tage

durchgeführt werden. Außerdem

bietet sie im Vergleich zu einem

Neulager echte Preisvorteile.

Hannes Leopoldseder, Business

Unit Manager Industrial Services

Centre bei SKF in Österreich

zuver lässig arbeitet. „Hier ist ein spezialisierter

Partner einfach unerlässlich“, betont

Hannes Leopoldseder. „Er verfügt nicht nur

über die notwendigen Fähigkeiten, um die

Arbeit in kürzester Zeit und nach höchsten

Qualitätsstandards durchzuführen, sondern

kann einem Kunden auch verständlich

machen, warum das Lager überhaupt

beschädigt wurde. Anschließend unterstützt

er den Kunden bei der Optimierung

der Maschinen, um die Gefahr von Folgeschäden

zu minimieren.“

Wälzlager, die schwerer beschädigt oder

gar gebrochen sind, taugen im Grunde nur

noch für das Recycling. Vor diesem Hintergrund

beginnt jeder Rekonditionierungsprozess

mit einer fachmännischen Analyse

des genauen Ist-Zustandes: Die Wiederaufarbeitungs-Potenziale

des Lagers werden

ermittelt, die erforderlichen Maßnahmen

festgelegt. Ein besonders wichtiger Aspekt

dabei ist die Beurteilung des Lagerzustands

im Kontext des jeweiligen Anwendungsfalls,

also unter Berücksichtigung von

Lagerbelastung, Schmierbedingungen und

bisheriger Betriebsdauer. Dadurch wird

u. a. deutlich, wo genau die

Ursachen des Schadens

lagen (s. Kasten oben).

Wiederbelebung mit

Methode

Im SKF Industrial Services

Centre für Lager-Rekonditionierung

erfolgt zuerst eine

Sichtprüfung des Lagers.

Hinzu kommt die Kontrolle

von Parametern wie Restmagnetismus

und Lagerluft.

Anschließend wird das

Lager zerlegt und gereinigt, bevor die Teile

sorgfältig inspiziert und die Abmessungen

nachgemessen werden. Dazu gehört die

Standardmessung von Ringwanddickenschwankung

und Ovalität, mit der Option

einer Ultraschallprüfung zur Erkennung tief

liegender Mikrorisse. Darüber hinaus können

– je nach Lagerzustand und der Kritikalität

der Anwendung – zusätzlich die Härte,

die Durchmesserschwankung des Rollensatzes

und die Hauptabmessungen gemessen

werden.

An diese erste Beurteilungsphase schließen

sich die Erstellung eines Kunden-

berichts und eine Empfehlung für weitere

Maßnahmen an. Bei der nachfolgenden

Rekonditionierung kommen intelligente

Automatisierungs- und Steuerungssysteme

sowie das Praxiswissen erfahrener Techniker

zum Einsatz.

Wartungskosten runter,

Produktivität rauf

Hannes Leopoldseder ist überzeugt, dass

die Lager-Wiederaufarbeitung erhebliche

Vorteile bietet. „Unsere Erfahrungen haben

gezeigt, dass viele Industriebetriebe dank

der Rekonditionierung ihre jährlichen

Wartungskosten spürbar senken können.

Natürlich können die Einsparungen je nach

Geschäftsmodell und Branche schwanken,

aber zur groben Orientierung: In der

Papierindustrie haben wir festgestellt, dass

sich in der Regel zwischen 10 und

12 Prozent erreichen lassen. Ein weiterer

wichtiger Faktor: Wegen der relativ kurzen

Vorlaufzeiten lassen sich die Lager – bei

sorgfältiger Planung – während einer

normalen Linienabschaltung rekonditionieren

und dadurch Produktivitätsverluste

minimieren. Und schließlich sorgen die

potenziellen Energieeinsparungen dafür,

dass die Rekonditionierung auch aus Umweltsicht

eine äußerst attraktive Option ist.“

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Im Fokus

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FERTIGUNGSTECHNIK

Schnelles und ökonomisches Wasserstrahlschneiden

bei 6 200 bar

KMT Waterjet Systems präsentiert sein

Premium-Modell im Bereich der Hochdruckpumpen

für das Wasserstrahlschneiden: Mit

der Modellreihe Streamline Pro-III wird das

Wasserstrahlschneiden im Ultra-Hochdruckbereich

effizienter. Erreicht wurde das durch

signifikante Verbesserungen im Druckübersetzer.

Streamline Pro-III ermöglicht das

Schneiden mit bis zu 6 200 bar, und insbesondere

das Modell mit 125 PS (93 kW) bietet

eine besonders starke Kombination von Motorleistung und

Wasserdruck. Das Modell Pro-III erlaubt es Anwendern, zwei

Schneidköpfe mit einem Düsendurchmesser von bis zu 0,28 mm

parallel zu betreiben. Das verdoppelt die Produktivität. In

konkreten Zahlen ausgedrückt: Eine Wasserstrahlschneidanlage,

die mit einer Streamline Pro-III 125 Pumpe läuft, trennt eine

Edelstahlplatte in einer Dicke von 3 cm bei mittlerer Schnittqualität

mit einer Geschwindigkeit von 110 mm/min – und das

simultan mit zwei Werkstücken. Die starke Leistung geht dabei

nicht zu Lasten der Zuverlässigkeit der Pumpe: Durch eine

optimierte Technologie in der Hochdruckdichtung des Druckübersetzers

gibt KMT auf diese Komponente eine Gewährleistung von

500 Stunden. Somit wird das Wasserstrahlschneiden bei 6 200 bar

ein gutes Stück effizienter, da sich aufgrund der neuen langlebigen

Komponenten die tatsächliche Produktionszeit verlängert.

www.kmt-waterjet.de

Nachrüstbare Dachabdeckung für Portalund

CNC-Fräsmaschinen

Hema stellt eine neue Dachabdeckung

für Portal- und

CNC-Fräsmaschinen vor. Das

innovative Schutzsystem

X-Velo verhindert die

Verunreinigung der Produktionshalle

mit Spänen und

Kühlschmiermitteln. Dank

ihrer Aluminium-Führungsleisten

lässt sich die Dachabdeckung sowohl an neuen als auch an

bestehenden Maschinen schnell und einfach nachrüsten. Das

System ist so konstruiert, dass die 250 mm hohen Falten

annähernd bündig mit den Führungsleisten der Abdeckung

abschließen und damit ein Herausschleudern von Spänen oder

Kühlschmierstoffen aus der Maschine verhindern. Ein weiterer

Vorteil des X-Velo ist seine Lichtdurchlässigkeit: Bei einer ausreichenden

Hallenbeleuchtung sind deshalb keine weiteren Lampen

im Innenraum der Anlage erforderlich.

Das X-Velo ist modular aufgebaut, hat eine Breite von bis zu sechs

Metern und lässt sich in der Länge, bis zu 12 m, an die jeweilige

Anwendung anpassen. Dank der verwendeten Verbindungselemente,

die beim Verfahren nicht verkanten können, sind Verfahrgeschwindigkeiten

bis zu 75 m/min möglich. Hema liefert das

X-Velo mit oder ohne Motorantrieb und je nach gewünschter

Variante mit Rollengleitern aus Metall oder mit Gummiüberzug.

www.hema-group.com

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20 Der Betriebsleiter 3/2018


FERTIGUNGSTECHNIK

Kompakt-Nassabscheider für

Umluftbetrieb

Der Abscheider HydronPlus ist für Fertigungsprozesse

wie Bürsten, Strahlen und

Schleifen prädestiniert, die brennbare,

explosionsfähige oder klebrige Stäube

erzeugen. Er kombiniert die Ex-Schutz-

Vorteile eines Nassabscheiders mit den

hohen Abscheidegraden eines trockenen

Verfahrens und macht damit eine Reinluftrückführung

möglich. Ein Ventilator mit Frequenzumrichter

passt seine Leistung automatisch den aktuellen Gegebenheiten an.

Beide Faktoren tragen zur besonderen Energieeffizienz bei.

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Atemschutz mit richtungsweisenden

Details

Moldex erweitert mit der Maske „Air Plus ProValve“

sein Produktprogramm im Bereich des

Atemschutzes. Die neue Lösung verfügt über

mehrere Besonderheiten, die den Tragekomfort für

Beschäftigte erhöhen. Dazu gehören eine patentierte

Faltfilter-Technologie und ein spezielles Ausatemventil. Die

FFP-Maske ist zudem wiederverwendbar und eignet sich für eine

Vielzahl von Anwendungsbereichen. Die Atemschutzmaske „Air

Plus ProValve“ ist zertifiziert nach EN 149:2001+A1:2009 und in

den Schutzstufen FFP2 R D sowie FFP3 R D erhältlich. Sie wird

hygienisch einzeln verpackt geliefert.

www.moldex-europe.com

Mobile Datenerfassung

im Shopfloor

In Zeiten von Industrie 4.0

und immer flexibleren

Fertigungsabläufen steigt der

Bedarf an mobilen Erfassungslösungen.

Daher bietet MPDV

neue Apps für Smartphone

und Tablet speziell für die

Datenerfassung in der

Fertigung an. Dabei steht

insbesondere die bedarfsgerechte

Bedienerführung im

Fokus. Die neuen Erfassungsfunktionen

werden dafür

einfach und komfortabel aus

einer mobilen Maschinenübersicht

heraus aufgerufen.

Im Zusammenhang mit dem

MES Hydra von MPDV

sprechen die MES-Experten

von sog. Smart MES Applications

(SMA). Beispielsweise

können damit aktuelle Maschinendaten

oder Kennzahlen

angezeigt werden. Mit den

neuen Apps zur Datenerfassung

stehen klassische

Erfassungsfunktionen wie

„Arbeitsgang anmelden“,

„Eingangslos wechseln“,

„Person abmelden“ oder

„Ressourcenstatus ändern“

nun auch auf einem

Smartphone oder Tablet zur

Verfügung.

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für Technik

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BETRIEBSTECHNIK

Stellschraube Druckluft

Energieeffizienz dank direktgetriebener, drehzahlgeregelter Schraubenkompressoren

Um die Produktion effizienter zu

gestalten, lässt die Losan Pharma

GmbH ihren Betrieb nach dem

Energiemanagementsystem

ISO 50001 zertifizieren. Eine

entscheidende Stellschraube in

diesem Zusammenhang ist

Druckluft, die in den unterschiedlichen

Anlagen und Maschinen zum

Einsatz kommt. Auf den effizienten

Umgang mit diesem teuren

Energieträger legt das Unternehmen

großes Augenmerk.

F

ilm- oder Brausetabletten, Kapseln,

Pellets oder Granulate: Warum werden

Arzneien eigentlich in unterschiedlichen

Formen angeboten? Einer, der das weiß, ist

Christoph Lang, Technikleiter und Prokurist

bei der Losan Pharma GmbH. Als Partner

der pharmazeutischen Industrie bringt

Losan die Produkte der Hersteller in die entsprechende

Darreichungsform. „Es geht weniger

um persönliche Vorlieben, Geschmack

oder Farbe des Medikaments, sondern um

die zeitgesteuerte Freisetzung des Wirkstoffs

im Patienten“, erläutert der Experte. „Wir

können genau steuern, wie sich der Wirkstoffspiegel

über den Tag verhält.“

Losan Pharma setzt auf Internationalisierung

und befindet sich nach einer Umstrukturierung

und Konsolidierung in den ver-

gangenen Jahren auf Wachstumskurs.

Neben dem Hauptsitz in Neuenburg am

Rhein und dem Forschungslabor in Frankfurt

am Main hat das Unternehmen nun seit

Sommer 2017 in Eschbach im Gewerbepark

Breisgau, nur wenige Kilometer vom Hauptsitz

entfernt, seinen dritten Standort eröffnet.

