BREMISSIMA Magazin | März-April 2018

vogelmediabremen
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#02

März | April 2018

ISSN 2364-3498

Das Magazin für die Bremerin

Pink, pinker,

Coockies Cupcakes

cocktails & more

Barmaid Tatjana Rettig kennt

die coolsten & heißesten Drinks

die böttcherstraSSe

Bremens heimliche Hauptstraße

Anna & Tabea zeigen

die aktuelle Mode der

Bremer Mode-Experten

let´s go fashion


New Step

mit

Zusammen kreieren wir Ihren ganz persönlichen Schuh,

egal ob Sneaker oder traditionell genäht.

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Katharinenstraße 32-35, 28195 Bremen

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Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 19.00 Uhr, Sa 10.00 - 18.00 Uhr

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EDITORIAL

Liebe Bremerinnen, liebe Bremer,

jedes Jahr zur Frühlingszeit beginnen Blumen, Bäume und Sträucher in

den buntesten Farben zu erblühen. Ähnlich ist es bei uns Menschen auch.

Nicht selten ist die Rede von Frühlingsgefühlen. Sobald die Tage länger

werden, die Temperaturen wärmer und die Kleidung luftiger, stellt der

Körper den Hormonhaushalt um. Apropos luftige Kleidung: Der Frühlingsanfang

ist auch die Zeit, in der die neuen Kollektionen der Modehändler

in die Läden kommen. Das haben wir zum Anlass genommen und einen

Tag lang die frisch eingetroffene Frühjahrs-/Sommerkollektion des Bremer

Modefachhandels fotografiert. Wer also noch nach ein paar Inspirationen

sucht, ist hier genau richtig.

Unsere Modelle Tabea

und Anna plaudern dabei

noch etwas aus dem Nähkästchen

und haben uns

von ihrem Weg in eine der

größten Modelagenturen

Deutschlands erzählt.

Krisztina Kismic ist ausgebildete

Make-up Artistin,

Nail- & Hairstylistin

und begleitet uns schon

einige Zeit. Sie ist unter

anderem für Make-up und

Styling unserer Covergirls

verantwortlich. Für diese

Ausgabe der BREMISSI-

MA haben wir mal hinter

die Kulissen geschaut.

Tatjana Rettig ist wohl Bremens

bekannteste Barmeisterin.

Ihr neustes Projekt

ist die Aperitivo Bar „M8“

in der Markthalle Acht.

Pink, pink und nochmals pink wird es bei „Coockies Cupcakes“ im Viertel.

Farbenfrohe Cupcakes in verschiedensten Sorten und Formen werden hier

mit viel Liebe zum Detail hausgemacht. Ob Hochzeiten, Babypartys oder

einfach nur so, hier kommen alle Schleckermäuler voll auf ihre Kosten.

Die Böttcherstraße, jeder Bremer kennt sie und auch weit über die Grenzen

Bremens hinaus ist das einzigartige Gesamtkunstwerk aus Baudenkmälern

und kreativen Geschäften bekannt. Susanne Gerlach ist die Geschäftsführerin

der Böttcherstraßen GmbH und erzählt uns mehr über die Geschichte

der heimlichen Hauptstraße Bremens.

Wir wünschen einen wunderschönen Start in den Frühling und vielleicht

findet der ein oder andere ja auch das passende Frühlingsoutfit.

Mit den besten Grüßen aus der BREMISSIMA-Redaktion

Unser Angebot

Premium-Gleitsichtgläser

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modeTrends 2018

Als keiner Sonnenstrahl in den momentan

noch etwas kühlen Frühjahrstagen stellen wir

die frisch eingetroffene Frühjahrs-/Sommerkollektion

der Bremer Mode.Experten vor. Einen

Tag lang haben wir die neuen Trends der Saison

fotografiert.

Gesamtkunstwerk

Die Böttcherstraße gehört

unumstritten zu den beliebtesten

und meistbesuchten

Sehenswürdigkeiten Bremens.

Susanne Gerlach, die Geschäftsführerin

der Böttcherstraßen

GmbH erzählt uns

die Geschichte des wunderschönen

und einzigartigen

Gesamtkunstwerks.

Traumjob Model

Der Traum vieler junger Mädchen: ein

Leben als Model. Tabea und Anna aus

der Hamburger Modelagentur Louisa

Models sprechen mit uns über ihre Zukunftspläne.

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Beruf Barmaid

neue Jazz-ikone

Hübsche Zombies

Cupcakes

starfotograf

Die Barmanagerin

Tatjana Rettig ist seit

mehr als 20 Jahren in

der Gastronomie zu

Hause. Ihr neuestes

Projekt ist die Aperitivo

Bar „M8“ in der

Markthalle.

Die US-Amerikanerin

Cécile McLorin

Salvant gilt bei vielen

Kritikern als legitime

Nachfolgerin der

Jazz-Ikonen Billie

Holiday und Ella

Fitzgerald.

Kreative Make-ups

und Special Effects

schminkt Stylistin

Krisztina Kismic.

Außerdem unterrichtet

sie, wie man Leute

vom Model bis zum

Zombi verwandelt.

Die kleinen Törtchen

werden hier in den

buntesten Farben,

außergewöhnlichsten

Formen und verschiedensten

Geschmacksrichtungen

mit viel

Liebe gebacken.

Set-Designerin Lara

Packheiser hat für

den Starfotograf Peter

Hönnemann auf dem

Kampnagel-Festival

in Hamburg Kulissen

und Kostüme aus Papier

und Stoff gebaut.

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AZ_Pier6_BM_02-18_Layout 1 19.02.18 09:54 Seite 1

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Inhalt

P 6

Pier

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Meer als gutes Essen

12 Frisch gemischt

Ausgesuchte Trends und News für Bremerinnen

26 Fashion

Der Bremer Modeeinzelhandel stellt seine frisch

eingetroffene Frühjahrs-/Sommerkollektion vor

40 Angepackt

Mit der Aperitivo-Bar „M8“ hat die Barmeisterin

Tatjana Rettig ein neues Projekt begonnen

46 Auf Kultour

Konzerttipps und Comedy von der Redaktion

für Sie zusammengetragen

50 Pole Position

Die Böttcherstraße gehört zu den meistbesuchten

Sehenswürdigkeiten in Bremen. Susanne Gerlach

ist die Geschäftsführerin der Böttcherstraßen GmbH

56 Frauenzimmer

Krisztina Kismic verwandelt ihre Kunden

von Models bis Zombies

60 Küchenglück

Cupcakes in allen Variationen gibt es bei

„Coockies Cupcakes“ im Viertel

64 Fashion Backstage

Set-Designerin Lara Packheiser ist unterwegs mit

Starfotograf Peter Hönnemann auf dem Kampnagel

in Hamburg

Ahoi!

Das Restaurant PIER 6 im

Herzen von Bremerhaven

erwartet Sie mit einer

modernen Atmosphäre

direkt an der „Waterkant“.

Gastgeber Steffen Heumann

und sein Team werden Sie

mit traditioneller deutscher

Küche und einem Hauch

von mediterranen

Einflüssen begeistern.

Genuss pur!

Montag bis Samstag

von 10 bis 23 Uhr geöffnet.

Sonntags geschlossen.

Barkhausenstraße 6 | 27568 Bremerhaven

Tel. (0471) 48 36 40 80

www.pier6.eu

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IMPRESSUM

Herausgeber:

Lars Hendrik Vogel

Verlag:

Chefredakteur:

redaktionsleitung:

Titelfoto:

Redaktion:

illustrationen:

Fotos:

Anzeigen:

VOGEL MEDIA

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

T. +49 (0)421 200 75 90

F. +49 (0)421 200 75 99

Lars Hendrik Vogel [V.i.S.d.P.]

lhv@bremissima.de

Annette Rauber

Birgit Rehders

Julia Rücker

Ina Seyer, www.inaseyer.de

Krisztina Kismic (Haare & Make-up)

Mit freundlicher Unterstützung

der Wiethe Group, www.wiethe.com

Esther Bieback

Cynthia Hoedoro

Anke Juckenhöfel

Tania Melms

Annette Rauber

Birgit Rehders

Annika Rossow

Julia Rücker

Ira Scheidig

Diana Meyer-Soriat

www.sketchnotes-by-diana.com

Ina Seyer

Vera Döpcke

Marta Urbanelis

Lars Hendrik Vogel

lhv@bremissima.de

Julia Rücker

j.ruecker@bremissima.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 01/2018

26.000 Euro für die

BREMER ENGEL

w Das 50-jährige Bestehen der Wempe-Niederlassung in Bremen war

Anlass für das Traditionsunternehmen, eine besondere Wohltätigkeitsaktion

ins Leben zu rufen. Zur Unterstützung der BREMER ENGEL

– das sind zehn mobile Kinderkrankenschwestern, die es chronisch und

schwerstkranken Kindern ermöglichen, schneller aus dem Krankenhaus

nach Hause entlassen zu werden – hat Juwelier Wempe exklusiv das

Uhrenmodell „Zeitmeister Weltzeit Bremen“ und den Anhänger „Bremer

Flügel“, den es in drei Ausführungen gibt, designt. Der Erlös aus dem

Verkauf der Liebhaberstücke geht direkt an das Projekt BREMER EN-

GEL der Erika Müller Stiftung. „Wir haben unseren 50. Geburtstag zum

Anlass genommen, chronisch und schwerstkranke Kinder sowie deren

Eltern zu unterstützen. Das Feedback der Bremerinnen und Bremer zu

der Uhr und den Schmuckstücken war unglaublich positiv. Wir möchten

uns bei allen bedanken, die geholfen haben, dass eine so hohe Summe

zusammengekommen ist“, sagt Denise Gross, Wempe-Geschäftsführerin

in Bremen.

Bereits seit 2008 sind die BREMER ENGEL mit zwei Kinderkrankenschwestern

an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum

Links der Weser vertreten. Mit der Spende von rund 26.000 Euro wird

nun der Einsatz eines BREMER ENGELS dort anteilig für weitere zwei

Jahre finanziert. Für Dr. Martin Claßen, Chefarzt der Klinik für Kinderund

Jugendmedizin Links der Weser, ein Grund zur Freude: „Pro Jahr

behandeln wir rund 3.300 Kinder stationär und zusätzlich etwa weitere

2.000 in der Tagesklinik. Viele von ihnen sind chronisch krank, was sie

mal mehr, mal weniger gravierend belastet – und das nicht selten ein

Leben lang. Ihre Therapie ist deshalb in der Regel auch zu Hause fortzuführen.

Dafür brauchen wir die Engel“, betonte er.

Gestaltung:

VOGEL MEDIA

Art-Director:

Stevie Schulze

Druck:

Druckerei Girzig+Gottschalk

28309 Bremen, www.girzig.de

Erscheinungsweise:

alle zwei Monate, kostenlose Abgabe in Fachgeschäften,

öffentlichen Einrichtungen usw.

Rechte:

Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bilder,

Dateien und Datenträger. Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen

und Leserbriefen bleiben vorbehalten. Zuschriften und Bilder

können ohne ausdrückliche Vorbehalte veröffentlicht werden.

Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung und

Quellenangabe gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung

liegen beim Verlag.

ISSN 2364-3498

www.bremissima.de

Das nächste bremissima Magazin erscheint

am 30. April 2018

Made with w in Bremen

Freuten sich über die Wempe-Spende, die Geschäftsführerin Denise

Gross (2. v. l.) persönlich überreichte: Dr. Martin Claßen (l.) und Beate

Tinnemeyer (3. v. l.), BREMER ENGEL-Kinderkrankenschwester an

der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der

Weser, mit Svenja Hösel (2. v. r.), Mitglied des erweiterten Vorstands

der Erika Müller Stiftung, und Marc Aberle, stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der BREMER ENGEL sowie Enkel der Stifterin.

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FÜR SIE

RESERVIERT:

PROBEGUTSCHEIN

IM WERT VON

85 Euro

Eröffnung der BEWEI Lounge

BREMEN-MITTE

w Mit großer Freude und zahlreichen Gästen startete

am 19. Januar die BEWEI Lounge Bremen-Mitte. BEWEI

Firmengründerin Marion Jörgens (Foto oben) kam eigens

nach Bremen, um mit Michael Wenger die neue Lounge in

der Wandschneiderstraße zu eröffnen. Die Präsentation des

innovativen BEWEI-Vitalitätskonzepts und die wunderschöne

Location sorgten für beste Stimmung! BEWEI ist

ein einzigartiges Konzept, mit dem man den Körperunfang

reduzieren, Cellulite besiegen und die Haut straffen kann.