„Was uns auszeichnet? Wir bieten unseren

Partnern einen kompletten Service“,

sagt Lang. „Wir beraten unsere Kunden hinsichtlich

der passenden Darreichungsform

und stellen diese mit modernen Technologien

wie Nanovermahlung, Heißschmelzextrusion

oder speziellen Pelletierverfahren

her. Anschließend verpacken wir die Produkte

in Stickpacks, Siegelrandbeutel, Blister

oder Röhren – inklusive Beipackzettel.“

Losan Pharma unterstützt zudem die Kunden

auf Wunsch von der Auftragsentwicklung

bis zur Zulassung der Medikamente

und übernimmt die komplette Produktion.

Kontinuierliche Verbesserung der

energiebezogenen Leistungen

Bei der Herstellung legt das Unternehmen

viel Wert auf effiziente Prozesse. Deswegen

hat sich Losan Pharma verpflichtet, den

Betrieb nach dem Energiemanagementsystem

ISO 50001 zertifizieren zu lassen. Ziel ist

die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen

Leistungen. „Gerade bei ständig

steigenden Energiekosten prüfen wir

ganz konkret, wo wir einsparen können“,

erläutert Lang. Eine Möglichkeit, Kosten zu

senken, ist eine effiziente Drucklufterzeugung.

Denn der teure Energieträger spielt im

gesamten Betrieb eine wichtige Rolle.

Technikleiter Lang zeigt im Reinraum auf

zwei Verpackungslinien. Druckluft dient

zum einen als Antriebsenergie, zum anderen

als Steuerungsluft für Ventile und Zylinder.

„In der Produktion setzen wir Druckluft

zum Beispiel in Tablettenpressen ein – oder

als Sperrluft“, weiß Lang. Denn damit es bei

der Herstellung mit brennbaren Flüssigkeiten

zu keinen Explosionen kommt, werden

Gehäuse mit elektrischen Schaltkomponenten

mit Hilfe eines Luftüberdrucks

abgedichtet. „Wir nutzen Druckluft auch,

Autor: Florian Brähler,

Product Manager bei

Almig in Köngen

um bei der Produktion Filteranlagen von

Staub zu befreien oder Lüftungsklappen

anzutreiben“, sagt Lang. Eine weitere Anwendung:

Manche Filmtabletten müssen

mit einem Schutzlack überzogen werden.

Düsen sprühen die Partikel mit einer feinen

Zerstäuberluft direkt auf das Produkt.

Auf den Kompressor

kommt es an

Am Hauptstandort in Neuenburg setzt

Losan Pharma schon seit der Firmengründung

im Jahr 1993 auf Schraubenkompressoren

von Almig. Aktuell stehen dort vier

solche Aggregate. Aufgrund der guten

Erfahrungen entschieden sich die Verantwortlichen

auch in Eschbach für Maschinen

dieses Anbieters. Wichtig: Im Rahmen des

Energiemanagements sollte sich der

Verbrauch dieser aufwendigen Energieform

an den tatsächlichen Bedarf flexibel anpassen

lassen. „Deshalb haben wir wir zwei

drehzahlgeregelte, direkt angetriebene

Kompressoren der Baureihe Variable installiert.

Denn diese arbeiten im Vergleich zu

anderen Anlagen energetisch am günstigsten“,

erklärt Almig-Gebietsverkaufsleiter

Volker Gräschke, der das Pharma-Unternehmen

betreut. Durch die Vermeidung

von Leerlaufzeiten, den permanenten Lastwechseln

und der damit verbundenen

höheren Verdichtung lässt sich erheblich

Strom sparen. Bei mehreren tausend Lastwechseln

pro Jahr kann sich der Energieaufwand

beachtlich summieren. „Im

Vergleich mit Kompressoren, die im Last-

Leerlauf geregelt werden, sparen die Almig-

Geräte schon allein damit rund 30 Prozent

Energie“, sagt Gräschke.

Der Kompressortyp Variable 55 lässt sich

im Bereich zwischen 2,2 und zehn Kubikmeter

pro Minute regeln. Der Betriebsdruck

ist zwischen fünf und 13 bar wählbar. „Im

Moment arbeiten wir mit 8,8 bar pro

Maschine. Damit stehen zusammen etwa

18 Kubikmeter in der Minute zur Verfügung,

mehr als wir benötigen“, sagt Lang. Das Ziel

ist, den Druck möglichst gering zu halten.

Erreichen lässt sich dies, indem Druckluftverluste

im Verteilernetz und in den

Maschinen permanent kontrolliert und

beseitigt werden.

Die Steuerung Almig Air Control HE

regelt die beiden Kompressoren verbrauchsabhängig

im Verbund. Damit kann

der Betreiber die Energievorteile der Drehzahlregelung

voll nutzen, weil die Anlagen

nur so viel Druckluft erzeugen, wie sie

22 Der Betriebsleiter 3/2018


BETRIEBSTECHNIK

01 Losan Pharma legt Wert auf effiziente Prozesse. Deswegen setzt das

Unternehmen auf Energiemanagement gemäß ISO 50001

02 Für effiziente Druckluftbereitstellung sorgen zwei direktgetriebene,

drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren Typ Variable 55 von Almig

tatsächlich verbrauchen. Der Druck bleibt

konstant. „Steigt der Verbrauch Richtung

Maximalliefermenge einer Anlage, schaltet

sich der zweite Kompressor zu. Dabei wird

eine Drehzahlreserve beibehalten, so dass

keine Druckschwankungen durch Zu- und

Wegschalten der Kompressoren entstehen

und die Station im wirtschaftlichen Bereich

läuft“, erklärt Gräschke.

In der Hauptlastphase, also in der Hauptproduktionszeit,

laufen beide Anlagen mit

gleicher Drehzahl synchron. In der

Schwachlastphase, wenn weniger produziert

wird, läuft nur ein Kompressor. Dieser

passt sich automatisch an das Verbrauchsprofil

an. „Eine Variable arbeitet immer,

auch bei kleinem Druckluftbedarf“, sagt

Gräschke. Da sich die Maschinen im mittleren

Drehzahlbereich befinden, sind sowohl

der Energiebedarf als auch die Geräuschemission

geringer. Zudem werden die

Bauteile weniger belastet, was sich positiv

auf die Lebensdauer der Kompressoren

auswirkt. „Mit der Auslegung erreichen wir

noch einen weiteren Vorteil: Wenn sich

zum Beispiel eine Anlage in der Wartung

befindet, können wir mit dem anderen

Kompressor den Druckluftbedarf zu 70 Prozent

abdecken“, erläutert Lang.

Ölfreie und trockene Druckluft

Weil Druckluft nicht nur Ventile steuert,

sondern auch mit dem Produkt in Berührung

kommen kann – wie beim Lackieren

der Tabletten –, muss sie zur Sicherheit der

Patienten die höchste Qualitätsstufe aufweisen

und absolut trocken und ölfrei sein.

Um jegliche Verschmutzung zu vermeiden,

wird die Luft mit Zyklon, Vorfilter, Kältetrockner,

Feinstfilter, sowie Aktivkohleadsorber

aufbereitet. Für die Überbrückung

des Aktivkohleadsorbers, z. B. bei Wartung,

wird ein zusätzlicher Aktivkohlefilter in der

Umgehungsleitung vorgehalten. Die Kennwerte

der Kältetrockner sind an die jeweilige

Anlage exakt angepasst. „Ein Vorteil ist,

dass die externen Kältetrockner thermisch

von der heißen Zone des Kompressors

getrennt sind“, sagt Gräschke. „Damit entsteht

kein sogenannter Kühlschrank im

Ofen.“ Anschließend wird die Druckluft

weiter aufbereitet und über ein Sammelrohr

mit großem Querschnitt an die

Verbraucher geführt.

Mit Wärmerückgewinnung

Heizkosten sparen

Für eine weitere Energieeinsparung sorgt die

integrierte Wärmerückgewinnung. Denn

damit fließen rund 75 Prozent der investierten

elektrischen Energie in das Heizsystem.

Dazu sind die Maschinen werkseitig mit

Wärmetauscher und Wasserregelventilen

zur Heizwassererwärmung auf 70 ° C ausgestattet.

Das Wasser, das die Kompressoren

kühlt, wird direkt ins Heizungssystem und in

verschiedene Lüftungssysteme eingeleitet.

Damit ergibt sich besonders in den kalten

Monaten ein hohes Einsparpotenzial.

Ein weiterer Vorteil der Kompressoren ist

ihre robuste Bauweise. Dadurch wird eine

hohe Verfügbarkeit sichergestellt, weil nur

selten Reparaturen anfallen – insbesondere

im Vergleich zu Anlagen mit Keilriemen.

„Auch dies wirkt sich positiv auf die Kosten

aus“, ist Lang zufrieden.

„Von Haus aus sind unsere Premium-

Steuerungen mit einem Bilanzierungs-

Monitoring-System ausgestattet, diese Station

enthält zusätzlich einen Webserver. Dieser

ermöglicht es, alle relevanten Daten über

das Internet auszulesen“, beschreibt Gräschke.

Service-Techniker können das Laufverhalten

der letzten Betriebstage oder der

letzten Betriebswochen ablesen und daraus

erkennen, wie stark der Kompressor ausgelastet

ist, wann die Wartung ansteht und ob

noch Reserven vorhanden sind. „Stellen wir

fest, dass sich das Betriebsverhalten erheblich

verändert hat, ist Losan Pharma in der

Lage, sofort zu reagieren“, sagt Gräschke.

Fazit

Mit der integrierten Wärmerückgewinnung ergibt sich

in den kalten Monaten ein hohes Einsparpotenzial

03 Druckluft kommt im Betrieb in

unterschiedlichen Anwendungen zum

Einsatz – zum Beispiel im Kartonierer

als Steuerungsluft

Mit dem Einsatz der Almig-Kompressoren

kann das Pharma-Unternehmen erhebliche

Energie- und Betriebskosten im Jahr sparen

und erreicht zudem eine hohe Verfügbarkeit

der Druckluft. Am Ende der Verpackungslinie

nimmt Christoph Lang eine

fertige Tablettenschachtel in die Hand.

„Unsere Druckluft im Betrieb ist exakt

dosiert – genau wie die Substanzen in diesen

Arzneien.“

Bilder: Aufmacher Fotolia/Paulista; 01-03 Almig

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Im Fokus

Nachhaltigkeit

Effizienz

Sicherheit

Der Betriebsleiter 3/2018 23


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sicheren Halt beim Auf- und Abstieg, Traversen als Basisverbreiterung

erhöhen zudem die Standfestigkeit. Die Aluminium-

Handläufe lassen sich werkzeuglos schnell und einfach

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können die Traversen schnell demontiert werden. Eine druckfeste

Spreizsicherung zwischen Steig- und Stützseite verhindert das

unbeabsichtigte Zusammenklappen beim Auf- und Abstieg.

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zwei unterschiedlich funktionalen Seiten

Für industrielle

Anwendungen hat der

Papierhersteller Metsä

Tissue GmbH in

seinem Produktsortiment

Katrin das blaue

Industriewischtuch

Katrin Plus Poly XL

Blue entwickelt. Dabei

handelt es sich um

eines der wenigen grob strukturierten Nonwoven-Produkte auf

dem Markt. Es verfügt über eine Doppelseitigkeit, bei der die

weiche Seite für empfindliche Oberflächen geeignet ist und die

raue Seite optimal für das Schrubben von Schmutz und klebrigen

Verunreinigungen eingesetzt werden kann.

Gegenüber textilen Putzlappen verfügt es über eine sehr viel

bessere Saugkraft und ist fusselfrei. Auch optimiert das

Nonwoven-Wischtuch die Arbeitssicherheit insofern, dass immer

ein frisches Blatt zur Verfügung steht und somit kein Risiko der

Hautschädigung durch Kontaminierung mit Schadstoffen

entstehen kann. Auch unter ökonomischen (Kosteneinsparungen

von 20 bis 50 %) und ökologischen (kein Waschprozess) Entscheidungskriterien

ist dieses Industriewischtuch im Vorteil. Zudem ist

es durch die blaue Einfärbung im Produktionsumfeld deutlich

erkennbar und in Kombination mit den Katrin-Blue-Line-

Spendern sind die Papierrollen direkt am Einsatzort verfügbar.

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24 Der Betriebsleiter 3/2018


Bodensysteme und Reparaturmörtel für

Produktion und Lager

Schnelligkeit und Belastbarkeit

beweisen die Reaktionsharzböden

und Reparaturmörtel

von Silikal in fast allen

Bereichen der Industrie. Das

gilt nicht nur für Produktionshallen

und Lagerflächen,

sondern auch für Maschinenfundamente

und

Rampen. Silikal-Beschichtungen bieten den Vorteil, dass sie sich

oft ganz ohne kostspielige Betriebsunterbrechung aufbringen

lassen. Denn bereits nach einer Stunde ist die neu verlegte

Fläche ausgehärtet und schon wieder voll belastbar. Hohe

mechanische Belastbarkeit und problemlose Reinigung gehören

zu den Pluspunkten der fugenlos geschlossenen

MMA(Methylmetacrylatharz)-Oberflächen. Auch die Resistenz

gegen viele aggressive Stoffe zählt dazu, so beispielsweise gegen

die Säure aus den Batterien der Gabelstapler. Der Reaktionsharz-

Mörtel „R 17“ kommt bei der Sanierung oder Neueinrichtung

von Maschinen-Fundamenten zum Einsatz. Das bewährte

System ist rund eine Stunde nach dem Aufbringen ausgehärtet

und dann mit einer Druckfestigkeit von ca. 75 N/qmm

widerstandsfähiger als Beton.

Auch die Tatsache, dass sich der Einsatz der Industrie-Fußböden

und Reparaturmörtel von Silikal problemlos bis in den

Außenbereich ausdehnen lässt, sorgt für überzeugende

Argumente.

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von Druckluftfiltern

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Generation von Druckluftfiltern

auf den Markt. Diese erreichen

eine bis zu 10 Mal höhere

Ölaero-solabscheideleistung bei

einem – im Vergleich zum Vorgänger-Modell Clearpoint 3E – um

bis zu 50 % reduzierten Differenzdruck im nassgesättigten

Zustand. Aufgrund der deutlich gesteigerten Energieeffizienz

tragen die neuen Filter das eco-Label. Beko Technologies setzt

auf eine Kombination aus neuer Material- und Herstellungstechnologie

im bewährten, strömungsoptimierten und korrosionsgeschützten

Gehäuse. Das neue Fertigungsverfahren bietet mittels

Softpleat-Technologie eine Verbindung aus viel Filteroberfläche

und hoher Filterbetttiefe. Dabei sorgt ein offenes

Kunststoffstützvlies (Mesh) auf der Außenseite des Filterelements

für die nötige Stabilität der Filterlagen, ohne die

Filteroberfläche zu reduzieren. Mit dieser Technologie erzielen

nun drei statt der bislang fünf Filtergrade eine deutlich bessere

Filtrationsleistung. Anwender sparen Betriebskosten im

gesamten Anlagen-Life-Cycle: Zum einen verbraucht der

Kompressor durch strömungsoptimierte Filter und reduzierten

Differenzdruck der Filter weniger Energie, zum anderen werden

die Folgegeräte durch die höhere Druckluftqualität noch

zuverlässiger geschützt und haben dadurch eine höhere

Lebenserwartung.

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Inserentenverzeichnis Heft 3/2018

asecos, Gründau3

columbus, Stuttgart27

CompAir, Simmern25

Conrad Electronic, Hirschau21

Deutsche Messe, Hannover5

EXPRESSO, Kassel16

fetra Fechtel, Borgholzhausen11

FLEXLIFT, Bielefeld41

Hilger u. Kern, Mannheim17

Igus, Köln28

IP Gansow, Unna26

Kärcher, Winnenden15

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Marotech, Fulda26

Ruwac, Melle35

Schallenkammer, Kürnach19

Schmalz, Glatten17

Strautmann, Glandorf32

TransOrt, Schmallenberg13

UAS United Air Specialists,

Bad Camberg13

VETTER, Siegen33

WF Steuerungstechnik,

Wiernsheim U3

Beilagenhinweis:

DENIOS, Bad Oeynhausen

Prüfzeugnis Fraunhofer Institut

IML Dortmund (Lifetest)

z.B. Qualität „Premium“ in

Bodenlage mit Reibwert μ = 0,7

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Ladungssicherung Antirutschmatten Gummipuffer

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extremen Einsatz

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in verschiedenen Modellausführungen

an. Alle Pumpen verfügen über ein

robustes Edelstahlmotorgehäuse, einen

wassergekühlten Motor und selbstschmierende

Präzisions-Kugellager

sowie einen thermischen Überlastschutz.

Mit diesen Pumpen lassen sich im

Dauerbetrieb Flüssigkeiten mit Temperaturen

bis zu 50 °C fördern. Für bis zu vier

Minuten ist auch die Förderung von

Flüssigkeiten mit bis zu 95 °C möglich. Die präzise gegossenen

Laufräder der Extrema-Serie sind aus hochwertigem Guss oder

Edelstahl (AISI 304) gefertigt. Das Vortex-Freistromlaufrad verhindert

effizient Verstopfungen der Pumpe, da Schmutzpartikel

verwirbelt und zerkleinert werden. Damit sind große Schmutzpartikel

kein Problem. Einsatzbereiche der Pumpen sind der

MRO-Bereich (Wartung, Reparatur und Betrieb), Instandhaltung,

Gebäude- und Bauschutz sowie die Entwässerung. Die Pumpen

eignen sich zum Abpumpen oder Umpumpen auch von stark

verunreinigtem Wasser sowie zur Notentwässerung.

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MAROTECH GmbH | Industriepark West

Heinkelstr. 2-4 | 36041 Fulda | +49(0)661-86202-0

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Seit mehr als 40 Jahren ist Gansow

der Bodenreinigungsspezialist in

Deutschland mit der größten Produktpalette

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Komplett nach Kundenwunsch und

-anspruch gestaltet Dural seine

Fußmatten-Systeme aus dem

„Duraway“-Programm. Für Außen-,

Übergangs- oder Innenbereiche

entstehen maßgefertigte Flächen in

erforderlicher Größe und Höhe. Die

Oberflächen – wahlweise mit Rips,

Bürste, Kautschuk oder Kratzleisten

– lassen sich zu einem individuellen

Konzept gegen Verschmutzungen

und Feuchtigkeit zusammenstellen.

Als vielseitig einsetzbare Kombination

bewährt sich dabei das

Drei-Zonen-Reinigungs-System aus Rips, Bürste und Kautschuk.

Je nach Anspruch ist aber auch der Einsatz von nur einem oder

zwei Schmutzfängern möglich. Für Innenbereiche und

überdachte Außenbereiche eignen sich speziell Rips und/oder

Kautschuk. Für Außenbereiche und offene Übergangsbereiche

sind Bürsten- und/oder Kautschuk-Einsätze gut geeignet. Mit den

optionalen Kratzleisten lassen sich zusätzlich grobe Schmutzreste

entfernen. Mit zwei Materialstärken halten die Aluminium-Profile

eine zusätzliche Lösung für außergewöhnliche Belastungen

bereit: Neben der Standard-Ausführung in 1,1 mm bietet der

Hersteller die 1,7 mm starke Version „Solid“ an, für stark frequentierte

Bereiche. Individuell werden die Mattenrahmen aus

Edelstahl natur oder Aluminium von Dural angefertigt. Vier

Einbauhöhen zwischen 10 und 27 mm ermöglichen den bündigen

Einsatz mit dem Bodenbelag. Passgenau können die Profileinsätze

einfach eingelegt werden.

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BETRIEBSTECHNIK

Projekt „Systemoptimierung der

Druckluft-Energieversorgung (E|SysDEN)“

Die Industrie

verbraucht fast die

Hälfte (46 Prozent) des

elektrischen Stroms in

Deutschland. Im

Forschungsprojekt

Green Factory Bavaria

arbeiten deshalb zehn

bayerische Hochschulen

und Universitäten

an Lösungen, um solche Ressourcen effizienter zu nutzen.

Auch die Hochschule Coburg beteiligt sich mit dem Projekt

„Systemoptimierung der Druckluft-Energieversorgung

(E|SysDEN)“ daran. Die Firmen Kaeser Kompressoren und

SorTech haben dafür eine Anlage an der Hochschule installiert,

die Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter weiterentwickeln

und testen werden. Sie besteht aus einem Forschungskompressor,

der die entsprechende Wärme produziert und einer

Adsorptionskältemaschine, die die Wärme in kaltes Wasser

umwandelt. Dieses Wasser wird in Kühlmatten geleitet, die sich in

den Wänden und der Decke des Raumes befinden. Eingesetzt

werden könnten solche Anlagen überall, wo Maschinen eine

bestimmte Kühlung benötigen. Zum Beispiel in Rechnerräumen

oder bei Fräsprozessen. Zu dem System gehören weitere

Komponenten, wie ein 500-Liter-Wassertank, ein Rückkühler, ein

Abluftkanal und die entsprechende Steuerung.

www.hs-coburg.de

Von der Teilereinigungsanlage bis zum

umweltfreundlichen Industriereiniger

Mit der Erweiterung der Produktion um Spezialreiniger auf

wässriger Basis komplettiert der Spezialist für industrielle Teilereinigung

IBS Scherer seine Produktpalette. Von der Teilereinigungsanlage

bis zum umweltfreundlichen Industriereiniger bietet das

Unternehmen jetzt alles aus einer Hand. Seit 50 Jahren produziert

der Familienbetrieb umweltfreundliche Komplettlösungen für die

Reinigung von öl- und fettverschmutzten Kleinteilen. Diese

Erfahrung bringt IBS Scherer nun in die neue Reiniger-Palette ein.

Außer den IBS-Spritzreinigern für den Einsatz in IBS-Waschautomaten

und wässrigen Teilereinigern umfasst die Industriereiniger-

Palette aktuell vier weitere Produkte: Der IBS-Hochdruckreiniger

WAS 30.100, ein wirkungsvolles alkalisches Reinigungskonzentrat,

ist perfekt geeignet für die Anwendung im Hochdruckreiniger und

löst selbst starke Verschmutzungen durch Fette, Öle, Verkrustungen

oder Rußpartikel. WAS 40.100, der kraftvolle Schonreiniger

(Konzentrat) für Hallen- und Werkstattböden, ist ideal für die

Reinigung von versiegelten und beschichteten Industrieböden,

für Beton und glatte Betonoberflächen sowie für Keramikböden

geeignet. Der IBS-Ultraschallreiniger WAS 20.100 ist vielseitig

einsetzbar und erzielt insbesondere bei der effektiven Reinigung

von Maschinen- und Bauteilen, Geräten, Schneidwaren,

Präzisions-Edelstahlrohren etc. beste Ergebnisse. Der IBS-Industriereiniger

WAS 50.100 ist als Mehrbereichs-Industriereiniger

multifunktional einsetzbar und überzeugt besonders bei der

effektiven Reinigung von Maschinen, Werkzeugen oder anderen

schonend zu reinigenden Betriebseinrichtungen.