Das ganzheitliche Bodyforming Concept, bestehend aus

Radio-Frequenzbehandlung, Lymphdrainage, Ernährungsanalyse

und Gesundheitsberatung, verbessert ohne große

Anstrengung, ohne Diät oder gar Operation in entspannter,

ruhiger Atmosphäre deutlich sichtbar und nachhaltig die

Figur. Die Behandlung erfolgt völlig bekleidet und ist für

Frauen und Männer.

www.bewei-bremen-mitte.de

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25. März 2018

Bio-eis, Kaffee, Frische

Milch zum Selberzapfen,

Kunst & Kultur

im Bremer Blockland

www.snuten-lekker.de

Blocklander Eisdiele · Niederblockland 6 · 28357 Bremen

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unser Buchtipp

DIY Couture

Einfach nähen ohne Schnittmuster

w Anhand ihrer bewährten Bildanleitungen stellt uns Rosie Martin

fünfzehn neue Do-it-yourself-Projekte vor. Und auch diesmal werden

weder Schnittmuster noch kompliziertes Schneidervokabular benötigt.

Die Besonderheit: Alle Entwürfe basieren auf drei simplen geometrischen

Formen – aus rechteckigen, kreisförmigen und dreieckigen Stoffteilen

entstehen ganz einfach, Schritt für Schritt, Glockenrock, Flügeltop,

Puzzle-Sweater und viele andere individuelle Einzelstücke. Eine kurze

Einführung vermittelt Grundlagenwissen über die benötigten Werkzeuge,

Techniken, Maße und Stoffe. Die leicht verständlichen Anleitungen

verhelfen Nähneulingen wie Fortgeschrittenen schließlich zum perfekt

sitzenden Lieblingskleidungsstück. Darüber hinaus liefert dieses außergewöhnliche

Nähbuch zahlreiche Anregungen für Variationsmöglichkeiten

und lässt unbegrenzt Raum für eigene Vorstellungen und Einfälle. Denn:

„Wer selbst Kleider machen kann, hat die Freiheit, alles zu tragen – jede

Farbe, jeden Schnitt!“

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Unter unseren Facebook-Freunden

verlosen wir ein Exemplar von

„DIY Couture“

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Also: liken, teilen & gewinnen

DUMONT Verlag

ISBN 978-3-8321-9903-6

Euro 25,00

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Fortbildungen in der

Aqua Fitness Akademie

w In diesem Jahr ist die Bremer Bäder GmbH mit einer

Neuauflage der Aqua Fitness Akademie gestartet. Die Akademie

richtet sich an Trainer, Übungsleiter, Therapeuten sowie

an sportlich Ambitionierte, die Trainer werden wollen.

Damit will die Bädergesellschaft der gesteigerten Nachfrage

nach hochwertigen Fortbildungen im Bereich der Aquagymnastik

Rechnung tragen und das Angebot der bisherigen

Qualifizierungsmöglichkeiten weiter ausbauen. Sämtliche

Fortbildungsangebote enthalten sowohl praktische als auch

theoretische Elemente. Falls nicht anders angegeben, können

zukünftige Trainer nach erfolgreicher Teilnahme die

Aquagymnastikkurse sicher planen und durchführen.

Der aktuelle Fortbildungskalender der Bremer Bäder GmbH

hält vorerst folgende Weiterbildungsangebote bereit: Aqua

Fitness Trainerausbildung (zwei Teile, können auch einzeln

absolviert werden), Kleinkindschwimmen, SUP-Fitness,

Aqua Babybauch, Aqua Jump Workshop sowie Aqua Fitness

Marathon. Anmeldungen und Fragen zur Aqua Fitness

Akademie sind per E-Mail über akademie@bremer-baeder.

de, in den Schwimmbädern und im Bremer Bäder-Shop bei

Karstadt Sports möglich. Eine Preisübersicht der einzelnen

Fortbildungen ist auf www.bremer-baeder.de zu finden. Die

Bädergesellschaft sucht auch regelmäßig nach qualifizierten

Trainern für die Kurse. Bewerbungen werden ebenfalls über

akademie@bremer-baeder.de entgegengenommen.

… für Kinder und Jugendliche im Stadtteil

Zukunft gestalten heißt, Kinder und Jugendliche zu fördern.

Bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt.

Einsendeschluss: 31. März 2018.

Weitere Infos und die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter:

www.sparkasse-bremen.de/gemeinsamgut

oder Telefon 0421 179-0

Stark. Fair. Hanseatisch.

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Faszination Galopprennsport – eine Ära geht zu Ende

w Der Bremer Rennverein wurde

vor 161 Jahren von Bremer Kaufleuten

gegründet, damals noch als „Bremer

Reit-Club“. Von 1858 bis 1900 fanden

die Rennen auf dem Hastedter Suhrfeld

statt, danach ging es in die Bremer

Vahr, wo 1907 nicht nur der Titel

„Bremer Reit-Club“ zum „Bremer

Rennverein 1857“ wechselte, sondern

auch die wunderschöne Tribüne mit

1000 Sitzplätzen auf dem Gelände

erbaut wurde.

Nun heißt es für den Rennsport in

Bremen Abschied nehmen und welcher

Termin wäre da passender geeignet als

der traditionelle Karfreitag. An diesem

Tag finden seit 1980 nur Rennen in

Bremen statt und in der Hansestadt

führte dieser Umstand zu einem Alleinstellungsmerkmal

in Deutschland.

Mit dem 30. März 2018 folgt nun der

Abschlussrenntag einer 161-jährigen

langen Tradition. Gemeinsam mit den

Aktiven, Partnern und Fans möchten

wir einen würdigen und fröhlichen

letzten Renntag verbringen.

Das erste Rennen wird bereits um 11:10

Uhr gestartet. Das Letzte der insgesamt

neun Rennen ist für 15:30 Uhr vorgesehen

und auch für die kleinen Gäste

wird es erneut ein tolles Kinderprogramm

geben, sowie die traditionellen

1.111 Osterhasen.

„Wir schauen mit einem lachenden und

einen weinenden Auge auf diesen Tag

und würden uns über viele Besucher

freuen. Ein langer Kampf endet mit

einen würdigen Ausklang“, so Tonya

Rogge – Präsidentin des Rennvereins

1857 e.V.

www.galopprennbahn-bremen.de

Trendige Handyhüllen

wInspiriert von den neuesten Modemessen

und Laufstegtrends, entwickelt

iDeal Of Sweden stylische Handy-

Accessoires. Das Handy, das einst ein

Statussymbol war, ist heutzutage bei

Weitem das meistgenutzte Alltagswerkzeug;

aufgrund seiner Beliebtheit

und wichtigen Rolle in unserem Leben

rücken auch die Handyhüllen immer

weiter in den Vordergrund. Die schwedische

Mode- und Lifestylemarke kombiniert

Funktionalität mit Design.

www.idealofsweden.de

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Edle Wäsche

w Im Jahr 2005 zog es Iselin Crass mit ihrer Geschäftsidee

an den schönen Einkaufsboulevard Am Wall. Auf

zwei Etagen lässt sich ein sorgfältig und individuell ausgesuchtes

Sortiment entdecken. Luxuriöse Dessous, kuschelige

Homewear und Bademoden aus edler Seide, feinster

Baumwolle und Hightech-Fasern schmiegen sich an wie

eine zweite Haut.

Iselin Crass: ,,Frauen müssen heute in allen Lebenslagen

das Äußerste leisten – Kinder, Job, Karriere. Da ist es

wichtig, sich ein Stück Luxus zu gönnen, denn dies gehört

unbedingt zur Lebensqualität. Ich denke, wir haben es uns

wirklich verdient.“

Die Inhaberin legt besonderen Wert auf Service und

persönliches Engagement. Die hell und frisch wirkende

Boutique bietet genug Raum für Diskretion und Intimität,

welches eine unverwechselbare private Atmosphäre

erzeugt. Nicht umsonst erhielt „Iselin Crass, slips & styles“

im Frühjahr 2008 den Branchen-Oscar „Sterne der Wäsche“

von der Fachzeitschrift Sous. Die Komposition aus

einem Service de luxe im Zusammenspiel mit exklusiven

Labels überzeugte 21 internationale Jurymitglieder und

kürte das Geschäft zu einem der zehn Besten in der Kategorie

Konzept.

www.iselin-crass.de

„Ein Ort, klein und überschaubar, der Kundinnen

mit Wärme und Verständnis empfängt,

mit Ruhe und Gelassenheit, mit einem Lächeln,

mit schönen Dingen nur für sie, mit einem

Rückzugsort und dem besten Licht, das ihre

Schönheit erstrahlen lässt. Mit den richtigen

Größen, mit Gesprächen und viel Lachen mit

anderen Frauen …

Mit der besten Lösung für Frauen in besonderen

Situationen!”

Jörg Butschek & Swantje Markus

Kompetenzbereich für die Frau

• Mamma-Vital

• Brustprothetik

• Still-Bhs

• Spezial-Wäsche und Bademode

• Einfühlsame Beratung für Frauen

in besonderen Situationen

Eva by butschek

Stresemannstraße 52

28207 Bremen

Tel.: 0421 98 53 83 0

eva@butschek-ot.de

www.butschek-ot.de

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Lena & Alex: Mit Kleinkind um die Welt

w Oh nein, die Hälfte unserer Reise liegt schon hinter

uns! Die Zeit vergeht beim Reisen einfach viel zu

schnell. Diese wunderschönen Länder haben wir bislang

schon bereist: Südafrika, Japan, Südkorea, Vietnam,

Kambodscha, Thailand und Australien. Zurzeit

sind wir auf Bali und die weiteren Länder, die wir erkunden

werden, sind Neuseeland, Chile, Peru, Ecuador

und Kuba.

In Thailand haben wir unseren Open Water Driver-

Tauchschein auf der tollen Insel Koh Tao gemacht.

Nirgendwo auf der Welt machen so viele Leute ihren

Tauchschein wie dort. Wahrscheinlich, weil es so günstig

ist. Wir hoffen, dass wir auf unserer Reise nun noch

häufiger tauchen gehen können.

Halbzeit

Über Weihnachten und Neujahr besuchten uns Oma,

Opa, Onkel Barney und Tante Emma. Mathilda freute

sich wahnsinnig und es gefiel ihr, immer jemanden zum

Spielen zu haben.

Nachdem wir leider viel zu schnell Abschied nehmen

mussten, ging für uns die Reise in den Norden Thailands

nach Chiang Mai. Diese Stadt ist sofort eine unserer Lieblingsstädte

geworden: Die hunderten alten Tempelanlagen,

die Atmosphäre und der Nightmarket. Mathildas

Highlight war ein Ausflug zu einem Elefantencamp, wo

wir diese riesigen Giganten fütterten und mit ihnen badeten.

Seit diesem Tag erzählt sie mindestens einmal am Tag

von den „Türüs“ (Elefantenlaut). Von Bangkok aus flogen

wir dann nach Melbourne.

Wir verließen Südostasien mit einem weinenden und einem

lachenden Auge: Unser dreimonatiges „Luxusleben“

ist nun vorbei: Nicht mehr jeden Tag essen gehen und in

Hotels schlafen! Dafür aber ein neues Land mit wunderbarer

Landschaft, wieder mehr europäisches Leben und

eine neue Art des Reisens kennenlernen, einen Monat im

Campervan leben und herumreisen.

In Melbourne angekommen, herrschten dort Regen und

16 Grad. Wir waren etwas schockiert und hofften, dass es

jetzt nicht die ganze Zeit so sein würde. Schließlich waren

wir auf australischen Sommer mit Sonne und Hitze eingestellt

und hatten dementsprechend Anziehsachen dabei.

Aber schon in den nächsten Tagen in Richtung Sydney

wurde es wärmer und die Sonne kam heraus. Unser Ziel

war Cairns. Das bedeutete, vor uns lagen 5.600 Kilometer

Ostküste von Australien und vier Wochen Zeit.

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Fast jeden Tag fuhren wir zwei Stunden mit unserem kleinen

Campervan, natürlich nutzen wir jede Gelegenheit, um

an den wunderschönen Stränden zu baden, zu surfen und

Sandburgen zu bauen. Australien hat wirklich wunderschöne

Strände, verrückte Tiere und einzigartige Landschaften.

Diese Vielseitigkeit des Landes begeisterte uns und wir haben

uns in das Land und unseren Campervan verliebt. Die

drei großen Städte Melbourne, Sydney und Brisbane sind tolle

Orte, die einzelnen Strände von Sydney bis nach Brisbane

sind fast menschenleer und verzaubern mit klarem Wasser

und weißem Sandstrand. Im Norden Australiens wird man

mit riesigen Regenwäldern und dem Great Barrier Reef belohnt.

Jeden Abend vor dem Schlafengehen zeigt Mathilda uns jetzt

den „Mon“ (Mond) und auch sonst macht sie sprachlich immer

mehr Fortschritte, sodass das Reisen und allgemein alles

noch einfacher wird. Das Baden im Meer und immer

Mama und Papa um sich herum zu haben, genießt sie,

glauben wir, sehr. Sie wird sich umsehen, wenn sie

dann im August in die Krippe muss… Und wir wissen

sowieso gar nicht, wie wir wieder in eine 40-Stunden

Woche einsteigen sollen!

Weitere Reiseinformationen kannst du auch auf Instagram

„around_the_world_with_family“ verfolgen.