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BETRIEBSTECHNIK

Ölgeschmierte Schraubenkompressoren

weiterentwickelt

Engineering nach

Kundenwunsch – unter

dieser Maßgabe

entwickelt Boge

Kompressoren einen

neuen ölgeschmierten

Schraubenkompressor in

der Leistungsklasse bis 22

kW. Der Kompressor C

22-2 LFR wird zur

Montage mit oder ohne

Behälter erhältlich sein

sowie mit optional

angebautem Drucklufttrockner. Wartungsfreundlichkeit, Schallreduzierung

und Effizienz liegen im Fokus der Entwicklung, die sich

über die gesamte C-Baureihe erstrecken wird.

www.boge.de

Gewerbe- und Trockensauger, die alle

EU-Forderungen erfüllen

Am 1. September 2017 trat die EU-Richtlinie zum Ökodesign

von Trocken- und Gewerbesaugern in Kraft. Zu den First

Movern, die den neuen Forderungen vollständig Rechnung

tragen, gehört der Reinigungsgerätespezialist Nilfisk. Alle

von der neuen Regulierung betroffenen Maschinen

erfüllen die vorgeschriebenen technischen Voraussetzungen

– sei es eine reduzierte Aufnahmeleistung

von maximal 900 Watt, eine Motorlaufzeit von

mindestens 500 Stunden oder ein jährlicher

Energieverbrauch von maximal 43 Kilowattstunden.

Das detaillierte, ebenfalls neue

Energie-Label von „A+++" bis „D" gibt zudem

Auskunft über die tatsächliche Effizienzklasse,

den jährlichen Verbrauch sowie die Klassen für

Schallleistungspegel, Staubemission sowie Teppich- und

Hartbodenreinigung.

www.nilfisk.de

Hohe Einsparungen mit effizienter Druckluftstation

Der 3 333. drehzahlgeregelte Kompressor aus der effizienten Baureihe GA VSD+ von Atlas Copco

wurde beim Sensoren- und Schalterhersteller Helag-Electronic in Nagold installiert. Insgesamt wurde

eine Anlage mit drei Kompressoren des Typs GA 37 VSD+ FF realisiert. Helag-Geschäftsführer Klaus

Volz begründet die Entscheidung für eine neue Station vor allem mit den Energieeinsparungen, die

die neue Technologie der Drehzahlregelung in den GA-Kompressoren erwarten lassen: „Bereits ohne

die noch anzuschließende Wärmerückgewinnung werden die Stromkosten um 16 000 bis 17 000 Euro

pro Jahr zurückgehen.“ Die neue Anlage biete mehr Komfort und erzeuge mehr Luft mit weniger

Energie. „Dazu konnten wir einen Teil der Station vom BAFA fördern lassen.“ Die Installation wurde

bei laufendem Betrieb vorgenommen. Die Maschinen werden von einem übergeordneten Energiesparsystem zentral effizient geregelt. Die

Kältetrockner sind in die Kompressoren eingebaut, die Luft wird über einen zusätzlichen UD+-Filter sowie einen Aktivkohleadsorber

aufbereitet. Einer der Kompressoren dient der Redundanz. „Die zwei anderen sind nicht voll ausgelastet, so dass genügend Spielraum für

eine Steigerung des Druckluftbedarfs in der Zukunft bleibt“, sagt Volz. Im Sinne einer Industrie 4.0 sind alle Kompressoren datentechnisch

vernetzt, so dass sich die Anlage bei Störungen und anstehenden Wartungen selbstständig via SMS bei den Verantwortlichen meldet.

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28 Der Betriebsleiter 3/2018


special

Ergonomie

Ergonomie an der Schnittstelle zwischen Mensch und

Maschine: Mit horizontal und vertikal verstellbaren

Tragarmsystemen können unnatürliche Fehlhaltungen

und inflexible Bewegungsabläufe bei der Maschinenbedienung

vermieden werden.

Bildquelle: Haseke GmbH & Co. KG, Porta Westfalica; yodiyim/Fotolia.de


ERGONOMIE I SPECIAL

Zwei Armlängen voraus

Kombiniertes Tragarmsystem steigert an einer kompakten

Präzisionsmaschine den Bedienkomfort

An einer Biegemaschine für die

Brillenfertigung sorgt ein flexibles

Tragarmsystem statt einer

feststehenden Bedieneinheit für

mehr Ergonomie an der Mensch-

Maschine-Schnittstelle. Mit Hilfe

des aus zwei Standard-

Tragarmeinheiten bestehenden

Systems ist der Touchscreen nun

frei positionierbar und lässt sich

mühelos an die Körpermaße und

die Position des Bedieners

anpassen.

Biegen, Fräsen, Gewindebohren, Montieren:

Die Maschinen der Schüssler Technik

GmbH & Co. KG in Pforzheim decken

ein breites Spektrum der Bearbeitungsverfahren

ab. Die Zielbranche hingegen ist eng

fokussiert: Schüssler Technik ist Hersteller

von Sondermaschinen, die ausschließlich

in der Brillenfertigung eingesetzt werden.

Hier hat sich das Unternehmen im Highend-Bereich

einen sehr guten Ruf erarbeitet

und mit einem Exportanteil von über 95 %

auch eine hohe Marktdurchdringung. Dipl.-

Ing (BA) Matthias Carstens, Geschäftsfüh-

Im Fokus

Nachhaltigkeit

Effizienz

Sicherheit

rer des Unternehmens und verantwortlich

für die Entwicklung: „Gut 90 % unserer

Maschinen liefern wir nach China. Dort ist

das Zentrum der internationalen Brillenproduktion.“

Die Maschine verarbeitet Profildraht,

der zunächst gerichtet und dann in die

gewünschte Form gebracht wird. Das

geschieht mit hoher Geschwindigkeit von

bis zu 1 200 Augenrändern pro Stunde. Der

Biegevorgang erfolgt dreidimensional,

damit der Profildraht das meistens gewölbte

Brillenglas optimal aufnehmen kann. Die

Daten für die Form kann man über ein integriertes

Kopierwerk einfach von einem

Muster abnehmen oder aber als DXF-Datei

einlesen.

Gefragt: universelle Bedienbarkeit

Eine grundlegende Anforderung an die

Maschinen, die sich aus dem hohen Exportanteil

ergibt: Die Bedienung soll so einfach

und universell sein, dass weltweit gleiche

Qualitätsstandards erreicht werden. Dies

Das flexible Tragarmsystem bietet die Möglichkeit,

das HMI auf den jeweiligen Bediener einzustellen

erreicht Schüssler u. a. mit einer Bedienoberfläche,

die überwiegend mit Bildern und

Icons arbeitet.

Aber nicht nur das. Die Körpermaße der

Menschen unterscheiden sich sehr stark –

national und international. Hier ist Flexibilität

gefragt. Dem hat Schüssler Rechnung

getragen und die Mensch-Maschine-

Schnittstelle neu designt. Während die

Vorgängermaschine mit der Bezeichnung

30 Der Betriebsleiter 3/2018


SPECIAL I ERGONOMIE

S-504 über ein feststehendes Panel an der

Maschinenoberseite bedient wurde, übernimmt

diese Aufgabe jetzt ein Touchscreen,

den der Bediener über einen beweglichen

Tragarm ganz nach Wunsch positionieren

kann. Das verbessert die Ergonomie.

Gleichzeitig hat der Bediener immer beste

Sicht auf den Prozess und die Profildrahtzuführung.

Zudem reduziert die Verstellbarkeit

des Touchscreens die Bauhöhe der

Maschine: Die Bedieneinheit wird für den

Transport eingeklappt und liegt dann eng

und geschützt an einer Seitenwand des

Maschinengehäuses an.

Auf die Frage, aus welchem Grund er

seine Maschinen mit flexiblen Tragarmsystemen

ausrüstet, antwortet Matthias

Carstens: „Das komfortable Bedienen von

Maschinen wird immer wichtiger – das

fordert auch die Maschinenrichtlinie.

Ermüdung und körperliche Fehlbeanspruchung

des Bedienpersonals müssen auf ein

Minimum reduziert werden. Das flexible

Tragarmsystem bietet die Möglichkeit, das

HMI an die Unterschiede in den Körpermaßen

und an die Position des Bedieners

(sitzend/ stehend) anzupassen. Die Anforderung

kommt somit zum Teil aus dem

Markt, ist aber auch ein Teil der Maschinenrichtlinie

und der hauseigenen Philosophie.“

Gesucht: geeigneter

Tragarm

Mit den Haseke Tragarmen

hat Schüssler Technik eine

gute Lösung für die Verbindung

von HMI und

Maschine gefunden,

musste dafür allerdings

gründlich recherchieren. Schüssler hat

mehrere Hersteller angesprochen, die verstellbare

Tragarmsysteme anbieten.

Matthias Carstens: „Letztendlich war Haseke

derjenige Anbieter, der sowohl funktional

als auch qualitativ am nächsten an die

Idealvorstellung des von uns gewünschten

flexiblen Tragarmsystems herangekommen

ist. Für unsere kleinen kompakten Maschinen

sind die meisten flexiblen Tragarmsysteme

schlichtweg zu wuchtig und überdimensioniert.

Die kleinen kompakten Systeme, die

von der Größe her passen würden, wiederum

sind nicht flexibel genug oder sehen

‚zusammengebastelt‘ aus.“

In Zusammenarbeit mit der Firma Haseke

wurde die passende Lösung gefunden. Zum

Einsatz kommt die Kombination von zwei

Lift-20-Tragarmeinheiten. Matthias Carstens:

„Dieses System ist schlank und sehr beweglich,

und es lässt sich in den gewünschten

01 Der stufenlos höhenverstellbare

Tragarm Lift 20 wurde für

Industrieeinsätze entwickelt

Positionen gut arretieren. Wir mussten nur

den kleinen Kompromiss eingehen, dass

wir die Kabel nicht innenliegend führen

können.“

Gefunden: doppelter Lift –

kompakte Lösung

Im Rahmen von Hasekes Bauskastensystem

für vertikal und horizontal verstellbare

Drei Fragen an Dipl.-Ing. Uwe Kunitschke,

Geschäftsführer von Haseke

Was sind die besonderen Vorteile Ihrer Tragarmsysteme für

Maschinenbetreiber bzw. -bediener?

Das HMI kann immer auf den Bediener eingestellt werden. So

werden Muskel-Skelett-Erkrankungen und ermüdende Körperhaltungen

vermieden. Hierdurch werden Krankheitstage

reduziert und Unfälle vermieden, da z. B. Not-Aus-Funktionen

immer optimal erreichbar sind und mitgeführt werden können.

Kann ich eines Ihrer Tragarmsysteme einfach nachrüsten, wenn

ich eine Maschine mit fest installiertem Bedienpanel habe?

Seit Jahren schon rüsten Kunden der Firma Haseke ihre

Maschinen mit höhenverstellbaren Tragarmen nach. Durch die

große Anbindungsflexibilität sowohl auf der Seite der Maschine

als auch auf der Seite der Bedieneinheit sind hierbei keine

Grenzen gesetzt.

Welche Möglichkeiten bietet mir als Betreiber einer Maschine

Ihr Baukastensystem?

Durch das große Baukastensortiment sind die verschiedensten

kundenspezifischen Lösungen in Bezug auf Traglast, Hub und

horizontale Auslegung ab Lager lieferbar. Aufwändige und teure

Sonderentwicklungen sind somit nicht notwendig. Somit ist

Haseke auch schon ab Stückzahl 1 der richtige Partner.