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Fashion Trends aus dem Viertel

w Das Bremer Viertel ist bekannt für viele kleine gemütliche

Restaurants, Cafés und individuelle Läden. An der

Sielwallkreuzung findet ihr das Stilhaus Bremen, dass sich

vor fünf Jahren mit den Schwestern Lena und Anna Holzmann

neu erfunden hat. Nach der Übernahme wurden neue

Labels dazugenommen, das Sortiment wurde aufgefrischt

und erweitert.

Dafür sind die beiden das ganze Jahr auf der Suche nach den

schönsten Kollektionen und Eyecatchern. Nicht nur Fans

von dezenten Styles, sondern auch Liebhaber von aktuellen

Trends kommen auf ihre Kosten. Die Kollektionen umfassen

lässige und elegante, aber dennoch feminine Styles, Must-

Haves, Street Styles und Basics, die in keinem Kleiderschrank

fehlen dürfen. Auch für den modernen Mann lohnt

sich ein Besuch. Mit den Marken Solid! und Tailored hat das

Stilhaus Bremen eines der Coolsten Labels aus Dänemark

vertreten. Auf Facebook und Instagram findet ihr eine Auswahl

der neuesten Artikel, so bliebt ihr immer UpToDate.

Stilhaus Bremen, Am Dobben 79, 28203 Bremen

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Verkaufsoffener Sonntag mit

Aktionen und Livemusik

w Anlässlich ihres 20. Geburtstages veranstaltet die Domshof-Passage

in der Bremer Innenstadt am Sonntag, 25. März,

von 13 Uhr bis 18 Uhr eine große Geburtstagsfeier mit attraktiven

Aktionen der ansässigen Einzelhändler und Musik mit

dem beliebten Bremer Trio Ocean’s 3.

1998 eröffnete die Domshof-Passage nach ca. zweijähriger

Bauzeit auf einem bislang von der Deutschen Bank genutzten

Areal. Die 70 Meter lange Passage ist Teil des Katharinen-

Viertels und verbindet die Sögestraße mit dem Domshof.

Dank ihrer geschmackvollen Architektur gehört sie zu den

schönsten Passagen Bremens. Täglich passieren tausende

Menschen die Domshof-Passage, denn unter dieser Adresse

präsentieren sich ausgewählte Geschäfte mit exklusiven

Sortimenten: von edlem Schmuck, exklusiver Mode und

trendigen Schuhen über geschmackvolle Lingerie, hochwertige

Unterhaltungselektronik und besondere Lederwaren bis

hin zu kulinarischen Besonderheiten oder auch dekorativen

Wohnaccessoires.

Am verkaufsoffenen Sonntag am 25. März feiert die Domshof-Passage

ihr nunmehr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem

Anlass locken die ansässigen Einzelhändler nicht nur mit

attraktiven Rabatten, vielmehr gibt es auch interessante

Extras: Beim Kauf eines Zippo-Feuerzeugs gibt es bei M.

Niemeyer Cigarren eine Gravur der Initialen gratis und

Wolford verziert Legwear auf Wunsch kostenlos mit schillernden

Buchstaben aus Swarovski-Kristallen, um nur ein

paar zu nennen. Zudem spendiert die Domshof-Passage jedem

Besucher ein Stück von der großen Geburtstagstorte (solange

der Vorrat reicht). Für musikalische Unterhaltung sorgt

während der gesamten Zeit das Bremer Trio Ocean’s 3. Neben

Titeln aus dem American Songbook von Frank Sinatra, Dean

Martin, Sammy Davis jr. Und Elvis Presley präsentieren Frank

Fiedler (Gesang), Dominik Kroll (Piano) und Mathias Klenke

(Kontrabass) deutschsprachige Pop-Songs und Chansons von

Udo Jürgens bis zu Annett Louisan, Roger Cicero, Andreas

Bourani und der Münchner Freiheit.

AQUATRAINING:

NEUE KURSE STARTEN

> Trendkurse, Klassiker & Gerätetraining

> Einstieg jederzeit möglich

> Auswahl aus fast 20 Disziplinen

Jetzt buchen: Im jeweiligen Bad

oder im Bremer Bäder-Shop bei

Karstadt Sports.

www.bremer-baeder.de

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Neues aus der

Markthalle acht

Mezze & Liebe

Urban Beef Club

w Martin, gelernter Koch und Herr über Pfannen und

Töpfe im Urban Beef Club, hat sich mit Haut und Haaren

seiner Leidenschaft, dem Kochhandwerk, verschrieben.

Die Zubereitung hochwertiger Lebensmittel, geliefert von

ausgewählten Erzeugern aus der Region, die Themen wie

Nachhaltigkeit, Herkunft, Ursprung und Handwerk noch

achten und schätzen, steht bei seiner Arbeit im Urban Beef

Club im Fokus.

Der Name verrät es schon: Im Urban Beef Club dreht sich

alles rund ums Thema Fleisch. Frische Burger mit immer

wieder wechselnden Zutaten, mal mit leckerem Pulled Beef,

mal mit Pulled Pork und gerne auch saisonal geprägt mit

Zutaten wie Grünkohl oder anderen ausgesuchten Zutaten

verfeinert, stehen beim Urban Beef Club auf der Speisekarte.

Ergänzt wird das Speisenangebot im integrierten Cityhofladen

des Urban Beef Club um ein reichhaltiges Sortiment

frischer und in Handarbeit hergestellter

Produkte. Neben hausmacher

Leberwurst über Sülze, bis

hin zu Suppen und Eintöpfen,

alles frisch hergestellt vom Hof

Pleus aus Prinzhöfte, steht hier

ebenfalls das Thema Fleisch im

Mittelpunkt.

Der Urban Beef Club – die erste

Adresse rund ums Thema Fleisch

in der MARKTHALLE ACHT.

w Seit März 2017 ist Ilker Üstüay mit „Mezze & Liebe“

in der MARKTHALLE ACHT vertreten. Ilker präsentiert

an seinem Marktstand die türkisch-arabische

Küche – immer frisch, immer leidenschaftlich und

garantiert immer lecker. So wie er es von seiner Mutter,

seinem Vater und seinen Großeltern aus frühester Kindheit

kennt. „Es sind die frühen Erinnerungen an einen

reich gedeckten Esstisch mit vielen kleinen Schalen, viel

Gelächter, wenig Regeln und dem Teilen der Speisen.

Essen war immer Leidenschaft, Vielfalt, Gesprächsanlass

und hat Familie und Freunde zusammengebracht“,

erklärt Ilker seine Passion für die türkische Küche.

Weit weg von Döner und Co. serviert Ilker mitsamt

Team seinen Gästen traditionell türkisch-arabische

Vorspeisen, auch bekannt als „Mezze“. Ergänzt wird sein

Angebot um hausgemachte Wraps, frische Salate und

schmackhafte Suppen. Dabei ist Ilker immer offen für

neue Varianten seiner Speisen. So lässt Ilker gern auch

die kulinarischen Einflüsse der Hansestadt in seine

Küche miteinfließen.

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Just say Pizza

w Auf ein Wort: Pizza. Wo der Name Programm ist, bedarf

es keiner weiteren Erklärungen. Mit über 25 Jahren Gastroerfahrung

ist David das Gesicht von „just say PIZZA“ in der

MARKTHALLE ACHT. Hier wird traditionelles Pizzahandwerk

groß geschrieben. Gleichermaßen genießt die Experimentierfreude

bei „just say PIZZA“ einen hohen Stellenwert.

So werden klassische Rezepte immer wieder neu interpretiert,

verändert und optimiert. Als Resultat führt „just say

PIZZA“ ein breites Angebot unterschiedlicher New York

Style- und Bar-Pizza-Spezialitäten auf der Speisekarte.

Neben der Auswahl erlesener Zutaten wie etwa

hochwertiger Kuh- oder Büffelmozzarella, Scamorza

oder unterschiedliche Hartkäsespezialitäten

lebt die Pizza insbesondere durch

den dünn in der Stahlpfanne ausgerollten

Sauerteig, der durch die zuvor mindestens

48-stündige Kaltfermentation während

des Backens besonders knusprig aufgeht.

So geht Stück für Stück, immer frisch und

immer lecker, wie von selbst von der Hand

in den Mund.

bremissima


24

Vom Deich in den Stall

w Die Deichmanufaktur ist umgezogen in die Borgfelder

Landstraße 4, auf den Klattehof. Das Ambiente des ehemaligen

Kuhstalls mit seinen alten Balken passt genau in das

Konzept und bietet allen großen und kleinen Künstlern

die wunderbare Möglichkeit, kurzweilig kreative Zeit zu

verbringen und ganz individuelle Keramiken entstehen zu

lassen. Die Symbiose, die hier mit dem Hofladen und dem

Café von Heike Klatte eingegangen wurde, kann besser

nicht sein. Ein leckeres Stück Käsekuchen zum Malen – ein

Träumchen! Die neuen Räume bieten bis zu 27 Plätze und im

Sommer kommen zusätzliche Außenplätze hinzu. „Endlich

können uns auch größere Gruppen für

Junggesellinnenabschiede, Firmenoder

Geburtstagsfeiern mit 20

Teilnehmern besuchen und an

einem Tisch sitzen, um gemeinsam

eine schöne Zeit

zu verbringen“, schwärmt

Gabriele Appel. „Auch

bieten wir jetzt eine

noch größere Auswahl an

Keramiken und Farben

an“. Jeder ist herzlich

willkommen, die wunderschönen

neuen Räume

zu besuchen und kreativ zu

werden.

www.deichmanufaktur.de

bremissima


Promotion

25

Jetzt bei uns einsteigen!

KüchenplanerInnen

und VerkäuferInnen per sofort gesucht.

Gerne auch QuereinsteigerInnen!

Bewerben Sie sich jetzt direkt

bei Dirk Meyer, meyer@meyer-rojahn.de

Traumküchen bei Meyer & Rojahn

w Auf die Frage nach dem Mittelpunkt

des Hauses oder der Wohnung

haben die meisten Menschen

vor einiger Zeit sicherlich noch mit

„Wohnzimmer“ geantwortet. Heute ist

das ein bisschen anders. Denn heute

spielt sich das Leben immer häufiger in

der Küche ab. Hier wird gekocht, sich

unterhalten, gefeiert, getrunken – und

je schöner die Küche selbst ist, desto

wohler fühlen wir uns natürlich.

Absolute Spezialisten der Kücheneinrichtung

ist die Meyer & Rojahn

GmbH: Seit mehr als 35 Jahren macht

das familiengeführte Fachgeschäft

Menschen mit einer eigens auf sie zugeschnittenen

Küche glücklich. Besonders

wichtig ist, dass bei der Planung

nicht nur die jeweiligen Ansprüche an

die Küche erfüllt werden, sondern auch

die Individualität der Menschen zum

Ausdruck kommt.

Beratung, Planung, Montage

aus einer Hand

Geschäftsführer Dirk Meyer (Foto)

ist bereits vor über 15 Jahren in das

Unternehmen seines Vaters Dieter

Meyer und dessen Partner Wolfgang

Rojahn eingestiegen. Er weiß, dass Stil

und Charakter einer Küche genauso

wichtig sind wie Funktionalität, Ergonomie

und Bequemlichkeit. Ob außergewöhnliche

Materialien, kräftige

Farbtöne und eine außergewöhnliche

Optik oder doch lieber traditionelle

Formen und Farben: Neben hochwertigen

Einbauten und Geräten spielt

bei der Küchengestaltung auch der

persönliche Geschmack der Kunden

immer eine große Rolle. Und erlaubt

ist, was gefällt! Damit die Qualität

genauso stimmt, begleiten er und sein

Team den Weg zur Traumküche von

Anfang an. Nach der ersten Beratung

folgt eine Besichtigung vor Ort, eine

maßgeschneiderte Küchenplanung und

die professionelle Endmontage – alles

aus einer Hand, kompetent, schnell

und mit einem guten Blick für Details.

Übrigens: Wer noch gar nicht so genau

weiß, wie die Traumküche eigentlich

aussehen soll, kann sich in der umfangreichen

Küchenausstellung bei Meyer

& Rojahn inspirieren lassen.

Meyer & Rojahn GmbH

Friedrich-Ebert-Straße 26

28199 Bremen

www.meyer-rojahn.de

bremissima


26

Bremer

frühlings

mode

Obwohl wir noch etwas frostige

Temperaturen haben, stehen in

der Fashionwelt alle Zeichen auf

Frühling. Ein neuer Look und frische

Farben müssen her! Der Frühling ist die

Zeit, in der die neuen Kollektionen der

Modehändler in die Läden kommen. Wir

haben mit Tabea und Anna, zwei Bremer

New-comerinnen von der Model-Agentur

LOUISA Models, einen Tag lang die frisch

eingetroffene Frühjahrs- und Sommer-

Kollektion der Bremer Mode-Experten

fotografiert.

Models: Anna & Tabea, LOUISA Models

Haare & Make Up: Krisztina Kismic

Location: Botanika, www.botanika-bremen.de

Projektleitung: Julia Rücker

LOUISA Models wurde 1981 von Louisa von Minckwitz in

München gegründet. Neun Jahre später folgte die Eröffnung

einer Zweigstelle in Hamburg. Neben der Vermittlung

weiblicher und männlicher Models wurde die Agentur

1992 mit der Abteilung Make-up Studio, heute LOUISA

Arts, erweitert. LOUISA Models zählt zu den erfolgreichsten

Agenturen Europas und betreut nationale und internationale

Kunden. Die Agentur ist seit Jahren Begleiter vieler

großer Modelkarrieren, wie der des deutschen Topmodels

Julia Stegner. LOUISA Models ist bekannt für die Entdeckung

und Förderung neuer Talente.

bremissima


Fashion

27

Julia Rücker /

Ina Seyer

Wie seid ihr zu LOUISA Models gekommen?

Tabea: Ich war ein Jahr lang als Austauschschülerin

in Amerika. Dort wurde

ich immer wieder angesprochen und

gefragt, ob ich Model bin. Zurück in

Deutschland habe ich mir gedacht, wieso

eigentlich nicht? Ich bin dann zum

offenen Casting zu LOUISA Models

gegangen und ein paar Stunden später

kam schon der Anruf - ich bekomme einen

Vertrag! Das ist jetzt zweieinhalb

Jahre her.

Anna: Das erste Mal wurde ich von einem

Modelscout von der Agentur Elite

Model Management London angesprochen.

Damals war ich erst 13 Jahre alt.

Das fand ich persönlich viel zu jung. Vor

gut eineinhalb Jahren hat mich dann

die Tochter von Louisa von Minckwitz

in einer Bar in Berlin angesprochen. Zu

dem Zeitpunkt war ich 17 und konnte

mir das Modeln inzwischen gut vorstellen.

Was ist in euren Augen die derzeit angesagteste

Modestadt?

Tabea: Ich persönlich würde sagen

New York und Paris. Hier sehe ich die

coolsten Styles und lasse mich auch

selbst inspirieren.

Anna: Definitiv New York! Da kommen

alle Trends her. Nicht nur was die

Mode betrifft, sondern auch viele Cafés

und Foodtrends. Was man in New

York sieht, wird früher oder später auch

bei uns gehypt. Von der Mode her eindeutig

Paris.

Welche Rolle spielt das Social Media?

Tabea: Das ist ziemlich wichtig geworden.

Einige Kunden von großen Marken

entscheiden sogar danach, wie viele

Follower ein Model hat. Es verändert

gerade die Modewelt - ob positiv oder

negativ, ist schwer zu sagen. Ich habe

auch schon mitbekommen, dass sich

Models Follower gekauft haben.

Anna: Absolut wichtig! Ich selber werde

bei Castings oft nach der Anzahl

meiner Follower gefragt. Auf der einen

Seite finde ich es gut, da die Models zusätzlich

eine Möglichkeit haben, sich

zu vermarkten und ein persönliches

Gesicht bekommen. Auf der anderen

Seite wird die Konkurrenz dadurch

deutlich größer, da inzwischen auch

schon erfolgreiche Blogger einige gute

Jobs bekommen. Es ist definitiv gerade

im Wandel.

Zur Zeit läuft die aktuelle Staffel von

„Germany´s next Topmodell“, schaut

ihr euch das an?

Tabea: Ja natürlich.

Anna: Bisher habe ich noch keine Folge

aus der aktuellen Staffel gesehen,

aber ich werde mir sicher noch welche

anschauen.

Wie nah sind solche Castingshows an

der Realität?

Tabea: Die Situation bei einem Casting

ist schon sehr ähnlich. Es ist ziemlich

stressig und die Konkurrenz ist groß.

Ansonsten sehe ich nicht viele Parallelen.

In der Sendung wird es immer

so dargestellt, als ob man als Model

alles mit sich machen lassen muss.

Ich habe da andere Erfahrungen

gemacht. Einmal bei einer Show

war mir ein Schuh zu groß und ich

konnte schlecht damit laufen. Es wurde

sich sofort darum bemüht, dass ich

einen anderen bekomme.

Anna: Viele Situationen werden überspitzt

dargestellt, es ist halt eine Unterhaltungssendung.

Die Castings laufen

allerdings sehr ähnlich ab.

Models essen nur Salat. Mythos oder

die Wahrheit?

Tabea: Ich habe Glück und bin von

Natur aus schlank. Ich ernähre mich

aber sehr gesund und mache viel Sport,

einfach, weil es mir und meinem Körper

gut tut. Nicht aus Sorge um mein

Gewicht.

Anna: Meine Ernährung ist gesund,

das war schon immer so. Natürlich

achte ich darauf, was ich esse, aber ich

nehme es nicht zu ernst. Oft wird uns

Models auch unrecht getan. Schlank

heißt nicht automatisch, dass wir den

ganzen Tag nur Salat essen.

Wie sind Eure Pläne für die Zukunft?

Tabea: Ich studiere aktuell und bin daher

fast jeden Tag an der Uni. Das Studium

steht zurzeit bei mir an oberster

Stelle. Wenn ich aber einen Job habe,

konzentriere ich mich natürlich voll

und ganz darauf. Dann heißt es meistens

sehr früh aufstehen, so ein Tag ist

dann sehr lang.

Anna: Ich schreibe gerade mein Abitur.

Danach plane ich ein bis zwei Jahre

Pause. In der Zeit möchte ich nach

New York gehen. Ich sammle gerade

Veröffentlichungen dafür. Danach

möchte ich aufjedenfall studieren.

bremissima

Tabea (links)

und Anna haben für

unsere Modestrecke

auf den folgenden Seiten

vor der Kamera

gestanden.


28

a´riva

Borgfelder Heerstraße 42c

28357 Bremen

Mo. bis Fr. 09:30 bis 13

und 15 bis 18:30 Uhr

Sa. von 09:30 bis 13 Uhr

(0421) 835 00 66

www.ariva-mode.de

Blazer: Coster Copenhagen € 149,95

Bluse: Coster Copenhagen € 119,95

Hose: Coster Copenhagen € 149,95

bremissima


fashion

29

Jacket: ICHI € 89,95

Rock: ICHI € 44,95

Pullover: Pieces € 29,99

Stilhaus

Am Dobben 79

28203 Bremen

Mo. bis Fr. 11 bis 18 Uhr

Sa. 11 bis 16 Uhr

(0421) 794 78 21

S

bremissima


30

Jacke: Parajumpers € 349,90

Jeans: DAWN € 159,90

Bluse: Lucky de Luca € 129,90

Sneaker: CANDICE COOPER € 199,90

Cape: UNMADE Copenhagen € 39,90

Tasche: brasi&brasi € 104,90

bremissima


fashion

31

Sailor & harbour

Am Längengrad 12

27568 Bremerhaven

Mo. bis Sa. von 10 bis 19 Uhr

(0471) 48 34 56 10

www.sailorharbour.de

Jumpsuit: DAWN € 179,90

Sneaker: SUPERGA € 109,90

Hut: UNMADE € 39,90

Tasche: UNMADE Copenhagen € 229,90

bremissima

Jeansjacke: Mos Mosh € 149,90

Top: 81hours € 49,90

Rock: ANONYME € 99,90

Schuhe: UNMADE Copenhagen € 129,90


32

Kleid: 0039 ITALY € 179,95

Pullover: CLOSED € 149,-

Mantel: CLOSED € 299,-

Pullover: CLOSED € 159,-

Hose: CLOSED € 229,-

Dannys

Wachmannstraße 72

28209 Bremen

Mo. bis Fr. 10 bis 13

und 15 bis 18:30 Uhr

Sa. von 10 bis 14 Uhr

(0421) 3 46 91 21

www.dannys-bremen.de

bremissima


fashion

33

Bluse: Ivi € 289,95

Jeans: Mos Mosh € 149,95

Gürtel: SF € 29,95

Schuhe: Marc Cain € 249,-

Tasche: Marc Cain € 199,90

Ristedt

Ansgaritorstraße 22

28195 Bremen

Mo. bis Fr. von 10 bis 19 Uhr

Sa. von 10 bis 18 Uhr

(0421) 131 75

www.ristedt.de

S

bremissima


34

Mariani design

Benquestraße 49

28209 Bremen

Mo. bis Fr. von 10 bis 18:30 Uhr

Sa. 10 bis 14 Uhr

(0421) 33 87 800

www.mariani-bremen.de

Bluse: CALIBAN € 249,-

Hose: CAMBIO € 179,90

Tuch: HEMISPHERE € 39,-

bremissima


fashion

35

Bellizima

Katharinenstraße 32/35

28195 Bremen

Mo. bis Fr. von 10 bis 19 Uhr

Sa. von 10 bis 18 Uhr

(0421) 56 63 60 30

www.bellizima.de

BH: SIMONE PÉRÈLE € 80,-

Slip: SIMONE PÉRÈLE € 50,-

Kimono: ESCORA € 100,-

BH: ESCORA € 90,-

String: ESCORA € 40,-

S

bremissima


36

Sweater: Marc Cain € 199,90

Top: Marc Cain € 89,90

Leggins: Marc Cain € 149,90

Boots: Marc Cain € 329,-

Sweatshirt: Marc Cain € 249,-

Hose: Marc Cain € 249,-

Sneaker: Marc Cain € 249,-

bremissima


fashion

37

Blazer: Marc Cain € 199,90

T-Shirt: Marc Cain € 169,90

Rock: Marc Cain € 149,90

Sandalen: Marc Cain € 199,90

Tasche: Marc Cain € 199,90

Marc cain store

Katharinenstraße 32/35

28195 Bremen

Mo. bis Fr. von 10 bis 19 Uhr

Sa. von 10 bis 18 Uhr

(0421) 27 60 82 13

bremissima


38

Kleid: Patrizia Pepe € 249,-

Sandaletten: Elisabetta Franchi € 259,-

Blazer: Patrizia Pepe € 329,-

Hose: Patrizia Pepe € 169,-

Top: Patrizia Pepe € 209,-

Pumps: Elisabetta Franchi € 269,-

bremissima


fashion

39

Lederjacke: Belstaff € 990,-

T-Shirt: Better Rich € 59,90

Jeans: True Religion € 239,-

Sneaker: Philippe Model € 339,-

Henne

Katharinenstraße 32/35

28203 Bremen

Mo. bis Fr. von 10 bis 19 Uhr

Sa. von 10 bis 18 Uhr

(0421) 800 90 90

Hindenburgstraße 65 c

28717 Bremen

Mo. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr

Sa. von 10 bis 14 Uhr

(0421) 65 30 30 40

www.henne-fashion.com

bremissima


40

„Ich brauche Gäste,

um glücklich zu sein!“

bremissima


angepackt

41

Tatjana Rettig lebt seit mehr als 20 Jahren

von und für die Gastronomie

/ Annika Rossow

Im Herzen der „Markthalle

Acht“ am Domshof steht der

historische Kiefert-Pavillon.

Früher wurden darin Bratwürste

gebrutzelt, heute wirbelt

hier Tatjana Rettig herum. Seit

der Wiedereröffnung des „M8 – die

Aperitivo Bar“ Mitte November 2017

leitet die gebürtige Bremerin die Geschicke.

„Mit mir hat sich das Angebot

erweitert. Ich habe viele Freunde

in Italien und liebe das Aperitivo-

Konzept.“ Dabei handelt es sich um

die Zeit vor dem Abendessen, in der

sich die Menschen in einer Bar treffen,

gemeinsam einen Cocktail oder

Wein und dazu Häppchen genießen.

In dem kleinen ovalen Bau, eine Leihgabe

des Focke-Museums, wird jeder

Zentimeter genutzt für Kaffee, Weine,

eine Spirituosenauswahl und italienisch

angehauchte Vorspeisen wie

Vitello tonnato. Darüber hinaus hat

die Bar auch süße Kleinigkeiten und

ein Frühstücksangebot, zum Beispiel

belegte Paninis. Die zierliche Gastgeberin

steckt voller Energie und

Rezeptideen. „Ich habe mein Hobby

zum Beruf gemacht. Schließlich habe

ich schon immer gerne gegessen, auch

bremissima

S


42

Liebe sichtbar machen mit traumhaften

Blumen, die das Besondere des Augenblicks

erfassen. Vom Brautstrauß über

Tischdekoration Tatjana Rettig bis zu Kirchenschmuck

bietet vor ihrem Kerstin neuen Adrian alles in ihrer Brautstraußmanufaktur

Seit November an. Im Trend liegen

Projekt:

2017 zarte, leitet helle, sie das pastellige „M8“. Vintagefarben wie

Der creme, ehemalige rosé, Bratwurststand

ist heute eine

nude und weiß.

Aperitivo Bar.

bremissima


angepackt

43

wenn man mir das nicht ansieht“, lacht

sie. Zum Aperitivo-Konzept gehört

es, dass Tatjana Rettig den Gästen das

passende Getränk zu ihrem Essen empfiehlt

– auch von anderen Ständen in

der Markthalle: „Wenn sie zum Beispiel

einen Pulled Pork Burger bestellen,

dann rate ich zu einem whiskeybasierten

Drink, um da noch ein bisschen

Rauchigkeit hineinzubringen.“ Food

Pairing nennt man das übrigens.