Der Betriebsleiter 3/2018 31


ERGONOMIE I SPECIAL

02 Dipl.-Ing (BA) Matthias

Carstens, Geschäftsführer

Schüssler Technik: „Das

Tragarmsystem ist sehr

beweglich und lässt sich in

den gewünschten

Positionen gut arretieren“

03 Für den

Transport machen

sich Touchscreen

und Liftsystem

ganz klein

Tragarme lassen sich aus Standard-Komponenten

für fast alle Anwendungsbereiche

die Speziallösungen entwickeln, die

der Kunde benötigt. So war es auch bei

Schüssler. Hier kommt der Doppelte Lift 20

zum Einsatz. Dabei handelt es sich um

zwei kombinierte Standard-Produkte aus

der Lift-20-Baureihe von Haseke. Sie

haben jeweils einen maximalen vertikalen

Schwenkwinkel von ± 30 °. Der Tragarm

lässt sich mit geringem Kraftaufwand in

die gewünschte Position bringen. Diese

Position ist so stabil, dass auch Eingaben

über den Touchscreen bzw. eine Tastatur

vorgenommen werden können. Der Drehbereich

liegt bei 300 °, und die modulare

Konstruktion erlaubt die Kombination mit

anderen Tragarmen und Liftsystemen aus

dem Haseke-Programm oder eben, wie

hier, von zwei Tragarmen gleicher Bauart

zu einem Liftsystem mit vielen Freiheitsgraden.

Die Konstrukteure von Schüssler Technik

sind mit dieser Lösung rundum zufrieden,

und die Anwender ebenso: Die neue, flexible

Halterung für die Mensch-Maschine-

Schnittstelle lässt sich unabhängig von der

Größe des Bedieners stets optimal positionieren,

die Sicht auf den Biegeprozess und

die Profildrahtzuführung bleibt frei und die

Höhe der Verpackung konnte so reduziert

werden, dass die Augenrandbiegemaschine

kostengünstig, schnell und komfortabel in

alle internationalen Exportmärkte versandt

werden kann.

Bilder: Schüssler Technik, Haseke

www.haseke.de

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wir jährlich 46.000 € bei unserer

Entsorgung ein.“

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SPECIAL I ERGONOMIE

Rutschhemmende und geräuschdämmende

Arbeitsunterlage

Die dünnen Rutschstopp-Matten

gehören zu den Bestsellern im

Ergonomie-Portfolio von Kager. Als

rutschhemmende und geräuschdämmende

Arbeitsunterlage liefert

Kager seine Rutschstopp-Matte

bereits seit vielen Jahren an

Anwender in zahlreichen Branchen.

Sowohl bei Montage- und Prüfarbeiten

als auch bei feinmechanischen

und labortechnischen

Tätigkeiten ersetzen diese dünnen

Auflagen aus Polyvinylchlorid-P

(Weich-PVC) komplizierte Klemmgestelle

und halten den Mitarbeitern

die Hände frei. Häufig wird die in Blau, Grün und Rot angebotene

Polymermatte auch dafür verwendet, das Abwandern vibrierender

Tischgeräte und das Wegrollen zylindrischer Werkstücke

zu verhindern. Dabei ist es immer der hohe Reibungskoeffizient

des Materials, der Bauteile, Werkzeuge oder Geräte sicher festhält.

Die Rutschstopp-Matte ist 1,0 Millimeter dick und wird als Rollenware

mit 400 Millimetern Breite und 2 000 oder 9 100 Millimetern

Länge geliefert. Sie legt sich flach auf jede ebene Arbeitsfläche

und lässt sich zur Säuberung einfach mit Wasser abspülen oder

auch in der Spülmaschine reinigen.

www.kager.de

Gesund, motiviert und produktiv am

Industriearbeitsplatz

Die Dauphin-Gruppe zeigt wie ein

präventives und gesunderhaltendes

Verhalten an Industriearbeitsplätzen

stärker verankert

werden kann. Im Mittelpunkt steht

dabei der neue „Industry Trainer“.

Mit dem fünfminütigen

Bewegungs- und Dehnübungsprogramm

können Beschäftigte das

volle Potenzial aus einer gesunderhaltenden

Arbeitsplatzeinrichtung

schöpfen. Das kurze, effektive Übungsprogramm soll zu regelmäßigen

Phasen der Bewegung in Form von einfachen Entlastungsübungen

anregen. Die Mitarbeiter können dadurch ihre Konzentrationsfähigkeit

steigern und möglichen Verspannungen,

Kopfschmerzen und Rückenleiden vorbeugen. Um den Einstieg in

die Übungen zu erleichtern, stellt die Dauphin-Gruppe den

„Industry Trainer“ als Poster oder Broschüre zur Verfügung. Die

Unterlagen können direkt unter info@dauphin.de angefordert

werden. So können diese am Arbeitsplatz oder im Pausenraum

für alle sichtbar befestigt werden und dienen als visueller

Reminder für mehr Bewegung im Arbeitsalltag. Der Mitarbeiter

nutzt seine Umgebung am Industriearbeitsplatz, um die

Bewegungs- und Dehnübungen mehrmals und im Seitenwechsel

zu wiederholen.

www.dauphin-group.com

LED-Beleuchtung fördert Wohlbefinden

Von optimal

ausgeleuchteten

Arbeitsplätzen

profitieren

Unternehmen und

Mitarbeiter

gleichermaßen.

Zum einen werden

Produktions- und

Arbeitsabläufe

verbessert, Ausfallquoten

minimiert

sowie Fehler- und

Unfallhäufigkeiten reduziert. Zum anderen können ideale

Lichtverhältnisse dazu beitragen, die Stimmung der Mitarbeiter

im wahrsten Sinne des Wortes aufzuhellen. Die Folge: Weniger

Arbeitsausfälle aufgrund von psychischen Erkrankungen. Obwohl

vielen Unternehmen diese Zusammenhänge bewusst sind,

scheuen sie auf Grund der hohen Investitionskosten die

Umrüstung auf eine moderne LED-Beleuchtung.

Mit der Deutschen Lichtmiete können Unternehmen sämtliche

Vorteile einer optimalen Beleuchtung nutzen, ohne eine Investition

zu tätigen. Nicht nur hinsichtlich des Wohlbefindens und

damit der Produktivität ihrer Mitarbeiter profitieren Unternehmer

vom Mietsystem der Deutschen Lichtmiete für LED-Beleuchtungen.

Die Leuchten punkten zusätzlich mit einer Betriebsdauer

von bis zu 150.000 Stunden. Gleichzeitig fallen für die

Unternehmen nachhaltig geringere Gesamtbeleuchtungskosten

an. Die reduzieren sich nämlich trotz der Mietzahlungen um

15 bis 35 Prozent.

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ERGONOMIE I SPECIAL

Das Gesamtsystem im Fokus

Handhabungstechnik-Experte Oliver Baur zu Vakuumtechnik und Ergonomie

Das Thema Ergonomie gewinnt

nicht zuletzt durch die

demografische Entwicklung auch in

der Industrie an Bedeutung.

Insbesondere in Logistikzentren

und Lagern mit hohem

Güterumschlag liegt die

Herausforderung darin, Geräte und

Anlagen zu entwickeln, die die

Gesundheit der Mitarbeiter

schonen. Oliver Baur, Leiter

Geschäftsfeld Handhabung bei der

J. Schmalz GmbH, zeigt im

Interview auf, welchen Beitrag die

Vakuumtechnik hier leisten kann.

Bedienbügeln von Hebegeräten: Je nach

Körpermaß des Bedieners lassen sie sich

individuell einstellen.

Welche Branchen und Kunden sind

besonders an ergonomischen Lösungen

interessiert und warum?

Wir bedienen zahlreiche Branchen –

darunter die Logistik, die Automobilindustrie,

Chemie und Pharmazie, Glas und

Holz – um nur einige zu nennen. Jede

Branche hat ihre eigenen Anforderungen:

Während es beispielsweise in der Logistik

oft um hohe Umschlagszahlen geht, sind

in der Holzbranche schwere und sperrige

Güter zuverlässig zu handhaben. Genau

auf solche unterschiedlichen Bedürfnisse

gehen wir ein. Wir bieten unseren Kunden

dazu ein Baukastensystem aus

unterschiedlichen Komponenten, mit dem

sie sich maßgeschneidert und je nach

Anwendungsfall ihre Lösung zusammenstellen

können.

Was sind Ihrer Meinung nach die mittelbis

langfristigen Trends im Handhabungsbereich?

Wird Ergonomie weiterhin eine

Rolle spielen?

Wir sehen mittelfristig eine engere Verzahnung

zwischen Arbeiter und Maschine.

Die sogenannte Mensch-Roboter-

Kollaboration gewinnt an Bedeutung.

Oliver Baur,

Leiter Geschäftsfeld Handhabung,

J. Schmalz GmbH, Glatten

Welche Handhabungslösungen bietet

Schmalz seinen Kunden, und welchen

Fokus legt Schmalz dabei auf Ergonomie?

Wir bieten ein umfangreiches Angebot an

Vakuum-Schlauchhebern der Baureihe

Jumbo mit Traglasten bis 300 Kilogramm

und die Vakuum-Hebegeräte VacuMaster

bis 2000 Kilogramm, bei Sonderanwendungen

auch bis zu mehreren Tonnen.

Darüber hinaus führen wir Aluminium-

Krananlagen und leichtgängige

Aluminium-Schwenkkrane im Portfolio.

Außerdem haben wir Betriebseinrichtungen

wie beispielsweise Lacktrockenwagen

oder Vakuum-Arbeitstische für

verschiedenste Anwendungen im

Programm.

Im Kontext der Ergonomie betrachten wir

grundsätzlich das Gesamtsystem von Kran

und Vakuumheber. Beide Komponenten

müssen aufeinander abgestimmt und auf

den Bediener ausgerichtet sein. Erst dann

erreichen wir eine ergonomische Arbeitsweise.

Der Anwender kann die Werkstücke

gesundheitsschonend handhaben, gleichzeitig

lassen sich die Produkte an den

Bediener anpassen. Das ist vergleichbar

mit einem Autositz, der sich bei neueren

Modellen automatisch auf jeden Fahrer

ausrichtet. Die Daten sind im

Autoschlüssel des Nutzers gespeichert

– das manuelle Einstellen über mehrere

Hebel entfällt. Mit einem ähnlichen

Prinzip arbeiten wir bei unseren

34 Der Betriebsleiter 3/2018


SPECIAL I ERGONOMIE

Die Prozesse werden nach unserer

Einschätzung immer mehr teilautomatisiert.

Dennoch bleibt der Mensch

als Bediener von Handhabungssystemen

weiterhin aktiv. Deswegen bleibt auch die

Ergonomie im Fokus der Entwicklung.

In diesem Zusammenhang spielen zwei

Aspekte eine wichtige Rolle: Zum einen

steigen die Anforderungen beim Heben

kleiner Gewichte, die in immer höheren

Taktzahlen bewegt werden müssen. Zum

anderen nimmt die Anzahl von Gütern

zu, die bis in den Schwerlastbereich

hineinreichen. Die Gewichtsschere geht

also weiter auseinander, was die Entwicklung

von Hebehilfen besonders herausfordert.

Darüber hinaus wird die Datenverarbeitung

und -nutzung aus vor- und

nachgelagerten Prozessen mittelfristig

zunehmend anspruchsvoller. Solche

Daten sind wichtig, müssen aber auch

richtig interpretiert werden. Dann liefern

sie dem Anwender wertvolle Informationen

und sorgen für zuverlässige

Handhabungsprozesse.

Wie entwickelt sich die Handhabungstechnik

weiter? Welche Neuheiten

können wir von Schmalz erwarten?