Beruf kommt von Berufung

Seit mehr als 20 Jahren ist die Barmanagerin

in der Gastronomie zu Hause, hat

darin ihre Berufung gefunden. Trotz

mancher Herausforderung und schwieriger

Momente, wenn sie über ihre Arbeit

spricht, dann strahlen ihre Augen:

„Es macht mir extrem viel Spaß, weil du

von den Gästen so wahnsinnig tolle und

positive Resonanz bekommst. In anderen

Berufen machst du monatelang

Projekte und erhältst vielleicht

nach ein oder zwei Jahren

Feedback – wir haben das

jeden Tag. Wir können

uns auf nichts einstellen.

Jeder Gast ist anders, ihn

kennenzulernen und etwas

zu finden, was ihn

selbst überrascht, das ist

ja eigentlich die große

Kunst bei uns.“

Ein bewegtes Leben in der

Gastronomie

Angefangen mit dieser Kunst hat das

Multitalent passenderweise im Künstlerdorf

Worpswede: Dort wuchs sie auf

und jobbte bereits mit 15 Jahren in einem

kleinen Café. Der professionelle

Einstieg in die Gastronomie hatte al-

lerdings einen traurigen, unverhofften

Auslöser: Ihr Vater starb während ihres

Abiturs. Sein Tod warf Tatjana Rettig

aus der Bahn und sie legte die Pläne

eines Studiums auf Eis. Stattdessen entschied

sie sich für eine überbetriebliche

Ausbildung zur Hotelfachfrau im Restaurant

„Worpsweder Bahnhof“ und im

„Hotel Landgut Horn“ in Bremen.

Nachdem sich die junge Frau während

eines Auslandsaufenthalts in den USA

und in verschiedenen Studiengängen

anderweitig ausprobiert hatte, brachte

sie ihr „Traumjob“ wieder zurück ins

Gastgewerbe und in die Heimat: Im „Eichenhof“

in Worpswede übernahm sie

mit Mitte zwanzig ihre erste Führungsposition

im Hotelmanagement und als

Hochzeitsplanerin. Nach drei Jahren

sehnte sich Rettig aber nach etwas Neuem.

„Es hat sich bei mir schon immer

in Wellen bewegt. Das ist wirklich ein

harter Job, den muss man leben.“ Im

Bremer „Outer Roads“ arbeitete sie 2010

erstmals als Barmaid, so werden weibliche

Barkeeper genannt. Dort lernte

sie die Vielfalt der Spirituosen und die

gehobene Cocktailkunst kennen und

lieben. Nach verschiedenen weiteren

Stationen bekam Tatjana Rettig das Angebot,

das „Bobby Lane“, eine Mischung

S

bremissima


44

S

aus Bar und Spirituosen-Shop, in der

Wachmannstraße aufzubauen.

Frauen an der Bar

Ein großes Vorbild für sie als Barmaid

und -chefin ist Marlies Forster, die erste

deutsche Barmeisterin. Bei der Vorreiterin

hat die gebürtige Bremerin sogar

eine Zeit lang gearbeitet – im ehemaligen

„Tiffany“ an der Schwachhauser

Heerstraße. „Was Besseres konnte mir

damals gar nicht passieren, sie ist ein

wandelndes Lexikon und hat mir noch

einmal richtig Feinschliff gegeben“,

schwärmt Tatjana Rettig. Sie findet,

dass es viele tolle Leute in der Bremer

Barszene gibt, aber besonders weibliche

Nachwuchskräfte vermisst sie derzeit.

„Die Branche ist nach wie vor eine

Männerdomäne und so manches Klischee

noch nicht aus den Köpfen verschwunden.

Wenn zum Beispiel eine

männliche Aushilfe neben mir stand,

haben viele zuerst ihn angesprochen,

weil sie davon ausgehen, er hätte mehr

Ahnung. Wir Frauen müssen uns den

Respekt härter erarbeiten.“

Tatjana Rettig dennoch nicht. „Man

lernt nie aus in diesem Job. Ich mache

fast jede Woche Schulungen mit, habe

zu Hause einen Haufen Zeitschriften

und Bücher und sitze schon morgens an

meinem Handy.“

Sie hält ständig Ausschau nach neuem

Input und Inspiration, um ihre

Gäste immer überraschen zu können:

„Einer meiner Stammgäste kam eines

Abends von der Nordsee und meinte:

‚Tatti, kannst du mir nicht irgendeinen

Cocktail machen, der nach Seehund

schmeckt?‘ – Und dann habe ich das gemacht,

mit einem Pralinenbällchen als

Nase.“ Trends folgt die Barchefin nicht,

sondern ihrem Geschmack: „Was ich

anbiete, muss erst einmal an mir vorbei.

Wenn ich das für gut befunden habe,

dann ist das auch für meine Gäste gut.“

Ganz besonders haben es ihr regionale

Produkte angetan, wie zum Beispiel

Büffelmozzarella aus Warpe. Auch hier

ist sie stets auf der Suche nach Neuem:

„Ich würde mich freuen, wenn Bremer

oder Leute aus dem Umland an mich herantreten“,

erzählt sie.

Saisonale Produkte spielen ebenfalls

eine große Rolle: „Demnächst kommt

zum Beispiel die Erdbeer-Rhabarber-

Zeit, dann werden wir natürlich ganz

viel damit machen – von Aperitivo-

Snacks bis hin zu Rhabarber-Sours oder

-Spritzzes.“

Häufig geht die Gastronomin dabei aber

spontan vor. Zusätzlich startet sie nun

mit eigenen Tastings, die sich rund um

das Thema Food Pairing drehen. „Hier

wird es nie langweilig. Jede Woche gibt

es etwas Neues zu entdecken.“ Nur die

Brutzelei der Bratwürstchen, auf die sie

oft angesprochen wird, ist in dem denkmalgeschützten

Pavillon nicht mehr

möglich. „Aber trotzdem arbeite ich

gerade an einem Alternativkonzept“,

verrät Tatjana Rettig mit einem Lächeln

im Gesicht.

Neues Projekt und ständig

neue Ideen

Vier Jahre arbeitete Rettig im „Bobby

Lane“ als Managerin und Gastgeberin,

bevor sie 2017 den zwei Dekaden im

anstrengenden Gastroleben Tribut zollen

musste: „Ich bin einfach umgefallen,

war ausgebrannt. Und dann musste

ich sagen: Es ist erfolgreich, es hat mir

viel Spaß gemacht, aber ich kann nicht

mehr.“ Selbst von der unfreiwilligen

Auszeit ließ sie sich nicht unterkriegen,

fing mit dem „M8“ ein neues Projekt

an. Die Öffnungszeiten der „Markthalle

Acht“ bis spätestens 22 Uhr sind

für Gastronomieverhältnisse zwar sehr

angenehm, eine ruhige Kugel schiebt

Tatjana Rettigs Rezept für den frischen Frühlingsdrink „Gin Basil“: 5cl Gin in ein Longdrinkglas mit

Eiswürfeln füllen. Himbeeren und Zitronen- und Limettenspalten hinzugeben. Das Ganze mit Basilikum-Zitronen-Limonade

auffüllen. Fertig!

bremissima


angepackt

45

Feiern Sie mit uns die

schönsten Tage des Lebens

S

Feiern im Bloom

Hochzeiten, Taufen, Geburtstage, Jubiläen oder Firmenfeiern

Feiern Sie die schönsten Anlässe Ihres Lebens umgeben von der einzigartigen Natur

des Rhododendronparks. Genießen Sie mit Ihren Gästen die einmalige Atmosphäre -

gern auch unter freiem Himmel.

Wir bieten Ihnen erstklassige Arrangements auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse

abgestimmt.

Hochzeitsmappe zum Downloaden unter: www.restaurant-bloom.de

Bloom Restaurant und Café Tel: 0421 / 3304919 Deliusweg 40 28359 Bremen

bremissima


46

19. bis 22. April

Die Stadt voller Jazz

Das jazzahead! 2018 Showcase-Programm steht

fest: 40 Bands aus 18 Ländern stehen auf den

jazzahead!-Bühnen im April in Bremen, das

Programm bietet überzeugende Auswahl aus

verschiedenen Stilen und Besetzungen.

Polen steht bei der jazzahead! 2018 im Mittelpunkt – auch

am Eröffnungsabend der Messe, der traditionell dem Partnerland

gewidmet ist: Am 19. April repräsentieren acht polnische

Formationen in der Polish Night die zeitgenössische

Szene. „Es hat sich in Polen in den letzten 60 Jahren eine

sehr eigenständige Jazztradition gebildet, die sich mit starken

Improvisatoren durchzieht bis in die jüngste Generation

von Hoffnungsträgern“, sagt Jury-Mitglied Peter Schulze

aus dem künstlerischen Leitungsteam der jazzahead!. Genregrenzen

und Stile überlagern sich, werden neu definiert

– eine aufregende Mischung, die sich auch in der jazzahead!

Auswahl zeige: International bekannte Jazzgrößen wie das

Marcin Wasilewski Trio oder Atom String Quartet stehen

ebenso auf dem Programm wie Vertreter der jüngsten Generation,

deren Namen dem internationalen Fachpublikum

neu sein werden. Über die Teilnahme von Kamil Piotrowicz,

Kuba Wicek und High Definition Quartet freut sich

Karolina Juzwa, ebenfalls Jury-Mitglied, besonders: Gerade

sie seien es, die den Motor der aktuellen Szene darstellen

und es besonders verdienten, international durchzustarten.

„Und es gibt zwei weibliche Bandleader – Monika Borzym,

die von der Jury gelobt worden ist für ihr stimmliches Charisma

und ihre Professionalität, und Joanna Duda mit ihrem

sehr originellen und stilistisch experimentellen Projekt,

das die avantgardistische Seite der Szene zeigt.“ Auch dabei

sind Power of the Horns, eine energetische Free-Jazz-Band

mit bekannten polnischen Musikern. „Ich bin sicher, dass

sie das Publikum wegblasen werden”, so Juzwa weiter. Das

Adam Mickiewicz Institut, Hauptpartner der jazzahead! in

der Umsetzung des Partnerlandschwerpunktes, bewertet

die Auswahl wie folgt: „Wir freuen uns über die Auswahl

für die Polish Night. Die Jury wählte eine Vielzahl von Musikern

aus, die den Reichtum der polnischen Jazzszene sehr

gut widerspiegeln.”

19. bis 22. April in den Messehallen, Schlachthof, Schaulust,

Kunsthalle, Kito und vielen mehr. Das ganze Programm

auf www.jazzahead.de

bremissima


auf Kultour

47

4. April

30. April

Bilderbuch

Olli Schulz

Fernsehen, Radio, Internet: Olli Schulz ist omnipräsent. Mittlerweile kann

man sich den Entertainer auf allen Kanälen zu Gemüte führen. Dabei

kommt neben seinem Gesangstalent vor allem seine Begabung als leidenschaftlicher

Geschichtenerzähler zum Vorschein. Seine Geschichte begann

jedoch nicht auf, sondern hinter der Bühne. Lange Zeit verhalf er als Roadie

und Stagehand anderen Künstlern zu gelungenen Konzerten. Währenddessen

war Olli zwar musikalisch kreativ, hegte aber keine Ambitionen, seine Karriere

voranzutreiben. Erst 2003 veröffentlichte er auf dem Label eines Freundes sein

Debütalbum »Olli Schulz & der Hund Marie«. Der Meister der Spontaneität

liefert nicht einfach nur Konzerte ab, sondern kreiert wahre Improvisations-

Shows, die mit satirischen Stand-Up-Storys und bunten Halbwahrheiten aus

dem Leben gespickt sind. Zusammen mit Moderator Jan Böhmermann widmete

sich Olli Schulz in der Satire-Sendung »Sanft & Sorgfältig« auf Radioeins jeden

Sonntag tagesaktuellen Themen.

Mi, 4. April, 20:30 Uhr in der Glocke

17. April

Im Jahr 2005 gründen die Klostergymnasiasten Maurice

Ernst (Gesang), Klemens Kranawetter (Gitarre),

der noch vor dem Durchbruch von Michael Krammer

ersetzt wird, Peter Horazdovsky (Bass) und Andreas

Födinger (Drums) „Bilderbuch“ im oberösterreichischen

Kremsmünster. Angeblich entscheiden sich die Teenies für

den recht ungewöhnlichen Bandnamen, weil ihr gemeinsames

Musizieren damit beginnt, dass sie Märchen vertonen.

Eine Erklärung dafür, weshalb das Quartett selten auf reale

Alltagsgeschichten zurückgreift, liefert Sänger Ernst in

einem Interview mit Die Presse: „Wir sind alle Wohlstandskinder

aus Österreich, das gibt autobiografisch wenig her.