Wie bereits erwähnt, wird der Mensch

auch langfristig derjenige bleiben, der das

Handhabungssystem führt und steuert.

Wir versuchen aber, ihn mit Sensorik und

Aktorik noch besser zu unterstützen.

Dazu gehören individuelle und ergonomische

Einstellmöglichkeiten der Produkte.

Hinzu kommt ein erweitertes Angebot an

Greifmitteln, das von mechanischen über

magnetische bis hin zu elektrischen

Vakuum-Greifern reicht.

Welche Rolle spielt Industrie 4.0 für die

Handhabungstechnik allgemein und wie

wirkt sich das auf das ergonomische

Arbeiten aus?

Auch in der manuellen Handhabungstechnik

spielt Industrie 4.0 eine immer

wichtigere Rolle. Einen klaren Trend gibt

es beispielsweise in Richtung Prozesskontrolle.

Dazu gehören Funktionen wie

Zustandsüberwachung, die Kontrolle der

Energieeffizienz und die vorausschauende

Wartung. Diese Funktionen liefern

wichtige Daten über den Zustand von

Komponenten – schnell, zuverlässig und in

Echtzeit. So kann der Anwender rechtzeitig

Wartungs- und Servicearbeiten

durchführen, die Prozesssicherheit

erhöhen und teuren Ausfällen vorbeugen.

Auch zukünftig bleibt der Mensch als Bediener von

Handhabungssystemen aktiv; deswegen bleibt

auch die Ergonomie im Fokus der Entwicklung.

In diesem Zusammenhang wird die

Vernetzung von Produkten auch im

Handhabungssektor relevant. Dennoch

wird es aus unserer Sicht auch in den

kommenden Jahren natürlich auch noch

Hebegeräte ohne komplexes elektronisches

Innenleben geben. In vielen Fällen

soll die Nutzung von Handhabungsgeräten

einfach und günstig bleiben, aufwändige

Elektronik wäre zu teuer.

An Bedeutung gewinnen dürften die

Themen Virtual Reality und Augmented

Reality. Damit lassen sich neben dem

eigentlichen Hebegerät zusätzliche

Assistenzsysteme schaffen, die für mehr

Arbeitssicherheit und eine höhere Produktivität

sorgen.

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ERGONOMIE I SPECIAL

01

Gelungene Wiedereingliederung

Ergonomische Montageinsel erlaubt Integration eines körperlich behinderten Mitarbeiters

Um die Wiedereingliederung eines

Mitarbeiters mit Behinderung in

den Arbeitsprozess zu ermöglichen,

zogen der Antriebstechnikhersteller

SEW-Eurodrive, der Arbeitsplatzspezialist

MiniTec und die Deutsche

Rentenversicherung an einem

Strang. Die Herausforderung

bestand darin, einen behindertengerechten,

ergonomischen

Montagearbeitsplatz zu gestalten,

der zugleich auch wirtschaftliche

Aspekte erfüllt.

Autor: Stefan Graf, Fachjournalist, Darmstadt

Wenige Sekunden können ein Leben

verändern. Diese Erfahrung musste

ein langjähriger Mitarbeiter des Antriebstechnikherstellers

SEW-Eurodrive machen.

Durch einen Motorradunfall verlor der in

der Montage beschäftigte Mitarbeiter einen

Unterschenkel und konnte durch diese

Beeinträchtigung nicht an seinen Arbeitsplatz

zurückkehren. Die Verantwortlichen

im Unternehmen – Werksleitung, Personalbereich

und Betriebsrat – suchten nach

einer Lösung, um ihn wieder in den

Arbeitsprozess integrieren zu können.

Die Herausforderung bestand darin, einen

behindertengerechten, ergonomischen

Montagearbeitsplatz zu gestalten, der zugleich

auch wirtschaftliche Aspekte erfüllt.

Ein SEW-Team aus Mitarbeitern der Motorenfertigung

und Montage, aus dem Personalbereich

sowie dem Betriebsrat entwickelte

gemeinsam mit Ingenieuren von MiniTec

und der Deutschen Rentenversicherung

eine Lösung, die alle Kriterien erfüllt.

Federführend bei der Planung der Montageinsel

waren Daniel Saumer, Abteilungsleiter

Motorenfertigung und Montage,

sowie sein Mitarbeiter Almir Zuzic, der mithilfe

der Leitmerkmalmethode einen

Arbeitsplatz konzipierte. Die Leitmerkmalmethode

ist ein Werkzeug zur Ermittlung

der tatsächlich vorhandenen physischen

Arbeitsbelastung. Dabei werden vier Leitmerkmale

erfasst: Zeitdauer und Häufigkeit,

Lastgewichte, Körperhaltung sowie die

realen Ausführungsbedingungen. Insbesondere

berücksichtigt werden Belastungsarten

wie Heben, Halten und Tragen von

Lasten, Ziehen und Schieben von Lasten

sowie manuelle Arbeitsprozesse.

Montagearbeitsplätze zu Inseln

gruppiert und verkettet

Auch in Zeiten von Industrie 4.0 sind manuelle

Tätigkeiten im Fertigungsprozess noch

immer notwendig. Insbesondere, wenn es

um die präzise Montage von Eletronikkomponenten

geht. Diese erfolgt zum

großen Teil in Handarbeit, da viele der Montageaufgaben

nicht von Maschinen erbracht

werden können. SEW setzt hierzu auf durchdachte

Montagearbeitsplätze, die als

Montageinseln gruppiert und verkettet sind.

Insbesondere die Montage von Elektromotoren

für Gepäckbänder an Flughäfen

erfordert nicht nur sorgfältige und präzise

Arbeitsabläufe, sie ist bislang auch geprägt

von einem Kraftaufwand für die Mitarbeiter.

Schließlich wiegen allein die Linearkämme

der Elektromotoren rund 25 Kilogramm.

Diese mussten bislang gehoben, geschoben

und getragen werden, um alle Montagevorgänge

abzuarbeiten. Ziel des Projektes

waren ergonomische Arbeitsplätze, zusam-

36 Der Betriebsleiter 3/2018


SPECIAL I ERGONOMIE

01 MiniTec hat für SEW-Eurodrive eine

behindertengerechte, ergonomische

Montageinsel gestaltet, die zugleich auch

wirtschaftliche Aspekte erfüllt

02 Die Höhen am MiniTec-Arbeitsplatz

können je nach Wunsch und ohne

Rüstaufwand angepasst werden

02

mengefasst in einer Montageinsel. Dort sollten

bis zu drei Mitarbeiter – darunter der

körperlich beeinträchtigte Kollege – gleichzeitig

arbeiten können.

Mit flexiblem Baukasten zu

ergonomischen Arbeitsplätzen

Bereits seit vielen Jahren setzt SEW-

Eurodrive bei Montagearbeitsplätze auf den

Full-Service-Hersteller MiniTec, der mit

seinem Systembaukasten die passende

Basis für Konzipierung und Bau von ergonomischen

Arbeitsplätzen bietet. Dieser

Baukasten basiert auf einem Alu-Profilsystem

sowie der Universalität und Kompatibilität

seiner Komponenten. Eine ausgeklügelte

Verbindungstechnik und umfangreiches

Zubehör sorgen zudem für große Gestaltungsfreiheit.

Ein weiterer Pluspunkt ist

das Know-how von MiniTec in den Bereichen

Montage- und Fördertechnik. Das ist

für SEW-Eurodrive ein wichtiger Punkt,

denn oft ist auch die Verkettung von Arbeitsplätzen

notwendig.

Eine weitere Spezialität von MiniTec sind

Assistenzsysteme für die manuelle Montage.

Diese umfassen unter anderem Bildschirme,

Projektoren, Pick-by-Light-Systeme,

Kameras sowie Anbindungen zu IT-Systemen

für Augmented Reality, ERP- und

MES-Software. Durch Erkennung der Intentionen

des Werkers sowie Wissen über das

aktuell herzustellende Produkt kann die

Software beispielsweise passende Zusatzinformationen

liefern oder die nächsten

Arbeitsschritte visualisieren und überwachen.

Im Prinzip ist jeder Montagearbeitsplatz

eine Sonderanfertigung, deshalb ist der

Komplettanbieter MiniTec eine gute Wahl.

Wie wichtig die Gestaltung eines manuellen

Montagearbeitsplatzes ist, wird oft

verkannt. Denn diese erfolgt nicht nur unter

den Gesichtspunkten des optimierten Fertigungsflusses

und der Steigerung von Qualität

und Wirtschaftlichkeit der Arbeit.

Sondern auch die ergonomische Gestaltung

Die Montageinsel ist so konzipiert, dass der Mitarbeiter trotz

seiner Behinderung an allen drei Arbeitsplätzen einsetzbar ist

hat Einfluss auf das Wohlbefinden und die

Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter: Auch der

bestmotivierte Arbeiter ist schneller

erschöpft, wenn sein Arbeitsumfeld nicht

seinen körperlichen Gegebenheiten und

den Anforderungen seiner Arbeitsaufgabe

entspricht. Das Montagemanagement hat

aber auch das Umsetzen kurzer Umbauund

Rüstzeiten zu beachten. Mehr denn je

ist Flexibilität in der Fertigung gefragt. Es gilt

also, sehr verschiedene Erfordernisse in

Einklang zu bringen.

Voll integriert in neuer

Montageinsel

Der detaillierten Planung und Analyse folgte

der Bau einer Montageinsel mit drei

Arbeitsplätzen, die alle geforderten Eigenschaften

vereint. Die Ergebnisse sind

beachtlich: Die wirksamen Lasten konnten

über die gesamte Prozesskette von rund

25 kg auf unter 5 kg reduziert werden. Die

Arbeitshöhen können je nach Wunsch und

ohne Rüstaufwand angepasst werden.

Kurze Wege durch prozessorientierte Materialanordnung

vereinfachen und beschleunigen

den Arbeitsprozess, und Unfallgefahren

werden durch geschickte Konzipierung

der Arbeitsplätze stark reduziert.

Die Montageinsel ist so konzipiert, dass

der Mitarbeiter trotz seiner Behinderung an

allen drei Arbeitsplätzen eingesetzt werden

kann. Je nach Arbeitsaufkommen sind

zusätzlich zwei weitere Werker im Einsatz.

Die Aufgabenverteilung kann flexibel erfolgen,

da alle Mitarbeiter alle Handgriffe und

Prozesse beherrschen. Ein weiterer großer

Vorteil hierbei ist, dass dadurch eintönige,

sich ständig wiederholende, Arbeitsabläufe

vermieden werden können. Dies ist nicht

nur ergonomisch, sondern steigert auch

gleichzeitig die Motivation. Heute fühlt sich

der Mitarbeiter wieder voll integriert. Er

arbeitet im Zwei-Schicht-Betrieb und freut

sich, dass er dank dieser individuellen

Lösung wieder in das Arbeitsleben zurückgefunden

hat.

Bilder: SEW-Eurodrive

www.minitec.de

Im Fokus

Nachhaltigkeit

Effizienz

Sicherheit

Der Betriebsleiter 3/2018 37


ERGONOMIE I SPECIAL

Möglichst ohne Widerstand

Mühelos ziehen und schieben durch den Einsatz optimierter Räder und Rollen

Der Einsatz von Rädern und Rollen

mit niedrigem Anfahr-, Roll- und

Schwenkwiderstand kann körperlich

anstrengende Tätigkeiten wie

das Ziehen und Schieben von Lasten

deutlich erleichtern und das

Gesundheitsrisiko für die Werker

erheblich verringern. Die ideale

Lösung hängt jedoch von einer

Vielzahl von Faktoren ab.

In unserem Testlabor werden die

Räder und Rollen oft weit über die

Norm hinaus auf ihre Praxistauglichkeit

geprüft. Damit stellen wir schon

in der Entwicklungsphase sicher, dass

unsere Produkte sämtliche Anforderungen

der Anwender erfüllen

oder sogar übertreffen

Martin Wiest, Produktmanager bei Blickle

Ziehen und Schieben gehören neben

Heben, Halten, Tragen und Absetzen zu

den häufigsten Arbeitsschritten, wenn

Menschen Lasten von Hand bewegen müssen.

Vor allem in Produktion und Logistik

sind diese körperlich anspruchsvollen

Tätigkeiten Teil des Alltags – und stellen

dadurch eine erhebliche Belastung für die

Mitarbeiter dar. Denn je nach Gewicht des

entsprechenden Transportguts erfordert

das Ziehen und Schieben einen enormen

Kraftaufwand und kann langfristig Muskeln,

Sehnen, Bänder und Gelenke überlasten.

Davon betroffen sind die Wirbelsäule,

Knie, Hüftgelenke und der gesamte Hand-

Arm-Schulter-Bereich.

Um das Risiko von Erkrankungen und

Verletzungen zu verringern, haben viele

Länder bereits Richtlinien für die maximale

Belastung bei manuellen Transporttätigkeiten

verabschiedet – in Deutschland etwa

die Lastenhandhabungsverordnung. Experten

empfehlen, bei andauernden Tätigkeiten

15 Prozent der maximalen Muskelkraft

nicht zu überschreiten. Das Problem: Diese

ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Zudem lassen sich die erforderlichen

Kräfte beim Ziehen und Schieben in

der Praxis nur schwer einschätzen. Exakte

Grenzwerte, an denen

sich Arbeitgeber und

Personal orientieren

können, sind deshalb

nahezu unmöglich zu

definieren. Umso

wichtiger ist es, immer

wiederkehrende Arbeitsschritte

wie etwa Ziehen und Schieben

so ergonomisch wie möglich zu gestalten.

Widerstand erhöht den

Kraftaufwand

Eigentlich stellt das Ziehen oder Schieben

von Lasten eine Erleichterung der Arbeit dar:

Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer,

kommen in vielen Fällen Fahrzeuge und

Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum

Einsatz, um den Kraftaufwand zu verringern.

Doch auch diese zu bewegen, kann mühsam

sein. „Schuld daran sind die verschiedenen

Widerstände, die beim Anfahren, beim

Rollen, bei Richtungsänderungen und beim

Überfahren von Hindernissen entstehen“,

erklärt Martin Wiest, Produktmanager beim

Räder- und Rollenspezialisten Blickle. „Die

Widerstände hängen von zahlreichen Faktoren

ab: vom Untergrund, vom Gewicht der

bewegten Last, aber in hohem Maße auch

von der Beschaffenheit der Räder.“

Der Anfahr- und Rollwiderstand kommt

bei jedem Zieh- und Schiebevorgang zum

Tragen. Um ein Rad aus dem Ruhe- in den

Bewegungszustand zu versetzen, ist immer

ein Kraftaufwand erforderlich – ebenso, um

eine gleichförmige Bewegung aufrechtzuerhalten.

„Durch ein permanentes Ein- und

Ausfedern des Laufbelags während des

Abrollens treten Energieverluste auf Grund

der innen Reibung der Laufbelagswerkstoffe

auf“, beschreibt Wiest. „Dies macht sich in

der Praxis als Rollwiderstand bemerkbar.“

Durch eine Vergrößerung des Raddurchmessers

lässt sich der Rollwiderstand zum

Beispiel verringern, aber auch durch die

Auswahl des optimalen Laufbelags: „Hier

gibt es hinsichtlich Geometrie, Härte und

38 Der Betriebsleiter 3/2018


SPECIAL I ERGONOMIE

Elastizität gewaltige Unterschiede“, weiß der

Fachmann.

Polyurethan-Laufbeläge

bieten Vorteile

Blickle etwa setzt bei vielen seiner Produkte

auf Polyurethan-Laufbeläge und hat mehrere

selbst entwickelte Werkstoffe im Portfolio,

die sich durch hervorragende Laufeigenschaften

auszeichnen. „Herkömmliche Beläge

aus Vollgummi haben einen sehr hohen

Anfahr- und Rollwiderstand. Bei Polyamid-

Rädern wiederum ist er besonders niedrig,

dafür bieten diese kaum eine Dämpfung und

somit weniger Laufruhe“, erläutert Wiest.

„Unsere harten und weichen Polyurethan-

Elastomere Blickle Extrathane, Blickle Softhane,

Blickle Besthane und Blickle Besthane

Soft vereinen die positiven Eigenschaften

beider Anforderungen und bieten für nahezu

jede Anwendung die ideale Lösung.“

Eine solche ist beispielsweise die neue

Radserie ALB, die das Unternehmen vor

kurzem vorgestellt hat. Speziell für

anspruchsvolle Anwendungen in der Intralogistik

entwickelt, besitzt sie einen hochwertigen

Laufbelag mit optimierter

Geometrie: „Dieser besteht aus dem reaktionsgegossenen

Polyurethan-Elastomer

Blickle Besthane, hat eine besonders hohe

Rückprallelastizität und zudem eine speziell

leichte Balligkeit nach außen hin“,

erklärt Wiest. Das verringert die Auflagefläche

sowie das Ein- und Ausfedern beim

Abrollen – mit dem Ergebnis, dass der Rollwiderstand

bis zu 40 Prozent niedriger ist

als bei anderen Polyurethan-Rädern. Fahrzeuge

und Transporthilfen, die mit der

ALB-Serie bestückt sind, lassen sich somit

deutlich einfacher ziehen und schieben.

Durch seine Härte von 92° Shore A bietet

der Blickle-Laufbelag trotzdem eine sehr

gute dynamische Belastbarkeit – das heißt,

die Räder sind auch für höhere Geschwindigkeiten

geeignet.

Jede Richtungsänderung

kostet zusätzlich Kraft

Beim Einsatz von Lenkrollen erschwert der

Schwenkwiderstand viele Zieh- und Schiebetätigkeiten

zusätzlich. Er ist verantwortlich

für den Kraftaufwand, den es braucht, um

eine Rolle bei einer Richtungsänderung in

die gewünschte Position zu bewegen. Beeinflusst

wird er neben den bereits genannten

Faktoren auch durch die Ausladung des

Rollengehäuses, also den horizontalen

Abstand zwischen den Drehachsen des

Schwenklagers und des Rades. Auch hier

bietet Blickle spezielle Rollen mit Gehäusen,

deren Ausladung auf einen möglichst geringen

Schwenkwiderstand hin optimiert ist.

„Eine pauschale Lösung für einfaches Ziehen

und Schieben gibt es jedoch nicht“, bemerkt

Wiest. „Dafür hängt die Wahl der passenden

Räder oder Rollen von zu vielen Faktoren ab.“

Nicht nur Größe, Material und Laufbelagsgeometrie

sind entscheidend, sondern

auch die Beschaffenheit des Untergrunds.

Ist das Rad härter als der Boden, kann es

einsinken – besonders bei schweren Lasten.

Eine weitere Frage ist, ob viele Unebenheiten

und Hindernisse zu überfahren sind. Hier

punkten weichere Beläge aufgrund ihrer

höheren Dämpfung und Einfederung.

Großen Einfluss hat auch die Art der Radlagerung:

Kugellager überzeugen im

Vergleich mit Rollen- und Gleitlagern durch

eine deutlich geringere Reibung, weswegen

sie in vielen hochwertigen Blickle-Lösungen

zum Einsatz kommen. Die Anordnung aus

beweglichen Lenk- und festen Bockrollen

ist ein zusätzlicher Faktor. Und nicht zuletzt

muss die Tragfähigkeit der Räder und

Rollen für die bewegten Lasten ausreichend

ausgelegt sein. Sonst drohen Verschleiß,

Schäden oder gar Unfälle. „Es lohnt sich

daher, bei der Auswahl einem kompetenten

und erfahrenen Experten zu vertrauen“,

resümiert Wiest.

LogiMAT: Halle 10, Stand G11

www.blickle.com

Im Fokus

Nachhaltigkeit

Effizienz

Sicherheit

01 Ist etwas zum Halten oder Tragen zu

schwer, kommen in vielen Fällen Transporthilfen

mit Rädern oder Rollen zum Einsatz,

um den Kraftaufwand zu verringern

02 Die Räder- und Rollenserie ALB von

Blickle überzeugt durch einen besonders

niedrigen Roll- und Schwenkwiderstand

Wenn Muskelkraft nicht mehr ausreicht

Für den Fall, dass die zu bewegenden Waren so schwer sind, dass selbst mit der

besten Rolle pure Muskelkraft nicht mehr ausreicht, haben die Blickle-Ingenieure mit

dem ErgoMove, einem elektrischen Antriebssystem zur Aufrüstung von Transportgeräten

und Handschiebewagen, eine Lösung gefunden. Es ermöglicht ein kräfteschonendes

Handling für Lasten bis 2000 Kilogramm. Über Bedienelemente am

Haltegriff des Wagens kann der Bediener die an den Bockrollen angeflanschten

DC-Motoren aktivieren, wodurch mittels einer hohen Schubkraft auf die Rollen das

Anfahren und Bewegen des Wagens signifikant erleichtert wird. Auf diese Weise

können Unternehmen auch bei besonders anspruchsvollen Handling-Aufgaben die

Gesundheit ihrer Mitarbeiter noch nachhaltig schonen.

03 Im eigenen Testlabor prüft Blickle seine

Räder und Rollen u.a. im Hinblick auf Anfahr-,

Roll- und Schwenkwiderstände

Der Betriebsleiter 3/2018 39


ERGONOMIE I SPECIAL

Ergonomisch auf der Höhe

Arbeitsplätze sollten höhenverstellbar sein

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin sind die

häufigsten krankheitsbedingten

Arbeitsausfälle auf Erkrankungen

des Muskelskelettsystems zurückzuführen.

Um hier entgegenzuwirken

bzw. vorzubeugen, sollten

Arbeitsplätze ergonomisch optimal

gestaltet sein. Unerlässlich ist es

etwa, sie in der Höhe verstellen zu

können.

Ein wichtiger Baustein für die Realisierung

ergonomischer Arbeitsbedingungen sind

Höhenverstellsysteme. Darauf spezialisiert

ist die Suspa GmbH. Das Unternehmen

bietet verschiedene Varianten, z.B. auch für

Arbeitsplätze oder Werkbänke, die hohe

Lasten zu stemmen haben. Besonders hohe

Gewichte können nicht nur an Werkbänken

anfallen, auf denen schwere Arbeitsgeräte

platziert sind, sondern z.B. auch an Arbeitsplätzen

zur Qualitätssicherung, auf denen

neben Computern und Druckern auch Prüfgerätschaften

Platz finden müssen.

Für solche Fälle ist das Modell ELS3 Heavy

Duty konzipiert. Es zeichnet sich durch eine

schnelle und ruhige Höhenverstellung aus

und ist mit einer Hublänge von 500 mm erhältlich.

Die teleskopierbare Lösung verfährt

Traglasten bis zu 400 kg (bei einem 4-Bein-

Tisch) bei einer Verstellgeschwindigkeit von

20 mm/s. In einem einzigen Tischsystem

können bei Bedarf bis zu acht Hubsäulen

integriert werden, was die Traglast auf bis zu

800 kg erhöht. Als weiteres Feature ist im

ELS3 Heavy Duty eine mechanische Bremse

eingebaut, die das kontrollierte Herunter-

01 Mit dem Höhenverstellsystem

Movotec-SMS

lassen sich Arbeitsplätze

unkompliziert ergonomisch

gestalten

fahren und Halten der schweren Lasten

sichert. Die Heavy-duty-Variante wird mit

der erprobten SMS SCT4-Steuerung bewegt

und über einen Handschalter gesteuert.