Wir könnten über die Trennung unserer Eltern singen und

ein bisschen Rebellen sein, aber das wäre dann fast schon

wieder politisch, was wir nicht unbedingt anstreben.“ Am

meisten habe er sich von seinem Zivildienst in der Psychiatrie

inspirieren lassen, sagt er weiter. „Calypso“ geht hier als

Paradebeispiel durch.

Mo, 30. April, 20 Uhr im Schlachthof

Alexa Faser

Für ihr neues Album ist Alexa Feser wieder einmal in

einen anderen Stadtteil umgezogen. So, wie sie es für

ihr letztes Album getan hat und auch für ihr nächstes

tun wird. „Sobald es zu bequem wird, entsteht bei mir

nichts Neues“, lautet ihre schlichte Begründung. Diesmal,

wo Berlin besonders unbequem ist – hektisch, laut, überfüllt

–, aber auch besonders spannend: am Berliner Alexanderplatz.

„Hier laufen unglaublich viele unterschiedliche

Menschen herum: Touristen, Geschäftsleute, Liebespaare,

Kriminelle, Menschen in Not – Menschen, deren Geschichten

oft sehr emotional sind und einen manchmal richtig

sprachlos machen“. Diese Momente sind es, nach denen die

36-Jährige sucht – Momente, die sprachlos machen. Alexa

Feser nennt diese Momente „Zwischen den Sekunden“ – so

auch der Titel ihres neuen Albums.

Di, 17. April, 20:00 Uhr im Schlachthof

bremissima


48

23. Mai

9. März

Uwaga

Cécile McLorin Salvant

Als Klassik-Erneuerer aus dem Kohlenpott grooven

sich die vier Musiker an zwei Violinen, Akkordeon

und Kontrabass seit Jahren mit großer Experimentierfreude

durch das klassische Repertoire. Geprägt

von unterschiedlichsten Backgrounds zwischen Klassik,

Jazz, Pop und Weltmusik, zerlegen sie leidenschaftlich

Musikstile in ihre Einzelteile, erschaffen daraus neue

Musikwelten und bringen ihrem Publikum ekstatisches

Vergnügen. So lag es nahe, ein Programm mit verschiedensten

Formen von Tanzmusik zu kreieren. „Uwaga“ zerlegt

Ballettsuiten und katapultiert sie in andere Sphären,

bringt barocke Menuette und Tango Nuevo zum grooven

oder spielt akustische Versionen von Disco-Helden ihrer

Jugend wie Daft Punk oder The Prodigy.

Fr, 13. April im Sendesaal

Die 1989 in Miami als Tochter einer Französin aus

Guadeloupe und eines Haitianers geborene Cécile

McLorin Salvant ist eines der faszinierendsten jungen

Talente der internationalen Jazz-Szene. 2010 gewann

sie den bedeutenden Thelonious-Monk-Wettbewerb als

beste Nachwuchssängerin des Jahres und mit ihrer CD

„WomanChild“ räumte sie 2014 bei den DownBeat Critics

Poll gleich in vier Kategorien ab. Für ihr Nachfolgealbum

„For One to Love“ erhielt sie 2016 schließlich den Grammy

in der Kategorie »Best Jazz Vocal Album«, den sie in

diesem Jahr ebenfalls für ihr aktuelles Album „Dreams And

Draggers“ abräumte! Mit ihrer sympathischen Mischung

aus Coolness, Eleganz und Melancholie und ihrer charismatischen

Bühnenpräsenz gilt sie vielen Kritikern als

legitime Nachfolgerin der Jazz-Ikonen Billie Holiday, Sarah

Vaughan und Ella Fitzgerald, deren Erbe sie mit eigenem

Charakter weiterführt.

Mi, 23. Mai, 20 Uhr in der Glocke

7. Oktober

Kim Wilde

Sie ist eine Ikone der 80er, hat bereits 20 Millionen Alben weltweit verkauft

und ihr erster Welthit „Kids in America“ ist noch heute eine Hymne. Wenigen

Künstlern ist im Laufe der großen Zeit der Popmusik die Identifikation mit der

Wirklichkeit und originellen Sounds so gut gelungen, wie Kim Wilde. Sie war

mit Hits wie Kids in America, Cambodia, You Keep Me Hangin’ On oder You

Came vor allem in den 1980er Jahren eine international erfolgreiche Popsängerin.

Seit Mitte der 1990er Jahre tritt sie vor allem als Landschaftsgärtnerin

in britischen Fernsehsendungen auf und ist als Autorin für Zeitungskolumnen

tätig. 2005 unterschrieb Kim Wilde einen neuen Plattenvertrag mit der deutschen

Abteilung der Plattenfirma EMI. Dieser Vertrag kam durch das Hit-Duett

mit Nena zustande. „Never Say Never“ erschien im September 2006. Produziert

wurde dieses Album von Uwe Fahrenkrog-Petersen, dem Songwriter von Nena.

Die erste Single „You Came“ erreichte 2006 in Deutschland auf Anhieb die Top-

20, wo sich ebenfalls das Album platzieren konnte.

So, 7. Oktober, im Pier2

bremissima


auf Kultour

49

bremissima


50

bremissima


pole position

51

„Wir wollen diese Straße für

Bremen als Kleinod erhalten“

Susanne Gerlach, Geschäftsführerin Böttcherstraße GmbH

Anke Juckenhöfel /

BöttcherstraSSe GmbH und Anke Juckenhöfel

Die Böttcherstraße ist

wunderschön und einzigartig,

die „heimliche

Hauptstraße Bremens“.

Unbestritten gehört sie

zu den beliebtesten und meistbesuchten

Sehenswürdigkeiten hier. Wohl

kaum ein Bremen-Besucher lässt das

von Ludwig Roselius konzipierte circa

107 Meter lange und 1931 fertiggestellte

Gesamtkunstwerk aus Baudenkmälern,

kreativen Geschäften, Kino,

Gastronomie und Ausstellungsräumen

aus. Mittendrin, im „Haus des Glockenspiels“,

treffe ich Susanne Gerlach, die

Geschäftsführerin der Böttcherstraße

GmbH. Es ist ausgesprochen kalt, trotzdem

versammeln sich draußen schon

Touristen in Erwartung des Glockenspiels,

das allerdings heute wegen der

Minustemperaturen nicht läuten kann,

denn die 30 Glocken aus Meißner Porzellan

könnten beschädigt werden.

Das und vieles mehr erfahre ich in den

nächsten Stunden, tauche ein in die Geschichte

der Böttcherstraße und die Herausforderungen

der Gegenwart. Und

ich darf noch einen ganz besonderen

Ort besuchen, das Archiv ganz oben im

„Haus des Glockenspiels“.

tig“, betont sie. Genau wie die Mischung

aus Tradition und Zeitgemäßem, die die

Böttcherstraße insgesamt auszeichnet:

Sichtbar beispielsweise durch die Auswahl

an Geschäften, die hier ansässigen

Unternehmen, die Innovationen wie

der neue Multimedia-Guide für Besucher

und die tagesaktuellen Informationen

über Facebook und Instagram.

Social Media, neue Technologien, Apps

Seit mittlerweile 36 Jahren arbeitet Susanne

Gerlach in der Böttcherstraße.

„Ich bin in der heutigen Zeit ja ein Dinosaurier“,

lächelt die gebürtige Bremerin.

Ihr Team aus rund 40 Beschäftigten

in den unterschiedlichen Bereichen ist

eine Mischung aus vielen langjährigen

Kollegen und auch ganz jungen Menschen.

„Eine gute Mischung ist wichund

Anwendungen sind für Susanne

Gerlach keine Last: „Ich bin absolut affin,

Neues auszuprobieren, das macht

mir großen Spaß!“

Schon im Jahr 1925 gegründet und seit

1988 eine hundertprozentige Tochter

der Sparkasse Bremen, ist sie die Verwaltungsgesellschaft

der Böttcherstraße

sowie Generalmieterin der Gebäude,

S

bremissima

Im Archiv

direkt hinter dem

Glockenspiel werden

neben vielem anderem

auch die blauen und innen

goldenen Glocken des

ersten Glockenspiels

aufbewahrt.


52

Oben: Der „Handwerkerhof“

war von Ludwig Roselius zur

Förderung des Kunsthandwerkes,

des visionären Schaffens

geplant und beherbergt heute mit

der „Bonbon-Manufaktur“, der

„Glaskunst“ und der „Goldschmiede

Falk“ genau passende Mieter.

Die 30 Glocken aus Meißner

Porzellan des mittlerweile

dritten Glockenspiels

Die Böttcherstraße ist ein

herausragendes Beispiel hanseatischen

Mäzenatentums.

bremissima


pole position

53

die mit Ausnahme des „Hauses Atlantis“

Eigentum der Stiftung „Bremer Sparer-

Dank“ sind, einer Stiftung der Sparkasse

Bremen. Die Böttcherstraße, einst

ein Geschenk von Ludwig Roselius an

seine Heimatstadt und heute durch die

Stiftung in ihrer Einzigartigkeit erhalten

und für die Zukunft gerüstet,

ist und bleibt ein herausragendes Beispiel

hanseatischen Mäzenatentums.

„Nur dadurch ist es möglich, die Böttcherstraße

als Attraktion zu erhalten“,

betont Susanne Gerlach. „Unsere Aufgaben

lassen sich in drei Bereiche aufteilen:

Den Kulturbereich, die Gebäudeverwaltung

und den Einzelhandel,

also unsere zwei eigenen Geschäfte“,

erklärt sie. Der Kulturbereich, das ist

der Betrieb der Museen in Kooperation

mit der Stadt Bremen und das Archiv.

Gebäudeverwaltung bedeutet Instandhaltung

sowie Auswahl und Untervermietung

an passende Mieter. Und die

eigenen Geschäfte sind der Werkschauund

der Souvenirladen „7-Faulen-Laden“.

„Unsere Chance ist, dass wir das

Bild der Straße prägen können. Dabei

ist es unser größtes Anliegen, aber

aufbewahrt wird. „Am Beispiel des

,Handwerkerhofes‘ aber kann man diese

Aufgabe besonders gut erklären: Eines

der Ziele von Ludwig Roselius war, das

Kunsthandwerk, das visionäre Schaffen

zu fördern. Hier im ,Handwerkerhof‘

konnten Besucher immer schon Handwerkern

zusehen. Mit der ,Bonbon-

Manufaktur‘ und der ,Glaskunst‘ haben

wir wieder zwei Mieter gefunden, die

genau diesem Anspruch entsprechen

– und die damit sehr erfolgreich sind!

Mein Ziel bei der Auswahl von neuen

Betreibern ist es auch, kleine Einheiten

zu finden. Die Innenstädte sehen überall

gleich aus, vieles ist austauschbar.

Die Böttcherstraße aber ist einzigartig!

Wir wollen diese Straße für Bremen als

Kleinod erhalten.“

Böttcherstraße für alle

„Die Tourismuszahlen in Bremen sind

gut“, sagt Susanne Gerlach, „doch neue

Unternehmen sind skeptisch, müssen

erst überzeugt werden, dass sich Bremen

als Standort lohnt. Wir tun alles,

um für Bremen einen guten Eindruck

zu hinterlassen. Und jedes Unternehmen,

das sich entscheidet, in die Böttcherstraße

zu kommen, bereut diesen

Schritt nicht.“ Dabei soll die Böttcherstraße

nicht nur eine Touristenattraktion

sein, sondern auch die Bremer

immer wieder anlocken. Denn die sind

stolz auf ihre Böttcherstraße, fast jeder

Besucher wird hierher geführt. Und

dann kommen sie auch wieder, es gibt ja

auch ein umfassendes Angebot für sie:

Das Kino, die Museen, aber auch viele

einzigartige Geschäfte wie der neue „Le

Creuset“-Laden oder der Souvenirladen,

in dem neben Mitbringseln auch ein

großes Angebot an Bremen-Literatur

erhältlich ist. Ein Gang durch die Gasse

ist immer wieder ein Erlebnis, wie auch

ich mir – wieder einmal – auf meinem

Weg zum Gespräch mit Susanne Gerlach

denke. Jedes Detail, jede Ecke, die

Schaufenster, die Gebäude selbst – es

lohnt sich, mehr darüber zu erfahren!

Dabei hilft jetzt auch der neue Multimedia-Guide

mit interaktiver Karte

S

Jedes Unternehmen,

das sich entscheidet,

in die Böttcherstraße

zu kommen, bereut

diesen Schritt nicht.

ebenso unsere größte Herausforderung,

es auch in die Zukunft zu transportieren

– und das mit einem Blick in die

Vergangenheit“, unterstreicht die Geschäftsführerin.

Denn jedes Haus hat

ursprünglich einen besonderen Zweck,

eine eigene Idee: Das „Haus St. Petrus“

war beispielsweise immer schon als

Haus der Gastronomie konzipiert. Im

„Haus der Sieben Faulen“ waren früher

Ausstellungs- und Gesellschaftsräume

von „Kaffee HAG“ beheimatet, heute

sind es neben dem Souvenirladen noch

drei weitere Geschäfte. Und das „Paula-

Becker-Modersohn-Haus“ war schon

seit seinem Bau der Ort, an dem die

weltweit bedeutendste Sammlung der

Künstlerin Paula Modersohn-Becker

bremissima


54

S

mit neun Stationen, zu denen es jeweils

spannende Audiokommentare und zusätzliches

visuelles Material gibt. Ich

jedenfalls werde es ausprobieren...

Ludwig Roselius

Er, der erfolgreiche Unternehmer, der

mit seiner Firma „Kaffee HAG“ einen

Weltkonzern geschaffen hatte und ein

Pionier der Werbung war, wollte nach

dem Ersten Weltkrieg eine Touristenattraktion

schaffen, Bremen ein neues

Gesicht geben. Ein aufsehenerregendes

Gesamtkunstwerk sollte es werden, verwirklicht

durch moderne Architektur

und traditionelles Handwerk. In zehnjähriger

Bauzeit realisierte er Stück für

Stück seinen Traum mit den drei Architekten

Eduard Scotland, Alfred Runge

und Bernhard Hoetger, einem guten

Freund und Bildhauer. Im Zweiten

Weltkrieg, kurz nach seinem Tod im

Jahr 1943, wurde die Böttcherstraße nahezu

vollständig zerstört. Doch was ein

großer Verlust für die deutsche Kunst

hätte bleiben können, wurde vor allem

durch den leidenschaftlichen Einsatz

von Ludwig Roselius’ Tochter Hildegard

eine der bedeutendsten privaten Aufbauleistungen

des Nachkriegsdeutschlands,

und sämtliche Fassaden wurden

bis 1954 wiederhergestellt. All die Fotos,

Dokumente und Gegenstände, die

von diesen Zeiten zeugen und heute

noch vorhanden sind, lagern im Archiv

der Böttcherstraße in den Räumen ganz

oben gleich hinter den Glocken: Neben

der Technik für das mittlerweile dritte

Glockenspiel befinden sich hier viele

Schätze, man kann den Duft der Vergangenheit

atmen. Ich freue mich sehr,

dass ich diesen besonderen Ort kennenlernen

darf und bewundere unter anderem

die verbliebenen blauen und innen

goldenen Glocken des ersten Glockenspiels.

Arbeiten in der Böttcherstraße

Ihren Weg in die Böttcherstraße beschreibt

Susanne Gerlach so: „Nach

dem Schulabschluss wollte ich eine

Lehre als Buchhändlerin machen, denn

mein Ziel war, Lektorin zu werden. Also

bewarb ich mich als Auszubildende in

einem Buchladen in der Böttcherstraße.

Das klappte leider nicht, aber ich ging

dann in den Einzelhandel, ebenfalls in

der Böttcherstraße. Und hier bin ich

geblieben. Es folgten Weiterbildungen

und schließlich der Vorschlag des damaligen

Geschäftsführers, mich als seine

Nachfolgerin einzusetzen.“ Das war

Hans Tallasch, ihn bezeichnet Susanne

Gerlach als Vorbild: „Von ihm habe ich

mir abgeschaut, wie wichtig es ist, immer

interessiert, neugierig zu sein und

zu bleiben.“ Am Wochenende nach unserem

Gespräch fährt Susanne Gerlach

wieder zur Frankfurter Konsumgütermesse,

die sie schon häufig besucht

hat – und freut sich sehr darauf! „Es ist

immer wieder faszinierend, dass es Jahr

um Jahr tolle Neuheiten gibt! Und es ist

wichtig, neue Trends, die ganze Branche

weiterhin zu kennen. Denn es gibt

immer wieder Neues, das wir für die

Böttcherstraße entdecken können. Die

einzige Voraussetzung ist, immer offen

zu bleiben.“ Ich habe den Eindruck, das

fällt ihr nicht schwer.

Tagesaktuelle Informationen zur Böttcherstraße

gibt es auf Facebook und

Instagram, detaillierte Informationen

zur Geschichte, zu den Häusern und

Geschäften und vielem mehr unter

www.boettcherstrasse.de

bremissima


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bremissima


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bremissima


Frauenzimmer

57

Hübsch gemacht

Krisztina Kismic und ihre zauberhaften Make-ups

Cynthia Hoedoro / Oliver Keller (4), Deike Westermann (1)

Zugegeben: Wir haben immer wunderbare Frauen

auf dem Cover, die von Natur aus hübsch

sind. Damit sie aber letztendlich auf den Fotos

genauso fabelhaft aussehen, werden sie vor dem

Shooting noch fotofein zurechtgemacht – und

zwar von Make-up-Artist und Stylistin Krisztina Kismic.

Grund genug, auch mit ihr endlich einmal ausführlicher

zu sprechen, finden wir. Unser Plan, uns ganz in Ruhe bei

ihr zu Hause zu unterhalten, wird von der Grippewelle

zunichte gemacht. Also sprechen wir ganz „neumodisch“

per Videochat, sie, ihr Mann Samir, Hund Tyson und ich.

Die 30-jährige Ungarin ist erst seit zweieinhalb Jahren

überhaupt hier in Deutschland, wie sie mir erzählt. „Zwar

habe ich deutsch in der Schule gelernt, aber dass ich einmal

in Deutschland leben und die Sprache täglich sprechen

würde, hätte ich nie gedacht“, lacht sie. Der Grund für das

neue Zuhause in der Ferne: die Liebe. Krisztina und Samir

haben sich vor fünfeinhalb Jahren in Ungarn kennengelernt.

Von seinem Arbeitgeber Mercedes ist er damals für

drei Jahre dort hingeschickt worden – und gleich in den

ersten drei Monaten trifft er Krisztina. „Eine gute Freundin

hat bei Mercedes Kecskemét als Praktikantin gearbeitet“,

schmunzelt sie. „Sie hat dann da ein wenig nachgeholfen.“

Seinetwegen entscheidet sie sich schließlich für ein Leben

in Deutschland: Da sie aber trotz alledem weiterhin auf

eigenen Beinen stehen möchte, überlegt sie vorher, was

für berufliche Optionen sie hier eigentlich hat. „Ich habe

in Budapest eine Ausbildung zur staatlich anerkannten

Kosmetikerin absolviert und wollte gerne darauf aufbauen“,

erklärt Krisztina. Also ging es in Deutschland erst einmal

zurück zur Schule – auf die Academy for Music, Media &

the Arts in Bremen. Innerhalb eines Jahres lernt sie alles

rund um das Handwerk eines Make-up-Artists – Hairdesign

inklusive.

Zwei großartige Chancen

Bereits während ihrer neuen Ausbildung bekommt sie

die Möglichkeit, in ihrem Beruf zu arbeiten: Dela Jaeckel

und Francesca Smith, Inhaberinnen der Modelagentur

Wunschgesichter, werden über die Fotos ihrer Arbeiten bei

Facebook und Instagram auf sie aufmerksam. Die beiden

beauftragen sie auch heute noch für viele gemeinsame Projekte

und Fotoshootings (und loben Krisztina übrigens in

den höchsten Tönen, siehe auch die Coverstory der BRE-

MISSIMA November/Dezember 2017). „Das war wirklich

echtes Glück“, freut sie sich und strahlt. „So konnte ich von

Anfang an richtig viel arbeiten, um Geld zu verdienen.“

Und auch bei der Ausbildung macht sie sich gut. So gut, dass

sich direkt im Anschluss die nächste große Chance bietet:

Weil zwei Lehrerinnen der Academy kurzfristig ausgefallen

sind, bietet man ihr als eine der besten Schülerinnen ihres

Jahrgangs die Stelle einer freiberuflichen Dozentin an.

Von der Schülerin zur Dozentin

„Ich hatte am Anfang schon etwas Angst und gehörigen

Respekt vor der neuen Aufgabe, besonders vor der allerersten

Stunde“, gibt Krisztina zu. „Alleine wegen der Sprache

war ich unglaublich nervös! Aber ich liebe diese Arbeit sehr

S

bremissima


58

S

– es macht wahnsinnig viel Spaß, den Schülerinnen etwas

beizubringen.“ Heute gibt sie an der Academy den Visagisten-Grundlagenkurs

und einen Make-up-Artist-Kurs, bei

dem es um kreative Make-ups und Special Effects geht.

Letztere gehören zu ihren liebsten Jobs: „Ich mag es makeup-technisch

für mich selbst eher schlicht und natürlich.

Ein bisschen Foundation, Rouge, Mascara, das war’s. Aber

beim Arbeiten liebe ich es, ganz verrückte, gruselige und

sehr aufwendige Masken herzustellen“, sagt sie und lacht.

„Dabei schaue ich selbst nicht mal Horrorfilme, weil ich

dann nicht mehr schlafen kann. Aber das Schminken

finde ich super. Ich schaue zum Beispiel bei YouTube nach,

wie bei diesen Filmen die Maske gemacht worden ist und

eigne mir das an. So habe ich gelernt, wie man den Grinch

schminkt.

Und mit der Designschule Hannover habe ich mal für ein

Fotoprojekt mit dem Thema Exorzismus zusammengearbeitet

und konnte mich da wirklich super austoben!“ Doch so

gerne sie an diesen aufwendigen Make-ups feilt, so wenig

kann sie sagen, welche Seite ihrer Arbeit ihr am allerliebsten

ist. „Ich bin froh, dass ich inzwischen so viele verschiedene

Bereiche abdecken kann: Nur Nageldesign wäre mir

auf Dauer zu langweilig, obwohl ich das grundsätzlich

sehr gerne mag. Genauso wäre es, wenn ich mich nur um

Wimpern oder Make-up kümmern würde. Meine Arbeit

ist so schön vielseitig, gerade auch, weil ich zusätzlich noch

unterrichte.“ Acht Stunden sind dafür pro Woche reserviert.

In der restlichen Zeit arbeitet sie an verschiedenen

Projekten, den Fotoshootings mit Wunschgesichter oder

für die BREMISSIMA. Außerdem stylt und schminkt sie

Bräute für den wichtigsten Tag ihres Lebens, weshalb sie

gerade in der Hochzeitssaison kaum ein Wochenende frei

hat. Überhaupt ist sie beruflich viel unterwegs, hat Projekte

auch außerhalb Bremens. „Besonders gut arbeite ich

außerdem mit dem Fotografen Oliver Keller zusammen“, berichtet

Krisztina. „Ich bin für das Make-up seiner Kreativshootings

zuständig, die er für unterschiedliche Magazine

durchführt. Wir sind wirklich ein gutes Team.“

Zukunftsmusik

Nun hat Krisztina in den letzten zweieinhalb Jahren schon

so viel erreicht – sind da noch Wünsche offen für ihre

berufliche Zukunft? „Einer meiner größten Träume ist es,

Maskenbildnerin am Theater oder bei Film und Fernsehen

zu sein“, antwortet sie mir. „Am liebsten natürlich für ganz

besonders ausgefallene und kreative Make-ups. Ich würde

also wirklich gerne irgendwann einmal an einem Theater

eine Ausbildung zur Maskenbildnerin machen. Aber das

ist leider nicht ganz so einfach, es gibt viel zu wenig freie

Plätze.“ Doch wer weiß? Krisztina startet ja gerade erst

richtig durch. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht – weshalb

sollte sie sich ihren Traum also nicht in naher Zukunft

erfüllen können? Auch ihr Mann Samir steht voll hinter

ihr: „Sie ist unglaublich selbständig und will immer alles

aus eigener Kraft schaffen“, erzählt er stolz. „Wenn sie sich

etwas in den Kopf setzt, dann zieht sie das auch durch!“

Und bis dahin hat sie immerhin ganz schön viel zu tun. Von

Langeweile also keine Spur!

bremissima


herzenssache

59

bremissima


60

bremissima


küchenglück

61

Ein Traum in

Pink und Rosa

Coockies Cupcakes im Viertel

/ ira scheidig

Pink, rosa und nochmal pink.

Wow! Ich fühle mich wie

Prinzessin Lillifee, als ich

das Café „Coockies Cupcakes“

am Ostertorsteinweg

unweit der Sielwallkreuzung betrete.

Hier ist farblich wirklich alles perfekt

aufeinander abgestimmt und jedes

Detail stimmt. Rosafarbene Wände,

pinkfarbene Stühle, Blumendeko in

den gleichen Farbtönen und sogar das

Blumenwasser in den Vasen ist mit Lebensmittelfarbe

rosa gefärbt. Der Prosecco:

natürlich Rosé, und der Latte

Macchiato wird selbstverständlich in

rosafarbenem Porzellan serviert. Die

vielen passenden Bilder an den Wänden

und ein bisschen Schwarz-Weiß geben

dem Ganzen den letzten Schliff, und

man fühlt sich ein wenig in ein American

Diner der 50er Jahre versetzt.

Das soll auch genau so sein. Kommt

doch der Cupcake-Trend aus den USA.