Kein Problem mit Staub

und Spänen

Eine praktische Lösung für Industrieumfelder

mit Staub und Spänen sind die quadratischen

ELS3-Hubsäulen in der Ausführung

„BTU“ (Big Tube Up, dickes Rohr oben). Bei

diesen kann sich zwischen den beiden

Führungsrohren kein Schmutz und Staub

ansammeln, wenn das dicke Rohr oben

verbaut wird. Das Außenrohr hat die Maße

70 x 70 mm, das verfahrbare Innenrohr

misst 65 x 65 mm. Die Heavy-Duty-Hubsäulen

können für 2-, 3- oder 4-Bein-Tische

(einfache Anordnung der Hubsäulen) bzw.

bewährte elektromechanische Verstellsystem

Movotec SMS (Spindel Motor System) in zwei

neuen Profilvarianten an. Die beiden neuen

Modelle Movotec SMS-I-40x80 und SMS-B-

45x90 sind äußerst komfortabel im Montagehandling,

denn die SMS-Aktuatoren sind in

den Montageprofilen integriert. Dadurch

können die SMS-Hubsäulen direkt und einfach

eingebaut werden. Zeitaufwändige

Montagearbeiten, um die Aktuatoren an starre

Stützen anzuschrauben, entfallen damit.

Die Montageprofile sind mit den Querschnittmaßen

40 x 80 oder 45 x 90 mm

äußerst kompakt. Mit einer Ausfahrkraft von

150 kg pro Hubsäule kann ein 8-Bein-System

bis 1200 kg verfahren. Beide Montageprofile

weisen jeweils eine flache Seite ohne vorgefertigte

Nuten auf. Das ist in der Regel die

Außenseite, die für keinerlei Anbauten vorgesehen

ist. Durch dieses Schema entsteht

ein kompakter, stabiler Bauraum. Durch die

Standardmaße (40 x 80 mm mit Nut 8 mm

bzw. 45 x 90 mm mit Nut 10 mm) sind die

Movotec-Profile mit marktüblichen Montageprofilen

und Zubehör kompatibel.

Nachrüstlösung für bestehende

Arbeitsplätze

Mit dem zur Movotec-SMS-Palette gehörenden

Bolt-on-System können Werktische und

Arbeitsplätze nachgerüstet werden, die

bislang nicht höhenverstellbar waren. Das

System ist auch für Schwerlasten bis 1200 kg

geeignet. Bis zu acht Hubsäulen können

synchron höhenverstellt werden. Suspa hat

Mit höhenverstellbaren Arbeitsplätzen lassen sich

gesundheitsschädliche Fehlbelastungen minimieren

4-, 6- oder 8-Bein-Tische (doppelte Anordnung

der Hubsäulen) verwendet werden.

Die Einbaumaße der Hubsäulen betragen

eingefahren 680 und ausgefahren 1180 mm.

Neben den Hubsäulen liefert Suspa auch

die Steuerung, den Handschalter und das

nötige Kabelzubehör. Durch das optimierte

Design und die einfache Montage sind

Arbeitsplätze mit den leistungsstarken

Hubsäulen schnell installiert. Suspa bietet

dazu auch komplette Arbeitsplatz-Tischuntergestelle

aus Stahlprofilen für zwei

oder vier ELS3 Heavy-duty-Hubsäulen mit

Schrauben und Verstellfüßen an.

Zur Höhenverstellung ergonomischer

Arbeitsplätze in der Werkstatt oder an Montageplätzen,

im Anlagenbau oder für Arbeitsplatzsysteme

bietet Suspa außerdem das

vier Längenvarianten mit Verfahrhüben zwischen

150 und 400 mm im Movotec-SMS-

Programm. Die Verfahrgeschwindigkeit der

Movotec-SMS-Systeme liegt bei 8 mm/s bei

maximaler Ausfahrkraft von 150 kg/Hubsäule.

Wird das Gewicht auf 75 kg/Hubsäule

reduziert, kann die Verfahrgeschwindigkeit

auf 16 mm/s verdoppelt werden.

www.suspa.com

Im Fokus

Nachhaltigkeit

Effizienz

Sicherheit

40 Der Betriebsleiter 3/2018


SPECIAL I ERGONOMIE

Handarbeitsplatz für mehr Ergonomie

in der Montage

Um körperliche

Belastungen der

Mitarbeiter bei immer

wiederkehrenden

manuellen Montage-

Tätigkeiten zu

minimieren, hat Stein

Automation als Spezialist

für Werkstückträger-

Transportsysteme einen

innovativen Handarbeitsplatz

entwickelt. Dieser

lässt sich flexibel und

ohne großen Aufwand an

beliebiger Stelle einer

Montageanlage installieren.

Über die

Höhenausgleichseinheit

(HAE) kann der Mitarbeiter den Handarbeitsplatz stufenlos

bewegen und ihn ideal auf seine Körpergröße anpassen – je

nachdem ob er sitzend oder stehend montiert.

Mit der Stein-Lösung lässt sich die Bearbeitungshöhe eines

Werkstückträgers innerhalb einer Transferstrecke auf das Niveau

des Handarbeitsplatzes anheben. Anschließend bringt eine

weitere HAE den Träger wieder auf die Ebene der Strecke zurück.

Die Ausgleichseinheit ist in zwei Ausführungen erhältlich. Eine

Baugruppe steht mit einer fest eingestellten Hubhöhe zur

Verfügung. Sie eignet sich für konstante Arbeitsplatzbedingungen.

Eine zweite Variante erhöht die Flexibilität im Montagesystem. Sie

passt sich an variabel einstellbare Arbeitshöhen an. Die HAE

überwindet einen Höhenunterschied von 400 mm.

Für gesundheitsschonendes Montieren hat Stein darüber hinaus

einen Schwenkarbeitsplatz im Portfolio. Dabei läuft der

Werkstückträger in geneigter Position in die Station ein. Der

Winkel ist dabei so berechnet, dass die manuelle Montagetätigkeit

mit größtmöglicher Entlastung von Gelenken und Rücken des

Mitarbeiters erfolgt.

www.stein-automation.de

Bewegtes Sitzen: 2-Kammer-Luftkissen

mobilisiert Wirbelsäule und Muskulatur

Der Hersteller

ergonomischer

Sitzmöbel Köhl hat

den Köhl Air-Seat

herausgebracht.

Dieses intelligente

System aus einem im

Sitzpolster

integrierten

2-Kammer-Luftkissen

mobilisiert die

Wirbelsäule und

Muskulatur mit

sanften Bewegungen.

Die Armlehnen sind

hingegen fest und

geben somit dem

Nutzer sicheren Halt.

Im Gegensatz zu

herkömmlichen, den Sitz bewegenden Mechaniken, die große

Schaukelbewegungen zulassen, trainiert diese neue Entwicklung

besonders effektiv und stimuliert die tiefer liegenden Muskeln.

Experten bestätigen die Wirkungsweise: „Das Köhl-Air-Seat-

Konzept ermöglicht mehrdimensionale Bewegungen im Sitzen.

Muskuläre Stimulationen und eine bessere Versorgung der

Bandscheiben mit Nährstoffen sind die unmittelbare Folge.

Insbesondere die tiefer liegende Rückenmuskulatur, die die

Wirbelsäule stabilisiert, wird durch die Mikrobewegungen gezielt

trainiert", erklärt Christian Brunner, Vorsitzender der Interessengemeinschaft

der Rückenschullehrer/innen e.V. (IGR).

Dank eines Komfortventils lässt sich der Druck beider Luftkammern

per Knopfdruck regulieren und damit individuell auf das

Bewegungsbedürfnis und das Gewicht des Sitzenden anpassen.

Der Air-Seat kann auf die Stuhlreihen Selleo, Anteo, Anteo Alu,

Aureo und Multiplo problemlos umgerüstet werden. Der vorhandene

Sitz wird dank Clip-System schnell und einfach ohne

Werkzeuge ausgetauscht.

www.koehl.com

BAUREIHE FE

Standard für Europalette

BAUREIHE FE

mit 17 Grad Neigung

BAUREIHE FE-A

mit angebautem Aggregat

Eckendorfer Straße 115

D- 33609 Bielefeld

FON +49.(0)521.78 06 -151

FAX +49.(0)521.78 06 -110

info@flexlift.de

www.flexlift.de

BAUREIHE FEM

mit Behälterneigegerät

BAUREIHE FEM

mit 360 Grad Drehplattform

BAUREIHE FEM

mit Rollenbahnaufsatz


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 4/2018

ERSCHEINUNGSTERMIN: 12. 04. 2018 • ANZEIGENSCHLUSS: 26. 03. 2018

01 02

03

01 Von der Risikobeurteilung zum Sicherheitshinweis

(Bild: CE-CON)

04

02 Nachhaltigkeit effizient managen

(Bild: NicoElNino - Fotolia)

03 Einführung einer ERP-Branchenlösung für Präzisionsdrehteile

bringt Transparenz

(Bild: Gewatec)

04 Ziehen, drücken, biegen, …: Welches Materialprüfsystem

ist das passende?

(Bild: Zwick)

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

Der direkte Weg

im Internet: www.DerBetriebsleiter.de

als E-Paper: www.engineering-news.net

Redaktion: m.laun@vfmz.de

Werbung: a.zepig@vfmz.de

in sozialen Netzwerken:

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IMPRESSUM

erscheint 2018 im 59. Jahrgang, ISSN 0344-5941

Redaktion

Chefredakteur: Dr. Michael Döppert (md), M.A.

Tel.: 06131/992-238, E-Mail: m.doeppert@vfmz.de

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Redakteurin: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml),

Tel.: 06131/992-233, E-Mail: m.laun@vfmz.de

Redaktionsassistenz: Angelina Haas,

Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,

Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

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Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Anzeigen

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42 Der Betriebsleiter 3/2018


TECHNIKWISSEN FÜR INGENIEURE

Montage und Handhabung

Supplement der Zeitschriften Der Konstrukteur und Der Betriebsleiter

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Sie verlassen ihre

Käfige – Wandlungsprozess

stellt neue

Anforderungen an

Roboter

Sonderpalettierer im

Einsatz in der Montage

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Pressensysteme

für die Zylinder-

Modul-Montage

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19186

10

Oktober 2016

9 Print-Ausgaben im Jahr

+

Schnell entlüftet und gebremst

Pneumatische Brems- und Klemmsysteme

für Linearführungen

Handhabungstechnik:

Schlauchheber machen Kistenhandling

12 leicht

MUH_AG_2014_01_001 1 11.07.2014 12:02:21

Motek 2016:

Intralogistik:

Persönliche Schutzausrüstung:

Viel Neues rund um die

Dynamische Lagerlösung

Welche Schutzkleidung ist die

16 Montage und Handhabung 36 optimiert Kommissionierweg 44 richtige für Schweißer?

BTL_AG_2016_10_001 1 16.09.2016 15:38:20

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6 Telefax: 06131-992/100 @ E-Mail: vertrieb@vfmz.de Internet: engineering-news.net & Telefon: 06131-992/147

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Das Jahresabonnement umfasst 9 Ausgaben und kostet € 86,- (Ausland € 102,- netto) inkl. Versandkosten. Als Begrüßungsgeschenk

erhalte ich den Bluetooth-Lautsprecher. Das Abonnement verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens

4 Wochen zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird.

Die Bestellung kann innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung bei der Vereinigte Fachverlage GmbH widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung.

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