Oldies aus den 50er und 60er Jahren

ertönen im Hintergrund. Mittendrin

als Hingucker der Tresen mit den kleinen

leckeren Kunstwerken, die dem

Laden den Namen geben: farbenfro-

bremissima


62

he Cupcakes in vielen verschiedenen

Sorten und Varianten. Alles natürlich

täglich frisch zubereitet, hausgemacht,

mit viel Liebe zum Detail und fast zu

schön, um sie aufzuessen. Aber nicht

nur das. Knallbunte Marshmellows

in großen Gläsern, auch zum Mitnehmen

oder in Geschenkverpackungen,

Cheese-Cakes, französische Macarons,

Cake-Pralinen, Lollis, Zuckerstangen

und natürlich Softgetränke und Kaffeespezialitäten

aller Art runden das

Angebot ab. Dabei wurde auf die Qualität

des Kaffees besonders geachtet und

lange rumprobiert, welcher Kaffee in

der hochwertigen italienischen Kaffeemaschine

am allerbesten schmeckt.

Mops ist die Namensgeberin

Jede Tasse wird sorgfältig zubereitet

und mir schmeckt es köstlich. Eine echte

Besonderheit ist auch der chinesische

Blütentee. Den bringen die Betreiber

des Cafés einmal im Jahr von einer Reise

nach China mit, direkt von einer chinesischen

Teeplantage. Es sind kleine

handgemachte Kugeln, die beim Übergießen

mit heißem Wasser auseinandergehen

und eine Blüte sowie ihr ganzes

Aroma entfalten und sogar doppelt aufgegossen

werden können, so intensiv ist

der Geschmack.

Coockie, die Chefin, begrüßt mich

ebenso freudig wie André Potthoff,

der zusammen mit Chen Wei das kleine

gemütliche Café betreibt, mit zwei

Mitarbeitern zur Unterstützung. Die

Namensgeberin Coockie ist eine fesche

selbstbewusste Mopsdame, die zusammen

mit der kleinen schwarzen, etwas

schüchternen Mopshündin Chloe im

Hintergrund wirkt – natürlich unter

Berücksichtigung sämtlicher Hygienevorschriften

– aber vor allem den beiden

Besitzern sehr am Herzen liegt. Vor

viereinhalb Jahren öffnete der Laden

seine Türen und ist seitdem gut besuchter

Treffpunkt für Jung und Alt. Nicht

nur von Frauen, wie es das rosafarbene

Ambiente vermuten lässt. „Am Anfang

hatten wir überwiegend weibliche Besucher.

Das hat sich aber geändert. Jetzt

kommen sowohl Pärchen als auch Männer

mit Kumpeln oder Arbeitskollegen“,

berichtet der fröhliche André, der meist

hinter dem Tresen steht. Chen Wei widmet

sich derweil seiner Backkunst. Er

ist gelernter Konditor und Patisseur,

aber auch Sushi-Koch und hat lange in

einer Sushi-Bar gearbeitet. Beide backen

nach eigenen Rezepten, probieren

neue Sorten aus und experimentieren

mit neuen Zutaten. Die Ideen gehen ihnen

nicht aus. Von Einhorn-Cupcakes

über Zitronen-Limoncello-Cupcakes

bis zu Sorten wie Schoko-Erdbeer, Vanille-Karamell

oder Heidelbeer-Joghurt

ist hier alles täglich wechselnd im Angebot.

Lange Erfahrung

Beide sind seit vielen Jahren in der Gastronomie

tätig. Gelernt hat André Potthoff

den Beruf Restaurantfachmann im

Katzen-Café im Schnoor und war dort

viele Jahre lang tätig. Zuletzt arbeitete

er als Restaurantleiter im „La Fattoria“

in der Wachmannstraße in Schwachhausen.

Nebenher haben die beiden

schon im Freundeskreis für Feiern ihre

Cupcakes gezaubert, hatten Spaß dran

und wohl viel Talent, denn es sprach

sich rum. Dann entstand irgendwann

die Idee, sich selbständig zu machen

mit den bunten Cupcakes. „Wir wollten

gerne raus aus dem Abendgeschäft, daher

war es schnell klar, dass es ein Café

werden würde. Die gibt es aber an jeder

Ecke und wir wollten etwas Besonderes

und Ausgefallenes“, so Potthoff. Also

der Versuch mit Cupcakes. Seit einigen

Jahren sehr in Mode sind diese kleinen,

in tassenähnlichen Förmchen gebackenen

Törtchen mit lockerem, fluffigem

Teig, wahlweise Früchten und

ordentlich Buttercreme als Topping

bremissima


küchenglück

63

obendrauf. „Sie sind hübsch anzusehen,

bunt und man kann immer wieder

neue Sorten kreieren“, so der Cupcakebäcker.

Schneller als gedacht wurde im

Wunschstadtteil Viertel ein Laden frei

und es ging nach dreimonatiger Renovierung,

die sie mit der Unterstützung

vieler Freunde bewältigt haben, los. „Wir

haben hier alles selbst gemacht, gestrichen,

erneuert und dekoriert.“ Auf etwa

vierzig Quadratmetern verteilen sich

dreißig Plätze. „Wir haben uns gedacht,

es muss richtig knallen und quietschen.

Wir drücken richtig auf die Farbtube.“

Das ist ihnen gelungen! Und es funktionierte:

„Vom ersten Tag an war der Laden

voll, die Leute standen Schlange vor

dem Laden“, erinnert sich der Betreiber.

Heute haben sie viele Stammgäste, die

ihnen die Treue halten neben der Laufkundschaft.

Wieviel Cupcakes gehen

hier täglich so über den Tisch, möchte

ich wissen. „Gut achtzig Stück und die

doppelte Menge am Wochenende.“ Der

Außer-Haus-Verkauf spielt ebenso eine

Rolle. Sorgfältig und transportsicher in

Kartons verpackt kann jeder die kleinen

Köstlichkeiten auch mitnehmen.

„Die Sorten wechseln, es gibt immer

wieder neue Geschmacksrichtungen,

auch vegane Cupcakes bieten wir an.

Die Nachfrage danach ist immer größer

geworden“, erzählt Potthoff. Die beiden

Betreiber haben selbst trotz einiger Jahre

im süßen Geschäft noch nicht den

Appetit auf ihre eigenen Kreationen

verloren. „Wir essen sie selbst sehr gerne.

Ich habe ein paar Kilos zugelegt, seit

ich hier arbeite“, lacht Potthoff.

Candybar auf Feiern

Neben dem Ladengeschäft bieten sie

einen Cateringservice mit ihren süßen

Sachen an. „Ob auf Hochzeiten,

Babypartys, Geburtstagen oder Konfirmationen.

Wir stellen unsere Cupcakes,

eine bunte Candybar und auch

kleine Torten zum Anschneiden für das

Brautpaar, das ist vielen nach wie vor

wichtig. Alles wird passend zur Hochzeitsdekoration

und auf jeden Wunsch

eingehend genau abgesprochen.“ Die

Nachfrage danach kam von ganz alleine

durch Mundpropaganda, Werbung

gab es nie. Anfangs waren es etwa acht

Hochzeiten, im letzten Jahr haben sie

60 Hochzeiten bestückt.

Den Schritt in die Selbständigkeit haben

beide nie bereut, sie leben es, das

merkt man. Allerdings: „Eigentlich ist

das Gegenteil von dem passiert, was

wir gedacht haben. Wir arbeiten nun

mehr Stunden als vorher und auch in

den Abendstunden, denn vor 21 oder 22

Uhr kommen wir hier nicht raus. Aber

dafür sind wir unser eigener Herr“,

schmunzelt Potthoff. Viel Freizeit

bleibt da nicht. Aber weil beide ihre

Arbeit lieben, funktioniert es. In einer

rosaroten Buttercremewolke verlasse

ich dieses zauberhafte Café und werde

verabschiedet mit den Worten: „Rosa

macht glücklich und gute Laune.“ Das

stimmt!

Die Preise im Verhältnis zur Portionsgröße

sind übrigens überaus fair. Da

kann man sich auch noch eine zweite

Tasse Kaffee erlauben. Coockies Cupcakes

am Ostertorsteinweg 103 ist von

Dienstag bis Samstag von 12 bis 19 Uhr,

am Sonntag von 13 bis 19 Uhr geöffnet.

Zahlreiche Beispiele für ihre Kreationen

kann man auf ihrem Facebookprofil

entdecken.

bremissima


64

Spielplatz

Kampnagel

Lara Packheiser /

peter hönnemann

Was für Kinder Rutschen und Schaukeln

sind, ist für Künstler, Fotografen

und Stylisten ein Ort wie Kampnagel

in Hamburg. Kampnagel ist eine

ehemalige Maschinenfabrik in Hamburg-Winterhude,

die seit 1982 als

Veranstaltungsort für zeitgenössische

darstellende Kunst genutzt wird. Das

Internationale Sommerfestival Hamburg

findet drei Wochen im August auf

Kampnagel und an ausgewählten Orten

wie der Elbphilharmonie, in der Schanze

und im Hafen Hamburgs statt. Es gehört

seit der Gründung zu den großen

europäischen Festivals für zeitgenössische

performative Künste aus der ganzen

Welt. Das Festival präsentiert und

produziert jährlich über 50 verschiedene

Arbeiten aus den Bereichen Tanz,

Theater, Performance, Musik, Bildende

Kunst und Film.

Im vergangenen Jahr war auch ich Teil

dieses großen Spielplatzes, beim Inter-

bremissima


fashion backstage

65

nationalen Sommerfestival 2017. Ich

habe die Sets und einige experimentelle

Kleidungsstücke entworfen für den Fotografen

Peter Hönnemann. Peter Hönnemann

ist für mich ein ganz besonderer

Fotograf. Ich lernte ihn bei meiner

letzten größeren Ausstellung zum Gallery

Weekend in Berlin kennen. Dort

begann unsere gemeinsame Arbeit. Peter

Hönnemann gehört zu den besten

Fotografen Deutschlands. Zuhause ist

er sowohl in Hamburg als auch in Paris.

Früher fotografierte er unter anderem

die Kampagnen für Modegiganten

wie Valentino und Dior. In den späten

90er Jahren spezialisierte er sich auf

außergewöhnliche Porträts von Künstlern.

Sein Stil ist einzigartig, magnetisierend,

experimentell und exzentrisch.

Vor seine Linse treten Berühmtheiten

wie Willem Dafoe, Carla Bruni, Bill

Gates, Christoph Waltz und der Dalai

Lama. Die Arbeit mit ihm ist mehr als

nur inspirierend. Sein Werk verschafft

uns ein ganz besonderes Bild über das

Sein des Menschen. Er lässt sich und

seinem Gegenüber genügend Zeit und

S

bremissima


66

S

Raum, um den Moment abzuwarten, in

dem der Kopf nicht mehr den Ausdruck

bestimmt. Gerade das Außergewöhnliche,

die Abweichung von der Norm,

interessiert ihn.

Es lag eine besondere, kreative Stimmung

in der Luft. Das Internationale

Sommerfestival dauerte insgesamt 21

Tage. Künstler aus aller Welt performten

auf der Bühne und traten anschließend

hinter die Kulissen, vor Peters

Linse und in unsere besonderen Studio-

Sets. Mein Augenmerk lag auf einer

neuen Papierinstallation, einem avantgardistischem

Kragen aus schwarzen

Origami-Blüten und plissierten Korsagen

aus Seide. Ich war beeindruckt, wie

für jeden Künstler das passende Set sofort

gefunden wurde. Die Künstler verschmolzen

mit ihrer „neuen“ Bühne zu

genialen Fotografien und entwickelten

mit den Requisiten neue Performances.

Das besondere für mich ist, das nichts

gestellt oder inszeniert wirkte, sondern

die Spontanität dem Ganzen eine gewisse

Leichtigkeit verlieh.

Unter dem Motte „Mit Sicherheit unsicher“

betraten jeden Tag mehrere

Künstler die Bühnen. Über das Programm

und den Slogan hat András Siebold,

künstlerischer Leiter des Festivals,

gesprochen und diskutiert. In der

Kunst begeben wir uns immer wieder

auf unsicheres Terrain, Uraufführungen

können scheitern, die Dynamik des

Publikums ist unberechenbar. Kunst

ist also immer unsicher. Dazu kommt,

dass der Slogan noch mal eine besondere

Brisanz in einer Stadt entwickelt,

in der nach G20 sehr viel über Sicher-

heit und Unsicherheit diskutiert wird.

Was hat die Kunst einer Politik entgegenzusetzen,

die selbst immer häufiger

zur Show wird? Diese Frage war also

programmatisch für das Internationale

Sommerfestival 2017. Wer jetzt neugierig

geworden ist, oder zuvor noch nie an

diesem Ort gewesen ist, hat auch 2018

wieder die Chance, Teil eines sowohl

politischen als auch künstlerischen

Kulturspektakels zu werden.

Peter Hönnemann, Star-

Fotograf, 1960 in Hamburg

geboren, lebt und arbeitet

in Hamburg und Paris,

Frankreich.

Die Bremerin Lara Packheiser

ist erfolgreiche

Illustratorin, Mode- und

Set-Designerin.

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